Kaffeeklatsch 14.09.26: Hans Glück, Fachleiter Marketing bei Körperbehinderte Allgäu e.V.
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Hans Glück, Fachleiter Marketing bei Körperbehinderte Allgäu e.V. Wir sprechen über die Arbeit des Vereins, seine Angebote für Menschen mit Behinderung und darüber, wie Inklusion im Allgäu gelebt und weiter vorangebracht werden kann.
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00:00:02:
00:00:14: Herzlich willkommen Hans Glück.
00:00:16: Schön, dass Sie da sind!
00:00:18: Guten Morgen.
00:00:19: Sie dürfen das selbst sagen von wo sie sind, über welches Thema wir sprechen.
00:00:23: Inklusion gemeinsam an einem Strang ziehen?
00:00:26: Ja einfach gemeinsam Freude haben, Sport machen, es leben!
00:00:30: Gemeinsam genießen letztendlich auch.
00:00:34: Kann man absolut so zusammenfassen ich bin vom Verein für Köpperbinder der Allgäu und wir veranstalten mehrere Veranstaltungen im Jahr auch Sportveranstaltung.
00:00:46: kommenden Sonntag am zwanzigsten neunten veranstalten wir wieder unseren beliebten Kunsthandwerker-Markt.
00:00:52: Kunst in Park, direkt bei uns auf dem Gelände und da geht es genau darum was du gesagt hast also zusammenzukommen gemeinsame Werte zu feiern diese Lebendigkeit.
00:01:02: Wir sind alle unterschiedlich, wir sind alle Bund Und trotzdem hat jeder so seinen Platz bei uns Sei es Aussteller, sei es die Menschen mit Behinderung, die wir betreuen.
00:01:10: Da ist einfach, ob groß oder klein, ob jung oder alt, da ist einfach jeder willkommen und einen schönen Tag zu haben!
00:01:17: Wir blicken zum Start in den Kaffeklatsch ein bisschen zurück.
00:01:22: Körperbehinderte Allgäu, so ein paar Eckdaten zur Entstehung.
00:01:26: Das ist sehr, sehr interessant – die Vita- oder auch die Historie von dem Verein.
00:01:31: Wenn man da, glaube ich die Eckpunkte weiß, dann blickt man aufgrund dessen schon ganz anders aus dem Fenster.
00:01:39: Ja also der Verein wurde in deiner Initiative aus einer Elterninitiative gegründet.
00:01:46: Also betroffene Eltern, die Kinder mit Behinderungen hatten.
00:01:51: und wenn man sich das vorstellt oder sich zurückversetzt in diese Zeit, da gab es noch nicht so viele Unterstützungsmöglichkeiten.
00:01:59: Da war war das natürlich für die Familien wahnsinnig eine große Herausforderung des Leben für ihre Kinder gestalten.
00:02:07: Und du liebst ja dein Kind genauso, ob es behindert ist oder nicht behindert ist und willst natürlich nur das Beste, dass dein Kind bestmöglich versorgt ist?
00:02:16: Und sie haben sich da eben engagierte Eltern zusammengeschlossen, haben gesagt okay wir müssen hier was im Albers aufbauen Unterstützungsmöglichkeiten Einrichtungen in gewissen Rahmen damit einfach unsere Kindern möglichst reiches erfülltes selbstbestimmtes Leben führen können.
00:02:32: und das war so diese Geburtsstunde des Vereins eigentlich.
00:02:35: So auch das Rausholen aus den eigenen vier Wänden,
00:02:39: sich
00:02:39: zeigen und draußen auch gemeinsam Sachen unternehmen.
00:02:43: natürlich es ist ein Prozess der über Jahrzehnte oder über einen halben Jahrhundert ja gegangen ist.
00:02:48: aber ich glaube ganz wichtig so jeder hat für sich zu Hause man konnte sich nicht austauschen Netzwerk dass entsteht oder einfach sich sichtbar machen.
00:02:58: Ja, also sichtbar machen und halt auch am Leben teilhaben.
00:03:02: Das ist ja das.
00:03:03: Also dass ich als Kind... Ich werde da auch irgendwann erwachsen und habe vielleicht nicht mehr Lust zu Hause zu wohnen.
00:03:11: Wenn ich aber auf die Eltern komplett angewiesen bin, ist es für beide Seiten nicht so prickelnd.
