Bürgermeister im Plausch: Rolf Walter aus Bolsterlang
Shownotes
Im Kaffeeklatsch vom Freitag sprechen wir mit Rolf Walter, Bürgermeister von Bolsterlang, über das Leben und die Arbeit in einer kleinen Gemeinde im Allgäu. Er gibt Einblicke in aktuelle Projekte, Herausforderungen und Pläne für die Zukunft, plaudert über das Miteinander in der Gemeinde und teilt persönliche Geschichten aus seinem Alltag als Bürgermeister.
Eine interessante Folge für alle, die sich für Kommunalpolitik, regionale Themen und das Leben in den Allgäuer Gemeinden interessieren - informativ, persönlich und nahbar.
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00:00:02:
00:00:22: Hallo, vielen Dank für die Einladung.
00:00:24: Freu mich sehr hier zum Kaffeeklatscht.
00:00:26: da sein zu dürfen.
00:00:27: Sehr, sehr gerne.
00:00:28: Herzlich willkommen.
00:00:29: Und vorhin haben wir schon gesprochen, wo ist denn die Sonne?
00:00:32: Die haben es bei sich im Ort gelassen, gell?
00:00:34: Ja, da haben wir natürlich, lass mir die im Oberalger, lass mir die in Bolster lang, das ist immer sehr egoistisch.
00:00:40: Hallo zum Kaffee-Clutch, aber Freitag rollen wir heute da, Bürgermeister aus Bolster lang.
00:00:46: Welchen Blick haben Sie aus Ihrem Rathaus?
00:00:48: Also wenn Sie so am Schreibtisch sitzen und rausgucken, was sehen Sie?
00:00:53: Also von meinem Rathaus siege tatsächlich direkt auf unsere Lüft und auf unsere Ski-Pisten.
00:00:59: Wenn die Sonne scheint, tolle Bilder, weiße Pisten, Schnee, viele Leute, die sich drauf bewegen.
00:01:06: Da tut man sich manchmal schwer sitzen zu bleiben und nicht einfach sein Zeug zum Packen und selber auf die Piste zu gehen.
00:01:11: Das kann ich mal vorstellen, können Sie Ski fahren?
00:01:14: Ja.
00:01:14: Können nicht, aber ich fahre sehr gern Skis.
00:01:16: Ich mache das seit vielen Jahren.
00:01:18: Wenn Sie meine Familie fragen würden, die sagen, Gott, das will, wie steht denn der auf die Skis?
00:01:22: Der kann es ja überhaupt nicht.
00:01:23: Aber Hauptsatz macht Spaß und man kommt irgendwie runter.
00:01:26: Ja,
00:01:26: dann doch.
00:01:27: Bislang immer unfallfrei.
00:01:29: Teutäuteu.
00:01:29: Teutäuteu.
00:01:30: Und Spaß macht.
00:01:31: Aber ich muss sagen, ich bin ein schöner Wetter-Ski-Fahrer.
00:01:33: Also ohne Sonne bei Niederschlag bringt man mich noch schwer auf die Piste.
00:01:38: Ja,
00:01:39: mich da auch.
00:01:40: So in der Läupe sind Sie auch daheim?
00:01:41: Oder ist das schon so das Abfahrt?
00:01:44: Also Skifahren jetzt auch Alpine?
00:01:46: Schon eher Alpine, da wo Präparierte Pisten sind, bewege ich mir am liebsten, Läupe, Ja, Ja ein, vielleicht ab und zu, aber lieber auf den Alpinen bereichen.
00:01:58: Jetzt ist ja Wäuse lang, wenn man das so ein bisschen auch charakterisiert oder so ein bisschen guckt, wo liegt das Ganze, ist ja eigentlich total idyllisch.
00:02:07: Ja, ein total idyllisches Bergdorf.
00:02:10: klein eingebettet in die wunderschöne Natur, mit tollen Wanderwegen, mit tollen Freizeitmöglichkeiten, Erholungsmöglichkeiten, wie man sich ein richtiges Allgäuerberg dort vorstellt, würde ich sagen.
00:02:21: So richtig Ur-Rigno,
00:02:23: oder?
00:02:23: Richtig Ur-Rigno.
00:02:24: Wir achten auch viel auf unsere Tradition bei uns und ich glaube, so stellt man sich das Allgäu vor.
00:02:30: Ja, das ist richtig.
00:02:31: Viele Touristen bei Ihnen so und das ganze Jahr über, der da reinspitzen will, in das Original Allgäuerberg?
