Kaffeeklatsch 28.07.26: Maike Breitfeld – Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation aus Waltenhofen

Shownotes

In dieser Folge des Kaffeeklatschs ist Maike Breitfeld, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation aus Waltenhofen, zu Gast. Im Gespräch geht es darum, wie wertschätzende Kommunikation im Alltag gelingen kann, warum Zuhören und Verständnis eine wichtige Rolle spielen und wie Konflikte durch neue Perspektiven besser gelöst werden können.

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00:00:02:

00:00:14: Heute ist mein Gast Michael Breitfeld.

00:00:16: Schön, dass Sie da sind.

00:00:17: Herzlich willkommen!

00:00:19: Danke schön.

00:00:21: Ich formuliere das jetzt mal so ein bisschen mit meinen Worten Trainerin für gewaltfreie Kommunikation.

00:00:27: Ist aber nicht der offizielle Begriff oder die offizelle Bezeichnung?

00:00:30: Doch, ich nenne mich tatsächlich so Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.

00:00:34: Und das mache ich in einem Teil meines Lebens und vermittelt da dieses Modell, dieses Kommunikationsmodell, dass sich tatsächlich gewaltfreier Kommunikion nennt!

00:00:42: Es geht heute um Gewaltfrei-Kommunikation meine Expertin.

00:00:46: Sie sind jetzt in dieser Stunde Frau Breitfeldt, meine persönliche Expertin ... Sie sind hier aus dem Allgäu aus Waltenhofen.

00:00:53: Wie haben sie denn den Weg?

00:00:56: In dieses Coaching gefunden.

00:00:58: Das ist ja jetzt Ich muss verstehen, aber keinen Beruf.

00:01:02: Wo ich vielleicht das kleines Mädchen sage?

00:01:04: Wenn in der ersten Klasse Ja!

00:01:06: Ich möchte Trainerin für gewaltfreie Kommunikation werden.

00:01:09: Ihr beruflicher Weg war wahrscheinlich auch ein anderer.

00:01:12: Das stimmt also letztendlich... Ich bin ja keine Allgäuerin.

00:01:17: Man hört es mir an der Zunge meistens noch an Ich komme aus dem Norden und bin hier im Allgäu angekommen in dem Rahmen meiner Ausbildung.

00:01:23: Ich habe hier Betriebswirtschaft studiert, ich bin für den Tourismus ursprünglich gekommen.

00:01:27: Und dann ist es der Klassiker im Allgeuhängen geblieben, Kinder bekommen und damit eigentlich auch die Herausforderung zu sehen – Irgendwann habe ich mal gesagt, ich bin gar nicht wirklich dafür ausgebildet Kinder groß zu ziehen.

00:01:40: Das sind aber glaube ich auch die wenigsten außer ich bin Erzieherin oder so?

00:01:45: Ja

00:01:46: auf jeden Fall!

00:01:46: Ich komme aus einem Unternehmerhaushalt also da war viel Betriebliches im Vordergrund.

00:01:50: und dann kam so eine Zeit da war ich einfach dankbar.

00:01:54: meine Kinder sind recht eng beieinander.

00:01:57: geboren waren sie fünf vier und zwei.

00:02:01: Da war ich einfach froh, wenn ich in Waltenhofen die Kindergartentür von außen zugemacht habe.

00:02:05: Weil sich dann andere um meine Kinder gekümmert haben, weil ich von morgens um sieben bis um viertel nach acht, da mussten wir spätestens los, verbal schon so angestrengt war.

00:02:16: und kennst du diesen Zustand?

00:02:18: Sich selber nicht mehr zumögen mit dem was man dann so von sich gibt.

00:02:23: Wenn alles um einen herum irgendwie einen so erdrückt fast erschlägt!

00:02:27: Obwohl es vielleicht einfache oder banale Situationen sind, aber man fühlt sich

00:02:31: irgendwie so.

00:02:32: Die Kinder herbeiführen.

00:02:33: und in dem Augenblick kam mein damaliger Mann auf mich zu und hat mir eine DVD in die Hand gedrückt und er ist Pädagoge und hat gesagt Mensch, heuchte das mal an!

00:02:44: Vielleicht ist das was für dich?

00:02:45: Und dann habe ich diese DVD, die wirklich schwierig zu sehen war, an zwei Abenden, dreizehn Stunden mehr angeschaut und hab gedacht Michael, also wenn das funktioniert ist es was für dich?

00:02:57: Und zwei Wochen später saß ich dann hier in der ersten Einführung in München.

