Auf Schatzsuche im Allgäu: Trüffelforscher Simon Schauer im Kaffeeklatsch
Shownotes
Am Dienstag begrüßten wir Simon Schauer, Trüffelforscher aus Sonthofen. Simon nimmt uns mit in die faszinierende Welt der Trüffel: von den geheimnisvollen Fundorten im Allgäu über die Kunst der Trüffelsuche bis hin zu überraschenden Fakten über diese edlen Pilze. Wir plaudern über seine spannendsten Entdeckungen, die Herausforderungen der Trüffelforschung und seine Leidenschaft für die kleinen Schätze aus dem Boden.
Eine Folge für Feinschmecker, Naturinteressierte und alle, die neugierig sind auf die verborgenen Kostbarkeiten unserer heimischen Wälder.
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00:00:02: Der Allgäu-Hit.
00:00:02: Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.
00:00:10: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.
00:00:14: Heute ist ne ganz feine Nase da.
00:00:17: Kann ich das so sagen?
00:00:18: Sieben und Schauer aus Sonntufen.
00:00:20: Du hast ganz, ganz feine, ne feine Nase, ne Spürnase.
00:00:25: Ja, guten Morgen erst mal.
00:00:26: Grüße und Servus miteinander.
00:00:30: Tatsächlich, die Nase hat nicht ich.
00:00:31: Ich hab überhaupt nur ein paar Wienerleimhosen gesagt dabei.
00:00:34: Und zur Belohnung für meine Nasen, gell?
00:00:36: Für deine Nasen, du hast Hilfe-Nasen.
00:00:38: Ich sag's jetzt einfach mal so, du bist Trüffel-Hunter, wirklich im weitesten Sinne.
00:00:45: Das ist jetzt ein bisschen schmunzelt von mir gesagt, nein, aber Trüffelforscher aus Sonthofen.
00:00:49: Ja, also Trüffel-Sucher, Trüffelforscher, Trüffel-Verkäufer, alles rund um Paket, wenn man so
00:00:54: will.
00:00:54: Also so ein All-in-one-Paket?
00:00:55: So
00:00:55: ist das ganz genau.
00:00:56: Und du
00:00:56: nimmst uns mit in die Welt der Trüffel in eines der teuresten ... Lebensmittel der Welt.
00:01:02: Tatsächlich, es ist sogar das teuerste.
00:01:05: Hat ja vorher kurz das Eingangsgespräch.
00:01:09: Safran gibt es natürlich auch noch, gell?
00:01:11: Oder Vanille, sehr, sehr teuer, erzählt aber tatsächlich eher zu den Gewürzen.
00:01:16: Wobei das hier ja schon als Trüffel sage ich mal jetzt klassisch das teuerste Lebensmittel der Welt ist, zumindest wenn man vom weißen Trüffel
00:01:24: spricht.
00:01:25: Ja, dich ja in Eigenregier Trüffelhunter genannt bist du natürlich so nicht.
00:01:30: Das hört sich so ein bisschen an wie so ein Heldhunter, ja?
00:01:34: Oder du fangst irgendwelche Kriminelle ein, nein.
00:01:37: Trüffelforscher So finde ich ist die Begrifflichkeit.
00:01:40: ganz gut, Simon.
00:01:42: Wie bist du denn überhaupt zum Trüffel gekommen?
00:01:44: oder Trüffel suchen heißt ja irgendwo draußen sein in der Natur.
00:01:49: Wie bist du denn dazu gekommen?
00:01:51: oder warum bist du gerne draußen in der Natur?
00:01:54: Ja gut, also ich sag mal so, ich bin in der Natur aufgewachsen.
00:01:57: Während André an ihrer Playstation oder am Computer gesessen bin, war ich irgendwo im Wald und habe ein Lagerfeuer gemacht oder war vielleicht mal als Kletterbohr beim Schwarzangeln irgendwo an einem Weihraus tätig.
00:02:07: Mein Papa ist also Förster, ich bin in der Natur aufgewachsen und deswegen hat mich das schon immer begeistert.
00:02:16: Das heißt, andere haben mit Mobeln gespielt, du mit Tannenzappen.
00:02:19: Zum
00:02:19: Beispiel, genau.
00:02:21: Natürlich, wenn man draußen so seinen Kinder reich draußen in der Natur hat, dann sind ja schon jegliche Sinne wahrscheinlich geschliffen.
00:02:29: Also der Geruch, der Waldricht, der ganz unterschiedlich feucht, wenn es mal geregnet hat oder trocken oder auch die Pflanzen.
00:02:36: Wie bist du letztendlich zum Trüffel gekommen?
00:02:39: und bei uns im Allgäu zum Trüffel?
00:02:42: Ja gut, da satteln wir gerade das Pferd ein bisschen von hinten auf.
00:02:45: Okay, machen wir doch.
00:02:46: Das ist natürlich so oder einfach so, ich war natürlich immer draußen.
00:02:49: Ich bin Pilzee oder überhaupt die Nachtgut, das war immer mein Ding logischerweise.
00:02:54: Zum Trüffel bin ich allerdings eher so wie die jungen Frauen zum Kind kommen.
00:03:00: Wobei man sagen muss, dass man kurz vorgreifen kann, aber auch viel später erst.
00:03:05: Dieses Wissen um den Trüffel.
00:03:07: Deutschland war immer Trüffelland.
00:03:09: Es gab hier immer viele Trüffel.
00:03:11: Wir haben tonnenweise Trüffel exportiert.
00:03:14: Und das ist eigentlich nur wieder, sag ich mal, wiedererkanntes Wissen, wenn man so will.
