Engagement mit Herz: Sabrina Preßler über Verantwortung, Jugend und das Rote Kreuz
Shownotes
In unserer neuen Podcast-Folge dürfen wir Sabrina Preßler aus Fischen im Allgäu begrüßen – die neue stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Jugendrotkreuzes. Mit beeindruckendem Engagement und klarer Vision spricht Sabrina über ihre Motivation, junge Menschen für ehrenamtliches Engagement zu begeistern, über die Bedeutung von Mitmenschlichkeit im Alltag und darüber, wie das Jugendrotkreuz Brücken zwischen Generationen baut.
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00:00:01: Gesund
00:00:02: und vital durch den Tag.
00:00:04: Der Allgäu-Hit-Kaffee-Clutch wird präsentiert von der Bahnhofapotheke Kempten und Pur Natur, weil Gesundheit bei der Ernährung
00:00:11: beginnt.
00:00:13: Ich begrüße ganz herzlich als mein erster Gast in dieser Woche zum Kaffee-Clutch Sabrina Pressler.
00:00:18: Schön, dass du da bist.
00:00:19: Ja, hallo, ich freue mich mega, hier bei euch zu sein und bin echt gespannt auf die Stunde.
00:00:24: Ich bin auch sehr gespannt, denn dir darf man eigentlich auch noch ganz offiziell zu einem besonderen Titel gratulieren ist noch gar nicht so lange her.
00:00:33: Du bist irgendwie auf Bayern-Ebene ganz weit oben.
00:00:36: In welchem Bereich?
00:00:37: Ja, also wenn wir das dann so sagen möchten.
00:00:38: Vielen Dank erst mal.
00:00:40: Ich bin jetzt seit Ende September gewählt im stellvertretende Landesleitung des Bayerischen Jugendruckkreuzes.
00:00:47: Und ja, von dem her ist irgendwie alles noch so ein bisschen neu für mich.
00:00:50: Aber ja, von dem her habe ich mich selber die Anfrage gefreut.
00:00:54: Und jetzt wird sie so die nächsten Wochen nach der Einarbeitung zeigen, was so meine Aufgaben alles sind.
00:01:02: Kriegst du eine Visitenkarte?
00:01:03: Ist das so?
00:01:04: Ja, habe ich tatsächlich eine Visitenkarte bekommen, da müsste ich mal in meinen Marketing-Emmischer fragen.
00:01:09: Aber ja.
00:01:11: Sehr schön, was nicht ist, es wird ja noch, du bist ja noch ganz frisch auf diesen Posten, aber bis es zu diesen Posten kam, da müssen wir so ein bisschen erst mal in deiner Vita schauen und gruscheln, denn BRK, Rotes Kreuz, erste Hilfe jetzt im Allgemeinen, hat gefühlt bei dir schon ja fast im Windelalter eine sehr wichtige Rolle gespielt.
00:01:31: Von wo bist du, du gebürtig, ja, Allgäuer, fehl bist.
00:01:34: Ja, also ehrlicherweise hält sich mein Allgäuer-Dialekt ziemlich in Grenzen, aber ich bin in Innenstadt geboren und bin auch da aufgewachsen und bin in Sonthofen zur Schule gegangen aufs Gymnasium dort.
00:01:45: Also von dem war mein Lebensmittelpunkt eigentlich immer das Allgäu.
00:01:49: mit verschiedenen Wohnorten, mal Burgwerk, mal Fischen, mal Sonntufen.
00:01:53: Ganz unterschiedlich, aber...
00:01:55: Sehr verwurzelt hier.
00:01:56: Wann hat es dann angefangen mit dem Interesse an erster Hilfe?
00:02:00: oder wie bist du draufgekommen?
00:02:02: Das ist ja faszinierend.
00:02:03: Das ist ja was über das eigene Wirken hinaus auch... positiv oder gut ist, waren irgendwie deine Eltern, deine Familie schon irgendwie so im Rettungsdienst, erste Hilfe ehrenamtlich unterwegs, dass man da halt so als Kind mitläuft, mitwächst, mit reinwächst.
00:02:22: Man kennt es wahrscheinlich gar nicht anders.
00:02:24: Ja, also fast.
00:02:25: Tatsächlich ist meine Familie schon in vielen Bereichen sehr aktiv.
