Zwischen Tradition und Leidenschaft - der Unterallgäuer Kreisheimatpfleger Philipp Korda
Shownotes
Im neuen AllgäuHIT-Kaffeeklatsch spricht Philipp Korda, der neue Kreisheimatpfleger des Landkreises Unterallgäu, über seine spannende Aufgabe, Tradition lebendig zu halten und Heimatgeschichte in die Zukunft zu tragen.
Der 46-Jährige kümmert sich künftig um Themen wie Brauchtum, Trachten, Volkstanz, Mundart, Laienspiel und Wappen – und betreut außerdem die Bibliothek der Kreisheimatpflege. Im Gespräch erzählt er, warum Heimat für ihn weit mehr bedeutet als nur Vergangenheit, welche Werte er bewahren möchte und wie sich altes Wissen mit modernen Ideen verbinden lässt.
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00:00:01: Gesund
00:00:02: und vital durch den Tag.
00:00:03: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch wird präsentiert von der Bahnhof-Apotheke Kempten und Purnatur, weil Gesundheit
00:00:10: bei der Ernährung beginnt.
00:00:13: Heute tauchen wir ein in die Vergangenheit, machen Kurzstationen in der Gegenwart und blicken aber auch in die Zukunft gemeinsam mit Philipp Korder.
00:00:22: Herzlich Willkommen!
00:00:24: Hallo, Servus.
00:00:25: Ich löse es ein bisschen auf.
00:00:26: Sie sind Kreis Heimatpfleger im Landkreis Unteralger und das noch relativ frisch.
00:00:32: Ist das so?
00:00:32: Sind Sie Brückenbauer zwischen den verschiedenen Zeiten?
00:00:36: Ja, kann man schon so sagen.
00:00:37: Also, Brauchtum oder das leben wir eigentlich heute genau noch so und so.
00:00:43: Das ist mein Ziel, das Brauchtum zum Vereinen auf dem Tanzboden.
00:00:47: Weil ich bin Tanzmeister.
00:00:49: Mit Leib und Seele macht das schon mein ganzes Leben lang seit Kind an.
00:00:53: Ich bin im drachten Fremde eben aufgewachsen und da hat das immer schon Spaß gemacht.
00:00:57: und jetzt ist es halt zurück kann.
00:00:58: Mittlerweile Leute begeistern oder mir ist es eine freude, fremde Leute, Leute, wo noch nichts mit der ganzen Sache zu tun gehabt haben, begeistern.
00:01:08: Herr Kauder, sind Sie ein bisschen zu dem Posten kommen wie die Jungfrau zum Kind?
00:01:12: Absolut, also ich war ein bisschen überrascht.
00:01:15: Ich dachte, willkommen die auf mich, warum rufen die mich an?
00:01:19: Kreis Heimatpfleger, ja, also in meinem Bereich befasst ja relativ viel.
00:01:23: Das Kreisarchiv und die Wappenkunde.
00:01:26: Hansen.
00:01:28: Die Mundart.
00:01:30: Der Dialekt.
00:01:30: Der Dialekt genau.
00:01:31: Oder die
00:01:31: Morse auch.
00:01:32: Jedes Ortele hat ja oft seinen eigenen Slang.
00:01:35: Absolut, da fahre ich drei Kilometer, dann schwätzt man schon wieder anders.
00:01:38: Ja, wie gesagt, ich bin ein bisschen überrascht gewesen, dass sie auf mich kommen sind.
00:01:42: Hab mich natürlich schon gefreut.
00:01:43: Und was ich bis jetzt gemacht habe, ist also Tanzmeister, Volkstanz.
00:01:49: Und das gehört natürlich auch mit dazu.
00:01:51: Ja.
00:01:52: Die ganzen Sachen, die trockenen theoretischen Sachen sind für mich alles ein bisschen Neuland, aber da muss man durch.
00:02:00: Wie gesagt, ich kriege auch von meinen Kollegen volle Unterstützung, also die, die da schon ein bisschen in die Sache neigwachsen sind oder besser bewandt sind mit der ganzen Sache.
00:02:10: Genau.
