Hornbotschafterin aus Kempten: Susanne Schwärzler
Shownotes
Unsere Gast im heutigen AllgäuHIT-Kaffeeklatsch ist Susanne Schwärzler, Hornbotschafterin aus Kempten. Sie setzt sich leidenschaftlich für den Erhalt und die Wertschätzung der Kuhhörner ein. Wir sprechen mit ihr darüber, warum Hörner weit mehr sind als nur ein äußeres Merkmal, was sie über die Gesundheit und das Wesen der Tiere aussagen – und wie ihre Arbeit uns neue Perspektiven auf Landwirtschaft, Tradition und Nachhaltigkeit eröffnet.
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00:00:02: Heute habe ich zu Gast die Kuh-Horner-Botschafterin Susanne Schwerzler.
00:00:18: Grüß Dich, Susanne.
00:00:20: Kann ich Dich so fragen, ist die Kuh Dein Lieblingstier?
00:00:23: Ja, die Kuh ist mein Lieblingstier.
00:00:25: Vor allem, sie hat eine ganz starke Bedeutung für Mensch und Natur.
00:00:29: Schön, dass du da bist.
00:00:30: Ich freue mich auf diese Stunde.
00:00:33: Du bist der gebürtige Allgäuerin.
00:00:35: Wo bist du aufgewachsen?
00:00:37: Ich komme aus Kempten im Allgäu.
00:00:38: Da von Sulzburg ist ein kleines Dorf außerhalb.
00:00:41: Ja?
00:00:42: Und bist du dann schon, wenn du Kuhhorn-Botschafterin bist, schon mit ganz vielen Tieren aufgewachsen?
00:00:47: Bist du auf dem Hof aufgewachsen?
00:00:48: Nein, ich bin nicht auf dem Hof aufgewachsen.
00:00:51: Auf eigentlich in der Siedlung.
00:00:52: Aber hinter unserem Haus waren Bauernhof mit Pferden.
00:00:55: Da hatte ich schon sehr früh Pflegepferde.
00:00:58: Tiere waren schon immer wichtig in meinem Leben.
00:01:00: Also auch mit den Vierbeinern.
00:01:01: Groß geworden, Hund,
00:01:02: Katze,
00:01:03: Pferde in dem Fall.
00:01:04: Ja, wie ist es dann so gekommen, dass du in Richtung Kuh abgeboten bist?
00:01:10: Ja, das Leben
00:01:10: wollte ich
00:01:11: so.
00:01:11: Ich habe meinen Mann kennengelernt.
00:01:12: Er hat einen Beruf geabt, schon bereits mit achtzehn Jahren.
00:01:15: Und wo wir uns da kennengelernt haben mit achtzehn, war klar, er nimmt den Hof und dann bin ich quasi von der Bank.
00:01:22: Ich habe damals den Bank.
00:01:24: Ich war in der Bank tätig und dann in der AUK und habe dann auf den Hof geheiratet und für mich war es auch klar, dass dann nebenher arbeiten nochmal geht, sondern dann bin ich ganz auf dem Hof geblieben und kamen ja dann auch die Kinder, vier Kinder.
00:01:36: Fulltime-Chop.
00:01:37: Da reichen die vierundzwanzig Stunden eigentlich schon fast gar nicht auf.
00:01:41: Wie war so deine erste Begegnung dann mit der Kuhpferd?
00:01:44: Du kanntest ja, hast wahrscheinlich auch mitgelommen.
00:01:47: Aber
00:01:47: wie war das mit der Kuh?
00:01:49: Kuh ist doch ein bisschen anders als ein Pferd.
00:01:50: Ja, ich kam auf den Hof und mein Mann hat mir den Stall gezeigt.
00:01:53: So einen richtig schönen Allgäuer Stall noch mit Holz.
00:01:57: Gewölbe, ja und wir sind durchgelaufen und ich habe dann bei jeder Kuh gedacht, okay, hoffentlich nicht noch mehr.
