Zu Gast beim Kaffeeklatsch: Eisenbergs Bürgermeister Manfred Kössel im Gespräch
Shownotes
In unserer neuen Folge des Kaffeeklatsch-Podcasts durften wir einen ganz besonderen Gast begrüßen: Manfred Kössel, den Bürgermeister von Eisenberg.
Bei einer Tasse Kaffee sprach er mit uns über das Leben in unserer Stadt, aktuelle Projekte im Rathaus und seine ganz persönlichen Eindrücke aus dem Bürgermeisteralltag.
Wir haben über Herausforderungen, Chancen und natürlich auch über die kleinen Momente gesprochen, die das Amt so besonders machen.
Ein offenes, herzliches Gespräch über Engagement, Gemeinschaft und die Zukunft Eisenbergs – direkt aus dem Herzen unserer Region.
Also: Kaffee aufbrühen, zurücklehnen und reinhören – es lohnt sich! ☕🎙️
Transkript anzeigen
00:00:02: Gesund und vital durch
00:00:02: den Tag.
00:00:03: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch
00:00:05: wird präsentiert von der Bahnhof-Apotheke Kempten
00:00:08: und
00:00:08: Purnatur, weil Gesundheit bei der
00:00:11: Ernährung beginnt.
00:00:12: Heute ist Manfred Köstl meinen Gast, Bürgermeister von Eisenberg.
00:00:16: Schön, dass Sie den Weg zu uns nach Kempten gefunden haben.
00:00:19: Herzlich willkommen.
00:00:20: Ja, schönen guten Morgen.
00:00:22: Ich sehe, Sie sind jetzt nicht unbedingt Kaffee-Trinker, aus Prinzip nicht, oder ... Hatten Sie Ihre Kaffeedose heute schon?
00:00:30: Na, ich trinke überwiegend grüne Tee in der Früh.
00:00:33: Und mit Kaffee muss ich aufpassen, der putzt mich so auf, dass ich dann einfach nachts den Tiefschlaf nicht finde.
00:00:39: Und ja, das kann ich einfach einstellen und regulieren, mal eine halbe Tasse oder ein bisschen was.
00:00:43: Und ja, je nachdem, was der Körper
00:00:45: braucht.
00:00:46: Was bedeutet Heimat für Sie?
00:00:48: Heimat?
00:00:49: Ja, da bin ich aufgewachsen, da bin ich zu Hause.
00:00:52: Da fühle ich mich wohl.
00:00:53: Da kenne ich die Menschen rundherum.
00:00:55: Ich kenne mich und das ist ein Heimat für mich.
00:00:59: Und Sie sind quasi in Ihrer Heimat, fast in Ihrem Heimatort, auch inzwischen oder schon seit zwölf Jahren.
00:01:06: die erste Nase im Ort, also der Bürgermeister, wenn ich das mal so salopp sagen darf.
00:01:12: Ja, es war einfach so, ich war schon vor einmal zwölf Jahre im Gemeinderat, dann habe ich eine Periode Pause gemacht, war mal zu Hause, Hausbau war auch angestanden.
00:01:24: So ein Fremdlehre-Macher müssen dürfen für die Landwirtschaft.
00:01:29: Wir haben ein landwirtschaftlichem Betrieb und der muss ja auch weiterlaufen.
00:01:32: Ich habe ja eine Periode Pause gemacht.
00:01:35: Ja, und dann ging das wieder los.
00:01:36: Dann war ja schon nicht mehr der Jüngste und dann ist man mich herangetreten, Mensch, du musst das machen.
00:01:43: Dann haben wir das gut überlegt.
00:01:45: Mit einer Sechzig Jahren.
00:01:46: dann bin ich eingestiegen und habe gesagt, okay, Denn Kommunalpolitik hat mich immer interessiert und war da immer voll mit dabei.
00:01:56: Dann habe ich ja gesagt, dann bin ich gewählt worden.
00:01:59: Da haben sie ja gesagt und jetzt ist es dutzend voll.
00:02:02: Ja, die Monate werden wir noch rumbringen.