00:02:37: Ja,
00:02:38: natürlich.
00:02:38: Also wir haben bei knapp elevenhundert Einwohnern über zweihunderttausend Übernachtungen.
00:02:43: Also wir haben das ganze Jahr über Verteiltourismus.
00:02:46: Und das sind wir auch sehr froh drum.
00:02:48: Ja, froh und stolz darf man da natürlich auch sein.
00:02:51: Sie sind jetzt seit einer Legislaturperiode Bürgermeister und gar kein Geburtiger, nicht nur kein Geburtiger Bolster langer, sondern überhaupt gar kein Geburtiger Alper.
00:03:03: Ich habe es nicht gehört.
00:03:05: Ich hab's nicht gehört.
00:03:06: Ja, also tatsächlich so.
00:03:08: Ich bin aufgewachsen, südwestlich von Augsburg.
00:03:11: In den Stauden nennt sich dieses Gebiet, nee, von Schwabmünchen.
00:03:16: Über die Liebe kam ich dann ins Oberallgäu nach Bolsterlang.
00:03:20: Bin jetzt aber dort schon circa, ja, dreißig Jahre ansässig.
00:03:23: Und hineingewachsen.
00:03:25: Und ja, auch in die Sprache natürlich.
00:03:27: Total voll.
00:03:28: Also ich hab's nicht erkannt, gibt's irgendwie trotzdem.
00:03:32: Ein Allgäuer Lieblingswort?
00:03:34: Wo sie sagen, das ist so knuffig, das ist mein Allgäuer Wort?
00:03:37: Also tatsächlich am Anfang, wo die zu Hause immer gemahrsregelt bezüglichem Dialekt und der Lieblingssatz, mit dem ich dann so aufgewachsen bin, ist Lukerstangen-Hippjumper zusammen.
00:03:48: Also das war so dieser Ausspruch.
00:03:51: Das war so die ersten Worte, die ich habe immer auswendig gelernt und immer wiederholen
00:03:54: müssen.
00:03:55: Bürgermeister ist jetzt auch nicht so der Berufswunsch von jedem kleinen Stöpke.
00:04:00: Das war bei ihnen wahrscheinlich auch
00:04:02: so.
00:04:02: Natürlich.
00:04:03: Als kleiner Bub will man Fußballer werden, weil wir Pilot werden oder Lokführer.
00:04:08: An die Politik denkt man da nicht.
00:04:10: Wie ist dann so diese Abbiegungen in Richtung Politik mal kommen oder auch das Interesse für Lokalpolitik?
00:04:16: dann ja im Speziellen?
00:04:18: Ja, das ist, ich muss sagen, ich war schon Von klein auf ein Vereinsmensch war als Bub.
00:04:22: in sämtlichen Vereinen habe dann, wo ich größer war und bin, mich auch in den Vereinen immer engagiert.
00:04:27: Das war mir immer ein Herzenswunsch.
00:04:29: Auch dann mit dem Umzug ins Oberallgau, in die Vereine engagiert.
00:04:34: und dann natürlich wollte ich auch mal Verantwortung übernehmen, über den Gemeinderat.
00:04:38: Man hat mich gefragt, ob das nichts wäre.
00:04:40: habe ich sofort zugestimmt, kam dann bei der ersten Wahlgleich in den Gemeinderat und so hat sich das entwickelt.
00:04:46: Die Aufgabe hat man dann gefallen, wurde dann zweiter Bürgermeister und so ist der werde gegangen.
00:04:51: Und irgendwann steht natürlich die Frage an, hast du nicht Lust, erster Bürgermeister zu sein, wenn man für den Postnehmern sucht?
00:04:57: und so kam es dazu.
00:04:58: Also so step by step.
00:04:59: Step by step, aufgestiegen.
00:05:01: Aufgestiegen, ja, im wahrsten Sinne des Wortes.
00:05:07: Sie haben ein bisschen den Einblick in dieses politische Tagesgeschäft, der als zweiter Bürgermeister schon bekommen.
00:05:12: Aber dann so im finalen oben zu hocken oder auf dem großen Rathausstuhl hat sich das irgendwie bewahrheitet, was man vielleicht ursprünglich einmal auch so als Vorstellung von einem Bürgermeisterposten
00:05:25: gehabt hat.
00:05:26: In vielen Bereichen hat es es bewahrheitet.
00:05:28: Man hat gewusst, auf welche Arbeit man sich einlässt.
