Kaffeeklatsch 21.09.26: Mathias Kessler, Künstler und Fotograf aus dem Allgäu
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Mathias Kessler, Künstler und Fotograf aus dem Allgäu, über seine Arbeit, seine Inspirationen und seinen ganz persönlichen Blick auf die Welt.
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00:00:02: Der Allgäu-Hit Kaffeeklatsch
00:00:03: wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter
00:00:11: Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:00:14: Er kommt aus dem Allgai ist im kleinen Weisertal aufgewachsen und hat seinen Weg bis nach New York gemacht.
00:00:20: Die Rede ist vom Künstler und Fotograf Matthias Kessler.
00:00:22: einen wunderschönen guten Morgen!
00:00:25: Guten Morgen.
00:00:26: Wie fühlst du dich denn eher, wenn?
00:00:28: du hast ja wirklich eine riesige Bubble sozusagen gesehen in deiner Vita schon.
00:00:32: Du warst bis hier geboren im Kleinweißertal aufgewachsen und dann in New York auch gewesen als was fühlste dich am meisten?
00:00:40: Am Ende vom Tag bin ich doch ein Weißertaler, ein Wasser.
00:00:43: Ein Wasser sehr schön!
00:00:44: Und die Fahrt bisher nach Campen.
00:00:46: ist alles gut gelaufen?
00:00:47: Super gelaufen.
00:00:49: Dann sind wir doch gespannt schon mal, was du uns alles für Einblicke gleich mal gibst.
00:00:53: Auch in die Fotografie und natürlich wird auch KI ein Thema sein weil natürlich bei Künstlern ist das auch so ein Thema des Positiv aber auch negativ ein bisschen behaftet ist.
00:01:02: Genau!
00:01:03: Dann starten wir gleich mal rein in den Café Clutch an diesem Montag.
00:01:06: Wir sind heute im Café Car Lodge künstlerisch unterwegs.
00:01:09: Matthias Gessler ist bei mir erst im Allgäu geboren, im Kleine Weisertal aufgewachsen war auch in New York.
00:01:16: Was hat dich denn jetzt so im kleinen Weisertal geprägt, dass du dann später vielleicht auch Künstler und Fotograf geworden bist?
00:01:21: Also was war so dieser Ausschlaggebende Punkt.
00:01:24: Tatsächlich... ich komme von der Familie, mein Großvater Karl-Marx Gessler, der hat in dem Jahr sieben mit Fotografie angefangen und wir hatten ein Foto-Labor und ich bin mit Fotographie aufgewachsen.
00:01:37: tatsächlich also es war irrsinnig unser ganzes Haus voll mit negativen Fotos mit Emilias Kind aufgewachsen und deswegen bin ich da irgendwie in die Fotografie reingeschlittert wahrscheinlich, aber ich war immer schon sehr kreativ auch an der Schule.
00:01:52: Und irgendwann war die Fotografe dann der erste Knüpfungspunkt
00:01:57: für mich.
00:01:58: Kannst du dich noch ein erstes Foto erinnern?
00:02:00: Wenn ja was warst denn also, wo du geschossen hast?
00:02:03: Tatsächlich, das war ganz interessant.
00:02:05: Es hat früher diese Übs-Hefte gegeben, kannst du nicht?
00:02:08: Und da war so ein Photoset dabei, dass man sich selber eine Fotokamera bauen können Und mit der habe ich dann auch die ersten Fotos gemacht.
00:02:15: Es war sehr beschläuert, weil da überall Licht reinkommen ist und ich hab mir noch Filme verwendet.
00:02:21: aber das war mein erstes Erlebnis.
00:02:23: Das war vielleicht sieben oder acht Jahre alt.
00:02:25: Eine richtig schöne Sache, die du erlebt hast!
00:02:27: Und ab wann wurde es dann so richtig?
00:02:29: Also hast du auch in der Schule vielleicht schon irgendwie bei Schulmagazinen mitgemacht?
00:02:33: Oder Schulzeitungen gab's ja auch?
00:02:35: Ja na, das hat es leider geteilt... also ich war dann in der Hauptschule im kleinen Wassertal nach Feldgegang die Handelsschule und der Handelsakademie dann übrigens.
00:02:44: Also es war eher kaufmännisch orientiert, leider nicht so kreativ.
00:02:48: aber ich habe mein ganzes Leben lang immer gezeichnet gedudelt auf einer Schule um die Zeiten zu überstehen, die relativ lange Zeit in der Schule und also es war irgendwie immer Kreativität.
00:03:01: aber ich hab dann direkt aus der Schule raus mit Fotografie angefangen.
00:03:05: Okay und wann hast du einen vielleicht auch so gemerkt?