00:02:29: Also gerade mein Onkel oder mein Opa damals war im Ehrenamt sehr aktiv.
00:02:34: Meine Mama ist im medizinischen Beruf und mein Onkel eben auch im Rettungsdienst tätig und so habe ich meinen Weg irgendwie über den Schulsanitätsdienst wie viele andere auch so zum Roten Kreuz gefunden und hatte Gott sei Dank ja einige Förderer, die da sehr dahinter waren und mich in Ausbildungen gebracht haben und ja eben über den Schulsanitätsdienst am Gimmiensonntofen Da schlägt man Herz auch nach wie vor irgendwie so dafür.
00:03:01: Ja, die Schule, da kommen wir dann später noch drauf zu sprechen, dieser Schulbereich, der dann bei dir ja auch so ein bisschen im Fokus ist.
00:03:09: Aber du bist beruflich auch in Richtung Erste-Hilfe, sage ich jetzt einfach mal, gekommen gegangen.
00:03:16: Ja, also tatsächlich bin ich aktuell auch bei... beim Roten Kreuz angestellt.
00:03:22: Also seit Oktober mache ich dort eine Auswirkung zum Notfallsanitäter, beziehungsweise zur Notfallsanitäterin.
00:03:28: War davor aber sowohl schon ehrenamtlich als auch hauptamtlich im Rettungsdienst tätig die letzten zehn Jahre.
00:03:33: und ja, wenn man so sagen will, bin ich auch irgendwie ja mit einem BAK, mit einem JAK verheiratet mit dem jungen Rotkreuz und ja, vertrete da die Überzeugungen sehr.
00:03:44: und ja, das ist im Moment so mein Lebensgang.
00:03:47: Das ist es.
00:03:48: Super interessant.
00:03:50: Kannst du dich noch an dein erstes Verband anlegen erinnern oder so dein erstes größerer Einsatz?
00:03:57: Vielleicht auch schon in der Schule irgendwie jemanden Pflaster gegeben, der sich keine Ahnung irgendwo gestoßen oder aufgeschnitten hat.
00:04:05: So dein erster Rettungseinsatz.
00:04:09: Ja, spannend, dass du das fragst.
00:04:10: Da müsste ich jetzt echt nochmal kurz nachdenken.
00:04:13: Ich habe so zwei Situationen im Kopf.
00:04:15: Natürlich als Schulsanitäter ist man total aufgeregt, wenn es dann heißt Schulsanitätsgruppe XY in die Tourenhalle, weil irgendwas passiert ist.
00:04:24: Und ja, tatsächlich kann ich mich noch an so meinen ersten Einsatz erinnern.
00:04:28: Das war bei einer Sportveranstaltung und da ist ein kleines Mädchen, ich glaube, eine Fünf-Sechs-Klässlerin, ungebremst gegen die Tourenhallenwand gerannt und hatte sich den Kopf verletzt und hatte auch eine Gehirnerschütterung.
00:04:41: und ja, so der klassische Ablauf der dann so in
00:04:48: der beim Turnen halt auch mal passieren kann.
00:04:51: Ja, sollte natürlich nicht.
00:04:53: Aber so war mein erster Kontakt mit erster Hilfe im Schulsanitätsdienst.
00:04:58: Und ja, dann ging es halt weiter.
00:04:59: Genau.
00:05:00: Wie wird man denn da überhaupt zum Schulsanitätsdienst?
00:05:04: heißt er zum Jahrgangs Anfang?
00:05:06: Hey Leute, wer mag ganz gern da ein bisschen.
00:05:08: Wir hat schon Vorkenntnisse oder ist das erst
00:05:11: ne
00:05:12: AG und entwickelt sich dann weiter.
00:05:14: Es sind natürlich ältere Schüler, die immer wieder die Jüngeren mit reinnehmen und mit einen binden dann auch.
00:05:20: Also in Sonntofen am Gymnasium ist es beispielsweise so, und ich weiß noch mal ganz, ganz vielen anderen
00:05:25: Schulen,
00:05:25: dass der Schulseilitätsdienst durch das BRK betreut wird, durch das Jugendruckreuz, je nachdem, welche Ausbilder da sind.