00:02:05: Der dreistigste Viertel ist Ende.
00:02:07: Ja, und dann beginnt für mich wieder eine andere Zeit, denn es ist einfach auch sehr anspruchsvoll von der Zeit her.
00:02:14: Der bleibt einfach selber weniger Zeit und ich möchte mich dann auch wieder ein bisschen mehr Um andere Sachen kümmern.
00:02:20: wir zu Hause auf dem Hof vom Junior und da wieder ein bisschen mehr mitmachen und natürlich Radfahren und einfach die allgeue Heimat noch besser kennenlernen, wo einfach die letzten Jahre die Zeit gefehlt hat.
00:02:35: Das macht sie noch einiges nachholen.
00:02:37: Also da sind sie noch im Nachholen in Sachen hobby schönes Wetter ausnutzen und so weiter.
00:02:43: Es haben es schon gesagt daheim, das Interesse oder bei ihnen, wahrscheinlich auch innerhalb der Familie, so dieses lokalpolitische Interesse war immer da.
00:02:53: Sie waren dann lang im Gemeinderat, aber so als kleiner Buhr.
00:02:55: Jetzt sind sie in der Landwirtschaft auf.
00:02:57: Gwachsen hat es doch nicht, Kaisen Manfred, so übernimmt schon mal den.
00:03:02: Ja, so ungefähr war das.
00:03:04: irgendwo weiterhin in der Welt.
00:03:06: und ja, einfach Schule noch was anderes machen und so weiter, aber es war einfach die Vorgabe und du bist damals einfach nicht ausgekommen, die Landwirtschaft war.
00:03:16: Und das hat einfach, oh, es ist auch mein Leben, die Landwirtschaft.
00:03:19: Das hat mich immer interessiert und war noch voll mit dabei, aber neben der Landwirtschaft gehört einfach noch was anderes dazu.
00:03:26: Und das hat damit auch ein bisschen mehr oder weniger noch.
00:03:31: Das war der allererste Berufswunsch von ihnen, sofern man sich da nur so als drei, vier, fünf Jahre zurückerinnern kann.
00:03:39: Das ist ja doch immer ganz unterschiedlich, ganz knuffig auch.
00:03:42: Ja gut, ich bin da in Zeltern aufgewachsen und da bin ich mit fünf Jahren hergekommen, zum einen mit Anklantanten.
00:03:48: Und es war dann immer wieder so, dass ich einfach irgendwo Fährt raus aus dieser Welt.
00:03:54: Einfach
00:03:55: nicht
00:03:55: mit einem speziellen Wunsch, sondern irgendwo noch mehr Schule machen und einfach raus aus diesem Nest.
00:04:04: Das ist ja witzig.
00:04:05: Gibt es eigentlich ein Lieblingsallgäuerwort im Dialekt?
00:04:09: Sie haben ja einen Ostergäuer Dialekt.
00:04:12: Der ist richtig schön.
00:04:14: Ich habe eigentlich, wenn man mich jetzt so ein Talk fragen wird, das ist gemein von mir, ich frag sie und habe selber gar kein Lieblingsallgäuerwort.
00:04:20: Doch das Christi Vierti finde ich eigentlich an sich schon schön.
00:04:23: Die Verabschiedung und die Begrüßung von jemandem.
00:04:26: Ja, das ist immer wieder schön und spannend.
00:04:29: Und ein Lieblingswort, was ich hau, dass ich früher eigentlich gar nicht verstanden habe, von der Nachbargemeinde für die Fronten, eine Bulle deren.
00:04:38: Ich habe nicht gewusst, was eine Bulle deren ist.
00:04:41: Fünf Kilometer nebenan und du weißt nicht einmal, was das ist.
00:04:44: Ich weiss es auch, ich weiss es tatsächlich von bei der Oma, weil Oma kommt oder kam aus dem Unterallgäu aus Magdrettenbach und Tieren ist auch dann gesagt, Bollardärer.
00:04:52: Ja, das war in Zell nie bekannt, Bollardärer.
00:04:55: Witzig.
00:04:56: Und du vormal stellst
00:04:57: du da,
00:04:58: was ist das?
