Im Gespräch mit Markus Reichhart - Bürgermeister von Heimenkirchen

Shownotes

In dieser Podcastfolge war Markus Reichhart, Bürgermeister von Heimenkirch, zu Gast. In einem offenen und angenehmen Gespräch gibt er Einblicke in seine Arbeit und teilt persönliche Perspektiven. Eine hörenswerte Folge für alle, die sich für Menschen hinter öffentlichen Ämtern interessieren.

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00:00:00: Der Allgäuhit Kaffeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:05: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.

00:00:08: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

00:00:14: Heute mein Gast, ein Stück Westallgäu.

00:00:17: Ein Stück vom Landkreis Lindau.

00:00:18: Heute ist da Bürgermeister aus Heimenkech, Markus Reichert.

00:00:21: Schön, dass Sie da sind.

00:00:24: Haben Sie die Sonne vom Westallgäu mitgebracht heute?

00:00:26: Die Sonne mitgebracht und ich freue mich sehr, dass ich heute mit euch und er sein darf.

00:00:32: Herzlich willkommen.

00:00:34: Aber Herr Reichert, gebürtige Heimenkirche sind sie

00:00:37: nicht.

00:00:38: Ich bin gebürtiger Kämpterner.

00:00:40: Wir haben was gemeinsam.

00:00:41: Kämpten ist unser weiter Geburtsstadt.

00:00:45: Wie ging es dann eigentlich in Richtung Heimenkirche?

00:00:47: Sie wurden auf dem Weg dahin immer wieder mal auch zum Grenz ginge?

00:00:52: Darf ich das so sagen?

00:00:52: Also rüber

00:00:53: nach Baden-Württemberg.

00:00:54: Kann man sagen.

00:00:56: Das kleine Puppe in der Grundschule war ich noch in Heiligkreuz.

00:00:59: In der Zeit sind wir dann nach Isni umgezogen, war dort im Gymnasium, hab meine Ausbildung zum Schreiner absolviert.

00:01:08: Ui, eine handwerkliche Ausbildung, schön, ja.

00:01:10: Eine handwerkliche

00:01:11: Ausbildung.

00:01:12: bin dann zur Bundeswehr nach Siegmaringen.

00:01:16: Oh ja, das ist auch Bader-Württemberg.

00:01:18: Bevor es mich dann nach Ludwigsburg verschlagen hat, hat der Studium gemacht zum gehobenen Verwaltungsdienst.

00:01:24: Ja, und jetzt sind es ja schon u.z.

00:01:26: lang irgendwie Bürgermeister in Heiminkirch.

00:01:30: Genau, ich bin seit knapp achtzehn Jahren Bürgermeister in Heiminkirch und am dreißigsten April ist dort mein letzter Arbeitstag.

00:01:38: Genau, da heißt Schicht im Schacht, zumindest was dieses Rathaus angeht.

00:01:43: Jetzt muss ich natürlich nochmal fragen, und ich frage das eigentlich ganz gerne, gerade wenn Gäste und Interviewpartner aus dem Bereich Lokalpolitik da sind.

00:01:53: So Bürgermeister, ist es so, dass man sagt so als fünfjähriger, ich hocke im Sandkasten, mache ein Sandkuchen, hey ma, die Dätermalgern Bürgermeister werden, so ist es wahrscheinlich, oder auch der Klassiker bei ihnen, wo sie klein waren, so als Berufswünsche?

00:02:07: Ich wollte natürlich Fußballprofi werden, ist ja ganz klar.

00:02:12: Ja, der Torwart oder Stürmer,

00:02:14: Mittelstürmer?

00:02:15: Ich habe dann tatsächlich dreißig Jahre lang im Tor gestanden.

00:02:19: Wow, echt?

00:02:20: Wie ist es so, wenn man da so beschossen wird?

00:02:24: Manchmal beschissen.

00:02:27: Ich stelle mir das, weil so ein Fußballtor ist ja doch relativ groß und irgendwie, natürlich kommt der Ball mit einer Geschwindigkeit, aber und dann hechten die ja manchmal sogar.

