Kaffeeklatsch 17.09.26: Waldemar Ruf, er ist stv. Bezirksgruppenleiter des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Waldemar Ruf, dem stellvertretenden Bezirksgruppenleiter des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, über das Leben mit Sehbehinderung und Barrierefreiheit.
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00:00:02: Der Allgäu-Hit.
00:00:02: Kaffeeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:00:14: Heute ist mein Gast, Waldemar Ruf.
00:00:16: Schön dass Sie da sind.
00:00:17: ein herzliches Christgott gleich ganz zu Beginn an Sie.
00:00:21: Einen wunderschönen guten Morgen liebe Hörerinnen und Hörern.
00:00:24: Frau Deltrötze vielen Dank für
00:00:27: die
00:00:28: Einladung.
00:00:29: Sehr gerne!
00:00:30: Sie dürfen sich, weil hinter ihrer Funktion wirklich ich sage es mal zwei Komma fünf Zeilen stehen.
00:00:39: Gerade gern einmal selber sagen in welchem Bereich sie tätig sind und was so ein bisschen das Motto auch für diese Stunde Kaffeeklatsch ist.
00:00:47: Also mein Name ist Waldemar Ruf.
00:00:49: Ich bin stellvertretender Bezirksgruppenleiter der Bezixgruppe Allgäu des bayerischen Blinden-und Seebehindertenbundes TV
00:00:58: Und wir gehen zusammen auch in Gedanken heute doch kämpfen durch, wo die eine oder andere Stolperstelle ist.
00:01:06: Warum es diesen Verband oder Verbund die Bezirksgruppe Allgäu gibt und was vor allem auch euer Aufgabengebiet ist?
00:01:13: Was so die klassischen Fragen sind, wo ihr Unterstützung gibt an alle da draußen das und mehr in dieser Stunde.
00:01:21: Schön dass Sie da sind!
00:01:22: Danke Heute geht es um Seen und ums ganz gut Hören natürlich auch.
00:01:28: Es geht immer den bayerischen Blinden- und Seebehindertenbund mit der Bezirksgruppe Allgäu, Walde Maruf Sie sind stellvertretender Bezirkstruppenleiter.
00:01:38: So jetzt habe ich diese vielen Buchstaben auch einmal selbst genannt.
00:01:42: Wie groß ist denn da Ihr Einzugsgebiet von der Bezerkstruppe
00:01:45: Allgäusch?
00:01:46: Unser Gebiet umfasst das Ganze Allgäu?
00:01:50: Also geografisch, die ganzen vier Landkreise.
00:01:53: Genau!
00:01:54: Die ganzen vier Ladenkreise.
00:01:55: und natürlich kommunizieren wir auch über die Regiongrenzen hinaus.
00:02:02: Ich habe mir Gedanken gemacht über die Angebote, die wir präsentieren.
00:02:09: Diese Angebote sind vielfältig.
00:02:11: ausgerichtet sind diese an Menschen mit Seeverlust ein Stück weit auch Menschen, die unter einem See und Höherverlust leiden.
00:02:25: Also sind doch verschiedene Spargen ein bisschen dazu zusammengefasst bei Ihnen?
00:02:30: Das ist nur ein Teil des Ganzen denn wir arbeiten ganz gerne mit verschiedenen Behörden zusammen.
00:02:38: zum Thema der barrierefreien Umweltgestaltung
00:02:46: Auch das ist ein sperriger, so'n richtiger bürokratischer Begriff.
00:02:50: Warum hat die Politik immer so sperrbegriffe?
00:02:54: Auch Kempten, Inklusionsstadt ist seit etlichen Jahren da sehr aktiv oder hat sich das auch unter anderem auf die Fahnen geschrieben und in den letzten Jahren ist da ja auch einiges passiert.
00:03:07: Vielleicht nochmals ganz kurz zu der Bezirksgruppe Allgäu.
00:03:11: Sie haben die geografische Fläche schon beschrieben.
