Kaffeeklatsch 18.08.26: Chantalle Schubert, Bürgermeisterin von Oberstdorf
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Chantalle Schubert, Bürgermeisterin von Oberstdorf, über ihre ersten 100 Tage im Amt. Sie erzählt, wie sie den Start als Bürgermeisterin erlebt hat, welche Herausforderungen sie bereits beschäftigt haben und welche Themen für Oberstdorf in den kommenden Monaten besonders wichtig werden.
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00:00:02: Heute geht's nach Oberstdorf.
00:00:15: Nein, Oberst-Dorf ist
00:00:17: nach
00:00:17: Kempten gekommen!
00:00:19: Herzlich willkommen an der Chantal Schubert Erste Bürgermeisterin oder die erste Bürgemeisterin überhaupt vom Markt Oberdorf.
00:00:28: Schön dass Sie da sind.
00:00:30: Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:00:33: Sehr gerne Premiere quasi und auch Premiere in Sachen Interviews live im Radio geben!
00:00:39: Total aufregend für mich und ich freue mich schon.
00:00:42: Es ist ein Aufregen des Jahres, vielleicht mit einem Satz eine Bilanz einhundert Tage im Rathaus in Oberstdorf.
00:00:55: Als Einsatz reicht er nicht.
00:00:58: Das schaffe ich nicht in einem Satz zusammenzufassen.
00:01:01: Es ist auf jeden Fall total, total neues Leben!
00:01:12: Was haben Sie vor Ihrem Fenster?
00:01:15: Also ich habe natürlich die Berge von meinem Fenster.
00:01:18: Wobei jetzt wo es so heiß war musste ich immer die Schalosier runter machen.
00:01:22: leider und weil ich hab wirklich den ganzen Tag sonst pralle Sonne bei mir Von dem her habe ich von den Bergen nicht so viel gesehen, muss ich ehrlich
00:01:30: gesagt.
00:01:30: Aber da werden Sie mit Sicherheit beneidet über diesen Fensterblick oder?
00:01:36: Ja definitiv.
00:01:37: also es ist wirklich ein Blick den manche dann nur im Urlaub zu haben.
00:01:43: Da werde ich schon fast ein bisschen neidisch.
00:01:45: was war so?
00:01:45: der erste Gegenstand den sie in ihrem neuen Arbeitstechnischen Zuhause aufm Tisch gelegt haben mitgebracht haben oder gesagt haben okay das muss sein bei meinen Glücksbringer.
00:01:57: Also ich habe ein Bild von meiner Familie mitgenommen, das war ganz wichtig.
00:02:01: Mit meinen Kindern drauf und meine Mutter drauf auf dem Bild mit mir und meinem Lebensgefährten.
00:02:08: Das macht es finde ich schon gleich ein bisschen heimeliger.
00:02:11: Es ist so eine kleine Umarmung vom Schreibtisch her.
00:02:14: wie ist Tag eins abgelaufen?
00:02:16: War das am ersten Werktag im Mai oder war das eventuell schon vor dem ersten Mai?
00:02:24: Hatte ich auch schon so in der einhundert Tagesbilanz, der eine oder andere musste tatsächlich schon ein bisschen früher ran?
00:02:30: Ja also es ist schon einiges schon passiert vor dem ersten Mai an Gesprächen überhaupt.
00:02:36: Also wir hatten ja dann die konstituierende Sitzung auch recht bald im Mai.
00:02:42: Deswegen mussten einfach viele Vorgespräche schon geführt werden und überhaupt, dass wir mal die Fraktionen kennenlernen.
00:02:48: Wer sitzt denn da alles mit einem am Tisch?
00:02:52: Wer macht dann zusammen mit einem die Entscheidungen?
00:02:54: Also das hat schon viel davor passiert!
00:02:56: Und am ersten Mai war ich beim Maibaum aufstellen.
00:03:00: Das ist gleich ein schöner Termin eigentlich Und der erste reguläre Tag, wo sie quasi das erste Mal auch das Büro gesehen haben.