00:03:20: Vor zweihundert Jahren war das also absolut üblich, dass Deutschland Trüffelsucher, Truffelhunterland waren, so wie du das sagst.
00:03:27: An der Stelle grüße ich an meine Truffelhand den Gang.
00:03:30: Ja, ich schließe mich da an.
00:03:32: Ich mein, Trüffel, wenn man... Ja, diese Knolle oder Pilz, das müssen wir jetzt auch erst mal noch.
00:03:37: Ist das eine Knolle?
00:03:38: Beides ist richtig.
00:03:39: Du bist ja gut.
00:03:41: Ich habe ja sogar drei Anschauungsobjekte mit.
00:03:43: Ja,
00:03:43: das haben wir dann auch.
00:03:44: Ganz toll.
00:03:45: Ich muss dazu sagen, ich komme gerade frisch aus Istrien, Kroatien vom Trüffel suchen.
00:03:49: Deiner oder andere kann sich vielleicht später mal noch ein kleines Video dazu angucken.
00:03:53: Und es ist natürlich eine Knolle.
00:03:56: Ja, bei unterm Boden.
00:03:58: Richtig, klar.
00:03:59: Und natürlich ein Pilz.
00:04:00: Ein Trüffel ist ein Pilz.
00:04:03: Schaut aus wie ein Stück
00:04:05: Brautkohle.
00:04:09: Ja, die
00:04:10: Knolle.
00:04:11: Das ist der Fruchtkörper.
00:04:13: Das ist eigentlich nicht der Pilz an sich.
00:04:15: Beim Pilz an sich spricht man vom Mützel.
00:04:18: Das ist ein feinesadriges Geflecht.
00:04:22: Richtig groß, das kann drüffeln, kein Problem.
00:04:24: Das ist ein Pils.
00:04:28: Wie gesagt, das ist das Müzzel.
00:04:30: Das, was wir suchen und sammeln mit unseren Hunden, das ist tatsächlich nur der Fruchtkörper.
00:04:34: Wie beim Apfelbaum.
00:04:35: Da nimmst du auch die Frucht runter.
00:04:36: Das ist zwar die Frucht der Apfel, aber der Apfelbaum dahinter ist viel größer.
00:04:40: Und beim Pilz ist das unsichtbar.
00:04:43: Das ist unterirdisch.
00:04:44: So
00:04:45: schaut's nämlich aus.
00:04:45: Vielleicht, gerade wenn du, du hast dann einen frischen Trüffel mit dabei, von der Beschreibung her.
00:04:50: Der ist ja, ich sag's jetzt mal so, auch wiederum ganz der Lob außen hui oder außen pui und innen hui.
00:04:57: Weil er schaut sehr unscheinbar eigentlich eher so gar nicht appetitlich aus.
00:05:01: Ja, tatsächlich.
00:05:03: Das wird noch unabititlicher.
00:05:05: Jeder Trüffel liebhaber muss damit leben, dass Ein Trüffel mal in der Nähe, wenn nicht sogar im Hund im Maul gewesen ist.
00:05:16: Und hier handelt es sich jetzt um den Tuba Melanos Borum für die Lateiner und euch, den Perigodrüffel.
00:05:23: Und das ist natürlich so der Trüffel der Jahreszeit, der Winter-Trüffel, wenn man so will.
00:05:27: Da gibt es nach Jahreszeit.
00:05:28: Ja sicher, das ganze Trüffel gibt es das ganze Jahr.
00:05:30: Es gibt das ganze Jahr Pilze im Wald.
00:05:32: Ja, das stimmt.
00:05:33: Zu Baumschwämmeln gehören ja
00:05:34: auch
00:05:35: so der Kategorienpilz.
00:05:36: Ja, morgens wachsen im Frühling.
00:05:37: Stimmt.
00:05:38: Also das ist einfach nur die Frage, was suche ich?
00:05:40: Und zum Beispiel beim Trüffel sehr verständlich auch.
00:05:43: Und das hier ist jetzt... Einer der besten, sag ich mal, das ist der Pelligord Trüffel, den hab ich selber noch gefunden.
00:05:49: Von der Grüße her, beschreib mal deinen Trüffel.
00:05:51: Das ist schon ein richtig
00:05:53: großes Stück Trüffel, oder?
00:05:54: Das ist ein schönes Exemplar.
00:05:55: Was wird der haben?
00:05:56: So fünfzig Gramm Geld?
00:05:57: Ich würde sagen vielleicht siebsechzig.
00:05:59: Und das ist natürlich schon was außergewöhnlich schönes.
00:06:02: Also es ist natürlich, weil ich bin auch nebenbei noch Angler, das ist noch so was wie ein schöner Ausnahmezander oder so was.
00:06:09: Also einen dicken Fisch, den du da quasi an der Angel hast.
00:06:13: Mal ganz kurz zum Wert von diesen...
00:06:16: Ja, also im Moment geht's, sag ich mal.
00:06:19: Der Preis liegt so bei ein Euro Fünfzig Programm, nur auch weil rechnen kann, das Kilo ist dann bei tausendfünfhundert Euro.
00:06:25: Das ist ja nichts.
00:06:27: Das ist nix, weil wir haben es ja schon Eingangs gehabt.
00:06:30: Gehört so den teuersten Lebensmittel, was kann oder was weißt du, was je irgendwo auf der Welt dafür gezahlt worden ist für einen ganz speziellen Trüffel.
00:06:40: Also es gibt immer wieder Auktionen natürlich, wo so Rekordpreise erzielt werden.
00:06:44: Das sind dann auch absolute Ausnahmeexemplare.
00:06:48: Und da reden wir bei allen Regeln vom weißen Alba-Trüffel.