00:03:14: von der Mitgliederanzahl oder für wie viele Menschen sind sie so eine Anlaufstelle kann man es sagen?
00:03:19: Wir
00:03:20: haben im Moment Mitglieder, viele verloren durch den Tod und Austritte.
00:03:29: Aber wir weiten unsere Angebote auch an die Betroffenen, die nicht Mitglieder sind.
00:03:37: Wenn es tatsächlich um eine gesetzliche Vertretung geht dann ist die Voraussetzung einer Mitgliedschaft.
00:03:45: Dass man dann entsprechend auch handeln oder machen kann?
00:03:49: Ja
00:03:49: weil heute immer noch viele soziale Nachteile bestreiten und dementsprechend ist es leider so oder Gott sei Dank so geregelt.
00:04:01: Ja, wie lange sind Sie da schon mit dabei?
00:04:04: Oder auch auf dieser Position?
00:04:05: Sie haben den Viz in den Stellvertreter!
00:04:09: Ich
00:04:10: bin seit... ...zweitausunddreiundzwanzig dabei.
00:04:14: Und das ist ja aber noch recht
00:04:16: frisch?!
00:04:16: Ja,
00:04:17: das ist recht frischt und grundsätzlich Ehrenamtlich aktiv seit dem Jahr.
00:04:25: Das ist ja wiederum schon länger.
00:04:27: Ja, weil die ehrenamtliche Tätigkeit hat einen breiten Spektrum und in meinem Fall ist der Schwerpunkt das Bauen von Straßen, Häusern, Schulen, Kindergarten, Spielplätzen, Fußballplätze, Fußballstadien – all das umfasst!
00:04:50: die Umsetzung der Barrierefreiheit.
00:04:52: Das ist, ja da geht es um die großen Dinge!
00:04:55: Da geht's wirklich um die grossen Dinge gar nicht mal so sehr im heimischen Umfeld.
00:05:01: auch das?
00:05:02: Ja
00:05:02: doch dass die Schulen hier in Kämmten zum Beispiel oder das zum Steinhaus, das Quarnhaus sind schon Sachen, wo man einen längeren Anlauf braucht und zum einen und zum anderen.
00:05:21: Wir gehen ganz einfach mit den zuständigen Bearbeiten ins Gespräch und loden dort aus was es für unseren Personenkreis möglich ist welche Umsetzungen gegeben sind und das Ganze beginnt auch vom Kleinauf angefangen von einer Treppenmarkierung bis hin zu einem Leitsystem
00:05:45: Gerade vor allem, weil sie das Kornhaus angesprochen haben.
00:05:48: Das ist ja ein altes und sehr historisches Gebäude hat ja eine lang oder mehrere Jahre Sanierungsgeschichte schon hinter sich.
00:05:58: da wurden Sie oder die Bezirksgruppe mit eingebunden.
00:06:02: was können wir für Menschen tun?
00:06:05: Die sehbehindert sind, die ganz blind sind in irgendeiner Form eingeschränkt sind oder ein bisschen gehandicapt?
00:06:12: Ja, wir haben eine Anfrage von der Stadt Kempten bekommen.
00:06:18: Von der entsprechenden Abteilung
00:06:21: wo es um die Sanierungspläne geht und vom Kemptner Messe- und Veranstaltungsbetrieb?
00:06:27: So heißt's!
00:06:28: ganz offiziell, muss man ja das Kind beim Namen nennen.
00:06:32: Und da sind sie mit einbezogen worden gerade dass die Sanierung nicht das ist.
00:06:36: das heißt es ist das Konhaus saniert worden Mensch und da hat man wieder Geid an alle Menschen dacht.
00:06:42: Richtig richtig und für mich ist es wichtig wenn irgendwelche Projekte angedacht sind was wir von Anfang an dabei sind dass die Inklusion von Anfang An beginnt und angefangen von einem Leitsystem, der vom Stiftsplatz bis hin zum Haupteingang des Gornhauses führt.