00:05:31: Man hat gewusst, auf welche Tätigkeiten welche anstehen, auch wenn sich diese im Laufe der Jahre sehr geändert haben.
00:05:37: Was mich dann schon überrascht hat, ist so das Interesse am privaten Leben eines Bürgermeisters.
00:05:41: Ab dem Tag, wo ich Bürgermeister geworden bin, wusste jeder, wann ich krank bin, welche Krankheit ich habe, wie oft ich am Backer sehe bin, wie lange ich im Festzeit war, wie viel Kaltgetränke, die ich am Sonntag bei meiner Wanderung getrunken habe.
00:05:56: Das war so plötzlich im Interesse aller.
00:05:58: Und das hat mich dann doch ein bisschen überrascht, dass so das Privatleben eines Bürgermeisters plötzlich jeden interessiert.
00:06:04: Ich war weiter ein bisschen schon gewöhnungsbedürftig vor.
00:06:07: Ich bin plötzlich erster Mann im Ort und jeder weiß so über mein Leben Bescheid.
00:06:11: Ist das nicht irgendwie so?
00:06:12: Man ist die ganze Zeit irgendwie so mit den unsichtbaren Augen.
00:06:17: Hat man irgendwo so den ganzen Tag um sich herum oder gewöhnt man sich da
00:06:20: drin?
00:06:20: Man gewöhnt sich tatsächlich dran.
00:06:22: Also, ich denke mir schon oft, wenn ich irgendwelche Leute nicht kenne, die mich dann länger anstarren schon fast, dann denke ich mir, du hast du mir jetzt wieder erkannt.
00:06:29: Du denkst dir jetzt selber, das ist doch der Bürgermeister.
00:06:32: Die Leute, die ich selber kenne, da macht es mir nichts mehr aus, mit dem weiß man zu leben, weiß man umzugehen.
00:06:37: Aber wenn man oft sich durch Sonthofen bewegt oder Campen bewegt und die Leute starren ihn an, dann denke ich mir schon selber, hm.
00:06:44: Hast du mir jetzt erkannt, weißt du jetzt, dass ich der Bürgermeister bin?
00:06:47: Aber man lernt damit zu leben.
00:06:50: Ja, ich denke gerade auch, wohnen Sie selber auch direkt in Beustern lang?
00:06:53: Also Sie sind da ja quasi jeden Tag vierundzwanzig Stunden auf dem Selbertablett letztendlich.
00:06:59: Das ist richtig.
00:07:00: Also ich wohne selber in Beustern lang natürlich.
00:07:02: Aber das ist was, was man vorher weiß als Bürgermeister.
00:07:04: Und das ist vierundzwanzig sieben.
00:07:06: Also es gibt für ein Bürgermeister da keine Freizeit.
00:07:09: Also wenn man Urlaub machen möchte, muss man wegfahren.
00:07:11: Urlaub zu Hause ist fast nicht möglich.
00:07:14: Ich weiß zum Beispiel vor ein paar Jahren am Heiligabend, vierundzwanzigsten zwölften, hat jemand vormittag noch im Bauantrag bei mir zu Hause abgegeben, weil es unbedingt halt heute noch sein musste.
00:07:24: Das sind so Sachen.
00:07:25: Aber das weiß man vorhin, finde ich auch lustig, bin ich auch der Typ dazu.
00:07:28: Ja, ist da wirklich so, gildet es dann, wenn man das private Ihnen einreicht oder müsste das eigentlich schon nur im Rathaus passieren?
00:07:36: Ach, das gilt bei uns schon.
00:07:37: Der Bürgermeister ist immer und überall tätig.
00:07:40: Jetzt haben Sie ja gerade, äh, vierundzwanzig Stunden sieben angesprochen.
00:07:45: So ein Bürgermeisterposten, ich hab ja irgendwo am Freitag, Mittag um zwölf, wie viele, Feierabend, Start ins Wochenende.
00:07:52: Nee, das ist tatsächlich sieben Tage in der Woche zumindest so auf Abruf.
00:07:57: Man ist immer irgendwo ja so in der Dauerbereitschaft auch.
00:08:00: Wir gucken aus, mit Hobbys bleibt da einem überhaupt noch Zeit.
00:08:03: irgendwie mal die schöne Landschaft, die schöne idyllische Allgäuerlandschaft, um den Ort zu genießen.
00:08:10: Natürlich bleibt der Zeit.
00:08:11: Also ist auch ganz wichtig, dass man sich seine Hobbys sucht.
00:08:14: abschalten kann in seinen Hobbys.