00:03:07: Ich möchte es nicht nur fotografieren, sondern ich möchte auch mit Bildern tatsächlich Kunst machen.
00:03:11: Weil das ja so ist.
00:03:12: Hauptaugenmerkmal bei dir!
00:03:14: Also das war eigentlich immer da und ich wollte auch Kunst studieren.
00:03:18: Meine Eltern haben gesagt ne auf keinen Fall Kunst an sich.
00:03:20: Das ist Brotlose Zukunft.
00:03:26: Haben sie an der ganzen Unrecht.
00:03:28: Und deswegen bin ich dann auf die Fotografie gekommen.
00:03:32: aber meine Mutter irgendwann mal sagt mir mein Dreißiger und hat gesagt eigentlich hätte mich nicht Kunst studieren lassen sollen, die Handelsakademie war wahrscheinlich eher ein
00:03:39: Problem.
00:03:42: Und dann hat es ja doch geklappt?
00:03:44: Obwohl du das andere studiert hast bist du am Ende da gelandet wo dein Herz schon immer geschlagen hat nämlich bei der Kunst und bei der Fotografie.
00:03:50: und du arbeitest heute unter anderem auch noch in New York.
00:03:54: Genau, genau.
00:03:54: Also bisher immer am Hin- und Herpendeln.
00:03:55: Wichtig!
00:03:56: Wenn du jetzt zwischen New York und Kleinweisertal so bisschen vergleist was haben diese beiden Orte vielleicht gemeinsam und was könnte sie kaum unterschiedlicher machen?
00:04:04: Ja also... Kleinwassertal ist großartig von der Natur.
00:04:09: Ich habe auch einen Sohn, der ist zehn Jahre alt geworden gestern und das natürlich auch viel leichter mit dem Kind.
00:04:17: Was natürlich fehlt sind die kreative Szene, den Austausch mit Leuten
00:04:25: usw.,
00:04:26: man hat die Natur aber da fehlt dann doch der Austausche.
00:04:30: Kleinwessertal hat sehr viele coole Leute als auch ein Tourismus vor Ort ist Leute, die dort hingezogen sind.
00:04:38: Zu meiner Verwunderung ist es eigentlich sehr cool.
00:04:42: Und was man fehlt natürlich ist viele meine Freunde, die ich über die fünfundzwanzig Jahre in New York
00:04:47: gemacht habe.
00:04:48: Du sagst gerade, vor fünf oder zwanzig Jahren warst du doch dann auch fix eigentlich in New york?
00:04:52: Wie kam's eigentlich nach New York?
00:04:55: Also eben wir haben ein Fotoalabau gehabt, einen Linz und einen Neunzigern.
00:05:00: haben wir das zum Glück verkauft.
00:05:04: Anstatt nach Wien zu ziehen, haben wir gedacht okay, ich gemalt mit einem Freund der hat drüben einen Stipendium gehabt.
00:05:11: Mit dem werde ich wieder in den Rüber gegangen für zwei drei Wochen und dann bin ich einfach hängenblieben.
00:05:16: Zwei Wochen, zwei Monate, zwei Jahre, zwanzig Jahre!
00:05:20: Also es hat dich sozusagen New York von Anfang an fasziniert wenn du an dein erstes oder deinen ersten Gedanken denkst, den du hattest als du in New York betreten hast.
00:05:29: was war das?
00:05:29: Ja
00:05:30: also ich bin tatsächlich in einer Nacht Die ersten einen Tag ankommen, wir sind in den Club gegangen und es war so irre das Erlebnis mit so wahnsinnig tolle Leute.
00:05:40: Dann hat er gesagt okay da muss ein bisschen länger bleiben Und ich hab dann auch Glück gehabt, dann habe ich sehr viele Leute kennengelernt, vielleicht meinen ersten Jobs gehabt und es ging dann einfach so dahin.
00:05:50: Was war denn dein erster Job dann in New York?
00:05:52: Meinerster Job ist damals der Hemmholtz Lang, also ein österreichischer Fashion Designer In New York und da waren die Elfys Hemmthalmen für Fotografin.
00:06:03: Mit der habe ich gearbeitet an Jobs und dann ging es gleich mal weiter mit Magazin, dass ich selber dort fotografiert hab Porträt.
00:06:12: Du hast ja auch schon viele Sachen fotografiert in deinem Leben natürlich durch den Job, auch Porträsthe du gerade gesagt hast.
00:06:17: aber du bist da eigentlich eher so in Richtung der Natur hängen geblieben?
00:06:21: Richtig!
00:06:21: Und das bringt mir wieder zurück ins Kleinwalsertal Dass ich dort aufgewachsen bin.
00:06:26: Mein Vater war Alpinist, der ist wahnsinnig gern wandern gegangen den Hang zur Natur, den Hang zu Berge.
