Kaffeeklatsch 27.07.26: Silvia Armbruster – Theaterdirektorin „Theater in Kempten“

Shownotes

In dieser Folge des Kaffeeklatschs ist Silvia Armbruster, Theaterdirektorin des Theaters in Kempten, zu Gast. Im Gespräch geht es um ihre Arbeit am Theater, aktuelle Entwicklungen, spannende Einblicke hinter die Kulissen und die Bedeutung des Theaters für die Region.

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00:00:01: Der Allgäu-Hit, Kaffeeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter

00:00:08: Hektik.

00:00:09: Dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

00:00:14: Heute ist mein Gast Silvia Arnbruster, Direktorin des Tick des Theaterinkämpf... Also Theaterchefin oder Theaterdirektorin?

00:00:22: Genau

00:00:23: ganz genau.

00:00:23: Schön dass Sie da sind.

00:00:24: Ich

00:00:25: freue mich auch sehr.

00:00:26: Heute geht es zumindest mit unseren Gedanken auf die Bretter, die die Theaterwelt bedeuten.

00:00:31: Theater was ist für Sie vielleicht in drei Worten formuliert?

00:00:36: Im Moment ist Theater für mich die Wetter-App.

00:00:39: als sie jetzt gerade vorgelesen haben wie das Wetter sein wird und die Hitzewelle ab Mittwoch angekündigt haben habe ich mich gefragt wie lange sie dauert.

00:00:48: denn wir sind gerade freilicht auf der Burghalde mit den Prima Stadt Musikanten unter Märchensommer Und da geht es jeden Tag auch darum, können wir draußen spielen oder spielen wir drinnen.

00:01:01: Das heißt Theater ist ganz viel auf der einen Seite eine Geschichte.

00:01:06: das sind Schauspielerinnen und Schauspieler das sind beim Märchensommer bei den Bremer Stadtmusikanten hundertfünfundzwanzig Kinder aus Kempten und dem ganzen Allgäu.

00:01:19: Es ist aber auch klassische Musik Es ist auch Cabaret, es ist auch Tanztheater bei uns.

00:01:28: Es ist Komödie!

00:01:30: Es sind sehr ernste Themen.

00:01:33: Theater ist sehr vielseitig.

00:01:37: Heute sind wir gedanklich immer Theater in Kempten im Tick Zu.

00:01:42: Gastdirektoren des Tick sind ja Armbruster seit über zehn Jahren, sind sie schon entkennt.

00:01:48: Das ist elf Jahre um ganz genau

00:01:50: zu sein.

00:01:51: Im elften Jahr also im

00:01:53: Schnapszahlenjahr.

00:01:54: Ja wobei Sie müssen abrechnen das erste Jahr als ich kam hatte noch meine Vorgängerinnen disponiert und bestimmt... Also das habe ich

00:02:03: nur

00:02:03: exekutiert sozusagen und dann müssen sie

00:02:07: zwei

00:02:07: drei Jahre Corona abziehen.

00:02:10: Also das war ja für die Theater eine wirklich harte Phase, als wir komplett geschlossen waren.

00:02:16: Deshalb fühlt sich das auch nicht an W-Eilfjahre.

00:02:19: Ja einfach rein auf dem

00:02:20: Papier

00:02:21: wenn wir uns alle f**ken halten!

00:02:25: Sind Sie seit Jahrzehntausend und fünfzehn da?

00:02:28: Vielleicht so ein paar Eckdaten aus Ihrem Leben... Die Begeisterung fürs Theater für das Schauspiel vielleicht doch für den großen Drama war die schon immer da?

00:02:37: Das weiß ich ehrlich gesagt nicht.

00:02:39: Ich weiß, dass ich immer Geschichten geliebt habe und ich kann gar nicht sagen, ich hab dramatische Geschichten mehr geliebten als komische oder Zukunftsgeschichten oder egal...ich liebe Geschichten!

00:02:54: Und ich sage auch immer, ich hätte vielleicht auch Buchhändlerin werden können.

00:02:57: ja weil oder Bibliothekarin?

00:03:00: es ist einfach passiert durch verschiedene Möglichkeiten, die ich hatte, dass sich von meinen Lehrern schon als Kind auf die Bühne gestellt worden bin.

00:03:08: Meine erste Rolle war Till Eulandspiegel mit acht und dann ging das einfach so weiter.

00:03:16: Dann ging es darum was soll ich studieren oder was mache ich nach dem Amitur?

