Politik lokal erlebt: Die Bürgermeisterin Wilma Hofer von Günzach bei uns
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit der Bürgermeisterin von Günzach Wilma Hofer über aktuelle Projekte, kommunale Herausforderungen und die Zukunft der Gemeinde. Ein spannender Einblick in lokale Politik, engagierte Gemeindearbeit und die Menschen, die dahinterstehen.
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00:00:01: Gesund und vital durch den Tag.
00:00:04: Der Allgäuchelt Kaffeeklatsch wird präsentiert von der Bahnhofapotheke Kempten und Pur Natur, weil Gesundheit bei der Ernährung
00:00:11: beginnt.
00:00:13: Heute gibt es natürlich einen Kaffeeklatsch mit einer Minute Verzögerung.
00:00:18: Heute habe ich eine Person bei mir im Kaffeeklatsch, die sich seit Jahren behauptet in einer Männerdominierten Welt.
00:00:28: Kann ich das sagen, Frau Hofer?
00:00:31: Ja, es ist leider immer noch so, dass Kommunalpolitik doch sehr von Männern dominiert wird.
00:00:38: Wir haben Frauen, wir haben starke Frauen, wir haben gute Frauen in der Kommunalpolitik.
00:00:44: Wünschenswert ist natürlich, dass sich immer noch mehr Frauen gießen.
00:00:49: Sie sind Bürgermeisterin von Günzach und da sprechen wir gleich ein bisschen ausführlicher darüber, wie Ihr Terminkalender ausschaut.
00:00:57: Nicht nur jetzt zur Adventszeit.
00:00:59: Herzlich willkommen!
00:01:00: Sie haben uns sehr schon ein bisschen so in die Welt, in die Männerwelt quasi.
00:01:05: Haben wir ja gesagt, Frauen auf Bürgermeisterposten gibt es nicht so oft.
00:01:10: Auch hier bei uns im Allgäu wissen Sie zufällig, wie viele Bürgermeisterinnen das es gibt.
00:01:15: Also ich kann jetzt halt vom Ostallgäu sprechen.
00:01:18: Es ist einmal die Inge Weiß in Riederzellerberg.
00:01:21: Es ist Karina Fischer in Eckenthal.
00:01:24: Es ist die Hanni Bruschke in Wald.
00:01:26: Und es bin ich in Günzach.
00:01:28: Ja, ist da so ein Austausch unter den weiblichen Kollegen ein anderer als mit den Männern?
00:01:35: Es sind natürlich, wenn wir uns in den Bürgermeisterrunden treffen, natürlich gibt es dann immer mal wieder Themen, die... Ich sag mal ein bisschen, Frauen behaftet sind, dass man eben auch diese Organisation, Familie, Beruf ehemal bespricht.
00:01:51: Es gibt von der schulefürländliche Entwicklung Superseminare für Bürgermeisterinnen, wo halt dann einfach diese Thematik mit eine Rolle spielt.
00:02:01: Und ich meine, das ist kein Geheimnis, eine Frau, egal ob jetzt hier Bürgermeisterin oder in einen anderen Beruf, stehen die Organisationen von Haushalt, von Familie ist einfach noch mehr bei den Frauen verortet.
00:02:16: Und gerade zu Ostalgäu.
00:02:17: Sie sind ja aus der Ostalgäuer Kommune.
00:02:20: Da gab es ja auch eine Premiere damals, als Maria Rita Zinecker auf diesen Landräthinnenposten gewählt worden ist.
00:02:27: Ja, das Nette ist Maria Rita Zinecker und ich kennen uns schon sehr, sehr, sehr lange.
00:02:32: Wir haben zusammen in Weinstephan studiert.
00:02:34: Wir sind beide Ökotrophologinnen.
00:02:37: Ja, das sind wir ja gerade in meiner Bisserlesur schon bei ihrem Lebenslauf, eine gebürtige Allgäuerin.
00:02:43: Sind sie nicht natürlich jetzt eingeallgäuert, weil sie ja so gut wie zwölf Jahre auch schon auf dem Posten der Bürgermeisterin in Günzach sitzen.