00:06:35: Den Hang zur Nature war man immer sehr stark verbunden und deswegen auch dass ich in meiner Arbeit nie festgesetzt.
00:06:43: Das auf jeden Fall richtig spannend.
00:06:44: deine Geschichte.
00:06:45: gleich werden wir noch tiefer eintauchen und auch mal gucken was so deine größten Erfolge bis jetzt waren.
00:06:51: Danke!
00:06:51: Also es ist heute richtig schön künstlerisch bei uns im Café Klatsche weil bei uns zu Gast ist Matthias Kessler.
00:06:58: er ist Künstler- und Fotograf Im Allgäu geboren, ein kleinweiser Teil aufgewachsen und auch in New York schon gewesen.
00:07:04: Du hast ja schon erzählt du hast wirklich schon viel erlebt mit Fotografien auch Porträtsfotografier und so.
00:07:09: aber du hast ja auch noch andere Projekte an also mitgemacht.
00:07:13: was ist so dein größter Erfolg auf die du persönlich bis jetzt am liebsten zurück schaust?
00:07:18: Ja ich war im Grönland in der arktischen Nacht das war Ende Jänner Anfang Februar.
00:07:28: Eisberge ausgeläuchtet nachts mit riesen Filmlichtern.
00:07:31: Das ist so mein Projekt, das mich definiert ein bisschen auch und es ist auch wirklich das Projekt, dass mich am meisten fasziniert nach wie vor noch.
00:07:41: ich war gerade im Stubei habe eine Gletscher Nacht fotografiert letzte Woche also es geht auch nicht irgendwie weiter.
00:07:47: aber was faszinerend ist ist auch dass das irgendwie mit meiner eigenen Kindheit sehr viel zu tun hat.
00:07:54: Inwiefern jetzt genau?
00:07:55: Naja, ich bin direkt neben der Schiebpiste aufgewachsen und da hat es irgendwann Nachtschiefhahn gegeben im Kleinwassertal.
00:08:03: Und irgendwie diese Bühne, die Natur zur Bühnen wird.
00:08:06: also das Projekt heißt doch staging nature also dass die ganze Natur eine Bühna ist wo wir uns dann mit dem Schiefhauen irgendwie oder mit dem Laufen oder ja das sind immer ein bisschen Hintergrund für die Menschen.
00:08:20: Apropos, ist es deiner Meinung nach schwieriger?
00:08:23: tatsächlich auch?
00:08:25: Weil das ja schon beides gemacht, Porträtes und auch Naturfotos.
00:08:28: Und bis bei der Natur eher hingeblieben ist.
00:08:29: Ist es eine Herausforderung schwerer in der Natur den perfekten Schuss zu erwischen oder bei einem, keine Ahnung, Modelshooting?
00:08:39: Das Modelshooting ist tatsächlich oft schwieriger weil man richtig gute Leute treffen muss.
00:08:45: Ich habe sehr viele Künstler und Musik fotografiert.
00:08:48: in New York ist es gar nicht so leicht, weil die Leute ... Es hat sich sehr geändert durch soziale Medien wie wir ein bisschen geredet haben.
00:08:56: Die Leute sind mehr Kameraaffin aber den Essens von der Person rauszuholen ist gar nicht zu leicht.
00:09:05: Aber es ist auch natürlich nicht leicht zur Riesen-Scheinwerfer
00:09:08: aufzustellen
00:09:10: in Gewinnland auf dem Boot.
00:09:13: Du hast es gerade gesagt, viele Menschen sind tatsächlich auf ihn mit fotografieren.
00:09:16: Überall wirds händigezückt egal ob man auf der Hochzeit ist oder ob mein Urlaub ist und die sagen sich dann nach einem Foto ja sie würden vielleicht gerne was draus machen oder mehr daraus machen.
00:09:26: Wie wird denn jetzt aus der Leidenschaft fürs Fotografieren eigentlich ein richtiger Büro?
00:09:30: Wenn da jemand ist der sagt ich hätte richtig Bock drauf das ist richtig cool.
00:09:33: Ich möchte voll durchstarten.
00:09:35: Es ist denn heutzutage noch einfach möglich.
00:09:38: sagen wir mal so
00:09:39: Ja, ich glaube heutzutage hat sich geändert die Landschaft.
00:09:42: Und zu meiner Zeit haben wir noch Kompagnien fotografiert, da war Fotografie und Beruf irgendwie.
00:09:47: Heutzutag ist es eher eigentlich verschmolzen mit Social Media oder was man Influencer ist oder dass man eigentlich beides macht.
00:09:57: Dass man nicht nur hinter der Kamera steht sondern auch vor der Kamera gleichzeitig.
00:10:01: also das hat sich irgendwie sehr verändert.
