Die Feuergestalter aus Sonthofen im Gespräch
Shownotes
In dieser Episode durften wir zwei Menschen begrüßen, die mit Leidenschaft, Handwerk und einer ganz eigenen Haltung begeistern: Martin und Martina Fritz – vielen besser bekannt als die Feuergestalter aus Sonthofen.
Mit ihrer besonderen Art, Dinge zu erschaffen und Menschen zu berühren, stehen sie für Kreativität, Mut und echte Verbundenheit zu dem, was sie tun. Im Gespräch zeigen sie sich nahbar, inspirierend und authentisch – ein Duo, das nicht nur gemeinsam arbeitet, sondern auch eine klare Vision lebt.
Eine Folge voller Persönlichkeit, Energie und leiser Zwischentöne, die zum Zuhören, Nachdenken und Mitfühlen einlädt. Perfekt für alle, die sich für Menschen interessieren, die ihren eigenen Weg gehen – mit Herz, Haltung und Feuer.
Transkript anzeigen
00:00:00: Der Allgäu-Hit-Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:05: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.
00:00:08: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.
00:00:13: Heute wird's kreativ-künstlerisch hochwertig zu Gast.
00:00:18: Martin und Martina Fritz aus Sonthofen oder aus der Sonthofer-Umgebung.
00:00:22: Ist doch mal schön, dass ihr zwei beide da seid.
00:00:25: Herzlich willkommen bei mir.
00:00:28: Ihr dürft sogar noch ein bisschen näher ans Mikrofon hin.
00:00:31: Vielleicht ein, zwei Stichworte zu eurem Gestalten.
00:00:35: Ihr seid ja künstlerisch.
00:00:37: Künstler?
00:00:39: Ja.
00:00:40: Und in welcher Ecke?
00:00:41: Kunstwerk, Kunsthandwerk, Kunstwerk?
00:00:45: Ja, also kommen du mal aus dem Handwerk, aber man findet dann irgendwann seine Ecke und das Gestalten ist ein Verteil von unserem Leben.
00:00:54: Ich sag's mal so, darüber sprechen wir gleich ein bisschen ausführlicher.
00:00:58: Ihr macht Sportler
00:01:01: richtig glücklich.
00:01:02: Ja, oftmals
00:01:03: doch.
00:01:04: Wenn sie gut sind.
00:01:06: Dann schon, gell?
00:01:08: Wir haben uns offen du geeinigt, weil wir festgestellt haben, wir haben die ersten drei Buchstaben unserer Vornamen gleich.
00:01:15: Marion, Martina, Martin.
00:01:17: Finde ich richtig cool.
00:01:20: Werdet ihr eigentlich auch auf die Vornahmen, auf die gleichen Vornahmen immer wieder mal angesprochen?
00:01:26: Hin und wieder schon,
00:01:27: ja, ja.
00:01:28: Wenn man sich vorstellt, dann ja, wie heißt ihr denn?
00:01:30: Ja, Martin und Martina ist einfach zu merken.
00:01:34: Dann hat man meistens schon einen Einstieg.
00:01:36: Hat man euch auch schon mal gefragt, ob das ein Künstlername ist?
00:01:39: Nein.
00:01:40: So eigentlich nicht?
00:01:42: Ihr könnt beide, ich sage mal, aus und um Sonthofen und euch verbindet das handwerkliche Gestalten, also das mit unterschiedlichen Materialien.
00:01:54: Wie nennt man eure Werkstatt oder wie heißt eure Werkstatt und wo findet man die?
00:02:00: Also meine Werkstatt ist eine Schmiedewerkstatt und die ist in Sonthofen-Ümberg.
00:02:06: Das ist eine Ortszahl von Sonthofen und ja, da bin ich jeden Tag drin, auch am Sonntag.
00:02:14: Und meine ist eine Tür weiter.
00:02:19: Wir haben uns da ganz gut eingerichtet in unserem Zusammen- und doch getrennte Arbeiten.
00:02:25: Wir können zusammen, aber wir müssen nicht.
00:02:28: Ist das bei euch auch ein bisschen so aufgeteilt?