00:02:03: und irgendwann war ich froh, dass nach den zwölf Kühen der Stall aus war, weil für mich war das schon eine neue Erfahrung, ja und dann bin ich mit den Stallgangen, habe auch tatkräftig mitgeholfen, seine Eltern waren noch voll im Einsatz, ja und...
00:02:18: Ja,
00:02:18: dann habe ich Melken gelernt und die Kuh lieben gelernt, kann man sagen, weil die Kuh eben eine Riesenbedeutung hat für viele Ebenen.
00:02:26: Kuh ist jetzt nicht nur so Milchlieferant und Gras wegferser, wenn sie draußen ist.
00:02:33: Was beeindruckt dich oder was fasziniert dich an der Kuh?
00:02:37: Ist das so die gesamte Erscheinung, weil sie doch eher auch manchmal majestätisch
00:02:42: so gucken kann?
00:02:43: weil sie irgendwie trollig ist, weil sie ja ihren Mann auch steht auf der Wiese draußen.
00:02:50: Was ist so, was die Kuh hat, dass sie dich
00:02:53: gecatcht hat?
00:02:54: Also die Kuh ist Kultur.
00:02:56: Und wenn wir jetzt vom Allgäu ausgehen oder von der Schweiz, von den ganzen Baugebieten, wo kein Ackerbau möglich ist, wo man sich nicht ernähren kann, indem man jetzt wie Gemüse anbaut, dann sind es eigentlich die Wiederkäuer, die den Menschen am Leben erhalten.
00:03:10: Man kann sagen, die gibt Milch und Fleisch.
00:03:13: Und den Dünger, damit überhaupt in den Bergen was wächst, auch überhaupt in der Niederung, man weiß das ja ungefähr fünftausend Jahre, ist die Kuh so als Haustier bekannt und die Kuh macht eigentlich ein Land urbar, kann man sagen.
00:03:27: Da wurde die Kuh, die wurde von den Gamanen ursprünglich.
00:03:30: dann, also gerade in unserem Westen, von den Gamanen im eigenen Haus, in der Küche quasi im Zelt, wurde die gehalten als Haustier und davon hat man sich auch ernährt.
00:03:42: Die Milch, auch zu Winterseiten, im Allgäu, das wissen wir, da ist rau.
00:03:46: Da ist es sehr rau, den Milch.
00:03:48: Und ob es
00:03:49: die Kuh ist oder die Ziege oder das Schaf sind ja alles Wiederkäuer.
00:03:52: Und wenn wirklich die Gegend ja nicht so kulturmäßig oder dass man halt Pflanzen anbauen kann, wenn es nicht möglich ist, dann lebt man letztendlich von den Wiederkäuern.
00:04:04: Und den Mist, den die Kuh abgibt.
00:04:06: Und die Kuhfladen.
00:04:08: Genau, die Kuhfladen, das ist das, was dann das Land urbar macht.
00:04:11: Also die Köhe, die können auch Bäume, Blätter, Rinden fressen und geben trotzdem die Milch.
00:04:18: Und das Fleisch.
00:04:19: Und den Mist vor allem.
00:04:22: Und die Kuhfladen, mal ganz ehrlich, der eine oder andere rümpft jetzt vielleicht tatsächlich die Nase, aber in der frischen Kuhfladen kann ich auch mehr die Füße wärmen.
00:04:30: Wenn der getrocknet ist, kann ich den zum Heizen nehmen.
00:04:34: Es ist mehr als nur, was die Kuh liefert, das weiße Gold des Allgäuers.
00:04:40: Genau.
00:04:41: Also wirklich alles ist kostbar und deswegen sagen die Inder auch, die Kuh ist schreilig.
00:04:46: Die Kuh
00:04:47: ist
00:04:47: Kulturgut, das hast du uns Susanne gerade schon erzählt, liefert in den unterschiedlichsten Bereichen uns wichtige Stoffe und ist auch von ihrem Aufbau als Tier unterscheidet sie sich ja beispielsweise auch zum Schwein.
00:05:02: Wir Menschen sind vom Kreislauf von der Verdauung und so weiter eigentlich wie ein Schwein oder das Schwein ist wie ein Mensch aufgebaut.
