Kaffeeklatsch 26.08.26: Hildegart Dorn und Birgit Prestel vom Hospizverein Kempten/Oberallgäu

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Hildegart Dorn und Birgit Prestel vom Hospizverein Kempten/Oberallgäu. Sie geben Einblicke in die wichtige Arbeit des Vereins, erzählen von ihren Erfahrungen und sprechen darüber, was Menschen und Angehörige in schweren Lebensphasen brauchen.

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00:00:02: Der Allgäuhit Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.

00:00:09: Dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit.

00:00:14: Heute bringen wir ein Thema ein bisschen an die Oberfläche, was vielleicht noch so in Kategorie Tabu gehört.

00:00:22: Wobei sich auch da in den

00:00:24: letzten Jahren

00:00:25: und Jahrzehnten einiges verändert hat.

00:00:27: Es geht um Trauer es geht um Todes geht um

00:00:29: Hospizarbeit.

00:00:31: Zwei Gäste habe ich heute.

00:00:32: daher dürfte euch gerade selbst einmal vorstellen

00:00:36: Birgit Breschdel Leitende Koordinatorin vom Hospizverein kämpfen ober Algor.

00:00:40: Schön dass Sie da

00:00:41: sind.

00:00:41: Ich bin die Hildegard Dorn aus Althusried.

00:00:43: Ich bin der T-zweite Vorständin vom Hospizverein und ehrenamtlich als Sterbebegleiterin

00:00:51: tätig.

00:00:51: Heute geht es um Trauer, Tränen aber auch Mut, Mut machen – und vielleicht das Zulassens!

00:01:00: Heute sind Vertreterinnen da vom Hospizverein Kempten Oberallgäu.

00:01:05: Nochmals herzlich willkommen Frau Brestl, Birgit Brestel und Heli Gart Dorn in unterschiedlichen Funktionen.

00:01:11: Ich fange jetzt einfach mal mit der Frau Brestal an.

00:01:14: Sie sind so ein bisschen head-of also Hauptkoordinatoren.

00:01:18: von welchen Abteilungen?

00:01:20: Von was überhaupt?

00:01:21: Ja, also der hospizvereine muss man glaube ich einfach ein bisschen erklären.

00:01:24: das

00:01:25: Konstrukt ist ein

00:01:26: großes Konstrukt.

00:01:27: wir haben über Hundert-achtzig Ehrenamtliche in verschiedensten Bereichen und die ehrenamtlichen, die sind eben in ganz verschiedenen Bereichen tätig.

00:01:35: Ambulant draußen in der Sterbebegleitung, in der Trauerbegleitung, in den Familien im Krankenhaus im Altenheim da wo wir gerufen werden aber auch im stationären Aspins.

00:01:47: Und diese hundet-achtzige Ehrenamtlichen, was man sich so vorstellen wird, koordiniert daher der Name von hauptamtlichen Pflegefachkräften, die eine Ausbildung brauchen.

00:01:59: Und wir

00:02:00: sind alle gebündelt in diesem Verein also mein Arbeitgeberster Hospizverein der aus einem Vorstand besteht und dieser Verein ist eben wiederum Träger des stationären Hospices.

00:02:11: Also wir haben da zwei große Säulen das ist einerseits des stationäre Hospiz und andererseits eben diese ambulante Begleitung Störbe-Begleitungen drauf

00:02:20: begleitet.

00:02:22: vor Ort dann tatsächlich sein im Zuhause oder beim Zuhausen von den Familien, von den Angehörigen zu finden.

00:02:30: Seid ihr in Kempten?

00:02:31: Das ist in der Madlina Straße vielleicht ganz kurz da von Anfang an auch dort gewesen.

00:02:36: Seit wieviel Jahren gibt es denn vor einem mehreren Jahrzehnte?

00:02:39: Ja also den Verein gibt's seit jetzt dreiunddreißig jahren.

00:02:44: Jetzt war es für die Jahre zwanzig das dreizehnjährige groß gefeiert und Die Gründet hat diesen Verein, der Professor Dr.

00:02:53: Himeyer damals, die Frau Dr.