00:03:01: In die gewaltfreie Kommunikation und habe tatsächlich mich vorher immer schon auch für eine... ...in Anführungsstrichen coole Mama gehalten.

00:03:09: aber da bin ich rausgekommen und hab gedacht, da gibt's noch einiges zu lernen.

00:03:12: und seitdem bin ich auf diesem Weg geblieben, hat mich da weiterentwickelt, hab mehrere Einführungen gemacht, hab die Trennausbildung gemacht und irgendwann hab' ich gedacht naja Jetzt hier in meiner kleinen Welt, also es wäre auch hilfreich jetzt vielleicht nach außen zu tragen und so habe ich eigentlich erst diese Trainerausbildung auch nach Außen gegeben und Seminare angeboten.

00:03:34: Und das ist tatsächlich so dass ich merke Es ist ein Herzensanliegen weil wir alle diese Sehnsucht haben mit unserem Umfeld anders umzugehen gerade wenn's schwierig wird und dafür steht das Thema gewaltfreie Kommunikation auch in angespannten Situationen ein Miteinander gestalten zu können.

00:03:51: Und nicht irgendwie in kurzen Sätzen, was hast du da schon wieder gemacht?

00:03:54: Oder dauern kommst du zu spät oder schlagen wir ja noch keinen Millimeter mit irgendeinem Körperteil und sind auch der Meinung dass wir gerade die eine Ehrlichkeit haben, die angemessen ist.

00:04:07: und gleichzeitig wundern wir uns darüber wenn das Echo dann ist, was willst Du mir denn jetzt sagen habt Du mal meinen Arbeitsalltag, da könnte man das jetzt noch als pünktlich bilden beschreiben

00:04:16: und dann

00:04:17: geht die Diskussion los.

00:04:18: Und wie komme ich da raus?

00:04:20: Wie kann ich mich anders einbringen?

00:04:22: Weil der Kommunikation spielt ja natürlich nicht nur das Wörding, also den Text.

00:04:27: was ich sage ist von Bedeutung auch die Art der Stimme, wie sie ist.

00:04:33: Also ich kann natürlich sagen hey mach doch nächstes Mal vielleicht die Tür leise zu oder ich kann ja im aggressiveren Ton irgendwie auch unterwegs sein.

00:04:43: Also das Modell selber setzt sich aus vier Schritten tatsächlich zusammen und wir zerlegen, eigentlich zerlege ich, ich spreche oft davon dass ich mehr über Sprachbewusstsein rede als über gewaltfreie Kommunikation.

00:04:54: Das klingt ja schon mal schräg so weil möchte auch keiner was mit zu tun haben.

00:04:58: aber Sprache zu zerlegen eine Aussage in vier Schritte das ist der Kern dieses Modells.

00:05:03: Ich nenne was ich sehe Ich sage, wie es mir geht.

00:05:07: Was ich brauche und was ich gerne hätte.

00:05:10: Eigentlich ganz simpel.

00:05:11: und dann wird so ein Satz für die Dauern kommst du zu spät in hey bis zehn Minuten nach der vereinbarten Zeit.

00:05:16: Ich bin sauer.

00:05:17: Mir ist Planbarkeit wichtig festzubereitig zu melden wenn du dich verspätest.

00:05:21: Und da natürlich in diesen einzelnen Schritten und den Beleuchten dieser Sprache, die ich wähle, der Worte komme ich mir immer näher.

00:05:28: wo bin ich eigentlich an meiner Haltung gegenüber dieser Person, die da jetzt gerade in die Tür hineinkommt Ich die Idee davon habe, ich sitze schon seit zehn Minuten und

00:05:39: hab so eine Krawatte.

00:05:45: Vier Bereiche vor Breitfeld haben Sie mir schon mal aufgezählt, die essentiell sind in der gewaltfreien Kommunikation.

00:05:54: Das ist oder dürfen Sie gerade selbst nochmals nennen?

00:05:59: Hat es eine gewisse Abfolge auch, auf der wir so

00:06:01: einen Plan mitgegeben haben.

00:06:04: Es geht mit der Beobachtung los über das Gefühl zum Bedürfnis an der Bitte also den Pfeilen Wie Sie da jetzt sehen, die Hörer sehen es natürlich nicht folgend.

00:06:13: Ach ja genau von grün auf rot, von rot auf blau und von der blau auf gelb wäre es ein bisschen visuell.

00:06:21: Ja man braucht manchmal auch so eine farbliche Eselsbrücke.