00:02:10: Und mein Ziel ist einfach so, was es bei uns im Unteralger schon gegeben hat, an Folgstempten, an Tanzveranstaltungen wieder zu beleben.
00:02:21: lebendig zu machen und auch jung und alt oder neues Publikum anzusprechen, weil auf dem Tanzboden kann man Dialekt, Brauchtum, Volksmusik, Volkstanz so schön vereinen.
00:02:37: Genau, das ist so mein Ziel.
00:02:38: Das ist grenzenlos Musik ist grenzenlos und der Tanz ist letztendlich auch grenzenlos.
00:02:43: Jetzt haben sie gerade schon ein paar Kollegen angesprochen von ihnen.
00:02:48: Jeder Landkreis oder jede Region koordiniert die Kreis Heimatpflege auf unterschiedlicher Art.
00:02:55: Wie schaut es da im Landkreis Unterallgäu aus?
00:02:57: Ich glaube zu viert Zeit.
00:02:59: ihr und ihr habt quasi jeder in Anfangszeichen so Spezialgebiet.
00:03:04: Genau, also ein Kollege ist hauptsächlich für Denkmalpflege, Gebäude, alte Sachen, Restaurierungen, Bodenkunde, dann haben wir einen, der ist also richtig Archiv, Archiv, Archivar, der macht das ganze Geschichtliche, wo es zurückgeht bis ins Mittelalter, da ist der Mittelheim die Mindelburg, wo man jetzt gerade wieder viel Neues entdeckt hat, also da ist auch sehr viel Interessantes und was auch richtig vorwärts geht.
00:03:35: Und dann haben wir noch einen Kollegen, der überhaupt sich die Museum ein bisschen betreut, genau das Ganze.
00:03:40: Und dann eben mein Bereich, also wie gesagt mit Wappenkunden, denkt man,
00:03:45: Tanz, historisches
00:03:47: Rauchturm,
00:03:48: auch Tracht wahrscheinlich.
00:03:53: Also für mich natürlich auch das tolle Trachtenmuseum in Grumbach.
00:03:58: von Bezirkschwaben, was auch sehr interessant ist, wo für mich auch natürlich neue Kontakte gibt.
00:04:05: Oder auch das Wissen vielleicht ein bisschen
00:04:08: aufs Drischen.
00:04:08: Genau, wo wir zusammenarbeiten, genau.
00:04:10: Jetzt nochmal, Sie sind da nominiert worden, vorgeschlagen worden, also ein bisschen überraschend kam das Ganze, aber Ihr Name war nicht ganz unbekannt im Landkreis mit diesem Tanzmeister.
00:04:20: Also da sind's schon viel rumkommen, haben da ja schon irgendwie geschaut, dass verschiedene Tänze, alte Tänze oder auch dieses Miteinander, dass dieses Miteinander ein bisschen mehr gelebt wird noch.
00:04:33: Genau.
00:04:34: Da hat man bis zum Landrand, der hat Ihren Namen dann schon
00:04:36: kannt.
00:04:39: Der ist dann schon beglückwünscht worden, obwohl ich noch gar nicht irgendwie gewusst habe, wie es wirklich läuft.
00:04:44: Ja genau, also so, wie gesagt, ich bin im Mittelmeer aufgewachsen im Drachterverein und da halt immer schon tanzt und so.
00:04:49: Ich gebe dann schon seit vielen Jahren auch Volks-Tanzkurse, bin auf Tanzveranstaltungen, das Tanzmeister bucht oder auch schon von Firmen, die das als Teambildung hergenommen haben oder
00:05:01: auf
00:05:02: Familienfeiern, wo Sechzig Leute da sind und die wissen nicht, was auf sie zukommt.
00:05:06: Die wissen bloß, dass sie mit Relerdehose kommen sollen.
00:05:08: Und dann kommt da mal einer, was sagt, jetzt tanzen wir.
00:05:11: Dann trinkt der Musik mit und dann geht's los.
00:05:14: Und das sind einfach tolle Erlebnisse, wo ich dann sage, ich habe jetzt einfach stundlangs vor Freit gehabt, weil die Leute alle den Spaß gehabt haben.