00:04:58: Was ist
00:04:58: schon Bollardärer?
00:04:59: Aber jetzt wissen wir es ja beide.
00:05:02: Der Dachboden.
00:05:04: Sie sind nicht nur Bürgermeister von Eisenberg, sondern auch Burgherr.
00:05:09: Zumindest von einer Burg.
00:05:11: Ja, da sind wir ganz, ganz schön stolz drauf.
00:05:16: Die Burggrüne Eisenberg gehört der Gemeinde Eisenberg und die Hohenfreiberg.
00:05:23: Also wenn man aufschaut von Süden, die Linke, die gehört noch im Herrenbaron von Freiburg.
00:05:28: Und mit dem haben wir ein super gutes Verhältnis.
00:05:32: Die Gemeinde ist auch für die Hohenfreiberg verantwortlich, für die Sicherung, für die Sicherheit und für die Pflege und so weiter.
00:05:38: Da sind wir immer wieder voll mit dabei.
00:05:41: Ja, und der Herr Baron-Anst von Freiburg ist ein ganz interessanter Mann, hat eine sehr, sehr nette Frau und Familie und der war schon öfter bei uns da, wenn wir Mittelalter-Spektakel gehabt haben, hat er uns besucht.
00:05:54: Ja, und da waren die Buben noch ganz klein, dran war fast noch Baby und dann ist es nach dem mit Schiessen losgegangen, war nicht vorbereitet, dann hat das Kind natürlich wieder einen Schock gekriegt, aber trotz allem, das ist ein wunderbares Verhältnis mit ihm.
00:06:11: Ja, da sind wir sehr, sehr froh, dass wir da auch Unterstützung haben.
00:06:14: Das ist eine riesen Aufgabe, dann zwei Ruinen zu pflegen, erhalten.
00:06:18: und ja, da haben wir natürlich einen super Bulgenverein mit dem Boot.
00:06:22: Ja, alleine ist das, das muss man auf mehreren Schultern verteilen, so.
00:06:26: Ja,
00:06:27: ja, das kann der Bauhof nicht alles einfach mitmachen, das geht nicht.
00:06:30: Dann brauchen wir andere Helfer.
00:06:33: Ja, und da haben wir jetzt sogar noch Patenschaften mit der Bundeswehr.
00:06:36: Mit der Aufklärungskompanie, der war mir jetzt im Mai, mit der Säuberung.
00:06:42: Da war so eine Säuberung und zurückschneideaktion, so ein bisschen die Entbuschungsaktion.
00:06:47: Ja,
00:06:48: und das ist ganz wichtig und da haben die uns wieder super einen Tag unterstützt und dann sieht man wieder, wie das aussieht, wenn das gepflegt ist.
00:06:57: Ganz ganz toll.
00:06:59: Wie oft waren Sie denn bei diesen Burgen oder bei der Burg Eisenberg oder Burg Ruine?
00:07:05: Wie oft waren Sie da schon oben?
00:07:06: Können Sie das überhaupt noch?
00:07:07: Das war ein Hundertmal langtwahrscheinlichkeit, gell?
00:07:10: Nein,
00:07:10: nein, das kann man nicht mehr erzählen.
00:07:12: Nein, weil da kehrt man einfach zwischendurch einmal rauf, wenn das Wetter gerade passt oder wenn man irgendwann mal ausspannen will, muss man einfach einmal rauf und das Ganze wieder anschauen.
00:07:19: Ja, wir kommen ja dann noch rauf.
00:07:21: Da gibt es ja auch Spendentöpfe oben
00:07:23: auf der Burge.
00:07:23: Ja, dass das
00:07:24: auch auf der Freiburg, den betreue ich, da habe ich auch schon das Geld mal abgeholt abends an einem schönen Abend, Sommerabend.
00:07:32: Darf man bei Etlaut sagen, dass da jemand auflaut?
00:07:35: Ja, ja.
00:07:37: Und dann habe ich da meine Arbeit verrichtet und den Topf gelehrt.
