Denken, Staunen, Verstehen – Philosophie hautnah mit Dr. Peter Heigl

Shownotes

Zum Welttag der Philosophie hatten wir Dr. Peter Heigl aus Wald zu Gast. Im Gespräch öffnet er die Türen zu den großen Fragen unseres Lebens: Was bedeutet Glück? Wie finden wir Orientierung in einer komplexen Welt? Und warum ist philosophisches Denken heute wichtiger denn je?

Dr. Heigl nimmt uns mit auf eine spannende Reise zwischen Alltagsreflexion und tiefgründigen Denkanstößen – leicht verständlich, inspirierend und mit einer Prise Humor. Ein Podcast für alle, die neugierig auf die Welt und auf das eigene Denken sind.

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch wird präsentiert von der Bahnhof-Apotheke Kempten und Pur Natur, weil Gesundheit bei der Ernährung

00:00:07: beginnt.

00:00:09: Heute geht es ums Denken, ums Sprechen, ums Kommunizieren.

00:00:13: Heute ist Tag der Philosophie und passend.

00:00:16: Zu diesem Aktionstag ist heute Dr.

00:00:19: Peter Heigel-Gast.

00:00:21: Schön, dass Sie da

00:00:22: sind.

00:00:22: Sie dürfen ein bisschen näher ans Mikrofon hin, dass man sie draußen natürlich auch versteht.

00:00:28: Ja, danke für die Einladung.

00:00:30: Sie haben Ihren Doktortitel in?

00:00:32: In Philosophie.

00:00:33: In Philosophie.

00:00:34: Es kamen Nebenfächer dazu wie Pädagogik, Psychologie und ich habe auch Sprachen studiert.

00:00:40: Aber meine Doktorarbeit habe ich in Philosophie geschrieben.

00:00:44: Also wir Philosophieren in dieser Stunde einiges, tauschen uns aus und klären auch gleich dann nach dem Begriff, was bedeutet Philosophie.

00:00:53: Philosophie, das ist eine abstrakte Begrifflichkeit.

00:00:59: Dr.

00:00:59: Heigel, vielleicht erst mal was heißt denn Philosophie?

00:01:02: Und aus welchem, was ist denn der Ursprungsland, also vom

00:01:05: Wort an sich?

00:01:07: Ja, sehr gerne erkläre ich das.

00:01:09: Es ist ein griechisches Wort und setzt sich zusammen aus zwei Worten.

00:01:13: Philos, das ist der Freund und Sophia, das ist die Weisheit, die Glugheit.

00:01:19: und Das Wort hat geboren einen Mann, den die meisten kennen aus der Mathematik, Pythagoras.

00:01:28: Ah ja, der Satz des Pythagoras.

00:01:29: Der Satz des Pythagoras, der ist bekannt geworden als Mathematiker.

00:01:32: Aber der wiederum hat gesagt, ich bin zwar ein Sophos, Das ist ein griechisches Wort.

00:01:39: Ich kann lesen, ich kann schreiben.

00:01:40: Und die Sophoi- oder Sophisten im aufstrebenden Griechenland, die haben gesagt, es ist gut, wenn man lesen und schreiben kann und seine Meinung ausdrücken kann.

00:01:51: Und die haben dann ihr Geld gemacht, das sie lesen, schreiben und diskutieren, leerten.

00:01:58: Und die haben auch gesagt, ich sorge dafür, dass dein Kind alles kann.

00:02:04: Und aus außerdem auf jede Frage eine Antwort weiß.

00:02:08: Und der Pythagoras hat gesagt, nein, das ist mir zu hochgegriffen und es ist angeberisch.

00:02:14: Ich bin froh, wenn ich die richtigen Fragen stelle.

00:02:17: Ich bin froh, wenn ich eigentlich zunächst mal ... Frage und dann mich allmählich vorarbeiten.