00:02:54: Zaguric-Nigmargner und noch andere, aber das sind so die bekannten Größen.

00:02:59: Das waren Ärzte, die damals festgestellt haben dass eben in dieser ganzen Klinik landschaftlich sterbe Begleitung wenig präsent ist.

00:03:08: Die haben sich zum Auftrag gemacht einen Verein zu gründen, haben dann zehn Jahre ambulant gearbeitet hat ein ganz schnell.

00:03:14: hundert Ehrenamtliche muss man sich mal vorstellen.

00:03:16: also da ist auch der Bedarf oder das Bedürfnis darf sich auf dieser Ebene einzubringen was abzugeben?

00:03:25: Genau.

00:03:25: und zehn Jahre später war es so weit dass er gemerkt hat man braucht Hauptamt dazu um das alles zu koordinieren.

00:03:32: Und das ist das stationäre Hospiz gebaut worden.

00:03:34: Das war eine große Herausforderung als Verein.

00:03:38: Deswegen hat man damals in die Trägerschaft des Rote Kreuz mit reingenommen.

00:03:42: Also dass das auch vom gesunden und guten Fundament irgendwo steht oder auch vom Netzwerk, meinetwegen

00:03:48: schon?

00:03:49: Es gibt zwei starke Träger der Verein und des Rute Kreuz im Algorhospiz und der ganze ambulante Bereich steht unter der Fahne des Vereins.

00:03:58: Jetzt haben Sie gesagt, dreißigjähriges Jubiläum ist ja auch ein schönes Jubilän.

00:04:02: So ein Schnapszahlen-Jubiläums.

00:04:04: Seit wann Frau Brestel sind sie mit an Bord sozusagen?

00:04:08: Tatsächlich noch nicht so lange sechs Jahre bin ich Hauptamtliche Koordinatorin und Leitung eben vom Hauptamt.

00:04:15: Ja,

00:04:16: Frau Dauner, Sie sind ehrenamtlich mit dabei aber auch im Vorstand.

00:04:19: also es ist immer so Doppelfunktion, wisse ich.

00:04:22: Ja

00:04:22: seit fünfzehn Jahren bin ich Ehrenamtlicher.

00:04:24: Nach dem Vortrag von der Frau Dr.

00:04:26: Zahuric-Nikwagner war das natürliche Erzündung und jetzt die zweite Periode im Vorstand.

00:04:32: Wir sind Sie jetzt tatsächlich durch diesen Vortag damals ein bisschen sensibilisiert worden oder angesprochen worden, wo Sie gesagt haben ja, dass ist jetzt was, wo ich für mich vorstellen könnte?

00:04:44: Also interessiert hat michs Thema schon immer!

00:04:47: Ja... Und nach dem VORTRAG dann war es ganz klar, das isch meins kann nicht nur empfehlen.

00:04:53: Frau Dauner, seit fünfzehn Jahren sind Sie da ehrenamtlich engagiert.

00:04:59: Inspiriert vielleicht auch durch einen Vortrag wo sie gesagt haben ja das ist ein Bereich in dem möchte ich gerne was abgeben und es ist abgeben vom kostbarsten was der Mensch

00:05:10: hat.

00:05:11: Von der Zeit?

00:05:12: Ja!

00:05:13: In erster Liniezeit.

00:05:15: Vielleicht wissele wie kann man auch

00:05:17: Hospizbegleiterin

00:05:19: werden Das Coaching eventuell auch, also man wird ja ein bisschen geführt.

00:05:24: Ich kann ja nicht einfach sagen Hallo hier bin ich!

00:05:27: Ich habe übrig gezeitig sehr gerne

00:05:29: abgeben.

00:05:30: Ich werde natürlich schon in die Thematik auch ein bisschen mit reingenommen.

00:05:34: Unser Kurs beginnt immer so September jeder halbes Jahr und da werden dann am Ende auch Stunden abgeleistet entweder im Hospiz oder als Stationärin oder in einem Pflegeheim Und da wächst man dann schon in diese Thematik rein, ja.

00:05:52: Welche Bereiche lernt man da?