00:07:06: Bis hin zur Informationsgestaltung zu barrierefreien Zugang auf der elektronischen Ebene und dementsprechend waren wir sehr froh dass wir von Anfang an dabei waren.
00:07:19: Waldemar Ruf Sie sind selbst ich sage es jetzt einfach mal so Betroffener.
00:07:24: Sie können zumindest nicht zu einhundert Prozent schauen.
00:07:28: Wie guckt es bei Ihnen aus?
00:07:30: Also ich bin seit meiner Geburt blind, habe eine Schulabstausbildung und auch eine berufliche Ausbildung und bin seit zweitausendfünf hier in Camden, hab hier in Campen einen Arbeitsplatz und die erste Anlaufstelle hier in zur damaligen Zeit der Bayerischen Blinden und Seebehindertenbund?
00:07:55: Das ist eigentlich ein guter erster Kontakt.
00:07:57: Man hat gleichgesinnte, man hat eigentlich alle People irgendwo in einem Boot die einem dann gerade wenn man eh neu in einer Stadt in einem Ort ist, ein bisschen lescher sagen können wie es hier oder wie weit denn der Ort schon ist.
00:08:11: in Sachen Inklusion.
00:08:13: Mir ging es damals darum, sich ein bisschen in der Umgebung auszukennen.
00:08:19: Und zu dem Zeitpunkt hatte ich etwas mehr Vermögen so dass ich lediglich eine Orientierungstraining brauchte und den habe ich bekommen sodass ich halbwegs mich in meiner Umgebungszeit auskenne.
00:08:36: Also sie sind komplett eigenständig, haben ein eigenes Zuhause richten da.
00:08:40: Alles ist zugeschnitten auf ihr Handicap sage ich jetzt einmal so und Sie kennen sich ja blind aus ohne dass das jetzt irgendwie behaftet ist Formulierung?
00:08:50: Nur mit Hilfe des bayerischen Blinden unsich behinderten Bundes war es mir möglich eine selbständige Haushaltsführung zu meistern.
00:09:00: Es gibt einen Kollegen bei uns der zu dir nach Hause kommt und sich die Situation anschaut.
00:09:07: Und mit Hilfe verschiedener Kniffe und Tricks, die einem beigebracht wird bekommt man gezeigt dass man ohne sehen sein Haushalt meistern kann ob es jetzt um die Wäsche ging, ob sie jetzt um Kochen, um Böken, um Nähen oder sonstige Fertigkeiten die man im Haushalt braucht.
00:09:29: Was Sie immer dabei haben, ist der blinden Stock.
00:09:31: Das ist wirklich so der Verlängerter Arm, der ein bisschen die Umgebung in einem Radius von einem Meter, sag ich mal, abskennt, abklopft, abtastet, dass sie auch auf den unterschiedlichen G-Steigen zurechtkommen oder wann eine Ampel da ist?
00:09:47: Da ist eine Straße!
00:09:48: Das
00:09:48: ist richtig.
00:09:49: und zu diesem Zweck wurden gewisse Standards entwickelt also gewisse Normierungen Und hier in Campton gab's sogar auch zu diesem Thema eine Schulung beim Tiefbauamt, wo ich mit meinem Kollegen die Schulungen durchgeführt haben wie die Leitsysteme aussehen sollen.
00:10:11: Die ist halt sich in Campton und auch sogar in der ganzen Region etabliert dass wir als Experten in eigener Sache immer zur Rate gezogen werden falls es irgendwas Neues in der Planung ansteht.
00:10:26: Jetzt haben Sie gerade eine Norm angesprochen oder das Wort Norm verwendet.
00:10:31: Norm in welcher Hinsicht?
00:10:33: und gilt es dann deutschlandweit weltweit?
00:10:36: Abstände, ich sage jetzt mal bei Ampeln oder dass eine Absenkung ist eine gewisse Riffelung im Weg.