00:05:32: Und so ist es auch in Sonntofen, dass der Rainer Bumann, der hat damals und macht auch jetzt noch Mit vollem Taten drank in Schulsalität sieht es und bildet da in regelmäßigen Abständen die Schülerinnen und Schüler aus.
00:05:44: Und ab der achten Klasse darf man da dann mit teilnehmen.
00:05:48: Muss man auch eine Prüfung machen, gell?
00:05:49: Ja, den ersten Hilfekurs, der ist Voraussetzungen und eine regelmäßige Fortbildung, dass man einfach auch, wenn es drauf ankommt, auch einen Fachbissen mitbringt.
00:05:58: Natürlich ist man immer unter Begleitung und Aufsicht einer Lehrkraft, aber das eigenständige Arbeiten und ja auch medizinische Maßnahmen.
00:06:07: dann durchziehen, dass es ja das coole und das Spannende mal abgesehen davon, dass man natürlich auch den Unterricht für den Zeitflaggen verlassen darf.
00:06:15: Da kann man dann mal aus dem Matheunterricht raus.
00:06:19: Das mit dem Schulsanitätsdienst, das ist echt eine coole Geschichte.
00:06:23: Das BRK merkt ja da irgendwo so grundsätzliches Interesse an dieser Tätigkeit ist, betreut das Ganze.
00:06:29: Und selber als Kind hat man ja eigentlich schon so eine geöffnete
00:06:33: Tür
00:06:34: in einen Bereich, wo man sagt, ah, Das geht step by step weiter und ich kann viel lernen und habe auch da dann später unfassbar viele Möglichkeiten.
00:06:45: Das war bei dir, glaube ich,
00:06:46: endlich.
00:06:47: Ja, absolut.
00:06:49: ursprünglicher Gedanke in den Schulsanitätsdienst zu gehen war.
00:06:52: Ich kann überhaupt kein Blut sehen und ich will was dagegen tun und mehr mit Menschen zu tun haben.
00:06:58: Und ja, wenn er irgendwie so ein bisschen aktiv dagegen angegangen.
00:07:02: Und eben über den Schulsanitätsdienst bin ich dann in die Bereitschaft in Sonntofen gekommen, also beim Roten Kreuz.
00:07:08: Und ja, damals war es eben so, dass es noch keinen Jugenddruckkreuz, keine Ortsgruppe damals in Sonntofen gab.
00:07:14: Also bin ich direkt mit fünfzehn in die Bereitschaft gekommen.
00:07:18: kommen zu den Großen, zu den Erwachsenen, dass alles einwandfrei funktioniert und da habe ich meine ganzen Ausbildungen gemacht zum Sanitäter und dann jetzt zum Rettungssanitäter noch während meiner Schulzeit.
00:07:30: Genau.
00:07:31: BRK, diese drei Buchstaben, die passen schon fast irgendwie so auf den Oberarm.
00:07:39: Eigentlich auch interessant, dass du da eingestiegen bist und gar kein Blut hast singen können, aber so als Eigentherapie ist jetzt wahrscheinlich anders.
00:07:46: Im
00:07:46: Endeffekt, ja, im Endeffekt.
00:07:47: Mittlerweile gar kein Thema mehr und jetzt mache ich es
00:07:51: ja auch hauptberuflich.
00:07:53: Wie oft warst du eigentlich selber schon beim
00:07:54: Blutspenden?
00:07:55: Boah, jetzt hast du mich ja bis tatsächlich Blutspenden.
00:07:58: Sorry.
00:07:59: Tatsächlich war ich erst ein einziges Mal, aber das hängt doch damit zusammen, dass ich echt eine Angst vor Nadeln habe.
00:08:06: Selber welche legen?
00:08:07: Selber legen
00:08:08: habe ich kein Problem, aber bei mir, da hast du mich wirklich erwischt.
00:08:12: Aber natürlich unsere Bereitschaft in Sonntofen ist da auch voll dahinter, die organisieren auch immer die Blutspennedienste.
00:08:19: Ganz wichtig, vor allem nicht nur in der Sommer- oder Hochferienzeit, sondern tatsächlich das ganze Jahr über, denn ohne Blut kein weiteres Leben.
00:08:28: Und diese Blutkonserven müssen natürlich,
00:08:31: haben ja auch
00:08:31: eine gewisse Haltbarkeit und da muss permanent auch Nachschub geordert werden können.