00:02:53: Nein, ich bin gebürtige
00:02:55: Münchnerin, eine richtige Großstadtpflanze in München aufgewachsen, zur Schule gegangen, das Gymnasium besucht, Abitur gemacht, nach dem Abitur mich für ein soziales Jahr in einen Alten- und Pflegeheim entschlossen, eine Erfahrung, die ich nur empfehlen kann.
00:03:13: Das ist einfach eine, sag ich mal, eine Ja, eine Sichtweise, ein Erleben, wo ich für mich sage, das hat mir doch den ein oder anderen Blickwinkel eröffnet.
00:03:26: Ich habe dann in Weinstephan Ökotrophologie studiert, habe mir nach dem sechsten Semester ein Praxissemester genommen, unter anderem auch mit einem Praktikum auf einem ländlichen Betrieb.
00:03:42: Hier im Allgäu und siehe da und siehe da, die Liebe meines Lebens liebt mir über den Weg.
00:03:49: Ich habe im Praktikum einen Mann kennengelernt und bin jetzt seit, äh, neunzehnhundert neunzig fest
00:03:57: im Allgäu.
00:03:58: Ah ja, dann sind sie ja schon, haben sie ja schon Wurzeln geschlagen hier bei uns im Allgäu.
00:04:04: Wie krass
00:04:04: war tatsächlich dieser Kat, Millionenstadt München, Landeshauptstadt, alles in anderen Demonstrationen, Und dann Bürgermeisterin in Günzach.
00:04:14: Nicht, dass ich Günzach jetzt schmälern möchte.
00:04:16: Und Gottes wenn eine liebenswerte und sehr, sehr reizvolle, aus Allgäuer Kommune, aber so, als sie mir gerade selber als Stadtpflanze beschrieben hat.
00:04:26: Gut, es ist einfach, ich sag mal, das Dorfleben ist schon ein Stück weit anders.
00:04:31: Man begegnet sich eigentlich immer in jeder Situation.
00:04:36: Also ich kann den Personen nicht wirklich ausweichen.
00:04:41: Also ich muss mir schon auch überlegen, wenn ich, was weiß ich, im Gemeinderat, mich vielleicht meinen Kollegen, Kolleginnen gegenüber, nicht gut verhalte, nicht wer verhalte, muss ich wissen, am nächsten Tag du triffst sie ja wieder in einen ganz anderen Kontext.
00:04:57: Und das finde ich, bringt schon eine gewisse soziale Kontrolle mit sich.
00:05:03: Auf jeden Fall.
00:05:03: In der Stadt habe ich halt die Chance, Zwei Straßen weiter kennt mich niemand.
00:05:09: Aber ich möchte das jetzt gar nicht so konträr sehen.
00:05:13: Ich fahre wahnsinnig gerne nach München.
00:05:16: gut.
00:05:16: Es ist meine Heimatstadt, meine Mutter lebt da, meine Schwester.
00:05:21: Es ist immer noch eine sehr familiäre Bindung.
00:05:25: Aber ich bin genauso gerne in Günzach und ich finde, dass wertvolle ist.
00:05:30: von beiden Seiten her das Beste, sich immer auszusuchen.
00:05:33: Jetzt sind sie ja schon lange im Allgäu.
00:05:35: Gibt es irgendwie ein Allgäuer Begriff, ein Allgäuer Wort, wo sie sagen, das ist mein absolutes Lieblingswort, weil grießt die, wenn ich sage, das ist einfach Allgäu pur.
00:05:45: Jetzt habe ich sie.
00:05:47: Das ist eine
00:05:47: schwierige Frage, weil ich trotz dieser langen Zeit im Allgäu das Dialekt überhaupt nicht mächtig bin.
00:05:56: Ich bin zwar mit einem Urallgäuer verheiratet, Aber ich kann es nicht.
00:06:01: Es gibt einfach so manche Bezeichnungen, die ich, ja, doch passend, passend zur Weihnachtszeit oder zur Adventszeit, ein Wort, das ich jedes Jahr, wo ich mich jedes Jahr freue, wenn das mein Mann sagt und das ist, weiß den er la das.
00:06:19: Also das ist ein Wort, da geht es mir mal das Herz
00:06:22: auf.