00:06:52: So kennt der Deutsche, der eigentliche Name ist... Tuba, Magnatum, Pico, das ist also der lateinische Name, aber auf den muss man also achten.
00:07:00: Und
00:07:00: da gibt es natürlich Rekordpreise bis zu hunderttausend Euro, also das ist brutal.
00:07:06: Und das sind dann aber schon auch Exemplare, die ganz selten sind zu uns.
00:07:11: Kilo Stücke oder sowas, ganz seltene Sachen.
00:07:14: Die haben dann schon, ist sogar im Kindesbuch der Rekorde, tatsächlich in Kroatien in Istrin, da ein oder andere Weises, ist also der jemals, der größte, jemals gefundene Weisetrüffel.
00:07:27: und landete da, deswegen auch in das Buch der Rekorde.
00:07:32: Da muss ich nachfragen, Deutschland als Trüffelland bezeichnet, wenn auch schon vor zweihundert Jahren, vielleicht ganz kurz in die Historie, wie kam es denn?
00:07:42: oder wann hat man das entdeckt?
00:07:43: und du last quasi Altes Wissen neu aufleben.
00:07:48: Ja gut, wir sind ja hier im schönen Allgäu, geil.
00:07:51: Und von Sonntofenoberstoff aus.
00:07:53: Mai, was ist das noch nach Italien?
00:07:55: Wahrscheinlich Luftlinie, lasst das hundert Kilometer sein,
00:07:58: oder?
00:07:59: Und der
00:07:59: Kilometer ist natürlich nichts für die Natur und für die Evolution.
00:08:03: Selbstverständlich hat die eine oder andere Drüffelspore auch mal den Weg auf diese Seite der Alpen gefunden.
00:08:09: Und deswegen ist es natürlich nur wahrscheinlich, dass es auch hier Drüffel gibt.
00:08:13: Das denken viele immer.
00:08:14: Na ja, da muss ich nach Italien.
00:08:22: Es ist ja aber unüblich, es hat natürlich auch viel was damit zu tun.
00:08:26: Die Umstrukturierung der Wälder, die haben ganz gravierende Auswirkungen gehabt.
00:08:31: Na ja, wenn ich heute so ins Alkohol reinschaue, dann finde ich hier ganz viel Nadelwald.
00:08:36: Das
00:08:37: ist richtig.
00:08:38: Und jetzt auch wieder ein bisschen in diesen Nischwäldern.
00:08:40: Genau, richtig.
00:08:41: Man hat ja auch gewisse Hintergründe.
00:08:43: Renaturierung ist das Stichwort da dabei.
00:08:46: Und bei der Natur ist das natürlich so, wenn man in so ein Ökosystem eingreift, dann leidet da ein oder andere Tierpflanze da darunter.
00:08:54: und so war es natürlich auch mit dem Trüffel.
00:08:56: Durch die Umstrukturierung der Wälder, das sind diese klassischen Monokulturen, Das mag der Trüffel nicht so gern.
00:09:03: Hat einfach den hintergrund.
00:09:04: Das erkläre ich mal noch ein bisschen.
00:09:05: Ich will es nicht spoilern.
00:09:07: Ich kann ja mein ganzes Pulver nicht verschießen, weil letzten Endes dürft ihr gerne auch mal mit mir mitkommen durch die Wälder zum Trüffeln suchen.
00:09:13: Dann kommt man nach innerweg noch drauf.
00:09:14: Ja, da erkläre
00:09:15: ich das noch in Ruhe.
00:09:16: Aber es hat viel damit zu tun, dass ein Trüffel zwei Faktoren braucht.
00:09:20: Tja, das ist einmal ein Würzbaum, mit dem man eine Symbiose eingehen kann.
00:09:24: Da bekommt er nämlich seine Zuckerverbindungen her.
00:09:26: Ewexiontödisch.
00:09:29: Das andere ist der richtige Boden.
00:09:31: Also er liebt kalziumhaltige Böden, beim pH-Wert über sieben.
00:09:36: Basisch, alkalisch.
00:09:37: Und das Problem ist, bei so einer Fichtenmonokultur, die die Nadelsträude am Boden fällt, drückt es dem pH-Wert wieder ins Sauere.
00:09:45: Und das hat den Hintergrund, warum es dann zeitweise in Deutschland nur noch wenige Trüffel von Stellen gab, weil man viel durch die Forstwirtschaft auf Monokulturen gesetzt hat.
00:09:57: Und der Sache geht besser auf den Grund.
00:09:59: Und die spielt mir ein bisschen die Karten.
00:10:00: Dadurch gibt es wieder ein bisschen mehr Trüffel von Stellen.
00:10:02: Jetzt habe ich dir ganz genau zugehört.
00:10:04: Also der Trüffel brauchten Wirtsbaum.
00:10:07: ist dann eigentlich der Trüffel so ein Schmarotzer wie der Ivoi.
00:10:10: könnte man annehmen, aber nein, es ist ein Symbiant tatsächlich.
00:10:14: Also es ist also eine gesunde Symbiose, wo beide was davon haben, denn zur Baum ist auch wesentlich besser dran, die hocken zusammen in einem Boot.
00:10:23: Und das weiß auch der Trüffel.
00:10:25: Und deswegen ist es nämlich so, der weiß, wenn wir saufen zusammen ab, wenn wir absaufen, gegen den Motorsäge kann auch der Trüffel nichts tun.
00:10:32: Aber gegen andere Schädlinge zum Beispiel.
00:10:34: Oder vielleicht schädliche Pilze.
00:10:35: Das ist wie so ein unsichtbares Schutzschild, das so ein Pilz und Trüffel um so einem Baum rum bildet.