00:05:08: Die Kuh ist komplett anders.
00:05:10: Die ist komplett anders, weil eine Kuh ist ein Verdauungstier, Pferd ist ein Fluchttier, Schwein ist ein Narventier, deswegen den Menschen ähnlich, weil wir ja ein sehr gut ausgebildetes Narvensystem haben.
00:05:22: Und die Kuh ist der Repräsentant der Verdauung, sprich alles, was die Kuh aufnimmt, sei es Nahrungsmittel, also Wiese, Gras, Blätter oder auch Mineralien oder auch aufnimmt die Seelenbotschaften vom Mensch, also wenn der Mensch sie sehr liebt und sie streichelt und verwöhnt und sie striegelt, oder wenn ein Mensch sie eigentlich, ich sage jetzt mal nicht mehr, in ihrem Wesen so schätzt und auch hält und füttert, wie es dem Wesen entsprechen würde, dann ist die Kuh natürlich, das wird verdaut von der Kuh und das landet dann letztendlich in der Milch, im Fleisch und im Mist.
00:05:58: Im Mistus sagt man so schön, da Christus, Also alles, was die Kuh praktisch aufnimmt, eben seelisch oder körperlich, landet im Mist.
00:06:07: Und das, was die Kuh an Milch gibt, in der Milch ist die Botschaft ich.
00:06:12: Und ja, im Fleisch ist natürlich auch unser ganzes, ja, wie soll ich sagen, menschliches, wenn wir Fleisch essen, sind wir immer in eine soziale Komponente, weil Fleisch hat was zu tun mit Fühlen.
00:06:25: Und fühlen ist auch das, was wir dann auch in unserem Leben wieder weitergeben an Fühlkomponente.
00:06:32: Also ich bin jetzt mal ganz frech.
00:06:33: Ja,
00:06:34: traurig.
00:06:35: Vegetarisch, vegan, vegetarisch und einfach so diese Alles-Ess-Fresser-Esser.
00:06:40: Ja, ja.
00:06:41: Ja, der Mensch, das sind andere.
00:06:43: Also in meinen Augen, das haben wir wirklich persönlich schon mehrmals erlebt, sind andere Wesen, Menschenwesen.
00:06:49: Oder auskommen.
00:06:50: Es ist neg.
00:06:54: Wenn du sagst, das schlägt sich ja egal in welcher Ebene oder in welcher Funktion die Kuh da gerade hat, schlägt sich nieder.
00:07:01: Ist die so ein ganz fein fülliges Tier-Lebewesen mit so einem siebten Sinn, was gleich alles, wenn da in der Luft so Wipes liegen, das aufsaugt?
00:07:10: Ja, also die Kuh ist wirklich sehr, sehr sensibel.
00:07:12: Das weiß man, wenn man in Steil kommt.
00:07:14: Kinder zum Beispiel, wir haben Schulführungen gemacht, früher auf Bauernhof.
00:07:17: Wenn viele Kinder kommen und die stellen sich rein, reagiert die Kuh mit Kuhbladen, also sie scheißt und zwar dann oft auch dünn, weil wenn sie Angst hat vor was, dann kommt Durchfall.
00:07:29: Das ist wie bei Menschen, wenn sie Angst haben.
00:07:31: Bei einem Schwein ist es anders, die urinieren, weil Nafensystem und Blase gehört zusammen und da ist ein bisschen ein anderer Prozess und das ist eben ganz interessant.
00:07:41: Im Pferd würde weglaufen oder wegspringen, also wie Fluchttier bei Angst.
00:07:46: Ja,
00:07:47: jetzt bist du ja als Kuh Horner Botschafterin, auch da.
00:07:51: jetzt ein bisschen.
00:07:52: was haben wir von der Kuh.
00:07:53: Wie die Kuh
00:07:54: tickt,
00:07:55: hast du schon anskizziert.
00:07:58: Was hat's jetzt mit diesen Hörnern auf sich?
00:08:00: Ein Kuh ist ja dann ursprünglich mal ein Wildtier, mehr oder minder gewesen.