00:06:25: wenn wir diese Situation oder das ist so der Klassiker haben sie mir vorhin auch gesagt dieses zu spät kommen Thema betrifft jeden haben wir vielleicht sogar mehrfach am Tag sind wir da irgendwie konfrontiert mit dem zu spät kommen, anhand von diesem klassischen Beispiel wenn sie das mal so ein bisschen aufdröseln.

00:06:46: Also wie so eine Ur-Situation sein kann mit der und wahrscheinlich noch mit der Geste so oft die Uhr zeigen muss immer denn schon wieder zehn Minuten Viertelstunde zu späten wenn ich warte

00:06:58: Ja.

00:06:59: Meistens startet man ja, also man hat ja dann Zeit oder sie haben denn ja Zeit sich in dieser Situation einzufinden weil die Person kommt nicht.

00:07:07: Es ist vierzehn Uhr ausgemacht und es ist vierzen Ohl fünf von ihm mann ist da.

00:07:12: Dann ist ja schon die zeit da sich grundsätzlich mal auf etwas vorzubereiten Und damit wir die zeit verbringen ist meistens den menschen zu verurteilen.

00:07:21: In moralische Dinge wie sowas macht man nicht, so geht man nicht mit mir um.

00:07:24: Das kann ja wohl nicht wahr sein jedes mal dasselbe.

00:07:27: auf denjenigen ist kein Verlass.

00:07:29: also letztendlich genau darum geht es und das was diese Person macht wenn ich mich auf die Beobachtung ausrichte.

00:07:35: Das was in dem Augenblick passiert wenn ich ansprechen möchte ist wir waren um vierzehn Uhr verabredet und jetzt ist es vierzehnt Uhr fünfzehn So.

00:07:42: Es sind fünfzehn Minuten nach der vereinbarten Zeit und wenn es mir gelingt, mich darauf zu fokussieren meistens bringe ich mich dann schon etwas runter.

00:07:48: Zurück?

00:07:49: Ja

00:07:49: ja ja.

00:07:50: Und Sie haben vorhin in dem Zwischengespräch gesagt Weichspülen darum geht das nicht sondern ganz klar ist war vierzehn Uhr ausgemacht ist jetzt vierzehnt Uhr fünfzehntein.

00:07:58: Das ist der Fakt ja da irgendwo.

00:08:00: Genau und das was im zweiten meistens bei uns passiert dass wir Ideen davon haben Wir werden ignoriert oder mit uns kann man ja machen.

00:08:09: Ich habe das Gefühl mit mir kann mal machen was man will.

00:08:12: Das ist eher, dass wir in einem Denken sind als dass wir im Kontakt mit dem sind.

00:08:16: worum wie geht es mir eigentlich gerade?

00:08:19: Jemand ist eine Viertelstunde zu spät.

00:08:20: das passiert im Außen ja.

00:08:22: und was passiert denn in mir drinnen?

00:08:24: und da ist es von Menschen Mensch unterschiedlich Situationen bewerten.

00:08:29: Also wenn bei mir jemand zu spät kommt, ich mache mehr eher Sorgen weil ich immer die Idee davon habe es könnte was passiert sein weil ich diese Erfahrung mal gemacht hab.

00:08:38: Jemand anders bewertet die Situation völlig anders hat die Idee von man macht sowas nicht.

00:08:44: also oder so geht man mit mir nicht um.

00:08:48: Hat das Gefühl nicht ernst genommen zu werden mit dem was mir wichtig ist?

00:08:52: Aber wie geht's mir wirklich?

00:08:54: und Da gibt es eben diesen besonderen Schritt der Gefühle in der Gewaltfreiheit, die wir vom Denken unterscheiden.

00:09:01: Kommen wir vielleicht nachher auch noch mal drauf?

00:09:03: Wir haben jetzt gesagt einen Durchgang und das was im Außen passiert, regt bei uns im Inneren an.

00:09:10: die Bedürfnisse werden also unsere Bedürfenisse werden aktiviert und ich erlebe vielfach dass Menschen kein Verständnis mehr dafür haben.

00:09:17: was sind eigentlich Bedürftnisse?

00:09:20: Oft haben wir Wege im Außen, die wir als Bedürfnis beschreiben.

00:09:23: Ich habe das Bedürfen ist, dass du pünktlich bist.

00:09:25: Es geht nicht darum, dass ich eine Planbarkeit hab für meinen Tag oder ich hätte gerne die Sicherheit, dass es jemandem gutgeht.