00:02:37: Oh, da Manuel Neu, der hechnet dann so ins Eck.

00:02:41: Da muss man schon richtig fit sein.

00:02:43: Nichts schön aus, wenn es ein bisschen regnet im Schlamm rum hechten.

00:02:48: Aber die Fußballkarriere ist es letztendlich dann doch nicht geworden, aber sind sie hobbytechnisch noch auf dem Fußballplatz?

00:02:56: Ganz selten, ganz selten.

00:02:58: Ich habe vor neun Jahren aufgehört mit Fußballspielen und habe wieder mehr der Musik zugewendet.

00:03:04: Ja,

00:03:04: das ist ein großes Steckenpferd von Ihnen auch schon immer gewesen.

00:03:08: Zumindest Musik hören und dann irgendwann einmal sagen, hey, so wie Keine Ahnung, wie irgendwelche Rockstars klingen, so kann ich auch klingen.

00:03:17: Rock ist so ihre musikalische Heimat.

00:03:20: Ja, Rock und Metal sind so

00:03:23: einig musikalischen

00:03:24: Leidenschaften.

00:03:26: Was ist das so ihr Favourite von den Bands, sondern Interpreten?

00:03:30: Oder der ist sie vielleicht auch schon seit Jahren, Jahrzehnten begleitet, so Mukifon?

00:03:34: Also Classic Rock, Siebziger, Achtziger, aber ... Geht schon in Richtung Ozzy Osbourne, aber auch Metallica, Guns N' Roses sind schon Favorites, Wallbeat.

00:03:46: Ja, ja.

00:03:47: Und waren Sie dann mal in so einer Cover-Bad, die, die meinetwegen, bleiben wir bei Metallica, da irgendwie Metallica gecovert hat?

00:03:55: Oder wie ist das da?

00:03:56: Glauben, spielen Sie ein Instrument?

00:03:58: Ich bin ja gleich super neugierig jetzt.

00:04:00: Ja, als Sänger.

00:04:03: Mich betätigt war erst in einer Band in Füßen und dann anschließend ein paar Jahre in einer Band in Kaufbeuren und tatsächlich unser letzter Song bei den Zugaben war von Metallica, Nothing Else Matters.

00:04:16: Ja, cool.

00:04:18: Also Sie waren immer Frontman, jetzt nicht irgendwie der Schlagzeug.

00:04:21: oder können Sie Schlagzeug spielen mit den Sticks da so, die machen ja immer so coole Performance.

00:04:27: Mit Nichten, nur Gesang.

00:04:29: Und warum ist das jetzt wieder ein bisschen so hinten angestellt?

00:04:32: Weil Musik ist ja auch so ausbrechen aus dem Alltag, so Kopf vielleicht frei bekommen, ganz was anderes als hinter einem Bürgermeisterschreibtisch

00:04:42: hocken.

00:04:43: Ja gut, aktiv in der Band habe ich vor drei Jahren aufgehört aus zeitlichen Gründen, aber die Rockmusik begleitet mein tägliches Leben, egal ob auf Konzertenfestivals oder zu Hause.

00:04:56: aus der Anlage.

00:04:58: So, ein bisschen schwitzen wir natürlich heute auch hinter die Rathaus-Türen.

00:05:02: Aber nur kurz.

00:05:03: Gibt's in Heimen-Kirch eine Bürgermeisterkette, so eine Amtskette?

00:05:10: Tatsächlich.

00:05:11: Tatsächlich hat mein Vorgänger, der Rudi Janisch, mir eine Amtskette vermacht.

00:05:18: Die habe ich noch nie getragen.

00:05:19: Nein, es wissen sie gar nicht, wie schwer sie ist.

00:05:23: Ist das, ist das erüppige, weil die gucken ja so unterschiedlich aus.

00:05:26: Kauf Bäuern als kreisfreie Stadt, das ist eher eine filigrane Kette.

00:05:32: Es kann das sein, in Heimenkirch ist das so was sehr, was man schon von Weitem sickt.

00:05:37: Ja, ja, das ist so eine riesen Silbertrum und wahrscheinlich viel zu schwer für mich.