00:10:03: Aber wie wichtig ist dann trotz Social Media Kontakte und Ausstellungen.
00:10:09: Und auch vielleicht so ein bisschen sich da auch dann Mut zu holen bei den Ausstellung, weil Social Media ist ja schon so eine Sache man kann viel Erfolg haben aber es ist natürlich auch so ein Pflaster viele schaffen's vielleicht mit irgendeinem Real mal kurz viral zu gehen und dann sieht man aber nichts mehr von der Person.
00:10:27: Also in meinem Fall als Künstler ist das eine Karriere nach wie vor.
00:10:31: Man muss sich im Profil willen, man muss eine Vision haben und wissen was man machen will.
00:10:36: Es ist ein langer Weg, aber das wird auch nie verschwinden.
00:10:41: Das werden wir nicht mehr bleiben, weil dieses Kreativität, dieses menschliche, das wird immer da sein.
00:10:46: Da kann man schon eine Karriere bauen, aber es dauert auch mit allem wie bei dir!
00:10:51: Immer.
00:10:52: Man braucht immer Geduld im Leben, das ist absolut so!
00:10:54: Aber du hast ja auch sehr viel gesehen schon in deinem Leben?
00:10:58: Ist es denn wichtig jetzt vor allem in deinen Büro, wenn ihr sagt okay ich möchte ein bisschen so auch in Fotografie und künstlerisch unterwegs sein dass man auch viel ein bisschen reißt um die Welt kommt, dass man da vielleicht auch mehr von anderen Landschaften oder so sieht?
00:11:12: Ja
00:11:12: auf jeden Fall.
00:11:13: Ich war sehr viel unterwegs und das hat mir immer geholfen.
00:11:17: Meine Karriere war nicht nur die USA, es waren Mexikos und Europa auch Asien teilweise.
00:11:25: Man muss neugierig sein auf die Welt, neugerig auf alles.
00:11:31: Du hast ja jetzt gerade von der Arbeit gesprochen wie man so die Karrieren aufbauen kann.
00:11:36: Gab's denn bei dir einen Moment bei dem du gemerkt hast Jetzt wird aus meinem Hobby oder meiner Ausbildung tatsächlich eine internationale Karrierei?
00:11:45: Da hat es einen Moment gegeben und das war interessant, so in New York.
00:11:49: Und dann habe ich eine Galerie zu mir gekommen und gesagt wir machen eine Ausstellung.
00:11:53: Wir haben ein Projekt für uns.
00:11:58: Das waren total ihres Projekts.
00:11:59: Ich hab ganz dicke Leute in Reispudding versenkt.
00:12:04: Dann sind da nur so Teile rausgekommen und es war komplett wahnsinnig!
00:12:08: Das ganze Projekt war ihre.
00:12:10: Und das hat total ihre ausgeschaut.
00:12:11: oder kann man erinnern?
00:12:14: Ganz dicke Dame, die hat sicher zweieinhalb Kilogramm oder zweieinfünfzig Gramm Kilogramms gehabt.
00:12:21: Und dann ist der Bauch da rausgekommen und es hat sich ausgeschaut wie so ein Mickey Mouse mit den zwei Bussen.
00:12:28: Und er baucht das wirklich aus.
00:12:29: Das war völlig absolut absurd!
00:12:32: Die Ausstellung haben dann drei Bilder gezeigt und die waren mega erfolgreich, weil das war der Projektraum... Der Hauptaussteller, also der Künstler, der eigentlich den Hauptgalerie Raum gehabt hat.
00:12:44: Das sind alle bei mir in dem kleinen Projekträumchen gehängt und da habe ich gemerkt okay jetzt ist es etwas... Und eine Freundin zu mir ist komplexes Matthias, you're a star!
00:12:53: You have to act like one and be like what?
00:12:57: Sehr sehr nice, kann man das irgendwo noch nachschauen?
00:12:59: Das Projekt?
00:12:59: gibt's irgendwelche Fotos auf die uns festgehalten wurde?
00:13:02: Ja ja, das hab' ich...no
00:13:08: Also online gibt's das nicht zum Nachschauen?
00:13:11: Es war eben vor Online.
00:13:14: Aber ich werde es auf meiner Webseite, die baue ich gerade fertig.
00:13:18: Also ein Update-Hilfe wird drauf posten!
00:13:21: Da sind wir schon mal gespannt.
00:13:22: Gleich guckt man mal so ein bisschen noch mehr in deine Kunst um sie vielleicht auch allen noch ein bisschen verständlicher zu machen.
00:13:31: Der Allgäu-Hit Kaffee Clutch
00:13:33: wird präsentiert von den Lebensgestaltern Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.