00:09:33: Oder also das sind Dinge, die in mir lebendig sind und wenn sie nicht gegeben sind dann bin ich entweder entsorgen oder ich bin sauer oder ich Bin irritiert oder wie auch immer und daraus kann ich dann ableiten was hätte ich denn gerne?

00:09:45: Was würde mir helfen den Ärger Irritation zu beseitigen?

00:09:51: und dann wäre es für mich gut, eine Klarheit zu bekommen.

00:09:53: Das ist auch ein Bedürfnis das vielfach in den Leben von Menschen aktiv ist überhaupt zu wissen worum's geht.

00:10:00: Und das würde berufen wenn mich jemand anruft und mir Bescheid gibt hey ich komme fünfzehn Minuten später Ich suche hier noch einen Parkplatz.

00:10:07: festwoche wird aufgebaut ist gerade alles schwierig?

00:10:10: Ja und dann habe ich alle vier bestandteile zusammen und kann da draus machen.

00:10:15: Du bist fünfzehn Minuten nach der vereinbarten Zeit.

00:10:18: Ich bin sauer, mir ist echt Planbarkeit wichtig.

00:10:21: Werst du bereit mich das nächste Mal anzurufen?

00:10:23: Wenn du dich verspätest kannst du mir das zusagen und dann geht die Tür auf und der Mensch hört was ganz anderes statt.

00:10:29: Sag mal!

00:10:30: Und wird nicht gleich so überfallen

00:10:32: mit der Stimme oder den Wörtern her?

00:10:35: Genau es ist einfach eine Klarheit in dem in mir und es ist ein Zentrieren von meiner Person und das war letztendlich auch was mich dann im Kontakt mit den Kindern einfach sehr bewegt hat, nicht mehr so reaktiv zu sein auf das, was vor mir passiert.

00:10:52: Sondern mit ihm zu gehen, was jetzt gerade ist.

00:10:54: Gewaltfreie Kommunikation geht mit dem Jetzt... Was ist

00:10:57: jetzt gerade?

00:10:57: Und darauf kann

00:10:59: ich mich vorbereiten.

00:11:00: und meine Tochter hat auf meinem Lernweg der gewaltfreien Kommunikations-, also meine Kinder waren meine größten Lehrmeister.

00:11:08: Irgendwann habe ich sie gefragt, Mensch Merkt man eigentlich, dass ich die gewaltfreie Kommunikation, das ist die Grafensprache.

00:11:15: Das ist ein Bult hier der Gewaltfreien Kommunikationslerne.

00:11:18: und dann sagt sie ja du schreist nicht mehr so viel und redest mehr mit uns?

00:11:23: Und da habe ich gewusst Ich bin auf dem richtigen Weg.

00:11:27: und das war würde ich sagen für mich auch die größte Motivation es immer wieder anzubieten und Dranzubleiben.

00:11:33: und Es ist ein Lebensthema weil jede Situation in der ich mich ärger ist wieder einen guter Grund zu gucken was sehe Wie geht es mir?

00:11:41: Was brauche ich und was hättest

00:11:42: du?

00:11:43: Gewaltfreie Kommunikation.

00:11:45: Das klingt schon so ein bisschen wie ein Anti-Aggressions-Training für einen, warum ist dieser Begriff eigentlich auch so, wie soll ich sagen, so radikal gewählt.

00:11:57: Gewalt mit Sprache oder Gewaltmitstimme.

00:12:01: Kommunikations.

00:12:03: Das ist eine krasse Kombination finde ich auch!

00:12:07: Schwierige Frage, warum der Schöpfer dieses Modells, der Marsha B. Rosenberg das Modell Gewaltfreie Kommunikation so tatsächlich nachher auch benannt hat?

00:12:15: Das ist tatsächlich eine der größten Hürden gewesen.

00:12:18: anfänglich dieser Begriff löst viel Widerstand aus.

00:12:23: inzwischen ist es in Deutschland da sind wir seit zweihundneinzig.

00:12:27: das ist das erste Mal nach Deutschland gekommen wird es trainiert genauso wie Schulz von Thun oder Watzlerweg hat also an, wie sagt man, an Akzeptanz erfahren und es ist inzwischen so dass nicht mehr so viele diesen Widerstand haben.

00:12:40: Es geht tatsächlich nicht um körperliche Gewalt das geht um diese...

00:12:44: Aber das assoziiert man im ersten Moment mit der Begrifflichkeit Gewalt einfach mit dem Wort!

00:12:49: Mit dem Wort ja.