00:08:37: Ja, ja klar, also eine ganz, ganz wichtige Sache.
00:08:39: Geht Blutspenden?
00:08:41: Geht Blutspenden bei jeder Internetadresse der BRK Ortsverbände.
00:08:45: Einfach, da ist so die ganze Terminierung auch sichtbar.
00:08:50: Das ist bloß bei mir, wenn ich BRK höre.
00:08:53: Das ist so eine erste Assoziation bei mir.
00:08:56: BRK Blutspenden.
00:08:58: Spende Blut und rette Leben.
00:09:00: Das ist so ein Ding, was ich irgendwie, was ich sofort
00:09:03: zum
00:09:03: ersten Moment irgendwie damit verbinde.
00:09:06: Und dann hast du ja jetzt diese tolle Möglichkeit irgendwie von den Stufen her, das Ganze mit fast Münchner Augen zu gucken.
00:09:13: Also du bist dort hinein gewählt worden.
00:09:15: Wie ist das von Stattengegangenen Garster-Mehrere?
00:09:18: Wird man da nominiert?
00:09:20: Vorgeschlagen von dem Ortsverband hier in Sonthofen wahrscheinlich.
00:09:24: Also vielleicht ein bisschen zur Struktur des Ganztudis, die sich da nicht so wirklich den auskennen.
00:09:30: Ich war bis jetzt immer auf Orts-Ibene tätig, also als Gruppenleiter in Sonthofen seit sehr, sehr vielen Jahren.
00:09:36: und habe dort eben die Gruppenstunden für die Kinder und Jugendlichen mindestens einmal die Woche gemacht und mit Wettbewerben und Projekten und allem, was dazugehört.
00:09:46: Und dann gibt es natürlich auch das Rote Kreuz ist in Kreisverbänden organisiert, die dann wiederum in Bezirk Schwaben ist, unser Zuständigkeitsgebiet organisiert sind und natürlich übergeordnet die Landesebene.
00:10:04: Mich hat man vor ein paar Monaten gefragt, ob ich mir denn nicht vorstellen könnte, als Landesleitung tätig zu werden.
00:10:11: und in intuitiver meine erste Direktion sehe ich das bei mir.
00:10:16: Also bin ich qualifiziert diesen wichtigen Posten irgendwo auszufüllen und bin dann in ganz, ganz viele Gespräche gegangen, was dann auf mich zukommt.
00:10:29: Wie
00:10:29: guckt denn die Arbeit dort überhaupt aus?
00:10:31: Absolut
00:10:33: voll.
00:10:34: ob ich charakterlich dazu pass und auch die Werte, die das J.K.
00:10:39: also das Jugendruckskreuz vertritt, auch so nach außen bringen kann.
00:10:41: Und ja, bin jetzt dann eben seit Ende September gewählt worden und hoffe natürlich, dass ich so den Ansprüchen die nächsten zwei Jahre genügen werde.
00:10:53: darüber hinaus ein paar Dinge positionieren kann, die mir sehr am Herzen liegen.
00:10:58: Wie ist es, wenn man dann erfährt, man ist in diesem Landesvorstand gewählt worden, ist es erst mal so, ich hätte gar nicht damit gerechnet oder okay, die nächsten siebenundfünfzig Tage sind jetzt anstrengend oder juhu, ja, ich kann was bewirken.
00:11:16: Wie war deine erste Reaktion?
00:11:18: Vor, also ich glaube im ersten Moment war ist die Wucht der Verantwortung erst mal kurz auf mich eingeprasselt.
00:11:27: Aber natürlich, der Enthusiasmus dahinter, Dinge umsetzen zu können, für die man brennt, das ist auch das, was einen da so durchleitet.
00:11:37: Also die Stelle war tatsächlich ausgeschrieben mit, ich glaube, dreißig Wochenarbeitsstunden mit, keine Ahnung, alle zwei Wochenenden, irgendeinen Termin irgendwo in Bayern.
00:11:46: Und da muss man sich natürlich schon die Frage stellen, brennt man so sehr dafür, das ganze ehrenamtlich zu machen, ohne entgeltlich allein um die Interessen der Kinder und Jugendlichen irgendwie voranzutreiben und zu unterstützen.