00:06:23: Es haben sie ja schon ein bisschen.
00:06:24: Frau Hofer, die Adventszeit mit in den Kaffee klatscht.
00:06:28: Mit dem, wie ist der Begriff?
00:06:30: Der war ja richtig knuffig.
00:06:31: Was weißt denn er denn das?
00:06:33: Adventszeit ist das auch so eine Zeit, wo sie sagen, sie stehen in der Küche, backen fleißig Plätzchen oder ist das so, ja okay, ich mache halt eine Sorte, weil man das so macht.
00:06:44: Ich muss sagen, ich bin eine leidenschaftliche Plätzchenbackerin.
00:06:48: Ja.
00:06:48: Ich back wirklich sehr, sehr gerne und wir Backen, also meine Mutter, meine Schwester, manchmal meine Töchter, wenn es geht.
00:06:57: Wir backen auch sehr, sehr gerne zusammen.
00:06:59: Also, wo wirklich eine Backsession ist.
00:07:02: Heuer muss ich sagen, leider aus diversen Gründen hat es einfach nicht geklappt.
00:07:07: Ich muss sagen, momentan ist noch der Wille.
00:07:11: Da, die
00:07:13: Plätchen zu backen, ganz fest vorgenommen, jetzt am Wochenende wirklich mal das Amt etwas auszugrenzen.
00:07:23: wie vorgenommen, mich auf meinen Haushalt zu konzentrieren.
00:07:27: Die Arbeit läuft einem da ja nicht weg.
00:07:29: Nein, die läuft nicht weg.
00:07:31: Mein
00:07:31: Momentan habe ich eher noch das Gefühl, dass die wilde Jagd bei mir zu Hause ist und sich gut eingenistet hat.
00:07:38: Aber ich denke, das werden wir auch noch hinbringen.
00:07:40: Nein, aber ich backe sehr gerne Plätzchen.
00:07:44: macht auch viel, viel Spaß.
00:07:45: Ja, in Gemeinschaft sowieso alles macht in Gemeinschaften mehr Freude mit der Mauer, mit den Geschwistern.
00:07:51: Haben Sie da so eine Lieblingsleible?
00:07:53: Oder gibt es eine Spezialität aus dem Hause Hofer?
00:07:57: Ja, tatsächlich.
00:08:01: Nicht, dass Sie Familiengeheimnisse jetzt
00:08:03: verraten.
00:08:04: Meine Mutter hat damals in den siebziger Jahren von Dr.
00:08:10: Edgar so nette kleine Wacke Häftchen gegeben und da ist eines einfach hängen geblieben in all der Zeit.
00:08:19: und das ist ein Gebäck, das nennt sich rote Näschen, das ist ein Marzipan Gebäck mit Marmelade
00:08:26: und einfach
00:08:27: unheimlich
00:08:28: gut,
00:08:29: also diese diese Kombination Marzipan, Johannesbär Marmelade und dann aber natürlich auch die Optik, also diese Näschen schauen aus wie kleine Augen.
00:08:40: Also einfach Einfach schön.
00:08:42: Einfach schön.
00:08:42: Bei mir gehörst du zum Standardreporter, wenn ich das sage.
00:08:47: Was immer sein muss, sind bei mir Vanillekipfeln.
00:08:49: Vanillekipfeln, ja.
00:08:51: Die müssen einfach sein.
00:08:52: Und vielleicht noch so Husan-Augen eben auch mit so einem Tropfen Marmelade.
00:08:58: Und dann probiere ich mich eigentlich auch jedes Jahr an irgendeinem neuen Rezept aus und ich rusche auch noch in meinem Backbücher.
00:09:05: Ich habe es mir auch vorgenommen, wenn jetzt am zweiten Advents-Wochenende quasi ... Das ist einfach
00:09:10: schön, wenn da ein Pädtchen Duft in der Küche ist, Kerze, ein bisschen Musik, genau.
00:09:15: Also das ist schon eine Stimmung, die ich immer schon sehr, sehr, sehr genossen habe.
00:09:20: und ja, Adventszeit ist ... Stresst behaftet, weil natürlich gewisse Erwartungen da sind.