00:03:21: Und dann habe ich ganz lange gedacht oh Gott!

00:03:23: Ich kann doch nicht Theaterwissenschaften und Kermanistik und Philosophie studieren weil das ist das was ich schlussendlich studiert.

00:03:28: Das kann ich da auch nicht machen, denn das ist ja brotlos bis zum Umfallen.

00:03:32: Brotlose Kunst.

00:03:33: Ja, dann habe ich mir gedacht okay ich werde also ich versuche in die Werbung weil ich liebe Sprache und mit Sprache umzugehen.

00:03:40: und ich hab ein Jahr lang jedes Wochenende eine Bewerbung geschrieben und sie am Montag nicht abgeschickt.

00:03:45: Nein doch!

00:03:47: Und dann habe Jetzt bewerbe ich mich einfach mal für einen Studienplatz, vielleicht kriege ich keinen.

00:03:55: Dann habe ich einen gekriegt in Tübingen da bin ich hin und ich hab mich immatrikuliert.

00:03:59: Ich fand die Stadt so schrecklich!

00:04:01: Ich hatte mich nach drei Tagen wieder ex-matrikulieren und ich hatte mich noch in München beworben.

00:04:06: und München Bayern ist ja immer das letzte Bundesland dass Bescheid gibt ob man an den Studienplatz hat oder nicht.

00:04:12: und ich habe mir gedacht okay das ist jetzt wie ein Urteil des Schicksals, wenn ich in München angenommen werde, dann soll es so sein und wenn nicht, da muss ich mir irgendwas ganz anderes überlegen.

00:04:24: Und dann wurde ich angenommen.

00:04:25: und gleich in der ersten Vorlesung hat Professor Bayerdorfer, hieß der damalige Leiter das Institutsamt gesagt auf sie wartet gar niemand.

00:04:35: Das war die Antrittsvorlesung!

00:04:37: Auf Sie wartet garniemand!

00:04:38: Sie gehen alle in die gesicherte Arbeitslosigkeit Niemand.

00:04:42: Kein Verlag, kein Radio, keinen Fernsehen, kein Theater, keine Zeitung.

00:04:49: Niemand wie an der Uni sind auch voll...niemand braucht sie!

00:04:53: Auch Lehrer braucht niemanden war das damals.

00:04:57: Das ist natürlich motivierend, gell?

00:04:59: Echt!

00:04:59: Nein, die hat dann gesagt wissen Sie was?

00:05:00: ich geh raus ich rauche eine Zigarette Ich bin in zehn Minuten wieder da und sie können jetzt zu diesem Zeitpunkt sich immer noch in ein anderes Studienfach einschreiben.

00:05:10: Wir sind ganz am Anfang des Semesters, überlegen Sie sich's.

00:05:13: und dann bin ich wirklich

00:05:15: zittrig

00:05:16: wieder rein nach zehn Minuten und hab gedacht, ich gehe meinem sicheren Untergang

00:05:19: entgegen.".

00:05:21: Und dann hat er gesagt okay hören sie so.

00:05:22: also wenn Sie jetzt immer noch da sind, Sie können jetzt studieren das ok aber Sie müssen Praktika machen, Sie müssen den Kontakt zur Praxis suchen und zwar nicht nach dem Studium, sondern parallel.

00:05:35: Und dann habe ich mich wieder am Wochenende hingesetzt an Bewerbungen für Theater geschrieben und ich wurde nach vier Wochen eingeladen ans Nationaltheater Mannheim.

00:05:43: Ich habe ein Vorstellungsgespräch gemacht und die haben mich genommen.

00:05:47: Wahnsinn!

00:05:47: Und so ist das dann... also ich hab zu Ende studiert.

00:05:50: Ich hab immer parallel studiert und gearbeitet, studiert Und so ist es dann entstanden, Stück für Stück.

00:05:58: Da unterscheidet sich ja das Studium beispielsweise zu BWL.

00:06:00: Das ist praxisorientierter aber in den sprachwissenschaftlichen ... Nein, das

00:06:05: sind ganz Theorie diese wunderbare Studiengänge!

00:06:08: Ich liebe sie!

00:06:10: Aber der hatte natürlich völlig Recht.

00:06:12: also wenn ich mich nur in die Universität vergraben hätte... Hätte ich das niemals geschafft im Theater arbeiten zu können?

00:06:19: Nie!