00:05:42: Ja, und so bei der Amtsübergabe damals vor achtzehn Jahren auch nicht irgendwie so zumindest pro Forma symbolisch ihnen irgendwie schon um den Kopf gelegt.

00:05:52: Nein, nein.

00:05:53: Schade eigentlich.

00:05:54: Also in der Gabs in diesen achtzehn Jahren tatsächlich kein Anlass, was Sie gesagt haben.

00:05:59: Da holen wir mal diese Amtsketten

00:06:00: herauf.

00:06:01: Das ist nicht so mein Ding.

00:06:04: Aber es gibt Kollegen, die legen da Wert drauf und tragen ihre Amtsketten regelmäßig.

00:06:08: Und so ein goldenes Buch.

00:06:09: hat Heimenkirche ein goldenes

00:06:11: Buch?

00:06:11: Nein, hat Heimenkirche nicht.

00:06:14: Das wäre aber noch was, was man vielleicht einmal einführen könnte, oder?

00:06:17: Weil hier und da schaut ihr schon auch so ein prominentes Köpfle.

00:06:22: Mal vorbei.

00:06:23: Die Anregung nehme ich gerne mit.

00:06:25: Das ist aber auch, ich habe ja schon mit dem einen oder anderen Bürgermeister mal gesprochen.

00:06:29: Das ist tatsächlich, ich bin da immer erstaunend muss ich sagen, wenn es da kein goldendes Buch hat.

00:06:34: Man hat irgendwo so im Hinterkopf vielleicht, hat man das in der Schule auch mal gelernt, ja so in Kommunen gibt es so ein Buch, wo sich Persönlichkeiten eintragen lassen können oder eintragen werden.

00:06:48: Aber dem ist nicht so.

00:06:49: Also da haben wir schon zwei Sachen, die man vielleicht ihrem Nachfolger sagen kann, hey, führ mal so ein goldenes Buch ein.

00:06:58: Was ist denn so für Sie vielleicht in Heimenkirch, in Ihrem kleinen Reich, wenn ich das nochmals mit Bürgermeister Augen betrachte?

00:07:05: Haben Sie da so ein Lieblingsplatz?

00:07:09: Irgendwo, Sie sagen, boah, ja, das ist halt ein kleines Reich.

00:07:13: Hier ist ein toller Blick.

00:07:15: Hier kann ich

00:07:16: abschalten.

00:07:17: Es ist einfach schädig.

00:07:20: Ja, wir haben seit letztem Jahr in der Ortsmitte ein Straßencafé, das Café Sonne.

00:07:28: Und das gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsplätzen.

00:07:33: Da ist man mittendrin im Ort, kann sich in einer stille Ecke setzen oder ist umgeben von anderen Menschen, mit denen man sich nicht unterhalten kann.

00:07:43: Gerade die Sonne, das ist ja wahrscheinlich war das eines der Großen oder vielleicht sogar das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre auch für Heim in Kirch.

00:07:54: Ja, vom Finanzvolumen her ist das größte Projekt in der Geschichte der Gemeinde und mit Sicherheit auch eines der ganz Großen in den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren.

00:08:05: Hat ja auch einen langen Prozess gehabt, das hat ja auch von den Renovierungs- oder das ist ja schon ein bisschen tricky gewesen, aber herausgekommen wirklich ein Juwel inmitten des Ortes.

00:08:15: Genau, ist jetzt schon der zentrale Punkt im Ort und sind ganz viele.

00:08:21: Anregungen der Bürgerinnen und Bürger auch eingeflossen, wie sie das gerne haben wollten.

00:08:26: Ja, gerade dieses Begegnungskaffee.

00:08:28: Das ist richtig schön, weil da ist ja noch mehr untergebracht im entehmaligen Sonne.

00:08:34: Aber so dieses Kaffee hat sich dann auch realisieren lassen, so wie man sich das am Anfang vielleicht auch auf dem Papier vorgestellt hat, oder?

00:08:41: Da ist ein Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung gegangen.

00:09:02: zu

00:09:04: der Kästspatze.