00:12:50: und gleichzeitig bringt es dann doch am Ende auf den Tisch wenn wir sprechen wir wenig bewusst sein darüber haben an welcher Stelle doch in irgendeiner Form gewaltvoll sind.

00:13:05: Und spiegeln tut uns dann das gegenüber, dass in dem Augenblick nicht das macht was wir gerne hätten und wir nicht bekommen, was wir brauchen.

00:13:13: Also das ist so ein... Dann legen wir noch eine Schippe drauf und hauen nochmal darauf damit der andere doch ja das macht, was ich gerne möchte.

00:13:22: Und den Begriff der Gewalt spiegelt sich auf diesem.

00:13:25: Wir haben es vorhin von den Bedürfnissen gehabt, das sind immer abstrakte Begriffe die frei von Handlungen sind.

00:13:30: also Ich sage jetzt mal ein paar Worte, sowas wie Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, Pünktlichkeit,

00:13:39: Spaß,

00:13:39: Humor.

00:13:41: Sie haben keinen Widerstand gehabt, dass sie das nicht gerne im Leben hätten.

00:13:44: diese Dinge.

00:13:44: Das

00:13:45: sind lauter wunderschöne

00:13:46: Dinge und es ist der gute Grund unseres Handels in einer gewaltfreien Kommunikation.

00:13:52: Es sind unsere Handlungsmotivationen und alles Handeln was wir tun dient dem diese Bedürfnisse zu erfüllen.

00:13:59: Anfange meine Bedürfnisse zu erfüllen.

00:14:02: Und mir ist es egal, was das mit meinem Gegenüber macht.

00:14:06: oder aber ich sage tatsächlich jetzt in einem Beispiel wobei das dann nachher jemand kommt rein und ich verweige dann das Gespräch weil jemanden fünfzehn Minuten zu spät ist gehen einen gewissen trotz und dreht den rücken zusammen.

00:14:22: ist es gerade das bestmögliche was sich für mich tun kann um für mich zu sorgen, um vielleicht meinen eigenen Ausdruck zu finden oder zu sagen das passt nicht wie du gerade mit mir umgehst.

00:14:34: Also unser Handeln geht immer dorthin und gleichzeitig dadurch dass ich aus dem Kontakt gehe und entscheide – das Bedürfnis des Kontakts zum Gegenüber kommt dann etwas zu kurz und wenn ich dabei bleibe auf dieser Karte entscheidet sich eigentlich Das Thema Gewalt, aber nicht im Sinne von

00:14:52: physischer

00:14:53: Gewalt oder gewaltvollen Bildern, die wir einfach auch aus der Presse, aus dem Fernsehen kennen.

00:14:57: Also damit hat es nichts zu tun!

00:14:59: Wir wollen alle ein zufriedenes, ein positives Miteinander.

00:15:05: Keiner will Streit, keiner will böse Worte.

00:15:08: Frau Breitfeld-Hand aufs Herz rutscht Ihnen manchmal so eine Situation privat auch durch?

00:15:13: Oder sind Sie wirklich so oder hat sich das Ganze schon so verinnertlich, dass sie sagen okay ne es kommt nie eine Situation wo mir eventuell auch mal der Kragen kratzen könnte?

00:15:23: Oh Hilfe!

00:15:25: Ich bin Mensch.

00:15:26: Ja

00:15:27: eben, das bist

00:15:28: du!

00:15:28: Ich bin keine KI die immer in ausgeglichener Art und Weise reagieren kann.

00:15:33: Nee tatsächlich also mich hat gewaltfreie Kommunikation sehr mit meiner Menschlichkeit und meiner Fehlbarkeit auch in Kontakt gebracht.

00:15:39: Also das Modell sagt dass es ein Mensch in jedem Augenblick das bestmögliche tut für sich zu sorgen.

00:15:47: und wenn ich dann sehe mein Kollege meinen Partner wer auch immer das ist gerade sauer über das, was ich gesagt habe und geht aus dem Raum raus und knallt die Tür hinter sich zu.

00:15:57: Dann kann ich darauf schauen und sagen okay es ist das bestmögliche, was gerade geht um in dieser Situation umzugehen?

00:16:04: Und genauso schaue ich auch manchmal auf mich wenn mir der Kragen irgendwo platzt!

00:16:08: Im Grunde ist es so dass die Entwicklung in diesem Modell damit anfängt tatsächlich sich in Situationen zu beobachten und die Ausrichtung dabei ist nicht... Sie haben das im Zwischengespräch so gesagt schneide ich mich von etwas ab?