00:08:16: Also ich muss sagen, ich bin sehr gern in der Natur unterwegs, mit dem Fahrrad, mit Wanderungen, mache nebenher auch noch Fußballtrainer.
00:08:24: Man muss schon schauen, wie man mit der Zeit das ein bisschen handelt, dass man es unterbekommt und nicht jeder Termin kann wahrgenommen werden.
00:08:31: Gerade in Hobbymäßig muss man auch mal zurückstecken.
00:08:34: Aber es ist auch wichtig, dass man mal abschaltet und für ein paar Stunden den Bürgermeister Job ruhen lässt.
00:08:40: Man wird dann schon wieder darauf angesprochen und weiß, ah ja, man ist ja doch im
00:08:43: Amt.
00:08:45: Jetzt haben Sie gerade zwei Wortfahren angesprochen.
00:08:47: Sind Sie noch jemand, der so mit eigener Kraft in die Pedale tritt?
00:08:51: Oder haben Sie das so ein bisschen?
00:08:54: Oder sind Sie da vielleicht schon umgestiegen auf Elektromobilität?
00:08:58: Auch wenn ich ein starker Gegner der E-Bikes war, bis vor wenigen Jahren, weil ich gesagt habe, vor sechzig, brauche ich keine E-Bike, aber es ist tatsächlich vor zwei Jahren mein heiß geliebtes Mountainbike kaputt gegangen, nicht mehr reparabel, und dann stand ich vor der Wahl, was kaufe ich jetzt für ein neues Fahrrad?
00:09:16: Dann habe ich mich halt entschieden, ein E-Bike, nichtsdestotrotz macht immer noch Spaß, man schwitzt immer noch dabei, aber es ist ein anderes Fahrradfahren.
00:09:25: Aber es macht wahnsinnig Spaß und heute denke ich mir oft, poch ohne Motor hetscht das wahrscheinlich gar nicht mehr so pakt.
00:09:31: Ja, gerade da im Oberallgäu wird es immer hügeliger, ist ja dazu, dass es da flach wird, sondern da kommen ja die Hügel und die kleinen Pässe und so weiter.
00:09:39: Fußballtrainer?
00:09:42: Welche Mannschaft?
00:09:43: Welche Jungs?
00:09:44: Also von der Altersklasse sind da?
00:09:46: Momentan trainiere ich die U-Sechze bei der JFG Ursprung.
00:09:49: Also es ist der Zusammenschluss der Vereine Oberstorffischen und Altstätten.
00:09:53: Da habe ich jetzt die Jugend U-Sechze übernommen.
00:09:57: Ich habe schon fast alle Jugendbereiche trainiert.
00:10:00: Ich habe schon Damen trainiert.
00:10:01: Ich habe schon Erwachsene trainiert.
00:10:02: Die macht das seit vielen Jahren.
00:10:05: Der Bub spielt selber mein Sohn in der U-sechzehn und eigentlich wollte ich schon in den Trainer-Ruhestand gehen, aber irgendwie lässt man sich doch immer wieder überreden.
00:10:16: Gute Fußballerfahrung haben sie selber, nämlich selber ja auch schon gekickt.
00:10:20: Genau, viele Jahre gespielt auf Position, die es heute nicht mehr gibt.
00:10:24: Den sogenannten Libero, da war man stolz früher, Mann ist Libero, das habe ich viele Jahre gespielt.
00:10:30: Ja, Abwehr.
00:10:32: War immer mein Ding.
00:10:33: Alles Früher war, dass man, man hat das so allrounder erbisselig, halt je nachdem, wenn einer gefehlt hat im Team, dann hat man gesagt, ach, jetzt bist du halt heute mal der Torwart oder so.
00:10:42: Auch das habe ich schon mal machen dürfen.
00:10:44: Ein Spiel war die Torwart, eine Horrorveranstaltung heute, wenn ich noch zurückdenke.
00:10:49: Man hat mir so ein rosa Torwart-Trikot gesteckt, weil kein Torwart da war bei diesem Spiel.
00:10:53: Ich musste da reinstehen.
00:10:56: Nie wieder.
00:10:57: Einmal und nie wieder.
00:10:58: Wo hängt Ihr Fußballherz, wenn man so in die Bundesliga guckt?
00:11:01: Haben es da ein Verein, wo Sie sagen, naja, da gehe ich schon ganz gerne auch einmal
00:11:06: auf ein
00:11:06: Profi-Fußball-Spiel.