00:09:28: Erwartungen, die man sich auch selber macht, muss ich zugeben.
00:09:31: Ja, man drückt sich dem einer oder anderen.
00:09:32: Ja,
00:09:33: aber es ist auch schön.
00:09:35: Es ist einfach auch schön.
00:09:36: Ich liebe es, wenn die Wohnung so nach und nach geschmückt ist, wenn man einfach so eine heimelige Atmosphäre erzeugt.
00:09:45: Also ich finde es grandios.
00:09:48: Heiligabend, die Enkelkinder kommen, ist das einfach eine wunderbare Geschichte.
00:09:53: Dekorieren Sie Ihr Arbeitszimmer im Rathaus auch?
00:09:56: Steht da auch ein kleines Kerzle?
00:09:59: Oder haben Sie ein Lichterkett der Blinken, die womöglich
00:10:01: ist am Fenster?
00:10:02: Also wir haben heute einen wunderschönen Christbaum vor der Gemeinde, wirklich einen wie gemalt.
00:10:08: Wir haben jetzt unser Büro.
00:10:11: dekoriert, schön dekoriert.
00:10:14: Es sind ja eine kleine Gemeinde, das heißt, da passiert ja auch sehr viel gemeinschaftlich.
00:10:19: Aber ja, wir haben es dekoriert und da sind meine Mitarbeiterinnen springen da auch jedes Jahr an und es ist einfach auch eine dann eine schöne Arbeitsatmosphäre.
00:10:31: Wenn das ja eigentlich so die Stadezeit, also die eigentlich zur ruhig kommende Phase, alles andere, Kann man sich ursprünglich mal hätte gar nicht vorstellen können.
00:10:44: Inzwischen ist es genau die Kehrzeite der Medaille meiner Rent und Hezt von Termin zu Termin.
00:10:49: Wie schaut es bei Ihnen in der Adventszeit aus?
00:10:51: Haben Sie da mehr Termine im Kalender drin stehen als an einer in Anführungszeichen normalen Arbeitswoche?
00:10:58: Ja, natürlich sind mehr Termine da.
00:11:00: Es ist natürlich schon mal geschuldet den ganzen Adventsfeiern, die einfach kommen und die ich auch als sehr, sehr wichtig erachte.
00:11:09: Wir hatten gestern Adventsfeier von der Gemeinde, wo eben vom Gemeinderat bis hin, Wertstoffhof, Kindergarten, Bauhof, alle Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen eingeladen sind.
00:11:20: Eine wunderbar ruhige Feier, auf wenn natürlich, sag ich mal, der Weg dahin vielleicht etwas hektischer war, aber eine wirklich, eine Feier, wo ich sage, da kann man wieder die Kraft rausziehen, einfach aus den Begegnungen mit den Menschen wunderbar.
00:11:38: Es sind die Adventsfeier senioren,
00:11:41: unheimlich
00:11:42: wichtig, manche Abschlussveranstaltungen, die einfach sein muss.
00:11:46: und dann gibt es natürlich auch terminliche Sachen, die einfach bis zum Dezember erledigt
00:11:50: sein
00:11:51: müssen.
00:11:52: Aber dieses Hetzen, es ist immer die Frage, was mache ich
00:11:56: selber
00:11:57: daraus?
00:11:57: Genau,
00:11:58: also
00:11:59: wo ist mein Anspruch, wo sage ich und jetzt ist mal Gut.
00:12:03: Und ja, das ist immer so relativ, finde ich.
00:12:23: Es ist eine Zeit, die für die Figur nicht ganz so optimal ist, aber für die Seele dafür.
00:12:33: Wilmer Hofer-Günzachs, Bürgermeisterin heute, unser Gast in der Kaffeeklatsch.
00:12:38: Jetzt haben Sie ja vorhin so ein bisschen auch von Ihrem beruflichen Werdegang erzählt.
00:12:42: Sie haben studiert.
00:12:44: Und aber mit dem Studium, was Sie gemacht haben da in Wein-Steffern, ist eigentlich jetzt keiner Studium, dass Sie sagen, ich komme in eine höhere Beamtenlaufbahn.
00:12:54: Nein, das ist das natürlich nicht.