00:02:30: Der eine ist der kreative Kopf, der das Ganze erst mal zu Papier bringt, was ihr gestaltet und der andere ist so der Ausführer?
00:02:39: Ja, im Grundschon.
00:02:41: Ich gehe jetzt mal von der Auswartiger.
00:02:43: Du bist so, die die Ideen im Kopf hat und das irgendwie mal so aufs Papier bringt.
00:02:51: Also ich habe nach meiner handwerklichen Ausbildung und Meisterprüfung noch ein Gestalter im Handwerk angeschlossen in München und da lernt man das einfach von der Picke auch schon allein.
00:03:04: Wie finde ich eine Idee, wenn ich eine suchen muss?
00:03:08: Ja, weil das stelle ich mir besonders schwierig vor.
00:03:11: Ihr seid unter anderem, oder er sagt erst mal, was habt ihr denn bei euch alles von der Bandbreite her?
00:03:17: Die ist unglaublich groß, dass mit den Sportlern und Pokalentrophäen, das ist ja wirklich nur ein kleiner Bereich von dem, was ihr herstellt und erzeugt auch.
00:03:29: Ja, das ist so unsere Lieblingsnische, weil da kommt es darauf an, dass es schön ist.
00:03:36: Und bei anderen Sachen muss es oft Funktion und Sicherheitsaspekte erfüllen, wo man dann manches nicht machen kann, weil die Abstände zu groß oder zu klein sind.
00:03:48: und bei Sportskulturen sind wir frei.
00:03:52: Heißt das tatsächlich ganz offiziell Sportskultur?
00:03:57: Es
00:03:58: sind Skulpturen, ihr habt etliche Beispiele dabei.
00:04:01: Die sehen wir dann auch später dann auf unserer Homepage in der Rubrik
00:04:06: Podcast
00:04:07: bei Kaffeeklatsch.
00:04:09: Da habt ihr uns welche mitgebracht oder zum zeigen.
00:04:12: Wir beschreiben danach auch noch welche.
00:04:14: Aber was gehört alles zu euch in den Bereich Pokale?
00:04:20: Sport, Kultur, ein kleiner Bereich, ihr macht es geschirr, also wie breit seid ihr da aufgestellt, auch von den Materialien her?
00:04:28: Wir haben uns eigentlich ziemlich verkleinert auf ganz spezielle Sachen.
00:04:36: Also wir arbeiten auch im Sakralen Bereich, ich auch als Keramikerin und unsere Spezialität ist eigentlich mit denen dies bekommen zu reden.
00:04:47: Und rauszukristallisieren, was soll es sein, was wünscht ihr euch?
00:04:53: Welches Thema greifen wir auf?
00:04:54: Und das ist jetzt egal, ob das eine sportskultur ist oder so traurig ist, eine Grabgeschaltung.
00:05:00: Die Leute haben einen bestimmten Wunsch, ein bestimmtes Thema.
00:05:04: Und das fassen wir dann zusammen in ein Einzelstück.
00:05:08: Und das wird dann von uns umgesetzt.
00:05:11: Und von den Materialien her, ein Töpfer oder Karabikastukrat angesprochen?
00:05:16: Steinzeugton, weil es ja draußen muss, was ist die Galte?
00:05:20: Und der Martin mit Halum,
00:05:23: mit Schmiedepronse und Eisen.
00:05:26: Und bei dir in der Werkstatt ist so ein richtiger Ofen, also wie muss man sich das vorstellen?
00:05:32: Beschreib mal, dein Arbeitsumfeld, hast du da so eine schwere Lederschürze
00:05:37: an?
00:05:38: Ich habe eine Lederschürze, aber die ist nicht schwer.
00:05:42: Wir haben ein Feuer und einen Amboss, einen Schraubschraubschraub und einen großen Lufthammer, der nimmt mir relativ viel Arbeit weg.
00:05:58: Das ist so zu deinem, das Equipment, was du tagtäglich brauchst oder grundsätzlich haben musst, um das dann irgendwas entstehen kann.
00:06:08: Ihr lässt Sportler erstrahlen und setzt sie vielleicht noch ins richtige Licht, wenn die natürlich erfolgreich waren.