00:12:03: Und wenn man da, glaube ich, nicht klar mit Ja antworten kann, dann, ja, dann sollte man es sein lassen.
00:12:09: Also von dem her, ich habe mit Ja geantwortet für mich und deswegen bin ich, glaube ich, jetzt auch einfach hier.
00:12:16: Seit einem Monat, Sabrina, hat sich irgendwie so dein Tagesablauf ganz markant verändert.
00:12:23: Ja, also so ganz angekommen bin ich immer noch nicht.
00:12:26: Aber tatsächlich steht eigentlich fast jeden Tag irgendein Jugenddruckkreuz-Thema auf der Tagesordnung sozusagen.
00:12:35: Ja, also wir haben jetzt schon in unserer Landesleitung vielleicht kurz gesagt, wir stehen ja aus drei Personen.
00:12:41: Ja, ihr seid jetzt genau ein Dreigesterben.
00:12:43: Genau,
00:12:43: unser Vorsitzender der Marvin Klim, der kommt aus der Ecke Niederbayern Oberpfalz aus dem Kreisverband und eben der zweite Stellvertreter der Sebastian Müller aus dem Bereich Unterfranken und wir drei sind jetzt eben die Landesleitung.
00:12:59: und da wir aus eben so komplett unterschiedlichen Ecken Bayerns kommen, findet sehr, sehr viel Online-Stadt, sehr viele Zoom-Meetings, wenn man das so sagen möchte und ja ganz, ganz viel Absprachen tatsächlich auch über WhatsApp und Teams und so weiter.
00:13:14: Seid ihr dann immer wieder auch in München?
00:13:16: Unsere Landesgeschäftsstelle ist natürlich in München.
00:13:19: Nach Möglichkeit versuchen wir es auch immer einzurichten, dass wir dort vorbeischauen.
00:13:22: Wir haben da auch ein hauptamtliches Team mit unserem Geschäftsführer und eben auch noch Unterstützung mit Bildungsreferentinnen, die verschiedene Teilbereiche vom Jugendruckskreuz mitbetreuen und organisieren, gerade so was wie Marketing oder Kontakt zu einzelnen Arbeitsgruppen usw.
00:13:39: Also da haben wir wirklich sehr, sehr gute Unterstützung, nicht dass so trotz haben wir uns einiges auf die Kette geschrieben und möchten das umsetzen.
00:13:46: Und ja, jetzt müssen wir so für uns so den Weg finden, wie wir denn da am besten vorgehen und das für uns passend machen, genau.
00:13:54: Ich dock einfach da an Sabrina, wo du vorher aufgehört hast, zum Reden über deine neue Tätigkeit, über deinen neuen Arbeitsbereich, mit den Absprachen auch deiner zweier Kollegen.
00:14:05: Ihr seid ein Dreiges Stirn und jeder hat so ein bisschen einen Bereich im Fokus, Wo so besonders viel Herzblut wahrscheinlich dran hängt, das ist bei dir die Kids und die Schule.
00:14:17: Ja, absolut.
00:14:18: Also ich habe ja schon gesagt, ich komme aus dem Schulsanitätsdienst und habe die letzten Jahre auch an vielen Schulen ja unterschiedliche Erste-Hilfe-Ausbildungen gemacht und bin da ein großer Freund davon.
00:14:30: Also gerade das Jugenddruckkreuz hat einfach ganz, ganz tolle Konzepte, wie man Erste-Hilfe kindgerecht an die Schulen bringt, an Kindergärten bringt.
00:14:40: und ja, das ist so ein bisschen mein Herzensthema, das ist ein bisschen voranzutreiben.
00:14:46: Ja, was muss sich da ändern?
00:14:48: Ich meine, es ist ja schon toll auf der einen Seite, dass es einen Schulsanitätsdienst gibt.
00:14:53: Muss man ja erstmal positiv werden und dann kommt doch so ein Komma, aber?
00:14:57: Tatsächlich, der Schulsanitätsdienst ist der Bereich, der an vielen Schulen schon sehr, sehr gut läuft, wo ich noch so Ausbaupotenzial sehe.
00:15:05: Es ist mittlerweile schon seit Jahrzehnten durch das Kultusministerium, wenn man ein bisschen auswohlen will, schon geregelt, dass so Dinge wie Reanimationsunterricht im weitesten Sinne und erste Hilfe an Schulen verpflichtend gelehrt werden sollen.