00:08:05: Ist gut für die Landschaft, frisst Tier, dünkt den Boden und die Hörner natürlich ursprünglich wahrscheinlich auch mitkämpfen.
00:08:13: Wir kennen es von den Steinböcken, okay, das sind die Männer, also die Steinböcke, ja, Kuh ist sehr weiblich.
00:08:19: Also es ist so, dass die Kuh die Hörner braucht zum Wiederkauen.
00:08:22: Also die Hörner entstehen eigentlich aus der Futteraufnahme.
00:08:26: In Kälbchen hat eine Hornhaut veranlagt am Schädel.
00:08:30: Und wenn es Raufutter bekommt, je früher das Raufutter bekommt, also heu, kein frisches Gras, grünes Gras und wirklich zum Liederkauen trocken, wo viel Speichel benötigt wird.
00:08:40: Benötigt wird, ja.
00:08:41: Genau.
00:08:42: Und dann kriegt das Käbchenwachsen dann Hörner hinaus.
00:08:45: Man hat auch diese Hornhaut schon verpflanzt auf den Rücken und dann ist wirklich am Rücken ein Horn rausgewachsen.
00:08:50: Sprich, das hängt mit der Verdauung zusammen.
00:08:53: Und deswegen kann man nicht direkt sagen, das hornischen Kampforgan Sondern es ist ein Verdauungsorgan, weil es auch hohl ist und durchblutet ist.
00:09:00: Das kann ich noch näher erklären.
00:09:02: Also der Schädel, diese Hornhaut, die verbindet sich dann nach sechs, acht Wochen mit dem Schädel.
00:09:09: Und dann wächst aus diesem Schädel ein Hornzapfen, der ist hohl.
00:09:13: Wenn man den durchschneidet, sind da lauter Nebenhöhlen.
00:09:16: Ja,
00:09:17: super.
00:09:18: Oder ja, so lächerig.
00:09:19: Wie so die Markel
00:09:20: guckt das ein bisschen aus.
00:09:22: Lächerig wie eine Markel, wenn man es so erklären will.
00:09:24: Und das Horn selber hat eine Spiralform wie der Lauf unserer Sonne.
00:09:29: Die Urvölker haben früher, gerade in Frankreich, in den Höhlen, haben die die Kühe dargestellt mit einer Sonde zwischen den Hörnern, weil eben diese Hörner das Licht, die vertonen, also eigentlich das Licht, die Lichtkraft in die Milch und ins Fleisch springt und dann natürlich auch in den Boden hat eine Licht- und Sonnenqualität, die Hörner.
00:09:50: Genau, und von außen sehen die Hörner dann unterhalb von diesem Horn Kann man sagen von dem, was drüber ist, die Horren.
00:09:57: Das, was wir
00:09:58: sehen, das Schwarze.
00:09:59: Das sehen Sie, das sind wie unsere Nägel, Schnagelmatte.
00:10:03: Und das ist die Hülle, praktisch das Schutz für diesen empfindlichen Knochen, der Hohl ist und gleichzeitig ein Blutbildender Knochen ist.
00:10:11: Sprich, wenn man die Kuh enthornt, als erwachsene Kuh, dann muss man eine Kompresse drauf tun, weil das ist eine Amputation.
00:10:18: Beim Kälbchen wird es weggebrannt.
00:10:23: Das
00:10:26: ist verboten, weil natürlich auch die Säure in die Augen laufen ist.
00:10:35: Das ist verboten, außerdem steht im Tierschutzgesetz, dass man ein Kälbchen nicht entharnen darf, sondern nur bis zur sechsten Woche.
00:10:44: Und nach sechs Wochen ist es offiziell verboten, ein Kälbchen zu entharnen.
00:10:50: Ja, inzwischen läuft ja die ganze industrielle Landwirtschaft in die genetische Hornlosigkeit und da kann man auch was dazu sagen, die genetisch hornlosen Rassen.
00:11:00: Das sind die Angus-Rinder beim Prinz Charles in England, also überall im Norden Europas.