00:10:41: Und das führt dazu, dass es dem Baum wesentlich besser geht.
00:10:45: Auch zu Türeperioden steckt so ein... Baum viel besser weg, wenn du
00:10:48: mit dem
00:10:48: Trüffel zusammenwächst, weil der schaut ja bloß, dass dem gut geht.
00:10:53: Wie viele Trüffelsorten gibt's?
00:10:55: Also du hast ja schon von diesem Wintertrüffel gesprochen oder auch von diesem weißen Albertrüffel, also dieses Creme de la Crème.
00:11:03: Das ist so wirklich...
00:11:06: Also tatsächlich, das ändert sich stetig, denn die Welt ist groß und es gibt natürlich regional auch unterschiedliche Arten.
00:11:13: Aber man sagt so gemeinhin, so um die zweiundfuchzig Arten wird es auf der Welt so ungefähr geben.
00:11:20: Und ihrer Weise haben wir jetzt schon neunzehn verschiedene Arten im Allgäu nach.
00:11:24: Wissen Sie, das ist unvorstellbar, neunzehn Arten, völlig irre.
00:11:28: Und ich bin natürlich immer heiß auf eine Art, die man vielleicht noch gar nicht kennt.
00:11:31: Dann könnte ich ihr mein Name geben.
00:11:32: Ja, natürlich.
00:11:33: Kuba
00:11:33: Simoniensis oder so.
00:11:35: Jetzt müssen wir da noch auf jeden Fall mal hinterher schicken.
00:11:38: Der Trüffel ist ein geschützter Pilz.
00:11:42: Der ist leicht zu setzen, wie mit dem Edelweiß.
00:11:45: Genau, der Enzian.
00:11:46: Enzian,
00:11:47: also schön, wenn man ihn findet oder auch anguckt, auch vielleicht dran schnuppert, wenn er sich oberirdisch irgendwo schon zeigt, aber mitnehmen.
00:11:55: Ein absolutes No-Go.
00:11:56: Richtig!
00:11:57: Also, der Sache gehen wir natürlich auch noch ein bisschen näher auf dem Grund, wenn er mich mal besuchen kommt, aber tatsächlich... ist davon abzuraten, selbst irgendwo durch die Wälder zu fetzen und da Trüffel zu suchen.
00:12:06: Das spielt in der gleichen Liga, wie bereits erwähnt, mit dem Thema edelweißerer Sachen.
00:12:10: Und das ist eben so, dass das in Deutschland nach wie vor noch unter Naturschutz steht.
00:12:15: Warum, wieso, weshalb?
00:12:17: Das erkläre ich alles in aller Ruhe, wenn er mich mal besuchen kommt.
00:12:19: Was kostet das, wenn ich jetzt so einen Trüffel finde und denke mir, boah, was für ein Riesenstück.
00:12:25: und irgendwie man sieht diesen Förster und Jäger oder wie auch immer, dann werde ich angezeigt.
00:12:30: Ich weiß,
00:12:31: ich stelle es nicht, aber ich bin kein Richter.
00:12:35: Ich kann dir das gar nicht genau beantworten.
00:12:37: Aber es wird gehandelt, ja?
00:12:39: Theoretisch
00:12:39: schon, praktisch
00:12:40: ist es natürlich
00:12:40: so, dass nicht mal viele Förster wissen, dass es hier Drüffel gibt als Wunder.
00:12:44: Ja gut, ist ja auch schon zweihundert Jahre her.
00:12:47: Aber da muss man noch dazusagen, dass Drüffel nicht geerntet oder gesucht oder mit nach Hause genommen werden kann.
00:12:55: Hast du trotzdem?
00:12:57: die Lizenz zum Trüffel suchen.
00:12:59: Der Null Null Simon.
00:13:04: Tatsächlich, ja, wir dürfen diese Trüffel, die wir hier finden, allerdings auch nicht verkaufen.
00:13:09: Wir machen das rein aus dem Antrieb der Forschung, weil wir der Sache einfach vom Grund gehen will.
00:13:15: Was für Arten gibt es denn?
00:13:16: Wie ist denn so die Population hier?
00:13:19: Naja, wo keiner sucht, wird keiner finden, logischerweise.
00:13:22: Und so ist es natürlich auch, dass Naturschutzbehörden davon nichts wissen.
00:13:26: So, und wir müssen also auch jeden Fund genauestens dokumentieren.
00:13:29: Das ist ganz arg wichtig.
00:13:30: Und auch wenn das ganz gefragt wird, aber bei uns geht kein Trüffel raus, der jetzt hier irgendwo aus der Region gefunden worden ist, außer Jetzt wird es interessant, das haben wir dir nicht vorhin auch nicht erzählt, aus unserer Trüffelplantage.
00:13:45: Wir haben in Sonthofen keine Trüffelplantage.
00:13:48: Auch zu
00:13:49: Demonstrationszwecken wahrscheinlich,
00:13:50: oder?
00:13:51: Ja, und natürlich auch in Zukunft gedacht.
00:13:53: Das dauert ja Jahre.
00:13:56: bis dort die ersten Fruchtkörper sich dann bilden.
00:13:59: Da gibt es also speziell beimpfte Bäume.
00:14:02: Übrigens kann man die problemlos auch bei sich in Garten pflanzen.
00:14:04: Das ist ein ganz normaler Heimbruch.
00:14:05: Und
00:14:05: dann ein Hundertfünfzig Jahre später dann?
00:14:08: Nein,
00:14:08: so lange braucht es nicht.
00:14:09: Man sagt zwei bis sieben Jahre, je nach Spann dort.
00:14:12: Also du bist beim Aufhebbaum auch nicht schneller.