00:03:08: Es ist so Punkt Achte wird unten aufgespart und dann kommt man rein und dann stehen Sie Spalier und begrüßen einen mit einem Blumenstrauß.
00:03:16: oder ist es komplett nüchtern?
00:03:18: Also es war wirklich ein Blumenstrauß aber auf meinem Tisch.
00:03:22: also sind jetzt nicht Spaliers gestanden.
00:03:24: Das muss auch nicht sein!
00:03:25: ist es sowieso am Anfang alles so aufregend.
00:03:28: Man muss sich erst mal orientieren, und man kommt dann rein ins Büro und muss sich erstmal umschauen, orientieren und das erst einmal sitzen lassen, dass wir jetzt wirklich hier sitzt als Erste Bürgermeisterin.
00:03:41: Allein das?
00:03:43: Sie schreiben da ja auch Ortsgeschichte oder sie tauchen auf jeden Fall immer wieder in den Analen auch auf eben als erste Frau auf diesen Posten.
00:03:54: Nicht, dass er jetzt von außen irgendwie Druck ausgeübt wird.
00:03:57: Aber man guckt glaube ich wenn man als Frau in so einer Position ist und man hat schon ein bisschen genauer nochmal auf die Finger geschaut, glaube ich oder vermute ich?
00:04:06: Das kann sein!
00:04:07: Ich habe natürlich nicht den Vergleich.
00:04:08: also...
00:04:09: Ich
00:04:10: bin es natürlich auch immer gewohnt.
00:04:12: Also ich hab immer in verantwortungsvollen Berufen gearbeitet war glaube ich im Allgäu eh auch schon immer ein bisschen exotisch auch gekämpft, wie ich aufgewachsen bin und von dem her bin ich es auch ein bisschen gewohnt.
00:04:26: Dass man ein bisschen leer angeguckt wird!
00:04:31: Wie sind Sie eigentlich zur Politik gekommen?
00:04:34: Hat das irgendwo schon vielleicht in den jugendlichen Jahren angefangen, dass sie so ein Interesse entwickelt haben.
00:04:40: Ach Mensch ich möchte da vor Ort etwas mitgestalten.
00:04:43: oder kommen Sie eventuell aus einer Familie wo sehr auch lokalpolitisch interessiert war Oder wenn ich das so formulieren darf War das politisch ein bisschen spätzünder.
00:04:55: Ich hatte immer schon den drang einen Beruf zu arbeiten indem bewirken kann, wirklich mein Umfeld früher also damals, wo ich studiert habe war so im Bereich Umwelt aber trotzdem immer auch den Menschen im Fokus.
00:05:11: war schon immer was, das mich angetrieben hat.
00:05:13: Also ich wollte auch ganz früher mal die Idee gehabt habe eben als Ingenieurin ins Ausland zu gehen und da vielleicht auch bei Projekten mitzuhelfen.
00:05:23: also aber auch dieses Hilfe zur Selbsthilfe.
00:05:26: und vielleicht ist es die Prägung von meinem Vater, er war selber nicht politisch aktiv Aber seine Familie war damals im Kongo, also mein Vater kommt aus dem Kongo.
00:05:38: War damals dort politisch aktiv und auch geprägt?
00:05:41: Also er musste damals auch aus dem Land raus aufgrund dieser politischen Aktivität Und das kann schon sein dass mich das irgendwo unterbewusst geprägte hat.
00:05:51: aber es war immer dieser tragen wirklich mit zu gestalten, aktiv und diese Möglichkeit auch wahrzunehmen, wirklich selber was zu bewirken.
00:06:01: Selber was zu gestalken?
00:06:03: Wie ist es dann... ich muss da nochmals fragen wo's klar war sie haben diesen Posten.
00:06:08: dauert es so vierundzwanzig
00:06:10: Stunden irgendwie
00:06:11: bis das angekommen ist?
00:06:14: Also ich versuch mich da in diese Lage zu versetzen.