00:12:56: Wobei ein sehr kluger Professor von uns mal gesagt hat, als Ökotrophologin kommt man überall hin.
00:13:02: Also auch in die Bürgermeister und Landratsämter.
00:13:06: Nein, aber mein, ich sag mal, mein Werdegang war natürlich das Engagement in Elternverein als meine Kinder im Kindergarten und Schule oder im Elternbeirat, sagen wir mal so, als meine Kinder in Schule und Kindergarten waren.
00:13:22: Ich war acht, sechs Jahre im Gemeinderat.
00:13:28: und als dann eben meine Vorgängerin auch nicht mehr zur Wahl angetreten ist, habe ich diesen Sprung gewagt, hatte einen männlichen Gegenkandidaten, Mitbewerber, habe mir eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet, aber siehe da, die Günstsache haben sich für mich entschieden.
00:13:57: Und das ist eine Ehre.
00:14:00: Also dessen bin ich mir sehr bewusst.
00:14:05: Und ich kann eigentlich nur sagen, diese Kommunalpolitik.
00:14:09: steht eigentlich jeder Person offen.
00:14:12: Ich halte die Kommunalpolitik schon mit für die Basis unserer Demokratie und je mehr Personen bereit sind, sich zu engagieren, ob als Gemeindemarkt Stadtrat oder eben dann auch sich diesen Bürgermeisterposten zutrauen.
00:14:31: Es ist schon die die Gelegenheit,
00:14:34: viel zu bewegen.
00:14:36: Und ich finde, wir haben ja jetzt im Jahr für die Kommunalwahlen, also ich möchte jetzt hier auch ein bisschen Werbung machen.
00:14:44: Und es ist, wie gesagt, zu schimpfen, zu motzen, in einer geschützten Menge ist einfach.
00:14:53: Aber sich aus dieser Menge rauszulösen, zu sagen so, und ich traue mich einfach mich jetzt als Gemeinderat als Markträtin aufzustellen.
00:15:03: Ich
00:15:03: trau mir vielleicht sogar auch den Bürgermeister zu.
00:15:07: Das ist eine Chance, die dürfen wir.
00:15:11: nicht kleinreden und nicht vergessen, weil nur so behalten wir einfach unsere demokratische Vielfalt und die haben wir.
00:15:18: Klar, wir haben unsere Regularien und würde manchmal gerne freier entscheiden, aber gerade wenn man auch in irgendwelchen Förderverfahren drinnen sind, es gibt halt einfach die Vorgaben, Da, sage ich immer, müssen wir halt wissen, es sind Steuergelder, es sind öffentliche Gelder, es ist das Geld von uns allen, das gehört sorgfältig, verwahrt und sorgfältig, mit dem gehört sich einfach sorgfältig umzugehen.
00:15:47: Aber dieses Engagement in der Kommunalpolitik, ich kann das nur... Wirklich für jeden sagen, es ist so wertvoll eine tolle Erfahrung und wirklich eine Arbeit für unsere Gesellschaft.
00:16:00: Für alle.
00:16:01: Es ist eine unglaubliche Verantwortung, wenn man dann diesen Bürgermeisterposten hat.
00:16:05: Aber ich habe ja auch schon als Gemeinde oder Stadtrat auch schon eine gewisse Verantwortung.
00:16:10: Und gerade dieser Austausch, dieser Dialog auch sich mit vielleicht nicht ganz so freudestralten Themen auseinanderzusetzen, dieses Mitspracherecht.
00:16:19: Ich habe ja als Bürger Rechte um Pflichten.
00:16:22: Pflichten, die Litterneide kennt jeder, aber auch eben Rechte.
00:16:26: Und eben dieses aktive in der Lokalpolitik unter anderem aktiv sein ist, das muss sein.
00:16:33: Da sollte mehr Nachwuchs in Sachen Interesse, Lokalpolitik auch kommen.
00:16:39: Auf jeden Fall.
00:16:40: Und ich freue mich, also wir sind ja jetzt gerade so mitten in diesem Wahlkampf.
