Kaffeeklatsch 15.09.26: Thomas Pfluger, Energieberater aus Wildpoldsried und Vorsitzer bei VET4AFRICA

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Thomas Pfluger aus Wildpoldsried. Der Energieberater und Vorsitzende von VET4AFRICA e.V. gibt Einblicke in seine Arbeit, sein Engagement für den Verein und die verschiedenen Projekte, die ihn beschäftigen. Außerdem sprechen wir über Energie, Nachhaltigkeit und darüber, was ihn persönlich antreibt, sich auch abseits seines Berufs für andere einzusetzen.

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00:00:02: Der Allgäu-Hit Kaffeeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

00:00:14: Heute sprechen wir über Wildpolzried und seine unterschiedlichen Facetten, über Pioniersarbeit was man dort schon vor Jahrzehnten geleistet hat.

00:00:24: Thomas Fluger meiner Interview-Gast heute.

00:00:27: Schön dass Sie da sind.

00:00:27: Habt Fluger

00:00:28: herzlich willkommen.

00:00:29: Ja, herzlich willkommen auch von meiner Seite und vielen Dank für die Einladung.

00:00:33: Sehr sehr gerne!

00:00:35: Wie kann ich Sie denn beziffern?

00:00:36: Sie haben viele Ehrenämter, sie sind unter anderem...

00:00:41: Ich mache die Energie-Exkursionen

00:00:44: ganz

00:00:44: genau zusammen mit dem Kollegen Günther Mögele.

00:00:48: Wir blicken in die Historie vom Energiedorf Wildpolzried Aber machen auch einen Blick in die

00:00:55: Zukunft,

00:00:55: wohin das Ganze führen könnte oder führen wird.

00:01:00: Thomas Pflugger aus Wildpolzrieden ist inzwischen

00:01:03: auch

00:01:03: ein Wildpoltrider.

00:01:07: Gerade haben Sie mir oft eher bissel exakt eigentlich kommensgebürtig von einer anderen Oberallgäuer-Ecke her Wattindelang, Waltenhofen, Wildpolzried.

00:01:16: Das waren so wichtige Stationen bei Ihnen?

00:01:19: Wie ist es dazu kommen, dass Sie in Wildpolsried dann mal hängen geblieben sind?

00:01:23: Ja ich hatte während des Studiums eine Softwarefirma gegründet und mein Kompagnon war aus Willpolzrid.

00:01:29: Hatte dort eine Zimmerei Und so hat sich das ergeben.

00:01:32: Wir haben da unser erstes Büro gehabt In einem quasi alten Gebäude und haben später ein Bürogebäude gebaut in der Dorfmilchstraße und so.

00:01:43: Da habe ich den oben im Dachgeschoss losschiert, damit ich immer rechtzeitig zur Arbeit

00:01:47: gekommen bin.

00:01:48: Ganz ganz kurze Anfahrts- oder Angehwege?

00:01:51: Absolut!

00:01:51: Das sind ja ein paar Schritte dann gewesen.

00:01:55: Dann waren Sie quasi mit dabei wo sich das Energiedorf Wildpolsried quasi grad so sammkauft hat um dass man diesen Weg einschlägt.

00:02:05: Waren sie von einer Geburtsstunde eigentlich dann fast schon mit dabei?

00:02:09: Ja, aber nur als Zaungast, ihr erzählt es auch mal bei den Exkursionen.

00:02:13: Dass sie so einen Blick wie der Bürger hatte also war selber anfangs nicht vollig in die Internas involviert.

00:02:21: Aber ich denke das ist manchmal ganz interessant wenn man erzählen kann wie man als Bürger das gesehen hat Die Wahrnehmung und wie man dort auch Umfragen gemacht hat Und was man sich dabei gedacht hat.

00:02:34: Das erzähle dann auch bei den Energie-Exkursionen den Gästen.

00:02:38: Energie-Exkursionen, das ist so was Sie mehrheitlich machen.

00:02:43: Sie haben nur ein paar andere Facetten, da gehen wir auch im Lauf der Stunde noch ein Ansprechpartner in Sachen französische Partnerschaft zu Wildpolzried aber auch eine Geschichte die sich aus diesem Energiedorf Wildpolsried ja mal heraus kristallisiert hat Wett für Afrika.

