Jazz, Kaffee & Kontrabass – Tiny Schmauch zu Gast im Kaffeeklatsch

Shownotes

Beim AllgäuHIT-Podcast Kaffeeklatsch wird’s diesmal musikalisch: Zu Gast ist Tiny Schmauch, Jazzmusiker und Kontrabassist aus Kaufbeuren. Bei einer gemütlichen Tasse Kaffee sprechen wir über seine Liebe zum Jazz, das Leben als Musiker im Allgäu, Inspirationen, Bühnenmomente und warum der Kontrabass mehr ist als nur ein Begleitinstrument. Ein entspannter Talk für alle, die Musik fühlen – und guten Kaffee schätzen.

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00:00:02:

00:00:15: Heute tauchen wir ein in die Welt des Jazz.

00:00:17: Auf jeden Fall in die Welt der Musik, Teenie Schmauch aus Kaufburg.

00:00:21: Und heute meinen Gast herzlich willkommen.

00:00:24: Herzlich willkommen, danke.

00:00:25: Und auf wie viele Bühnen sind Sie denn schon gestanden?

00:00:28: Kann man das noch nachts?

00:00:30: sind das tausend gewesen weltweit.

00:00:33: Mit Sicherheit, oder?

00:00:34: Zählt man nicht mehr dann.

00:00:36: Viele auf jeden Fall.

00:00:37: Schon mehr als zehn.

00:00:38: Einige.

00:00:39: Schön, dass Sie da sind.

00:00:41: Unsere Musik in dieser Stunde beim Kaffeeklatsch lautet Jazz.

00:00:45: Teenisch-Mau, Auskaufbäuerender.

00:00:47: Jazz ist Ihr Lebensbegleiter.

00:00:50: Oder Jazz, das sind die vier Buchstaben ihres Lebens.

00:00:54: Ja, vielleicht, aber ... Nicht von Anfang an, natürlich.

00:00:59: Also ich bin da erst so mit zwanzig, fünfundzwanzig

00:01:03: auf

00:01:04: den Jazz

00:01:05: gekommen.

00:01:05: Und auch auf den Kontabass.

00:01:07: Der Kontabass war schon früher, der war schon in der Schule.

00:01:10: Echt?

00:01:12: Im Orchester, im Schulorchester und eben in der Schulband natürlich

00:01:16: auch Kontabass

00:01:18: oder E-Bass dann dort.

00:01:20: Aber der Jazz kam dann so.

00:01:22: Man wächst da rein.

00:01:24: Ja, mein Deckdiener eigentlich so.

00:01:27: Und dann wurde ich infiziert sozusagen, ja, das schlag her, aber da hab ich dann nicht mehr losgelassen,

00:01:35: nein.

00:01:35: Es muss ich aber schon gleich hier zum Start in diese Stunde nachfragen, war das so, dass sie zu ihrer Eltern gegangen sind, hey Mom, ich würde gern Kontrabass lernen oder wie sind sie überhaupt auf dieses Instrument?

00:01:48: Kontrabass ist ja jetzt nicht so typisch wie Flötebeisch.

00:01:52: Also

00:01:52: bin der vierte, das vierte Sohn sozusagen, alt von sechs und einer meiner älteren Brüder hat ein Kontrabass gespielt.

00:02:01: Der hat dann näherte sich dem Abitur und dann hieß es ja, jetzt braucht er Nachfolger, also in der Schule, Magdoberdorf fahre ich in der Schule.

00:02:12: Und dann hat meine Mutter gesagt, jetzt geh wenigstens mal mit und schau' ich dir das an.

00:02:20: Und es war da eh alles ausgemacht schon mit dem Lehrer, weil ich das nächste Mal kam.

00:02:24: Ich hatte eigentlich gar keine Chance, und so bin ich zum Contrabass gekommen.

00:02:29: Ist ein tolles Instrument.

00:02:30: Also ich habe eine ältere Schwester, die hat geil geklärt.

00:02:33: Ich bin froh, ich habe nicht geil geklärt.

00:02:35: Zitter, habe ich ja gelernt, habe es ja vorhin Ihnen zumindest auch schon mal erzählt.

00:02:39: Contrabass, das ist so ein dominantes Instrument einfach schon von der Optik her.

