Stilvoll durchs Leben: Tipps von Knigge-Expertin Rita Deutschenbauer

Shownotes

Im Kaffeeklatsch von Mittwoch treffen wir Rita Deutschenbauer, Knigge-Expertin aus Rieden am Forggensee. Sie gibt spannende Einblicke in die Welt der guten Umgangsformen - von klassischen Tischsitten über höfliche Kommunikation bis hin zu modernen Etikette-Tipps für Beruf und Alltag. Wir plaudern über Fettnäpfchen, kleine Kniffe für souveränes Auftreten und wie man selbst in heiklen Situationen charmant bleibt.

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00:00:02: Der Allgäuhit.

00:00:02: KaffeeClutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.

00:00:10: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

00:00:14: Heute geht es um Etikette, es geht um Benimmer, um Anstand, um gewisse Regeln, die den Alltag nicht nur leichter machen, sondern auch angenehmer machen.

00:00:25: Heute sogar eine Expertin für Etikette und Kommunikation, Knickie-Expertin.

00:00:30: Herzlich willkommen, Frau Deutschenbauer.

00:00:33: Hallo, grüß Gott, Frau Marion Dalbrozzo.

00:00:38: Ich freue mich natürlich, hier zu sein.

00:00:39: Und dieses Thema ein bisschen ... noch bekannter zu machen.

00:00:43: Genau, Knickerexperten, das hat mich gleich so ein bisschen in... Jetzt muss ich mich ordentlich pass das Outfit zu unserer gemeinsamen Sendung.

00:00:52: Sie sind wunderbar angezogen und vor allen Dingen die Farben, das steht Ihnen gut.

00:00:56: Auch das ist wichtig für den guten Stil, dass man sich wohlfühlt und dass es gut rüberkommt.

00:01:02: Ein guter Auftritt.

00:01:03: Heute geht es um die Etikette, um alles Mögliche, was wäre vielleicht falsch machen, wo wir uns besser ins richtige Rampenlicht auch setzen können.

00:01:12: Rita, deutschen Bauer, ausreden am Vorgehen Sie heute meine Expertin in Sachen Knicke, Anstand und Benimm.

00:01:20: Vielleicht mal ganz kurz zu Ihrer Person, Frau deutschen Bauer.

00:01:24: Wie sind Sie in Richtung Etikettenexpertin gekommen?

00:01:27: Ist das wahrscheinlich auch so im Laufe des Lebens gewachsen?

00:01:30: Genau, durch meine Tätigkeit die letzten dreißig Jahre bei der Personalberatung.

00:01:35: Und da ist irgendwo in den letzten zehn, fünfzehn Jahren mein Hauptfeld geworden, eben Kniege.

00:01:42: Und da habe ich mich ein bisschen auch gestärkt.

00:01:45: Durch eine Ausbildung als zertifiziert die Kniegetrainerin.

00:01:48: Ich bin von Haus aus schon immer sehr interessiert gewesen, an gutem Benehmen.

00:01:51: Das ist es.

00:01:53: Und wir können dieses Thema auch ganz unverkrampft sehen.

00:01:56: Es ist gar nicht so.

00:01:56: Wenn ich den Grundsatz habe, ich möchte so behandelt werden, wie ich andere behandle, oder ich behandle andere so, dass ich gut behandelt werde, dann ist schon ganz viel gewonnen.

00:02:05: Und dann mache ich schon ganz viel richtig.

00:02:07: Ist das so ein bisschen wie ich in den Wald reinruf?

00:02:09: Richtig.

00:02:10: Kommt das echt auch verrückt?

00:02:11: Ganz genau.

00:02:11: Und es ist auch kein Relikt aus früheren Jahren.

00:02:15: Es ist immer noch aktuell, weil es drückt auch Wertschätzung aus und es drückt auch Professionalität aus im Beruf und es ist Menschlichkeit im Kleinen, wenn ich mich gut benehme.

00:02:28: Da kann

00:02:29: ich ganz viel gut machen, auch für mich und für andere Menschen.

00:02:31: Das

00:02:31: heißt sich richtig, also das ist schön auf den Punkt gebracht.

00:02:35: Jetzt natürlich in ihrem Bereich, wo sie arbeiten, Etikettenexpertinnen oder benimmen.

00:02:41: Queen, das ist jetzt neu Hochdeutsch komplett neu erfunden von mir momentan.

00:02:47: Aber Knigge-Expertin.

00:02:48: Auf den Namen Knigge stößt man unweigerlich, wenn es um Benimm geht, um Regeln.

00:02:53: Das Feld ist riesengroß.

00:02:55: Knigge kennt irgendwie jeder.

00:02:57: Und der Typ, ich sag's jetzt bewusst sehr, sehr, sehr salopp.

00:03:00: Der Typ lebte vor ein paar Jahrhunderten und ist irgendwo da draußen jedem noch ein Begriff.

00:03:06: Wer war denn Knigge,

00:03:08: oder?

00:03:08: Freihärf von Knigge?

00:03:09: Ja, Adolf Freihärf von Knigge, siebzehnhundertzweiundfünfzig ist er geboren.

00:03:15: Zweihundert Jahre vor mir, also es sind zweihundert Jahre.