00:16:22: Nee, ganz im Gegenteil.

00:16:23: Ich gehe eigentlich mit mir in Kontakt, worum geht's mir?

00:16:26: Was ist mir wirklich wichtig?

00:16:28: und dieses Modell regt dazu an das Miteinander... Also ich kam ja nun aus dem familiären Kontext wo es mir gerade wichtig war mit den Kindern einen

00:16:37: guten Kontakt

00:16:38: zu sein die ich ins Leben begleite dass es darum geht dieser Wertschätzenden zugewandten verbunden halbleiben zu können.

00:16:46: Das ist mir ein Anliegen gewesen Und wenn ich da dieses Anliehen grade nicht habe Dann brauche ich mir diesen Kopf wahrscheinlich auch nicht so zu machen.

00:16:56: Und dann kommen Situationen, wo die Liebsen um mich herum sich so verhalten wie es gerade nicht gut finde und ich bin etwas kurz gestrickt und dann passiert das auch mehr dass mir der Kragen platzt und ich mich auf eine Art und Weise verhalte dich in der Herbe Dauer wie damals Kindergarten Tür zu von außen.

00:17:13: und dann ist es da richtige Zeitpunkt hinzugucken Worum geht es denn ja?

00:17:17: Was brauche ich an der Stelle, was wirft mich aus der Kurve?

00:17:20: und in Kontakt zu gehen mit dem, worum's geht damit ich mich anders verhalten kann.

00:17:25: Es ist eine gewisse Art von Selbstanalyse erstmal sich tatsächlich mit sich selbst auch befassen – Mit seinen Gefühlen, mit seinen Emotionen, mit deinen Reaktionen auf Situationen.

00:17:38: Das ist ja erst mal ein Befassen mit mir selbst

00:17:41: Auf jeden Fall!

00:17:42: Also das Thema ist, dass ich auch nur mich steuern kann.

00:17:46: Also verabschieden Sie sich davon irgendwie in den Mausen steueren zu können?

00:17:50: Das stellen wir uns vielfach vor und in einigen Seminaren oder Vorträgen kommen deinen Eltern auf mich zu und sagen wie bringe ich es meinem Kind bei!

00:17:58: Und das funktioniert an der Stelle am besten indem ich anfange es zu lernen und ich anfangen auf diese Art und Weise zu begegnen.

00:18:07: und dass dann ein Kind sagt du schreist nicht mehr soviel sondern du sprichst mehr mit uns signalisiert ihr schon die Nähe, die da mehr ist und nicht die Angst, die dann praktisch für irgendeinem Elternteil da ist.

00:18:18: Weil man weiß nie wann Mama oder Papa aus dem Karton knallt!

00:18:24: Sie coachen ja auch so ein Trainerin, bieten Seminare an.

00:18:30: Sind das Gruppenseminare?

00:18:31: Ist es Einzelunterricht wie beim Schwimmen an?

00:18:34: aber sind es Einzelsitzungen oder...

00:18:37: Ich arbeite tatsächlich in Trainings.

00:18:39: Das ist um Mainz Räume zu schaffen in denen Menschen einfach sehen dass wir alle die gleichen Themen haben.

00:18:45: also ich habe die Themen, die Teilnehmer haben die Themen und was uns verbindet ist sie suchen nach einem anderen Miteinander Vielfältig von Kollegen über Familie, über Partnerschaft was natürlich sehr zentral ist.

00:18:59: Genau und die Auseinandersetzung in diesen Themen zu sehen wie kommt man durchs Leben?

00:19:05: Und wo wollen wir eigentlich hin?

00:19:08: Immer wenn ich so ein Seminar abschließe, denke ich mir ja jetzt sind wieder vier fünf sechs sieben acht neun zehn Menschen die nach außen gehen.

00:19:14: vielleicht bleibt es rein Wie mehr damit anfangen können, weil es ist tatsächlich analysieren klingt so ein bisschen.

00:19:21: Aber es ist einzig selber beobachten und immer wieder ein Fragestehler.

00:19:24: Es ist

00:19:24: das schönere Wort in dem Kontext der... Genau!

00:19:26: Und das ist anstrengend.

00:19:29: Das ist ansträngend.

00:19:31: Ja,

00:19:31: das glaube ich.

00:19:32: Aus welchen Bereichen?

00:19:33: Sie haben gerade gesagt natürlich die Klassiker sind so Familiengeschichten

00:19:38: mit dem Partner

00:19:39: aber auch von Berufswegen.