00:03:02: Vocational

00:03:03: Education and Training, das ist der englische Begriff für Berufsausbildung.

00:03:07: Wie hat sich das entwickelt dass Sie hier Energie-Exkursionen machen?

00:03:11: Wie guckt eine Energie-Exkursion aus und für wen ist eine Energie Exkursions auch gedacht seitens des Ortes?

00:03:20: Also ganz grundsätzlich wollen wir zeigen wie das Modell erneuerbare Energien was es insgesamt bringt Und das wollen wir Leuten zeigen, zum Beispiel Gemeinderäten, Aktionsgruppen und das eben auch international.

00:03:36: Also über die gesamte Bandbreite – wir haben viele Gruppen aus Deutschland jetzt gerade wieder oft, weil ich ja aus der Schweiz.

00:03:43: Das kommt immer ein bisschen darauf an wo grad wieder das Thema besonders aufplott?

00:03:48: Da ist man dann natürlich erster Ansprechpartner.

00:03:51: Wenn man Wildpolzrit beschreibt in Sachen Energiedorf, wo fange ich an?

00:03:57: Wo höre ich auf?

00:03:58: Weil ich glaube diese ganze Palette der regenerativen Energiemöglichkeiten ist im Ort vertreten oder fehlt noch was!

00:04:07: Also es ist schon fast alles vertreten, wir zeigen eigentlich auch dass es sehr wichtig ist diesen Mix zu haben.

00:04:13: Ich sage immer so ja auch wenn manche Zeit in der Politik gerade im Bayern gesagt wurde über Bayern scheint immer die Sonne da braucht man keine Windkraft.

00:04:22: nur als Beispiel sage ich mal bei uns ist das wichtig dass sie den gesamten Mix haben und da klärt es auch dass die Energieformen auch komplementär sind.

00:04:29: also braucht man immer wieder mal was.

00:04:32: Aber Windenergie haben Sie gerade schon angesprochen, das ist ein Teilbereich oder ein Fuß auf dem Fundament.

00:04:38: Sehr wichtiger ja!

00:04:40: Wie viele Windräder sind da?

00:04:41: Inzwischen über

00:04:44: zehn.

00:04:44: Ja es sind über zehn und die nächste Zeit werden noch welche dazukommen.

00:04:49: Sonnenenergie wahrscheinlich.

00:04:51: Oder Photovoltaik.

00:04:53: Natürlich aus Salathermie und dann hat man natürlich ein wichtiges Thema auch unsere Dorfheizung zusammen mit dem Biogas, also das ist so ein wichtiger Aspekt.

00:05:03: Wir haben auch noch drei kleine Wasserkraftwerke aber die spielen eigentlich untergeordnete Rolle weil es sehr wenig Energie ist, die da produziert wird.

00:05:11: Aber wird über die Wasserkraftenergie

00:05:14: erzeugt?

00:05:15: Ja natürlich Welcher

00:05:16: Bereich fehlt dann?

00:05:17: Ach, heutzutage kann man da noch ganz viel sehen.

00:05:20: Also da müsste man jetzt sagen, da würde man vielleicht zu weit gehen was alles fehlt aber vielleicht eher interessant war sie in Zukunft noch kommen kann.

00:05:26: ja das ist sicher Speichermöglichkeiten ist es diesen Thema?

00:05:30: wir haben mittlerweile ein Batteriespeicher der wurde heuer eingeweiht.

00:05:35: Wir denken über ganz viele Themen nach und da ist immer so wichtig da braucht man so den richtigen Teil der sich dort gerade ergibt.

00:05:44: Da gibt es sich oft von außen irgendwelche Anregungen, manchmal auch Förderprogramme.

00:05:48: Und dann springt man da damit auf und wir müssen aber – das sind viele Zufälle, die da zusammenfassen.

00:05:55: Sie machen Exkursionen, sogenannte Energie-Exkursionen?

00:05:59: Wie verläuft die Route?

00:06:00: Und wie lang dauert so eine Exkorsion?

00:06:03: Ist das eine Halbtagesgeschichte?