00:06:17: Ich glaube, ich könnte das am Tag des Sonntags oder Wahlsonntags noch gar nicht so richtig... Ich glaub' ich hätte immer gesagt zwickt mich jemand, zwickt sich jemand!
00:06:28: Es dauert aber bis du so ankommst, oder?
00:06:30: Das dauert auch.
00:06:34: Vielleicht ist es bei jedem anders, aber das hat Wochen gedauert.
00:06:38: also es war dann immer noch dass ich manchmal aufgewacht bin in der Front.
00:06:42: Ja, ich bin jetzt erste Bürgermeisterin.
00:06:44: Das ist tatsächlich... Also bis es dann mal so richtig ankommt für mich war's auch gut irgendwann ins Arbeiten zu kommen.
00:06:54: Klar man hat ja diese Zeit zwischen Stichwahl in dem Fall und dann wirklich amtsbeginn wo man eigentlich nochmal Urlaub machen kann aber man weiß noch gar nicht genau was kommt auf einen.
00:07:07: Wie ist das Team?
00:07:08: da in der Verwaltung.
00:07:09: Wie läuft das alles?
00:07:10: Und eigentlich war es dann eher die Entspannung, die kam dann erst so richtig wo ich dann ein paar Tage gearbeitet habe.
00:07:17: Ja!
00:07:18: Jetzt sind Sie ja Frau Schubert quasi vom schönen Kempten ganz in den süden ausgewanderten Anführungszeichen zumindest beruflich nach Oberstorff.
00:07:30: Kleidungstechnisch hat sich da irgendwie was verändert auch bei Ihnen im Kleiderschrank, weil man doch ein bisschen ländlicher, ein bisschen wie soll ich sagen traditioneller im Outfit.
00:07:40: vielleicht ist das auch nur ein Vorurteil von meiner Seite.
00:07:45: Das hat sich eigentlich nichts geändert.
00:07:47: also ich habe einen Dornen mehr Aber sonst, ja und ich also genau ein Dirndl mehr.
00:07:54: Und eine Tracht sozusagen, wobei mir das bisschen zusammen geliehen habt.
00:08:00: Das ist ja noch mal einen Unterschied zwischen DirndL und Tracht muss man auch wirklich aufpassen.
00:08:07: Da gibt es große Unterschiede und je nachdem.
00:08:10: also jetzt gerade wir hatten die Leichtnahmsprozession und da bin ich dann schon auch mit Tracht gegangen, das ist dann schon noch mal was anderes.
00:08:19: Das ist halt einfach festlicher und es fühlt sich auch wirklich nochmal anders an wenn man das trägt.
00:08:24: Stimmt!
00:08:24: Man nimmt eine komplett andere Haltung ein.
00:08:26: Auch schon beim Dirndl, man läuft aufrechter
00:08:29: also...
00:08:30: Und mit dem Dirndler und der Dracht sowieso ist man immer gut gerichtet zu jedem Anlass.
00:08:36: Das passt immer nie over, nie underdressed ertracht.
00:08:40: Passt immer.
00:08:41: ganz kurze Frage zur ihrer Amenskette.
00:08:43: Das is ja auch in feierlicher Akt Wenn man diese Kette, sofern der Ort eine Kette hat und das ist ja auch ne besondere Kette in Oberstdorf
00:08:53: wirklich mit
00:08:54: Steinen aus dem Freitag glaube ich.
00:08:57: Ja
00:08:57: genau richtig!
00:09:00: Die hatte ich eben auch bei der Prozession dann an.
00:09:02: also das war Ganz besonderer Moment, also auch dieser von Leichnahmszug.
00:09:09: Man fühlt sich einfach so als Teil des Ganzen mit den ganzen Vereinen zusammen und mit den Fahnen.
00:09:15: Das ist wirklich ein... Ja, da ist man Teil das Ganze, man ist mittendrin was ganz Besonderes!
00:09:23: Ich merke schon, Sie haben sich ganz gut eingelebt in Oberstorffühlen.