00:13:39: Dein ambulanter Dienst im Allgäu
00:13:41: für
00:13:41: Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:13:44: Und heute haben wir einen richtig großen Künstler- und Fotograf bei uns im Café Clutch zu Gast, Matthias Kessler aus dem Allgäusch im Kleine Meisterteil groß geworden und auch in New York dann gelebt studiert.
00:13:54: Du hast uns ja gerade von einem sehr wilden Projekt mit dem du auch berühmt geworden bist erzählt.
00:13:59: was war so das Schrägste, was du in deiner Karriere bis jetzt zu erlebt hast?
00:14:05: Das Schreckste war eigentlich, ich habe immer sehr viel für Musiker fotografiert.
00:14:10: Hip-Hop und da zum Beispiel heißt er kommt im Zehnen an der Früh, die sind meistens um zwei Uhr nachts dann antanzt.
00:14:17: D.h.
00:14:18: lange Wartezeiten?
00:14:19: Lange
00:14:19: Warteseiten!
00:14:21: Okay, gleich guck mal deine Kunst noch ein bisschen genauer an hier im Kaffee-Klatsch auf iGrate.
00:14:27: Wir sind heute im Kaffeeglatsch künstlerisch unterwegs, mein Gast heute Matthias Kessler und wir haben ja auch gerade schon ein bisschen über deine Kunst gesprochen.
00:14:35: Du warst ja erst auch so ein bisschen mit Porträt unterwegs und bist dann zur Natur drüber, darum bist du auch zurück ins Kleinweißertal.
00:14:41: für all diejenigen, die jetzt deine Kunst noch nicht so richtig kennen was möchtest du beim Betrachter auslösen?
00:14:46: Also soll er etwas erkennen oder sich vor allem etwas fragen.
00:14:50: Ich glaube es geht um die Fragestellung Unterrichtete in New York auf der Kunst-Uni und ich habe einen Studenten mal gesagt, Kunst ist etwas was wenn man es anschaut das ein verändert.
00:15:02: Also die Sichtweise verändert.
00:15:06: Wie vorher schon gesagt hab wo ich in Grönland war habe ich Eisberge nachts in der arktischen Nacht mit kunstlich ausgelichtet, mit Riesenfilmscheinwerfern und das schaut einfach anders aus.
00:15:16: Es schaut einfach sehr strange.
00:15:21: also dieser weiße Eisberg künstlich angeleuchtet, etwas was man jetzt sieht.
00:15:27: Und das ist irgendwie was wichtiges, dass es einfach komplett eine andere Sichtweise
00:15:37: ist.".
00:15:39: Habe ich sehr viel Glück gehabt, habe in der großen Sammlung einen Sponsor bekommen.
00:15:59: Weil es ist auch hier nicht teuer dort hinzufliegen, das ist der teuerste Roter der Welt.
00:16:04: und dann haben da von Kopenhagen nach Grünland geflogen.
00:16:07: Viel Filmlicht an Generatoren und allem.
00:16:10: Und was war da so das spannendste für dich?
00:16:12: Was du da miterlebt hast?
00:16:13: bei dieser Exkursion kann man eigentlich schon sagen.
00:16:16: Exkredition ja also spannendst aber dass das der Nacht, also dass er sehr dunkel is und ich hab all diese Geifers dabei gehabt, die sind nicht beleuchter Und die haben dann so langsam über zwei Wochen, ist das wirklich zu einem sehr komischen Szenario geworden.
00:16:34: Die haben sich dann glaubt dass sie umbringen will und dass es gefährlich ist.
00:16:38: Es ist halt sehr dunkel gewesen und war sehr wenig Licht und ich bin natürlich mein ganzes Leben lang aufgewachsen in den Alpen und dieses Alleinsein.
00:16:50: Das hat die Leute aus der Stadt wirklich auf die an den Rand des Wahnsinns getrieben, vom wahrsten Sinn des Wortes.
00:16:56: Wir haben wirklich glaubt dass wir dann immer mehr zurückkommen von dieser Expedition und das war wirklich komplett irre.
00:17:03: Es ist möglich ein bisschen alien movie geworden wo dann am Boot die Leute dann so langsam durchdreht sind
00:17:11: Richtig, crazy.
00:17:12: Aber jetzt auch gerade mit dieser künstlerischen oder mit dieser tollen Sache die du da gemacht hast was willst du da vor allem den Menschen näher bringen?
00:17:19: Also nur reines Künstlerische?
00:17:21: oder hat es auch irgendwas jetzt vor allem mit den Verschwinden auf der Eisberge müssen zu
00:17:25: tun?
00:17:25: Genau!
00:17:26: Das hat das mit dem verschwindenen Eisberg zu tun ist tatsächlich wir haben ja den wahnsinnigen tollen Sommer gehabt heißen Sommer aber haben natürlich Wasserprobleme weil's nicht geregnet hat das regnet immer noch nicht wirklich und Ich hab das sehr früh, komm und sehen kommen.