00:02:44: Das ist unübersehbar auch in einem Orchester.

00:02:47: Ja, das ist ein Möbel, also wir sagen oft, das ist ein Möbelstück und kein Instrument mehr.

00:02:54: Also es ist wirklich sperrig und man kann es nicht übersehen sozusagen.

00:03:00: Man kann es nicht übersehen, kann man auch nicht in die Hosentasche stecken, was wiegt so ein Teil oder von den Abmessungen so maßig vom Kontrabass?

00:03:08: Na ja, was ist immer höher, wie der Mensch, der ihn spielt, je nachdem und breit auch einiges.

00:03:16: Eigentlich ist ja gar nicht so schwer, weil es ist ja in den Luft drin, also es ist ja nur ein dünner Holz, ein dünnes Holz, das den Karpus bildet, von dem her so fünfzehn Kilo.

00:03:30: Ja, es sagt nur, wenn man das so auf dem Rücken.

00:03:34: Ja, da gibt es ja auch Taschen dann dafür.

00:03:38: Oder mal Rolls, inzwischen hast du eine Tasche mit Rollen oder so.

00:03:44: Also Unkomot ist schon,

00:03:45: ja.

00:03:45: Unkomot, vier Seiten ist

00:03:47: so

00:03:47: Standard, oder?

00:03:49: Vier Seiten, fünf Seiten gibt es auch.

00:03:52: Gibt es aber, die stehen dann im Orchester, in den großen Orkestern.

00:03:57: Die transportiert man nicht

00:03:58: mehr.

00:04:00: Wie schwer ist es, Kontra was zu lernen?

00:04:02: Ist das was, wo Sie sagen, hey Jack, das ist ein cooles Instrument auch für Kinder, hört euch da mal rein, es ist tief, es ist voluminös.

00:04:10: Ja, also es ist zum Lernen.

00:04:13: ist es am Anfang angenehm im Vergleich zu einer Geige, die ja da ziemlich kratzige Töne hervorbringt, beim Kontra was brummt es halt immer.

00:04:26: Das ist schon mal ganz angenehm.

00:04:27: Ja,

00:04:29: aber es hat schon für manche Menschen, also für mich auch immer noch was so, so therapeutisches.

00:04:36: Das wie Klangtherapie.

00:04:38: Also die tiefen Töne, die versetzen den ganzen Körper in Schwingung.

00:04:43: Weil ich bin ja mit dem Instrument verbunden und über die Knochen schwingt wirklich der ganze Körper mit.

00:04:51: Genau, ich hatte mal einen Schüler in Hinterlangen, der sagt, also wenn meine Frau dann die Nachrichten schaut, um zehn Dann gehe ich runter in den Keller und ziehe mir die tiefen Töne rein.

00:05:03: Ich ziehe mir die tiefen Töne rein.

00:05:06: Und das ist wirklich so.

00:05:08: Also die ziehen richtig durch den ganzen Körper.

00:05:13: Ist krass.

00:05:15: Man kennt Contrabass in erster Linie vielleicht mit Jazz oder auch Volksmusik.

00:05:19: Wo taucht der Contrabass auf?

00:05:22: Jazz, Volksmusik, Rockabilly, Besse gibt es auch.

00:05:26: Orchester natürlich in der klassischen Musik überall.

00:05:29: Also es ist ein sehr vielseitig verwendbarer oder einsetzbarer Instrument.

00:05:33: Es ist wirklich empfockt.

00:05:37: Selbst Rock, wenn es anplagt ist, rücken dann die E-Bassisten dann mit ihrem Kontrabass an, weil sie haben es ja meistens auch studiert.

00:05:46: Also von dem her... eigentlich überall einsetzbar.

00:05:53: Ich habe es mal schon gesagt.

00:05:54: Jazz, das sind die vier Buchstaben in ihrem Leben, Tilly Schmauch.

00:05:58: Jazz hat so viel.

00:06:00: Jazz lässt sich dieser Musikstil überhaupt irgendwie beschreiben oder ist es eine Kompo aus ganz verschiedenen Musikrichtungen?

00:06:07: Es taucht ja alles mögliche auf im Jazz.