00:03:19: Und der war Jurist und Kammerherr in Weimar und er hat eben, er hat Schriften übersetzt in der Aufklärungszeit von Rousseau und mehrere Romane verfasst, war Schriftsteller.

00:03:33: Wenn der Freihärf natürlich heute wüsste, für was er alles herhalten muss.

00:03:36: Für den Businessknicke, für den Sexknicke, für Weißwurstknicke, für Internetknicke, Hundeknicke, alles Mögliche, überall wird es angehängt.

00:03:44: Er wird sich natürlich im Grab rumdrehen.

00:03:48: Empathie, um Herz, um für andere Menschen eben so das zu gestalten, wenn man zusammen ist, dass sich alle wohlfühlen dabei.

00:03:56: Er ist natürlich aus Adelskreisen gekommen und hat natürlich, war da schon ein bisschen, was Benimm angeht, in einem gewissen Raster natürlich drin, als vielleicht das Bäuerchen, was irgendwo in der Region gewohnt hat.

00:04:08: Er war nicht

00:04:09: da jetzt.

00:04:09: Er war nicht der Mann und er hat eben viel gewusst und darum hat er das eben dann auch in seinem Buch, der Umgang mit den Menschen hat er eben das auch festgestellt.

00:04:17: gehalten.

00:04:18: Da geht es aber nicht um die Gabelhaltung und nicht, dass der Mann den Mantel hält für die Dame.

00:04:23: Es geht mehr um die allgemeine Einstellung.

00:04:25: Kniege ist eine Einstellung, dass ich eine positive Lebenshaltung habe zu anderen Menschen.

00:04:31: Dann ist das andere ihm quasi

00:04:34: angehäftet,

00:04:35: angeklebt

00:04:36: worden,

00:04:36: mehr oder minder oder ...?

00:04:38: Ja,

00:04:38: ist das Synonym.

00:04:39: Man kann einfach sagen, das ist knickemäßig.

00:04:42: Also das heißt, menschlich und zugewandt den Menschen und drum benutzt sich das immer wieder als Synonym.

00:04:48: Man könnte auch sagen, umgangsformen.

00:04:50: Die umgangsformen, die angenehmen, das benimmen, sagen die Schüler dann, wenn ich in die Schule gehe.

00:04:57: Ja, das ist alles Knicke.

00:04:59: Das ist alles Knicke, weil sie gerade ... die Schule angesprochen haben.

00:05:02: Sie sind nicht nur für Erwachsene, vielleicht auch die erste Adresse, um sich da ein bisschen aufzufrischen, abzudeten, eventuell weiß, mit einer Geschäftsreise auch ins Ausland geht, sondern tatsächlich auch schon in der Schule.

00:05:16: Hat sich das Verständnis oder die

00:05:18: Einstellung

00:05:19: für Benimm, für Gutes und vielleicht auch gesellschaftlich richtiges Verhalten verändert im Lauf dieser zwei Jahrhunderte?

00:05:27: Also die Jugendlichen wollen wissen, wie es geht.

00:05:30: Das ist tatsächlich.

00:05:31: Und ich glaube, sie fühlen sich manchmal allein gelassen, weil ihnen niemand es vorlebt oder erzählt, was man dann beachten muss.

00:05:38: Und wenn ich mir das heute anschaue, dass so oft die Meinung kommt, die Jugendlichen können sich heute nicht mehr benehmen.

00:05:45: Es war schon immer ein Generationenskonflikt.

00:05:47: Es gab schon früher unter Aristoteles, also ein griechischer Wissenschaftler hat eben gesagt, unsere Jugend ist unerträglich.

00:05:55: unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.

00:05:58: Also es kommt uns so bekannt vor, in die heutige Zeit rein.

00:06:01: Und es hat auch so gerade gesagt, die Jugend von heute liebt den Luxus und ist bequem und legt die Füße auf den Tisch.

00:06:07: Also diese Fragen hat es immer schon gegeben.

00:06:10: Und wenn ich heute in die Schulen gehe, dann ist es aber wirklich so, dass sie es wissen wollen, was... Darf ich tun was?

00:06:16: Zunächst sind sie ein bisschen zurückhaltig.

00:06:18: Denken, was will die Tuse von mir jetzt?

00:06:20: Die tut so vornehmen.

00:06:21: Nein, es ist nicht vornehmen tun, sondern es ist... wie soll ich sagen, es soll mit Menschen das gute Auskommen fördern.

00:06:29: Und da sind sie dann doch ganz offen.

00:06:31: Heute geht es um guten Anstand.

00:06:33: Unter anderem, ich nenne Sie jetzt einfach mal Frau Deutschen-Bauer-Knigge-Expertin aus Riedendamm.

00:06:40: Folgen Sie, Sie sind unter anderem in den Schulen unterwegs, geben Kurse.

00:06:45: Kann man

00:06:45: die Welt

00:06:46: von Knigge in irgendwelche Vierkategorien einteilen?

00:06:50: Oder ist das so?

00:06:52: viel schichtig, dass das fast nicht möglich ist.

00:06:54: Na, ich würde jetzt mal so sagen, zum gelungenen sympathischen Auftritt gehört eben, gehören die Umgangsformen und da gehört eine stilvolle Begrüßung dazu, wie ich Menschen begrüße, wie ich ihnen gegentrete.

00:07:06: Haben Sie da gleich ein Beispiel?