00:06:15: Denn Sports-Kocturen, das ist eine tolle Nische.
00:06:19: So hast du's, Martina, vorhin gesagt, eine Nische, die besonders euch vielleicht auch viel Freude macht.
00:06:24: Wisst ihr, wie viele Skulpturen ihr in eurem Jahrkünstler da seien schon geschaffen habt?
00:06:31: Tatsächlich wissen wir es nicht.
00:06:33: Nein, es sind relativ viele.
00:06:36: Ob das Tour des Skis war oder Tour Night Stor oder World Cup of the Schwang oder Füchse Berlin.
00:06:48: Wir
00:06:48: müssten es mal nachzählen.
00:06:50: Ihr müsst das mal nachzählen.
00:06:51: Jetzt habe ich da die Füchse Berlin raus gehört.
00:06:53: Alles andere hat er jetzt mit Schnee, mit Schanze, mit Läupe zu tun.
00:06:59: Also ihr seid
00:06:59: nicht nur so
00:07:00: auf Wintersport fixierend oder zwangsweise fixiert?
00:07:03: Nein, das hat sich einfach ergeben, weil wir in einem Wintersport gegen wohnen.
00:07:07: Und unser Sohn damals, Freiwilliger Helfer, war bei der Nordischen SkiWM.
00:07:14: Und das sind wir irgendwie so reinkommen.
00:07:16: So Naikotsch, ist das euer erster, erster, große Sportlerskulptur gewesen?
00:07:21: Also am Auftrag geben wir jetzt auch her,
00:07:24: muss man das sagen.
00:07:27: Und wie guckt die aus?
00:07:29: Oder wie hat die ausgeguckt?
00:07:30: Oder wie viel Arbeit?
00:07:32: Auch Kopfarbeit?
00:07:32: War da so im
00:07:33: Vorfeld drin?
00:07:38: Ja, die wollten von uns eigentlich, dass wir oder dass ich vor Ort bin und auch Huffeisen machen.
00:07:45: Ich habe gesagt, Ich kann das zwar kurz lernen, auch Hufweißen zu schmieden, aber bringt mir jetzt nichts.
00:07:54: Wir machen da eine fliegende Kuh und ich bin vor Ort gewesen und hab das vor Ort anfertigen müssen.
00:08:03: Muss das so was sein, wo die Leute auch nicht so lange zuschauen müssen?
00:08:12: Wie das entsteht, das muss einfach zugegehen und dass man gleich was sieht.
00:08:18: Das ist auch irgendwo schon eine krasse Vorgabe.
00:08:21: Vor Ort schnell sein, weil Menschen werden relativ schnell ja ungeduldig, wenn es länger als die Minuten dauert.
00:08:27: Und dann soll natürlich irgendwie das Endprodukt auch eine Besonderheit sein.
00:08:33: Also man sollte es ja auch gleich mit bloßem Auge sehen und etwas Zvernenglas rausholen müssen.
00:08:39: Was überwiegt da von den Auftraggebern her?
00:08:41: Oder sind es schon eher so die Wintersport, Pokale oder Skulpturen?
00:08:47: Habt ihr ja gesagt?
00:08:49: Ja.
00:08:50: Ja.
00:08:50: Ja.
00:08:51: Das Schönste, darf man da sagen, das ist ein oder vielleicht ein persönlich schönsten, weil es hängt ja doch sehr viel Herzblut, sehr viel Arbeit im Kopf, sehr viel Ideen, Reichtum.
00:09:02: Natürlich auch in der Auswertigung bei dir, Martin.
00:09:05: Gibt es irgendein Pokal, sage ich jetzt einmal, Wo besonders viel Herzblut drinsteckt oder dabei ist?
00:09:14: Also wenn man vom Wintersport abseht, ist es ein wunderschöner Pokal, der für die Vüchse Berlin gewählt hat.
00:09:20: Aber wenn man an Wintersport denkt, dann ist er von der Tournei zu tun.
00:09:27: Vielleicht könnt ihr, und bei dir, Martina?