00:09:26: Sich da zumindest wirkt es so auch wirklich wohl und beruflich auch die Erdung dort?
00:09:34: Ja doch!
00:09:35: Also natürlich momentan ist noch jeder Tag neu.
00:09:38: Ganz klar aber ich habe ja davor schon mal im Bezug auf zu Oberstorf gehabt.
00:09:43: Aber das ist jetzt nochmal eine ganz andere Perspektive.
00:09:47: also ich lerne nochmal ganz andere Menschen kennen auch ganz andere Akteure, was alles passiert in und rund um Oberstorff.
00:09:56: Das ist schon nochmal ganz anders als wenn man dort einfach lebt oder bei mir in meinem Fall war es so dass ich einfach auch jedes zweite Wochenende oder fast jedes Wochenende auch dort war zusammen mit meinem Lebensgefährten.
00:10:10: das ist eine ganz andere Perspektive.
00:10:17: einen
00:10:21: neuen
00:10:22: Berufsbereich auch an.
00:10:23: Ja,
00:10:24: total ja auf jeden Fall also mal.
00:10:27: ich glaube jeder bringt natürlich seine Erfahrung mit aus den Bereichen in die man davor tätig war und das ist auf jeden fall auch hilfreich was was ich davor an Erfahrungen gesammelt habe und trotzdem ist es wirklich komplett neu.
00:10:43: Also auch die ganzen verschiedenen Abteilungen im sage jetzt mal im Baurecht Was ganz Neues auch für mich.
00:10:52: Aber das Wichtige ist wirklich die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, mit den Leuten vor Ort
00:10:58: und da
00:10:58: haben wir ein ganz tolles Team – das ist wichtig!
00:11:02: Das ist sehr wichtig wenn man da wirklich gut aufgehoben ist.
00:11:06: Ja genau und da habe ich von Anfang an diese Rückendeckung gehabt.
00:11:10: also ja es ist sehr viel wert.
00:11:12: Was sind die großen Themen, die in Oberstdorf so auf dem Tisch liegen?
00:11:18: Es ist ja egal in welcher Kommune.
00:11:20: Ich kann Geschichten und Projekte.
00:11:22: Das sind keine Übernachtprojekte, das sind auch keine Wochen-Projekte!
00:11:26: Das sind oft Sachen, die sich über mehrere Jahre hinziehen.
00:11:30: Wo ist da das Projekt, wo es heißt... Ja, das ist momentan zumindest auf Nummer eins der Wichtigkeit.
00:11:41: Also wir sind gerade aktuell Allgemein in diesem Prozess der Priorisierung zusammen mit dem Gemeinderat.
00:11:47: Es gibt ganz, ganz viele große Projekte auch die wirklich anstehen.
00:11:51: das muss man ganz klar sagen.
00:11:55: Auch angefangen natürlich Wohnbau ist ein ganz großes Thema aber wirklich in allen Gemeinden.
00:12:00: Deutschlandweit?
00:12:01: Das kriegt
00:12:01: man überall mit.
00:12:02: Das ist deutschlandweit.
00:12:03: wir haben natürlich auch dieselben Herausforderungen eben wie alle Kommunen dass es immer wieder klar wird dasselbe das wiederholt sich irgendwo Infrastruktur
00:12:13: Bildung,
00:12:14: wobei wir da wirklich ganz gut aufgestellt sind.
00:12:17: Ein Thema wird natürlich der Neubau von einer Mittelschule sein.
00:12:21: ein großes Thema.
00:12:23: aber ich glaube so dieses grundsätzliche was uns umtreibt oder was mich auch umtrebt ist einmal einerseits diese Balance vom Tourismus, der extrem wichtig ist.
00:12:34: Von dem wir ja leben, die uns wirklich ganz viel Wertschöpfung auch bringt und auch infrastruktur.