00:06:05: Ist es ein Zwei-Stunden-Nummer, gibt's eine Short-Version oder eine Langversion?

00:06:10: Wahrscheinlich auch immer Zugschnitten auf die Gruppe, die Sie begleiten.

00:06:15: Ja also man kann bei uns Halbtagesexkursionen buchen und Ganztagsexkorsionen.

00:06:20: Ich hab jetzt zum Beispiel diesen Freitag eine Ganztagsexkursion.

00:06:24: Die fängt in der Früh um neune Uhr an.

00:06:26: da haben die Gäste dann nehmen sich etwas mehr Zeit.

00:06:28: Dann macht man Vortrag.

00:06:30: Der dauert je nachdem wie die Leute Beim Thema sind, wie weit sie vorinformiert sind.

00:06:37: Was Sie fragen haben dauert der zwei Stunden zwischen einer halben und zweistunden.

00:06:42: Und dann danach machen wir einen Dorfrundgang jetzt bei der Ganztagestour.

00:06:46: Dann machen wir miteinander mit...

00:06:48: Was sind dafür Stationen?

00:06:49: Ja da gehen wir bei der Dorfheizung im Keller unter den Unter der Reifeisenbank im Dorfsaal, darunter ist die Zentrale der Dorfheizung.

00:07:00: Das schauen wir uns an also dort zwischen Palätsofen da ist die Pumpe die das ganze Wasser durchs Dorftransportiertes warme Wasser.

00:07:09: dann laufen wir weiter und schauen uns den Kindergarten-Kinderkrippe an weil es um die Schule plus Energiehäuser sind d. h., die erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen.

00:07:21: Und dann laufen wir weiter zur Tonnhalle.

00:07:24: Und für mich ist es ganz wichtig, dass man uns das Vivalamor und dem Badeteich anschaut.

00:07:32: Das finde ich so wichtig, weil das ist ein Zeichen, wie sich ein Dorf entwickeln kann, was man sich vielleicht vorher gar nicht vorstellen kann, wie es werden wird.

00:07:41: Dann laufen wir zurück über den Energiecampus, wo bei uns so Forschungsprojekte waren – jetzt der Batteriespeicher – Nachkauf der Laden, weil da gibt es auch eine Ladestation, das Schnellladestation für Elektroautos.

00:07:55: Zurücktypischerweise dann kehren wir ein zum Mittagessen und nachmittags fahren wir an die Windräder.

00:08:02: Willpolzriedisch ist ja der Windstützpunkt Schwaben.

00:08:05: Richtig!

00:08:06: Und da gehen wir dann in den Schlüssel dabei.

00:08:09: Dann geben wir so einen Windrad rein.

00:08:10: Man kann nicht drauf... Aber

00:08:13: ich glaube unten wenn man reingeht, kennt ihr meistens die Windräder nur von doch eine größeren Entfernung vom Vorbeifahren und denkt sich schon, ja oh das ist schon so ne imposante Nummer.

00:08:26: Aber wenn man so direkt davor steht die haben da schon krassen Durchmesser zum Teil.

00:08:31: Ja also

00:08:32: es gibt ja kleinere und größere

00:08:34: aber

00:08:35: das ist Wie viel Meter ist das unten?

00:08:37: doch, zwanzig?

00:08:39: Und

00:08:39: es sind knapp so fünfzehn Meter.

00:08:41: Ich weiß jetzt gar nicht ganz genau aber das ist schon wichtig dass die Leute das erleben können und da mache ich dann auch versuche das ein bisschen unterhaltsam zu gestalten.

00:08:51: Ich frage die Leute dann zum Beispiel ob sie wissen Wie tief das Fundament ist von so einem Windrad, des ca.

00:08:57: hundert-achtzig Meter?

00:08:58: Also beim ausgestreckten Flügel ist es... Was würden Sie denn schätzen

00:09:02: mit dem

00:09:03: Tonfundament?

00:09:05: Wie hoch ist es?

00:09:06: Also bei einem aufgestrecktem Flügehundert-Achtzig Meter.

00:09:10: Hundert-aachzig Meter!

00:09:12: Wenn ich jetzt da mal so ein normales Haus nimm, keine Ahnung hat vielleicht zwanzig oder nee, fifteen Meter Höhe dann geht's drei Meter runter also dreimal so hundert achtzig geteilt.