00:06:21: Till Eulenspiegel haben Sie gesagt bei Ihrer erste Rolle Kennen Sie da noch

00:06:25: den ersten Satz?

00:06:26: Nein, ich erinnere mich nur wie meine Mutter im Zuschauerraum sitzt.

00:06:33: Das ist alles was ich mich erinnern kann, wie sie da sitzt und auf die Bühne guckt.

00:06:37: Und dann bei der ersten, ich sag's mal Rolle als Erwachsene oder als Jugendliche waren Sie da auch im Schultheater schon sehr aktiv?

00:06:46: Ja.

00:06:46: Oder in einer Theater

00:06:47: AG?

00:06:48: Also ich wurde von meinem damaligen Deutschlehrer in die Theater AG geholt

00:06:55: und dann haben sie sicherlich die Julia schon mal gespielt.

00:06:57: Nein!

00:06:59: Meine erste Rolle war der Diener Walter Saar von Romeo und natürlich war ich in meinen Romeo Unsterblich verliebt, aber der war in der Oberstufe und ich war in den Unterstufen.

00:07:11: Es war natürlich aussichtslos!

00:07:14: Klar...

00:07:15: Wir sind im Theater Silvia Armbruster heute mein Gast.

00:07:19: Sie haben ja gerade schon nach dem einer oder anderen das eine oder andere

00:07:23: Ektatum-Eckzahl

00:07:25: genannt wie sie den Weg letztendlich in die Theaterwelt auch geschafft

00:07:31: haben.

00:07:31: Eine Reaktion noch aus einem Elternhaus Jubel, Applaus gab's da wahrscheinlich von den Eltern noch nicht.

00:07:37: Ich möchte Theaterwissenschaften studieren.

00:07:40: Also da war mein Vater eigentlich sehr neutral.

00:07:47: Ich glaube, mein Vater war erst mal froh, dass ich mich entschieden habe.

00:07:51: Das ist für Eltern sowieso so was!

00:07:54: Und dann war nur seine einzige Anmerkung, denke daran dass das die schrecklichsten Arbeitszeiten sind.

00:08:00: Die man haben kann wenn man im Theater arbeitet weil du arbeitest wenn die anderen Leute Freizeit haben.

00:08:06: Das war aber alles.

00:08:07: also er hat sonst der war nicht irgendwie oh Gott Kunz und Oh Gott Brotlos.

00:08:13: Ich glaube mein Vater hat ein großes Vertrauen dahinein gehabt dass ich mich schon irgendwie durchwurschteln werde.

00:08:19: Also das hat er uns früh beigebracht Und er war nicht kunstabgeneigt.

00:08:25: Er ist nur pragmatisch, sehr, sehr

00:08:28: pragmatig.

00:08:30: Welche Reaktionen gab es von ihren Eltern oder ihrem Papa vielleicht im Speziellen?

00:08:35: Wo er eine erste Inszenierung gesehen hat von ihnen?

00:08:39: War da eine gewisse Sprachlosigkeit da?

00:08:41: Weil das ist so krass!

00:08:44: Oder ich bin stolz auf meine

00:08:46: Tochter?

00:08:47: Ja, mein Vater war sicher stolz.

00:08:48: Aber wie gesagt er ist auch einfach pragmatisch.

00:08:51: Er sagt dann Wie hast du das gemacht?

00:08:53: Wie läuft es in aller Regel?

00:08:55: Was ist gut gelaufen und was ist schlecht... Das ist

00:08:58: gleiche die Analyse!

00:08:59: Ja,

00:09:00: das ist ganz praktisch.

00:09:02: Und er sagt dann, er hat schon so ... Also das war eine sehr gelungene Szene Und also Familienkritik ist ja immer die Schlimmste.

00:09:12: Also das muss man ganz klar sagen, meine schlimmsten Kritikerin ist meine Tochter, die dann sagt oh Mama!

00:09:20: Das aber echt langweilig... und meins Rathäus auch so ein bisschen in die Richtung gesagt und das war sehr gelungen?

00:09:28: Da kannst du echt nochmal nachdenken, das finde ich eigentlich gar nicht so gut.

00:09:34: Aber unter dem Schnitt sind sie natürlich alle stolz, dass man es dann auch geschafft hat.

00:09:38: Irgendwo an einem schönen Theater arbeiten zu können.

00:09:42: und Camden hat ein schönes Theater...

00:09:45: Camden ist sehr, sehr

00:09:46: schön!

00:09:46: ...und eine lange Theatertradition.