00:02:24: Und ich bin auch so ehrlich, dass ich sage, auf vieles weiß ich keine Antwort.

00:02:28: Ich bin ein Freund des Suchens, ein Freund auf der Suche nach der Wahrheit, aber nicht einer, der die Wahrheit mit dem Löffel gefressen hat.

00:02:35: Das ist die Geburtsstunde des Wortes Philosophie.

00:02:38: Heute kann man sagen, Philosophieren ist nachdenken.

00:02:41: Und jeder Mensch ist Philosoph, wenn er nachdenkt, was soll ich tun, wie soll ich handeln, wie soll ich erziehen, welche Partei soll ich wählen.

00:02:49: Das ist auch Nachdenken über Lebensfragen.

00:02:52: Also nachdenken, aber das heißt nicht nur nachdenken für sich alleine, mit sich alleine, sondern schon auch nachdenken, austauschen, kommunizieren.

00:03:04: Ja, das Gespräch?

00:03:05: Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:03:08: Bekannten Philosophen des alten Griechenland, das große Dreiergestirn, so gerade des Platon Aristoteles, die haben immer gesagt, man schreibt nicht im stillen Camerlein und lehrt nicht im stillen Camerlein, sondern am besten kommt man vorwärts durch den Dialog miteinander reden und da kommt man eher vorwärts, als wenn einer allein bestimmt, was Sache ist.

00:03:31: Das hat sich dann später geändert, es gab dann immer auch so... Philosophen, die gesagt haben, was ich sage, stimmt.

00:03:38: Aber das ist natürlich ein Irrweg.

00:03:40: Wer wirklich philosophisch denkt, der sagt, wir kommen miteinander eher vorwärts, wenn wir miteinander reden, aufeinander hinhören und vielleicht miteinander ein Stück vorwärts

00:03:52: kommen.

00:03:53: Dass es diesen Tag der Philosophie überhaupt gibt oder warum braucht es so einen, in Anführungszeichen auch Aktionstag, um mal so ein bisschen das Wesentliche wieder einem vor Augen zu führen?

00:04:06: Oder ist es genau das, dass man sagt, hey Leute, ihr seid zu sehr in eurem Tagestunnel drin, kommt mal wieder auf den Boden der Realität?

00:04:15: Ja, es gibt ja viele Gedenktage.

00:04:16: Heute feiern wir diesen Gedenktag im Welttag der Philosophie, weil man gesagt hat, Man muss dran denken, dass im Rahmen der Philosophie vieles gedacht worden ist, was dann später Wirklichkeit geworden ist.

00:04:30: Die Philosophie nennt man auch die graue Eminenz der Weltgeschichte.

00:04:34: Und viele Gedanken haben früher Philosophen bedacht, vorwärts gedacht, was dann später erst eingesetzt worden ist.

00:04:44: Denken wir an Begriffe wie soziale Gerechtigkeit.

00:04:48: Denken wir an Gleichberechtigung von Mann und Frau.

00:04:51: Denken wir an Freiheit von Leib-Eigenschaft.

00:04:54: Das sind Gedanken, die irgendwann mal Philosophen, er dacht, er Sonnen haben und gedacht haben, wie die Welt besser werden könnte und erst im Laufe der Zeit oft nach mühsamen Kämpfen hat sich dann in die Tat umgesetzt.

00:05:09: Denken wir an Freiheit des Geistes, gewissen Freiheit oder Freiheit der Meinung.

00:05:16: Religionsfreiheit.

00:05:17: Das sind alles Produkte, die auf dem Boden der Philosophie gewachsen sind und mühsam errungen worden sind.

00:05:24: Herr Dr.

00:05:25: Heidel, was hat Sie an der Philosophie geflasht?

00:05:29: War es eine Person?

00:05:30: War es eine Ansicht?

00:05:31: War es eine Denkweise?

00:05:33: Warum haben Sie Ihren Doktor in Philosophie gemacht?