00:09:22: auch drei sechzig Meter

00:09:24: Ja, das sagen viele Leute.

00:09:26: Aber es ist in Wirklichkeit nur ca.

00:09:28: drei Meter fünfzig ungefähr und die hatte lange Zeit auch gar nicht die echte Antwort dafür.

00:09:34: Ich wusste das gar nicht ganz genau aber ich hatte mal eine Gruppe von Statikern die zur Besichtigung da waren.

00:09:40: Das war von einer Hochschule und die haben mir das dann erklärt dass einfach das Gewicht des Windrats so entscheidend ist und wenn man etwas umstößt dann muss man auf einer Seite auf hochheben und wenn das dann so schwer ist, dann geht es nicht.

00:09:56: Dann kriegt

00:09:56: man's nicht mehr hoch?

00:09:58: Eigentlich wie eine Fichte die umfällt!

00:10:00: So ein Flachwurzler.

00:10:01: Ja

00:10:02: genau,

00:10:03: Windrad ist ein Flachtwurzeler.

00:10:06: Aber was natürlich auch ist ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit also bei arkaneartigem Sturm drehen sich die Flügel aus dem Wind sodass dass keine Kraft mehr drauf wirkt und dann kann es deswegen nicht umfallen.

00:10:20: Also das ist dann so der letzte Haltepunkt.

00:10:25: Es haben Sie ja gesagt, Sie haben schon unzählige Exkursionen begleitet und geführt.

00:10:31: taucht oder auch bei den Vorträgen taucht da immer wieder eine Frage auf.

00:10:36: Das ist die Frage aus dem Publikum – die Frage vom Besucher, die Frage von der Expertengruppe.

00:10:44: Ist das ganz unterschiedlich?

00:10:45: Ich denke, eine Frage ist immer zentral.

00:10:48: Warum konnte das hier entstehen?

00:10:51: Was ist hier besonders?

00:10:52: Also das vor allem auch Gemeinden oder Gruppen die egal ob sie der Führer dagegen sind wollen wir wissen was ist hier das Besondere dass es funktionieren kann.

00:11:03: Und da sagen wir halt auch, dass es sehr wichtig ist, dass die Bürgerbeteiligung viel ausmacht.

00:11:08: Das heißt wenn man die Leute nicht zu Betroffenen macht also wenn dann Nicht-Investoren aus München Berlin oder sonst irgendwo herkommen Sondern bei uns sind sie ja nur Investoren aus dem Dorf und das ist schon Wichtig der Fragen einen dann die leute immer wann gibt's wieder ein Windrad?

00:11:24: Wann kann man wieder investieren?

00:11:27: Bildet auch so ein Gewiss.

00:11:29: Das ist ein sehr wichtiger Aspekt und das erklären wir auch, warum es so wichtig ist.

00:11:33: Ja, das ist natürlich auch ein Zusammenhalt.

00:11:35: So einen Ort finanziert sich er selbst oder zum Großteil selbst oder ist mit betroffen und es bleibt halt bei uns.

00:11:42: Genau!

00:11:42: Und wie Sie gesagt haben doch ein Investor der von weiter weg kommt und dann natürlich auch irgendwann mal die Früchte

00:11:49: pflückt,

00:11:50: die gesät worden sind.

00:11:52: Also es ist nicht nur die geografischen Voraussetzungen auch dass Wildpolsrieder einer günstigen Stelle liegt mit diesem Kamm wo wir Windenergie nutzen kann.

00:12:03: Da spielen ganz viele Komponenten

00:12:05: mit

00:12:05: rein und wahrscheinlich der Kern oder das Herz sind die Bürger?

00:12:11: Ja sicher auch, also ich mache das immer am Beispiel der Nahwärme.

00:12:16: da habe ich so eine Folie wo zwanzig Sattelzüge mit Öl draufstehen Und da sage ich immer, das ist das Öl, das früher ins Dorf gekommen ist.

00:12:28: Das haben wir bestellt und wenn wir das bestellen in Kempten zum Beispiel dann müssen wir es zum Schluss auch wieder bezahlen.