00:05:21: Am Anfang haben sie zwar alle den Nesterzucker und Auge verdreht, was will jetzt, der lassen wir mal ruhen.
00:05:26: Und dann... Ist irgendwann mal so der Knackpunkt da und es läuft einfach und es macht Spaß und genau.
00:05:32: Und dann ist das so ein Geben und Nehmen.
00:05:33: Für mich ist das ein Lebenselix hier, wenn ich so Leitern habe, die wo einfach nur lachen und Spaß miteinander haben.
00:05:39: Und genauso ist es ja dann für die anderen auch.
00:05:42: Musikalisch, da sind es daheim das Ganze auch zu archivieren.
00:05:46: Mundart, Tracht und so die Wattenkunde.
00:05:49: Das ist aber auch ein wenig Neuland bei Ihnen.
00:05:52: Absolut spannend das Ganze.
00:05:53: Ja, für mich auch.
00:05:55: Neuland, wie Sie gesagt haben.
00:05:57: Wappenkunde oder Ortswappen gibt es ja ganz, ganz viele.
00:06:02: Und also da ist es halt einfach so, wenn Fragen oder jemand irgendwas wissen möchte, kann ich da in dem großen Fundus vom Archiv, also im Kreis Heimatarchiv, nachschauen und habe mir auch schon ein bisschen damit befasst.
00:06:18: Es ist sehr, sehr spannend.
00:06:19: Also es wird aus spannend für mich.
00:06:21: Ja.
00:06:22: Und da ist eben also die Vorgängerin von mir, Frazella, Die hat es ja jahrelang gemacht und da kann ich jederzeit auch kommen, wenn ich irgendwelche Fragen habe und ich denke mal, man wächst mit seinen Aufgaben einfach auf Augen zu und durch.
00:06:38: Ja, wann hatten ihr ihr neuer Job oder dieses Ehrenamt?
00:06:42: Das müssen wir ja auch erst nochmal klären.
00:06:45: Das ist ehrenamtliches Arbeiten.
00:06:47: Genau, bezahlt das Ehrenamt im Landkreis Unterargai.
00:06:50: War jetzt vor vier Wochen, wurde dann die offizielle Bestellung, also wurde im Sommer schon mal vom Personalausschuss bestellt, dann ging es natürlich weiter über dem Bezirk und über dem Bayerischen Heimatverein und dann letztendlich war jetzt vor vier Wochen im Landratsamt die Bestellung oder die Wahl vom Kreistag der Ausschuss für Sport und Kultur und das war eigentlich Hauruck-Aktion.
00:07:19: Es war eigentlich noch eine halbe Stunde Zeit geplant, im Endeffekt war dann die Sitzung schon früher beendet und ich war da und dann eigentlich nur Tür auf, Kreistag rein, hallo da bin ich und dann hat es kurz dauert, habe ich ein bisschen vorstellen können und ein Mitglied von diesem Ausschuss hat dann auch gleich etwas dazu sagen können, weil der eben mich schon mal erlebt hat auf einem Faschingsball, also ein wilder Ball, also er ist richtig Wildzuganger.
00:07:45: Und der hat dann seine Erlebnisse geschildert.
00:07:48: und dann war es eigentlich so, war die Wahl einstimmig und dann haben wir dann gesagt, okay, dann passt's.
00:07:53: Da gab es so ein feuchten Händedruck und die Uhr konnte.
00:07:55: Genau, genau.
00:07:57: Und
00:07:57: die Urkunde, ein besonderes Plätzchen bei Ihnen da daheim?
00:08:00: Die
00:08:00: ist schon im Rahmen und hängt im Büro, ja.
00:08:03: Ach, sehr schön.
00:08:04: Was konnten Sie denn dann alles schon in Ihrer ganz frischen Kreisheimantpflegerzeit schon machen?
00:08:10: Klar, man muss Nei wachsen, mit der Vorgängerin ist man in Kontakt, da, bis Sie so austauschen.
00:08:14: Aber gab es schon irgendwas, wo Sie haben gesagt, ja, erste Aufgabe erledigt?