00:10:44: Ist das Standard auch überall?
00:10:47: Also die ich spreche jetzt von Deutschland.
00:10:50: diese Standards sind in manchen technischen Baubestimmungen verankert, in manche Designormierungen die vom Institut der Normung entwickelt worden sind bzw.
00:11:04: von verschiedenen Ausschüssen und da sitzen wir als Betroffene und können manche Regelungen oder Standards auch beeinflussen damit einer der von Hamburg kommt ins Allgäu das gleiche Leitsystem vorfindet wie in Hamburg
00:11:22: Oder umgekehrt natürlich, wenn Sie nach Hamburg gehen.
00:11:25: Wichtig sind die Standards, die je bundesweit verbaut werden.
00:11:32: Haben sie dann Beispiel oder ein zwei Beispiele?
00:11:35: Dass wir uns das ein bisschen genauer oder besser vorstellen können?
00:11:39: Zum Beispiel Gleis I kommt nach Hauptbahnhof.
00:11:43: Schaut euch das genau an und da sind die Systeme so verbaut wie es sein soll für uns als Orientierung.
00:11:51: Und es gibt natürlich, ich muss dazusagen, zum Thema Orientierung entsprechende Schulungen.
00:11:59: Gibt's ein Mobilitäts-Training für jeden der an Ansehverlust leidet?
00:12:07: Diesen Training bekommt man von einer Krankenkasse finanziert aufgrund eines Rezepts von einem Augenarzt und dementsprechend wird man geschult auch mit diesen Leitsystems zurechtzukommen.
00:12:21: Gerade vielleicht ein Beispiel nochmals von so einem Standard.
00:12:25: Sie haben den Bahnhof angesprochen, ist da irgendwie eine Markierung im Boden wo überall gleich ist?
00:12:31: Sind das Querellen?
00:12:32: sind es die
00:12:32: Knubbels?
00:12:33: also die verschiedenen Querquerellen und Knubbelns haben einen bestimmte Information für uns und je nachdem wie das Leitsystem verlegt ist bietet die Möglichkeit nach links oder rechts uns umzudrehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
00:12:52: Ein
00:12:53: gutes Beispiel ist zum Beispiel ein Leitsystem am Kornhausplatz.
00:12:59: Da kann man wirklich nachvollziehen von A bis Z wie wir vom der Kreuzung bis hin zum Haupteingang finden
00:13:11: Und was sind Orientierungsrillen oder diese Knubbels?
00:13:15: Ich habe die jetzt Knubbels genannt
00:13:20: Das sind die Aufmerksamkeitsfelder.
00:13:22: Also, die Feldern mit den Knubbeln, wie sie sagen, das heißt Achtung hier soll links und rechts von dir oder vorne irgendeine weiteren interessante Informationen kommen.
00:13:39: Soll es eine Abwägung sein?
00:13:41: Soll ist auch eine Infostehle sein je nachdem.
00:13:47: Und zum Thema Infostähle.
00:13:50: Hier in Kempten werden, in der nächsten Zeit einige Stählen installiert und bevor das Ganze stattfindet sind wir mit den Verantwortlichen schon jetzt im Gespräch wie diese Infostehle für blinde und sehbehinderte zugänglich sein soll.
00:14:08: Welche Hilfsmittel gibt es denn da standardmäßig deutschlandweit?
00:14:12: Wir haben die Knubbels angesprochen.
00:14:15: Ich konnte mir merken, rechts oder links.
00:14:16: gibt es eine weitere Information für jemand der See eingeschränkt ist.
00:14:21: Ich kenne auch die Querrillen!
00:14:24: Vielleicht eine kleine Hilfe für mich.
00:14:26: was bedeuten die Quer- und Längsrillen?
00:14:29: Und wir haben akustische
00:14:30: Signale.
00:14:31: Die Querrille sind die Person, die die Straße querren möchte veranlasst anzuhalten.