00:11:08: Also natürlich gibt es einen Lieblingsverein in der Bundesliga, bei mir ist es der FC Bayern München.
00:11:14: Wie so viele bei uns, ich verstehe die Frage überhaupt nicht.
00:11:17: Gibt es denn noch andere Vereine?
00:11:19: Nein, aber ich bin jetzt da nicht so mit Leidenschaft dahinter.
00:11:22: Mir freut's, wenn sie gut spielen, wenn sie gewinnen, schauen wir aber auch an andere Spiele mal an.
00:11:28: Das Allgäu hat ja, Herr Walter, auch kulinarisch einiges zu bieten.
00:11:32: Vor ihnen steht einer Teller Allgäu ja keine Spatzen auf dem anderen, so ein saftiger Hamburger.
00:11:41: So was Amerikanisches.
00:11:42: Zu welchem Teller greifen Sie?
00:11:44: Natürlich, da gibt es keine Frage.
00:11:47: Die Allgäuer kässpatzen, aber bitte nicht zu trocken und am liebsten von der Frau gemacht.
00:11:53: In Bolster lang sind wir heute mit Bürgermeister Rolf Walter.
00:11:59: Sie sind ja sehr geselliger, gesellig im Sinne von.
00:12:02: sie unterhalten sich gern, sie mögen Menschen, sie sprechen gern, diskutieren gern, tauschen sich gern aus.
00:12:09: Also jemand, der Leute um sich mag, habe ich zumindest einmal den Eindruck von ihnen.
00:12:14: Sehr engagiert.
00:12:15: Nach wie vorhin Sachen Fußball und so andere Vereine, natürlich auch im Vereinsleben mit dabei gewesen, Vereinswesen.
00:12:24: Was war da so?
00:12:24: erst Musik, Feuerwehr?
00:12:27: Gab's da irgendwelche Vereine?
00:12:29: In welchen sind Sie aufgewachsen?
00:12:30: Also ich bin aufgewachsen in einem kleinen Dorf, Tausend Einwohner.
00:12:34: Da ist man einfach Mitglied in jedem Verein geworden, angefangen mit Fußball, Schützenverein, Feuerwehrverein natürlich.
00:12:42: Musik war tatsächlich noch nie mein Leben.
00:12:45: Ich kann kein Instrument, bin völlig unmusikalisch.
00:12:49: Unsere Weihnachtsgesänge zu Hause sind da graus für jeden, der sich in Musik auskennt.
00:12:54: Also das war immer dieser Part, den haben wir ausgelassen.
00:12:58: War nie das Interesse da auch von der Familie, nie.
00:13:00: Und dann wächst man da nicht rein.
00:13:02: Aber sonst?
00:13:02: Vereine Querbet.
00:13:04: Ja, ganz
00:13:04: wichtig auch im gesellschaftlichen Leben des Vereinswesen.
00:13:08: Die haben ja nicht immer einen leichten Stand, die Vereine, Nachwuchsmangel etc.
00:13:12: Das ist auch eine Thematik, die Vereine sterben, wollen wir auch nicht haben.
00:13:17: Ehrenamt, ganz, ganz wichtig, danke auch an dieser Stelle für die vielen, die sich in Vereinen organisieren und das Vereinsleben ja am Leben halten.
00:13:27: Wie schaut's aus?
00:13:28: Schuhplatteln.
00:13:29: Ich muss das fragen, können sie schuhplatteln?
00:13:32: Überhaupt nicht.
00:13:33: Also tatsächlich nicht, bin ich nicht damit aufgewachsen.
00:13:36: Das ist einfach dem geschuldet, wo das sich aus dem Augsburger Raum kommt.
00:13:39: Aber meine Familie natürlich, meine Frau von Kindheit gelernt, unsere drei Kinder, alle im Trachtenverein engagiert.
00:13:48: Und
00:13:48: natürlich sind die damit aufgewachsen, leben damit.
00:13:52: Ja, Tracht, da haben sie natürlich jetzt auch ein Tracht, seien sie da sind.
00:13:57: Ja klar, trage die Tracht auch sehr gerne zu allen offiziellen Anlässen.
00:14:04: Ich glaube, da erkennt man mich nicht als Augsporge.
00:14:08: Sie sind ja auch schon so lang da, sie gelten gar nicht mehr als Augsburger.
00:14:11: Sie gelten schon als Allgäuer.
00:14:13: Hat Bolster lang oder es ist ja von der Tracht her so, gibt ja immer unterschiedliche Trachten oder manche Ortschaften haben ihr eigene Tracht.