00:11:05: Da wächst viel eilweißhaltiges Gras.
00:11:08: Das heißt, die Kuh braucht viel weniger Wiederkäuerkräfte und deswegen hat sie keine Hörner, auch die Schafe, die Milchschafe am Damm.
00:11:16: in Hamburg oben,
00:11:18: in
00:11:18: Norddeutschland, die haben genetisch keine Hörner.
00:11:22: Man weiß aber, dass da die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist und auch die Gesundheit der Tiere.
00:11:27: Also das ist ganz interessant.
00:11:28: Die Hörner haben wirklich die Beziehung zur Gesundheit, zur Verdauung, zu dem was all Was nach all dem kommt, ist ganz, ganz wichtig.
00:11:37: Eine Silhouette der Kuh mit Hörner, das macht was her.
00:11:41: Eine Kuh ohne Hörner, irgendwie fehlt ja was.
00:11:44: Sie hat so einen komischen Kopf, finde ich.
00:11:46: Genau, eine Kuh mit Hörn hat eine ganz andere Schädelform, die ist dann oberhalb von den Augen geht der Schädel ein bisschen tiefer.
00:11:52: Eine Kuh ohne Hörner, da wölbt sich während dem Wiederkauen, gehen die Gase eben in den Schädel.
00:11:58: Da ist kein Hörn mehr, wo sie entweichen können.
00:12:00: Und dadurch hat sie einen großen, ausgebeulten Kopf.
00:12:04: Ja, und deswegen wirkt sich das auch aus auf die Milch und auf das Fleisch.
00:12:08: Da gibt es Untersuchungen und auch auf den Mist.
00:12:12: Also ich kann noch ganz kurz hinterher schießen, dass Horren der Kuh ist quasi wie so ein kleiner Kamin.
00:12:18: Wie ein Verdauungsorgan.
00:12:19: Die Gase können nicht entweichen, also wenn sie zurück, über spiralformig, wieder zurückgestoßen in den Schädel, in die Wiederkäuer, also in die Nebenhöhlen und von da aus geht es wieder nach unten und da entsteht dieses Wiederkauen.
00:12:31: Das sind praktisch Druckverhältnisse.
00:12:33: die das Horn ausgleicht.
00:12:35: Auch in Afrika zum Beispiel, die Hörner, die sind ja sehr dick an den Schädeln und die Hörner kühlen während der Ruhephase den Schädel ab, weil sonst würde ja in Afrika eine Kuba über fünfzig Grad und wiederkauen, wird die ja Fieber kriegen und krank werden.
00:12:50: Heute geht es so ein bisschen... Um das Wundertier
00:12:54: Kuh,
00:12:54: das ist so ein All-in-one-Paket.
00:12:57: Ein gebauter Lüftung, Druckausgleich, das ist unfassbar viel, was da in einem Körper von der Kuh passiert und funktioniert natürlich nur, wenn alle Komponenten an Ort und Stelle sind.
00:13:11: Das Kuhhorn ist ein Verdauungsorgan und hängt natürlich auch davon ab, was so eine Kuh zu fressen bekommt.
00:13:19: Raufutter ist ein bisschen weiter.
00:13:21: Oben
00:13:22: auch sonst oder getrocknet, also kein frisch gemähtes Gras.
00:13:26: Rauffutter ist ein Futter, wo eben wächst, wo sehr rauere Bedingungen sind, wo viele Mineralien sind, also Fels, Gestein.
00:13:32: Und dieses Rauffutter, wenn die Kuh aufnimmt, braucht die thirty-six Stunden, um das zu verdauen.
00:13:38: Wie wir schon besprochen haben, je früher ein Käbchen heu, Die Fressen bekommen drauf unter das so schnell erwächstes Horn.
00:13:44: Und da entstehen auch die Haustierrasen, also das Original Braunvieh oder das schottische Hochlandrind, wo Beide oder Heide frisst.
00:13:51: Hat wunderschöne lange Hörner auch das Zeborrind in Afrika, wo Steppengras frisst oder in... Argentinien steppenrand oder Ungarische steppenrind.