00:05:36: War Ihr Papa damals begeistert, wo es geheißen hat?

00:05:40: Du, Dad, ich geh an die Uni, ich, ich studiere Philosophie,

00:05:44: botlose

00:05:44: Kunst.

00:05:46: Und es ist ja nicht irgendwie plötzlich Begeisterung für irgendein Fürstrufen.

00:05:50: Nein.

00:05:51: Welche Philosophie man entwickelt im Leben, es sind viel mit dem eigenen Leben zusammen.

00:05:56: Und im

00:05:56: eigenen Leben, ich bin in einem sehr kommunikativen Haushalt aufgewachsen.

00:06:01: Wir hatten eine Gaststätte und eine Metzgerei.

00:06:04: Und da wurde diskutiert, da wurde gerät, da wurde hart gearbeitet, da wurde in der Metzgerei geschlachtet, da wurde nachher gefeiert und gegessen.

00:06:12: Und eigentlich war es mir in die Wiege gelegt, dass ich da vielleicht einsteige, dass ich das mache.

00:06:18: So wie das oft der Fall ist.

00:06:20: Aber die Geschichte wollte es anders.

00:06:23: Mein Vater starb sehr früh.

00:06:25: Und dann war ich ... Auf dem Gymnasium damals bereits und dann habe ich natürlich die Auseinandersetzung mit dem Tod.

00:06:34: Ich war der älteste von vier Buben.

00:06:36: Da hat man sich Gedanken gemacht, warum ist das so?

00:06:40: Dann ein weiterer Grund dieses Nachdenken über den Tod und über das Leben.

00:06:47: Dann weiterhin das Nachdenken.

00:06:50: in unserer schönen Gegend.

00:06:51: Wir sind jetzt hier in Campton.

00:06:53: Und die ganze Gegend in Bayern, von Berchtesgaden bis nach Lindau, das ist einfach traumhaft schön.

00:06:58: Das erinnert mich an das alte Griechenland, wo die alten Griechen sagten, mein Gott, was ist das schön?

00:07:05: Der Kosmos wunderbar, den muss man erhalten, das muss man schätzen, das muss man lieben.

00:07:09: Das Wort Kosmetik kommt ja auch daher.

00:07:11: Ja, das muss man erhalten.

00:07:13: Ja, ja, ja.

00:07:14: Das Schöne.

00:07:16: Warum?

00:07:17: Empfinden wir das eine schön, das andere weniger schön?

00:07:20: Oder zum Beispiel, da sind die Schlösser, da sind die Burgen.

00:07:24: Da erhebt sich ja die Frage, warum ist da eine oben der andere unten?

00:07:28: Warum ist die Welt manchmal gerechter, manchmal ungerecht?

00:07:32: Was kann man tun, um sich gerechter menschlicher zu machen?

00:07:35: Solche Fragen aus dem Alltag führten mich natürlich dann schon dazu nachzudenken, als ich das Abitur dann hatte.

00:07:42: Aber der Umstand natürlich jetzt mit ihrem Vater, aber auch die weiterführende Schule, ist man da auch schon in Kontakt

00:07:49: mit Literatur

00:07:50: natürlich.

00:07:51: Auf dem Gymnasium ist Literatur der Deutsch natürlich ein großes

00:07:55: Thema.

00:07:55: Ich

00:07:56: war auf einem

00:07:56: humanistischen Gymnasium und da setzt man sich natürlich auch auseinander mit der Geschichte und Die Auseinandersetzung mit Geschichte, mit Kultur, mit schönen Landschaften und auch den Menschen darin, die die Landschaft prägen und umgekehrt, das war für mich schon von Anfang an sehr faszinierend.

00:08:19: Ich bin in dieser schönen Gegend mit Kimgau aufgewachsen.

00:08:22: Ich bin jetzt immer auch schön in Allgäu.

00:08:26: Im

00:08:26: sehr schönen Allgäu.