00:09:29: Für mich ist es immer der aktuell letzte.
00:09:32: Weil da ist immer das noch so präsent die Ideenfindung, bis man hinkommt und dann Man weiß dann jetzt, das ist es.
00:09:40: So muss es sein.
00:09:41: Und das ist immer das letzte Volk, oder wie soll man sagen, das ist die Freude, die man hat.
00:09:48: Für mich ist immer der aktuell letzte.
00:09:52: So von der Idee her.
00:09:53: oder wie geht man daran?
00:09:56: Wie arbeitest du?
00:09:57: Du bist jetzt auch schon mal so der kreative Kopf.
00:10:00: Du gibst es ja dann, Martin, ein bisschen weiter, welche Idee das du hast.
00:10:04: Natürlich tauscht ihr euch aus, aber mal so erst Modell aufs Papier bringen.
00:10:10: Ja, erst mal skizzieren und zeichnen und wenn man dann sieht, jetzt kommt man nicht so weiter, weil räumlich zeichnen ist ja immer so.
00:10:19: Sehr komplexe Angelegenheiten dauert auch entsprechend lang.
00:10:22: Dann bastelt mir mal Modell, dann zeichne ich das Modell ab, solange das passt und dann sage ich zu Martin.
00:10:29: Geht das?
00:10:30: Dann sagt der Martin meistens, das ist aber schwierig.
00:10:33: Und dann ist er bei uns, sage ich, dann strengt die halt an.
00:10:37: Und dann strengt er sich an und dann ist es hinterher perfekt.
00:10:42: Warst du aber auch ein Materialvorgabe, also dass du sagst, das möchtest du aus Pause haben oder das ist...
00:10:50: Da stimmen wir uns eigentlich an.
00:10:52: Für Pokale nehmen wir Bronze gerne mit rein, weil das einfach von dieser Farbe und der Wertigkeit.
00:10:58: dem schon nahe kommt, dass da Leute sich jetzt gerade beim Schief liegen, die stürzen sich da jetzt nichts runter.
00:11:05: Die haben dann aber einen schönen Pokal verdient.
00:11:08: Martin, du hast ja welche mitgebracht.
00:11:10: Kannst du da mal einen beschreiben oder auch die Idee dahinter, was das vielleicht symbolisiert?
00:11:17: Kann man da einen rauspicken aus den vielen Pokalen, die wir sind ja schon gleich einkastelt, gell, für den Pokalen?
00:11:22: Ja, genau.
00:11:23: Dann nehmen wir gerade das letzte Pokal für Schief liegen.
00:11:28: Die Skiflugwäme.
00:11:31: Einzel sind es drei.
00:11:35: Skiflieger oder Bögen.
00:11:37: Haltung vom Skispringer.
00:11:40: Und vom Team sind es vier, weil sie auch vier Personen vom Team sind.
00:11:48: Und wie lange hat es bei?
00:11:49: auch gerade mit dieser Rundung, ist es besonders schwierig, wenn da so ein Bogen drinnen ist?
00:11:54: Eigentlich
00:11:55: für mich nicht.
00:11:59: Das ist mein tägliches Brot, also so ein Bogen zu machen, das ist jetzt nicht so.
00:12:05: Das Schwierige ist halt, bis die Idealumfindung steht, bis alles steht und dann ist der Rest ja schöne Arbeit.
00:12:15: Vielleicht ganz kurz eine nette Anekdote zu einer Sportlerskulptur?
00:12:21: Zum Pokal gibt's da was?
00:12:23: Ja, wir machen nicht nur für die Spitzensportler die Trophäen oder Pokale, sondern auch für die Polizei.
00:12:32: Ja,
00:12:33: wir wurden dann mal gebeten, für die Polizei-Ski-Meisterschaft was anzufertigen.
00:12:39: Die internationale Polizei-Ski-Meisterschaft, so heißt es richtig.
00:12:44: Dann haben wir den gemacht und dann war das ja okay, war noch kalt, dann verliert man das aus dem Auge.
00:12:50: und dann hat vor ein paar Jahren mir einer angerufen und er gesagt, ja, er ist von der Polizei, von der GDP und wir hätten da ja schon Pokalik gemacht.