00:03:18: Stell dir vor, du willst noch zu Hause leben mit deinen Eltern.
00:03:23: So sehr man die Eltern liebt ist es aber doch gut diesen Schritt rauszumachen und das ist natürlich auch was.
00:03:27: Es geht um Selbstbestimmung, es geht um Freiheit.
00:03:30: Es gilt schon darum dass wenn ich auch körperlich eingeschränkt bin zumindest zu schauen wie kann ich denn mein Leben so leben wie ich's mir vorstelle?
00:03:40: Wie kann ich die Freiheit nutzen die ich habe Diese Antreibe dahinter, also Menschen ein selbst erfülltes und ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.
00:03:52: Wie hat sich das im Laufe der Jahrzehnte verändert?
00:03:55: Natürlich zum positiven hin... Gerade wenn man sagt, man zieht und auch von zu Hause aus.
00:04:01: Ich brauche andere Räumlichkeiten ich brauche auch irgendwo Wohnungen oder Wohngruppen.
00:04:05: also da ist im Laufe der Jahrzehnte ganz viel passiert vom Austausch untereinander von vielleicht auch gemeinsamen Ausflügen Events vor Ort dass das ganze gewachsen ist.
00:04:17: selbstständiges Leben soweit als möglich
00:04:20: ja absolut.
00:04:21: Also aus diesem Verein quasi aus dieser Elterninitiative ist halt mittlerweile Ich würde sagen, eine moderne Organisation mit ungefähr fünfhundert Mitarbeitern entstanden.
00:04:33: Die um die tausend zweihundert Menschen mit Behinderung im Allgäu.
00:04:37: Also wir sind in der Region verwurzelte Organisationen betreut und das heißt, wir unterstützen quasi über die ganze Lebensspanne hinweg also von einer integrativen Kita wo Kinder sozusagen schon kleine Kita-Kinder ganz selbstverständlich zusammenspielen, ob mit Behinderung oder ohne.
00:05:01: Bis zur... Wir haben jetzt eine Schule, eine integrative Schule wo Kinder zusammen lernen wenn die aus der Schule rauskommen.
00:05:07: Haben wir eben die Wohngruppen wie du angesprochen hast.
00:05:10: Davon gibt es einige in Kempten im Stadthammer einen auch in Memmingen, wo sie dann sozusagen ihr Zuhause finden können.
00:05:17: Wo sie zu Hause finden können aber natürlich auch begleitet sind und unterstützt sind.
00:05:23: Bis hin.
00:05:24: dann, ja und das ist natürlich auch was jetzt aktuell für uns ein Thema ist da schon wirklich Menschen bei uns ihr ganzes Leben verbracht haben.
00:05:32: Jetzt auch schon in einem Alter sind wo jetzt sozusagen sich die Bedürfnisse wieder ändern.
00:05:37: und auf darauf werden wir wieder reagieren und schauen okay wie es ist jetzt quasi wenn wir eine Wohngruppe haben Menschen halt ein bisschen älter schon sind.
00:05:46: Was haben die für Anforderungen?
00:05:47: Wie kann man die bestmöglich dabei unterstützen, dass sie einfach immer noch ihr Leben so frei und selbstbestimmt leben können wie es einfach nur irgendwie möglich ist?
00:05:55: Und auch beruflich!
00:05:56: Die berufliches Perspektiv ist ja mit eingebunden nicht nur Kita-Schule sondern auch Schulausbildung und dann auch eigenes Geld verdienen.
00:06:04: Absolut also viele von uns arbeiten in den Werkstätten aber wir haben auch eigene Integrationsbetriebe gegründet.
00:06:13: Also zum Beispiel den Kappmarkt in Betsy.
00:06:16: Gau ist ein toller Laden, wo wirklich Leute die bei uns in der Kita waren und in die Schule gegangen sind jetzt einen Arbeitsplatz gefunden haben auf dem ersten Arbeitsmarkt sozusagen.
00:06:25: oder auch das Algoy Art Hotel.
00:06:29: Ist auch ein Inklusionsbetrieb von uns, ist auch sozusagen vom Verein getragen.
00:06:34: letztendlich was ich für ein ganz tolles Hotel, wo man sich wirklich wohlfühlen kann und auch gut Mittagessen kann.