00:05:53: Wahrscheinlich auch Pflege könnte ich mir vorstellen in den Kursen keine Pflege.

00:05:57: Wir

00:05:57: sind nicht pflegend

00:05:59: aus

00:06:00: rechtlichen Gründen.

00:06:01: Ja

00:06:01: dürfen wir nicht pflegen.

00:06:02: also man hilft natürlich wenn man daheim also ambulant begleitet.

00:06:06: aber wir sind nichtpflegend.

00:06:09: Man muss sich bloß vorstellen uns gleitet einer aus wie man auf Toilette helfen.

00:06:14: das darf man sicher gar nicht vorstellen.

00:06:17: Wir sind nicht pflegend, aber wir waren in die Richtung Trauer angleitet.

00:06:22: Die Prozesse, die man durchläuft in einem Steuerbiprozess, anzeichen wann man es erkennt oder auch diese Phasen bis das mal Final ist.

00:06:34: Und da gibt's ja natürlich auch keine vorgeschriebenen Zeitraum.

00:06:38: Das kann ganz kurz sein, kann aber auch lang sein und länger sein!

00:06:43: Man kann gar nie irgendeine Prognose abgeben.

00:06:45: Man kann nie in eine Familie gehen und sagen, ach das geht noch zwei Wochen oder so.

00:06:49: Niemals!

00:06:50: Das Leben ist immer mit Überraschungen gepestückt.

00:06:54: Also meine erste ambulante Begleitung die ging eineinhalb Jahre, da darf man sich schon vorstellen wir wachsen zusammen auf jeden Fall.

00:07:01: Da begleitet es sich ja gegenseitig.

00:07:03: mal wächst in der Aufgabe und ich schaue einfach nur da.

00:07:07: Das Dasein ist das auch einfach

00:07:09: Zuhörende,

00:07:10: je nach Gesundheitszustand natürlich auch.

00:07:13: Erzählen vorlesen Körperkontakt also Hand oder Arm halten drücken.

00:07:20: Bei jeder Begleitung ist es anders.

00:07:22: Manche brauchen ganz viel Berührung Also Handhalten.

00:07:26: Fußmassage ist ein großes Thema das so gut

00:07:29: tut.

00:07:30: Andere wollen einfach nur erzählen Ganz oft sind sie auch Angehörige die Unterstützung brauchen, die einfach Schulter brauchen wo sie sich anlehnen.

00:07:41: Und von der Zeit das ist natürlich auch individuell und ganz unterschiedlich.

00:07:48: Ist es so dass Sie dann Nachmittag bei Menschen sind oder am Vormittag?

00:07:54: Oder wie ist das ein bisschen auch die zeitliche Einteilung?

00:07:57: wie es gebraucht wird.

00:08:05: Wie ist der Patient wünscht und gebrauchten?

00:08:09: Es geht von einer halben Stunde, wo sie sagen jetzt passt mir geht auch die Energie aus oder mal einen ganzen Nachmittag je nachdem.

00:08:18: Also ganz individuell wenn das gehandhabt.

00:08:21: Frau Fressel, Sie haben gesagt ca.

00:08:25: Ehrenamtliche, die sich da engagieren, die wirklich über das gesamte Allgäu oder übers Oberallgäuer verteilt natürlich auch wohnen.

00:08:32: Wie ist so ein bisschen eine Feinjustierung von ihrem ehrenamtlichen Pool den Sie hier zur Verfügung haben?

00:08:39: Ja

00:08:39: es sind jetzt nicht hundert-achtzig lose Personen.

00:08:44: Im Oberallgäu, sondern das sind vier verschiedene Arztgruppen.

00:08:47: Wir haben eine Ehrenamtsgruppe in Oberstaff einen Sonntofen und eine im Innenstadt.

00:08:53: Und tatsächlich mittlerweile zwei sogar in Kämmten.

00:08:56: Das sind die ehrenamtlichen Sterbebegleiter.

00:08:59: Dann haben wir ja auch noch Trauerbegleitung und vielleicht später nochmal darüber

00:09:01: sprechen... Genau genau!

00:09:02: Das muss man tatsächlich auch differenzieren.