00:14:13: Nein, da bist du auch nicht
00:14:14: schneller.
00:14:15: Wir werden auch nicht schneller da.
00:14:16: Die haben wir auch zu Hause.
00:14:17: Und tatsächlich ist eben so, die haben wir da gepflanzt und dort bilden sich dann eben auch Treffe unten dran.
00:14:25: Genau.
00:14:26: Du forscht in Sachen Trüffel und du kommentierst oder kartierst auch deine Stellen.
00:14:32: Das ist natürlich nicht irgendwie so, weil du das spannend findest, auch.
00:14:37: Selbstverständlich.
00:14:38: Aber du
00:14:38: gibst die Daten ja irgendwo weiter.
00:14:39: Richtig.
00:14:40: Ich sag,
00:14:41: Trüffelsuche ist natürlich nur in Zusammenarbeit in Deutschland wenigstens, mit Naturschutzbehörden möglich, geil.
00:14:47: Aber trotzdem ist es so, dass Trüffelsuche schon aus dem Eigenantrieb ihre Stellen, naja, zumindest im Kopf, festhalten.
00:14:55: In dem
00:14:55: Fall reicht es nicht.
00:14:56: Ich muss es schon auch kartografieren, Geodaten hinterlegen.
00:15:00: Wichtig ist, wie bereits erwähnt, die Artbestimmung.
00:15:02: Das ist das Interessanteste dahinter.
00:15:05: Du hast gesagt, es sind neunzehn Arten, oder?
00:15:07: Ja, bisher.
00:15:07: Das werden auch immer mehr.
00:15:09: Deswegen bin ich auch immer gespannt, was da noch alles zum Vorschein kommt.
00:15:14: Der eine oder andere kann das vielleicht nachempfinden.
00:15:16: Das ist wirklich Adrenalin, wer haftet.
00:15:18: Es kommt natürlich schon Schatzgräberstimmung auf.
00:15:21: Und wer also Jäger und Sammler-Gene in sich trägt, die natürlich irgendwie an mich weitergegeben worden sind, der kommt auch voll auf seine Kosten.
00:15:30: Simon, wie ist du Trüffel am liebsten?
00:15:33: Tja, also ich bin sehr subjektiv.
00:15:35: Ich selber natürlich, es die in sämtlichen Varianten, naja, ich habe leicht reden, ich habe ja genügend daheim.
00:15:40: Ja natürlich.
00:15:42: Aber da würde ich dann schon eher so an die Standeküche zum Flo grüße an der Stelle verweisen.
00:15:47: Und da ist jetzt eben so, das fängt bei ganz einfachen Gerichten an.
00:15:52: Das sind oft Gerichte, die geht mir bei uns gar nicht, fängt mir im Spiegel ein mit Trüffel hervorragend, sag ich dir.
00:15:56: Weil
00:15:57: das dann das so rauf gereist wird.
00:15:59: Na ja, das findest du in Italien oft auf der Tageskraft.
00:16:01: Ja,
00:16:02: aber ist Trüffel jetzt ... Trüffelöl gibt es ja auch.
00:16:05: Butter, das ist
00:16:08: wieder eine andere Verarbeitung.
00:16:12: Manche dieser Produkte sind ja schon hunderte Jahre alt.
00:16:15: Da kommt man aus einer Zeit ohne Kühlschrank und Gefriedruhe, da gab es das berühmte Einwecken und Einmachen natürlich.
00:16:21: Also das sind ja ganz klassische Produkte, die es schon immer gegeben hat.
00:16:25: von der Butter angefangen, wie es in Öl eigentlich macht oder so.
00:16:29: Also das ist auf jeden Fall was.
00:16:31: Aber wird
00:16:31: nie verkocht in der Soße drin, oder?
00:16:33: Das
00:16:34: kommt schon auch.
00:16:35: Ganz wichtig ist beim weißen Alba-Drüffel.
00:16:38: Ich nenne es mal so.
00:16:39: Der sollte also nicht gekocht werden.
00:16:41: Der kommt in aller Regel immer nur frisch oben auf das Gericht gehobelt.
00:16:44: Da kommen dann die Kellner mit den weißen Handschuhen, haben ein klitzekleines Rasbebeißig und hauchten hauchst.
00:16:54: Dünn,
00:16:54: also ein Müh von einem Millimeter kommt da drauf.
00:16:57: Ja,
00:16:57: da gibt es einen speziellen Drüffel-Hobel, der hat so eine Edle da unten, da kannst du das Messerle verstellen.
00:17:02: Als Zimuner war sie eigentlich bin, gell?
00:17:04: Grüße an meine Kollegen, der Handwachskammer hier an der Stelle.
00:17:07: Die wissen auch, wie so eine Hobel funktioniert.
00:17:09: und dann die Edle kannst du mal einstellen, ob Monatsanfang ist oder Monatsende.
00:17:12: Und dementsprechend kannst du die Scheiben einstellen, aber auf jeden Fall ist das so, dass... Das muss man auch aufpassen.
00:17:20: Manche Restaurants wiegen nämlich nach Gramm ab.
00:17:23: Wenn man das überliest auf der Tageskarte,
00:17:26: dann
00:17:26: kommt der nette Kellner und hobelt und der hört erst auf, wenn du stoppsagst.
00:17:30: Und wenn du das nicht verpasst, dann wird es teuer.
00:17:32: Dann wird es richtig teuer.
00:17:33: Dann habe ich so eine komplette Pilzknolle dann auf meinen Spaghetti.
00:17:38: Jetzt hast du es ja gesagt, eigentlich ist die Materie, deine Arbeitsmaterie, je mal eine andere gewesen, nämlich Holz.