00:06:39: übrigens Aber hauptsächlich eben als Integrationsbetrieb, als Ort wo die Menschen, die bei uns groß geworden sind sozusagen auch in Arbeit finden
00:06:49: können.
00:06:51: Miteinander und das in Großbuchstaben wirklich im
00:06:55: Bogen
00:06:56: schöne Bund!
00:06:58: So soll es eigentlich sein und so ist es schon ein Stückchen geworden – bei den Körperbehinderten Allgäu.
00:07:04: Also so step by step geht man raus und die Akzeptanz wird auch immer größer.
00:07:10: Funktioniert natürlich nur, wenn ich entsprechend ein Mitarbeiter starb oder einen Stamm habe der sich damit auch identifiziert?
00:07:19: Ja absolut.
00:07:20: also gerade dieses Miteinander ist im Prinzip auch unser Slogan.
00:07:24: miteinander leben füreinander da sein ja als dieses Mitteinander füreinander.
00:07:29: das ist uns ganz wichtig gerade auch auf der Mitarbeiterseite weil Ich meine, der soziale Bereich ist nicht einfach im sozialen Bereich zu arbeiten.
00:07:40: Also es ist nicht ganz so gut bezahlt wie wenn ich in einer freien Wirtschaft bin und trotzdem sind die Anforderungen natürlich total hoch.
00:07:49: Auch
00:07:49: vor der Verantwortung her.
00:07:50: Absolut!
00:07:51: Und ich bin halt immer als Mensch auch dort.
00:07:53: Ich kann niemand nicht in seinem Leben begleiten nur aus einer professionellen komplett kalten Distanz.
00:08:02: Das sind ja auch Beziehungen, die da entstehen sodass wir Mitarbeiter haben, die ganz lange dabei sind.
00:08:08: Wo diese Beziehungen zwischen den Menschen, die wir betreuen und die Mitarbeitenden total stark gewachsen sind.
00:08:15: Und das ist total schön zu sehen.
00:08:16: also ich bin ja noch gar nicht so lange mit dabei.
00:08:19: Ich bin da erst seit jetzt dreieinhalb Jahren glaube ich aber das zu sehen dass wirklich auch über Generationen hinweg wir Mitarbeitende haben also wo die Mutter schon da gearbeitet hat Und die Tochter jetzt auch bei uns ist.
00:08:33: Das ist was, diese Beständigkeit ist total schön und das hilft uns natürlich, diese Werte, die uns einfach wichtig sind dieses Miteinander miteinander und wirklich jeder ist gleichwertig, jeder ist wertvoll.
00:08:47: Jeder ist wert voll und jede ist
00:08:49: wichtig!
00:08:50: Genau genau ja und das finde ich körper zusammen man kann es nicht voneinander trennen.
00:08:56: Die Menschen die wir beträumen aber auch halt unsere Mitarbeitenden Ja, also sagen viele wie eine Familie eigentlich.
00:09:05: Und das ist auch wieder schön zu sehen.
00:09:06: Wir hatten jetzt letzte Woche einen Einführungstag für neue Mitarbeitende und die teilweise schon ein bisschen bei uns arbeiten, weil es da nur einmal im Jahr ist diese Veranstaltung und dann von denen die Rückmeldung zu hören auch, dass sie das schon auch spüren noch.
00:09:21: Also wenn Sie bei uns reinkommen merken, es ist irgendwie was Besonderes.
00:09:25: Es wie so eine Umarmung.
00:09:26: Man tritt in den Kreis ein.
00:09:28: Familie ist ja umarmung, Familie is ja kreis Familie heißt ja auch für einander da sein, auch wenn es einmal nicht so gut geht.
00:09:35: Familie stärkt den Rücken gibt einem irgendwie den doppelten Boden oder überhaupt also mal Fundament und das ist ja eigentlich schöne Verbindungen, wenn man das in diesem Kontext auch so bezeichnen kann.
00:09:48: Was war für Sie einmal Ausschlag geben?
00:09:50: Dass sie in einen sozialen Beruf sage ich einmal gehen.
00:09:54: Sie sind zwar der Abteilung Marketing, wobei das ja nicht nur bei diesen Bereich bleibt, das ist ja wie soll ich sagen übergreifend.
00:10:04: Also dass es viel und betrifft ganz viele Bereiche auch organisatorisch etc.
00:10:09: Ja also für mich ist es einfach diese Sinnhaftigkeit.