00:08:27: Ich sage auch immer wer zwischen Salzburg und Und Lindau leben darf, der kann sehr froh und sehr dankbar sein, stellt sich aber auch die Frage, was kann man tun, um das zu erhalten?

00:08:38: Das sind wir auch schon wieder bei einer philosophischen Frage.

00:08:41: Denn die drei großen philosophischen Fragen hat unser Emanuel Kant ausgedrückt.

00:08:46: Was können wir wissen?

00:08:47: Was sollen wir tun?

00:08:49: Was können wir hoffen?

00:08:50: Und was können wir tun?

00:08:51: Das bedeutet auch Verpflichtung, etwas zu tun, dass diese Menschheit ein bisschen friedlicher und humaner wird.

00:08:58: Aktueller denn je eigentlich diesen großen oder die drei Fragen schlechthin, die haben nie an Aktualität verloren.

00:09:07: Das sind je nach Jahrhundert, je nach äußere Umstände natürlich immer wieder aufgeploppt und jetzt im dritten Jahrtausend aktueller eigentlich denn je.

00:09:16: Ja und drum ist Philosophie nicht etwas was mit dem Alten Griechen aufgehörter, das ist ja heute auch jeder, der heute nachdenkt.

00:09:24: Wie erziehe ich mein Kind?

00:09:26: Was wähle ich?

00:09:28: Ist mir das Geld wichtiger?

00:09:29: Oder eine gute Beziehung.

00:09:31: All diese philosophischen Fragen oder diese Fragen des Alltags sind eigentlich philosophische Fragen, weil ich nachdenken muss und weil ich akzeptieren muss, dass ein anderer Mensch anders tickt, anders denkt.

00:09:42: Aber da ist wiederum gut, wenn man miteinander redet.

00:09:45: Und das haben wir von den alten Griechen gelernt.

00:09:47: Das Wort Dialog.

00:09:49: Miteinander reden.

00:09:51: Ah, sag du.

00:09:52: Ah, sag du.

00:09:52: Ach, interessant.

00:09:54: Aha, ich denke da auch so.

00:09:55: Nein, ich denke ein bisschen anders.

00:09:57: Im Dialog sich schätzen, sich achten und sich näher kommen und vielleicht, wenn es irgendwie geht, friedlich miteinander umgehen und auch Spannungen aushalten.

00:10:08: Das wäre die höhere Weihe der Philosophie.

00:10:11: Oder die Quintessenz aus dem Ganzen der Urschwung.

00:10:15: Das wäre schön.

00:10:15: Ja, genau.

00:10:16: Natürlich ging es vom

00:10:18: Chiemgau

00:10:19: raus auch über die Bayovarischen Grenzen in die weite Welt.

00:10:23: Was waren Ihre Stationen?

00:10:25: Nur kurz in der Aufzählung?

00:10:27: Ganz, ganz kurz.

00:10:28: Ja, ich habe in München studiert, komme aus dem Chiemgau, zwischen Chiemsee und Salzburg bin ich aufgewachsen, war dann in München, habe aber dann nach dem Studium auch gleich gearbeitet in Edinburg, der Hauptstadt Schottlands und der Schottensäne.

00:10:40: Wunderbares Volk, ich liebe Schottensäne und Edinburg.

00:10:44: Und dann kam ich ins Allgäu.

00:10:47: Und dann aber war ich noch mal ein paar Jahre weg in Montevideo.

00:10:52: Das ist in Südamerika und ich habe dort eine Professor gehabt für Pädagogische Psychologie.

00:10:57: Und das hat natürlich auch meinen Horizont sehr geweitet.

00:11:02: Was mir auch sehr wichtig ist, eben nicht übers Bücher wissen, sondern über einen wachen Geist.

00:11:08: Ich habe verschiedene Kontilente kennenlernen dürfen, habe Reisen gemacht.

00:11:13: Und ob das nun hier in Europa war oder ob das in China oder Indien war, Reisen bildet und weiter den Horizont.