00:12:40: also das ist wenn man sich wirklich mal anguckt was der Tourismus in Oberstdorf bedeutet und aber auf der anderen Seite wirklich dieser Lebensraum da gehört eben auch Wohnraum dazu, da gehört dazu dass junge Menschen da bleiben oder wieder zurückkommen nach OberstDorf traditionelle auch wieder weiter tragen, also das ist dieses gesamte.
00:13:03: Und das ist glaube ich schon diese große Herausforderung in diesen auch enger werdenden finanziellen Spielräumen wirklich zu schaffen und da eben diese Strukturensetzung, dieses Priorisieren extrem wichtig.
00:13:18: Gab es irgendwie einen besonders schönen Moment von dieser Von Leichnams Prozession ja schon gesprochen?
00:13:26: Aber auch sonst vielleicht eine Situation, wo sie gesagt haben ja genau deswegen mache
00:13:30: ich es.
00:13:31: Ja also ein besonderer Moment war zum Beispiel jetzt vor kurzem auch diese Eröffnung von dem Inklusionsspielplatz wo ich dann in mitten einer Traube von Kindern gestanden bin und mit denen runtergezählt hat, dass wir den Spielplatz jetzt alle eröffnen.
00:13:47: Und dann sind die alle losgestürmt und man hat einfach gemerkt was das ausmacht, was man wirklich bewirken kann natürlich.
00:13:53: Das war jetzt ein Projekt noch aus der alten Legislaturperiode aber trotzdem zu sehen, was mal an Begeisterung schaffen kann.
00:14:05: Sie sind musikalisch auch, habe ich mitbekommen?
00:14:07: Ja das stimmt.
00:14:08: Also nicht nur Instrumententechnisch sondern auch Gesangstechnisch.
00:14:13: Eigentlich mehr Gesang also Instrumente war ich leider nie so konsequent am üben.
00:14:19: aber ich bin ja früher auch als du immer bisschen rumgetengelt und Musik gemacht.
00:14:25: Was
00:14:26: ist für ihr Bereich?
00:14:27: Eher Popmusik, Raggy Soul, Rock?
00:14:30: Ja so ein bisschen Soul.
00:14:32: aber es wäre einfach.
00:14:34: Ich sag jetzt mal, wir haben eigene Lieder geschrieben.
00:14:38: Also es war so singer-songwritermäßig auf Deutsch Ja, hat sich jetzt nicht ganz speziell in einem Genre zuordnen lassen.
00:14:45: Es hat einfach Spaß gemacht.
00:14:47: Das glaube ich.
00:14:47: dann sind Sie ja da eigentlich auch schon gewohnt gewesen vor Publikum oder von einer größeren Menschenmenge zu singen?
00:14:56: Ja, wobei das ist immer was anderes, ob man singt oder ob
00:14:59: man spricht.
00:15:00: Das ist
00:15:00: wirklich ein ganz großer Unterschied.
00:15:03: Man hat natürlich seinen Programm und ist dann auch so eingespielt zu zweit als du.
00:15:09: Das ist immer
00:15:09: noch mal was anderes, ja.
00:15:11: Als wenn einem da tatsächlich hunderte von Menschen auf den
00:15:14: Mund gucken?
00:15:15: Ja!
00:15:15: So diese unmittelbare Reaktion.
00:15:17: waren Sie da ein bisschen nervös vor Ihrer ersten Rede vielleicht auch bei der Marke meiner Ratssitzung oder bei einer Eröffnung wo dann doch viel Prominenz ist?
00:15:26: Natürlich also es ist auch immer noch.
00:15:28: Also es passiert mir auch immer noch.
00:15:31: Es kommt immer drauf an, man hat, sag ich mal gute und schlechte Tage... ...und ich finde auch so ein bisschen Aufregung gehört auch mit dazu.
00:15:37: Man ist ja dann aufwacher und in dem Moment einfach gewahrer sage ich jetzt mal.
00:15:44: Und ich find das ist hier auch diese Wichtigkeit wahrzunehmen weil's ist wichtig!