00:14:41: Da es ja gefährlich sein kann Und die Rillen, die längs Richtung verliegt sind, da sind die Rille, denen ich folgen kann.
00:14:53: Und natürlich gibt es noch Begleitstreifen, da wir ja nicht nur als blinde Menschen unterwegs sind sondern auch als See behinderte und die Knoppen nennt man das!
00:15:01: So
00:15:02: dass sie knubbelst ist Knoppe der offizielle Fachausdruck Das haben Sie mir ja schon erklärt, mit rechts oder links.
00:15:07: Ich krieg weitere Informationen wenn ich auf Knoppen stoße und wir haben jeder Kens oder hat's gesehen und auch gehört an großen Ampeln oder an Ampelen die über eine größere Straße führen das akustisches Signal.
00:15:23: Das ist schon mal primär.
00:15:24: sie haben es mir vorhin erklärt dass ich weiß da kommt eine Kreuzung, da kommt überhaupt
00:15:30: ne Ampel!
00:15:35: zur Aufwendbarkeit, wenn man die Tasten an der Ampel betätigt wird dementsprechend akustisch die Grünphase signalisiert wo ich dann ohne Angst über die Straße
00:15:47: kommen kann.
00:15:49: Und habe ich große Ampen oder eine große Straße zu überqueren?
00:15:52: Habe ich dieses Mittel innehalten also diese kleine Pausenstation?
00:15:57: und auch da hab' ich nochmal die Möglichkeit
00:16:00: auf
00:16:01: dieses gelbe Klickding zu drücken.
00:16:05: Genau bei den größeren Mehrspurige-Kreuzungen gibt es eine sogenannte Querungsstelle und dort befindet sich auch ein Mast mit einem Anforderungstaster, wo man die Taste drücken kann und kann ein weiteres grün anfordern.
00:16:23: Diese Tasten sind ebenfalls genormt denn bevor ich eine Kreuzung betrete, kann ich beim Erfassen der Taste feststellen ob es tatsächlich auch eine Querungsstelle gibt.
00:16:35: Sie sind in erster Linie natürlich auch mal erst Kontakt für alle die neu ins Allgäuer gezogen sind, neu vielleicht nach Kämmten sich zu informieren.
00:16:44: wo finde ich was?
00:16:46: Wo bekomme ich Hilfe?
00:16:48: Das ist glaube ich ja mal wirklich die Bezirksgruppe Allgäusso als Erstanlaufstelle.
00:16:54: Richtig wenn jemand neu hergezogen ist kann man natürlich mit uns Kontakte aufnehmen und bekommen umfassende Unterstützung in unterschiedlichen Lebenslagen.
00:17:07: Also wenn tatsächlich einer der Betroffenen ist, der unter Seefilus leidet oder auch als blinder Mensch beispielsweise von Berlin ins Allgäu umgezogen ist und sind wir der erste Kontakt.
00:17:22: Ist es eigentlich auch so, wenn ich Urlaub machen würde?
00:17:25: Wir hatten vorhin das Hamburger Beispiel.
00:17:28: Wenn Sie jetzt zum Beispiel in Hamburg Urlaub machen würden, könnten sie da auch Kontakt aufnehmen und sagen hey was habt ihr für Sehenswürdigkeiten?
00:17:35: Wie seid ihr ausgerüstet?
00:17:37: Kann ich alleine hin?
00:17:38: Brauche ich jemand?
00:17:40: Selbstverständlich.
00:17:42: Wir gehören einem deutschlandweiten Verband an dem DBSV, Deutscher Blinden- und Seebehindertenverband unter diese, also auch ohne diese Voraussetzung.
00:17:55: Man kann jeden Ortsverein kontaktieren und die Informationen gibt es auf www.dbsv.org Und da kann man sich einlesen zu unterschiedlichen Themen und natürlich auch zu den Ortsbereinen wo man sie findet.