00:09:05: Es

00:09:05: ist eine

00:09:06: andere Arbeit.

00:09:06: nochmal.

00:09:07: Und diesen Gruppen sind eben hauptamtliche Koordinatorinnen zugeteilt.

00:09:14: und wenn bei uns, ich kann es mal kurz erklären.

00:09:16: Wenn eine Familie sich bei uns meldet oder ein Arzt oder das Krankenhaus oder das Altenheim ja ganz verschiedene Zugänge dann faden wir raus in die Familien, schauen sie die Situation an Je nachdem was die Familie braucht, da haben wir dann natürlich auch schon ein bisschen Blick welche Ehrenamtliche hat.

00:09:33: Natürlich,

00:09:33: man wächst auch da von dieser Seite rein und entwickelt die Arbeit.

00:09:36: Ja aber

00:09:36: was für einen Zeitkontigent hat der Ehrenamtliche?

00:09:39: Was braucht die Familie?

00:09:41: Was wäre für ein Typ an Mensch vielleicht?

00:09:43: Auch das ja... Oder in der Familie eine Frau, ein Mann?

00:09:47: Ja jemand älter, jemand jüngerer Menschen sind so individuell Und dann guckt man halt wer vor Ort in den Gruppen die Begleitung übernimmt Und wenn es nicht geht, dann aus der Gruppe Arbeit mal auch Gruppenübergreifen.

00:09:58: Da fährt er im Städte nach Sonthofen.

00:10:01: Ist das eher verstärkt so?

00:10:02: Dass jemand von ein bisschen weiter weg zu jemand kommt oder hält sich die Waage?

00:10:09: Das hält sich ... Wir versuchen schon Ortsnahzubekleidung um unsere ehrenamtlichen Dauern gut also die Ressourcen von denen auch wirklich gut zu hegen und zu pflegen.

00:10:18: Es steht

00:10:19: nirgendwo

00:10:20: vorne an der Tür.

00:10:21: hier darf nicht gelacht werden.

00:10:23: Ist

00:10:24: das so richtig, Frau Pressel oder Frau

00:10:26: Dorn?

00:10:26: Ja, so ist es.

00:10:28: Also vielleicht haben wir gerade vorhin kurz im Zwischenteil getalkt.

00:10:33: Ich bin ja wirklich schon in vielen Bereichen im Sozialen unterwegs und ich muss schon sagen Es wird in kaum einem Bereich so viel wirklich auch miteinander gelacht im Team, wenn er aus Pizza arbeitet.

00:10:47: Das sind grundsätzlich fröhliche bodenständige Menschen die da im Ehrenamt und auch im Hauptamt tätig sind.

00:10:53: Ja und Frau Dorn sie haben davor eine so schön angefügt.

00:10:56: es sind ja auch schöne Leben die da oftmals noch mal so Revue passiert werden.

00:11:02: Ja, und die darf man ja auch auskosten.

00:11:03: Es gab so viele fröhliche lustige Momente in den Leben, die sie da zurücklassen.

00:11:09: Und diese Schatztruhe darf man aufmachen und dann darf man auch drüber lachen.

00:11:13: Das ist aber auf keinen Fall ein Auslachen oder kein peinliches Lachen sondern das Leben, das zurückbleibt feiern.

00:11:22: Das Leben, dass zurück bleibt feiern und dieses gemeinsame Erinnern gemeinsam lachen und gemeinsam eigentlich

00:11:28: fröhlich sein!

00:11:29: Ja, und das ist ganz wichtig.

00:11:32: Vor allem im stationären Hospiz zum Beispiel kann man sich so nicht vorstellen wie viel Fröhlichkeit da auch ist.

00:11:41: Es kommt ja vom Gast meistens.

00:11:43: Mir stoßen es ja nicht an aber das ist dann eine ganze gelassene Stimmung.

00:11:49: Man lässt was zurück aber man ist gut behütet und betreut und begleitet.

00:11:56: Wir haben schon viele von ihrer Arbeit

00:11:58: jetzt

00:11:58: auch stationär, ambulant in Sachen Hospizbegleitung.

00:12:03: Hospizarbeit gehört aber das ist nur eine Säule!