00:14:01: Und die weniger Photonen, die Kuh frisst, also Raufutter, das noch mehr ist, das Eiweißhaltig.
00:14:06: Und natürlich wirkt sich das auf die Milch aus und aufs Fleisch.
00:14:10: Da entstehen ja auch die Rassen, die Fleischrassen oder die Milchrassen.
00:14:13: Zum Beispiel die norddeutsche Kuh, die viel Eiweißhaltig ist.
00:14:16: Grasfrist, die hat ganz viel Milch, gibt die ab.
00:14:19: Die weißbunden,
00:14:21: die
00:14:22: schwarzbunte Kuh.
00:14:23: Die haben kleine Hörner, ganz kleine.
00:14:25: Getrungene Hörner während ein Original Braunfi-Kuh oben in der Schweizer Wallis oder bei uns
00:14:31: im Allgäu... Die sind sehr stattlich.
00:14:32: Die sieht man sehr stattlich.
00:14:34: Genau.
00:14:35: Also der Auerachse hat früher bis zu nahe in sich seine mit der Hörner gehabt.
00:14:38: Unsere Kühe haben inzwischen wie ägyptische Kühe Riesenhörner bekommen, ohne dass wir da was verändern mit irgendwelchen Hörnformern.
00:14:47: Ja, und diese Hörner sind dazu da, dass die Milch andere Impulse bekommt, Milch und Fleisch.
00:14:53: Und wenn eine Kuh Futter aufnimmt, dann verarbeitet die das in ihren Pansen.
00:14:56: Das ist wie ein kleines Mikro oder ein riesengroßes Mikro.
00:14:59: Das ist eigentlich eine große Geschichte, weil das durchläuft ja ganz viel.
00:15:03: So ein Grashalm,
00:15:04: der oben
00:15:05: bei der Kuh reinkommt.
00:15:06: Der hat ja erstmal einen kleinen Marathon vor sich.
00:15:10: Genau, z.B.
00:15:10: die Waschmaschine, also mechanischer Pansentätigkeit.
00:15:13: Und dann die ganzen Mikro, da sind ganz viele Enzyme drin im Pansen der Kuh.
00:15:18: Und da entsteht ein Milieu von sechs Komma vier bis sechs Komma acht.
00:15:22: Das entspricht genau unserem dünnen Darm Milieu.
00:15:25: Sprich die Kuh bereitet es eigentlich schon vor, weil wenn wir von der Kuh essen, haben wir schon mal ein gutes Darm Milieu.
00:15:32: Man weiß auch, dass Menschen, die zum Beispiel Fleisch essen, ganz andere Darmtätigkeit haben wie Menschen, die Pflanzen oder
00:15:39: vegetarischer oder veganer, da ist ja, gerade die Eiweißgeschichte ist ja da ein bisschen, ist das so im Hintertreffen so in der unteren Schublade.
00:15:48: Genau
00:15:49: und in diesem Pansen produziert die Kuh eben fettlösliche Vitamine und zwar die EDK-Vitamine, Vitamin A für die Augen, Vitamin E für die Zellmembranfunktion, Vitamin D für die Haut, wo gerade der
00:16:02: Heid in der
00:16:02: ganzen Welt da ist.
00:16:04: Also wir haben ja alle angeblich und ich schaue so zu wenig Vitamin D. Und dann noch das Vitamin K für die Blutgerinnung, also Patienten, wo Markomar und so was nehmen, da geht es in die Richtung.
00:16:15: Und dann natürlich eine Menge an Vitamin C, die Kuh und das Rehe, alle wieder keuer produzieren für uns Vitamin C. Das heißt, wir bräuchten keine italienische Zitronenessen.
00:16:24: Eigentlich keine,
00:16:25: ja oder überhaupt gar keine Tabletten dann.
00:16:26: Ja
00:16:27: oder so, genau.
00:16:28: Ja, und wenn eben eine Kuh anders gefüttert wird, sprich Silage bekommt oder Kraftfutter, dann verändert sich diese Pannesentätigkeit.