00:12:34: D.h.,

00:12:35: das Geld fließt.

00:12:36: mir zahlen danach Kempte die Kemptenerzieher zahlen nach Ingolstadt und die Ingolstädter zahlen sie nach Saudi-Arab.

00:12:41: Und dann sage ich mal, jetzt wissen Sie warum die Saudis so reich sind und wie so arm?

00:12:46: Und jetzt erkläre Ihnen aber das Gegenteil mit erneuerbaren Energien bleibt diese Wertschöpfung im Ort!

00:12:52: Und ja, da verdienen Leute damit.

00:12:55: Der Landwirt der zum Beispiel das Biogas produziert oder oder oder aber das sind halt Leute die hier ihrem Mitarbeiter beschäftigen bezahlen, die hier ihre Steuern bezahlen.

00:13:07: und dann fragt ihr immer so ins Publikum oder bezahlt bei ihnen Shell Steueren?

00:13:11: Und die meisten sagen natürlich Nein!

00:13:13: Natürlich nicht.

00:13:15: Thomas Pfluger aus Wildpolzried ist unter anderem

00:13:18: dafür Ansprechpartner,

00:13:19: was Energieekskursionen angeht.

00:13:22: Internationale Gäste, Besucher, Gruppen haben sie da schon durch den Ort geführt.

00:13:28: Aus welchen Herrenländer?

00:13:29: Ist es wirklich von A wie Arabien bis Z zu Zahire?

00:13:34: Au, da bin ich jetzt völlig überfragt.

00:13:36: Jetzt haben sie mich aber aufs Glatteis gehört!

00:13:38: Also Arabern

00:13:38: vermutlich nicht so wobei die sind ja mittlerweile auch auf erneuerbaren Energien unterwegs.

00:13:42: Aber sonst eigentlich schon die ganze Welt.

00:13:44: das war schon ein Gäste aus Fukushima das kennt man ja.

00:13:49: Ich hatte zum Beispiel eine Gruppe aus Südkorea die mittlerweile auch öfter kommt.

00:13:53: es ist ein Verein der sich um die Entwicklung des Landes kümmert und Die haben dann auch gesagt, ich soll danach mal zu ihnen kommen und soll dort Vorträge halten.

00:14:05: Und das haben wir dann auch gemacht und es war super spannend auch zu lernen was warum haben die Interesse an so etwas?

00:14:14: Und die haben zum Beispiel sehr viel Interesse An der Wertschöpfung dass die Wertschöffung also auf dem Land bleibt.

00:14:21: man kann sich das in Südkorea gar nicht vorstellen dass da die Traditionen sind Leute, die dann den Reis anbauen und das kann man sich bei so einem Land gar nicht vorstellen.

00:14:33: Das ist wahnsinnig von der Industrie bis hin zu Landwirtschaft ein sehr spannendes Feld, das wir da

00:14:40: haben.

00:14:41: Jetzt gibt es einen Projekt in Wildpolzrit, dass im weitesten Sinne natürlich schon wieder mit Energiegewinnung zusammenhängt, ist jetzt aber nicht aus dem Energiedorf Wildpolizrit klassisch entstanden.

00:14:57: Es war

00:14:57: sehr weit ausgeholt.

00:14:58: Also es ist so, dass sich eine Gruppe von Berufsschullehrern hat ... Das waren diese Zeit als viele Flüchtlinge da und haben dort ja auch Fortbildungsmaßnahmen gemacht.

00:15:12: Da hat man mit denen Solarkoffer gebaut Das heißt, das sind Koffer, wo oben drauf eine Photovoltaikanlage ist.

00:15:19: Es ist quasi ein kleines Haus und an dem kann man das alles illustrieren und lernen wie das funktioniert.

00:15:27: Und wir haben über den Dr.

00:15:29: Gert Müller als der Entwicklungshilfeminister war, der hat das Thema unterstützt und dann sind Gruppen zu uns nach Willpolzried gekommen zu einer zweivöchigen Fortbildung.

00:15:40: Es waren vorwiegend Berufsschullehrer oder Hochschuldozenten und dann haben wir mit denen diesen Koffer gebaut.