00:07:07: Muss ich Sie gleich unterbrechen?

00:07:09: Der wem die Hand zuerst gibt zum Beispiel, dass ich den Augenkontakt halt mit den anderen Personen durch höhere Range, die Person hat immer das Vorrecht, die Hand zu reichen, dann darf ich es mir selbst raussuchen und der andere muss eben dann sozusagen parieren.

00:07:26: Dann die richtige Anrede, dass sich Menschen richtig anrede, auch mit ihrem Titel, auch mit ihrem Namen.

00:07:31: Sollte ich den Namen mal vergessen haben, weil ich draufgeregt bin, dann darf ich auch nochmal danach fragen, ist ganz klar, es ist immer schöner, wenn man wirklich dem anderen Menschen den Namen geben kann, als wenn man um den heißen Brei herumredet und es fällt einem nicht mehr ein.

00:07:45: Sie haben ganz

00:07:45: gesagt, mit Titel, sorry, wenn ich sie unterbreche, mit Titel gibt es ja zum einen den akademischen Grad, also Professor Doktor etc.

00:07:53: Aber auch vielleicht noch alte Adelsbezeichnungen, da gibt es da irgendwie ein Reglement, wie ich da vorgehe.

00:08:00: Jetzt auch, ich bin lockeres After-Work-Party, sag ich mal.

00:08:05: Da kommt jetzt irgendjemand, der Professor Doktor ist.

00:08:08: Reicht es in diesem Lecheren-Umfeld?

00:08:10: Herr Müller?

00:08:11: Oder nein, ah, Professor Doktor Müller.

00:08:15: Es sollte von der Person freigegeben werden, dass ich ihn lockerer ansprechen kann.

00:08:19: Wenn ich es weiß, was der Mensch für einen Titel hat, dann gebe ich ihm den zuerst, ob es der Akademische ist, ob es der Adelstitel ist, Andre.

00:08:29: Müsst man nicht pflegen, auch der akademische Titel ist freiwillig, natürlich.

00:08:32: Ich muss es nicht, aber es ist eine Höflichkeit, wenn ich es ihm gebe.

00:08:36: Und dann warte ich, dann sagt er, sagen sie doch bitte, Herr Müller, Herr Meier, zu mir, dann ist es in Ordnung.

00:08:41: Aber einfach nur weglassen, finde ich, unhöflich.

00:08:45: Das mache ich nicht.

00:08:47: Viele Menschen werden mir ja nicht immer vorgestellt mit dem ganzen Namen und sich selbst stellt man nie mit Adelstitel vor oder mit dem akademischen.

00:08:55: Ich bin Professor so und so, das mache ich nicht.

00:08:58: Sondern ich stelle mich mit meinem Familiennamen vor.

00:09:02: Am besten mit Vor- und mit Nachnamen, auch in der Reihenfolge.

00:09:05: Und dann kann jemand das Hand haben.

00:09:08: Wenn ich es aber weiß, da steht ein Doktor oder ein Professor davor, dann benutze ich ihn zunächst mal.

00:09:13: Und dann darf man es freigeben.

00:09:15: Auch ganz egal, in welchem Kontext man sich da trifft.

00:09:19: Oder

00:09:21: würde ich schon sagen, ich habe so viel gearbeitet für diesen Doktortitel, für den Professoren-Tischel.

00:09:26: Das möchte ich auch gerne mal beachtet haben.

00:09:29: Oder wenn es ein wirklicher ist, der mit Niveau ist, der sagt, dann lassen Sie es weg.

00:09:33: Das passt ja heute Abend gar nicht.

00:09:34: Wir sind ja hier locker in Bierfeld.

00:09:36: Jetzt

00:09:37: habe ich Sie bei Ihrer Aufzählung gerade kurz unterbrochen, weil ich da schon reingegrätscht habe, wie unhöflich von mir.

00:09:43: Wir wissen, dass dieses Unterbrechen vom

00:09:46: Gegenüber.

00:09:46: Sie dürfen das natürlich.

00:09:48: Aber ansonsten ist es schon so, auch bei einem Smalltalk, das auch ein ganz großes Thema ist, es ist wirklich die Königsdisziplin des guten Umgangs, da ist es wichtig, dass ich dem anderen zuhöre.

00:10:01: Man sagt eigentlich so, ja, drei Viertel des Smalltalks ist zuhören und ein Viertel ist selber sprechen, weil ich da viel auch erfahre vom anderen und Menschen hören sich ja auch gerne reden.

00:10:12: Das wissen wir jetzt auch.

00:10:13: Das wissen wir jetzt auch.

00:10:15: Nein, aber Smalltalk, das hört sich Einfach an.

00:10:18: Ich bin irgendwo auf einer Platte, auf einer Feier.

00:10:20: Glas-Moltung.

00:10:21: Wie beginne ich denn ans Moltung?

00:10:23: Es ist wahrscheinlich auch eine Frage, die Sie mit Sicherheit schon mehr als einmal gestellt bekommen haben.

00:10:28: Also

00:10:28: das mag vielleicht lustig klingen, aber auch das Wetter ist immer wieder ein guter Beginn.

00:10:32: Es ist natürlich die Vorstellung ein guter Beginn, wo ich herkomme, kommt auf den Anlass drauf an, wo ich mich jetzt gerade befinde.