00:16:45: Und ich freue mich so über die jungen Leute, die sich jetzt bei uns in Günzach hier engagieren, top engagieren, sich auch mit diesen ganzen Wahlvorgaben auseinandersetzen, die ja wirklich nicht für jemanden, der aus einem komplett anderen Metier kommt, ja auch erst mal sehr schwierig sind, einfach, wo man sich den Satz zwei, drei Mal laut vielleicht sogar vorlesen muss, bis man einfach hier dieses, das versteht, was dahinter ist, also auch mal eine große Hochachtung vor diesen Jungen, den Leuten, die dann einfach sagen, wir machen es.
00:17:23: Wie gesagt, Fehler kann jeder machen, das ist
00:17:27: einfach in der menschlichen Natur.
00:17:28: Deswegen sind wir keine Roboter, ja?
00:17:30: Genau,
00:17:30: wir sind keine Roboter.
00:17:31: Wir sind alle Gott sei Dank nicht perfekt und aus Fehlern kann man nur lernen und man kann dann nur sagen so und das merke ich mir, das ist eine Erfahrung, auf die baue ich einfach
00:17:41: auf.
00:17:42: Heute geht es nach Günzach ins schöne Ostallgäue.
00:17:45: Frau Hofer, haben Sie irgendwie ein Lieblingsplätzchen bei sich so?
00:17:48: ums Rathaus rum, um ihr Gemeindeareal rum.
00:17:54: Also ich habe tatsächlich einen Lieblingsspaziergang, der geht bei mir hinterm Haus los, geht unter der Bahnlinie durch und bewegt sich auf dieser Entmorene des günstiger Gletschers.
00:18:13: Und da ist eine kleine Bank.
00:18:15: Eine sehr ruhige, schöne und es ist ein wunderbarer
00:18:18: Splätzchen.
00:18:19: Ja, da kann man auch mal so den Akku ausführen, das ist ein oder andere Ortsproblemchen vielleicht noch mal sortieren im Kopf.
00:18:27: Jetzt haben Sie, ja gesagt, Sind Sie zum zweiten Mal auf diesen Rathausstuhl gewählt worden?
00:18:35: Und jetzt sagen Sie, das Dutzend ist voll.
00:18:37: Das ist ja gerade Zahl.
00:18:39: Dutzend hört sich gut an.
00:18:41: Ich gehe aus der sehr aktiven Lokalpolitik wieder raus, mache jemand anderem Platz.
00:18:47: Was machen Sie denn dann, als erstes, wenn Sie gar nicht mehr diesen vierundzwanzig Stunden Bürgermeisterinnen-Tag haben?
00:18:52: Auf einmal
00:18:53: U-Spielzeit?
00:18:55: Also ich glaube, mir wird es nicht langweilig.
00:18:57: Ich habe einen... eine Enkelkinder, scharf von sechs Enkelkinder.
00:19:05: Oh, ja, der halbe Fußballmannschaft schon.
00:19:07: Sozusagen,
00:19:07: die ein bisschen verteilt sind, leider nicht um die Ecke wohnen.
00:19:12: Auf diese Zeit freue ich mich sehr, dass ich hoffentlich viel Zeit mit den Enkelkindern verbringen darf.
00:19:20: Ich freue mich natürlich auf die freie Zeit mit meinem Mann.
00:19:24: Also unsere Obis, Wandern, Schwimmen, Radeln sind natürlich
00:19:29: etwas
00:19:30: ins Hintertreffen geraten.
00:19:32: Auf diese Zeit freue ich mich sehr.
00:19:34: Ich freue mich auch wieder darauf, kulturell einiges zu machen, ob das jetzt Theaterkonzerte besuche sind.
00:19:43: Oder
00:19:43: mal in der Museum.
00:19:44: Oder Museum, ja.
00:19:46: Also da denke ich, gibt es viel, viel Möglichkeiten.
00:19:52: die Zeit zu verbringen.
00:19:53: und dann freue ich mich auch ganz klar auf Zeit, schlicht und einfach zu Hause.
00:19:59: Ja, mal auf den Sofa fläzen.
00:20:02: Oder in den Garten oder einfach hier dieses Haus genießen, glaube ich, gibt es.
00:20:11: Viel
00:20:11: Muße.
00:20:12: Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:20:13: Man ist ja doch eingebunden.