00:14:22: Gibt es da irgendwie so ein Einheitstracht in Bolster lang oder oberallgäuer Tracht?
00:14:27: Genau, das ist die oberallgäuer Tracht.
00:14:28: Mit dem Edelweiß jetzt Bolster lang hat das sonst nichts besonderes, eigenständiges.
00:14:33: Ist das so mit Wadelstrumpf?
00:14:34: Ja, natürlich.
00:14:37: Wie viele Lederhosen haben Sie nicht im Schrank?
00:14:40: Genau, die Lederhosen, die kurze, egal, zur weisen Temperatur und am besten.
00:14:45: Und das gehört dazu.
00:14:46: Wie viele Ausgaben oder wie viele Lederhosen haben Sie?
00:14:49: Weil so eine Lederhose ist ja schon ein Stück, kostet ja auch, ist ja ein lebenslanger Begleiter oftmals, wird ja auch vererbt.
00:14:58: Was man hegt und pflegt, ist ja jetzt so, dass man, wie jeans, vielleicht fünf Stück im Schrank
00:15:03: hat.
00:15:04: Das ist richtig, am besten lebenslang.
00:15:06: Ab und so kommt es vor, dass die eingehen, die Lederhusten
00:15:09: brauchen die nächste
00:15:10: Größe.
00:15:12: Schon ging es auch mehr darum, habe ich natürlich mehrere im Schrank,
00:15:15: aber
00:15:15: das ist dem geschuldet.
00:15:18: Eingehen?
00:15:18: Ja, ein bisschen.
00:15:19: Ja, man schiebt es auf die Husten.
00:15:23: Kann oder einzige Grund sein?
00:15:25: Falsch gewaschen?
00:15:28: Vereine, vielleicht können wir da noch mal so ein bisschen nachsprechen.
00:15:31: Wie viele Vereine gibt es in den Boys so lange?
00:15:33: Wahrscheinlich jede Menge.
00:15:34: Feuerwehr, Musik, Trachtenverein haben es ja gerade gesagt, oder Schützenverein auch, mit dem sie groß geworden sind.
00:15:40: Jetzt proportional vielleicht zu den Einwohnern.
00:15:43: Und der Anzahl der Vereine, sofern man das erst hock auch sagen kann.
00:15:46: Also bei uns ist tatsächlich, Vereine werden groß geschrieben, Vereins Zugehörigkeit, auch das ist bei uns noch hoch.
00:15:52: und toi toi toi.
00:15:53: bei uns funktioniert das Vereinsleben sehr, sehr, sehr gut.
00:15:56: Das muss ich tatsächlich sagen, gerade das Bürgermeister kriege ich das immer mit.
00:15:59: Diese Ehrenamtsposten können immer nachbesetzt werden, wenn jemand aufhört nachts.
00:16:05: vielen Jahren, wo das ausgewirrt hat.
00:16:07: Mitgliederversammlungen sind bei uns bis zu hundert Mitglieder bei den einzelnen Vereinen, wo da immer sind.
00:16:13: Also das Vereinsleben funktioniert wirklich in Bolstschollagen sehr, sehr gut.
00:16:18: Das macht Spaß und gerade als Bürgermeister macht es auch Spaß, wenn man sieht, wie sie sich alle einbringen in die Gesellschaft.
00:16:24: Und auch für die Jugend ist natürlich wichtig.
00:16:26: Gerade auch die Vereine sind ja so ein bisschen zuständig, vielleicht in zweiter Reihe auch das Aufrecht halten vom Brauchtum von den typischen Bräuchen, die wir ja hier im Allgäu Gott sei Dank noch haben und hoffentlich lange noch haben, wie Maibaum aufstellen, beispielsweise.
00:16:40: Es ist ja so ein Brauchtum, was richtig gelebt wird, wo Outlight zu uns ins Allgäu kommen und sich das angucken.
00:16:47: Natürlich, auch der Trachtenverein gehört dazu.
00:16:50: Das sind Veranstaltungen, die die Urlaubsgäste bei uns kann besuchen, wenn der Trachtenverein die Auftritte hat und die Feste organisiert.
00:16:57: Oder auch der Skikub mit den verschiedenen Rennen, die sie veranstalten für die Kinder.
00:17:02: Also es gehört, jeder Verein hat seinen Platz in der Gemeinschaft in unserer Gemeinde und es funktioniert wirklich sehr gut.