00:09:49: Sie ist sehr lange aus dem sechzehn Jahrhundert stammt das Gebäude also eine wirklich sehr lange Theater Tradition.

00:09:55: Und da ist auch toll rein vom Gebäude schon diese Moderne, die ja am Eingangsbereich natürlich diese Regenwolke, die immer noch ist.

00:10:04: Also eine tolle Kombination aus alt und jung!

00:10:09: Und Theater ist ja nichts Angestaubtes, Theater is

00:10:14: lebendig Ja das sollte es sein Das ist eigentlich die Hauptaufgabe.

00:10:19: also das elfte Gebot der Theaterschaffenden du sollst nicht langweilen Ist das, was eben die Lebendigkeit erzeugt im Bestfall?

00:10:29: Genau.

00:10:30: Jetzt sind Sie ja Theaterdirektorin, Theaterchefing ein bisschen saloper formuliert.

00:10:36: Für was sind sie zuständig?

00:10:38: Also wie viele Stränge kommen bei Ihnen am Schreibtisch oder am Bühnenrand zusammen?

00:10:45: Bei mir kommt leider alles zusammen!

00:10:50: Also was ich ganz praktisch mache, ist das gesamte Programm.

00:10:55: Also ich überlege welche Stücke spielen wir?

00:10:57: oder dann welche Schauspielerinnen und Schausspieler nehmen wir für welche Stücken, welcher Regisseur erinnern, welche Regisseure, welche Ausstatter erinneren, welche Ausschatter, welche Musiker erinnernden, welchen Musikern.

00:11:10: Das gesamte künstlerische Personal wird durch mich entschieden.

00:11:17: Gesamte Disposition.

00:11:19: Wann spielen wir was?

00:11:21: Wie oft?

00:11:22: und das richtet sich nach dem Budget, dass wir zur Verfügung haben.

00:11:26: Das heißt ich versuche mit dem Geld, dass ich habe einen Plan zu machen.

00:11:33: Das ist alles, was ich mache.

00:11:34: dann mach ich weiter wie vermitteln wir das, was wir uns da jetzt ausgedacht haben?

00:11:39: weil das ist ein wichtiger Punkt.

00:11:42: wie erzählt also wie erzählt man was man tut?

00:11:46: Wie macht man die Leute neugierig auf das, was man tut?

00:11:52: Wie stellt man das da?

00:11:55: Das ist das nächste, was ich mache.

00:11:56: Da habe ich aber dann schon Mitarbeiterinnen, die das mit mir machen.

00:12:01: Was mache ich noch?

00:12:02: Ich mache auch ganz einfache Sachen.

00:12:04: Ich hab Abenddienst und stehen vor je in der Stunde vor der Vorstellung oder jetzt beim Märchensommer mach' ich Kasse!

00:12:10: Das lerne ich gerade.

00:12:11: Ich hoffe, ich krieg sein digitales System.

00:12:18: Aber diese Planungsaufgabe, die wichtigste und die anderen Sachen sind so Kleinigkeiten, wo ich den Betrieb unterstütze.

00:12:27: Ich bin natürlich wie jeder Direktor So wie der Kapitän, der geht als Letzter von Bord.

00:12:34: In Kempten wird Theater zum einen V-Armbrust auch mal draußen gespielt und sonst in den heiligen Theaterhallen im schönen Theater in Kempton.

00:12:44: Jetzt grad vor gar nicht so vielen Stunden am Samstagabend war es soweit.

00:12:48: Premiere des diesjährigen Märchensommer Bremer

00:12:51: Stadtmusikanten.

00:12:54: Neu vertont!

00:12:57: Wie zufrieden waren's mit der Premiere?

00:13:00: Ich war sehr zufrieden, ich war sehr zufrieden.

00:13:02: Erstens das klingt doof aber dass das Wetter gehalten hat weil das ist schon bedeutend denn die Kinder üben

00:13:10: das.

00:13:11: also wir sind pro Vorstellung für nur zwanzig Kinder dabei auf sechzehn Vorstellungen hundert und zwanzige Kinder.

00:13:20: also jedes Kind spielt drei bis vier Vorstellungs und sie üben es draußen und die Volkhalde ist ja riesengroß Und der Stadttheater ist nicht klein, aber er ist natürlich deutlich kleiner die Bühne als die Brokkalde.