00:10:40: Man kann auch in anderen Fragen, sind Sie gut hergekommen?

00:10:44: und so weiter.

00:10:44: Und dann fängt das an durch das Vorstellen.

00:10:46: Ein Smalltalk soll immer Ping-Pong sein, also ein bisschen hin und her.

00:10:49: Auch keine Monologe und keine Belehrungen.

00:10:52: Nein,

00:10:53: das schon gar nicht.

00:10:53: Ja, ganz

00:10:54: genau.

00:10:58: Ja, sie dürfen.

00:10:59: Und ja, Ping-Pong.

00:11:01: Und wenn ich aber dann aus dem Thema nicht rauskomme, wo ich merke, der andere verfängt sich oder er tappt auf ein Fettnäpfchen zu, dann kann ich ihm schon auch mal helfen, indem ich apropos ein, da habe ich noch eine Frage dazu.

00:11:13: So kann man dann schon mal unterbrechen und man kommt von diesem etwas peinlicheren oder diesem langwierigen Gespräch dann weg.

00:11:21: und kommt auf ein anderes Thema drüber.

00:11:23: Da kann ich meinem Gegenüber auch helfen.

00:11:25: Also wenn ich sehe, dass jemand zu Fettnäpfchen, natürlich auf ein Fettnäpfchen zutappt, dann helfe ich meinem Menschen.

00:11:33: Auch wenn ich dann selber vielleicht nicht ganz korrekt agiere.

00:11:38: Ist das so eine Frage mit dem Smalltalk, der immer wieder oder sehr oft an sich gerichtet?

00:11:44: Viele Menschen fühlen sich unwohl mit dem Smalltalk, stehen anderen gegenüber und sind dann irgendwo vor fragen sich, was soll ich jetzt reden, wie ist das?

00:11:53: und so weiter.

00:11:54: Man kann mit einfachen Themen anfangen, vor allen Dingen unverfänglichen Themen.

00:11:58: Das kann das Wetter sein, wie gesagt.

00:11:59: Das kann aus welcher Region ich komme.

00:12:02: Das können Filme, das können aktuelle Tagesgeschehen sein.

00:12:06: So kann ich mich ins Gespräch bringen.

00:12:08: Bitte Politik und Sport ist auch heute gefährlich.

00:12:13: Politikreligion oder ethnische Fragen, die einfach weglassen.

00:12:27: Was hat es denn mit dem auf sich?

00:12:29: Ja, da kommen wir zu dem nächsten Thema, das eben auch wichtig ist, bei den guten Umgangsformen, der souveräne Umgang am Tisch und im Restaurant.

00:12:38: Und der Willi, das ist mein Hummer, der immer bei mir ist, der soll mich auch daran erinnern, dass der Grundsatz immer gilt.

00:12:45: Das gute Benehmen zeigt sich nicht an der teuren Speise und an den wunderbaren Genüssen, die es da alles gibt.

00:12:52: Ich kann gutes Benehmen schon bei Spaghettiessen, bei Spätzle mit Zursessen, bei vegetarischen Gerichten, einfachen Gerichten eben auch zeigen.

00:13:01: Und das ist mir immer wichtig, das eben auch meinen Leuten in den Seminaren, in den Vorträgen zu sagen.

00:13:07: Es geht um Benimmetikette.

00:13:10: gutes und

00:13:11: sicheres

00:13:11: Auftreten, weil wenn ich verschiedene Anstandsregeln einfach schon so intus habe, strahle ich gleich ganz was anderes in meinem Gegenüber aus.

00:13:19: Sicherheit, Selbstbewusstsein und so soll es ja auch

00:13:22: sein, Frau Deutschenburg.

00:13:23: Genau.

00:13:23: Dazu soll es helfen und dazu gibt es auch uns Knicketrainer.

00:13:27: Wir sind ja eine ganze Menge in ganz Deutschland und ich als letzte Bastion hier im Allgäu.

00:13:33: Und ja, es entsteht ja viel Unsicherheit, Ja, weil ich es nicht verheiß.

00:13:38: Die Unwissenheit da drüber.

00:13:40: Und wenn ich zu Hause nicht praktiziere, ein Mindestmaß wenigstens an gutem Benehmen, dann fühle ich mich unsicher, wenn ich draußen auf allen Paketten unterwegs bin.

00:13:49: Und wie gesagt, man ist... Ein König, wenn man sich zu Hause wie ein König benimmt, dann weiß man sich auch bei Königs zu benehmen.

00:13:59: Also es hat Sicherheit.

00:14:01: dann, sonst verkrampfe ich mich zu sehr und bin unsicher.

00:14:04: Was darf ich denn jetzt machen?

00:14:05: Und ich habe nicht mehr den Fokus auf dem eigentlichen Event und auch dem eigentlichen Treffen.

00:14:10: Sie sind oft in Schulen unterwegs und haben gesagt, man muss ein bisschen behutsam mit der Jugend umgehen.

00:14:15: Nicht alles gleich eins zu eins aufrechnen.

00:14:18: Das ist auch so ein bisschen ihr Erfahrungswert über die verschiedenen Jahre.

00:14:22: Dem ist so, oder?

00:14:23: Ja,

00:14:23: ganz genau.