00:11:23: Und so sehe ich gerne bin zwischen Berchtesgaden und Lindauer.

00:11:27: Wir haben sehr schön erraten, aber ich ticke eigentlich sehr kosmopolitisch und ich sage, es gibt so viele schöne wunderbare Reflecken auf dieser Welt.

00:11:36: Wir sind auch aufgerufen.

00:11:39: was daraus zu machen und diese Welt zu erhalten.

00:11:42: Darüber kann man mal philosophieren, hat ja eine andere Bedeutung.

00:11:46: Ja,

00:11:47: das verwendet man oft, wenn man ausdrücken will.

00:11:52: Da kann man viel drüber nachdenken, da kann man viel verschiedener Meinungen sein und man kommt nicht so leicht zum Ergebnis.

00:11:58: Dann sagt man im Alltag oft, da kann man lang drüber philosophieren.

00:12:02: Gibt es sonst noch irgendwie in Sachen Philosophie?

00:12:06: Philosoph, irgendwie ja so Redewendungen, die wir gar nicht mehr so auf der Pfanne

00:12:10: haben, dass

00:12:11: das irgendwie mit diesem Kontext zu tun hat.

00:12:14: Ich stehe hier auf dem Standpunkt, jeder Mensch ist Philosoph.

00:12:17: Jeder Mensch, jeder Mensch, weil jeder Mensch irgendwann mal vor Entscheidungen steht, auch im Alltag X mal vor Entscheidungen steht.

00:12:24: Wie soll ich mich verhalten?

00:12:25: Was soll ich tun?

00:12:26: Und dieses Nachdenken über Lebensfragen soll ich helfen soll ich nicht helfen?

00:12:30: soll ich so erziehen?

00:12:32: soll ich so wie sie auf diese Schule gehen oder auf die Kinder auf diese Schule auf jene?

00:12:38: soll ich diese Partei wählen oder jene.

00:12:41: Diese Lebensfragen, das ist immer auch nachdenken.

00:12:45: Das ist grundgelegt worden mit dem Namen Philosophie Nachdenken.

00:12:50: Und Philosophari sagten die Italiener und die Römer zum Nachdenken.

00:12:56: Und das griechische Wort heißt eben Nachdenk über wesentliche Fragen des Lebens.

00:13:01: Wie wichtig ist das heutzutage?

00:13:03: Oder müsste man da Kinder schon

00:13:06: früh

00:13:07: an die Art des Denkens oder überhaupt ans Denken heran führen, dieses eigenständige Denken sich selbst auch mal zu hinterfragen?

00:13:15: Ist es so ein Manko in der Jetzt-Gesellschaft?

00:13:19: Ja, es gibt ja da so Bewegungen, Philosophien mit Kindern.

00:13:22: Da brauche ich aber das Wort Philosophien gar nicht in den Mund nehmen.

00:13:26: Nachdenken.

00:13:27: Die Kinder zum Nachdenken bringen.

00:13:30: Erziehen zum mündigen Bürgern, die auch mal sagen, ich denke da anders.

00:13:36: Oder wie denkst du?

00:13:38: Ah, interessant.

00:13:39: Allein die Kinder zum mündigen, selbstständigen Individuum zu erziehen, das ist ja eigentlich schon Philosophie.

00:13:45: Da braucht das Wort Philosophie gar nicht in Mund nehmen.

00:13:48: Wenn einem das zu hoch klingt.

00:13:50: Ja, ja.

00:13:50: Das hört sich vielleicht für den ein oder anderen tatsächlich abstrakt an.

00:13:54: Klar, jetzt Kinder ein bisschen animieren, ein bisschen anstoßen.

00:13:57: Hey, setzt euch da mal selbst damit auseinander.

00:14:00: Bildung.

00:14:01: Das reicht ja schon, wenn Sie sagen, komm, red mal miteinander.