00:10:15: Ich habe auch klassisch eigentlich BWL studiert und hab aber einfach gemerkt was mich erfüllt und das ist nicht Geld sondern das sind genau die Beziehungen dieser Werte dieses Ich sag mal auch dieses humanistische Weltbild, was wir irgendwo leben und was sich gerade in der heutigen Zeit einfach lohnt wieder zu verteidigen oder dafür zu kämpfen dass es Freiheit gibt, dass es Inklusionen gibt das es gleich Berechtigungen gibt Gleichwertigkeit also all diese Themen.
00:10:49: Und das war auch das was mich immer schon mein ganzes Leben einfach halt am Menschen hat orientieren lassen.
00:10:55: Mir ist einfach der Mensch wichtig.
00:11:00: Was ich auch bei Klapperbinder der Eier gefunden habe, ist eben viele Menschen denen es auch so geht.
00:11:05: Sondern wieder bei dem Kreis zu ihr sich
00:11:08: schließt oder
00:11:09: diese Familie.
00:11:10: Das sind so schöne Situationen wo sie sagen ja ich bin voll... Ich hab meinen Weg da auch gefunden.
00:11:16: das sind wahrscheinlich viele strahlende Augen die einem entgegen kommen oder auch mal eine Umarmung vielleicht?
00:11:24: Körperkontakt ist wahrscheinlich auch Hand nehmen, Hand drücken oder auch mal jemand in Arm nehmen.
00:11:30: Eine gewisse Nähe.
00:11:33: Ist mit Menschen zusammen, da gehört das ja irgendwo ein bisschen mit dazu?
00:11:38: Ja, also gut bei mir ist jetzt natürlich so... Tag Marketing zu!
00:11:42: Ich bin nicht so nah dran aber was für mich?
00:11:48: wie gesagt für mich ist einfach wichtig das zu erhalten.
00:11:51: Also ich kümmere mich sehr viel auch ums Thema Kultur, so ein Unternehmenskultur Wertet ist einfach das was mir wichtig ist weil ich glaube dass das ist was uns stark gemacht hat immer schon in der Vergangenheit.
00:12:02: also wieder zurück zu dieser Elterninitiative von diesen Werten von Eltern die nicht nur Werte hatten aber die auch gesagt haben okay wir unternehmen jetzt etwas.
00:12:11: also wir wollen jetzt was ändern wir wollen für unsere Kinder was Besseres erreichen und Ja, es ist lustig.
00:12:19: In der Rolle sehe ich mich ein bisschen.
00:12:20: Ich möchte das wir als Unternehmen zusammen einfach das Bestmögliche erreichen und das ist das was mich antreibt.
00:12:28: und da natürlich links und rechts Menschen zu haben lächelnde Gesichter zu haben die in auch dem Stress weil's ist wie gesagt stressiger Job Es ist nicht leicht Es sind für die Sozialbranche auch keine leichten Zeiten Aber darin dieses Gefühl wieder zu entdecken, okay wir halten zusammen und bekriegen es irgendwie hin.
00:12:48: Zusammen!
00:12:49: Und das ist was Schönes und das macht mich und glaube ich viele andere auch erfüllt bei uns.
00:12:55: Wir unterhalten uns um Werte, um selbstständiges Arbeiten, Wohnen und Leben Und wir sprechen über und um eine Miteinander.
00:13:05: Das ist demnächst wieder hoffentlich sehr, sehr stark passiert.
00:13:09: Kunst im Park nur einen Satz dazu denn das größen wir gleich ein bisschen genauer auf!
00:13:15: Das ist herzlich willkommen
00:13:17: alle!
00:13:18: Ja, Kunst im park ist einer unserer großen Veranstaltungen und zwar ist es unser beliebter Kunsthandwerkermarkt zugunsten von Menschen mit Wanderung
00:13:28: Und er findet statt am kommenden Wochenendige.
00:13:30: Genau, am Sonntag den zwanzigten neunten von zehn bis
00:13:33: jetzt nur.
00:13:34: Die Vorfreunde ist natürlich schon riesig bei allen!
00:13:38: In Sachen heißt es ganz offiziell Kunst im Park, Kunst am
00:13:43: Park.
00:13:44: Kunst
00:13:44: im park?