00:17:42: Und mir war das immer ein Anliegen irgendwie ... dass man Natur bewahrt, auf die Natur achtet usw.
00:17:52: Deswegen ist auch da die Message für mich als Künstler, dass es eigentlich auch... Dass man wirklich drauf schauen muss!
00:18:01: Wir waren dann in einer bisschen ungewichteten Zukunft.
00:18:05: Beunruhigt dich das auch so wie Künstlern?
00:18:09: Ja, also als Vater und berunderigt mich das schon.
00:18:13: Weil was hinterlassen wir?
00:18:15: Und wie hinterlassen wird's?
00:18:16: Wir kommen natürlich von der Gegend die sehr toll ist.
00:18:19: Wir haben genug Wasser hier aber den Sommer hat es gezeigt dass es auch anders sein kann und das macht man schon bisschen Angst.
00:18:27: Apropos Angst jetzt spannen mal ein bisschen zu dem Bogen.
00:18:30: Es ist ja nicht so, dass nur sozusagen die Natur sich verändert.
00:18:35: Es verändert sich auch die Arbeitswelt.
00:18:37: Stichwort
00:18:38: künstliche Intelligenz, haben wir ja vorhin schon mal ganz kurz angesprochen.
00:18:42: Wie sehr du jetzt als Fotograf vor allem hast du Angst dass KI irgendwann den Job zunichte macht?
00:18:48: oder hast du da überhaupt keine Sorgen?
00:18:50: Ich habe sonst Sorgen.
00:18:52: also wir sind in einer irrsinnigen Umwandlung.
00:18:55: ich verwende auch KI sehr viel.
00:18:58: aber was ich glaube als Kreativer und das ist wirklich was ich sehr tief in mir drin stecke Diese menschliche Kreativität, die Musik, die Literatur und die Bilder kann KI nicht ersetzen.
00:19:14: Es ist einfach auch gerade eine Musik.
00:19:16: Wenn man KI-Musik hört gibt es jede Menge.
00:19:20: Aber das macht der Mensch nicht
00:19:23: aus.
00:19:24: Das wird immer so sein!
00:19:27: Das ist auf jeden Fall schon mal ein positiver Message für allejenigen, die vielleicht auch in die Fotografie oder künstlerische Welt einsteigen wollen.
00:19:33: Aber wie verwendest du es zum Beispiel KI?
00:19:35: Also was machst du jetzt mit dem Foto, also was kann dir da KI irgendwie unterstützend mitbringen.
00:19:40: Wir machen auch Filme und so und die werden teilweise animiert, Animationsfilme Und das KI ist natürlich sehr hilfreich weil's viel viel schneller geht, viel besser geht.
00:19:52: aber man muss trotzdem doch sehr viel manuell noch machen.
00:19:55: Das ist nicht so dass die KI einfach sagt hey jetzt mach mal dies und dann kommt es so raus.
00:20:00: Man muss einfach sehr sehr viel arbeiten.
00:20:02: Es sind neue Sachen möglich, die früher vielleicht nicht so unmöglich waren und da gibt es viele Möglichkeiten.
00:20:09: Also das ist ein gutes Tool!
00:20:12: Und es wird ja dann sozusagen ein bisschen natürlich auch verändert in den Fotografien.
00:20:18: Wo endet für dich so ein bisschen Dokumentationen?
00:20:20: Und wo beginnt Manup-Panipulation?
00:20:22: Ja also die Fiktion ist immer da.
00:20:25: ich glaube sobald wir irgendwo hinschauen Zum Beispiel, ich war gerade im Gletschern in Stubaier und habe den nachts ausgeleuchtet.
00:20:33: Und da ist eigentlich schon die Manipulation da, weil es sind auch ein Stück weit Ressourcer, oder?
00:20:38: Das ist das Gletscher-Skigebiet.
00:20:42: Die haben den ganzen Gletschar weggesprengt um ihre Bergbahnstützender reinzubauen... Also geht so bisschen Hand in Hand, die Fiktion unseres menschlichen, glaube ich, sobald wir irgendwie eine Landschaft anschauen ist es eine Ressource, oder?
00:20:58: Ob das Landwirtschaftsminen-touristische Landschaft also.
00:21:05: Das hat immer eine Reseause.
00:21:07: Sehr interessant!
00:21:08: Gleich gucken wir auch noch was so in der Zukunft bei dir ansteht weil jetzt haben wir ja ein bisschen gesprochen was du bis jetzt alles zu erreicht hast was du in der zukunft geplant hast.