00:18:15: Find ich eine coole Geschichte.
00:18:16: das hat man gar nicht so irgendwie im Hinterkopf dass quasi ein Partner-Bezirksgruppel Connecte.
00:18:25: Ich habe es gerade, Sie haben zwei Flyer mitgebracht.
00:18:27: die habe ich mir grad von Ihrer Seite schnell rüber geholt.
00:18:30: den stellen wir natürlich auch vor.
00:18:31: Adresse nochmals Internet und so weiter bekommt ihr dann auch bei uns über Algorhead.de beziehungsweise.
00:18:37: wir machen ja noch einen Instagram realvierzweibeide.
00:18:41: Die wichtige Message ist glaube ich auch zu sagen nach draußen Ihr seid nicht alleine.
00:18:47: Wir sind viele!
00:18:49: Wir sind Gemeinschaft.
00:18:50: Richtig, richtig.
00:18:51: Die Menschen die vom Seeverlust betroffen sind, sind nicht alleine.
00:18:56: Wir bieten Begegnungsnachmittage für unsere Mitglieder und für unsere Interessierten an Und ich selber biete einen Begegenungsnachtmittag Jeden ersten Samstag in Memmingen dort im Café Brommler an Und je entkämmten ihm Storcheneiste jeden zweiten Freitag.
00:19:17: Nur im Oktober ist es leider Da war ich viel zu langsam mit der Reservierung.
00:19:23: Das ist
00:19:23: so, da war schon ausgebucht!
00:19:25: Ja
00:19:26: und somit haben wir auf den ersten Freitag am zweiten Oktober verlegt.
00:19:31: Was passiert an so einem Nachmittag?
00:19:32: Also wer kommt?
00:19:33: um welche Themen geht es da?
00:19:35: Wir treffen uns um siebzehnunddreißig zu einem Feierabend treff.
00:19:40: Und dort informiere ich die Interessenten und Betroffenen über verschiedene Themen verschiedene Projekte hier in Chemten, wie zum Beispiel am einundzwanzigsten September Bus-Einstiegstraining.
00:20:00: Das ist ja jetzt da demnächst!
00:20:01: Wir haben ja heute das siebzehnte September
00:20:04: oder am zwanzigste September Kunst im Park auf dem Gelände von Körperbehinderter Algorin
00:20:11: Hans Glück.
00:20:11: der war in dieser Woche bei mir.
00:20:13: Jetzt haben wir auch schon drüber gesprochen.
00:20:15: Ein ganz tolles Event.
00:20:18: Grund dessen, dass ich überall vernetzt bin, bekomme ich unterschiedliche Informationen.
00:20:24: Und dementsprechend fühlen sich diejenigen, die sich für unseren Personenkreis interessieren wohl bei uns und natürlich verschiedene Spezifische Informationen.
00:20:36: Wo bekomme ich Hilfsmittel?
00:20:39: Welche Hilfsmittel ...
00:20:40: Genau, welche sind das?
00:20:41: Gerade für Sehende.
00:20:43: vielleicht einmal ein Beispiel.
00:20:44: Das ist der blinden Stock könnte ich mir vorstellen.
00:20:47: Ist es auch die Manschette am Oberarm oder dieses Symbol?
00:20:50: Ja,
00:20:51: ja,
00:20:52: richtig!
00:20:53: Für die Sehenden schon erkenntlich genau.
00:20:55: Für
00:20:56: die Seehenden nur an die Sehen mögen sich bitte informieren was diese Symbolik bedeutet.
00:21:02: Diese Symbolik bedeutet nicht radioaktiv?
00:21:05: Nein, wo viele immer meinen da kommt jetzt ja genau.
00:21:09: Dann klären Sie uns auf.
00:21:10: sagen es uns vielleicht nochmals was die Farben auch schwarz-gelb bedeuten.
00:21:15: Diese drei Punkte sind dafür da.