00:13:45: Ja, ein Begriff der schon seit ein paar Jahren da ist also seit mehreren Jahren veranstaltet ihr diesen Begegnungs-, diesen Treffpunkt, diesen Insgespräch-Kommertermin.
00:13:57: Vor Corona war es schon da.
00:13:59: Corona hat uns alle ein bisschen so ein paar Prügel in die Füße gelegt und dann seid ihr quasi wieder auferstanden?
00:14:07: Das ist richtig, ja!
00:14:07: Oder kann man das so sagen?
00:14:09: Ja, auch umgezogen hier auch.
00:14:10: Und auch um gezogen genau was hat sich da seit dem verändert?
00:14:13: vielleicht noch eins oder zwei?
00:14:14: Also früher
00:14:15: gibt's glaube ich schon Jahrzehnte.
00:14:16: Ich weiß gar nicht selber wie lange den wirklich schon gibt.
00:14:19: Den Konstantwerker Mark war früher im Shapui Park hinterm Bayschonhof
00:14:23: weil da
00:14:23: auch unsere Villa Viva früher waren dieser Villa der Name Und jetzt sind wir ja komplett in der Innenstädterstraße, ist die Umzwanzig.
00:14:31: Dann haben wir gesagt dann lassen wir das doch hier wieder aufleben bei uns in unserem Park sozusagen, in unserem Innenhof und schaffen einen Raum für Begegnung.
00:14:43: einfach also dieses inklusive Fest wo einfach jeder willkommen ist und auch noch ein paar schöne Sachen
00:14:49: gibt.".
00:14:50: Wie viel seid ihr da?
00:14:51: Also wie groß ist dieser Kunsthandwerkermarkt im Laufe der Jahre geworden?
00:14:56: Das ist jetzt nix da, es sind fünf Stände und einer davon ist ein Getränk gestanden.
00:15:01: Ja gut, also wir sind jetzt auch... Wir sind schon klein und fein muss man sagen.
00:15:04: Aber wir haben schon über zwanzig Stände, also Kunsthandswerte.
00:15:07: Das ist schon halbbar hallo!
00:15:09: Also von Schmuck über getöpfertes, gehekeltes, gestricktes Geschenkideen natürlich auch Stände von uns.
00:15:16: Von der Villa Viva zum Beispiel die hatten Stand wo die auch Kunstwerke aus der Kunsttherapie verkaufen für einen guten Zweck.
00:15:25: Also wirklich Bilder, die während der Kunsttherapien standen sind.
00:15:29: Es ist unglaublich wenn man das anschaut, denkt man sich wow also ich zumindest.
00:15:33: Es sind wirklich tolle Bilder dabei.
00:15:36: Ja, du hast so ein Jahreskartner.
00:15:37: Jetzt habe ich geduzt!
00:15:38: Sorry!
00:15:39: Alles gut?
00:15:41: Es gibt schon einen Kalender für den Kultus für die Jahre im Studio.
00:15:44: Der ist schon im Studio und sehen wir später auch in unserem Real-Tolle-Bilder.
00:15:49: Farbenfroh, rund mit Herz... Ich hab schon
00:15:52: eins, zwei,
00:15:52: drei Lieblingsbilder.
00:15:54: Bevor es losgegangen ist, konnte ich ja reinschwitzeln.
00:15:57: also wirklich und da gibt's natürlich noch mehr bei euch.
00:16:02: Kunst
00:16:02: Ja, aber das ist genau dieses Wofür wir auch stehen.
00:16:04: Das ist auch so ein Leitspruch von uns.
00:16:05: Wir sind bunt und so ist der Marktbund.
00:16:08: also wir haben nicht nur die Stände sondern wir haben natürlich auch einen Programm.
00:16:11: Das heißt es wird schon eröffnet mit Samba Trommeln von Kai Piranha ist eine Mitarbeiterin von uns die in dieser Gruppe dabei ist.
00:16:21: dann haben wir Blasmusik so bisschen was Zünftiges.
00:16:24: Das sind wir ja im Allgäu,
00:16:25: gell?
00:16:26: Genau, wir sind im Allgräu!
00:16:27: Wir sind auch stolz drauf aus dem Allgär zu sein.
00:16:31: Und ja, wir haben natürlich abends dann auch noch eine Band mit Veto.
00:16:34: Die kämpfen aber lokal rivalen würde ich mal sagen.