00:13:00: Und dann habe ich mir gedacht, ja, Vorsicht, bestimmt irgendein so ein Werbeanruf hinterherstand, irgendeinen Abruf für irgendeine Zeitdrücke.
00:13:09: Und war dann relativ unfreundlich zu ihm.
00:13:12: Und dann, ich dachte ja, da versteckte die Kamera, keine Ahnung war's.
00:13:17: Und dann hat sich das aber im Gespräch rausgestellt.
00:13:20: Das war
00:13:20: tatsächlich so.
00:13:21: Da war der Pokal, hat seinen Platz gefunden und sie brauchten einen neuen.
00:13:26: Und so passieren einem manchmal Sachen, die dann im Nachhinein recht lustig sind.
00:13:34: Und das war dann auch wirklich sehr netter Kontakt, dem der es bestellt hat.
00:13:38: Und der aktuelle Karl ist am Freitag wieder warnen worden.
00:13:43: Der steht jetzt in Kempten bei der Bundespolizei.
00:13:48: Und der muss dann dreimal von einer Einheit gewonnen werden und dann bleibt er dort und dann machen wir den nächsten.
00:13:55: Auf den nächsten.
00:13:56: Das ist schon der Dritte, wo wir machen für die.
00:14:00: Aber die gucken dann jeweils auch anders aus, oder?
00:14:02: Ja, ja.
00:14:02: Die gucken dann alles
00:14:03: komplett anders
00:14:04: aus.
00:14:04: Ich kann mir das schon vorstellen, dass es ganz, ganz liebe und nette Anekdoten gibt, die ihr so aus eurem Berufsleben zu erzählen habt.
00:14:12: Das mit der Polizei, das ist ja auch knuffig, aber habt ihr auch so Kontakt unmittelbar nach Großen?
00:14:19: Ich sag's jetzt einfach einmal, Ski-Events.
00:14:22: Kommt ihr da an die großen Sprung- und Schiefflieger-Stars auch ran?
00:14:27: Sagt da einer was vor?
00:14:29: What a wonderful thing?
00:14:33: Manchmal schon, oder?
00:14:35: Wir reden mit der Leute und erst haben wir beim Schieffliegen mit einem Japaner geredet.
00:14:41: Ja, der stand neben uns.
00:14:43: Also zur Siegerehrung stand neben uns so eine japanische Familie und ich hab dann auf Englisch gratuliert.
00:14:50: Und dann hat er so klarkt und sagt, ich kann es nicht verstehen, Deutsch.
00:14:53: Und er sagt, ja.
00:14:55: Und dann haben wir ihm erzählt, dass wir den Pokal gemacht haben.
00:14:59: Und der hat schon was mit der Organisation zu tun gehabt, vielleicht was, oder Übersetzer, ich weiß es.
00:15:04: Und der hat sich dann so riesig freut und hat seine ganzen Umständen gesagt, dass wir den gemacht haben, also die konnten es gar nicht fassen.
00:15:11: Und das passiert tatsächlich öfters, weil wir schauen schon immer, dass wir mindestens auf einen Event in so einer Serie hingehen.
00:15:19: Und wenn es sich ergibt, dass man Autogramm oder ein Foto kriegt, ist das für uns natürlich auch schön.
00:15:26: Und eigentlich freuen sich die Sportle immer riesig, wenn man ihnen sagt, dass man den Pokal gemacht hat, den sie da in der Hand halten.
00:15:33: Wie ist das?
00:15:33: Klar, ihr habt es gesagt, ihr schaut mindestens einmal, dass dabei so ein Event live auch unten steht und diese Siegerehrung so auf eine relativ kurzen Distanz mitbekommt.
00:15:44: Ansonsten natürlich auch am Fernsehen.
00:15:47: Aber was ist das für ein Moment?
00:15:48: Könnt ihr dieses Gefühl beschreiben, wie das ist, dass da jetzt derjenige euren Pokal oder eure Skulptur in die Höhe hebt?
00:15:59: Ja, unbezahlbar.