00:08:19: Warten dahinter?
00:08:20: Weil
00:08:20: ja, erste Aufgabe ist es stehen und Sie war jetzt.
00:08:23: Vor zwei Wochen war ich in Förringen, haben wir einen Volk, sonst war das aber schon lange geplant.
00:08:30: Jetzt in zwei Wochen gibt es einen Sonntime in der Dampfsäge.
00:08:33: Das ist eine mega geile, tolle Location, eine Nostalgieball mit dem Hörberner Ballorchester.
00:08:41: Toller Rahmen und da wird also klar Ball.
00:08:45: Also jetzt, was ist schon?
00:08:47: Nostalgieball, da ist es auch so.
00:08:50: Da kann jeder kommen, Wir mag egal, ob in Dundl oder Dracht oder in einer historischen Bürgers Drachtleitung oder einfach in einem schicken Kleid.
00:09:01: Und dann geht es da wirklich los mit einem Auftanz, mit einer Polonese.
00:09:06: Und wir sind gerade am Schauen, vielleicht bringen wir sogar noch mal heuer, ist ja das Straussjubiläum.
00:09:11: Eine Fraussée zusammen, also die Fledermausquadrille vom Strauß und da wird unter meiner Anleitung dann, kann da jeder mit tanzen.
00:09:19: Genau.
00:09:19: Und das wird so sein, dass Ich da da bin, das erkläre und dann eine Runde einfach mal ein paar Volkstänze, eine bayerische, ein Wald zu tanzen, aber dann gibt es auch einen Cha-Cha-Cha oder einen Chaif oder keine Ahnung.
00:09:32: Wir lassen uns überraschen, genau.
00:09:34: Auf jeden Fall gibt es eine richtig tolle Mucke.
00:09:36: Aus diesen bunten Straußan-Tänzen haben sie da so einen Favoriten.
00:09:39: Ist da irgendein Tanz dabei, wo sie sagen, ah ja, so ein Polker hat was?
00:09:43: Oder auch was Neumodigen?
00:09:45: Das ist
00:09:46: nicht typisch für's... Und der Allgäuer, ich liebe zum Beispiel die Mündner-Frasse auf die Fledermaus-Quartere.
00:09:52: Die ist so lustig zum Tanzen, die reißt mit, die macht so viel Spaß und einfach gute Stimmung.
00:09:58: Und wie gesagt, heuer bietet sich sehr an, zwei Jahre ist raus.
00:10:01: Und da sind wir gerade im Austausch, dass wir es auf Piers bringen, zwei Wochen in der Dampfseek in Sonntag.
00:10:07: Wie schaut dann die Ansage aus?
00:10:08: Ich kenne jetzt den Tanz-Itter, Sie stehen oben an der Bühne und dann heißt er schon mal Leid aufgestanden wird.
00:10:14: Genau, wenn wir anfangen zur Polonese, da kann einfach jeder raus, schnappt es euch irgendjemanden, egal ob groß, kleines, darf jeder mit jedem tanzen, Mann, Mann, Frau, Frau, Jung, Alt und lauf ich vorne weg und für die ganze Kolonne an.
00:10:28: und da gibt es so verschiedene Formationen.
00:10:31: Man teilt sich oder ein paar links, ein paar rechts.
00:10:34: Es treffen sich wieder die zwei Paare.
00:10:36: Es ergeben sich rein.
00:10:39: Man macht eine Schnecke, wo jeder meint, jetzt ist Fiasco da, jetzt kommt man nicht mehr
00:10:43: raus.
00:10:44: Aber die lösen sich dann schon wieder auf.
00:10:46: Und danach gibt es noch einen Galop-Doch den Tunnel, wo alle Beifall klatschen und da ist es wirklich so, da kann jeder mitmachen.
00:10:54: Also man braucht nur zwei, sondern die vier sind ein bisschen Spaß und sie nichts dabei denken und dann geht das schon.
00:10:59: Herr Korder, was bedeutet für Sie Heimat in drei Worten?
00:11:03: Kann man das beschreiben?
00:11:04: Da fühle ich mich wohl.
00:11:06: Ganz eufa.