00:16:39: Aber was natürlich auch ganz wichtig ist für Kinder.
00:16:42: Wir haben viele Programme also wir haben das Kinderschminken und Kindertatus.
00:16:46: Die Annika Hoffmann ist dieses Jahr wenn er mit dabei ist ne Märchenerzählerin.
00:16:50: Also die erzählt des Märchen von der Prinzessin Drossel, soweit ich das in Erinnerung habe.
00:16:57: Für Groß und Kleine ist es natürlich eine Geschichte!
00:17:00: Und so passiert eigentlich den ganzen Tag ein bisschen.
00:17:02: was aber wie du richtig gesagt hast im Zentrum steht dass wir einfach... Wir sind bunt, wir kommen alle zusammen, wir haben einen schönen Tag also nicht ein Fest für Menschen mit Behinderung sondern fest für alle und genauso soll's sein.
00:17:15: Herzlich willkommen heißt er ganz groß am Eingang.
00:17:19: Es ist auch so Klar natürlich, es sind Dinge da wie dieser Kalender gestricktes Gehekeltes Getäpferdes.
00:17:25: Also wirklich tolle Geschenkideen vielleicht auch aber man kann auch live zuschauen.
00:17:30: bei wirklich außergewöhnlichen ganz besonderem Es wird laut!
00:17:34: Es wird sowas von laut bei euch im Innenhof.
00:17:37: Ja ich habe ihm schon gesagt ja so bitte die Elektro Werkzeuge mitbringen.
00:17:41: Du sprichst den Lukas an wenn wir gesprochen haben.
00:17:44: Lukas ging bei uns auf die Schule und ist mittlerweile auszubildener bei uns.
00:17:49: Er sagt, das ist schon cool.
00:17:50: Ja und er hat mich angesprochen.
00:17:52: Also ein echt cooler junger Mann muss man sagen.
00:17:57: Der spielt Rollstuhl-Basketball
00:18:00: aber
00:18:01: hat dann mir verraten, er macht Kettensägenkunst.
00:18:05: Das heißt er wird dort auch live sitzen mit einem Holzblog so schnell befürchten.
00:18:11: Den hat schon mit der lauten Kettensäge eigentlich gesagt, macht er bitte noch zu Hause.
00:18:15: Die ihn schon ein bisschen vorarbeitet.
00:18:17: aber dieses Kunstwerk entsteht dann live bei Kunst im Park wo er dann aus diesem Holz stammt.
00:18:24: Ich bin selber gespannt was es wird Aber was raus Schnitz schneidet.
00:18:30: Und ja, ich freue mich total drauf und das wäre auch ein versteigerendes Ding.
00:18:33: Wow!
00:18:34: Cool geht natürlich dann auch in eure Kasse mit rein so wie alles was da an diesem Tag passiert?
00:18:40: Wann geht's denn da los?
00:18:41: Das ist startet schon am
00:18:42: Vormittag Genau wir starten um zehn Uhr Da geht es los, da öffnet doch die Tombola schon.
00:18:49: und ja Dann hat man so den Tag über Zeit da rum zu schlendern Die Musik zu genießen Was zu essen Ja, also und dann bis siebzehn Uhr, so dass man nachmittags packt mal wieder zusammen.
00:19:04: Nach Kaffee
00:19:05: und... Nach
00:19:06: Kaffeokoll natürlich auch miteinander ins Gespräch kommen!
00:19:09: Ihr selbst hast ja auch schon gemeint präsentiert euch mit eurem Angebot, Werte, die ganz oben auf der Liste stehen.
00:19:18: Wer ist sonst noch so vor Ort und zeigt sich oder wo man sagt ich bekomme da noch einen Ticken vielleicht noch detailliertere Infos?
00:19:27: Ja also die Algoer Werkstätten werden vor Ort sein, die man ja immer mit uns in Verbindung bringt.
00:19:33: wir sind auch stark verknüpft aber wir sind natürlich auch eine eigene Organisation.
00:19:39: dann ist auch der Behindertenbeirat.
00:19:41: es vertreten den behinderten Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Camden.
00:19:46: Die haben auch, glaube ich so einen Mitmachsstand geplant wo man mal im Rolli sitzen kann.
00:19:51: Ich glaube so ein kleines Parkour und Spiel.