00:21:15: dazu gleich mir hier im Kaffee glatt Matthias Kessler heute bei uns im Café Clutch zu Gast.
00:21:21: Er ist Fotograf und Künstler, er ist in Kämmten aufgewachsen, also das ist ja gesagt geboren, im Gleibweißer-Teil aufgewachsen und dann in New York verblieben für fünfundzwanzig Jahre dort auch studiert.
00:21:30: Und wir haben gerade so ein bisschen oft eher auch schon geredet.
00:21:33: Du hast ja schon einiges erlebt in den ganzen Jahren vor allem auch bei dem Porträtfotografien und du warst zwar uns vorhin auch schon verraten, du musst es öfters länger warten auf Künstl
00:21:42: etc.,
00:21:43: pp man mal auch stunden.
00:21:45: Aber gibt es noch so einen Punkt, wo du sagst okay den wirst du nie vergessen.
00:21:48: Also mit tatsächlich Künstlern erlebt man ja glaube ich schon die eine oder andere Geschichte?
00:21:54: Ja ist Wahnsinnig!
00:21:55: Ich kann mal erinnern, ich habe dann so ne ganze Issue also von der Magazin Ausgabe fotografiert, die war nur mit Rasterfaris und MCs und die Geschichte vom Hip-Hop und wir machen Kingston wieso ich als weiße Junge aus den Bergen in diesen ganzen wahnsinnigen Plätzen hin musste, für die ganzen Black Dudes irgendwie der fotografiert.
00:22:19: Und ich kann mich erinnern, da war ich dann auf einem Konzert zum Club geben im Beat Market District in New York und da waren Rastafari und der hat mir so einen riesen Dings angezündet und dann habe ich noch fotografieren müssen.
00:22:38: Und das war irgendwie auch komplett schräg, die Jungs waren einfach komplett schläge.
00:22:45: Das sind ja auch Künstler und die sind natürlich gekommen und gegangen und man sie wollten.
00:22:50: Es ist eine sehr, sehr schräge Abteilung was da alles passiert.
00:22:53: Manchmal sind Sie halt um drei in den nachts statt um zehn am vormittag an tanzt mit der ganzen Entourage also... Alles ziemlich irre!
00:23:01: Und dann hast du ja irgendwann dich, hier haben wir ja heute ein paar Mal drückgesprochen dazu entschieden lieber bei der Natur zu bleiben.
00:23:06: Die kommt wenigstens nie zu spät das ist schon mal klar.
00:23:09: und Du bist ja auch beim Projekt das offene Tal
00:23:13: aktiv.
00:23:13: Das habe
00:23:14: ich auch mit nach recherchiert.
00:23:15: was möchtest du damit im Tal verändern oder
00:23:18: anstoßen?
00:23:19: Ja also das ist cool, wir haben gestern gerade einen Opening gehabt.
00:23:21: es war sehr sehr schön in der Cantina.
00:23:23: Was sie anstoßten will ihr einfach diese Kreativen vom Baum runter schütteln Richtig so mal raus Überall, ich war schon im Dschungel für Projekte und es gibt dann irgend einer der dann irgendwelche Sachen bastelt im Djungle.
00:23:39: Absolut nirgendwo!
00:23:40: Und ich möchte aus einem kleinen Weisertal auch wieder eine kreative Szene lebt und die möchte ich ein bisschen anstoßen.
00:23:49: Das ist sehr wichtig dass wir das haben und ich glaube Kreativität ist wirklich das was uns vor der KI schützen wird und unterscheiden wird.
00:23:58: vor allem Mit dem offenen Tal möchte einfach junge Leute, alle Leute jeden ob das Handwerker ist, Künstler, kreativer Musiker dass sie sich im Platz haben wo sie Projekte machen können und wir fördern dies.
00:24:14: Und wie kann man da jetzt theoretisch mitmachen?
00:24:16: Kann man da auch wenn man sagt okay man kommt es nicht aus einem Kleinweißertal angrenzend Allgäu, kann man dann auch mit einbringen?
00:24:22: Ja,
00:24:23: kann jeder eigentlich mitmachen.
00:24:25: Das muss natürlich sein.
00:24:27: Es geht einfach ein E-Mail schreiben an mich Und dann kommt das so auf eine Liste drauf und die versuchen wir abzuarbeiten.
00:24:35: Die ersten zwei haben jetzt mal gehabt, und wir hoffen, dass wir noch mehr machen können.
00:24:41: Es ist schön, kommen Leute!
00:24:43: Das wird sehr gut angenommen – ich glaube es ist auch ganz wichtig, dass man bei der Kultur Szene fördert.
00:24:50: Es ist so auch ein bisschen dein Zukunftsplan, also deine Zukunftskarriere.
00:24:54: Dass du dich da weiter mit einbringen willst und noch stärker mit einbringen willst.