00:09:05: Juhu!

00:09:07: Sie sind, ich hab's gerade, oder wir haben da gerade ein bisschen geplaudert, Herr Reich hat achtzehn Jahre Bürgermeisterin Heimenkech.

00:09:13: Ja, das ist eine wahnsinnige lange Zeit.

00:09:16: Ja, wie viele Stühle haben Sie da doch gesessen?

00:09:21: Noch gar keinen.

00:09:23: Haben Sie noch den ersten, also Armeitstuhl im Rathaus, den Sie vor achtzehn Jahren irgendwann einmal da schon übernommen haben oder haben es damals an frisch neue Bezogenen bekommen?

00:09:33: Also mein Vorgänger, der war vierundzwanzig Jahre im Amt und ich habe seine Möbel übernommen.

00:09:39: Nur einen neuen Bürostuhl gab es da, also den habe ich immer

00:09:43: noch.

00:09:43: Ach krass, noch nicht durchgesessen.

00:09:46: Gute Qualität.

00:09:48: viel zu Fuß unterwegs.

00:09:50: Ja, jetzt gehört was anderes.

00:09:52: Heimenkirch, Westallgäu, tolle Landschaft auch ums Rathaus rum.

00:09:57: Sind Sie auch jemanden, der gerne spazieren geht oder vielleicht auch mal den einen oder anderen Berg von den Allgäuer Alpen bestiegen hat oder im Winter vielleicht Skifahren gewesen war auch eventuell als kleines Kind.

00:10:10: Also die Allgäuer Landschaft ist schön.

00:10:15: Ja, das ist wunderbar.

00:10:16: Das ist mein Heimat.

00:10:18: Und gerade mit meiner Partnerin der Belgien gehe ich auch sehr viel spazieren.

00:10:24: Und die frische Luft, die Aussicht, die wir haben, das ist einfach ein Traum.

00:10:29: Wir dürfen alle uns sehr glücklich schätzen, hier zu leben.

00:10:32: Das ist richtig.

00:10:33: Und gerade von Heimienkirch, da hat man ja runter zum Bodensee, zum Schwäbischen Meer, ja eigentlich auch gar keine Entfernung.

00:10:40: Und drüben in Österreich ist man ja auch etwas prägenz und so.

00:10:44: kulturelles größeres Angebot eventuell.

00:10:47: Das ist Tip Top.

00:10:50: Tip Top

00:10:50: Hansen,

00:10:51: Tip für die Hörer.

00:10:53: Was man unbedingt im Westallgäu oder rund um Heimenkirch vielleicht auch gesehen haben muss.

00:10:59: Hat der Heimenkirch so ein Alleinstellungsmerkmal, irgendwie, wo man sagt, hey, Pippel da draußen, kommt zumal zu uns nach Heimenkirch bis jetzt auf einen leckeren Kaffee in der ehemaligen Sonne.

00:11:12: Und was hat Heimenkirch sonst noch so zu bieten?

00:11:15: Was macht Heimenkirch aus?

00:11:17: In Heimenkirch gibt es beispielsweise Die

00:11:20: beste

00:11:21: Bäckerei im ganzen Allgäu.

00:11:23: Nein.

00:11:24: Sicher, die Bäckerei specht.

00:11:26: Ein ganz kleiner Familienbetrieb.

00:11:27: Ja,

00:11:28: aushalten heutzutage.

00:11:29: Da muss

00:11:30: man mal gewesen sein, beispielsweise.

00:11:32: Also der Bürgermeister von Heimenkich lockt uns nach Heimenkich.

00:11:37: Was bedeutet Heimat für Sie?

00:11:39: Wenn ich sage ja in drei Worten oder mit drei Begriffen, Heimat, was ist das für Sie persönlich?

00:11:47: Heimat ist für mich Liebe, ist Wärme und ist das Allgäu.

00:11:53: Die würden auch gar nie woanders arbeiten wollen so, irgendwo in Hamburg.

00:11:58: Ich würde auch gerne in Hamburg arbeiten, gefällt mir auch gut, aber mein Heimat ist hier.