00:14:23: Also wir müssen als ältere, als andere Generationen ältere Generationen eben auch Toleranz den Jugendlichen entgegenbringen.

00:14:30: Mich ärgert es immer, wenn es heißt, die Jugendlichen können sich nicht benehmen, hatten wir ja vorhin schon.

00:14:35: Wir müssen sie ihn vorleben.

00:14:36: Wir müssen es ihnen lehren und wir müssen einfach dafür präsent sein.

00:14:41: Und wenn ich dann in die Schulen gehe und ich kriege dann so eine Rückmeldung, Frau Deutschen Bauer, Sie haben sich so schön angezogen heute für uns.

00:14:48: Ist das für uns nur?

00:14:49: Da sage ich ja, das könnten Sie unseren Lehrern auch mal sagen, dass die sich für uns schön anziehen.

00:14:56: Also, finde ich schon, wenn Kinder das oder Jugendliche das so beachten, dann ist das doch ein Zeichen.

00:15:01: Ja, absolut.

00:15:02: Vor allem bei den Kids bekommt man ja ein unmittelbares Feedback.

00:15:06: Die sind ja ohne Scheu und so je nach Alter.

00:15:09: Gibt es das ja umgefiltert?

00:15:11: Irgendwo zurück.

00:15:12: Vorleben.

00:15:13: Gutes Stichwort.

00:15:15: Wie essig, wo, richtig?

00:15:17: Den Hummer haben wir gerade schon gesehen, aber es geht gar nicht mehr so um die Krustentiere, um Grappen

00:15:24: etc.,

00:15:24: sondern schon im Anfangszeichen.

00:15:26: Jetzt ist es normale Essen.

00:15:28: Wir sitzen in einem Restaurant, wir sitzen im Biergarten auch, auch da ist es, aber da ist es natürlich anders.

00:15:34: Es kommt also immer auf die Situation drauf an, auf den Anlass.

00:15:38: Was feiere ich denn jetzt gerade?

00:15:39: Ist es Omas Geburtstag oder ist es das Jubiläum meines Chefs oder ... Da kommt es drauf an, es kommt drauf an, wie will ich mich zeigen?

00:15:47: Das ist auch immer wieder die Frage, wie sollen mich Andere sehen?

00:15:51: Und das kann ich mir sehr gut zu Hause überlegen, wie ich gesehen werden will.

00:15:55: Und was mein Ziel ist bei diesem Event und ja, auch was mein Stil ist oder was meine Figur herkühlt, meine Statur.

00:16:04: Immer das auch gut überlegen und dann kann ich sehr strategisch und gut vorgehen, weil es geht auch immer um den ersten Eindruck, den ich bei anderen Menschen mache.

00:16:12: Und da können wir uns ja nicht dagegen wehren.

00:16:14: Nein, den

00:16:14: können wir auch nicht mehr zurückholen, den ersten Moment, den ersten Eindruck, die erste Kunde.

00:16:18: Und da entstehen natürlich auch Vorurteile, aber wir Menschen sind so gestrickt.

00:16:21: Im gleichen Moment, wie wir meinen Menschen das erste Mal sehen, das kennen wir ihnen und er ist da und der erste Eindruck ist nicht zu revidieren.

00:16:30: Man kann daran arbeiten, dass er mit der Zeit dann wieder vergessen wird, aber zunächst ist er schon da, ganz genau.

00:16:35: Gerade Essen, Speisen zu sich nehmen, ist wahrscheinlich auch ein größerer Bereich bei Ihnen.

00:16:41: Wie decke ich ein Tisch ein?

00:16:43: Welche Gabel nehme ich, wenn da jetzt drei Gabeln rechts oder links sind?

00:16:47: Mensch, wo kommt denn der Dessertlöffel hin?

00:16:50: Also selbst eindecken und eben dann auch zu wissen, wenn es eingedeckt ist, was habe ich zu tun?

00:16:56: Wie viele Speisen gibt es?

00:16:57: Also es ist immer Besteck ausgelegt.

00:16:59: Ich fange von außen an, von jeweiliger Seite, von außen.

00:17:03: Ich nehme auch tatsächlich für alles das Besteck dann dazu.

00:17:06: Ich kann nicht sagen, da lasse ich jetzt das Messer weg, da brauche ich kein Messer.

00:17:09: Das Messer ist auch eine gute Hilfestellung, um was auf die Gabel drauf zu schieben.

00:17:15: und das sehr Löffel und das sehr Gabel kommen oben hin.

00:17:18: Und da weiß ich, es gibt noch ein feines Dessert hinterher.

00:17:22: Und die Gabel ist für die harten Sachen um anzustechen und der Löffel für die Sachen um zu essen.

00:17:28: Und so habe ich auch da nehme ich beides, weil ich Hilfestellung durch den anderen Besteckteil habe.

00:17:34: Und gerade ist das schon eine Beschreibung von einer mehrgängigen Menü.

00:17:38: Wenn man sagt, man hat mehrere Gadeln, Löffeln und das sehr.

00:17:42: Natürlich, mehrgängiges Menü habe ich auch mehrere Gläser bei mir.

00:17:45: Da stehen in unterschiedlicher Größe welches außen.

00:17:48: Ganz genau.

00:17:49: Wir haben ja ein Gläser hier.

00:17:52: Das hört sich gut an, Frau Deutschen Bauer.