00:24:58: oder wie schauen so deine Zukunftsprojekte in hinsichtlich Karriere
00:25:02: aus?
00:25:02: Also mir interessiert es sehr auf dieses kuratorische, dass man wirklich Leute einladet um uns zu machen.
00:25:10: Du hast den Finger gut an einen Puls.
00:25:13: Das hat tatsächlich für mich das sehr wichtig und ich hoffe, dass ich dann noch mehr machen kann diesen kuratorischen Projekten außerhalb meiner eigenen Kunst.
00:25:23: Also die eigene Kunst wird auf jeden Fall auch weiterhin stark im Fokus stehen?
00:25:26: Hast du schon irgendwie ein neues Projekt vor?
00:25:29: Ja, ich habe momentan sehr interessantes Projekt.
00:25:31: Ich war eben letzte Woche in Stuba im Gletscher durch die Gletschereste nachts ausleuchten und fotografieren was sehr deprimierend ist teilweise Und hab dann nächstes Jahr eine Ausstellung in Frankfurt mit einer Galerie gestrehen Im April, also da arbeite ich jetzt Grafin auch mit Malereien.
00:25:52: Also mit Ölkreide-Zeinungen und so.
00:25:54: Ja, da gibt es einiges Neues.
00:25:56: Du hast gerade gesagt das ist für dich deprimierend so'n bisschen die Fotografien da im Gletscher?
00:26:01: Warum?
00:26:02: Naja weil der Gletsch hat dann irgendwie fast immer mehr existiert und das was noch existiert wird dann auch teilweise mit riesen Infrastrukturprojekten also in den neuen Bahnen weg sprengt und irgendwie schaut das Ganze schon sehr... sehr deprimierend aus, vor allem wenn man so mit Kunstlicht nachts beleuchtet.
00:26:22: Hoffen wir mal dass es in der Zukunft irgendwie wieder ein kleines Wunder passiert und es wieder dann schöner auch zum Betrachten wird.
00:26:27: Apropos, wenn du jetzt um bisschen in deiner Landschaft, dein Heimat heute fotografierst.
00:26:33: siehst du sie noch mit den Augen des Kindes von früher oder komplett anders?
00:26:37: Ja ich sehe immer noch mit meinen Augen von meiner Kindheit und hat auch sehr viel zu tun mit meinem Kindheit meine Arbeit also dieses Aufwachs im Tourismus, das aufwachsenen Bergen.
00:26:48: Das
00:26:50: ist
00:26:50: bei mir immer noch sehr drinnen ja?
00:26:53: Sehr schön und was?
00:26:55: oder gibt es so einen Wunsch die du hast, was ja schon gesagt du willst dass die kulturelle Szene ein bisschen aufgerüttelt wird?
00:27:00: Gibt's noch so einen wunsch, den du für die kulturelle Zukunft des Leinweisertals hast?
00:27:05: Ich hoffe, dass wir ein Museum aufmachen.
00:27:08: also wir sind dran.
00:27:10: Das Museum wurde irgendwie vor zehn, fünfzehn Jahren mal zugemacht.
00:27:13: Wir hoffen, dass wir hier kleine Kulturstädte wieder öffnen und wirklich eine kleine Kunstszene wieder anschieben.
00:27:21: Und das passiert sehr viel im Allzertal, es sind gute Leute da und ich glaube, da sind die Hoffnungen hoch!
00:27:26: Na dann ist immer schon mal gespannt, wir werden da auch dranbleiben.
00:27:29: und vielleicht noch kurz zum Schluss... Wenn du jetzt morgen einen Künstler, einem Menschen oder einer Wahl zum Café nach New York oder kleinem Weißertal einladen könntest?
00:27:36: Wer wär's?
00:27:37: Und über was würde dir
00:27:38: reden?!
00:27:40: Es sind Freunde für mich in New York, den Mark Dion würde ich ganz gerne einladen und wir würden über die lustigen Kulturunterschiede zwischen Amerika und Österreich reden.
00:27:53: Da gibt es sicher denke ich einige, wo man über die mal reden kann und auch viel Spaß dabei haben kann!
00:27:58: Dann sage ich vielen lieben Dank.
00:27:59: Leider sind wir schon wieder am Ende unseres Café-Clatches angekommen, ja eine Stunde rast einfach dahin.
00:28:05: Matthias Kessler war bei uns, Künstler und Fotograf im Allgäu geboren in dem Kleinweißertal dann groß geworden und hat in New York studiert.
00:28:12: Dann viel Erfolg für die Zukunft weiterhin!
00:28:14: Danke dir, das war super!
00:28:16: Danke bis zum nächsten Mal, ciao!
00:28:26: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit
00:28:30: Zeit.
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