00:14:03: Da ist ja viel gewonnen.

00:14:05: Reden wir miteinander über dies oder jenes.

00:14:08: Über deine Hobbys.

00:14:09: Warum magst du die Musik?

00:14:10: Warum magst du dieses Buch?

00:14:12: Und warum dieses nicht, warum magst du diese Musik, warum diese nicht?

00:14:15: Reden wir miteinander, da ist es schon mal viel gewonnen.

00:14:17: Das ist ja auch Philosophie, dass man miteinander redet, anstatt immer nur wischt auf dem Handy.

00:14:23: Ja, genau.

00:14:23: Und miteinander

00:14:24: ins Gespräch kommen.

00:14:25: Das ist Philosophie.

00:14:26: Ja.

00:14:27: Ist das ein bisschen gerade so jetzt im dritten Jahrtausend ins Hintertreffen geraten?

00:14:33: Sie haben es ja selber schon so ein bisschen angesprochen.

00:14:35: Das Handy, Tablet, man wischt rechts, links.

00:14:38: Man redet eigentlich gar nicht mehr mit seinem Gegenüber,

00:14:41: mit

00:14:41: seinem Nebenmann.

00:14:42: Ja, das ist auch

00:14:42: durch die moderne sogenannten sozialen Medien.

00:14:45: Ist das Miteinanderreden ins Hintertreffen geraten?

00:14:49: Allerdings wird es ja auch wiederum entdeckt, dass dann was fehlt.

00:14:53: Nicht umsonst wird jetzt diskutiert, ob man sagt ja, Handy bitte schon erst ab dem und dem Leben ist ja all davon.

00:14:59: Das Miteinanderreden dürfen wir nicht verlernen.

00:15:03: Das muss bleiben als wichtige Auseinandersetzung mit dem Leben.

00:15:08: Man darf sich nicht über TikTok ernähren und über das Handy alleine.

00:15:13: Nein, man muss miteinander reden.

00:15:15: Das ist entscheidend.

00:15:16: Ich brauche das Wort Philosophie gar nicht verwähnen.

00:15:18: Miteinander im Gespräch bleiben, miteinander reden, miteinander

00:15:21: Spannungen,

00:15:22: die da sind auf der Welt, auch in der Nachbarschaft oder sonst irgendwo in der Partnerschaft.

00:15:29: miteinander reden und zur konstruktiven Lösung kommen, das ist das Entscheidende und Wichtige, was wir lernen müssen.

00:15:37: Ins Gespräch kommen, Meinungen sagen können, Meinungen akzeptieren können, sich austauschen.

00:15:45: Im Hauptesgespräch, das ist so die Base, ein bisschen Dr.

00:15:49: Weidel.

00:15:49: Heidel.

00:15:50: Sie haben gar nicht die buschigen Augenbrauen.

00:15:56: Mit dem kann man auch gut philosophieren.

00:15:58: Ja, es haben sich die drei alten Philosophen genannt.

00:16:00: Ich will aber gerne schon sagen, dass es ein hochaktuelles Thema ist.

00:16:04: Einer meiner wichtigsten Philosophen ist Albert Einstein, der als Mathematiker und Physiker bekannt geworden ist.

00:16:12: Aber er hat in seinen letzten Lebensjahren sehr viel philosophisches geschrieben.

00:16:18: Wie er seine Philosophie, seine Weltsicht, seine Sicht von Religion ausdrückt in einem sehr kosmopolitischen Sinne.

00:16:28: Und das sind für mich wichtige Sachen.

00:16:29: Oder, denken wir an den Harald Lesch, auch Astrophysiker und Philosoph, der heute auch sich hineinwagt in die politische Diskussion und auch immer mit diesem philosophischen Hintergrund.

00:16:44: Die Philosophie lebt heute bei uns unter uns.