00:19:53: Sie haben es mir noch nicht ganz genau verraten was sie machen aber ist auf jeden Fall wo man das selber auch mal leben kann vielleicht als Kind dass die Kinder haben vielleicht noch Spaß mit dem Rolli rum zu sausen und das mal auszuprobieren um das einfach einmal zu erleben wie das ist.
00:20:11: also Es ist ein bunter Tag Und wie du sagst, die Vorfreude ist groß.
00:20:16: Bei mir natürlich auch die Anspannung und das alles organisieren muss und schauen muss und hoffen muss dass der Wetterbericht gut bleibt.
00:20:23: aber ich glaube aktuell sieht es sehr gut aus für Sonntag und ja dann ist jeder herzlich eingeladen sich einen schönen Tag zu machen.
00:20:31: Inklusion ist wichtig.
00:20:32: Inklusion sollte eigentlich selbstverständlich sein und zum Alltag dazugekommen.
00:20:39: Ihr seid auf dem besten Weg dahin, dass das funktioniert eben mit unterschiedlichen Veranstaltungen auch so wie Kunst im Park jetzt am kommenden Wochenende aber auch der Benefitslauf im Rahmen der Allgäuer Festwoche, fünftzehnte August – es ist immer das gleiche Datum!
00:20:56: Ist ein Klassiker und tolles Event.
00:20:58: Ja,
00:20:59: das sind so die beiden großen Veranstaltungen, die wir haben im Jahr.
00:21:03: Und weil es uns einfach wichtig ist, diese Räume zu schaffen um natürlich auch für unsere Bewohner... Für die ist es hier ein Highlight!
00:21:14: Der Benefiz lauft damit zu machen und da zu starten.
00:21:20: Auch bei Kunst & Park am Leben teilzuhaben.
00:21:23: Also einfach dieses Niederschwellige, dieses Inklusion ist es für uns ganz selbstverständlich dass wir Teil der Gesellschaft sind und deswegen wollen wir uns nicht auch nicht verstecken sondern wollen im Gegenteil rausgehen und alle Menschen einladen
00:21:39: daran teil zu haben.
00:21:40: Habt ihr so im Lauf der Jahre oder vielleicht Jahrzehnte da irgendwas gemerkt das sich die Pippel... Alle anderen Pippe sich mehr geöffnet haben?
00:21:51: Offener mit Themen umgehen?
00:21:54: oder muss man wirklich noch sagen hey Inklusion ist wichtig, das ist toll.
00:21:57: Jeder lernt vom anderen jeder kann was mitnehmen und gemeinsame Freude ist halt einfach nun mal die schönste Freude.
00:22:04: Es ist so ja ich bin ehrlich es ist schon ein Weg.
00:22:07: also es hat sich natürlich wahnsinnig viel getan.
00:22:09: Also so ist ja auch der Deutsche dass wir immer nur auf das gucken was noch fehlt nicht das was wir schon erreicht haben wieder deutlich geworden.
00:22:20: Unser Geschäftsführer, ich habe vorhin die Mitarbeiter Einfluss anstatt uns schon angesprochen, hat dann nochmal eine Anekdote erzählt wie das eigentlich so, so ein Neunzelhundert war und wo zum Beispiel keine Ahnung, der meinte es könnte einen Bauernhof, ein Holzflock im Boden gewesen sein, wo halt jemand angebunden.
00:22:42: Das sind so die Zeiten, wo wir herkommen.
00:22:44: Wir hatten letztes Jahr auch eine Delegation aus Rumänien von einer ähnlichen Einrichtung wie wir eine sind und sie sind auch vom Glauben abgefallen.
00:22:52: Die dachten wow das ist unglaublich was hier alles möglich ist.
00:22:56: also da ist es... Also wir haben schon viel geschafft bis wir sind schon weit ein Weg gegangen und ich habe auch wirklich das Gefühl dass die Akzeptanz total groß ist in der Gesellschaft.
00:23:07: Aber natürlich gibt es auch so Dinge, die man nicht schnell verändern kann.
00:23:12: Dieses Jahr hat eine Mitarbeiterin von uns eine Zusammenarbeit mit der Stadt kämpfen wo es um den Update vom digitalen Stadtplan ging Und die hat dann sozusagen geguckt, wo sind behinderten Parkplätze?
00:23:26: Sind sie wirklich da, wo die eingezeichnet sind?