00:19:41: Ich habe ja mitunter vielleicht auch einen Kollegen, mit dem mich nicht so kann oder der triggert mich irgendwie mit keine Ahnung, mit den vielen Semmelkrümeln, die er da aufm Schreibtisch jeden Tag hinterlässt.

00:19:54: Sind es auch so?

00:19:54: Beispiele also auch aus einem beruflichen...

00:19:57: Ja letztendlich gucken sie die Semmel Brösel, die auf dem Schreibtisch liegen an und dann das macht es mit ihnen.

00:20:04: Während sie auf diese Semmelbrösel gucken ich bin sauer und dann guckt man sich an kommt da ein Urteil dass ist so ein Schmutzfink.

00:20:11: Das ist einer des Rücksichtsoßes der weiß genau wir teilen uns diesen Arbeitsplatz.

00:20:15: also worum geht's mir eigentlich?

00:20:17: Ich hätte gerne einen klaren aufgeräumten Arbeitsplatz wenn nicht mich dort hinsetzen und dazu gehört dass dort keine Bröse liegen.

00:20:23: Also warum gehts mehr an der Stelle?

00:20:25: erst mal vielleicht um Ordnung Und eine Entspanntheit, aber vielleicht auch um das Thema Achtsamkeit.

00:20:31: Im Hinblick darauf, dass wenn sich das im Miteinander erfüllt also derjenige, der da den Semmel ist macht seine Brösel hinterherflegt und dann zu sagen hey mir geht es an dieser Stelle auch um achtsamen Umgang miteinander.

00:20:45: Wenn wir die Arbeitsplätze teilen, das ist das Konzept hier bei uns im Radiosender, dass jeder seine Sachen am Ende mitnimmt dem Nächsten den Arbeitsplatz praktisch klien wieder übergibt und das aus einer Ruhe zu sagen.

00:20:59: Oft ist es ja, dass wir aus einem Druck herauskommen weil wir uns schon so viel aufgeregt haben.

00:21:04: Das Ventil geht dann manchmal.

00:21:06: Und es ist ein vermeidendes Ventil sehr!

00:21:09: Wie ist da so'n klassischer Aufbau?

00:21:10: Über wie viele Stunden geht's?

00:21:12: Ist das so'ne Wochenende?

00:21:13: Ist es einmal in der Woche über sechs Wochen?

00:21:16: Wie ist es so ein bisschen... wird ja auch eine Struktur drin sein.

00:21:21: Ich bete es tatsächlich immer erst mal in kurzen Einheiten von anderthalb Tagen geschlossen an, wo es tatsächlich um dieses ... Sie haben's früher analysieren.

00:21:30: Von Sprache genannt, also ein richtiges Eintauchen geht stattfindet und danach sind die Menschen dann erstmal mehr oder weniger im Übungsfeld ihrer privaten Leben unterwegs.

00:21:43: Und das was im Seminar für mich immer wichtig ist, mich tatsächlich mit den Teilnehmern darauf auszurichten worum es geht.

00:21:50: viele haben die Idee hinterher sind sie nett und darum geht's nicht sondern es geht darum tatsächlich klar zu werden in so einer klaren

00:21:59: ruhigen

00:21:59: Haltung für die eigenen Anliegen da zu stehen und gleichzeitig in der Lage zu bleiben auch anderen zuzuhören.

00:22:06: Also das Thema Zuhören haben wir noch gar nicht angesprochen, würde den Rahmen dieser Sendung dann

00:22:11: auch sprengen.

00:22:11: aber

00:22:13: genau ich höre ja auch Dinge und auch da kann ich mir diese vier Schritte rausziehen wenn mir jemand etwas an den Kopf wirft.

00:22:20: und diese Perspektiven nehmen wir ein immer unter dem Fokus.

00:22:24: worum geht es wirklich im Leben?

00:22:25: Ich würde gerne verstanden werden und ich möchte mein Gegenüber auch verstehen dass ist die Haltung wie wir einnehmen und was bedeutet das für unsere Sprache?

00:22:35: Es gibt in der gewaltfreien Kommunikation den Spruch.

00:22:39: Die Sprache ist ein Spiegel unseres Verhaltens und erneues Verhalten, braucht eine neue Sprache.

00:22:44: Und an dieser Stelle ist es tatsächlich die Menschen kommen ja weil sie merken hey es hakt es ich stolperes kommt die Konflikte immer wieder die konflikte werden schwerwiegender und suchen einen Instrument.