00:16:00: Ja, genau.
00:16:01: Das ist schon mal so ein Adrenalinkick.
00:16:05: Mir berührt es immer unglaublich, wenn ich dann sehe, da freut sich jetzt jemand, der hat was gewonnen.
00:16:11: Manchmal, wenn man im Fernsehen die Übertragung anschaut, werden die Pokale auch einblendet und es ist schmagisch.
00:16:17: Dann weiß ich, das sieht das die ganze Welt.
00:16:21: Das ist der Applaus.
00:16:23: der uns am Laufen hält.
00:16:25: Das wollt ihr jetzt auch fragen, was ist so euer Antrieb?
00:16:28: Warum macht ihr das?
00:16:29: Weil es sind ja wahrscheinlich viele Nächte
00:16:32: da mit
00:16:32: dabei, wo noch so der Feinschliff gemacht wird oder Design wird noch mal ein bisschen über den Haufen geschmissen.
00:16:38: Also die eine oder andere schlaflose Nacht habt ihr da mit Sicherheit bei so einem Endprodukt mit auf der Reise.
00:16:44: Was ist das, was euch antreibt?
00:16:47: Einfach das dann hinterher was zu haben, was es nur einmal gibt, was führt.
00:16:52: jeden Sport für den Lauf oder für das Event gemacht worden ist.
00:16:58: Und das gibt es kein zweites Mal und das ist irgendwie ein Geschenk, das machen zu können.
00:17:05: Definitiv.
00:17:06: Aussuchen kann, dass man das Vertrauen auch hat, von denen die es in Auftrag geben, dass ich sage, dann schon mal ein bisschen freie Raum brauche.
00:17:14: Ja.
00:17:15: Und dann ist in der Regel die Aussage, ja, ja, nimm dir den Frau, den du brauchst, wir vertrauen euch da.
00:17:20: Und dass man
00:17:21: Das Vertrauen
00:17:22: hat, weil die kriegen das ja dann auch einen Tag vorher ankläfert und die sagen, ich weiß, da kommt was Gutes.
00:17:28: Das ist wirklich schon sehr, sehr schön.
00:17:31: Ja, hat sich so dieses Vorgeben oder so Eckpunkte, wo der Auftraggeber sagt, ah, das wird.
00:17:38: Cool, ihr würdest das irgendwie integrieren.
00:17:41: Hat sich das im Lauf, ihr macht das jetzt ja schon über zwanzig Jahre verändert oder das Design verändert?
00:17:46: Oder ist der Trend grundsätzlich hin zu mehr Individualität, also wirklich diese Einzigartigkeit?
00:17:53: Das lässt sich jetzt schwierig sagen, weil für uns gefühlt unser Anspruch immer schon hoch war.
00:18:02: Ja, ja.
00:18:03: Und sag jetzt mal, die sind dann ein Stück weit das eigentlich mitgegangen.
00:18:07: Ich weiß nicht ob die es erwartet haben, dass es so einzigartig jedes Mal ist.
00:18:12: Mittlerweile ist es normal.
00:18:15: Für die Auftraggeber
00:18:16: normal und für uns
00:18:17: normal.
00:18:18: So, ganz ein besonderer Auftrag, Martin Nefeuen-Harschmey, was
00:18:22: erzählt mit
00:18:23: fruchtsehn Kilo?
00:18:25: Was hat es mit dem Pokal auf sich gehabt, der so utsch schwer ist?
00:18:29: Oder war?
00:18:30: Oder immer noch ist?
00:18:31: Ja, gut, da haben die Vüchse Berlin bei uns angefragt, Handball, Europa gehabt.
00:18:38: Und dann haben sie gesagt, es darf schon was darstellen und davon ein bestimmtes Gewicht haben.
00:18:44: und dann haben wir ihn hochgeschickt und dann war er schon schwer.
00:18:53: Und der wanderte ja durch ganz Berlin und die ganze Veranstaltung und zum Schluss hätte ein Kind das reintragen sollen und das ging natürlich nicht.
00:19:04: Und zwei Jahre später haben wir ihn wieder so was gemacht, so was Ähnliches, und dann habe ich eine Gewichtsvorgabe mir gegeben.