00:17:46: Papa Förster draußen im Wald liegt irgendwo nahe, da vielleicht handwerklich was zu machen.
00:17:51: Trüffel und so weiter wachsen unter anderem ja auch im Wald.
00:17:53: Wie haben sich denn deine Schreiner, der Schreinerweg und der Trüffelsuch oder Forschungsweg mal überschnitten?
00:18:00: Oder wann bist du
00:18:01: abgebogen?
00:18:01: Zunächst mal Zimmerer, gell?
00:18:03: Entschuldigung,
00:18:04: Zimmerer.
00:18:05: Ganz wichtig, ja?
00:18:06: Genau.
00:18:07: Also ich meine, gut, tatsächlich, ich hab natürlich irgendwann mal Zimmerer gelernt, hab dann ein Maisstoben draufgelegt und war dann viele Jahre auch Lehrer an der Handwerkskammer.
00:18:15: Irgendwann mal kam dann der Zeitpunkt, weil ich nebenbei immer mein Drüffelunternehmen hatte, zu sagen, gut, jetzt muss ich mir tatsächlich auf die eigene Hinterläufe stellen und mich da, wie sie fokussieren.
00:18:28: Der Weg war ein bisschen umwegig, sag ich mal.
00:18:31: Das tatsächlich.
00:18:32: Mit den Abregungen,
00:18:32: Corona-Steigungen.
00:18:33: Genau, das Leben halt so spielt, man muss halt auch mal offen für Neues sein.
00:18:37: Und natürlich, die Materie an und für sich hat mich überbegeistert.
00:18:40: Ich koche auch unwahrscheinlich gerne, aber ich muss ganz ehrlich sagen, Ich glaube, ich suche manchmal lieber als das in Esk.
00:18:47: Das macht mich mindestens genauso viel Spaß, wenn nicht so kann man noch ein bisschen mehr.
00:18:53: Wie dazu kam, das ist ein bisschen längere Geschichte.
00:18:56: Das erzähl
00:18:57: ich dann, wenn ihr mich besucht.
00:18:58: Okay, gib mir die Kurzversion, ich brauche ja schon ein
00:19:00: bisschen.
00:19:00: Die Departuration war eine Rolle auf Bekanntschaft nach Kroatien und so habe ich erst mal Trüffel hergebracht und erst später herausgefunden, dass es hier eben auch viele Trüffel gibt.
00:19:09: Das Ganze ist vor gut fünfzehn Jahren passiert, also schon ganze Weile her und in der Zeit sammelt man Erfahrungen, vertieft sich in die Materie und wird natürlich irgendwann einmal dann immer besser.
00:19:20: Das ist ja immer so.
00:19:22: Im Endeffekt bist du ja Trüffel-Experte.
00:19:25: Du bist aber, wenn du auf der Suche nach Trüffel bist.
00:19:27: Egal, ob jetzt im Ausland oder auch hier im Allgäu.
00:19:30: Nie alleine unterwegs.
00:19:31: Du hast schon eine... Spürnaßenunterstützung.
00:19:34: Ja,
00:19:35: tatsächlich.
00:19:35: Also angefangen hat das mal mit einem Hund, das war mein Skati.
00:19:40: Und mittlerweile sind es sogar vier.
00:19:42: Die wundersame Vermehrung.
00:19:44: Tatsächlich.
00:19:46: Und das ist also eine spezielle Trüffelsuch und Rasse, wenn man so will.
00:19:50: Ein Lagotto Romagnolo oder ein oder andere von euch kennt das vielleicht.
00:19:54: Das ist also, man sagt italienischer Wasserhund dazu.
00:19:58: Obama hatte zwei.
00:20:00: Schreibt mal, wie hoch ist der?
00:20:01: Geht der mir bis zum Knie?
00:20:03: Ein
00:20:05: bisschen grösser wie ein Pudel, sieht sogar ähnlich aus tatsächlich.
00:20:07: Ja,
00:20:07: hat eine wuschelige Haare.
00:20:09: Und verliert auch keine Haare.
00:20:10: Das ist interessant daran, ja.
00:20:12: Es ist auch gleichzeitig ein allergiger Hund.
00:20:13: Ich glaube, das war auch der Beweggrund, warum man mal ein Obama das hatte.
00:20:17: Ich
00:20:17: denke,
00:20:18: dass er da Trüffel gesucht hat im Weisenhaus.
00:20:20: Wahrscheinlich nicht.
00:20:20: Und wenn
00:20:21: dann waren es weiße Trüffel.
00:20:24: Da war es, glaube ich, der Aspekt, weil wegen der antike allergiger Geschichte.
00:20:29: Also man musste auch rasieren.
00:20:31: Ja, die verlieren nix, so sehr sehr angenehm.
00:20:34: Besonders feine haben die da mehr, wie soll ich sagen, als andere Hunde mehr Geruchszellen?
00:20:40: Also zunächst einmal könnte man fast jeden Hund möchte, die mal sagen, mal beibringen und Drüffel zu suchen, die Nase hätte fast jeder Hund.
00:20:48: Das sind halt die, die traditionell dafür hergenommen werden und sich halt hervorragend dazu eignen.
00:20:55: Das muss man einfach so sehen.
00:20:56: Es ist halt so, die traditionelle Trüffelsuch und Rasse aber auch ein wunderbares Familienmitglied.
00:21:02: Und sie warten schon ganz sehnsüchtig daheim auf mich.
00:21:04: Und ich freue mich auch schon, wenn ich wieder raus darf.
00:21:07: Du hast ja vorhin schon schönes Wetter angekündigt.
00:21:09: Mal gucken.