00:15:48: Man steht vorne, man repräsentiert Oberstdorf.. ..und ich find dass sollte man dann schon auch.
00:15:55: Ja, das sollte man dann auch so rüber bringen und manchmal ist es aufregend.
00:16:00: Es kommt immer aufs Thema drauf
00:16:02: an.
00:16:03: Haben Sie schon ein Bierfass anstechen?
00:16:08: Wir hatten vor kurzem Dorffest und da durfte ich das erste Mal.
00:16:11: Ich habe davor noch nicht geübt, durfte einen BierfASS anstechnen und es hat mit zwei Schlägen geklappt.
00:16:17: Wow!
00:16:19: Schafft mancher Mann auf diesen Posten nicht.
00:16:22: Ich könnte es gar nicht!
00:16:25: Das sind natürlich auch Aufgaben, die immer wieder dazukommen.
00:16:28: Es gibt die politischen Auftritte oder wo andere Politiker oder politische Größen dann nach Oberstorff kommen.
00:16:37: aber auch bei den Vereinen feiert Runde Jubiläen und jetzt steht ja ein ganz besonderes Jubilän um zumindest was das Festwochenende angeht vor der Tür.
00:16:48: Das Jubiläumsjahr hat begonnen, ist vielleicht jetzt das Highlight und geht ja noch vom Trachtenverein.
00:16:55: Ja genau, das haben wir jetzt nächstes Wochenende, das große Fest am Ende wo ich auch wirklich gespannt bin, wie das abläuft.
00:17:03: Also ich freue mich auch.
00:17:04: Das ist ein Riesenaufwand für den Verein was sie da veranstalten weil es ist ja der ganze Umzug durch den Ort.
00:17:12: wir kriegen dann natürlich viel mit von einer Gemeinde weil das sind ja viele Bereiche von uns involviert Orten des Amtgemeindewerkes und so weiter.
00:17:23: Ich bin wirklich gespannt.
00:17:25: Freitagabend sind wir dabei, ich glaube auch wieder zum Fass-Ansehen.
00:17:30: Schauen wir mal ob es da wieder so gut funktioniert oder ob das sozusagen das erste Mal war ... Ja, und dann eben am Sonntag mit diesem großen Festumzug.
00:17:40: Über
00:17:41: zweitausend Menschen kommen da auch in den unterschiedlichsten Drachten.
00:17:46: Das hat schon sehr was Feierliches zu tun!
00:17:49: Der Verein hat sich ja ein bisschen drunter geschrieben Heimatschutz, Traditionsbewahren, Brauchtumspflege... Wie schön ist es, in einem Ort zu arbeiten wo Tradition- und Heimatpflegebrauchtum noch richtig gelebt wird?
00:18:07: Das ist ja auch besonders.
00:18:09: Allgäu im Allgemeinen, speziell natürlich auch Oberstorff?
00:18:12: Ja also ich habe es ja wie gesagt durch die Familie von meinem Freund hab' ich's mitbekommen und er war ja auch oder selber ja auch in der alt-historischen Tracht und da habe ich das schon so ein Gefühl dafür bekommen und ich glaube dass haben wir ja allgemein im Allgau schon noch dieses Traditionsbewusstsein.
00:18:32: aber in Oberstorf ist es schon nochmal besonders einfach diese Man merkt diese Erdung auch von den Menschen durch diese Tradition und eben auch, dass die Jugend da immer noch so mit dabei ist.
00:18:45: Das ist glaube ich ganz wichtig!
00:18:46: Das stirbt nicht aus, das wird immer weitergegeben.
00:18:49: Und wir waren ja auch verkutzen beim Wilde Mendelstanz.
00:18:53: und natürlich wenn man das sieht, dass es wirklich so was Achasches... Man muss es sehen, man kann's nicht erklären.
00:19:00: Ich finde, man ist dann einfach voll mit dabei Gespür von dieser Tradition und man muss sich das einfach mal anschauen.
00:19:10: Da gibt es ja nochmals Aufführungen im September, und glaube ich drei gibt's noch, sechster September.