00:07:42: Und dann habe ich schon gesehen, dass oben auf der Mauer ist ein Mann gestanden und ja, haben wir gar nichts denken.
00:07:47: Dann bin ich wieder weiter, bin aufs Fahrrad gestiegen und runtergefahren.
00:07:51: Und bevor ich daheim war, ist Polizei auf dem Weg gewesen.
00:07:56: Der hat sofort ein Video gemacht und hat es an die Polizei
00:07:59: geschickt.
00:08:00: Er war Amerikaner und dann ist es losgegangen.
00:08:04: Dann war sofort einer zivilpolitischen Zist in der Nähe und der war dann schon auf Schlossparkalmer aufgefahren und hat der Wirt getroffen.
00:08:13: Der hat ihm das Foto gezeigt.
00:08:15: Der Bürgermeister hat den Opferstock geräumt.
00:08:20: So schnell hat man einen anderen Stempel an sich.
00:08:24: Auf der anderen Seite, super aufmerksam, würde man wahrscheinlich selber auch machen, wenn man irgendwie so eine Situation sieht und denkt lieber einmal zu viel.
00:08:33: Polizei anrufen.
00:08:35: Und das hat sich ja dann Gott sei Dank in Wohlgefallen aufklärt.
00:08:38: Aber nette Anekdote zur, ja, als Volker von der Volkruine Eisenberg.
00:08:45: Es haben es das Fahrrad schon angesprochen, ist so Fahrradfahrener raus in die Natur, Aua Bitzeles, so wo sie sagen, ah, da kann ich ganz gut abschalten.
00:08:52: Tolles Panorama vor mir.
00:08:55: Ja, das ist für mich zwischendurch ganz, ganz wichtig, wenn ich mal wirklich wieder am Boden bin irgendwo aufs Fahrrad rauf und dann bist du wieder ein anderer Mensch.
00:09:03: Ich bin über zehn Jahre mit einem normalen E-Bike gefahren und da bin ich auch die Berge gut drauf gefahren.
00:09:09: Aber man wird noch nicht jünger und dann auch ein E-Bike angeschafft.
00:09:13: Und ja, das ist einfach toll, wenn du mal breiter Berglauf fahren kannst.
00:09:17: und ja, das ist einfach Leben für mich.
00:09:20: Ja, E-Bike, ich bin ja tatsächlich nie oft so ein E-Bike guckt.
00:09:24: Man kann es geil vorstellen.
00:09:25: Aber das ist, ich kenne ganz viele, die eins haben und sagen, Das ist ein entspannteres Fahren.
00:09:30: Natürlich auch einmal, wenn eine bissere Ersteigung kommt, das entlastet.
00:09:34: Aber ich bin viel öfter draußen in der Natur und genieße auch die frische Allgäuer Luft, als wenn ich in der Sonne halt strampel und strampel und strampel.
00:09:42: Ja, und du kommst halt auch schon ein weiterer Umkreis.
00:09:45: Da kommst du weiterer Sachen, wo ich sonst noch nie hinkomme, wie in Hindereien irgendwo, in einem Tal, ins Lechthal rein, ein Stück alter Gleichpassfahrer.
00:09:53: Ja, das habe ich vorher auch zu wenig gemacht.
00:09:56: Du kommst einfach weiter, das ist einfach toll.
00:09:58: Bürgermeister von Eisenberg, seines Zeichens auch Burgherr, Sie haben uns schon ein bisschen mitgenommen, auf die Burgroine Eisenberg.
00:10:07: Wie groß ist denn Ihr Reich, Herr Küssel?
00:10:13: Ja gut, da können die größeren Ortschaften dazu, zwei Eisenberg, Speiden und dann natürlich die Weiler draußen und natürlich Einöden.
00:10:23: Wir sind so bei sechzehn Ortsteilen insgesamt.
00:10:26: Und mit twelvehundert Einwohnern sind wir da ganz gut bestückt.
00:10:30: Da sollt ihr ganz gut aufgestellt, so einen richtigen
00:10:32: Ur-Eisenberger
00:10:34: gibt es eigentlich fast gar nicht, weil jeder geht natürlich noch füßen da ins Krankenhaus.