00:06:10: Jazz ist so ungefähr hundert Jahre alt und ist natürlich aus verschiedenen Richtungen entstanden in den USA

00:06:20: auch

00:06:21: Inzwischen, über auf der ganzen Welt, hat so viele Einflüsse aus allen Musikkulturen.

00:06:30: Ein Kriterium vom Jazz ist die Improvisation.

00:06:34: Ja, ja.

00:06:34: Das ist praktisch das, der Punkt, wo man sagt, das ist Jazz.

00:06:39: Also es muss immer irgendwas Improvisiertes dabei sein.

00:06:42: Das heißt, es ist vielleicht ein bisschen vorgegeben, aber jeder Musikerin hat wirklich auch Freiheiten, das zu gestalten.

00:06:56: Das ist ja auch eine gewisse Schwierigkeitsstufe.

00:07:00: Ich meine, sonst bin ich in so einer Viererkombo, stehe auf der Bühne, jeder hat seinen Part, man macht mal was gemeinsam, dann ist das Solo vom Schlagzeug da.

00:07:09: Ist das cool schon?

00:07:11: Aber das ist ja auch der Next Level, oder?

00:07:13: Diese Improvisation.

00:07:16: Ja, also ... Man muss einfach machen.

00:07:21: Also ich mache jetzt nicht irgendwie ein Lied, wo genau ganz festgelegt ist, was passiert.

00:07:26: Auf jeder Ton fest steht jeder Einsatz, jedes Instrument, sondern es gibt eben Freiräume in dieser Musik.

00:07:35: Und dann übernimmt einer ein Instrument, der steht im Mittelpunkt und die anderen hören zu und reagieren drauf

00:07:46: und

00:07:47: begleiten sozusagen und zusammen kommt dann ist dann die Musik entsteht dann auch Musik.

00:07:53: also jeder live auftritt.

00:07:55: jedes mal wenn ich ein stück spiele jedes es ist wirklich jedes mal anders.

00:08:01: ich habe glaube ich ein es gibt stücke die habe ich schon zehntausend mal gespielt ich spiel es immer noch so gern und es ist Wieder anders.

00:08:12: Es ist jedes Mal anders, auch wenn ich es mit den gleichen Menschen spiele, im gleichen Umfeld auch.

00:08:18: Es ist wirklich immer

00:08:19: anders.

00:08:19: Das ist absolut faszinierend.

00:08:21: Gibt es irgendwie... Kontrabass ist so ein typisches, haben wir ja auch schon gesagt, Chels-Instrument, Schlagzeug.

00:08:27: Was ist noch Klarinette?

00:08:29: Was ist so eine Grundkombo?

00:08:32: Die Kontrabass und der Schlagzeug, das ist Bass & Drums, also das ist praktisch die Grundlage, rhythmisch und auch harmonisch und dann gibt es Gitarre oder Klavier und dann gibt es Bläser, natürlich Gesang.

00:08:51: Wenn es dann ein bisschen exotischer wird, dann kommen Streicher, Geige oder Akkordion oder ... Zitter, Hackbrett, da kann man mit allen Jazzmann, wirklich mit allen Summen, Sita aus Japan, irgendwelche exotischen Flöten, ist es wirklich über alles dabei.

00:09:13: Aber die Grundlage ist wirklich, was Schlagzeug, Klavier, würde ich jetzt mal sagen, Klavier oder Gitarre.

00:09:22: Gar diese Jazz hat ja verschiedene Norsen auch, also

00:09:26: Big Band

00:09:27: ist das ein Teil von Jazz, Blues, In welcher Welt bewegen Sie sich?

00:09:33: Sind Sie da in allen Abteilungen, in Warsen, Firmen oder haben Sie so eine Sparte, wo Sie sagen, ja, das ist so

00:09:40: meins?

00:09:42: Eigentlich wenig.

00:09:43: Also der Bass ist ja, der ist ja immer da.

00:09:47: Egal, also im Jazz, es gibt ganz wenig Besetzungen oder so, also haben wir jetzt die ohne Bass.

00:09:56: Arbeit ist schon Arbeit, aber es ist ja viel weh.

00:09:59: Aber die, die ohne Bass spielen, ja.

00:10:02: Und ich mache eigentlich alles gern.

00:10:05: Big Band ist da, da hängt man an den Noten, da ist viel mehr vorgegeben.