00:15:47: Und wir haben da festgestellt, dass die Hochschuldozente zwar ein super theoretisches Wissen aber praktisch wie das geht ganz wenig wissen.

00:15:56: und uns war es ganz wichtig hier Praxis aufzubauen, Praxiskentnisse zu schulen.

00:16:04: und wir haben mit den diesem Koffern gebaut Und die haben dann den Koffer mitbekommen und haben dann in Afrika zu Schulungszwecken verwendet.

00:16:12: Haben da Messgeräte mit dabei gehabt, konnten dann eben darstellen wie das funktioniert.

00:16:16: wenn die Sonne scheint wird die Batterie geladen Wenn die Sonnae grad mal nicht scheint oder mehr Verbrauch ist wird die batterie wieder entladen und da konnten sie es messen und können so ihren Schülern zeigen dass Photovoltaik ein Riesenvorteil ist.

00:16:30: Ja

00:16:31: Das ist so spannend weil wir hatten zum Beispiel einen Besucher Oder ein Teilnehmer bei der Schulung, der gesagt hat ja in seinem Land ist Photovoltaik eher verrufen.

00:16:40: Weil nur die, die keinen Stromanschluss haben brauchen eine Photovoltage auf dem Dach.

00:16:45: Also man sieht das ist sehr spannend und das war für uns auch wichtig dafür.

00:16:49: Deswegen dieser Bezug zu Wildpolzidien auch zum zeigen.

00:16:52: In Wildpolkzid funktioniert es auch und macht einen Punkt mit Wertschöpfung.

00:16:57: Wir produzieren jetzt circa im elektrischen Bereich sogar zwischen acht bis zehn Mal so viel Energie wie das Dorf braucht.

00:17:05: Und für mich ist es immer das Beispiel, dass die Dörfer in Zukunft die Städte versorgen können also des Landversorgers die Stadt.

00:17:13: Ich habe das mal bei einem Symposium hier in Kempten auch gesagt.

00:17:16: Kemptend kann da soviel Windkraft machen.

00:17:19: Das geht gar

00:17:20: nicht.

00:17:22: Aber wir liefern gerne den Strom nach Kemptn bekommen dafür etwas Geld, sind da für froh und vielleicht kriegen wir dann genauso guten Nahverkehr wie eine Stadt München oder sowas.

00:17:32: Hat auch schon in München so was vorgestellt und das ist schon wichtig dass man dort die Zusammenhänge richtig erkennt.

00:17:39: Und das erklären wir auch den Afrikanern und sagen wenn ihr Öl- oder Benzin kauft, dann fließt es Geld ab.

00:17:48: Hab da ja eh nicht so viel.

00:17:50: Aber wenn ihr Sonnenenergie erneuerbare Energien verwendet, dann habt ihr den großen Vorteil.

00:17:55: Die Sonne schickt euch keine Rechnung das Geld bleibt hier und ihr habt noch die Energie zusätzlich.

00:18:00: Das ist ein sehr schlagendes Argument!

00:18:02: Es ist ein schlagentes Argument auch sehr klassisch und plausibel dargestellt.

00:18:08: Wie groß ist dieser Koffer?

00:18:10: Sie haben da so einen Solar-Anlage für ein Minihaus quasi mit dabei.

00:18:17: Also wir machen das in mehreren Stufen.

00:18:19: Es gibt den kleinsten Koffer, der ist so groß wie eine Handtasche habe ich auch dabei.

00:18:24: Der ist eher ein kleines Beispiel für jeden Einzelnen.

00:18:27: Dann haben wir das mobile Labor mit dem man dann in der Schule zeigen kann und die größere Ausbaustufe ist ein größerer Koffe für eine Gruppenarbeit.

00:18:41: Und dann haben wir noch eine Phase zwei wo oder ein Version zwei, wo wir mit denen dann ein richtiges Haus aufbauen.

00:18:51: Das heißt das sind wirklich echte große Photovoltaik-Paniele plus Wechselrichter und Batterien.

00:18:58: Und mit diesem System kann man Haus versorgen in Afrika vielleicht sogar ein kleines Dorf.

00:19:03: Wir haben damit auch schon mal einen Auto geladen mit dem System.

00:19:06: Also das bauen wir dann in Gruppen.