00:19:16: Ich als Gebördegekämpterin hatte das noch nie gesehen oder habe das noch nicht gesehen.
00:19:21: also ist mehr als empfehlenswert wirklich so zurückgehen in die Geschichte, in dieses ja fast mystische muss man schon sagen.
00:19:28: Das hat ein bisschen was Unheimliches aber gehört damit dazu.
00:19:34: Also Wie gesagt, man kann es mit Worten nicht erklären.
00:19:38: Es gibt natürlich eine Geschichte dazu und alles.
00:19:43: aber ich finde das ist wirklich... Man muss es wirklich erleben!
00:19:46: Und wie Sie sagen, das hat sowas mystisches Acharsches und ja einfach auch so.
00:19:53: dieses Das ist dieser Geist der da lebt in der Landschaft, in den Tälern und das wird er wirklich transportiert.
00:20:02: auch mit diesem Stück.
00:20:03: Sind Sie eher so ein Sommermensch oder eher ein Wintermensch, Frau Schubert?
00:20:08: Ich mag beides tatsächlich.
00:20:10: Also den Sommer mag ich auch total gern wenn man dann einfach ... ich gehe gerne baden also das ist wirklich so...
00:20:16: ich
00:20:17: bin eine absolute Wasserratte.
00:20:19: Ich muss dann bei schönen Wetter einfach immer baden gehen.
00:20:22: und aber ich lieb halt diese verschiedenen Jahreszeiten muss ehrlich sagen also es ist halt hier schon besonders.
00:20:29: auch
00:20:29: Wir haben sie noch die Jahreszeit.
00:20:31: Ja
00:20:31: wir haben's noch genau.
00:20:33: In manche anderen Regionen ist es schon sehr fließend geworden.
00:20:37: Aber gerade Herbst, wo sie Angst vorhanden haben diese verschiedenen bunten Wälder also so Indian Summer.
00:20:44: Das hat was.
00:20:44: und dann wiederum auch im Winter einfach wenn man da einen strahlenblauen
00:20:49: Himmel
00:20:50: hat und die Sonne scheint und der Schnee klitzert.
00:20:53: das ist halt echt besonders auch hier.
00:20:54: ich habe paar Jahre in Stuttgart gewohnt und
00:20:58: da gab's das nicht!
00:21:01: Da war dann Winter irgendwie
00:21:03: grau,
00:21:04: wenn dann ein Zentimeter Schnee und dann war schon totales Verkehrshaus.
00:21:11: Das ist absolut richtig!
00:21:12: Ein paar Highlights gibt es natürlich jetzt nicht nur mit diesem onehundertundzwanzigjährigen Drachtenvereins-Jubiläum, die vier Chancen-Tonne Winter Sport Oberstorff ohne Wintersport
00:21:24: wäre
00:21:25: nur ein halbes Oberstorf möchte man sagen der WM vielleicht Einsatz.
00:21:31: Man ist happy, ja sie ist da.
00:21:35: Es war ein langes Warten bis es dann tatsächlich den finalen Daumen nach oben gab.
00:21:42: Mein Gott!
00:21:44: Das hat man glaube ich so auch noch nie erlebt.
00:21:48: Von dem her sind wir echt total froh dass das jetzt wirklich da ist und Ich bin auch gespannt und freue mich auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren.
00:21:58: Das wird natürlich eine Herausforderung, aber wir sind alle schon Feuer- und Flamme da wirklich aktiv, auch nachhaltig was für Oberstdorf rauszuholen – das ist glaube ich ganz wichtig!
00:22:11: Aber auch die Begeisterung mitzunehmen und im Ort zu transportieren weil es unsere WM und die dürfen wir dann auch feiern ja.
00:22:20: Ja und das restliche Allgäu natürlich?
00:22:23: Dann müssen wir zusammen stehen.
00:22:27: Da strahlt ein Ort quasi aus Deutschland raus, das ist unsere WM.