00:15:22: Und ja, da ist natürlich die Diskrepanz irgendwie von dem, was Lehrkräfte in ihrem täglich eh schon vollen Lehrplanalltag irgendwie stemmen können und auch dem, was ehrenamtlich in ihrer Freizeit
00:15:35: die
00:15:35: Möglichkeit haben, überhaupt eine Schule zu kommen.
00:15:38: Und ja, da sehe ich einfach auch von Seiten vom Jugenddruckreuz aus dem Bedarf da einen Statement zu setzen.
00:15:44: Das ist so wichtig, dass einfach von Kindesbeinen an, vom Kindergarten auf in regelmäßigen Abständen, die Kinder und Jugendlichen mit erster Hilfe konfrontiert werden.
00:15:55: Weil was vermittelt das?
00:15:57: Ein solidarisches Miteinander.
00:15:59: Ich kann jemand anderen helfen.
00:16:01: Also ja, im Endeffekt, dass das Zusammensein in einer Gemeinschaftlichen Welt, genau.
00:16:09: Das ist so ein bisschen der Gedanke dahinter.
00:16:11: Nicht nur die erste Hilfe, die auch super wichtig ist, sondern was bringen wir den Kindern denn noch damit bei?
00:16:16: Ein menschliches Miteinander.
00:16:17: Und die Werte, die da mitschwingen und für die das rote Kreuz allgemein steht, mit den Grundsätzen generell.
00:16:26: Ja.
00:16:27: Das ist mein Wunsch, das ein bisschen voranzubringen.
00:16:30: Je kleiner ich bin und übe irgendetwas auf, sei es jetzt auch ein Instrument.
00:16:35: Je mehr ich das übe, umso automatisiert.
00:16:38: das sind meine Handgriffe.
00:16:39: Irgendwann gucke ich da nicht mehr drauf.
00:16:41: Und jetzt gerade im Erste-Hilfe-Bereich automatisieren sich dann vielleicht auch schon relativ früh oder festigen sich Handgriffe und Abläufe.
00:16:51: Und es kommt vielleicht gar nicht so ein Angstgefühl auf, weil ich bin sicher in dem, was ich mache, war ja schon so oft geübt.
00:16:58: Genau, absolut.
00:16:59: Und das ist auch der Kerngedanke dahinter.
00:17:01: Also es geht nicht drum, dann in einer neuen Klasse abfragen zu können.
00:17:05: derjenige kann eine stabilte Seitenlage und kann eine Herzlungenwiederbelebung ja oder nein, sondern einfach sukzessive die Spellen abzubauen, überhaupt aktiv zu werden, nicht wegzuschauen, wenn jemand auf der Straße stürzt oder wenn mein Nachbar in irgendeiner Weise Hilfe braucht.
00:17:22: Also so dieses gesellschaftliche Miteinander.
00:17:27: Ja.
00:17:27: Da ist der Punkt vom Jugendruckskreuz ganz, ganz stark dahinter, das zu fördern.
00:17:31: Und ja, eben gemeinsam mit dem Kultusministerium sind da auch schon einige Konzepte jetzt gerade eben erst im Oktober neu auf dem Weg mit ja verschiedenen Stiftungen.
00:17:41: Und da sind die Hilfsorganisationen und eben das Jugendruckskreuz gerade gefordert, eben damit einzusteigen und an den Schulen aktiv zu werden.
00:17:50: Gerade weil du vorhin schon mal gesagt hast, die den Schulsanitätsdienst begleiten, das sind ja auch Ehrenamtliche vom BRK oder ein Großteil im BRK passiert alles auf ehrenamtlicher Ebene und ohne diese vielen, vielen helfenden Hände, vor allem die Leute setzen ja ihre Zeit und Zeit ist das Kostbarste.
00:18:11: Das habe ich kürzlich schon mal gesagt.
00:18:13: Zeit ist das Kostbarste, was du geben.
00:18:16: Das kannst du auch nicht wiederholen, Zeit zu geben und ehrenamtliches Engagement besteht aus Zeit und zwar Zeit jemand anderem abzugeben zu übergeben.