00:19:07: Da sind immer so Gruppen mit drei Teilnehmern die an einem Teil bauen Und zum Schluss, am Ende der ganzen Schulung werden die drei Systeme zusammengeschalten.

00:19:19: Das ist ein dreifasiges System und dann ist das ein vollwertiges System.

00:19:24: Wir sind in Wildpolzried aber auch in Afrika um genauer zu sein – in Uganda.

00:19:29: ein tolles Projekt heisst….

00:19:31: Wett vor Afrika?

00:19:33: Wir sind mittlerweile ein Verein weil Förderung, die Bundesförderung leider nicht nur in Deutschland.

00:19:40: Das wurde ja weltweit die Förderungen für afrikanische Staaten weniger geworden und wir sind deswegen ein Verein und müssen das Geld selber beschaffen.

00:19:51: Wir sind also eine Gruppe aus verschiedensten Leuten aber einen Schwerpunkt sind Berufsschullehrer regelmäßig wieder nach Afrika fahren

00:20:02: und

00:20:02: dort dann wieder die Projekte von uns anschauen und wieder unterstützen, weitere Schulungen machen.

00:20:08: Und eben unsere Kollegen, wir nennen die Kollegen also unsere Master Trainer.

00:20:12: Wir haben also circa dreihundert Master Trainer ausgebildet.

00:20:16: in wieviel Jahren?

00:20:18: Wenn man das so ein bisschen ins Verhältnis setzt oder seit wann gibt es Wett vor Afrika?

00:20:23: Also der Verein wurde in den Jahr zwei Tausend Zwei Jahr zwanzig gegründet und wir haben zwei tausend achtzehn angefangen.

00:20:28: Und seitdem machen wir das, hatten schon auch viele Gruppen hier im Wölbholz-Ried.

00:20:34: Nur das Problem ist heute, dass können die Afrikaner die Reisekosten nicht bezahlen und es wurden eben früher Bezuschuss.

00:20:41: Das müssen wir jetzt als Verein leisten.

00:20:44: Wir machen zum Beispiel auch Sammeln EDV Hardware oder auch Photovoltaik und sammeln das hier packen das in großen

00:20:53: Container und liefern es nach

00:20:55: Afrika.

00:20:56: Aber eigentlich ist der Schwerpunkt bei uns schon, dass wir Know-how liefern.

00:21:02: Das heißt, wir wollen nicht nur Gerätschaften geliefert werden und wenn die dann kaputt sind kann niemand mehr reparieren.

00:21:09: Es ist ganz wichtig den Leuten das Know-How mitzugeben um dann danach auch zu sagen okay das Problem ist das PV Modul oder die Batterie.

00:21:19: Wir haben eben auch erlebt viele Produkte in Afrika verfügbar sind.

00:21:24: Aber da ja vieles aus China kommt, hat man uns erklärt dass die Chinesen die mindere Qualität nach Afrika liefern und deswegen bilden wir die Leute auch aus um die Qualität zu erkennen.

00:21:37: dann kann der also mit dem Messgerät bis auf den Markt schauen.

00:21:42: ist das Modul vernünftig funktioniert es noch oder hat es schon gar keine Leistung

00:21:46: mehr?

00:21:47: Sind das so mal kannte Unterschiede auch bei den Modulen?

00:21:50: Also so krass, wenn Sie sagen das kann ich dann messen.

00:21:54: Nicht dass jetzt irgendwie was falsch sagt aber so ein Chinashrot brauche ich da nicht?

00:21:59: Wenn es wirklich schrott ist, kann man es sehr wohl erkennen.

00:22:01: also das ist auf jeden Fall zu messen.

00:22:04: wie gesagt da gehört natürlich etwas Know-how dazu und eben auch das Verständnis dafür und das vermitteln wir denen eigentlich klassischerweise in einer vierzentägigen Schulung wo wir wirklich anfangen von Nachhaltigkeit, von erneuerbar bis hin zur komplexen Technik.

00:22:23: Und letztendlich hoffen dich dann auch mal autark sein mit dem Ort?

00:22:28: Mit dem Dorf also unabhängig und sich selbst versorgen können.

00:22:33: Waren Sie zufällig auch schon in Uganda?