00:10:11: Wenn ich im Trio-Spiel oder im Duo sogar mit einem Pianisten, dann habe ich viel mehr Freiheit.

00:10:17: Dann, ja, dann klingt's halt, ich sage immer, spartanischer oder...

00:10:23: Oder U, also noch vom Ursprünglicher vielleicht?

00:10:26: Ursprünglicher,

00:10:27: ja.

00:10:27: Der Bass kann eh nicht.

00:10:29: Es gibt wenig Menschen auf der Welt, die einen Bass wirklich sehr virtuos spielen können.

00:10:36: Also der Bass hat halt die Grundlage.

00:10:41: Das ist halt was einfaches.

00:10:45: Was taugt Ihnen mehr in so einem ... Großen Orchester, wo Sie ja auch schon im Laufe Ihrer Jahre oder Jahrzehnte, nicht falsch verstehen, aufgetreten sind?

00:10:54: oder so ein kleines Trio oder vielleicht ein Duett?

00:10:58: Kann

00:10:58: man wirklich gar nicht sagen.

00:11:00: Ich möchte mich gar nicht festlegen, weil es ist, wie sagt man so neu Deutsch, jedes Setting ist anders.

00:11:06: Also jede Band ist dann wieder neu.

00:11:08: Man stellt sich darauf an.

00:11:09: Man freut sich.

00:11:10: Ich möchte auch nicht plus eins machen.

00:11:12: Das ist es.

00:11:13: Also Vielseitigkeit.

00:11:17: Ich hatte jetzt nie das Bedürfnis, dass ich in einer Rundfunk-Big Band so arbeite wie in einem Orchester, wo ich dann wirklich feste Arbeitszeiten habe und gar nichts anderes machen kann, sondern ich möchte einfach frei da machen, da machen, da machen und mein Terminkalender so... selber gestalten und eben auch die Musik, die ich mache, so vielseitig wie möglich haben.

00:11:49: Jetzt habe ich gerade in meinem Hinterstübchen Tini Schmauch ein bisschen gekruscht und dann bin ich auf den Namen Louis Armstrong gekommen.

00:11:58: Und der ist eigentlich bedeutend für den

00:12:00: Jazz?

00:12:00: Ja, unbedingt.

00:12:02: Louis Armstrong ist der Erfinder der Improvisation, kann man wirklich so sagen.

00:12:10: Der hat gesungen, Der eine oder andere kennt vielleicht noch ihn als Stimme oder hat irgendwann mal noch was im Fernsehen schon gesehen, aber groß geworden oder irgendwo ist er mit seinem Trompeten-Spiel?

00:12:22: Ja,

00:12:22: das war sein Instrument, die Trompete oder das Kornet.

00:12:26: Das ist eine Abwandlung von der Trompete und die hat er gespielt.

00:12:31: Das singen kam später.

00:12:32: What a wonderful world ist der Song, den wir wahrscheinlich alle kennen von ihm, aber er ist eigentlich der Erfinder der Improvisation und die ist ja die Grundlage des Jazz, von dem er der größte Jazzmusiker den Sieg ab.

00:12:50: Wir haben gerade über Louis Armstrong gesprochen als quasi der Erfinder, Schrägstrich Vater oder der da diesen Stein ins Rollen gebracht hat.

00:12:59: in Sachen Interpretation, Improvisation von Stöcken gibt es eigentlich auch das Jazz-Lied.

00:13:07: Also Bei der Zitter ist es ja der dritte Mann, das verbindet jeder der dritte Mann, verbindet jeder mit der Zitter.

00:13:14: Gibt es im Jazz auch so ein Song, wo man sagt, ja, das ist der repräsentiert, das ist jetzt halt einfach auf fünf Minuten.

00:13:23: Ja, schwierig.

00:13:24: Also am ersten Take Five.

00:13:29: Das kennen wir wahrscheinlich sehr viele.

00:13:32: Das ist, wenn man dann spielt, dann kommen die Aha-Lebnisse beim Publikum, bei den Zuhörern.

00:13:42: Was ist World of Wonderful World?

00:13:44: Vielleicht ist es noch Jazz, vielleicht ist es schon eine schöne Pop-Alle.

00:13:50: Es mischt sich ja alles in der Musik.