00:11:06: Ah
00:11:07: so, da fühl' ich mich.
00:11:08: Ah, dann waren's vier.
00:11:09: Entschuldigung.
00:11:12: Muss ich gleich fragen, wie viele Lederhosen haben's in der Heim?
00:11:14: Oder wie viele Trachten haben's in
00:11:15: der Heimesschank?
00:11:16: Lederhosen sind schon ein paar, also fünf, sechs Stück, sogar noch zwei von meinem Opa.
00:11:20: Da hab ich auch noch einen Stiefel dazu.
00:11:22: Wow!
00:11:23: Und Westler, also mit ganz viel Silbertaler.
00:11:25: Also mein Opa war vom Donarist da unten, wo dann auch die Tracht mit den Lederstiefeln war.
00:11:44: Das hat nicht jeder.
00:11:45: Es haben es gerade gesagt, so ein Teil von ihrer Verwandtschaft, der Opa.
00:11:48: Donau-Ries, jetzt sind wir ja hier im Allgäu, hat die Dracht natürlich schon wieder ganz ein anderes Schau, also die schaut schon ein bisschen anders aus als jetzt im Donau-Ries, beziehungsweise schon wenn ich ins Oberallgäu über Spitzel oder in den Landkreis Linder, die Drachten unterscheiden sich ja oft manchmal von den Ortschaften
00:12:05: her.
00:12:06: Da, wenn ich jetzt bei uns im Unteralger bin, wir haben verschiedene Trachtenvereine und da kannst du wirklich von Ortschaft zu Ortschaft.
00:12:12: Du brauchst keine Gesichtsehe, du siehst schon einfach die Trachten.
00:12:15: Da wahl ich genau, der geht jetzt auf Mindland, der geht auf Wörershofe, der geht auf Eidringer.
00:12:20: Also da gibt es Unterschiede, klar.
00:12:23: Also es gibt die historische Trachten, die Gebirgstrachten, die Blattler und im Verein.
00:12:31: Also ich komme auch aus dem Trachtaufreien, das ist schön, wenn der Verein sauber beieinander ist.
00:12:35: Aber darf man auch Tracht oder im ländlichen einfach die solche Lebendung sein.
00:12:39: Tracht ist für mich keine Uniform.
00:12:41: Also ich habe auch Hosenträger, wo Konto bunzen.
00:12:44: Also nicht diese grün-weißen edel-weiß Hosenträger, wie es halt im Alkohol typisch ist, aber auch schön ist, wo du zurkehrt.
00:12:52: Aber dementsprechend kann man sich auch ein bisschen mal was trauer oder starten weißer Hemmert einmal dunkelblaues Hemmert.
00:12:58: Ein
00:12:59: bisschen Variation.
00:13:01: Ein
00:13:02: bisschen so.
00:13:03: Tracht ist eigentlich Ich habe das auch schon ein paar Mal gesagt, wenn man ein Dracht hat oder ein Dundl oder eine Lederhose so ein Assemble, ich kann überall hingehen, ich bin eigentlich immer sauber gerichtet.
00:13:13: Ich bin nie over und auch nie und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und
00:13:18: und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und
00:13:28: und und und und und und und und
00:13:29: und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und und fast jeder wieder machen, egal ob du auf einer Hochzeit oder wenn du irgendwo bist mit der Tracht, Frauen, mit einem schönenlangen Dundl.
00:13:41: Das schaut einfach was gleich.
00:13:43: Das schaut was gleich.
00:13:46: Sie haben es ja gerade schon ein bisschen angesprochen.
00:13:48: Da ist so ein bisschen so eine Renaissance in den Köpfen jüngerer Menschen, die das auch mit Stolz tragen, wenn sie irgendwo auf ein Fest gehen.
00:13:56: Oder
00:13:56: auch auf
00:13:57: das Oktoberfest, ne, Algorfest-Woche.
00:13:58: Ja egal wo, Algorfest-Woche oder wenn es irgendwo einfach Volksfest ist.
00:14:02: Tracht?
00:14:03: ist auch ein Teilgebiet von Ihnen.