00:12:02: Die Heimat ist hier.

00:12:05: Urlaubstechnisch sind Sie auch jemanden, der gern quasi in der Heimat oder hier im süddeutschen Raum bleibt?

00:12:11: Oder zieht Sie es schon auch irgendwo mal hin an einen Sandstrand, wo Wellen sind?

00:12:17: Eventuell im Norden Ebbe und Flut an der Nordsee?

00:12:21: Mich zieht es regelmäßig in die Ferne.

00:12:23: Ich möchte die ganze Welt kennenlernen und ein Teil davon habe ich auch schon erleben dürfen.

00:12:29: Ja, das ist natürlich eine Steilvorlage jetzt für mich.

00:12:32: Muss ich natürlich nachfragen, wo waren Sie denn da schon überall?

00:12:36: Oder was ist so Ihr tollstes Urlaubserlebnis auch?

00:12:41: Also mit zu den Top drei, die ich erlebt habe, war.

00:12:45: mit Sicherheit gehört dazu Costa Rica, mit der ganz vielfältigen, tollen Landschaft.

00:12:52: Vietnam gehört dazu.

00:12:55: Und ja, von einem guten Jahr war ich Im Amazonas, im Urwald ein paar Tage, im Dschungel unterwegs und das war ein fantastisches Erlebnis.

00:13:05: War auch so mit Übernachten und so?

00:13:07: Mit Übernachten, nebendran mit Vogelspinnen, mit Krokodilen, Anakondas, allem was dazugehört.

00:13:16: Krass und die Bäume, die sind ja auch riesengroß.

00:13:20: Also wenn man da manchmal so Reportagen im Fernsehen sieht, der Amazonas, das ist ja wirklich noch so

00:13:26: ja,

00:13:26: Urlandschaft.

00:13:29: oder bewohnt von so wahnsinnig vielen Tieren.

00:13:32: Das ist alles grösser, alles grüner und es duftet und man hört die Tiere, man hört die Vögel.

00:13:40: Das ist schon, habe ich mir schon einen Traum erfüllt.

00:13:43: Markus Reichert hat mir gerade auf er erzählt von nachts Piranha-Angeln.

00:13:49: Also da brauche ich es schon ein bisschen genauer noch, Herr Reichert.

00:13:53: Das war auf einem Ihrer Urlaubstrips letztes Jahr im Amazonas.

00:13:57: Was ist das für eine abgefahrernde Geschichte?

00:14:02: Wir waren da unterwegs auf der peruanischen Seite des Amazonas und haben auf einem See, auf einem kleinen Hausboot übernachtet, der Lago de Piranhas und brauchte auch was zu essen.

00:14:17: Wenn man kilometerweit entfernt ist von der Zivilisation, muss man sich sein Essen besorgen.

00:14:23: Dann sind wir zum Piranha-Fischen rausgefahren und haben die anschließend gegrillt.

00:14:29: Und wie schmecken die?

00:14:31: Sehr, sehr feines, sehr feiner Fisch und sehr harte, große, knöchere Gräten.

00:14:39: Also man kann nichts verschlucken, sondern das ist wirklich eine Delikatesse.

00:14:44: Oh, nicht schlecht.

00:14:47: Sie sind dann, wenn sie quasi im Urlaub sind, also schon das Erforschen für sich vielleicht, fahren, der Länder, die man bereist.

00:14:57: Also wirklich so eintauchen auch in die Geschichte, in die Kultur, in die Sprache, in die Kulinarik.

00:15:03: Wichtig, ich bin da in der Regel meinem Rucksack unterwegs, manchmal auch ganz alleine und schaue, dass ich im direkten Kontakt mit der jeweiligen Bevölkerung Ja, dass das erfahren und erleben kann, was die jeweiligen Länder ausmacht und die jeweiligen Gesellschaften.

00:15:22: Aber so Mittel oder Südamerika, Vietnam, das sind so Bereiche oder Länder, Kontinente vielleicht auch, wo sie es erneut hinziehen würde?