00:12:07: Ihr Arbeitsziel vor Presse und auch vor Dorn die ist weit aus größer.

00:12:11: Die Trauerbekleidung oder Trauer an sich es ist eine Riesen-Säule die nochmals unterschiedlich aufgeteilt ist oder unterteilt ist In verschiedenen Bereichen fließt.

00:12:23: Ja, so ist es.

00:12:25: Ich glaube ich will es einfach ein bisschen erklären, wie es bei uns so ist.

00:12:29: Wir haben gerade die letzten fünf Jahre hat der Herr Spitzverein sich das zu einer großen Aufgabe gemacht, die Trauerbegleitung auszuweiten und auch da haben wir zwei hauptamtliche Koordinatorinnen, die jetzt zur Zürichal sozusagen vierzig Ehrenamtliche im Kämpnerraum und auch im Oberallgäuerraum begleiten und die Ehrenamtlichen haben ganz verschiedene Aufgaben.

00:12:49: Also es gibt die Möglichkeit, uns zum Verein zu kommen zur Einzelbegleitung.

00:12:53: Wir haben einen frischen Trauerfall.

00:12:54: ich muss mir erst mal sortieren.

00:12:56: oi was kommt alles auf mich zu?

00:12:58: Was rollt auf mich zubraue?

00:12:59: Ich brauche vielleicht Einzelgespräche und hier schaut auch die Hauptamtliche Koordinatorin die schaut dann ob ein ehrenamtlicher diese Begleitung übernehmen kann.

00:13:07: manche Begleitungen machen sie auch selber wenn Sie mögen.

00:13:10: das ist sehr komplex.

00:13:11: ja ich kann diesen Menschen jetzt noch nicht ins Ehrenamte übergeben Und dann ist das aber so.

00:13:15: trauer bedeutet ja immer erst mal Rückzug.

00:13:18: Meine Welt ist auf einmal von heute auf morgen, ist meine Welt und mein Leben ein anderes.

00:13:23: Man muss ehrlich sein es wird auch nicht mehr wie das vorige sein.

00:13:27: Es gibt einen Punkt wo ein Mensch mich verlassen hat und es geht eher darum dass man die Trauer in den Alltag integriert und dass man diesen Trauer weggeht.

00:13:37: Und da braucht es oft auch wieder eine neue Gemeinschaft oder Menschen, die mich verstehen.

00:13:41: und deswegen haben wir uns auf den Weg gemacht so viele Gruppenangebote anzubieten.

00:13:46: Also ganz praktisch das Gebäude einmal in der Woche... Einmal im Monat gibt's einen Frühstück Margariten-und Josephinen-Stift.

00:13:52: Da kann man einfach bei uns anrufen und dann vorbei

00:13:55: kommen.

00:13:55: Das ist beim Adenauer?

00:13:56: Genau!

00:13:57: Beim Adenauringen.

00:13:58: Genau,

00:13:59: ein Trauerbegleiter überall mit dabei bei den Gruppenangeboten.

00:14:03: Es geht einfach ums Gespräch sich miteinander diese Trauer auch zu teilen.

00:14:08: Dann gibt es das gemeinsame Wandern, also man geht einmal im Monat über kann man sich zu einer Wandergruppe anmelden was sehr schönes ist.

00:14:15: Es gibt das gemeinsames Singen.

00:14:17: wir haben einen offenen Hospizkorb bei uns im Allgäu-Hospiz in unseren Räumen.

00:14:22: da treffen sich ehrenamtliche Hauptamtliche traurende und singen miteinander.

00:14:27: da geht's einfach auch miteinander um dieser Trauer vielleicht auch Raum und Klang zum Gelben

00:14:33: Und das ist wichtig, der Trauer auch in Raum zu geben.

00:14:38: Dieses Verarbeiten ist natürlich individuell aber Trauer braucht

00:14:43: Platz!

00:14:43: Genau.

00:14:44: und auch im Oberallgäu haben wir angeboten Friedhofscafé.