00:19:15: Das habe ich noch nie gemacht, ich habe in der Werkstatt eine Waage gehabt und habe mein Material abgewogen und dementsprechend auch nicht angeschmiedet.
00:19:25: Wie lang dauert's, Martin?
00:19:26: Das muss ich dich jetzt gerade mal fragen.
00:19:28: Kommt natürlich auch auf die Skulptur drauf an, was man da so kreiert.
00:19:34: Aber gibt's da so Pimal-Daumen, so viele Arbeitsstunden stecken dann in diesen Schmieden, in diesen Gestalten der Vorlage?
00:19:44: Ganz schwierig zum Sagen.
00:19:46: Es gibt... Es gibt der Füchse Berlin-Vokal, der ist natürlich aufwendig, der hat, was er sieht, drei Wochen bräuchte er schon.
00:19:56: Und die Kleineren sind dann zwei, drei Tage, wo ich hab und sind ja aufmerksam.
00:20:03: Noch zu schnell?
00:20:05: Ja, ich muss ja, für Schiefliegen hab ich ja siebzehn Stück machen müssen und
00:20:13: ja,
00:20:14: die Zeit war, Nicht gerade rasend lang, wo ich Zeit gehabt habe.
00:20:20: Ja, ja.
00:20:21: Da ist schon fast Akkordarbeit, gell?
00:20:24: Fast Akkordarbeit.
00:20:26: Wie viele Tonnen, was, Stahl, Bronze?
00:20:32: Welche Materialien sind so deins?
00:20:34: Also eigentlich meins Schmiedebronze.
00:20:38: Das ist mein Ding.
00:20:40: Da habe ich auch ein Gasfeuer dazu.
00:20:42: Für das Eisen habe ich eine Kohlefeuer.
00:20:47: Ja.
00:20:48: Wie viel Material hast du da schon?
00:20:51: Verbaut, verarbeitet.
00:20:54: Tonnenweise.
00:20:55: Tonnenweise, ja.
00:20:57: Gibt es irgendwie ein Pokal oder irgendein Sportler, wo ihr sagt, ja, das ist so mein Lieblingssportler.
00:21:03: Ich bin so, das freut mich dermaßen, dass der mein Pokal hat.
00:21:07: Seid ihr Fan von jemand so ganz besonders?
00:21:10: Eigentlich nicht so direkt am Einzelnen.
00:21:13: Weil im Prinzip, es geht ja, was sieben Schief liegen, es geht ja alles gleich in die ganze Welt daraus.
00:21:22: Es sind inzwischen so viele, wo Pokale von uns haben, ja, Wahnsinn.
00:21:30: Hast du deiner Frau schon mal am Pokal gemacht?
00:21:34: Oder umgekehrt, gaffst du?
00:21:36: Nein,
00:21:37: aber noch nicht.
00:21:39: So zu einem runden Hochzeitstag wäre doch das was, oder?
00:21:42: Der kommt doch.
00:21:45: Also aber so für Familie und so wird natürlich auch schon mal ein bisschen künstlerisch hochwertig gearbeitet.
00:21:51: Ich habe mir jetzt halt gerade irgendwie eine Gelegenheit anstehen und dann kommen die Kinder schon, wenn sie was brauchen.
00:21:58: Was ist so euer nächstes Projekt, eure nächstes Ding, was ihr eventuell schon in Auftrag habt und vielleicht übermorgen auch schon fertig sein sollte?
00:22:06: Oder steht irgendwas an?
00:22:10: Oder auf was fokussiert ihr euch momentan?
00:22:13: Ja, das
00:22:13: hat jetzt eigentlich nichts mit Sportpokalen zu tun, aber die nächste größere Arbeit, die wir dann auch in Materialkombination machen.
00:22:22: Sonthofen bekommt eine Sternenstele für Sternenkinder.
00:22:27: Und da haben wir einen Vorschlag eingereicht und der wird
00:22:29: jetzt im
00:22:30: Frühjahr umgesetzt
00:22:31: und einbaut.