00:14:05: Also wenn mir jetzt da, wenn ich von der Oma eine schöne Tracht hätte und ich müsste irgendwas ersetzen, weil der Stoff keine Ahnung, kann ich dann auch Ihnen eine Mail schreiben?
00:14:15: Genau,
00:14:16: also bei solchen Sachen gibt es die Trachtenkulturberatung in Grumba, da gibt es auch Trachtenschneiderinnen, da kann man sich Informationen, wie zum Beispiel auch alte Trachten aufbewahren.
00:14:28: Weil oft ist es ja so, zu ganz alt getrachten, will man ja eigentlich bauen.
00:14:32: Das ist ja zum Beispiel ein ganz altes, schönes Mieter von der Oma.
00:14:36: Mir passt das zu dir oder ich will es euch gar nicht aussehen, aber es ist schade, ich will das beieinanderbleiben.
00:14:42: Da gibt es dann Informationen, wie man das aufbewahrt mit Samtpapier oder mit Seidenpapier, dass man so ein bisschen ausstaffiert, dass es nicht so ineinander zusammenfällt.
00:14:53: Dann gibt es natürlich auch Informationen, wenn die sagen, Mensch, ihr möcht mir jetzt selber mal eins machen.
00:14:57: Also da gibt es Nähkurse, das wird alles angeboten vom Knopf, Knöpfe selber machen oder Amida selber machen oder ganze Tracht selber machen.
00:15:06: Wow.
00:15:06: Oder wie Sie gesagt haben, das passt bei der Zeit, ich habe da noch was von meiner Mama und mir passt es da.
00:15:11: Es gibt Trachten, Schneiderinnen, wo das dann auch wirklich fachlich gut umsetzen können oder passend machen können.
00:15:19: Das ist auch eine interessante Sparte
00:15:21: eigentlich.
00:15:21: Ja, ja.
00:15:22: Man vermutet das jetzt gar nicht einmal beim Kreis Heimatpfleger.
00:15:26: Nö.
00:15:27: Wie gesagt, da bin ich auch nur die Kontaktperson.
00:15:29: Aber ich weiß halt dann, die Leute zum Helfer kann sagen, du wendet euch mal dem oder vielleicht weiß ich ja selber einen Rat.
00:15:35: Oft ist es ja so.
00:15:37: Zum Beispiel bei den alten Stiefen von meinem Opa, da stecken ganz alte dicke Telefonbücher drin, dass sie nicht ineinander zusammenfallen.
00:15:43: So zum Ausstopfen.
00:15:44: Das sind so kleine Tricks,
00:15:45: wo man manchmal
00:15:47: weiß, genau, da kommt das alte Telefonbuch, das ist glaube ich noch von den Jahrhundert und neunzig oder was weiß ich, keine Ahnung.
00:15:53: Aber es tut seinen Zweck.
00:15:54: Das sind so kleine Tricks, die man bei ihnen kommt.
00:15:56: Jetzt muss ich schon fragen.
00:15:57: Es ist ein Ehrenamthammer, vorhin einmal ganz kurz schon ankrissen.
00:16:00: Haben Sie dann irgendwo so eigene Verwände im Landratsamt in Mindelheim?
00:16:06: Genau,
00:16:06: das Kreisarchiv, also wo ich jetzt pflegen darf.
00:16:09: Also wenn jetzt irgendwo eine neue Dorfkrone rauskommt, aber ja die mit meinen Kollegen im Landratsamt wunderbar zusammen, die lässt mir das dann zukommen.
00:16:19: Und dann kommt das praktisch in das Archiv rein.
00:16:21: zu dem jeweiligen Ort.
00:16:22: oder wenn jetzt zum Beispiel in einem Ort irgendwas verloren gegangen ist, kann man da auch nachstellen.
00:16:27: Wir haben auch noch zwei Kreisarchivisten bei unserem Landkreis, die wo zum Beispiel auch die ganzen Gemeinden betreuen, wenn sie ihr Dorf oder Stadtarchiv irgendwelche Fragen haben oder was erneuern müssen, genau.
00:16:40: Wie ist das, wenn man so ein ganz altes Buch einmal aufschlägt?