00:14:47: In Sonntofen wird einmal im Monat werden oder zweimal im Monate werden die Stühle ausgeklappt und wird Kaffee ausgeschenkt und es treffen sich mittlerweile fünfzehn bis dreißig Leute zum Kaffeedrinken auf dem Friedhof.

00:15:01: Ja, Friedhöfe sind Begegnungsplätze.

00:15:04: Das erkennt man auch jetzt im Laufe der Jahre immer mehr!

00:15:07: Auch im Osteugeil gibt es glaube ich ein Modell wo man sagt man switcht das so ein bisschen um und baut das Thema Begegenung noch weiter aus.

00:15:16: Und so ist ja die Friedhofsbank entstanden.

00:15:18: also da gibt's auch eine... Oberstaff auf dem Friedhof und eben eine bei uns, aufm alten katholischen Friedhof in Kempten.

00:15:25: Ja?

00:15:25: Vielleicht ist ein Zuführer schon mal vorbeigelaufen hat sich

00:15:27: gewundert

00:15:28: da sitzen einmal im Monat...einmal im Monate ist das ja ne Quatsch Das muss ich selber noch mal schauen.

00:15:35: Es ist ja ein neues Angebot, diese Friedhofsbank.

00:15:38: Jeden Mittwoch, jeden Mittwochs

00:15:40: Sonntag

00:15:41: zwischen neun und elf sitzen Trauerbegleiter von

00:15:44: uns auf

00:15:44: einer Bank auf dem katholischen

00:15:46: Friedhof.

00:15:47: Und es sind einfach da um zu gucken.

00:15:48: will jemand einen Gespräch, Kontaktaufnehmen zum Hospizverein und eben so'n Begegungsangebot.

00:15:55: Schauen

00:15:56: Sie gerne mal vorbei wenn sie draußen denken.

00:15:58: das interessiert mich!

00:15:59: Haben Sie da schon Feedback bekommen von den Menschen, die sich da schon abletzlich genommen haben auf der Trauerbank?

00:16:06: Was berichten Eure Ehrenamtlichen.

00:16:10: Dass es sehr unterschiedlich ist dass manche Menschen eine große Kurve machen wenn sie die Fahne vom Hospizverein sehen und andere Platz nehmen sich ein schönes Gespräch entwickelt sagen ich komm wieder oder dann eben auch den Kontakt aufnehmen zum Verein und sagen

00:16:28: ja

00:16:29: Vielleicht wäre es doch gut für mich, ich komme regelmäßig zu einer einzelnen Begleitung.

00:16:36: Es darf noch mehr werden auf der Trauerbank aber es ist ein Angebot.

00:16:40: das muss auch einfach wachsen.

00:16:41: die alle Dinge bei uns.

00:16:42: Wir geben den Angeboten finde immer viel Raum dass sie wachsen dürfen.

00:16:47: Ja muss wachsen.

00:16:49: hat sich die Trauerbegleitung wenn Sie beide zurück schauen gerade verdornt sind ja schon seit fünfzehn Jahren damit dabei verändert, ist man der Thematik an sich offener geworden?

00:17:02: oder wo sie sehen?

00:17:05: Ach nee das ist eigentlich ein bisschen mehr Tür zu.

00:17:08: Nein ich würde schon sagen dass man offener wird und das macht sich auch traurter Angebot anzunehmen.

00:17:13: also früher war es ja abschieben haben gemeint die hat mal abgeschoben in so spiel zum gottes Willen.

00:17:19: Das ist kein Abschieben das ist das beste was passieren kann.

00:17:24: Nimmerwirt schon offener Jeder hat doch mal eine Begleitung, also selber im familiären Kreis was gehabt.

00:17:31: Und sieht das Leben geht weiter muss weiter gehen aber muss der Trauer auch Platz geben.

00:17:37: Dass ich sage immer Trauer ist wie ein Katze die muss man so langstreichen bis sie schnurrt weil sie kommt immer wieder.

00:17:44: Es gibt einen Tag der offenen Tür.

00:17:47: Der steht quasi schon so ein bisschen vor der Tür und klopft, wann ist denn der?

00:17:52: Wann kann man reinschnuppern und sich da auch verordnen Überblick mal oder einen Eindruck überhaupt einen Eindruck bekommen.