00:10:39: Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel, gell?
00:10:43: Ja, und mein Enkel ist in Zell bei uns im Haus geboren.
00:10:49: Der Juni hat sich im Dachboden aber eine schöne Wohnung eingerichtet im neuen Haus damals.
00:10:55: Ja, und mit seiner Frau da gewohnt und ja, dann war die Geburt angestanden und das ist so schnell gelaufen, dass er in der Wohnung in Zell geboren wurde.
00:11:05: Der Sohn ist runtergekommen, er hat so mutig gesagt, du, da kommt jetzt dann der Sanka schnell.
00:11:11: Und ja, dann ist der Sanka hergefahren und dann sind die Sanitäter gekommen.
00:11:17: Und die waren dann auch so überrascht und so, haben sich so gefreut, haben gleich gefragt, ob sie ein Foto machen dürfen.
00:11:25: Und ja, es war wunderbar und somit steht im Pass drinnen, Geburtsort Zell.
00:11:32: Nächstes Jahr geht es dann ab in den wohlverdienten Rohestand.
00:11:36: mehr Zeit für Freizeit, für Familie, für Enkelkinder auch.
00:11:39: Noch sind sie ja in den heiligen Hallen des Rathauses in Eisenberg.
00:11:44: Und Sie haben da einen ganz privilegierten Blick auch aus Ihrem Amtszimmer.
00:11:49: Ja, der schönste Blick ist noch Schloss Neuschwanstein.
00:11:54: Der ist von uns aus sehr, sehr gut zu sehen und mir fällt da einfach nur die Hängematte, wo man sich reihängen kann und Schloss Neuschwanstein aus der Pfanne anschauen.
00:12:04: Da ist man ja fast ein bisschen abgelenkt.
00:12:07: von den Amtsgeschäften, oder?
00:12:09: Ja, hier lassen den Blick nicht immer zu.
00:12:12: Da haben wir was anderes zu tun.
00:12:14: Aber da haben Sie ja schon die unterschiedlichsten wahrscheinlich Lichtverhältnisse mitbekommen.
00:12:20: Oder auch wenn der Nebel dann so aufsteigt zu dieses mystische Schloss Neuschwanstein.
00:12:25: In jeglichen Nuancen haben Sie Schloss Neuschwanstein schon gesehen.
00:12:29: Das ist ja auch irre.
00:12:30: Ja klar, Eisenberg liegt ein bisschen höher wie Neuschwanstein und da sieht man dann der Nebel, wenn der da drinnen hängt.
00:12:35: Wir schauen über der Nebel und dann sieht Neuschwanstein nicht und dann zieht er sich zurück und dann ist Neuschwanstein auch wieder im Blick.
00:12:44: Ist das auch so, dass sie manchmal einfach besucht werden?
00:12:46: Ach, Herr Köstl, könnt ihr mal schnell vorbeikommen bei Ihnen?
00:12:50: Plus, dass Epper das Schloss nach Schwanzscheiß sieht.
00:12:54: Das ist noch nicht passiert.
00:12:57: Die zum uns reinkommen, die haben andere Fragen und Sorgen oder auch freudige Nachrichten.
00:13:03: Aber wenn ihr seht, wer das gehört hat und denkt sich, ich könnte meinen Bürgermeister besuchen und sie hätten Zeit, vorausgesetzt, sie hätten Zeit, dann würden sie ihm oder ihr diesen Blick gewähren.
00:13:18: Ja klar, da kann man schon durchschauen.
00:13:21: Jetzt haben wir ja vorhin auch schon mitbekommen, das hört sich ja auch richtig schön an.
00:13:26: Nicht jeder Bürgermeister ist gleichzeitig auch Burgherr.
00:13:29: Sie können sich auch als Burgherr bezeichnen.
00:13:33: Sie haben auch das Mittelalter-Spektakel ja schon angesprochen.
00:13:36: Das ist auch, was für den Ort angeht.
00:13:39: So ein bisschen ein Alleinstellungsmerkmal kann ja auch nicht jeder Ort liefern.