00:20:14: Das ist ja ein Job, der vierundzwanzig Stunden, sieben Tage, drei oder sechszig Tage nonstop im Jahr ist.
00:20:21: Gab es einen Moment in ihrer zwölfjährigen Amtszeit, wo sie sagen, man, das war so ein süßer knuffiger Moment und genau deswegen bin ich auch mal Bürgermeisterin geworden.
00:20:33: Hat es eigentlich mehrere Momente gegeben.
00:20:35: Also so, wenn ich jetzt so diesen unseren Anbau Kindergarten ansehe, wo wir aus einer, also unser Kindergarten ist in der ehemaligen Schule untergebracht, ein tolles, altes Gebäude, ist hat einfach an seine Grenzen gekommen, aus allen Nähten geplatzt, wir haben geburtenstarken Jahrgang zu erwarten gehabt, also es war klar, man muss aktiv werden und wie eigentlich aus dieser Not heraus verschiedene Lösungen angedacht wurden und dann eben wirklich gemeinsam mit Kindergarten, mit dem Gemeinderat einen super tollen modernen Anbau hingestellt haben, jetzt einen großartigen, viergruppigen Kindergarten mit Inklusion in Gönsach haben.
00:21:24: Das sind so, das sind einfach Momente, wo ich sage, ja, hier ist die Idee, hier ist das Problem und den Weg gehen wir gemeinsam.
00:21:32: Und da waren noch, ja, wie gesagt, wir haben jetzt im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.
00:21:47: Und wir haben uns bei einer EU-weiten Förderung beworben, bei dieser sogenannten Ehlerförderung.
00:21:54: Förderung und Gönnsach hat den Zuschlag bekommen, wo ich mir auch denke, ja, das war richtig, sich auf diesen Weg zu machen, sich diese Mühe zu geben.
00:22:04: Und weil wir es ja vorhin hatten vom politischen Engagement, genau das ist es, was es so für mich so spannend macht.
00:22:13: Ich habe die Idee, ich habe den Wunsch, ich habe eine und ich kann es verwirklichen, mit guten Begleitern, mit guten Beratern, mit guten Diskussionen.
00:22:24: Und es ist so wertvoll.
00:22:25: Und auf das möchte ich nicht verzichten, diese Erfahrung einfach gemacht
00:22:29: zu haben.
00:22:30: Es können Sie ja ganz unerkannt gar nicht durch den Ort gehen.
00:22:33: Egal, wenn Sie da mal auch spazieren, kommen da Kinder auch zu Ihnen herzupfen, da vielleicht mal so am Anden und sagen, bist du nicht die Bürgermeisterin?
00:22:42: Doch, das kommt schon oft.
00:22:44: Ich finde das so süß.
00:22:46: Wenn ich ins Rathaus gehe und mir dann die Schulkinder begegnen
00:22:50: und
00:22:50: dann, ja, Frau Bürgermeisterin, das finde ich einfach ganz, ganz nett.
00:22:55: Was wünschen Sie sich für die Zukunft oder für den Ort, den Sie ja quasi im Frühjahr als sechsundzwanzig abgeben in andere Hände?
00:23:02: Also ich wünsche mir natürlich, dass es für Günzach gut weitergeht, dass neuer Gemeinderat, neuer Bürgermeister, sage ich einmal die Basis oder das, was eben bis dato geschaffen wurde, schätzt, nutzt, darauf aufbaut und natürlich auch sich frei macht für eigene Ideen.
00:23:26: Jeder kommt ja mit einer eigenen Geschichte, mit eigenen Vorstellungen und das sollen sie natürlich auch verwirklichen und einfach, dass es weiter ein gutes Miteinander ist.
00:23:38: Genau, dass man auch die Ortsidentität behält und weiterentwickelt.
00:23:42: Ganz genau, ganz genau.
00:23:44: Alles Gute Ihnen, private und natürlich für den Ort Günstach.
00:23:47: Schön, dass Sie da waren, Frau Hofer.
00:23:48: Und ich bedanke mich für dieses angenehme Gespräch.
00:23:51: Hat mir sehr viel Freude gemacht.
00:24:04: Dankeschön.
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