00:16:36: Das ganze Milieu verändert sich da drin und da entsteht ein Gas, und zwar das Methan, das ist das schädlichste Gas auf der Welt, was dann unsere Böden und unsere Atmosphäre eben verändert, weil Methan wird dann im Boden auch zu Nitrat.
00:16:52: Das heißt, eigentlich das, was die Kuh frisst, lebt sich aus in unseren Lebensmitteln und auch in unserem Humus, der dann wieder unsere Böden mit Pflanzen bestückt oder, wo der Mensch wieder weglebt und auch wieder die Tiere von sich ernähren.
00:17:09: Was eigentlich was wie so ein kleiner Teufelskreis dann ist.
00:17:11: Das
00:17:11: ist ein Teufelkreis.
00:17:12: Was bei
00:17:12: der Kuh reinkommt, kommt ja irgendwann durchläuft dieses Labor und dann kommt was raus.
00:17:18: und ist es was Gutes, was sie vorne aufgenommen hat, kommt was Gutes hinten raus, ist es nicht so gut, kommt hinten.
00:17:24: Nicht wirklich Gutes raus.
00:17:25: Genau, und es gibt ungefähr seit ungefähr vierzigfünfzig Jahren die industrielle Landwirtschaft, wo die Fütterung eben nicht mehr wesensgemäß ist für die Kuh.
00:17:34: Und in dem Moment verändern sich die Lebensmittel zu Nahrungsmittel, kann man schon so sagen.
00:17:39: Und zum Beispiel die wertvolle Laktase, die die Kuh eigentlich in ihrem Pansen bildet, um den Milchzucker zu spalten.
00:17:46: Das ist dann nicht mehr vorhanden, weil das Methan eben alle Stoffe, die fettlöslichen, wasserlöslichen Vitamine, aber auch die ganzen Mineralien, sind nicht mehr so häufig da und es endet letztendlich in der Nahrungsmittelindustrie und wir brauchen Nahrungsergänzungsmittel, um uns überhaupt gesund zu erhalten.
00:18:05: Dein Botschafteramt lautet natürlich, lasst die Hörner auf
00:18:10: der Kuh.
00:18:11: Ja genau, weil das Horn ist wirklich sehr wichtig für alles eben, was wir schon besprochen haben, für die Ernährung des Menschen, für den Boden, für den Homus.
00:18:19: Das ist nämlich ein Verdauungsorgan.
00:18:22: Du hast natürlich Vorträge schon gehalten zu dieser Thematik.
00:18:26: Auch das steht bei dir im Kalender wieder drin.
00:18:28: Du informierst natürlich auch und stehst Rede und Antwort.
00:18:32: Wenn einer sagt, hey, ich sehe das jetzt zusammen ein bisschen anders.
00:18:36: Also bei mir ist es so und so.
00:18:38: Du magst den Austausch mit den Menschen und möchtest da auch Aufklärungsarbeit leisten in Sachen Horn
00:18:44: und Kuh.
00:18:45: Ja, genau.
00:18:46: Also wenn jemand das mehr interessiert, ich komme gar nicht zu einem Vortrag.
00:18:50: Oder man kann auch eine Hofbesichtigung bei uns machen.
00:18:53: Und die offene
00:18:54: Stalt für bei euch.
00:18:55: Ja, genau, offene Stalt hier.
00:18:56: Und es gibt auch das Kuhbuch.
00:18:58: Das gibt es seit Zweiundzwanzig.
00:19:00: Und da sind wirklich Fütterung, Haltung der Kühe, das Hahn ausführlich beschrieben.
00:19:04: Ein Hahn ist kein Geweih, ein Hirsch tut das Hahn.
00:19:08: Sein Geweihabstoß, eine Kuh eben nicht.
00:19:10: Das wird immer länger, je älter die Kuh wird, weil es eben ein Verdauungsorganisches wächst.
00:19:14: Jedes Kalb ist ein Ringsicht wahr.