00:13:33: Für die Kinder ist das enorm und auch für die Erwachsenen und Kollegen wenn sie umstellen müssen... Wenn man die Generalprobe noch draußen hat und man muss dann für die Premiere rein, dass es irgendwie immer ein bisschen doof ist.

00:13:47: Das ist doof!

00:13:49: Aber der fünfundzwanzigste jährlich?

00:13:50: Ja, das war im Jahr zweitausendzechsundzwanziger.

00:13:53: Es war genau richtig von der Temperatur her Und es ist natürlich da oben einfach, es ist ideal für Märchen.

00:14:02: Weil es ein verwunschener Ort ist.

00:14:06: Man ist mitten in der Stadt und man geht fünf Minuten eine Treppe hoch und man ist in einem Märchenland.

00:14:15: Jetzt hat ja so ne große Burg Mauer

00:14:19: drum herum.

00:14:19: Man ist beschützt,

00:14:22: man guckt in die Berge und das ist auch ganz besonders.

00:14:26: Es gibt diesen Biergarten da oben mit diesem riesigen wunderschönen neu gemachten Spielplatz.

00:14:33: Da oben ist immer ein bisschen Wind aber man hat die Bäume, man ist im Schatten... Also ich finde es ist ein so traumhafter Ort dass man kann da oben nur Märchen machen.

00:14:47: Unglaublich schade, das nicht zu nutzen.

00:14:49: Wir sind bei der Premiere von die Bremer Stadtmusikanten neu vertont.

00:14:53: Eins, zwei Sätze Frau Arnbruster zur Story – wie es ja neu Hochdeutscheißland so Geschichte zum Inhalt!

00:15:00: Ja also der Märchensommer zeichnet sich dadurch aus dass wir die bekannten Geschichten nehmen was Märchen hier sind und sie neu erzählen.

00:15:10: Deshalb heißt es immer die Breme Stadtmusrikanten Neu vertont oder nächstes Jahr ist es Rapunzel neu verföhnt.

00:15:18: Was auch immer das dann bedeutet, ja?

00:15:21: Und hier ist so.

00:15:23: etwas bleibt von der alten Story sind die vier Tiere, die zu Hause rausfliegen weil sie zu alt und unnütz sind.

00:15:30: Also es sind alles Nutztiere, die nicht mehr arbeiten können wie sich die Besitzer das vorstellen.

00:15:36: was auch bleibt ist dass Sie gerne singen und Musik machen.

00:15:40: Die Bürgermeisterin von Bremen reist durch Kempten und lädt ein zum Gesangswettbewerb in Bremen.

00:15:46: Der Gewinn dieses Gesangswett bewerbs ist ein Haus in Bremern, das ist ja das Problem der vier Tiere dass sie heimatlos sind.

00:15:55: Und nun müssen sich diese vier Tiere irgendwann wieder rauf einigen was sie gemeinsam singern weil die sind natürlich ein merkwürdiges Quartett.

00:16:04: Und noch dazu kommt, dass dann zwei Ratten auftauchen auskämmen.

00:16:09: Das ist die junge Generation und die sagen so mal ja oldies beim Gesang wird bewährt das kann man aber knicken.

00:16:16: wir vertreten die Stadt nicht ihr.

00:16:19: Wir werden nie gewinnen und zwischen denen entwickelt sich ein veritatler Streit.

00:16:25: und am Ende finden sie gemeinsam eine Lösung dass sie zusammen zum Gesangswettbewerb gehen und dort einen Song vortragen.

00:16:34: Und ich hoffe, das Haus ... Also nee!

00:16:37: Sie gewinnen sogar.

00:16:38: Sie gewinnern am Ende des Hauses,

00:16:40: genau.

00:16:40: Ja?

00:16:41: Das haben Sie uns neugierig gemacht.

00:16:43: Wie ist so die Aufteilung?

00:16:44: Es sind ja viele Kinder mit dabei, haben Sie ja gerade gesagt.

00:16:48: Fünfundzwanzig Kinder machen dann immer drei Vorstellungen oder es sind für drei Vorstellung eingeteilt und geplant.

00:16:54: Wie is der Sprech- und Gesangshanteil?

00:16:57: Weil Die Bremer Stadtmusik hat neu vertont.

00:17:01: Also insgesamt wird viel gesungen in diesem Stück, auch im Verhältnis zu den anderen haben wir mehr Musik.

00:17:10: bei den Kindern ist es so das ist differiert jedes Jahr.