00:17:54: Das hört sich

00:17:55: gut an.

00:17:55: Das hört sich doch gut an.

00:17:56: Im kleinen Freundeskreis ist es auch absolut gängig, dass man anstößt.

00:18:01: Ansonsten lässt man das anstoßen heute.

00:18:03: Außer der Gastgeber wünscht es, dann wird angestoßen.

00:18:07: Aber das so nach allen Seiten immer wieder anstoßen, das ist heute gar nicht mehr das Übliche.

00:18:12: Und

00:18:13: wenn man anstößt, dann sollte das aber auch so klingen.

00:18:16: Das sollte dann haltig sein.

00:18:19: dann halte ich eben auch das Glas nicht nur wegen dem Anstoßen unten am Stiel, also das Glas halten mit Stiel unten am Stiel, weil ich dann das Glas oben nicht beschmutze und weil auch das schöne kalte Getränk von Champagner bis Weißwein oder auch Wasser wird eben dadurch nicht warm und das Glas eben nicht beschmutzt.

00:18:41: Es haben Sie vorhin Spätzle mit Soße gesagt.

00:18:43: Okay, kann ich mir vorstellen, wie esse?

00:18:45: Spätzle mit Soße kommt auf die Umgebung da an.

00:18:48: Spaghetti ist ja auch so ein Ding.

00:18:50: Das ist gemein zum Essen.

00:18:52: Wie esse ich die Spaghetti?

00:18:54: Richtig, natürlich.

00:18:55: Wenn ich in Italien bin, ohne Löffel am Tellerrand.

00:18:58: Schön aufgedreht.

00:18:59: Schubbs ab in den Mund.

00:19:01: Wie ist das mit dem

00:19:02: Spaghettiessen?

00:19:03: So sollte es natürlich auch bei uns sein.

00:19:05: Dass wir wirklich nur die Gabel benutzen, Spaghetti schön auftreten, so viel draufdrehen auf die Gabel, dass es gut in den Mund passt, dass dann nicht noch das an der Seite runter hängt.

00:19:15: Das ist ganz klar.

00:19:16: Sollte es mal eine Spaghettiart sein, die sich nicht so gut drehen lässt, dann nehme ich schon mal den Löffel zur Hilfe.

00:19:22: Aber ich habe auch schon Italiener gesehen, die sich über den Tisch gebeugt haben und reingeschlürft haben.

00:19:27: Kein Essen ist so gut.

00:19:28: dass ich mich in den Teller verbeugen muss.

00:19:33: Klassiker ist auch Suppe essen.

00:19:35: Für ich jetzt den Mund, also runter oder mein Gesicht runter, bist du mein Suppenteller?

00:19:40: Oder wie weit kommt denn der Suppenlöffel mir entgegen?

00:19:44: Der kommt relativ weit mir entgegen und ich mache nur so viel auf den Löffel drauf, dass ich das auch sicher nach oben bekomme.

00:19:51: Also der Arm kommt und der Löffel kommt

00:19:54: zum Mund.

00:19:55: Ich darf mich ein bisschen vorbeugen, eben innen Richtung Teller, aber eben nicht verbeugen.

00:20:01: Dann geht das ganz wunderbar.

00:20:02: Ist das so ein seitliches Anschlürfen oder wirklich so einmal rechnenkelige Drehung und diesen ganzen Löffel in den Mund?

00:20:09: Genau,

00:20:10: da kommt es tatsächlich auf die Region an.

00:20:14: Wir haben hier in Deutschland einen Löffel, der ist nach vorne zugespitzt läuft, also esse ich es auch von vorne den Löffel.

00:20:21: Und weil ich ja nicht möchte, Dass es zu heiß ist, prüfe ich das vorher mal in einer kleinen Portion, weil Pusten ist verboten.

00:20:31: Und dann führe ich den Löffel so zum Mund, dass die Spitze zum Mund kommt.

00:20:35: In England ist es zum Beispiel anders.

00:20:36: Da haben wir Rundesuppenlöffel.

00:20:37: Die kippen wir an der Seite.

00:20:39: Da ist der Löffel aber nicht so lang.

00:20:41: Dann geht es wunderbar

00:20:42: zum Mund rein.

00:20:43: Aber bei uns sind die Löffel spitz vorne und dann wird es nach vorne.

00:20:46: Da kann ich mich nach der Art des Löffels einfach richten.

00:20:50: Zu Beginn der Sendung, Frau Deutschen-Bauer, ist immer schon ein bisschen auf Klamotte auf Kleidung gestanden.

00:20:55: Also, Sie verzeihen es mir, ich mache es bewusst heute ein bisschen überspontan.

00:20:59: Also, Klamotte, Kleidung sehr, sehr wichtig.

00:21:02: Natürlich, wenn ich auf verschiedenen Anlisten bin, kriege ich eine tolle Einladungskarte und da steht irgendwas.

00:21:09: Ich will natürlich nicht Overdressed kommen, aber auch nicht Underdressed.

00:21:13: Boah, gibt es irgendwie so einen roten Faden, an dem ich mich orientieren kann?

00:21:16: Schon auch mal ein Appell an die Gastgeber, dass sie eben sagen, in welchem Rahmen spielt sich das fest ab und was erwarte ich von meinen Gästen.