00:22:36: In Uganda war ich nicht aber im Senegal habe da eine Schulung gemacht zusammen mit Kollegen.

00:22:45: Ja, das ist immer... Also man muss wissen, Afrika ist natürlich sehr unterschiedlich in den verschiedenen Ländern.

00:22:50: Wir haben Teilnehmer aus siebzehn Ländern bei uns gehabt schon und da sind die Bedürfnisse etwas unterschiedlich.

00:22:58: Aber wir legen ja den Schwerpunkt auch darauf, dass Menschen ausgebildet werden.

00:23:04: Wir wollen auch, dass die vielleicht danach ein Gewerbetreiben oder damit ihr Geld verdienen können.

00:23:10: Da haben wir ein paar gute Beispiele damit ihr Geld verdienen und die installieren, die Anlagen installieren oder vielleicht im kleinsten Fall nur lokal was machen.

00:23:22: Damit man Handys laden kann oder so.

00:23:24: Hilfe zur Selbsthilfe dass man eigenständig ohnehin das ich angewiesen bin auf fremde Hilfe?

00:23:32: Genau!

00:23:33: Das ist sehr interessant, es ist ein Projekt was natürlich auch in der Zukunft weiter geht.

00:23:39: Wo sieht sich Wildpolzried, um vielleicht nochmals den Kreis in den Ort zu schließen?

00:23:45: Wo sieht es sich Wildpolzried in zehn, fünfzehn Jahren?

00:23:50: Ist man da erneut Vorreiter in der Energiespeicherung möglicherweise?

00:23:57: oder gibt's noch andere Ideen die da verfolgt werden, dass man da die Energienase weiter vorne hat.

00:24:07: Ideale Wünsche, Träume oder sowas.

00:24:10: Also ich stelle mir vor dass wir dann die Möglichkeit haben Energie zum Beispiel Wasserstoff zu produzieren ist eine Idee und das sind wir auch schon in einigen Schritten schon etwas weiter.

00:24:23: Das andere ist es mit der Nahwärme.

00:24:26: da wollen denken wir über einen Wärmespeicher nach, es wird in Zukunft öfter passieren dass die Windräder abgeschaltet werden müssen weil zu viel Energie im Netz ist und die Leitungskapazitäten genutzt werden.

00:24:44: Und dann könnten wir uns vorstellen das wir den Strom quasi einen großen Wasserbehälter füttern das Wasser aufheizen und da gibt es eben so eine Untersuchung, dass ein ganzes Wochenende wo die Anlagen sonst abgeschaltet werden müssen.

00:25:03: Könnte man das Wasser so heizen, damit das Dorf zwei bis drei Wochen heizen kann?

00:25:09: Wow!

00:25:09: Und das wäre doch so ein Ding wo man sagt Das wär richtig toll.

00:25:13: aber dann braucht man ein paar Rahmenbedingungen und die muss man halt schaffen und das wird sicher sehr spannend und interessant.

00:25:21: Das klingt irgendwo logisch, diese überschüssige Windenergie oder das zu viel produzierte ist ja kostbaresgut so zu leiten um das anders zu nutzen.

00:25:34: Oder dann im Nahwärmenetz mit heißem Wasser.

00:25:37: Einfach vor Ort zu nutzen.

00:25:39: wenn man es nicht wegtransportieren kann können wir's vor Ort nutzen.

00:25:42: Danke für Ihren Besuch hier im Studio den Einblick in den Ort, aber auch die Kooperationen.

00:25:48: So nenne ich das mal unter anderem mit Uganda.

00:25:51: Wett vor Afrika.

00:25:52: Thomas Pflugerschön dass sie da waren.

00:25:54: Vielen Dank, dass sich da sein dürfte und es war sehr kurzweilig.

00:25:58: Also könnte man jetzt noch zwei Stunden weiter machen.

00:26:00: Dann können wir noch länger.

00:26:01: Super!

00:26:01: Müssen wir einen zweiten Teil einmal planen?

00:26:04: Ja

00:26:04: gar nicht, danke.

00:26:05: Der

00:26:05: Allgäu-Hit Kaffee Clutch wurde präsentiert von Den Lebensgestaltern stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.

00:26:14: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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