00:21:19: wenn man sie sieht dann man weiß ist das ein Mensch mit Beeinträchtigung und man soll ihn bitte nicht schubsen oder nicht blöd ansprechen.
00:21:31: Dementsprechend dieses Symbolik als Armbände, oder als Sandstecker.
00:21:35: Oder als Badekapper.
00:21:39: Die gibt es in verschiedenen Varianten.
00:21:42: Zu diesen Themen kann man unsere Beratungsstelle aufsuchen und wir haben viele Adressen wo man diese Sachen beziehen kann.
00:21:51: Einige Hilfsmittel haben wir vor Ort für diese Plakette zum Beispiel Und meine Kollegin die Frau Antoort ist heute von elf bis sechzehn Uhr vor Ort in der Hirnweinstraße Acht.
00:22:05: Da können sich die Betroffenen
00:22:07: hinwenden.".
00:22:08: Wir haben natürlich oft eher auch ein bisschen geplaudert, Ruf!
00:22:12: Ich habe schon wieder so viele Informationen bekommen, die muss ich jetzt erst mal sortieren... Jetzt machen wir ganz kurz über die Bezirksgruppe Allgäu.
00:22:20: Kann man unter anderem auch Infos zu Begleitpersonen bekommen?
00:22:26: Weil Sie möchten natürlich auch ins Konzert, so wie ich oder ins Kino oder ins Isochi zu einer Sportveranstaltung.
00:22:34: Ja es ist möglich.
00:22:35: Wir haben verschiedene Informationen vor Ort Welche Organisationen ein Begleitservice anbieten.
00:22:43: Ich muss sagen ausdrücklich tatsächlich nur für die Freizeitgestaltung, nicht fürs Einkaufen und Arztbesuch oder
00:22:50: so weiter.
00:22:51: Nein!
00:22:52: Dafür gibt es auch andere Organisationen, die dies anbieten.
00:22:56: über solche Informationen verfügen wir auch.
00:23:00: Und natürlich dann je nachdem zum Beispiel bei Freizeiten ins Kino, Konzert, Restaurantbesuch, Veranstaltungsbesuch Erwähnen, was ich gerne mache.
00:23:17: Den Begleis-Service für die Allgäuferstwoche.
00:23:21: Die Ehrenamtliche Engagierte werden von uns geschult, denn es gibt ganz bestimmte Begleittechniken für blind und zivilen Menschen.
00:23:30: Diese Schulungen können die ehrenamtlichen von uns bekommen und natürlich auch die Angehörigen.
00:23:38: Ganz wichtig ist es, dass wir die Angehörigen gleich mitnehmen.
00:23:44: Mit dem Betroffenen, das wir dem zeigen wie man mit jemandem der schlecht zieht oder gar nicht sieht.
00:23:51: Wie man mit ihm umgehen soll was man dabei beachten soll Das ist uns als Selbstsettel für Gruppe unheimlich wichtig.
00:24:02: Ich habe die Möglichkeit vor demjenigen zu laufen, dass er die Hand auf der Schulter beispielsweise hat und so ja auch Unebenheiten, Ansteigungen, Treppen etc.
00:24:11: spürt – er spürts!
00:24:13: Aufgrund der Körperbewegung des Vorgängers.
00:24:16: einhaken kann ich.
00:24:17: Der Begleiter wenn gewünscht kann natürlich Abstände Kann Dinge beschreiben das der nicht zu gut sehende Ein bisschen an Infos bekommt.
00:24:28: Richtig richtig aber dazu kann ich auf unsere Rehrfachkraft verweisen.
00:24:36: Ja?
00:24:36: Der Schuldi Ehrenamtlichen und da ich von Geburt blind bin, spreche ich direkt mit der Begleitperson wie es gerne hätte, wie ich
00:24:48: geführt werden möchte oder begleitet werden möchte.
00:24:51: Genau genau und meistens damit nicht jeder schreibt hier pass mal auf die Kante.