00:13:44: So ein Mittelalter-Spektakel.
00:13:47: Ja, das war einfach so.
00:13:48: Wir haben ja die Burgen da gehabt, die haben wir saniert und dann, ja, was machen wir da oben?
00:13:54: Und dann haben wir das ganz im kleinen Raum abgefangen und jedes Jahr hat sich das gesteigert.
00:13:59: Man hat wieder investiert und somit sind wir jetzt auf eine ganz schöne Größe gekommen.
00:14:03: Jetzt hat man es eben nur an einem Tag gemacht und ja, die Arbeit hast die gleiche.
00:14:08: Ja,
00:14:08: das ist richtig, der Aufbau und Abbau.
00:14:12: Und somit sind wir dann immer auf die zwei Tage gekommen.
00:14:15: Ja, und das ist ein Riesenhit immer, was wir da oben machen und Besucher von überall her.
00:14:21: Ja, das
00:14:21: glaube ich.
00:14:22: Und ja, wenn das Wetter halbwegs passt, das ist einfach toll.
00:14:25: Wenn man die Kinder, die strahlt den Augen dann sieht, was Kinderprogrammort macht, wird speziell für die Kinder.
00:14:32: Und ja, das ist einfach wahnsinnig viel los.
00:14:35: Und das ist natürlich ein Riesenakt, das wir alle haben.
00:14:38: und dann neuer fast an die... Neunzighundert Helfer gewesen, was alles mit dabei ist, Feuerwehr und alles.
00:14:46: Riesenaktion und ja, aber einfach so weit eine tolle Geschichte.
00:14:50: Und danach ist einfach so, man hat die Burgen wieder sauber gemacht, man hat sie gepflegt.
00:14:55: Und das ist auch das Wesentliche, dass wir die so erhalten.
00:15:00: Dass man die auch an die nächsten Generationen einfach so weitergeben kann.
00:15:04: Jetzt die Rolle rückwärts, geschichtliche Natur.
00:15:07: Natürlich dieses Spektakel, da gibt es Feuerspeyer, da riecht es nach frischen Bratwurschen.
00:15:14: Und wie tauchen Sie da auf?
00:15:16: Sind Sie Ritter Manfredus?
00:15:19: Kösilarius?
00:15:20: Nein.
00:15:24: Ich
00:15:24: bin der Burg, der weiterarbeitet ist.
00:15:29: Ordinieren, da einspringen, das noch organisieren, helfen oder da noch was, wenn was fehlt, noch holen und so weiter.
00:15:37: Schau, dass der Laden einfach läuft.
00:15:38: Ich bin da ein ganz normales, einfaches Arbeitergewand aus dieser Zeit.
00:15:46: Das reicht für mich voll.
00:15:48: Ich bin nicht der große Ritter.
00:15:50: Das überlasse ich den anderen.
00:15:52: Also quasi vom Burgherr zum Knecht, darf ich das zu sagen?
00:15:55: Ja, ganz klar.
00:15:57: Nur mit Knechten kann man sowas machen.
00:16:02: Seit wieviel Jahren gibt es dieses Mittelalter-Spektakel?
00:16:04: Wir haben es im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im
00:16:07: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr
00:16:11: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Im August.
00:16:22: und der Termin ist immer fix.
00:16:24: und ja, so ist das bekannt und jetzt haben wir einen riesen Markt mit dabei, das rührt sich einfach was.
00:16:30: Herr Köstl, Sie haben mich da schon richtig neugierig gemacht, nicht nur wegen dieses tollen Blickes aus Ihrem Zimmer, Zusammenhalt.
00:16:38: Es ist was, was der Ort seit Jahren nicht nur sagt und sich irgendwo vielleicht auch auf die Fahnen geschrieben hat, sondern
00:16:46: lebt.
00:16:47: Ehrenamt ist ein großes Thema bei Ihnen.
00:16:50: und Was das Schöne ist, das funktioniert seit Jahren und irgendwo ist jeder mit dabei.