00:17:09: Wir haben es gerade, Herr Walter, schon ein bisschen von Ehrenamt, von Vereine gehabt.
00:17:14: Da ist ja viel los auch in Beuster lang.
00:17:16: Also nochmals, ich muss auf diese Landschaft kommen.
00:17:18: Das ist so idyllisch.
00:17:19: Ich habe alles Mögliche um mich rum.
00:17:22: Ich habe tolle Wanderwege, tolle Fahrradwege.
00:17:25: Ich kann im Sommer in irgendeinen Tümpel springen.
00:17:29: Ich kann im Winter schief fahren.
00:17:30: Das ist schon so ein Alleinstellungsmerkmal von Beuster lang.
00:17:34: Und da stehen es auch dafür.
00:17:35: Da stehe ich dafür.
00:17:36: Das ist natürlich für unsere Oberallgauer Natur, die ist... Erholung und Urlaubsgebiet zugleich.
00:17:44: Ich bin auch engagiert im Allgäuer Alpgenuss e.V.
00:17:47: Da bin ich in der Vorstandschaft.
00:17:49: Das ist ein Verein, wo unsere Alpen unterstützt und diese Partneralpen, wo wir haben, so als Qualitätssiegel, die verpflichten sich, nur regionale Produkte auf ihren Alpen anzubieten.
00:18:01: Und auch das ist für mich ein Highlight.
00:18:03: Wenn ich in unserer Bergwelt unterwegs bin, auf so eine Alpe einkehre, das gehört einfach dazu.
00:18:08: Auch so einen richtigen
00:18:10: Kiss.
00:18:11: Richtig.
00:18:11: Ich liebe Käse.
00:18:12: Mein Urgroßvater war ja Käser.
00:18:14: Ich liebe Käse.
00:18:15: Ich brauche jeden Tag ein kleines Stück Käse.
00:18:18: Sehr gut.
00:18:18: Also dann lade ich Sie gerne mal ein auf Ballstellagen in eine unserer Alpen auf eine unserer Alpen.
00:18:24: Das ist, also ich finde das so toll.
00:18:25: Jede Wanderung, jede Radtour muss für mich mit einem Besuch einer Alpe enden.
00:18:31: Für mich ist der Gipfel jetzt.
00:18:33: Zwei Drangig, für mich ist schöner der Alpbesuch, Brotzeit, Erkäse, ordentliches Kaltgetränk dazu, weil man geschwitzt, das ist was Tolles.
00:18:41: Wie viele Alpen sind da in unmittelbarer Nähe von Bolster lang?
00:18:45: Also wie viele, kann man da, ein Talk, könnte ich jetzt besuchen, zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig,
00:18:50: vierzehn, zwanzig.
00:18:50: Ja, zwanzig ist es ein bisschen viel.
00:18:55: Bei uns sind im Alpgebiet drei Bewirtschaftete Alpen, die man besuchen kann.
00:18:58: Natürlich Obermeißelstein und die Nachbargemeinden Ofterschwangen.
00:19:01: Gibt's mehr?
00:19:03: Aber wir müssen ja auf einer oder zwei bleiben, damit wir das genießen können.
00:19:07: Fünfzehn, neuneinem Tag ist zu viel.
00:19:10: Sie haben gesagt, das ist ein Siegelerzertifizierung, ein Label.
00:19:16: Mit dem Beisatz verpflichtet sich nur regionales zu verarbeiten und dann halt auch regionales anzubieten.
00:19:23: Genau, wir haben auch Lieferanten dabei, regionale Lieferanten, als Partner in unserem Allgäuer Alpgenuss und jede Alpe, die mitmacht, wir haben einen Seventig Partner Alpen aus dem Allgäu, die verpflichten sich eben diese regionalen Produkte zu beziehen.
00:19:37: Es gibt immer wieder Produkte, wo es nicht funktioniert, Oliven etc.
00:19:41: Aber
00:19:42: das was bei uns gibt, soll auch regional sein.
00:19:45: Wie ist das dann?
00:19:46: Haben Sie ein größeres Käseherz oder ein größeres Wurstherz in Ihnen?
00:19:52: Nein, ich glaube, ich habe ein größeres Käseherz.
00:19:55: Der würzige Bergkäse muss es sein.
00:19:57: Alles, was ohne Geschmack ist, ist nicht meins.
00:20:01: Ja, freut es mich ab und zu, ein Wurstbrot zwischen Neu- oder Schweinshauchsen.
00:20:05: Aber ein Käsebrotzeit ist schon toll.