00:18:00: Am Welthusbietstag am zehnten Oktober von zehn Uhr bis sechzehn Uhr macht der Husbietsverein und das Algospitz seine Türen auf.

00:18:09: Ja ihr seid in der Matlener Straße, dass es auch jeder findet Und was ist da geboten?

00:18:17: Das hört sich jetzt an wie eine Faschingsveranstaltung.

00:18:19: Nein, aber was passiert da an diesem Tag der offenen Tür?

00:18:22: Man bekommt Einblick und man kann ins Gespräch kommen.

00:18:25: Ihr stellt eure Angebote vor.

00:18:28: auch so wie wir vorher noch über diese Trauerbegleitung gesprochen haben das Kursangebot

00:18:34: ja also Eröffnet wird der Takt hier auf eine Tür vom Hospizkorps, falls ihr mich mal mitsingen möchte.

00:18:38: Kann man da reinhören!

00:18:40: Dann gibt es Führungen durch das Allgäu-Hospiz.

00:18:42: Wenn ein Zimmer frei ist kann wir uns natürlich auch anschauen aber natürlich immer sehr achtsam die Führung und oben im Hospizverein gibt's dann eben diese Informationen zu den Kursen, zu unseren Angeboten Genau.

00:18:58: Und Kaffeekuchen

00:18:59: natürlich

00:19:00: und Herzhaftes, also man kann verweilen und sich informieren.

00:19:04: Eben aber auch über diese Kurse einmal kategorie Trauer, einmal kategory Sterbebegleitung.

00:19:10: sind die Kursplätze da schnell befüllt oder habt ihr schnell einen Kurs voll?

00:19:16: Also der Sterbe-Begleiterkurs ist tatsächlich Knallevoll schon, da fallen wir uns ja drüber.

00:19:21: In der Trauerbegleitung starten auch wieder im Oktober.

00:19:24: Da hätten wir noch den einen oder anderen Platz.

00:19:26: also wenn sich da jemand noch bei uns melden möchte wirklich einfach anrufen.

00:19:31: Ja oder an diesen Tag

00:19:33: die auf eine Tür

00:19:34: kommen weil da kommt man vielleicht auch in einem Gespräch

00:19:36: mit einem Ehrenamtlichen

00:19:38: mit dem Vorstand mit ihnen als Koordinatoren.

00:19:42: Viele.

00:19:42: Tag der offenen Türe gab es da schon, weil das Gebäude an sich ist ja auch in den vergangenen Jahren erweitert worden und ausgebaut worden.

00:19:51: Mehr geht nicht mehr vom Platz.

00:19:53: Jedes Jahr!

00:19:56: Einmal im Jahr eine feste Größe mittlerweile auch ganz fest am Welterspitztag.

00:20:00: Ist auch ein schönes Ding, ist ein wichtiger Tag.

00:20:03: dass man das auch remindet bei den Leuten ein bisschen von hinten nach vorne holt

00:20:09: Hat ja auch immer ein großes Thema und dieses Mal ist das Thema Hospizist bunt, so wie das Leben.

00:20:14: Das ist ein

00:20:15: sehr schönes Thema!

00:20:17: So soll es eigentlich sein.

00:20:19: Die Trauerfarbe ist schwarz aber die Erinnerungen an geliebte Menschen sind ja bunt.

00:20:24: Lebhaft aktiv voller Lachen.

00:20:27: Und deshalb überlegen wir uns jedes Jahr etwas Besonderes.

00:20:31: und dieses mal kommt schon Leerwerk macht zum Abschluss eine Schonglage-Einlage.

00:20:37: gleich unser Hausmeister, der das auch wieder ehrenamtlich macht.

00:20:41: Und es soll also diese Bundheit und diese Lebendigkeit immer

00:20:44: noch mal ein Stück

00:20:45: darstellen.

00:20:46: Pardon?

00:20:46: Sie sind nicht nur ehrenamtlich sehr engagiert seit fünfzehn Jahren.

00:20:50: Sie sitzen im Vorstand haben natürlich da auch eine andere Funktion.