00:16:56: Ja, da ist die Idee entstanden, dass man einfach was aufstellt, aber das nicht über einen Verein macht, sondern einfach frei weg zusammen die Menschen.
00:17:07: Und ja, irgendwo muss dann doch jemand, wenn es finanzielle Sachen gibt, Sorgen gibt, Probleme dahinterstehen.
00:17:14: Und somit läuft das Ganze unter dem Hut der Gemeinde, so haben wir das aufgebaut.
00:17:19: Alles freiwillige Helfer.
00:17:21: Und da kann sich jeder, der bedarf hat.
00:17:23: Man hat ein Handy, eine Notfallnummer oder eine Nummer, wo jeder Anrufer kann, der irgendein Bedürfnis hat, wo man ihm helfen soll.
00:17:31: Das kann sein, einmal im Garten helfen.
00:17:34: Das kann einmal ein Fahrt zum Arzt sein.
00:17:37: Und sonstiges, einfach oder am PC-Hilfe irgendwo, wenn einer sagt, Mensch, ich könnte irgendwas brauchen.
00:17:44: Das Ganze läuft kostenlos, es wird nichts verrechnet, nichts verlangt.
00:17:49: Und dafür gibt es dann auch wieder Spenden dazu.
00:17:51: Und das Ganze läuft über die Gemeinde kontröhmäßig.
00:17:55: Und ja, wenn man wieder Ausgaben hat, genauso.
00:17:58: Und das ist ja eine ganz, ganz tolle Sache.
00:18:01: Die Leute bringen sich da ein.
00:18:02: Das ist ein Halferkreis mit an die zwanzig Leute.
00:18:06: Und das funktioniert sehr, sehr gut über die Jahre schon.
00:18:11: Ja, einfach toll.
00:18:13: Das ist wirklich toll, da schicken wir einfach auch einmal ein herzliches Dankeschön an die vielen Ehrenamtlichen, an die vielen Helfer, die da mit dabei sind.
00:18:22: Und Sie haben es ja gerade schon ein bisschen angesprochen.
00:18:23: Das kann ja mal sein, wenn ich jetzt nur vor dem Winter einmal rasen mähe, bis sie umkraut jeden.
00:18:28: Das sind so ganz die Dinge, die einem halt im Alltag immer wieder mal entgegen kommen, mal mit jemand vielleicht auch.
00:18:36: Kaffee trinken, einfach ein Ratsch an der Küchenbank auch machen.
00:18:40: Genau, einfach die Leute dann mal besuchen, wenn er
00:18:43: einen Bestbelöfnis
00:18:44: hat, was vorlesen oder so je nachdem.
00:18:47: Also ja, es gibt ja viele Situationen, wo die Leute einfach sich selber auch nicht mehr helfen können, einfach zwischendurch ein bisschen Hilfe brauchen.
00:18:55: Und dort kann man anrufen und das ist immer besetzt.
00:18:59: Träglich, ja, super Sache.
00:19:01: Das Ganze nennt sich mehr?
00:19:03: Mehr helft zämert.
00:19:04: Mir helft zämert.
00:19:06: Das ist schön, wenn man so auf den nächsten Auerbesser leachtet.
00:19:08: In dieser schnelllebigen Zeit geht es oftmals ein bisschen verloren und das Gute und so weiter liegt ja eigentlich wirklich über der Gartengrenze.
00:19:16: Ein kleiner Plausch.
00:19:17: Was gab es damals?
00:19:19: einen Anlass oder einen Schlüsselerlebnis, wo man gesagt hat, hey, Leute, wir müssen eine Bisselle aufeinanderschauen.
00:19:24: Der eine wohnt vielleicht ein wenig außerhalb vom Ort.
00:19:26: Die Gemarktung ist relativ groß.
00:19:28: Lass uns doch mal gucken.
00:19:29: Oder den habe ich schon länger nicht mehr gesehen.
00:19:31: Ist das wahrscheinlich so aus unterschiedlichen Gedanken raus entstanden?
00:19:35: Ja, das ist der Dr.
00:19:36: Markus Brenner.