00:20:08: Ich finde auch Käse geht immer.
00:20:09: Käse geht immer.
00:20:10: Es geht auch mal so, bloß so eine Scheibe Käse, so auf der Hand oder ein richtig schönes, auch mit einem
00:20:15: guten Brot.
00:20:16: Genau.
00:20:17: Butter drauf und so eine Scheibe, Käse, ein bisschen Schnittlauch vielleicht noch.
00:20:21: Ja,
00:20:21: perfekt.
00:20:22: Und abends statt Chips ein paar Käsebrocken.
00:20:24: Perfekt.
00:20:25: Perfekt.
00:20:26: Einersevzig haben es gesagt, sind da in diesem Verbund alle schon besucht?
00:20:32: Nein.
00:20:32: Nein.
00:20:34: Also ich bin dabei, tatsächlich.
00:20:36: Es gab eine Aussage von mir, dass ich mal versuche, alle unsere Partneralpen zu besuchen.
00:20:41: Dazu stehe ich auch.
00:20:42: Wir haben es diesen Sommer sehr viele besucht.
00:20:44: Wir sind auf über fünfzig gekommen.
00:20:46: Natürlich mit dem Fahrrad, nicht in der Wanderung.
00:20:50: Aber alle waren nicht möglich in einem Jahr.
00:20:52: Aber ich bin dran.
00:20:53: Sie sind dran.
00:20:53: Wäre das was für Sie, auch wenn Sie irgendwann mal in Bürgermeisterrente sind, dass Sie sagen, Arma ist so ein Halbseer auf so einer Alpe?
00:21:01: Machen ja viele so als Cut, weil Beruf stressig und finden dann wieder zu sich.
00:21:08: Interessant mit Sicherheit könnte man vorstellen, ich weiß nur nicht, ob die notwendigen Arbeiten nicht zu sehr liegen bleiben würden, weil ich doch zu ganz und den Leuten dann sitzen würde, damit denen ein bisschen unterhalten würde.
00:21:19: oder sich am Käse ein bisschen so
00:21:23: am
00:21:23: Schnapulieren wehren.
00:21:27: Sport, da haben wir ja auch schon ein bisschen darüber gesprochen über die E-Beiken, aber auch Wandern.
00:21:32: Ist das jetzt neben so einem alten Hoppening auch sonst irgendwas, wo sie sagen, sie können da abschalten und vielleicht zu ihrem persönlichen Lieblingsplätzchen, um bolsterlang auch spazieren gehen und einfach nur die Aussicht genießen?
00:21:48: Kann ich auch.
00:21:49: Aber ich tatsächlich verbinde es gerne mit irgendeinem Besuch, also wie Sie vorher schon richtig gesagt haben.
00:21:55: Ich bin gerne unter Menschen, ich bin gerne mit Menschen zusammen, ich unterhalte mich gerne.
00:21:58: Es ist abschalten ist für mich dann eher dieser Part.
00:22:01: Ich muss mich jetzt nicht zurückziehen an das Lieblingsplätzchen, wo ich für mich bin.
00:22:06: mach ich gern, verbinde ich vielleicht damit einmal, aber für mich ist immer, wenn was los ist, das ist mein Leben.
00:22:13: Das ist Ihr Leben?
00:22:15: Oder wo sehen Sie vielleicht bolsterlang in ein paar Jahren?
00:22:18: und was wünschen Sie dem Ort?
00:22:21: Also ich wünsche dem Ort, dass es so bleibt, dass er sich seine Traditionen so erhält.
00:22:26: Wo sehen wir bolsterlang?
00:22:28: Ich hoffe, dass man Noch sehr viele Jahre bei uns den Tourismus so pflegen können, wie er jetzt ist.
00:22:35: Kein Ovo-Tourism, aber gesunder, guter Tourismus.
00:22:40: Der Ort wird sich weiterentwickeln, bleibt nicht aus.
00:22:43: Aber auch das muss man ein bisschen an der Hand und im Blick haben, damit so die Selbstständigkeit erhält.
00:22:48: Und dass es den Charmeines Bergdorfes einfach erhält, bei Stolang.
00:22:52: Ganz lieben Dank fürs Dasein.
00:22:54: Alles Gute.
00:22:55: Herzlichen Dank, dass ich da sein durfte und auch Ihnen alles Gute.
00:22:58: Dankeschön.
00:22:59: Der
00:22:59: Allgäu-Hit Kaffee-Clutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:23:04: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.
00:23:07: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.
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