00:21:23: Und dann kann das den Gast eben auch einhalten und sollte es auch einhalten, dass er sich nicht unwohl fühlt, dass er nicht deplatziert wirkt.

00:21:30: Weil ich kann ja die Garderobe nicht mehr wechseln, wenn ich dann schon mal beim Fest angekommen bin.

00:21:35: Ich muss es durchstehen.

00:21:36: Und ich kann mein Gespräch und meinen Verhalten, sonst kann ich anpassen.

00:21:40: Das beste ist meine Garderobe, die ist dann schon mal.

00:21:43: Und da heißt es einfach zu Hause schon mal überlegen, wie möchte ich da stehen, wie möchte ich da aussehen und um mich sicher zu fühlen.

00:21:52: Und ich kenne keinen Menschen, der das nicht möchte, dass er positiv rüberkommt, dass er da reinpasst in die Gesellschaft.

00:22:00: Und die Umgangsformen sind ja auch so die Spielregeln der heutigen Gesellschaft.

00:22:05: Und drum ist es schon ganz gut, wenn ich mich da ein bisschen danach richte und bei der Garderobe auf.

00:22:10: Da haben wir verschiedene Anlässe.

00:22:12: gilt natürlich auch für die männlichen Mitmenschen.

00:22:15: Also was ist denn so der größte Fehler

00:22:16: bei

00:22:17: Frauen wie bei Männern?

00:22:19: Wo ist der größte

00:22:20: Vorpaar?

00:22:21: Also bei den Männern würde ich sagen, dass ein zu großer Anzug und eine zu lange Hose schon mal ganz schlecht aussieht, dann ein ungebügeltes Hemd.

00:22:29: Ob mit oder ohne Krawatte, ich sage immer, Krawatte ist schon sehr smart, kann man immer noch tragen, obwohl es nachgelassen hat.

00:22:35: Aber es gibt doch Anlässe, da passt eine Krawatte gut.

00:22:38: Und die Männerhälze werden ja auch nicht mit den Jahren schöner.

00:22:41: Die braucht man nicht unbedingt zu zeigen.

00:22:44: Dann weiße Socken ist heute natürlich total weg und zu kurze Socken.

00:22:49: Haben Sie es schon beobachtet im Fernsehen, wenn die Interviewgäste da sitzen oder auch bei Seminaren am Tisch gegenüber.

00:22:55: Da guckt das Männerbein so raus dann zwischendurch.

00:22:58: Also zieht man Strümpfe an und dann sieht man einfach perfekt aus.

00:23:01: Dann die Krawattenlänge.

00:23:02: Wenn schon Krawatte dann wenigstens lang genug bis zur Gürtelschließe.

00:23:06: Das sind manchmal so etwas kurze Fragmente.

00:23:10: Aber wichtig ist auch, dass ich meinen Schakett schließe, wenn ich vor anderen Menschen stehe.

00:23:14: Da gibt es Knöpfe, die kann man zumachen.

00:23:16: Die sind nicht so zürde da, man kann es schließen.

00:23:20: Und dann sieht man auch sehr viel smarter aus.

00:23:22: Da nimmt man eine andere Erhaltung auch ein.

00:23:24: Man brauche

00:23:25: auch eine

00:23:26: Brust raus.

00:23:27: Also gerade wenn Fotos gemacht werden bei Anlässen.

00:23:30: Und da ist es natürlich wichtig, dass die Schäkete auch

00:23:32: passt.

00:23:34: Da habe ich oft den Verdacht, dass es eben nicht mehr zugeht.

00:23:36: vorne, wenn es dann nicht

00:23:38: ... oder haben Sie ja schon einiges gesehen?

00:23:40: und bei den Frauen, was das heißt,

00:23:41: eine absolute Noco?

00:23:41: Bei den Damen, naja, zu enge Kleidung.

00:23:43: Ich sag immer, Kleidung zum Anlass passend, pünktliche Kleidung tragen.

00:23:49: Die sollte nicht zu spät anfangen und nicht zu früh aufhören, denn ist schon mal ganz viel gewonnen, wenn es zu meiner Figur eben passt.

00:23:57: Dann Schuhe und Strümpfe.

00:24:00: Sandalen und Strümpfe drin.

00:24:02: Es ist wunderbar, ihre Schuhe und ihre feinen Socken dazu sehen toll aus.

00:24:06: Das sind Pink.

00:24:08: Zu viel Schmuck?

00:24:09: Auch oft einmal.

00:24:10: Oder zu viel Parfum.

00:24:11: Oh, das ist, wenn man so in einer Wolke steht und man ist schon gleich irgendwie

00:24:16: voll... Kann man hier gegenüber ganz schön nerven, wenn ich vielleicht nicht auch den, die Note habt, das Profil habt, das im anderen zusagt.

00:24:25: Zu durchsichtig, zu klitzend, zu viel einfach von einem.

00:24:30: Abends, wenn ich zur Party gehe, dann gebe ich auch ein

00:24:31: Pass, dann

00:24:32: wird hier richtig draufgelegt.

00:24:34: Aber tagsüber im Business, da ist es dann doch, das Dezentre ist wichtiger.

00:24:39: weil ich möchte als Person wirken und nicht meine Kleidung soll.

00:24:42: Und

00:24:42: nicht meine Hülle.