00:17:13: dieses Jahr haben die sehr viele zu singen und vor allem sehr viel zu tanzen weil sie sind der sogenannte Red Pack

00:17:22: Pack.

00:17:23: Also die Fangruppe der Ratten, zwölf Kinder sind die Fan-Gruppe der Raten und dreizehn Kinder sind Die Fangruppen der Katze aus dem Quartett.

00:17:33: Und sie unterstützen jeweils ihre Mannschaft sozusagen oder ihre Sängerin oder ihren Sänger genau.

00:17:41: Und die treten in Tanzbattles gegeneinander an.

00:17:45: Cool!

00:17:47: Wie ist die Reaktion der Kiddies?

00:17:49: Der Kinder gewesen auf das oder wo sie die ersten Songs schon so ein bisschen Intrus

00:17:55: hatten.

00:17:56: Der Spielkindermind, also die Spielkinder sind für mich jedes Jahr ein Wunder weil die kommen ja zusammen und nur durch einen Datum.

00:18:05: Also da sagt man an dem und dem Datum sind die Spieltermine.

00:18:08: Und dann sagen die Eltern, okay, da sind wir da!

00:18:11: Mein Kind kann an dem Wochenende und mein Kind kann in dem und mein kind kann in den.

00:18:16: Aber da müssen nicht unbedingt Freundinnen oder Freunde der Kinder dabei sein.

00:18:20: Das heißt, da kommen fünfundzwanzig Kinder zusammen.

00:18:24: Wenn mit viel Glück kennt man einen oder zwei?

00:18:29: Und die sind zwischen sechs und fünfzehn Wobei wir eigentlich bei zwölf schon Schicht machen wollten, aber wir haben inzwischen durch die Jahre ... Wir haben ja richtig eine feste Kindergruppe.

00:18:42: Das heißt

00:18:44: immer dabei ist?

00:18:45: Die

00:18:45: schon immer dabei sind und das Amatürlevel bald verlässt.

00:18:51: Das muss man einfach sagen!

00:18:53: Die sind dann auch noch in den Kinderspielklubs des Theaters.

00:18:57: Also die sind dann im ganzen Jahr noch, haben sie einmal pro Woche, erarbeiten die ein Stück – die sind richtig gut!

00:19:04: Aber was für mich das Wunder ist, diese Kinder kennen sich nicht und sind am Ende trotz der unterschiedlichen Bildungsstände, des unterschiedlichen Alters oder der unterschiedlichem sozialen Herkunft eine echte Truppe?

00:19:23: Das, was sie zu tun haben verfolgen Sie mit einer Ernsthaftigkeit.

00:19:26: Und ich glaube das kommt daher weil sie mit Erwachsenen auf der Bühne stehen die dass auch mit einer ernsthaftigkeit

00:19:33: verfolge

00:19:34: müssen.

00:19:34: und ja

00:19:35: und das springt irgendwie über und es ist für mich jedes Jahr weil wir sind überhaupt nicht süßlich mit den Kindern oder getricksten Lolli wenn du's richtig machst nein nichts gar nix.

00:19:48: und die sind die sind einfach wirklich mit Herzblut dabei und finden sich.

00:19:53: Und das finde ich voll, ohne dass ich da irgendwie etwas Besonderes zur Verfügung stelle oder so.

00:19:59: außerdem was wir halt machen.

00:20:02: Das ist ja auch eine Kombination aus professionellen Schauspieler nach der Märchensommer in Campen und eben diesen Ich nenn's jetzt mal freiwilligen Kids, die einfach auch mal die Aterluft schnuppern möchten.

00:20:14: Daran auch mit Untergefallen finden und dann das irgendwie begleitend immer weitermachen.

00:20:19: Was sagen die Profis dazu?

00:20:22: Dass sie es ja auch ein gewisses Risiko für den Profi-Schauspieler dann damit leihen und dann auch noch Kindern.

00:20:30: Das ist ja pürik der doch das eine oder andere.

00:20:32: Die Kinder sind so verliebt

00:20:34: in die Schauspielerininnen und Schauspielen.

00:20:39: Das ist kein Problem, sage ich mal.

00:20:41: Am Anfang ist es so dass man sagt was?

00:20:43: Fünfundzwanzig!

00:20:45: Ist das nicht ein bisschen

00:20:46: viel?!

00:20:48: Und dann stellt man einfach fest... Ich kann nur das Wort verliebt nehmen.

00:20:54: und die sind so glücklich in der Situation und dadurch so wach und so bereit alles richtig zu machen.