00:20:55: Ja, das darf man nicht ganz unterschätzen.

00:20:57: Der Verein, die Basis sind selbstverständlich die Mitglieder.

00:21:02: Wir haben erfreulicherweise die Tausend Marke schon geknackt und freuen uns über jedes Mitglied.

00:21:09: Wir freuen uns, dass wir die Unterstützung haben das mit den Zuspruch durch dieses Jahr auch haben.

00:21:13: aber wir sind natürlich selbstverständlich auch auf Spenden angewiesen.

00:21:17: ohne Spenden geht leider gar nichts.

00:21:19: es sind über jede kleine große über alles.

00:21:23: da kommt nicht auf dem Betrag an aber alles kommt an.

00:21:26: also das kann ich wirklich aus ganzem Herzen sagen es kommt alles

00:21:31: an

00:21:32: und es wird nur für diesen Zweck verwendet.

00:21:35: Die schönste Erinnerung, die Sie von Ihrer Arbeit oder Ihrem Einsatz, von Ihrem Zeit schenken haben?

00:21:44: Oder was erleben Sie, dass sie sagen ja genau das ist meins.

00:21:49: Das ist einfach schön!

00:21:51: Ich mach' es

00:21:52: gern!".

00:21:53: Es gibt unzeitlich viele schöne Momente muss ich ehrlich sagen.

00:21:56: Ich habe ganz viele beeindruckende Menschen kennengelerven an ihrem Leben teilnehmen.

00:22:03: Aber wenn wir es schon vom Lustigen haben, also einen Gast mal die ich wusste dass sie sehr christlich ist und dann sag' ich so zu ihr ja wie's halt so ist, gell?

00:22:12: Der Mensch denkt um Gott lenkt.

00:22:14: nur sagt die Dame und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, sagt sie Sie müssen das ganz anders sehen!

00:22:21: Der Mensch dachte und Gott lachte Und das war dann wieder... Wir haben einfach nur Die Fröhlichkeit in diesem Sinne Genossen beide.

00:22:30: Also es war einfach schön.

00:22:31: Das ist einfach schön, Frau Preskel bei Ihnen!

00:22:34: Sie geben ja auch Ihr Herzblut, Ihre Energie... Wie werden sie quasi bestätigt?

00:22:42: Von dem was Sie an Resonanz bekommen dass Sie sagen Ja ja ich bin auf den richtigen Weg oder das ist mein Weg.

00:22:48: Also meine größte Dankbarkeit kommt, wenn ich an einer Dankesfeier oder wir machen ja für unsere Erdenamtlichen auch ganz viele.

00:22:55: Auch noch mal wichtig zu erwähnen also die haben Supervisionen, die haben Gruppenabende, die fahren auf Ausflüge und wenn ich da auf hundertfünfzig oder hundert lachende Gesichter schaue und mir denke Ja all diese Menschen machen das unentgeltlich und ehrenamtlich und wir dürfen den Rahmen dazu geben und Ich darf mich darum kümmern dass das Team sich wohlfühlt und dass die Ehrenamtlichen sich wohl fühlen.

00:23:19: Ich bin in den Vorstandssitzungen mit dabei, ich merke einfach das ist ein gutes Miteinander und das motiviert mich und das trägt mich jeden Tag in die Arbeit.

00:23:26: Und aber mein schönster Moment

00:23:29: war

00:23:29: als ich – es war ganz am Anfang meiner Koordinatoren-Tätigkeit in eine Familie gefahren bin und dann bin ich heimgefahren, dann ist der Ehrenamtliche schon einem im Einsatz gewesen und das Telefon klingelt und der ehemalige betroffenen Frau sagt Jetzt muss ich sie noch mal anrufen, weil Sie haben uns heute einen Engel geschenkt.

00:23:48: Das Spürner kümmert glaube ich so eine Stunde gar nicht beenden.

00:23:51: ganz lieben Dank!

00:23:52: Anne Hildegardstorn und Birgit Prestl Ich sag's jetzt einmal global vom Hospiz bei einer kämpften Uwegeu.

00:23:59: Danke für den Einblick in Ihre Tätigkeit.

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