00:24:43: Ja.

00:24:43: Aber an dem Sprichwort Kleider machen Leute ist auch irgendwie was dran.

00:24:47: Da ist es auch ein bisschen.

00:24:48: Aber schon Kleider machen Leute halt im entsprechenden Anlass die entsprechende

00:24:53: Klamotte.

00:24:54: Ganz genau.

00:24:54: Und dann bin ich eigentlich zu hundert Prozent ich.

00:24:57: Ganz genau.

00:24:57: Und übertünsche mich selber auch nicht mit.

00:25:00: Ganz gut ist es immer, wenn ich diese Kleidung, die mir vielleicht fremd war vorher, daheim so ein bisschen einstudiert habe, dass eben auch alle Nähte offen sind, die Hilfsnähte, dass ich mich wohlfühle in diesem Kleidungsstück, dann kann ich mich sicher bewegen.

00:25:14: Wenn es ein neuer Anzug ist, dann, indem ich nicht nur wohlfühle, dann drehe ich auch unsicher auf oder ein Kostüm.

00:25:21: Also das auch ausprobieren, mich wohlfühlen drin.

00:25:24: Und nur was anziehen, was auch zu mir und zu meiner Persönlichkeit und zu meiner Figur.

00:25:29: Passt.

00:25:30: Kein Verkleiden.

00:25:33: Sie sind auch in der Gesellschaft für als Knigge-Expertin, eine Expertise oder sind da in einem Kreis?

00:25:41: Ja, ich gehört zur deutschen Knigge-Gesellschaft dazu und wir treffen uns jetzt gerade Ende des Monats wieder zu der alljährlichen Mitgliederversammlung, das sind wir im Lübeck.

00:25:50: Und da

00:25:51: tauscht er euch auch

00:25:52: aus.

00:25:53: Da tauschen wir uns aus, ganz genau.

00:25:55: Ist das auch so ein bisschen ein Updaten von einzelnen Regeln?

00:25:58: Mit Sicherheit auch, wobei man nicht... wirklich grundsätzlich alles über den Haufen wirft.

00:26:02: Es gibt noch viele Regeln wie immer, aber zum Beispiel früher war das so eine Dame durfte sitzen bleiben, wenn sie begrüßt wurde.

00:26:10: Das ist heute nicht mehr wirklich wirklich aktuell.

00:26:14: Ich begebe mich auf Augenhöhe und mit meinem Gesprächspartner, wenn ich begrüßt werde und stehe einfach von meinem Stuhl auf.

00:26:21: Außer ich habe ein Gebrechen oder es geht einfach, ich weiß ja dann mein Gegenüber, aber ansonsten begebe ich mich auf Augenhöhe.

00:26:28: Ich denke immer so, wenn ich ein Dirndl habe und ich bleibe sitzen und es kommt der Gruß von oben, ist ja doch bloß.

00:26:34: Ist ja ein bisschen ungeschickt.

00:26:37: Wir können auch aufstehen.

00:26:40: Das ist aber ein gutes Beispiel, so ein bildhaftes Beispiel, das man sich ganz gut zum Hinterkopf merken kann.

00:26:47: Sie geben ja nicht nur in der Schule irgendwelche Benimmkurse oder Etikettenkurse oder speziell jetzt Essenskurse oder wie esse ich richtig?

00:26:55: oder welches Glas nehme ich als erstes?

00:26:57: oder wie kommt denn überhaupt der Rotwein rein, der Weißwein rein.

00:27:00: Mein Gott, das sind so viele Gläser am Tisch.

00:27:02: Wasser bleibt mein Wasserglas das ganze Menü

00:27:05: über,

00:27:06: sondern natürlich auch für Erwachsene.

00:27:08: Haben Sie entsprechende Kurse, Workshops,

00:27:12: Vorträge?

00:27:13: Am Donnerstag einen Vortrag in der Fachgenie Gänzensberg, da darf ich eben den Gästen so am Abend mal ein bisschen Vortrag über benehmen, über Tischmannieren und so weiter halten.

00:27:24: Und es wird immer statt einer Stunde, werden sie immer zwei Stunden, die Fragen natürlich so viel da sind.

00:27:30: Und ansonsten mache ich auch dann Knickedinner, organisierte oder offene Knickedinner, wenn eben Gäste des Wünschen sagen, wir gehen zusammen essen heute Abend und sie moderieren unser Essen.

00:27:41: Und das ist immer wieder schön, dass man es eben in der Praxis probieren

00:27:44: kann.

00:27:45: Ich sage ganz lieben Dank, dürfen wir uns zum Abschied noch einmal das Glas anstoßen?

00:27:51: Ich sage vielen Dank für diesen kleinen, aber feinen Einblick in die gute Etikette ins Benimm,

00:27:57: in

00:27:58: Anstand, in sicheres Auftreten.

00:28:01: Vielen Dank, Rita, deutschen Bauerausrednern.

00:28:03: Folgen Sie.

00:28:03: Ich danke

00:28:04: recht herzlich, dass ich eingeladen wurde und dass ich eben hier zu Wort kommen durfte.

00:28:08: Ganz genau.

00:28:08: Dankeschön.

00:28:09: Der Allgäu-Hit-Kaffee-Clutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:28:15: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.

00:28:18: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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