00:23:29: Sind die wirklich zugänglich?
00:23:32: Ja.
00:23:32: Also sind die nicht nur ausgezeichnet, sondern können ja auch genutzt
00:23:34: werden.
00:23:35: Wie ist es mit den Toiletten?
00:23:36: Die sind oft geschlossen... wie gibt's zwar aber denn die abgeschlossen?
00:23:44: Super!
00:23:45: Wenn du mal richtig aufs Klo musstest... Ja,
00:23:48: das wird kritisch werden.
00:23:51: Noch weniger Auswahl als wir.
00:23:54: Da ist schon viel passiert, es ist immer noch Luft nach oben und wir engagieren uns aber auch dafür und sind auch immer froh.
00:24:04: eben die Stadt Camden ist da wahnsinnig offen und das war auch ein tolles Projekt um wieder halt einen kleinen Schritt nach vorne zu machen.
00:24:11: also unsere Mitarbeiterin hat dann wirklich eigenhändig jeden Parkplatz überprüft in ganz Camden ob das wirklich wie das funktioniert.
00:24:20: Und das ist dieses Engagement, wo wir immer von Leben, von Einzelnen.
00:24:25: Dieses Engagement von Menschen, die wirklich mit dem Herz dabei sind und sich für die Sache brennen... ...und dessen dann letztendlich auch einen Unterschied machen.
00:24:33: Deswegen laden wir natürlich jeden ein da mitzumachen!
00:24:37: Wie wichtig ist auch der Austausch?
00:24:38: Jetzt gerade Länder übergreifen, dass man da mal reinspitzt in eine andere Organisation und eine andere Einrichtung.
00:24:46: Also da seid ihr ja auch im Regen-Austausch wenn eine rumänische endlich organisierte Gesellschaft oder wie man dazu sagt da ist.
00:24:56: also auch ihr seid da offen für internationalen Kontakt.
00:25:01: Ja, absolut.
00:25:02: Das ging auch über das Bayerische Staatsministerium.
00:25:06: Das hat es denen ermöglicht und die Reise bezahlt
00:25:09: usw.,
00:25:11: um einfach voneinander zu lernen.
00:25:15: Ich fand es wirklich berührend, die Gruppe zu sehen wie dieses berührt hat.
00:25:21: Was gibt's für Möglichkeiten?
00:25:22: Weil sie natürlich noch ganz anders damit arbeiten.
00:25:27: Also nicht die Möglichkeit haben zum Beispiel... irgendwelche Lifter, also wo man Menschen in die Badewanne wieder raus ins Bett.
00:25:34: All die Sachen, die wir halt noch sehr körperlich machen müssen oder aber auch in der Gesellschaft.
00:25:40: Also es ist schon hart das zu sagen, aber in Rumänien ist es teilweise noch so dass wenn die Familie ein Kind mit Bindung hat, dass das abgeschoben wird.
00:25:50: Die setzen das quasi vor die Tür von der Einrichtung und sind weg.
00:25:56: den Menschen, die dort untergekommen sind hat nun ein ganz kleiner Prozentsatz wirklich nur dank zu seiner Familie.
00:26:02: Weil sich die Familie auch schämt zum einen alles gesellschaftlich eben noch nicht so akzeptiert ist aber natürlich auch das wirtschaftliche Thema ist wenn es beim wirtschaftlichen nicht so gut geht ist natürlich ein Kind mit Binderung oder wenn ihr auch die Unterstützung nicht hast wie wir zum Glück eben in Deutschland haben.
00:26:18: Ist es nochmal doppelt schwierig?
00:26:20: Es ist doppelt Schwierig und um's kurz zu machen also ich glaube es ist schon sehr viel erreicht Was super toll ist, das wollen wir auch feiern und gleichzeitig natürlich geht weiter.
00:26:33: Es gibt noch viel zu tun.
00:26:34: Auf jeden Fall gemeinsam miteinander feiern!
00:26:37: Wir sagen es gerne nochmal Kunst im Park.
00:26:40: am kommenden Sonntag ist es bei euch auf dem Gelände im Innenhof fleißig vorbeikommen, ins Gespräch kommen und einen schönen gemeinsamen Sonntag zusammen erleben.
00:26:52: Danke fürs Dasein!
00:26:53: Und weiterhin alles
00:27:08: Gute!
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