00:16:43: Spannend.
00:16:45: Bei mir fangt ihr dann schon an.
00:16:46: Put, du musst echt überlegen, kann ich es überhaupt nur lesen?
00:16:50: Weil viele Sachen sind ja ein alldeutscher Schriftgeschrieber.
00:16:53: Aber heutzutage gibt es ja auch KI.
00:16:57: Auf fünf Jahre ist er mal dieses Kreisheimatpflegeramt anberaumt.
00:17:02: Lange Sache.
00:17:03: Lange Sache, ganz viele Buchstaben.
00:17:05: Braucht man auch ein bisschen, um Neid zu wachsen und um das ein oder andere vielleicht auch auf die Beine stellen zu können.
00:17:11: Genau, also ich denke mal, dass die nächste Zeit für mich auch ein bisschen eine Landphase wird, also für die neuen Sachen, also das Archiv, mich
00:17:20: ein bisschen einzuleben,
00:17:21: einzulesen und dann natürlich auch die ganzen Vorgehensweisen, also wie, wenn jetzt Fragen kommen oder welche Sachen auf mich zukommen, wie mit dem ganzen Sach mir helfen kann, sage ich mal, genau.
00:17:36: Ja, die nächsten fünf Jahre, ich meine, was hat man alles vor?
00:17:40: Also ein Ding wird heuer sein, die Volksmusik-Tage im Illa-Bäuder Bauernhof-Museum.
00:17:45: Schön, ja.
00:17:46: Man sieht
00:17:46: es.
00:17:47: Das ist vielleicht nicht mehr einzubringen, da habe ich jetzt schon Kontakte mit Grundbach gehalten, ob man nicht mal ein Workshop machen für alle, für jeden, womit man machen möchte, oder einen offenen Tanzboden oder vielleicht eine Frau See.
00:18:00: Es gibt da Obergunsburger Frau See, es gibt da barmhauserne Frau See.
00:18:05: Das sind jetzt auf jeden Fall mal so Ziele, was wir machen.
00:18:08: Da meine Kurse, die ich seit Jahren abhalte, ausbauen.
00:18:13: Und wir haben letztes Jahr zum Beispiel ein Benefitsvolkstanz gehabt, in Etringen.
00:18:17: In Etringen?
00:18:18: Das war in der Waldbühne im Freien.
00:18:20: Und an dem Tag hat es nur geschüttert.
00:18:23: Nein!
00:18:23: Und wir haben alle schon gedacht, oh Gott, das wird halt, also Katastrophe wahrscheinlich.
00:18:27: Es kommt niemand.
00:18:29: Und im Endeffekt sind wir im Sinne unterschirmend kockt.
00:18:32: Es hat gekübelt.
00:18:34: Bedienungen sind mit der Regen schon besser und getränklicher Trager.
00:18:40: Und dann war es doch so, dass es einfach noch Bombe war, dass es da unerhaft einfach lustig war.
00:18:45: Die Leute sind trotzdem gekommen.
00:18:47: Ach, schön.
00:18:49: Da weiter steht, bis von Feldkörch.
00:18:51: Was?
00:18:51: Von Österreich?
00:18:52: Bis von Österreich.
00:18:54: Du bist schon verrückt.
00:18:55: Du bist von Feldkörch bei strömenden Regen auf dem Volk, sonst im Freien.
00:19:00: Und dann hat er bloß gesagt, wenn du was machst, dann kommen wir schon.
00:19:05: Und er war da.
00:19:06: Das ist ja eine coole Geschichte.
00:19:07: Benefitsnummer, für welchen Gutenstück habt ihr da getanzt?
00:19:11: Das war der Trachtenfreien in Etringen.
00:19:13: Die haben Jubiläum gehabt, haben drei Tage lang gefeiert und am Freitag Abend war eben der Volksdanz.
00:19:18: Und das sind glaube ich knappe zweitausend Euro zusammengekommen.
00:19:21: Das war sich schon für das Kindhaus ein bisschen Grünebach gesammelt haben oder übergeben
00:19:25: haben.