00:13:52: Aber als ihr ist das, würde ich sagen, Take Five.

00:13:58: Kann jeder jetzt zu Hause mal nachhören und ich wette, die ersten Takte sind gespielt und jeder.

00:14:04: und dann kommt dieses, ah ja klar, das ist der Song.

00:14:09: Wie ist es jetzt als Lehrer?

00:14:11: Das ist ja noch meist eine ganz andere Geschichte, auch Lehrer unterrichten, Bands zusammenstellen, Kompositionen.

00:14:18: Was macht mehr Spaß, so dieses Anleiten und Lehren vielleicht oder selber Musik zu machen?

00:14:25: Also

00:14:25: ich liebe die Vielfalt.

00:14:28: Anleiten macht ganz viel Spaß.

00:14:33: Manchmal hat man da wirklich Erfüllung, Glücksmomente, wenn die Band Wenn die gerade die Jugendlichen oder die Kinder, wenn die dann wirklich das kapiert haben und das Stück dann selber spielen können, dann sitzt du da und da bist du wirklich Glücksmomente, das ist das dann für mich.

00:14:53: Aber es ist natürlich auch zum Teil so furchtbar nervig, weil es sind halt junge Menschen, die werden erst zu Menschen sozusagen.

00:15:03: Und Erwachsene sind ja auch nicht besser.

00:15:07: Also ich unterricht sehr gerne, egal wen, doch wirklich.

00:15:12: Das ist von sechs bis neunzig.

00:15:15: Ja, Open End wollte ich gerade sagen.

00:15:17: Geil, das ist technisch.

00:15:18: Ich habe ja vorhin schon mal versucht, nur einmal nachzufragen, wie schwierig dieses Instrument zum Lernen ist.

00:15:24: Man fängt da so mit, dass man gar nicht einzelne Töne auf diesen, wie nennt man den?

00:15:32: Hals spielt, sondern erst nur so die Tonleiter dann da auch, oder?

00:15:37: Ja, also erst mal, das hat ja vier Seiten der Kontrabass, erst mal spielt man nur die Seiten mit dem Bogen oder Zupfen, ja.

00:15:48: Und dann später kommt dann das Greifen mit der anderen Hand dazu, ja, dass man dann eben auch auf einer Seite verschiedene Töne mit Drücken von den Fingern trifft und da gibt es halt, das lernt man dann, man muss ja wissen, wo die Töne sind.

00:16:07: Also wenn man sich das vorstellt, es ist ja eigentlich so eine Fläche, die ist ein Meter lang, so ein Griffbrett, so ein Hals.

00:16:16: Und da muss man dann genau wissen, wo hin lagern.

00:16:20: Bei der Geige ist alles auf engstem Platz,

00:16:22: das ist immer faszinierend,

00:16:24: wie da die Finger über die Seiten ja fliegen.

00:16:27: Beim Kontrabass ist es vielleicht ein bisschen behäbiger, jetzt nicht negativ gemeint, aber so ein bisschen beruhigender.

00:16:34: Und sie waren in verschiedenen Konstellationen, in verschiedenen Ensembles schon weltweit auch unterwegs.

00:16:43: Gibt es da irgendwie einen Moment, eine Bühne, wo sie gesagt haben, oder boah, da sind Musiker dabei gewesen, ich krieg jetzt noch Gänsehaut, was ist so der Jazzmoment oder der Spielmoment?

00:16:55: In Ihrem Musiker?

00:16:56: Da

00:16:56: müsste ich jetzt echt überlegen.

00:17:01: Von den ganz großen Bühnen wüsste ich jetzt keinen Moment.

00:17:05: Ich weiß, ein von einer Session.

00:17:08: Das ist Session.

00:17:09: Treffen sich Musiker und spielen einfach.

00:17:12: Das kostet auch keinen Eintritt.

00:17:13: Da können die Leute zuhören.

00:17:14: Und da war es mal ein Moment, den werde ich nie vergessen in meinem Leben.

00:17:18: Da habe ich du gespielt mit einem Gitaristen.

00:17:23: Also mir läuft es jetzt als kalte Buckelroter nur, wenn ich da dran denke.

00:17:27: Was war da so das Besondere?

00:17:30: Einfach, also das, wir waren einfach zusammen irgendwie so.