00:21:11: Du nimmst aber auch ganz gerne andere Leute mit auf eine kleine Reise in Sachen Trüffel hier bei uns im Allgäu.
00:21:19: Ja, tatsächlich.
00:21:20: Also, wer da mal Interesse hat, darf mich natürlich gerne begleiten.
00:21:23: Das sind so Tourn, die bieten wir an.
00:21:25: Das ist immer inklusive Dreigänge-Menü und Wein.
00:21:27: Also, man kriegt sogar ein bisschen Krälinarik noch ab, gell?
00:21:30: Ja,
00:21:31: so ein E-Tüpfelchen
00:21:32: von den Segerstausen.
00:21:33: Ich hab von euch schnappen immer noch, die müssen einfach mit mir kochen.
00:21:36: Ich hab keinen Bock, das immer alles alleine zu machen.
00:21:38: Jetzt verkauf ich's halt als Kochkurs.
00:21:40: Das muss sich so eine Tour vorstellen, über wie viel geht es?
00:21:43: über zwei Stunden?
00:21:44: Also man geht da schon raus in die Prierie und so weiter.
00:21:46: Das ist
00:21:47: ja verständlich, ja.
00:21:48: Also, das ist so.
00:21:49: Wir treffen uns meistens um zwölf im Mittag bei uns mit Scheidebergschuhe, das braucht man schon.
00:21:53: Wir sind schließlich im Allgäu.
00:21:54: Natürlich,
00:21:55: gutes Schuhwerk.
00:21:56: Und der Witterung entsprechend gekleidet, weil es gibt kein schlechtes Wetter.
00:21:59: Wohl schlechte Kleidung.
00:22:00: Nur
00:22:00: die falsche Kleidung, ganz genau.
00:22:02: Genau.
00:22:03: Und dann gibt es erst mal Brotzeitplatte für alle und dann eben so eine Einführung.
00:22:07: Also das, was wir jetzt gerade miteinander kommunizieren.
00:22:11: Detailiertere und größere Fasern und so.
00:22:13: Wenn man will, da machen wir Brotzeit und trinken ein Brotseig oder eine halbe Bier miteinander.
00:22:17: Und dann gehen wir in die Wälder zum Treffen.
00:22:19: Und wenn wir dann zurückkommen, dann, wie gesagt, kochen wir noch eine Kleinigkeit.
00:22:24: Also, ist ganz beliebt als Geschenkli-Mol?
00:22:25: oder hab' ich auch schon einige gehabt hier im Allgäu.
00:22:28: Die
00:22:28: früher ausflügig gemacht haben oder so was,
00:22:29: gell?
00:22:30: Ja, ja.
00:22:31: Und wie lang dauert die Tour
00:22:32: da draußen?
00:22:32: Ich hab bis abends so sechs hier rum, zurückhaar, gell?
00:22:34: Also,
00:22:34: man ist schon eine Zeit unterwegs, gell?
00:22:38: Vielleicht
00:22:38: ein Fahrer mitbringen, weil Wein gibt's auch.
00:22:42: Trüffel, du hast es vorhin schon gesagt, es kann in ganz unterschiedlicher Konsistenz.
00:22:47: und auch von der Verarbeitung her kulinarisch verarbeitet werden.
00:22:52: Wir haben ein Trüffelöl, wo das Ganze in Öl übergeht oder Trüffelbutter.
00:22:57: Das sind dann so Sprenkel wahrscheinlich drin, wo man ein bisschen so sieht, so eine gesprengtelte Butter, dass da Trüffel, Raspel wahrscheinlich auch irgendwie drin sind, Eistopping für spezielle Spaghetti oder andere Nudeln.
00:23:11: Aber du bist auch so ein kleiner Tüftler in Sachen, wo passt Trüffel eventuell noch rein?
00:23:18: Ja, tatsächlich.
00:23:19: Ich habe schon erzählt, viele Leibprodukte, die natürlich auch schon seit zum Teil Jahrhunderten auf dem Markt erhält sich sind, wenn man so will.
00:23:27: Aber natürlich versuchen, auf wie uns immer wieder was Neues auszudenken, eben auch regionale Produkte, das können wir nämlich auch immer.
00:23:33: Natürlich,
00:23:34: wenn nicht wir werden.
00:23:36: Das kann eine Käse-Sauce sein, das kann ein... Darauf die Bergkäse sein, haben wir auch schon entwickelt, hier mit regionalen, sagen wir, Käse rein.
00:23:46: Und auch meine Leberwurst.
00:23:49: Also, wir lassen uns immer wieder was Neues einfallen.
00:23:52: Und versuchen das natürlich auch unseren Kunden dann zu zeigen, dass uns nicht langweilig wird und wir am Wald bleiben.
00:23:58: Mit der Sache.
00:23:59: Und das ist ja das Schöne.
00:24:01: Die Gruppe ist natürlich, es gibt die einen, die lieben's.
00:24:04: Ich wollt
00:24:05: grad, du hast es mir diese Frage im Gesicht angesehen.
00:24:09: Wie ist das, wenn du den Geschmack
00:24:12: Beschreibst
00:24:13: von Trüffel.
00:24:14: Es gibt ja viele Leute, ich habe auch noch nie richtig Trüffel gegessen, einfach für jemand, das mal zu umschreiben, nach was Trüffel schmeckt.
00:24:22: Also, äh, zunächst einmal, gell, packst deine Bergschuhe ein, dann gehen wir zusammen auf Trüffeljagd und dann, ähm, zeige dir halt einmal, ob ich sie weiß, aber wenn wir jetzt mal den Geschmack definieren wollen.
00:24:32: Hängt das natürlich auch stark von der Trüffelart ab.