00:16:47: Allein wenn wir uns Gedanken machen, wie sollen wir leben, wie sollen wir handeln, wie sollen wir Polizisten betreiben, was können wir tun, dass diese Welt vielleicht ein bisschen friedlicher und humaner wird.

00:16:57: Zur Philosophie, das haben wir ja vorhin so oft eher ein bisschen gesprochen.

00:17:01: Das ist eigentlich die Basis und Fundament für ganz viele Strömungen oder Bereiche, die sich dann herauskristallisiert haben.

00:17:09: Theologie, da haben wir beide ja auch schon ein bisschen das angerissen.

00:17:12: Die Mathematik, also diese unterschiedlichen dann vielleicht Astrophysik, das ist so ganz abstrakte Politik.

00:17:22: Ja, das ist richtig.

00:17:23: Die Quintessenz heute ist einfach mutig zu zu sein,

00:17:30: zu sprechen.

00:17:32: Das Hirn einschalten und dann den Mund öffnen, um das in Folge dann auch sinnvolle Buchstaben und Wörtersätze rauszukommen.

00:17:42: Gibt es einen der großen Philosophen, Sie haben ja schon zwei Namen auch aus der neueren Zeit angesprochen, den man unbedingt als Mensch gelesen haben muss oder sich mit dieser Fragestellung befassen sollte?

00:17:56: Ach ja, da habe ich natürlich so persönliche Vorliebe.

00:17:59: Mir habe vorher gerade den Einsteigen schon gearbeitet.

00:18:02: Die hochlesbaren

00:18:03: Schrift Cosmic Religion habe.

00:18:07: ich denke auch an den Albert Schweizer, der als Arzt und Nobelpreisträger so bekannt geworden ist und ein Christentum der Offenheit und ohne Dogmatik gepredigt hat.

00:18:18: Also Albert Schweizer als Denker, Philosoph, Theologe, Mediziner, das sind schon großartige Personen.

00:18:26: und den Albert Einstein, die sich ja auch gegenseitig sehr geschätzt haben.

00:18:30: Ja, und heute gehen die Meinungen auseinander, der eine mag den Harald Lesch lieber, und der andere den Slotterteig und so weiter, oder den Wilhelm Schmidt.

00:18:41: Bekannter Philosoph, ein gut lesbarer Philosoph der heutigen Zeit, der mit einfachen Klaren Worten auch gute Botschaften übermittelt.

00:18:51: Müsste Philosophie ein Schulfach sein oder werden?

00:18:54: Oder wäre das jetzt zu weit gegriffen?

00:18:57: Nein, Philosophie ist ja auch teilweise schon ein Schulfach.

00:19:02: Es soll nachgedacht werden.

00:19:04: Heißt heute meistens Region, Ethik, Lebensfragen.

00:19:10: Und das ist eigentlich Philosophie.

00:19:14: Auch wenn Sie heute Religion geben, hinter der Religion steht ja immer auch eine Philosophie.

00:19:20: Ja, Religion und Philosophie, die gehören ganz eng zusammen und es gibt weitherzige Philosophen und engerzige Philosophen und es gibt weitherzige Theologen und es gibt engerzige ideologisierten Theologen.

00:19:34: Es kommt immer darauf an, welcher Menschentyp man ist und so entwickelt man eine entsprechende Weltanschauung oder Philosophie oder auch Theologie.

00:19:42: Dann wünschen wir allen da draußen heute, speziell vielleicht an diesem zwanzigsten November am Tag der Philosophie, einfach vielleicht heute noch ein bisschen

00:19:51: mehr

00:19:52: ins Gespräch mit dem Nachbarn innerhalb der Familie

00:19:55: zu kommen.

00:19:55: Nicht verkehrt, gut gesagt.

00:19:57: Dankeschön.

00:19:58: Gesund und vital durch den Tag.

00:20:00: Der Allgeuchtet-Kaffee-Clutch wurde euch präsentiert von der Bahnhofapotheke und dem Naturkostladen.

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