00:19:37: Dem ist die Idee da mitgekommen, weil der doch vom Krankenhaus sehr viel mitbekommen hat, wie die Menschen dann wieder nach Hause müssen.
00:19:45: können nicht fahren oder dies oder jenes und von daher hat er den Vorschlag so gemacht und das ist einfach sofort voll angenommen worden.
00:19:53: Das ist eine coole Geschichte, finde ich super toll, wer da Interesse hat oder sich vielleicht neu mit einbringen möchte, jederzeit kann er bei Ihnen dann am Bürozimmer klopfen.
00:20:05: Nein, da gibt es eine Sekretärin.
00:20:07: Sehr gerne.
00:20:08: Gab es in Ihrer zwölfjährigen Amtszeit irgendwie auch mal ein Moment, wo Sie gesagt haben, Das ist so schön, dass Sie das jetzt als Bürgermeister haben, entweder deichseln können oder das ist einfach eine schöne Erinnerung an meine Zeit, an meinen Lebensabschnitt, da im Rathaus.
00:20:26: Ja gut, das ist natürlich immer wieder mal sehr schön, weil man wieder ein Projekt fertig
00:20:31: gebracht hat.
00:20:32: Abschlossen hat.
00:20:33: Ja, und ich habe damals angefangen und gleich in der zweiten Woche ist ein Mann vorbeikommen.
00:20:39: Mensch, könntest du dir vorstellen, dass man auf dieser Wiese Baugebietle machen können.
00:20:45: Wenn wir die Zufahrt da reinkriegen und das andere vielleicht nur dazu.
00:20:51: Und somit ist es dann über schnellstem Weg des ganzen Entstandes.
00:20:55: Und so sind da wieder ein kleines Baugebietle mit acht Bauplätzen standen.
00:20:59: Und sowas freut dann auch riesig.
00:21:01: Das glaube ich, vor allem gerade Bauplatz, wenn wir in den Jahr im Jahr haben, das ist erschierend nicht mehr möglich, aber das ist ein wenig ein Augenmerk, was Sie als Gemeinde auch gesagt haben.
00:21:12: Bauplatz, Wohnplatz, wir dürfen uns auch gut und gerne nur ein bisschen vergrößern.
00:21:16: Ja, es ist einfach der Bedarf da insgesamt mit Wohnungen und wir haben jetzt schon lange rumgezogen, dass wir wieder ein Baugebiet hinkriegen und da sind wir jetzt schon in der Endzüge, dass wir das auch wieder schaffen.
00:21:28: Und da gibt es wieder natürlich Arbeit für die Nachfolger, ganz klar, aber das gehört dazu, dass man sich wieder ein bisschen weiterentwickelt.
00:21:36: Wir haben auch den Pfarrhof in Zell erwerben können als Gemeinde und da haben wir jetzt einen Architekten-Wettbewerb gemacht, der war jetzt letzte Woche schon über die Bühne gegangen, mit super Ideen.
00:21:48: Da haben es zwanzig Architekten ihre Ideen vorgestellt und aufs Papier gebracht und aufs Modell.
00:21:55: Und da sind wir auch dran, dass wir das weiterentwickeln, den alten Fahrhof nur leer stehen lassen.
00:22:00: Das ist fast Schad ums Gemäuer, gell?
00:22:02: Das
00:22:03: ist ewig Schad.
00:22:03: Und jetzt wird der saniert und wir können auch nebendran noch zwei neue Gebäude hinstellen, so dass wir da auch wieder Wohnungen, sozialverträgliche Wohnungen bekommen.
00:22:13: Ich sage danke für Ihren Besuch.
00:22:15: Alles Gute noch auf der Zielgeraden Ihrer Amtszeit.
00:22:18: Manfred Küssel, schön, dass Sie da waren.
00:22:20: Ja, sehr schön, sehr gerne.
00:22:21: Ich habe mich gefreut.
00:22:22: Alles Gute, danke.
00:22:24: Gesund und vital durch den Tag.
00:22:27: Der Allgeuchtet-Kaffee-Clutch wurde euch präsentiert von der Bahnhofapotheke und dem
00:22:35: Naturkostladen.
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