00:19:26: Ach, sehr schön.
00:19:27: Schöner Gedanke.
00:19:28: Hinter dann doch so viel... Gaudi?
00:19:30: Es war
00:19:30: nur Gaudi, also unerhochte Gaudi und genau.
00:19:34: Und sowas haben Sie schon ein bisschen so, ich sehe da die Gedanken, die die Verknüffungen bei Ihnen schon ein bisschen zu organisieren, dass so eine Benefitz tanzt in einem schönen Ambiente oder bei irgendeinem runden Jubiläum, was damit Sicherheit sein wird.
00:19:48: Was wurde dann da getanzt?
00:19:50: Da einfach ganz normal, also wir haben angefangen wieder mit einer Auftanz und dann gibt es die verschiedenen Rundtänze, also klassisch Polka, Bayerisch, Schweizer, Zwiefach.
00:19:59: Und ich habe eine super tolle, junge Musikgruppe gehabt, die einen Riesenreport war, haben Anfolgstänzen.
00:20:05: Und normal ist es so, jede Runde hat so drei Stickler, also einen Rundtanz, einen Volkstanz, einen Rundtanz, aber ich bin halt leider so volkstanzgeil, dass ich lieber zwei oder drei Volkstänze in der Runde drin hab.
00:20:17: Und klar, wenn der Musik ein Riesenreport war, hat dann Schöpfi das auch aus.
00:20:22: Und dann
00:20:23: kommen einfach von Kickerik hier über Bauernmadel, Rediwa, schwedische Maschkarate, Krebspolka, und dann geht's einfach dahin.
00:20:33: Ist irgendwie ein anderes Jubiläum nur irgendwann nochmal angesetzt, zufällig dann in ihrer fünfjährigen Amtszeit, dass irgendwie Orte, Kronik und so weiter?
00:20:45: Vielleicht ergibt sich also bei meiner Vorstellung Landratsamt, kann man auch die Idee, ja wenn er mal das Landratsamt erfest hat, dann lass mal alle tanzen im Kreistag.
00:20:54: Da bin ich sofort dabei, dann dürfen alle aus dem Büro raus und dann heißt er mal nicht mehr per E-Mail, haben wir jetzt Kontakt, also vom Büro zu Büro, sondern jetzt sind wir alle mal Hand in Hand und vielleicht habt sich da ein oder andere einmal auf Pfirs und wir gerade anders miteinander um, wenn man sich einmal so kennengelernt hat.
00:21:12: Was ist so Ihr persönliches Ziel für dieses Ehrenamt für die kommenden fünf Jahre?
00:21:17: Haben Sie sich irgendwie so gesagt, Tanz, das ist so mein Steckenpferd, das verbindet überhaupt auch die Historie, verbindet mit der Gegenwart und die Zukunft.
00:21:28: Zum Beispiel auch, es gab bei uns im Unteralger auch schöne Tanzveranstaltungen, wo es schon Jahre, die, wo ich ja als Kind noch weiß, die, was halt jetzt nicht mehr gibt.
00:21:37: Also da bin ich vielleicht auch schon eine oder zwei Ideen, Aber das muss natürlich jetzt alles erst abklären.
00:21:43: Also das fängt an mit dem Wirtschaft zum Finder, wo das noch will.
00:21:48: Also es gibt ja auch Wirtschaften, die sagen, das wollen wir gar nicht mehr.
00:21:53: Oder wir können gar nicht mehr, weil wir keine Leid mehr haben.
00:21:56: Aber da habe ich schon eine oder zwei Ideen im Kopf, so alte Tanzveranstaltungen wieder zum Beleben.
00:22:03: Also das ist ja auch, dass die Heimat, das hat früher gegeben in meiner Heimat, vielleicht kann ich das wieder beleben.
00:22:09: Deshalb im Hinterkopf und da bin ich dran.
00:22:11: Ich wünsche Ihnen alles Gute für das, was Sie noch umsetzen möchten und danke auch für diesen spannenden Einblick in die Kreisheimatpflege vom Landkreis Unteralger.
00:22:23: Dankeschön.
00:22:28: Ich sage auch danke.
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