00:24:56: Nein gibt es auch einige Bewegungen, die man mit dem Arm ausführen kann.
00:25:01: Die mich von der Treppe rauf oder treppe runter einfach warnt und so funktioniert's natürlich.
00:25:10: es gibt auch unterschiedlich auch andere Methoden wenn tatsächlich jemand nicht angefasst werden möchte.
00:25:16: da gibts auch kleine so bändel
00:25:19: genau genau so ein band das habe ich auch schon gesehen so ein stückler schnur oder kordl wo man einfach Das.
00:25:25: eine Verbindung muss da sein, weil ich übertrage ja mit meiner Gistig mit meinem Ding das weiter.
00:25:32: Sie haben mir gerade erzählt natürlich geht es auch in Fußballstadien und Sportveranstaltungen.
00:25:37: wie funktioniert das?
00:25:38: Wie bekommt man das mit?
00:25:40: Natürlich durch den Text oder doch was nicht.
00:25:44: visuell geht nicht über das Audio.
00:25:47: Viele Sportvereine bieten eine Art Bildbeschreibung nämlich Auten heißt Audiodeskription und viele Firmen stellen die Audiodiskription her.
00:26:00: Dabei geht es um die Live-Beschreibung der jeweiligen Situation, nicht nur im Sport, in dem kulturellen Bereich bei allen möglichen Veranstaltungen.
00:26:14: Es gibt zum Beispiel Veranstaltung, die man auch am Telefon erleben kann.
00:26:19: für Anstaltungen Mit einem Stichwort bei Anrufkultur kann man die entsprechenden Informationen bekommen.
00:26:28: Brauche ich eine App aufs Handy?
00:26:30: Brauche ein spezielles Handy?
00:26:32: Nein, sie brauchen keine App je nach Situation, je nach Veranstaltung, die Sie besuchen wollen, die mit Audiodescription ausgestattet ist.
00:26:41: Bekommen Sie gleich bei der Anmeldung zu der Veranstaltungen angesagt wie es oder beschrieben auch wie es funktioniert.
00:26:48: Meistens sind's nur Kopfhörer mit einem Lautstärke-Regler, mehr ist eigentlich nicht.
00:26:55: Und natürlich hat die ganze Organisation drum herum das Landesteater Schwaben, wie solche Veranstaltungen sogar mit einer
00:27:05: Touch-Tour.
00:27:06: Das heißt jemand vor der Veranstaltung kann die Bühne besichtigen, die Bündnisse besichtigend können, kann mit den Schauspielern sprechen.
00:27:15: Also abschließendes Wort für diesen Kaffeeklatsch?
00:27:18: Die Zeit des Rassant vergangen.
00:27:21: Was wünschen Sie sich für die Zukunft herupf?
00:27:24: Ich wünsche mir mehr für die Zukunft, mehr Zusammenhalt, mehr Informationsausdausch.
00:27:31: Denn ich als Vorsitzender beworben Beirat für Menschen mit Behinderung noch Vorsitzende von Beirats für Menschen Mitbehinderungen.
00:27:38: Nächste Woche werde ich nochmal gewählt wahrscheinlich.
00:27:42: Sie sind sehr zuversichtlich!
00:27:45: Ich wünschte mir mehr Informationsaustausch.
00:27:49: kommt auf uns zu, spricht mit uns auch wenn es... Auch wenn die Situation ausweglos erscheinen mag.
00:27:57: Wir finden immer ein Weg derjenige Nuss.
00:28:00: Man muss tatsächlich nur wollen und bitte nicht über den Betroffenen sprechen sondern den Betroffenen möglich mitbringen Mit ihm sprechen was seine Wünsche sind Und ist es angefangen von der Kulträne Teilhabe bis Besuch einer Bücherei ist es alles möglich.
00:28:20: Danke, dass Sie da waren!
00:28:21: Bitte
00:28:34: schön!
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