00:24:35: Aber in aller Regel, gerade beim Weisendrüffel, ist es natürlich so eine Art käsige, knoblauchige, maschusartige Note, die man jetzt so nicht wirklich beschreiben kann.
00:24:43: Beim Trüffel, beim schwarzen Perikotrüffel, der jetzt hier vorliegt, ist es jetzt so eine tiefschwere, fruchtige Note, die da eben alle spielt.
00:24:53: Beim Herbstburgundertrüffel ist es... eher so die pilzige, vielleicht haselnussige Komponente, die da eine Rolle spielt.
00:24:59: Und also entsprechend kann man natürlich auch verschiedene Produkte oder Gerichte kreieren.
00:25:05: und an der Stelle Gut, wie alles machen, habe ich ja vorhin schon mal gesagt.
00:25:11: Bei mir, ich muss sagen, ich mache mir jetzt in den seltensten Fällen, weil ich selber drüffel nodeln.
00:25:15: Na ja, bei mir kommt es eher so in die Beilagen rein.
00:25:17: Ich bin bei meiner Kartoffelpüree irgendwo, oder irgendwo Gemüse, oder einfach nur tatsächlich ein Supple, wo ich damit irgendwie verfeinert.
00:25:25: So eine Creme-Suppe, jetzt eine Hokkaido-Creme-Suppe oder eine Kartoffelsuppe.
00:25:29: Irgendwas in der Form natürlich.
00:25:31: Und die Gruppe der Menschen, die es verehren und lieben, wird natürlich größer.
00:25:37: Es gibt Leute, die können damit überhaupt nichts anfangen, die mögen es überhaupt gar
00:25:40: nicht.
00:25:40: Das wollte ich grad sagen.
00:25:42: Das ist wie bei Kerbel.
00:25:43: Kerbel
00:25:44: oder
00:25:45: von gewissen Kräutern, der eine mags oder Dill, der andere mags, der andere mags nicht.
00:25:50: Aber ich hab schon mitbekommen, das sind ganz unterschiedliche Noirs.
00:25:54: Also auch das Erdige, du hast gesagt, das Fruchtige, Pilzige.
00:25:58: Also ganz, je nach Pilz oder je nach Trüffel unterschiedlich
00:26:04: im Im Aroma, im Geschmack selbstverständlich auch.
00:26:07: Und
00:26:07: mein, du merkst es ja schon, hier bei uns im Studio, der, der,
00:26:11: der genug, der
00:26:12: uns ergibt, gell?
00:26:13: Das ist natürlich schon, ähm... Einzigartig.
00:26:17: Und der hätte, hätten wir die Sendung jetzt im Herbst gemacht, könnte der wieder ganz anders aussehen.
00:26:21: An der Stelle vorsichtig.
00:26:22: Man sagt, ein Trüffel bereits hätte im Mittelalter.
00:26:24: Nachher soll afrodisierend wirken.
00:26:27: Jetzt vielleicht noch letzter Blick auf deine Schaustücke, sage ich mal.
00:26:32: Das sind drei verschiedene Trüffelknäulen, also Trüffel da.
00:26:37: unterschiedliche Sorten.
00:26:39: Vielleicht ganz kurz.
00:26:40: Welche Sorten oder Arten sind da?
00:26:42: Arten.
00:26:43: Genau.
00:26:44: Beim Pilz.
00:26:44: Welche Pilzarten oder Trüffelarten hast du da?
00:26:47: Es
00:26:47: sind zwar zwei Knollen, also zwei verschiedene Arten.
00:26:50: Es sind drei Knollen, aber zwei Arten.
00:26:53: Einfach einmal den, ja, wir Deutschen kennen ihn als Perigordrüffel, auch wenn der jetzt nicht aus dem Perigord stammt.
00:26:59: Es handelt sich eben um die Art Tubermelanosporum, die ich eben selbst gefunden habe.
00:27:04: Und dann habe ich hier noch ein tolles Anschauungsobjekt, das nämlich ganz genau so aussieht, von außen.
00:27:09: Und zwar den Herbstburgunder Trüffel, Tuba und Chinatum aus dem Allgäu.
00:27:15: Deswegen habe ich mitgebracht.
00:27:17: Ganz tolle Sache.
00:27:19: Und dazu natürlich mein Utensil, das ist da mir ganz stolz drauf.
00:27:23: Das ist eine handgefertigte und handgeschmiedete Trüffelschaufel.
00:27:26: Auch dieser Holzstil ist eben aus einem Stück
00:27:29: Holz, der so gewachsen
00:27:30: ist.
00:27:31: Und so wie halt Jäger sei, Flinte.
00:27:33: geschultet hat, habe ich halt diese Trüffelschauffe geschultet in aller Regel und kämpfe mich dann durchs Dickicht und durch die Wälder.
00:27:40: Auf alle Viere.
00:27:41: Da seid ihr längst irgendwo auf dem Sofa.
00:27:44: Da bin ich beim Arbeiten.
00:27:46: Ich sage ganz lieben Dank, Simon, für diesen kleinen Einblick in die Welt der Trüffel, in die Welt des teuersten Lebensmittels der Welt.
00:27:54: Ja und dir wünsche ich weiterhin Guterich.
00:27:58: Dankeschön.
00:27:59: Bis bald.
00:27:59: Alles Gute und schön, dass ihr eingeschalten habt.
00:28:01: Servus und Grüße aus Sonthofen.
00:28:03: Der Allgäuhit Kaffeeklatsch
00:28:05: wurde präsentiert von
00:28:07: den Lebensgestaltern.
00:28:08: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter
00:28:11: Hektik.
00:28:12: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.
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