00:21:03: Es ist kein problem und es gibt da oben auf der Burg Halde.

00:21:07: Es gibt natürlich eine Stimmung, die ist zwischen Ferienlager und Party.

00:21:12: Und das ist ein Fest!

00:21:14: Das ist jedes Mal ein Fest und dadurch sind die Erwachsenen Schauspielerinnen und Schauspieler

00:21:22: vollkommen

00:21:23: glücklich.

00:21:23: Und dazu kommt auch – wir haben jetzt zum Beispiel dieses Jahr – muss kurz nachdenken….

00:21:28: Bis Mitte August?

00:21:30: Genau bis Mitte August sind immer noch Vorstellungen jeden Tag um siebzehn Uhr.

00:21:37: Wir haben von sechs Spielerinnen, haben vier selber Kinder.

00:21:42: In verschiedenen Altern und das merkt man einfach.

00:21:47: Aber auch die zwei, die noch keine Kinder haben sind... Also wir sind überhaupt nicht kinderfeindlich!

00:21:56: Mitte August läuft der Märchen Sommer vielleicht.

00:22:00: Und wie viel Uhr und wie viel?

00:22:02: davor wird auch festgelegt, dass man sagt okay wir sind heute drinnen und dann draußen weil die Wetter-App ist natürlich ihr vierundzwanzig Stundenblickleiter?

00:22:12: Ja

00:22:13: leider, also das ist wirklich nervig aber es wird spätestens bis um elf Uhr des Tages festgelegt wo wir spielen.

00:22:23: ich würde Das lieber früher festlegen, natürlich.

00:22:27: Aber es macht keinen Sinn das festzulegen und dann kommt Regen und dann kann ich das Publikum nicht unterbringen weil wenn Regen kommt gehen wir in Stadttheater Und sonst?

00:22:38: Ich öffne so frühes geht.

00:22:40: also jetzt bin ich eigentlich schon ganz frohe Hoffnung.

00:22:42: Sie haben gesagt die Hitzewelle kommt

00:22:44: ja

00:22:45: aber sie haben nur bis Mittwoch gesprochen.

00:22:48: Ab Mittwoche kommt sie ab

00:22:49: Mittwochs kommt sie aber wie lange bleibt sich

00:22:52: auf jeden Fall mal bis zum Wochenende.

00:22:56: Das neue Übersichtsbuch muss man ja schon sagen, das ist kein Heftchen!

00:23:00: Das ist schon ein richtiges

00:23:01: Buch

00:23:02: für die anstehende Saison.

00:23:04: liegt aus

00:23:05: wie viele

00:23:06: Stücke?

00:23:06: was finde ich drin?

00:23:07: Oder finden Sie alles drin?

00:23:09: also da es ist die Frage was ihr Interesse ist und dann findet ja was was man

00:23:14: sucht.

00:23:16: Genau sie finden Klassiker Sie finden Cabaret, sie finden klassische Musik.

00:23:25: Wir nennen das Akustik.

00:23:26: also das ist eine Pop-Rock Reihe wobei in dieser Reihe zum Beispiel auch Gerhard Polt aufscheint und dann würde man jetzt weder bei Pop noch bei Rock einordnen.

00:23:38: Sie finden Kinder an Jugendtheater und ich würde mal denken Also für die nächste Saison, wir eröffnen mit Liebe und Anarchie.

00:23:50: Das ist nach einem Film von Lina Wertmüller über einen Attentäter in Rom der versucht Mussolini umzubringen und unterschlüpft was in Italien tatsächlich eine historisch authentische

00:24:05: Situation

00:24:06: ist.

00:24:07: Der schlüpft im Bordell unter weil die italienischen verschießen sind offensichtlich immer nach den Sitzungen ins Badell.

00:24:14: Und der Widerstand hat sich viel im Badell formiert, weil da haben Prostituierte an der Cover gearbeitet und daraus hat die Lina Wertmüller eine Geschichte gemacht mit unglaublich viel Musik von Nina Rutter, das wirklich wahnsinnig schön ist.

00:24:37: Am Anfang sehr lustige Geschichte, weil in so einem Bordell kommt dieser Attentäter rein und ist quasi noch eine männliche Jungfrau.

00:24:48: Der ist komplett von allem überfordert hier!

00:24:52: Wir haben allerdings... ich habe ne Trigger-Warnung auf die Homepage gesetzt für dieses Stück.