00:15:32: Oder haben Sie so ein Land, wo Sie sagen, boah, ja, da möchte ich unbedingt mal hin, Mexiko.

00:15:36: Ich möchte einfach mal nach Mexiko.

00:15:40: Ja, Mexiko oder Mittelamerika, wo ich auch schon bereist.

00:15:44: Ein großes Ziel für mich ist Neuseeland in Kombination mit Australien.

00:15:51: Über hinaus interessiert mich auch China, interessiert mich auch Russland.

00:15:58: Ist zurzeit aber ein bisschen schwierig.

00:16:04: Sind Sie früher als Student oder früher auch mit den Kumpels schon so im europäischen Raum losgezogen gewesen?

00:16:11: Also so dieses Reisen ist was, was sie auch antreibt.

00:16:13: Also dieses neue erfahren wollen, so den Horizontswissen erweitern.

00:16:21: Richtig, das treibt mich an.

00:16:23: Ich lerne gerne Neues kennen, lerne gerne von anderen Menschen, von anderen Kulturen.

00:16:30: Und das ist schon ein Antrieb für mich.

00:16:33: Haben Sie da aus jedem Land irgendwie so ein persönliches Souvenir mit nach Hause gebracht?

00:16:40: Die Souvenirs, die ich mitbringe, die trage ich in meinen Gedanken und im Herzen.

00:16:44: Und natürlich auch vielleicht in Form von Fotos auf dem Handy, so dass man dann immer wieder jetzt gerade Wege oder neue Wege zu gehen, das ist ja schon was, was sie zumindest privat antreibt, jetzt aber auch beruflich.

00:16:59: Die Bürgermeistertätigkeit in Heimenkirch ist endlich, haben Sie ja schon mal gesagt, dreißigster April ist Schicht im Schacht.

00:17:09: Aber der Politik wollen Sie trotzdem erhalten bleiben.

00:17:12: Also Sie sind, wenn ich das mal so als Außenstehende sagen darf, fühlen sich politisch für ein nächsthöheres Amt berufen.

00:17:21: Oder Sie könnten sich auch vom nächsthöeren Amt sich vorstellen.

00:17:26: Ich könnte mehr.

00:17:26: gut vorstellen, Landrat im Landkreis Lindau zu werden, wenn ich gerufen und berufen werde von den Wählerinnen

00:17:35: und Wählern.

00:17:36: Ja, der eigene Wunsch ist natürlich ein anderer.

00:17:38: Klar, sehen die Leute so draußen.

00:17:40: Aber was ich eigentlich damit so ausdrücken wollte, so Stillstand gibt es bei Ihnen nicht, sondern schon auch die persönliche Entwicklung und auch eine berufliche Weiterentwicklung.

00:17:52: Das war jetzt so, was ich eigentlich damit ausdrücken wollte.

00:17:57: Ich verstehe.

00:17:58: Nach achtzehn Jahren in Heimenkirch und jetzt mit zweiundfünfzig Jahren ist für mich einfach Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

00:18:09: Wusst natürlich auch nachgehakt werden, wenn jetzt Plan A nicht funktionieren sollte, gibt es da einen Plan B?

00:18:17: Weil zurück nach Heimenkirch könnten Sie ja dann nicht.

00:18:20: Richtig.

00:18:21: Zurück nach Heimenkirch kann ich nicht.

00:18:23: Seit heute überlege ich mir, ob ich dann eventuell Radio-Moderator werde.

00:18:28: Ja, wir bieten immer wieder Praktiker an, Herr Reichert.

00:18:31: Schnuppern Sie mal rein.

00:18:32: Ich sage ganz lieben Dank für Ihren ja doch sehr persönlichen Einblick auch in Ihr Leben, in Ihr Schaffen, in Ihr Privatsein, aber auch in Ihr berufliches Dasein.

00:18:42: Alles Gute in jeglicher Hinsicht und danke für Ihren Besuch.

00:18:47: Vielen Dank, dass ich da sein durfte.

00:18:48: Er hat richtig Spaß gemacht.

00:18:51: Der Allgäuhit Kaffeeklatsch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:18:56: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.

00:18:59: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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