00:19:17: Und übrigens am Himmel steht immer noch das Standzeichen Stier und das Standzeichen Stier ist nicht enthohnt, sondern das sind eindeutig die Hörner zu sehen.
00:19:25: Also das Horn gehört einfach zu Kuh und eben dann auch zu den ganzen Sachen, die danach kommen, eben Mensch, Tier und Natur und eben die Kultur.
00:19:35: Eine Kuh mit Horn braucht zehn Quadratmeter umbauten Raum, also Stall, das ist sehr teuer auch so zu bauen.
00:19:42: In der heutigen Zeit alles schnelllebig,
00:19:44: viel Produktion,
00:19:46: viel Fleisch, viel
00:19:48: Milch.
00:19:48: und wenn man in den ein oder anderen Stall ja mal so reinspitzt sind, die Kühe ohne Hörner ja, die fühlt sich manchmal fast wie eine Öl-Sardine.
00:19:56: Ja, und eine Kuh ohne Hörner braucht eben nur sechs Quadratmeter Raum.
00:20:00: Das heißt, wenn ich morgen enthauen würde, unsere Kühe, dann könnte ich doppelt so viel Kühe halten.
00:20:04: Das heißt, ich bräuchte doppelt so viel Fläche an Futter, Doppelt so viel Kälber gibt es, also Fleisch.
00:20:10: Es gibt doppelt so viel Milch.
00:20:12: Das ist eine ganz andere Quantität, was da anfällt.
00:20:15: Und dann haben wir eine ganz andere Dünger von der Kuh, weil eine Kuh, die in einem Laufsteil steht und Zillage und Kraftfutter bekommt, das überhaupt die Milchwerte.
00:20:24: besser bezahlt werden, da geht es wieder ums Geld.
00:20:26: Und Geld regiert
00:20:27: die Welt.
00:20:28: Ja, und
00:20:28: deswegen ist ein Unterschied Landwirt, da geht es mehr um die Wirtschaftlichkeit und früher war der Bauer der Kulturschaffende mit Haustierassen, mit männlicher Stiere dabei.
00:20:40: Mit der Zucht
00:20:40: auch, mit der Weiterzucht.
00:20:45: Wie trinkst du eigentlich deine Milch am liebsten?
00:20:47: Ich trink sie am liebsten direkt von der Kuh, weil da sind am meisten Vitamine drin, vor allem Vitamin C, und du kannst wirklich allein nur von der Milch überleben.
00:20:55: Du bräuchtes keine einzige Paprika oder eine Tomate, du bräuchtes kein urbar gemachtes Land, um zu überleben, sondern und wir wissen es ja auch von den Ländern, wo die Menschen keinen Ackerbau haben, die leben von der Kuh, von der Milch.
00:21:10: Milch als Lebenselixier, als Lebensüberlebens.
00:21:14: Alex hier, letztendlich.
00:21:16: Und deswegen wachsen ja unsere Babys mit Muttermilch auf und die Kuh gibt auch Muttermilch an ihr Kalb, bis der Mensch entdeckt hat, dass die Komponente Kuhmilch der Menschenmilch sehr ähnlich ist, bloß leider sind sehr, sehr viele Menschen inzwischen auf diese Milch allergisch oder eben bei Laktose Unverträglichkeit haben sie nicht einmal das Enzym selbst, um diese Milch zu verarbeiten, zu
00:21:40: spalten.
00:21:41: Ich sage ganz lieben Dank, dass du mich hast stellvertretend mitgenommen in die Welt der Kühe mit Horne und auch die Wichtigkeit der Kuh mit Horne und dass man sie einfach die Natur hat das so gemacht, das Horne gehört drauf, das Horne soll bleiben.
00:21:55: Danke, ist das deine Schwärzler.
00:21:57: Danke, Garne.
00:21:57: Und ich wünsche mir, dass alle Kühe wieder
00:21:59: Horne haben.
00:22:01: Gesund und vital durch den Tag.
00:22:03: Der Allgeuchtet-Kaffee-Clutch wurde euch präsentiert von der Bahnhofapotheke und dem Naturkostladen.
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