00:22:33: Also ganz individuelle Geschichten, auch andere Aufträge, nicht nur diese Sportskulturen, sondern du hast es auch während der Sendung schon mal gesagt, dieses individuelle, auch was die Grabgestaltung geht.
00:22:44: Also Kreuze, Rosenranken oder diese Behältnis, wo die Kerze reinkommt, auch so.
00:22:52: Und das ist, glaube ich, euch auch wichtig, dass ihr versucht das, was euer Gegenüber so erzählt.
00:22:59: irgendwie in diese Arbeit mit Einfließen zu lassen.
00:23:02: Ja, das ist uns ganz wichtig, weil Trauerarbeit ist ein ganz langer Weg.
00:23:08: Und wenn wir sehen, dass die Leute, die zu uns kommen, sich dann wiederfinden, indem wir ihre Ideen umsetzen und sie dann einen guten Umgang damit haben oder sagen, ja, jetzt habe ich wenigstens das noch machen können, das hat sich derjenige immer schon gewünscht.
00:23:27: dann ist das unglaublich bereichern und das geht auch sehr in die Tiefe.
00:23:31: und so auch das Thema Sternenkinder, das legt uns jetzt auch sehr am Herzen, weil man sieht einfach, da brauchen Eltern Raum und Platz und wenn man den geben kann, dann hat man schon was ganz Tolles erreicht im Leben.
00:23:46: Ist das vom Material?
00:23:48: Ist da Glas auch dabei?
00:23:50: Oder wie ist das, ein bisschen filigraner?
00:23:53: Ja, das ist sehr filigran.
00:23:54: Das ist so eine Säule, obendrauf ist ein Engel, also ein sehr reduzierter Engel aus Keramik, der auf einem Stern steht und der Martin schmietet dann so eine Sterneranke aus Bronze drumrum.
00:24:07: Der Steinmetz, mit dem wir viel zusammenarbeiten, macht die Grundstehle, wo das
00:24:12: draufsteht.
00:24:14: Das ist auch ein schönes Projekt, ein ganz tiefes Projekt, was so richtig nach drinnen geht.
00:24:20: Ja, wo man dann aber merkt, wie viele Leute das tatsächlich betrifft.
00:24:25: Und die dann einfach sehen, ja, da ist ein Raum für uns, da gibt es Platz für uns und das ist unglaublich wichtig.
00:24:34: Jetzt Martin, hast du einmal das Hofeisen angesprochen, auch in dieser Sendung, kannst du das inzwischen zu?
00:24:40: Aus der Hüfte raus, ein Hufeisen, was ja sonst nicht so in dein Arbeitsbereich fällt.
00:24:47: Muss ich ehrlich sein, nein, Hufschmied ist natürlich wieder etwas ganz anderes, aber wenn ich es kurz üben hätte für so Geschenke oder so, wäre es jetzt kein Thema.
00:25:02: Gibt es irgendwie eine Skulptur oder irgendwas, was ihr gerne machen wollen würdet, wo es einfach entweder zeitlich noch nicht gereicht hat?
00:25:11: Gibt es irgendwie so diese Skulptur oder so eine Wunschskulptur?
00:25:17: Keine Ahnung.
00:25:18: Eigentlich die Wunschskulptur war jetzt lang diese Sternenskulptur.
00:25:23: Dann kommt bestimmt wieder was.
00:25:27: Dann sage ich ganz lieben Danke für den Einblick in eure Kreativität, in eure Werkstatt, die ihr habt.
00:25:34: Vielleicht nochmals ganz kurze Namen und wo man euch findet, wer jetzt inspiriert worden ist von euren Ideen und Vorschlägen.
00:25:41: Ja,
00:25:42: ich bin der Martin.
00:25:43: Und ich bin die Martina und man findet uns in Imberg bei Sonthofen und unsere Werkstatt heißt die Feuergestalter.
00:25:52: Danke fürs Dasein.
00:25:53: Gerne.
00:25:55: Der Allgäuhit Café Clutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:26:00: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.
00:26:03: Dein ambulanter Dienst im Allgäuh für Pflege und Betreuung mit Zeit.
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