00:18:26: Absolut, das ist richtig schön gesagt.
00:18:29: Ja, also die Zeit jemand anderem zu schenken und Ausbildung zu betreiben.
00:18:35: Natürlich ist es voll der Aufwand und bringt auch gewisse Kompetenzen und Voraussetzungen mit sich.
00:18:41: Aber was ich glaube ich an der Stelle schon betonen will, Ehrenamt gibt einem so, so viel zurück und das ist auch das, was mich so mitgetragen hat und mit motiviert, das Ganze weiterzutragen und auch junge Menschen zu motivieren, aktiv zu werden, weil jemand anderen zu helfen und seine Zeit zu schenken, wie du gesagt hast.
00:19:02: Ja, macht so viel mit einem an Persönlichkeitsentwicklung,
00:19:05: an
00:19:05: Gemeinschaft.
00:19:06: Wenn
00:19:06: man so zum Multiplikator wird, finde ich.
00:19:10: Man hat das ja selbst irgendwie bekommen und ich bin so ein Domino Stein in dieser ganzen Schleife, die sich der Welt nennt oder mein Leben nennt und ich stups mit meinem Wissen und mit meinem Engagement und mit meiner Leidenschaft auch für dieses Ehrenamt ja dann schon wieder den Nächsten an.
00:19:27: Absolut, genau.
00:19:29: Und da sind die ganzen Gruppenleiter vor Ort, die wirklich tagtäglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, tatsächlich mein größtes Vorbild.
00:19:40: Und an denen muss man sich auch irgendwie messen, weil die tragen diesen Gedanken tagtäglich weiter.
00:19:47: Und meine Aufgabe als Landesleitung sehe ich persönlich darin, diese Stimmen hörbar zu machen und eben zu verbreitern.
00:19:55: und an noch mehr Stellen irgendwo anzuknöpfen, wo vielleicht noch Potenzial wäre.
00:19:59: Also, wenn sich jemand berufen fühlt, in der Kinder- und Jugendarbeit erste Hilfe auszubilden.
00:20:04: Ich glaube, wir sind da sehr, sehr dankbar und, wie gesagt, Ehrenamt verbindet.
00:20:09: und gerade im Jugendruckskreuz, ja.
00:20:12: Man habe ich meinen letzten Erste-Hilfe-Kurs gemacht.
00:20:14: Das ist echt krass.
00:20:16: Das ist bei den meisten wahrscheinlich so um den Führerschein rum.
00:20:20: Ja, genau.
00:20:21: Und es ist halt einfach ein bisschen zu lang her, weil ich habe vorhin auch schon mit dir gesprochen.
00:20:26: Ich weiß jetzt gar nicht, wo die untere Hand bei der stabilen Seitenlage hinkommt.
00:20:30: Lauter solche Sachen lerne ich und je öfter ich damit
00:20:33: was
00:20:34: übel oder mit so einer Puppe auch übel, umso sicherer ich wäre ich natürlich dann, wenn tatsächlich irgendwo was passiert.
00:20:41: Also jeder, egal ob Erwachsene, auch gerne die Erwachsenen, nicht nur die Kids und die Jugendlichen, holt euch die Infos doch direkt beim BRK oder beim
00:20:49: JBK.
00:20:50: Genau.
00:20:51: Ja, absolut.
00:20:52: Und ich finde auch, wenn man sich so ein bisschen anschaut, wenn man an Schulen aktiv ist und erste Hilfeausbildung macht mit den Konzepten, wie juniorhelfer, traurig und so weiter oder eben nur für den Fahrradführerschein, dann man sagt, wenn ich ein Kind erreiche,
00:21:10: dann
00:21:11: wirkt es wie ein Multiplikator und erreicht fünf weitere.
00:21:14: Das heißt, dieses Kind geht nach Hause und zeigt, hey, Mami, ich kann eine stabile Seitenlage.
00:21:19: Darf ich dir das zeigen?
00:21:20: Das Geschwisterkind kommt mit dazu.
00:21:22: Und im besten Fall üben Sie das Ganze.
00:21:25: Und
00:21:26: vielleicht entsteht da durch sogar das Interesse oder eben sogar die Einsicht, ah Mist.
00:21:32: habe ich schon lange nicht mehr gemacht,
00:21:34: könnte
00:21:34: man vielleicht
00:21:35: noch mal nachdenken.