00:22:56: und im ersten Schritt ist Gewaltfreie Kommunikations tatsächlich ein Instrument das ganz leicht zu verstehen ist.

00:23:03: brauche ich anderthalb Tage, um das zu vermitteln.

00:23:06: Und dann ist es eine lebensaufgabe, das zu üben und dranzubeleiben, neugierig auf sich selber zu sein, neu gierig auch Menschen auf das Gegenüber zu sein und festzustellen okay, ähm ... Es geht alles so schnell!

00:23:22: Die Welt

00:23:22: dreht sich, ja?

00:23:23: Die Welt reht sich dass eine Mutter nach einem halben Jahr zu mir mal kam und sagte oh Jetzt habe ich die Beobachtung, mit der ich es geschafft hab einzusteigen weil sie ihr Kind beobachtet hat wie du das ohne Helm auf dem Fahrrad saß.

00:23:35: Und tatsächlich nicht als erstes... Wie oft soll ich dir noch sagen?

00:23:39: Du darfst also da sich darauf zu fokussieren.

00:23:42: und dann ist Ich habe Ihnen den Zettel gegeben.

00:23:45: Ja genau, der liegt vor mir.

00:23:45: Es ist so ein Unterzettel des Tanzpakets für uns und es ist ein wenig wie Tanzenlernen.

00:23:49: Zu Anfang friert man sich auch mit dem Gegenüber vielleicht noch das eine oder andere Mal auf die Füße.

00:23:54: Wichtig ist dass das Herz dabei ist, dass es anliegen ist dieses Miteinander gestalten zu wollen in einer Form in der wir uns dann praktisch miteinander auch wohlfühlen, in der ich mich wohl fühle... Und dagegen

00:24:05: über sich wohlfühlte?

00:24:06: ...und irgendwann bevor man dann wie einen Tanzbaum mit großen Weitserschritten über die Tanzfläche fließt und sich das in der Sprache gar nicht mehr an diesen vier Schritten widerspiegelt,

00:24:20: sondern

00:24:21: wenn es so einen Ausdruck... Dann kann man dieses Gerüst der vier Schritte auch einfach wieder loslassen.

00:24:27: Weil dann geht's darum wie bin ich in der Welt mit dem gelernten?

00:24:32: Und dann kann ich dieses Konstrukt dann mal rausziehen, wenns hilfreich ist.

00:24:39: Klingt nicht mehr so schnell, es klingt tatsächlich im ersten Schritt.

00:24:41: Das ist das was die Teilnehmer oft sagen.

00:24:43: Boah ich weiß nicht ob ich so sprechen kann, dass klingt so schwer.

00:24:46: Ja

00:24:46: das wäre jetzt auch ein Ding.

00:24:47: Wie ist so ein bisschen die Verteilung bei ihnen überwiegend?

00:24:51: Mehr die Frauen, die so einen Coaching mal mitmachen?

00:24:55: oder hält sich das Pat mit dem XY-Kommersum?

00:24:59: Es ist tatsächlich so, dass die überwiegende Zahl Frauen sind, die sich dafür interessieren.

00:25:04: Ich freue mich immer wenn so'n Drittel der Gruppe dann männlich besetzt ist und es kommen viele aus eher aus den sozialen Bereichen und dem familiären Kontext, als dass sie aus dem Beruflichen kommen.

00:25:18: Da gelingt es uns dann häufiger noch irgendwas zu wie sagt man höflich zu bleiben?

00:25:25: Und in diesen gerade nahen Beziehungen ist es oft so das wir die Züge loslassen und grad.

00:25:32: da ist es wichtig sich dessen bewusst zu sein, wie gehe ich miteinander um?

00:25:38: Wer jetzt Interesse hat und sich mit Ihnen ein bisschen genauer auseinandersetzen möchte, sie haben eine Homepage.

00:25:44: Sie findet man

00:25:45: gut

00:25:46: und gerne im Internet unter...

00:25:47: Das übliche wie auch meine ganzen anderen Trainerkollegen die da zu finden sind.

00:25:52: also es gibt eine ganz große Anzahl.

00:25:54: Deutschland hat sehr viele Trainer.

00:25:55: ich bin einer davon hier in Allgäuern.

00:25:57: Maike Breitfeld aus Weitenrufen danke fürs einen tauchen eine andere Sichtweise.

00:26:03: Ich sag's mal so im weitesten Sinne des eigenen Ichs

00:26:07: Ja, kann man so sagen.

00:26:08: Danke für's

00:26:21: Dasein!

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