00:17:37: Wir haben zusammen Musik gewacht, so eine Einheit war das.

00:17:42: Also nicht mehr zwei Menschen, sondern eine Musik.

00:17:46: Tini Schmoch, den Allgäuer natürlich ein Begriff.

00:17:49: Der Jazz-Szene natürlich auch ein Begriff.

00:17:52: Camden und Jazz Frühling, der ist ja bald Ende April.

00:17:56: Das war auch schon Bühne für Sie?

00:17:59: Ja, da habe ich auch lange am Programm mitgemacht, viel gespielt.

00:18:03: Ich spiele auch dieses Jahr wieder zusammen.

00:18:08: Also wir haben in der Musikschule hier in Camden immer ein Konzert im Rahmen vom Jazz-Fühling und da spielen dann auch Band von mir, ja.

00:18:18: Das ist so ein bisschen Teenie-Schmork zum Anfassen, danach da ist man ja nicht so weit weg von der Bühne.

00:18:23: Ich spiele

00:18:23: dann selber nicht.

00:18:25: Ich spiele die Jugendlichen, die können das fast besser, wenn ich Leitgeblöße probere.

00:18:32: Aber ja, da ist auf jeden Fall ... Der Jazz ist im Allgäu sehr präsent

00:18:40: und schon seit Jahrzehnten wird.

00:18:42: Inzwischen überall, von Oberstdorf bis Mindelheim und Memmingen natürlich und Kämpfengabeuren, ja.

00:18:53: Die Allgäuer mögen Jazz.

00:18:55: Es waren Sie ja auf verschiedene Bühnen schon gestanden.

00:18:57: Wie ist es eigentlich vor heimischen Publikum, ist es nochmals ein Ticken intensiver zu spielen in der Heimat im Allgäu als Wie jetzt vielleicht, keine Ahnung, auf einer Bühne irgendwo im Ausland?

00:19:08: Also

00:19:09: erstmal nicht.

00:19:11: Erstmal ist es, glaube ich, wurscht, wo man spielt.

00:19:14: Es kommt wirklich jeder Abend des Sanders, jeder Tag.

00:19:17: Aber es ist natürlich, wenn ich im Publikum Menschen kenne, dann ist es was Besonderes, ja.

00:19:26: Erschwärts das, wenn ich da so eine bekannte Nase

00:19:29: sehe?

00:19:30: Also es gibt... Es gibt Menschen, da kriege ich richtig Stress auf der Bühne, wenn ich sehe diese Publikum.

00:19:37: Also ja, negativen Stresses gibt es aber auch Menschen, wenn ich die sehe, dann freut es mich so.

00:19:46: Das bin ich umso lieber.

00:19:49: Allgäu ist für Sie oder Heimat ist für Sie?

00:19:52: Wenn ich Sie frag in drei Worten, wenn Sie mir das umschreiben, B schreiben, Heimat oder Allgäu ist für mich?

00:20:01: Ja, da film ich mal.

00:20:03: Ja, das waren ja jetzt, da fühl ich mich wohl.

00:20:06: Haben wir ein paar Wurstanfälle.

00:20:09: Sie haben ja gesagt, am dreißigsten April ist Tag des Chess.

00:20:12: Welch Tag des Chess?

00:20:15: Ja, hat man noch, hat man ein bisschen den vergessen, ist das geraten, also ist nicht so groß aufgehängt, mehr in den USA.

00:20:24: Aber es ist wirklich da und es ist ja bei uns in Kempten

00:20:28: auch

00:20:28: Tag des Jazz, also Woche des Jazz.

00:20:32: Jazz Frühling ist ja schon das eigenes, das Jazz hier im Allgäu.

00:20:38: Es gibt zwar in Wangen einen tollen Jazz-Club und in Lindo und in Memmingen auf der Memmingermeile, wobei die ist, glaube ich, jetzt abgeschafft worden, aber in Mindelheim, wo auch immer, auch in Freuren haben wir auch viele Sachen, aber Camden ist schon die... Das eigenes,

00:20:56: das Chainsaw-Event kann man auch von der Einwohnerzahl halten.

00:21:00: Also vom Chainsaw-Event

00:21:02: auf jeden Fall.