00:24:57: Ich will sie auch hier aussprechen, weil das ist explizit in der Sprache.

00:25:01: Das ist deftig und wenn man da Schwierigkeiten

00:25:04: hat...

00:25:05: Wenn man für diesen Humor nicht zugänglich ist, ist es glaube ich nicht das richtige Stück.

00:25:09: aber also ich find's toll und wir haben vier Wochen vorgeprobt schon und wir sind alle komplett begeistert wirklich komplett begeistes ganze Team.

00:25:18: Das heißt natürlich nicht dass wir gut werden aber das heißt nur dass wir lieben was wir tun.

00:25:23: Dann kommt Romir und Julia, das ist eine Wiederholung.

00:25:25: Das hatten wir letztes Jahr schon, dass es sehr gut angekommen.

00:25:30: Ich glaube hinweisen könnte ich auf Harald Schmidt schwetzt mit Bernd Gnarne.

00:25:35: Harald-Schmidt ist der Harald Schmitt aus dem Fernsehen und der war am Staatstheater in Stuttgart engagiert wo auch Bernd-Gnarne engagiert war und die beiden haben sich befreundet Ein Format zusammenentwickelt, das heißt eben Harald Schmidt.

00:25:49: Schwetzt mit Bernd Gnahn und ich habe gesagt worüber schwetzt ihr

00:25:52: denn?

00:25:53: Und Sie haben mir ja gesagt, das erfinden wir im Moment.

00:25:56: Ach so!

00:25:56: Das ist also wie Impoteater.

00:25:58: Wie Impoteator.

00:25:59: Ob das wahr ist... Ist natürlich, dass wissen wir nicht.

00:26:03: Das kann

00:26:03: man ja selbst überprüfen.

00:26:05: Genau,

00:26:06: das muss man selbst überprüfen glaube ich.

00:26:09: aber ich hab gesagt was braucht ihr denn an Bühnenbild und so?

00:26:11: und sie haben gesagt nix ein Tisch zwei Stühle Cool.

00:26:15: Dann habe ich gesagt, also zu der Zeit wo ihr kommen wollt weil das für sie in den Terminen passt im Dezember steht der Räuber-Hotzenplatz auf der Bühne.

00:26:23: Der Wald vom Räuber-Hotsenplatz da setzen wir uns rein.

00:26:27: Also Harald... Ähnlich

00:26:28: wie Black Forest.

00:26:31: Das wird irgendwie eine totale Überraschungspackung aber da freue ich mich sehr drauf.

00:26:37: dann nehmen wir wieder auf die Drehkroschenoper.

00:26:41: Da freue ich mich auch sehr darauf, dass an Silvester auch die Silvestervorstellung für alle, die da noch nicht wissen was sie tun wollen.

00:26:49: Dann

00:26:49: kommt

00:26:50: aber Waterloo im Bällebad.

00:26:53: Okay,

00:26:54: es hört sich auch auf jeden Fall mal Farben vor an.

00:26:57: Ja ich

00:26:57: glaube das ist jetzt auch und wenn ich es richtig verstanden habe dann sind die Mitarbeiter von IKEA eingeschlossen Und um in der Nacht sie Zeit zu vertreiben beginnen Sie Abbasungs zu singen also bis hin zur Komplettverkleidung.

00:27:18: Cool, man kann es muss ich bis bei uns die Zeit schon fast davonläuft.

00:27:25: Es gibt in einer Printausgabe den neuen Spielplaner-Sechson-Zwanzig-Siebenundzwanzig natürlich auch auf der Homepage da gerne mal drauf klicken!

00:27:35: Cool Homepage auch, was das Theater in Kempten hat.

00:27:39: So ganz anders als man das vielleicht von einem Theater erwartet.

00:27:43: also auch da gerne rauf klicken und sonst seid ihr Social Media auch schon irgendwie

00:27:49: am Start?

00:27:49: Ja Insta ist ja ganz wichtig jetzt gerade auch für den Märchensommer.

00:27:53: Also gerne den Insta-Kanal abonnieren Da kriegt man wirklich alles geliefert Und auch kleine Ausschnitte immer Das sieht man ziemlich genau.

00:28:01: was einen erwartet Kann man sich sehr gut informieren, finde ich.

00:28:06: Vielen Dank fürs Neugierig machen!

00:28:07: Nicht nur für und auf den diesjährigen Märchen-Sommer oben in Kempten, sondern auch schon auf das anstehende Programm.

00:28:29: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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