00:21:36: Das
00:21:37: ist so ein bisschen der Gedanke dahinter.
00:21:39: Also Kinder und Jugendliche wissen so, so viel.
00:21:42: Also mir ging das am Anfang, als ich angefangen habe, so, wie sehr man das unterschätzt, wie krass Kinder aktiv sind und motiviert sind zu helfen.
00:21:52: Wenn man diesen Gedanken weckt, sie können etwas ganz, ganz mit ganz, ganz einfachen Mitteln machen.
00:21:58: Und im Jugendruckfalls ist es so was wie, hey, ich tröße denjenigen.
00:22:02: Ich betreue ihn, ich bin da und ich sage nur, hey, jetzt kommt gleich jemand, der dir hilft.
00:22:07: Kann ich dir irgendwas bringen, das dir gut tun würde und vielleicht noch eine Decke demjenigen geben, also mit ganz, ganz einfachen Mitteln schon im Kindergarten zu zeigen, hey, das was du machst, das ist richtig cool und das bringt dem anderen voll was.
00:22:21: Auch wenn es noch gar nicht medizinisch ist, das kommt dann alles später.
00:22:24: Ja, das ist Step by Step, man wächst ja da so weit.
00:22:27: Was ist denn dann auch beim Schulsanitätsdienst oder auch bei vielleicht Kinderkursen bei euch?
00:22:34: in der Sektion oder im Bezirk Allgäu.
00:22:38: Was lernt man als Allererstes?
00:22:39: Ist das Puls fühlen?
00:22:41: Ist das eine Schocklage?
00:22:43: Ist es tatsächlich die stabile Seitenlage?
00:22:45: Ja, also ich glaube, der Fokus ist manchmal ganz unterschiedlich, je nachdem an welchen Schulen man geht, also von Grundschule über weiterfühlen Schulen, über Fachhochschulen, wo wir tätig sind.
00:22:58: Aber ich glaube, am Anfang, gerade wenn man in der Grundschule vielleicht ansetzt, ist, glaube ich, was man sich vielleicht gar nicht so vorstellen kann, der erste Schritt
00:23:06: Hemmungen abbauen.
00:23:07: Also ganz, ganz viele Kinder.
00:23:09: haben einfach schon Berührungsängste auf den anderen zuzugehen und vielleicht auch an der Schulter jemand anzufassen, wenn derjenige es dann möchte und denjenigen zu trösten.
00:23:18: Also da sind die ersten Schritte schon in die Richtung, wie fasse ich denn jemand an?
00:23:23: Ich begebe mich auf Augenhöhe desjenigen.
00:23:25: Ich stehe nicht wie eine Wand vor ihm und spreche von oben herunter auf ihn herab, sondern wie kommuniziere ich denn mit demjenigen und wie gehe ich auf denjenigen zu?
00:23:33: Ich glaube da, das ist so das erste Ding, wo man vielleicht ansetzen kann und was soweit ich das mitbekomme, ob auch umgesetzt wird, was sehr wichtig
00:23:42: ist.
00:23:43: Und dann kommt das Pflaster, wahrscheinlich.
00:23:45: Dann kommt
00:23:45: das Pflaster, genau.
00:23:47: Vor dem Verband
00:23:48: kommt das Pflaster.
00:23:48: Exakt der Fingergruppenverband, der ganz klassische, ja.
00:23:52: Ist aber wichtig, ist wichtig, ist super wichtig, auch wie beim Pflaster.
00:23:55: Das hört sich jetzt vielleicht tatsächlich ein bisschen... Zum Schmunzeln an, aber es ist auch so ein Pflaster, kann man auch schon nicht mehr keimfrei machen oder kommen Bakterien rein, wenn ich so ein Pflaster irgendwie nicht ganz ordnungsgemäß anfasse und bei jemandem auf eine Wunde lege.
00:24:11: Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, dass du diesen Enthusiasmus, diese Begeisterung an nicht nur diesem Ehrenamt, an dieser ganzen Materie beibehältst und ganz, ganz viele Nachahmer findest.
00:24:24: Danke, Sabrina Pressler.
00:24:27: Ja, vielen Dank, dass ich da sein
00:24:40: durfte.
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