00:21:03: Die Musiker sind natürlich im Allgäu verstreut.

00:21:05: Also in der Großstadt habe ich, da kann ich dann sagen, ich spiele jetzt lieber mit dem was, mit dem was, weil es gibt ungefähr hundert Klavierspielerinnen und Klavierspieler, aber es gibt im Allgäu Musik.

00:21:19: halt Suchen, aber und auch Fahren für Proben.

00:21:24: Aber man findet sich schon.

00:21:25: Man findet sich, man matcht dann irgendwann.

00:21:29: Es gibt trotzdem, wenn man zusammen auf der Bühne ist, so ein paar Orientierungspunkte.

00:21:35: Also ist ja nicht so, dass jeder drauf los spielt oder sagt, okay, ich beginn mal.

00:21:40: Was sind so die Regeln, dass jeder jedes Instrument auch mal so in den Fokus

00:21:45: rückt?

00:21:45: Also das Wichtigste ist, ich sag's immer nicht, den Kindern zusammen anfangen, zusammen aufhören.

00:21:52: Das ist leicht gesagt.

00:21:56: Und dann macht man ja Musik ein Stück, bestimmte Stück, in der Regel so.

00:22:01: Und da geht es auf, wenn wir das gemeinsam mit Tempo, wie man schon sagt, dass es groovt.

00:22:11: Das ist in jeder Musik das wichtigste Tempo, Rhythmus.

00:22:17: Die Töne kommen dann.

00:22:18: Die Töne kommen von alleine, aber wenn jetzt einer anfängt, der Klavierspieler fängt an, macht es ein Intro, oder?

00:22:24: Und dann steigt der Bass ein oder der Kontrabass steigt ein und dann macht es so die Runde.

00:22:31: Jedes Instrument hat ja mal so sein.

00:22:33: Ja, wenn ich Glück habe, dann weiß ich, was für ein Stück er spielt.

00:22:37: Er

00:22:37: hat das

00:22:37: Intro, dann ist es gut.

00:22:39: Weißten sie es vorher ausgemacht, dann ist er einfach und dann steigt man so.

00:22:44: Also ist alles geprobt auch.

00:22:46: So ist nicht.

00:22:47: Man probt schon viel.

00:22:50: Sonst geht das nicht so einfach.

00:22:53: Und dann steigt die da ein und irgendwann gibt es halt die Freiheit auch für die Menschen, dass man dann nicht mehr festgelegt ist, genau auf die Töne, sondern erfindet man

00:23:09: eigene

00:23:10: Melodien.

00:23:11: Sehr schön.

00:23:13: Gibt es irgendwie ein Musiker, wo Sie sagen jetzt zum Schluss eine abschließende Frage von meiner Seite, gibt es irgendein Musiker, wo Sie sagen, boah, mit dem möchte ich.

00:23:23: Auf jeden Fall irgendwie auf der Bühne zusammen mal Musik

00:23:27: machen.

00:23:28: Gibt es vielleicht, aber das werde ich nicht mehr schaffen.

00:23:32: Das ist dann schon so.

00:23:34: Also Pat Mathini, also ein amerikanischer Gitarist, der wäre es vielleicht.

00:23:41: Es gibt, die Jazzer sind ja, er findet sich auch immer neu und es gibt immer neue, junge.

00:23:50: Da bin ich inzwischen, glaube ich, so, dass ich denke, Ach, ich spiele mal mit dem, mit dem ich spielen kann.

00:23:59: Also für mich ist ja der größte Algoer und überhaupt einer der größten Trompeter, der Matthias Schriefe aus Maria Roy.

00:24:07: Aber

00:24:08: Mara Roy.

00:24:09: Mara Roy heißt es genau.

00:24:10: Mara

00:24:10: Roy.

00:24:11: Ja, der erfahrrückter Hund mit dem, aber mit dem wäre ich auch wieder zum Spielen mal wieder.

00:24:20: Ja.

00:24:21: Ich sage ganz lieben Danke für den Exkurs in die Welt des Chays.

00:24:26: Tini Schmauer, danke, dass Sie da

00:24:27: waren.

00:24:29: Ich bedanke mich, es ist die Einladung.

00:24:31: Der Allgäu-Hit Kaffee-Clutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:24:36: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.

00:24:40: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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