00:22:31: Das finde ich ganz schön.
00:22:33: Nachhaltigkeit!
00:22:34: Das habe ich jetzt in dieser Stunde schon immer wieder mal gehört und war ja kürzlich auch Neubussebus, Hybrid einer Hybrid einer voll elektrisch.
00:22:43: Da ist ja auch ein bisschen die Intention dahinter, dass die Touristen und die Tagesbesucher eigentlich relativ zackig nach draußen kommen.
00:22:51: Und wieder zurück ohne dass sie mit ihrem eigenen PKW irgendwo hinfahren.
00:22:55: Dass das Geschmeidiger auch läuft und eben
00:22:59: gut
00:22:59: vereinbar ist auch mit der Natur.
00:23:02: Also das müssen wir machen und das wollen wir auch und ich glaube einfach
00:23:06: die Entwicklung
00:23:07: geht da hin und man sieht einfach was man für Möglichkeiten hat.
00:23:12: die sollte man einfach auch nutzen.
00:23:15: Die Menschen kommen einfach wächst der Landschaft, wächst in der Natur.
00:23:19: Wir haben noch ganz viele, die auch mit der Natur, mit der Landsschaft arbeiten also auf die Alpwirtschaft und die Landwirtschaft.
00:23:26: wir sind davon abhängig.
00:23:27: das ist unser Gut.
00:23:30: ohne dem hätten auch nicht den Tourismus.
00:23:31: Also das hängt ja alles miteinander zusammen Und deswegen Nachhaltigkeit ist da ganz extrem wichtig Und ich glaube, da dürfen wir auch nochmal genauer hinschauen in den nächsten Jahren.
00:23:43: Auch wie sich das Klima verändert?
00:23:45: Was können wir dann noch mit dazu tun und so weiter?
00:23:47: Das ist auch herausfordernd aber man sieht dann einfach gleich auch die Effekte, die es mit sich bringt.
00:23:54: Zwei Teller vor Ihnen!
00:23:55: Zwei fiktive Teller!
00:23:57: Hot Dog!
00:24:01: Also natürlich Cash-Spazen.
00:24:04: nur im Sommer also wenn's dreißig Grad hat finde ich cash-spazen auf auch eine Herausforderung, dann nehme ich lieber mal den Salat.
00:24:14: Aber sonst auf jeden Fall Cashpazzen!
00:24:17: Ich weiß nicht, sie sind eine gebürtige Algorin, mögen natürlich oder lieben die Allgäuer.
00:24:21: Kulinarik ist ja ganz klar, man kennt sie auch fast gar nicht anders.
00:24:26: Dieses Repräsentierende vom Allgäusch nach draußen kommt automatisch bei ihnen?
00:24:32: Ja also ich glaube Eben, ich bin ja hier aufgewachsen.
00:24:37: Das ist einfach selbstverständlich und ich habe jetzt da auch nicht... Manche haben ja auch teilweise das Gefühl man zieht jetzt ein Dörndl an und schlüpft dann irgendwie in so eine Rolle.
00:24:48: aber für mich ist es eigentlich schon, dass fühlt sich natürlich an und ja, funktioniert gut!
00:24:56: Jetzt muss ich doch irgendwie was Kurioses
00:24:58: noch fragen.
00:24:59: Es waren die Sängeren können sie jodeln?
00:25:03: Also ich lasse das mal lieber bleiben.
00:25:09: Vielleicht jaulen, aber ob das Jodeln ist,
00:25:13: weiß ich nicht!
00:25:15: Ich lass es mal lieberbleiben.
00:25:18: Ich sage ganz lieben Dank für Ihre ehrlichen Worte und zum Teil auch für Ihren sehr privaten und persönlichen Einblick In ihr Leben.
00:25:26: danke, dass sie da waren schon Teil Schubert.
00:25:28: Sehr gerne Dankeschön!
00:25:30: Der
00:25:30: Allgäuhit Kaffeeklatsch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:25:35: stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.
00:25:38: Dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit.
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