Chancen schenken: Zu Gast bei LUChS mit Leonie Döring
Shownotes
Was kann eine Stunde Zeit für ein Kind verändern?
In dieser Folge von Kaffeeklatsch sprechen wir mit Leonie Döring, Projektkoordinatorin von LUChS – Lernen und Chancen schenken bei der Stiftung Kinderchancen Allgäu. Sie erzählt uns, wie Lernpatenschaften entstehen, wie die Treffen zwischen Kindern und Ehrenamtlichen ablaufen und was eine gute Patenschaft wirklich ausmacht.
Dabei geht es um viel mehr als Hausaufgaben und gemeinsames Lernen: Vertrauen aufbauen, Mut machen, zuhören und Kindern neue Chancen ermöglichen – genau das steht bei LUChS im Mittelpunkt.
Eine inspirierende Folge über Bildung, Ehrenamt, persönliche Begegnungen und die kleinen Dinge, die im Leben eines Kindes einen großen Unterschied machen können.
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo!
00:00:17: Schön, dass
00:00:20: ich da sein darf.
00:00:21: Und wir sprechen heute unter anderem um Luxe – also nicht um den Luxx sondern um Lux.
00:00:27: Was ist Lux?
00:00:28: Lux ist ein Landbegleitungsprojekt.
00:00:31: Lux setzt sich zusammen aus den Worten Lernen und Chancen
00:00:34: schenken.
00:00:35: Was ich genau dahinter verbirgt, wie wir uns
00:00:37: da auch aktiv
00:00:39: beteiligen können, das besprechen wir in dieser Stunde.
00:00:44: Schöne Mittwoch!
00:00:44: Hier ist der Kaffeeklatsch.
00:00:46: Zusammen mit Leonie Döring tauchen wir ein in die Welt des Wissens, in die Wilde der Kinder... ...in die Welt von Lux.
00:00:56: Und zwar angesetzt ist dieses Projekt, oder?
00:00:59: Kann ich sagen.
00:01:02: Ist ein Projekt bei der Stiftung Kinderschossen Allgäu.
00:01:06: Fangen wir mal mit dem Fundament an!
00:01:08: Mit der Stifte und Kinderschosen Allgäusch.
00:01:10: Wo sitzt diese Stiftungen und was ist das Hauptaufgabengebiet?
00:01:16: und warum gibt es diese Stiften?
00:01:19: Ja, also die Stiftung sitzt in Leutkirch.
00:01:22: Ziemlich zentral in der Innenstadt haben wir ein Büro.
00:01:26: Wir sind im Karitas-Zentrum in Leitkirchen weil Karitas auch über uns steht!
00:01:31: Wir sind quasi angegliedert an die Karitas mit
00:01:34: unserer
00:01:34: Stiftungen Und wir haben verschiedene Projekte, alle mit dem Ziel Benachteiligungen auszugleichen, Chancen zu schaffen und Kinder zu unterstützen wo Unterstützung notwendig ist.
00:01:49: Dann ist quasi der Dachverband die Caritas!
00:01:51: Genau!
00:01:53: Du bist zuständig für welchen Bereich?
00:01:55: Du bist Projektkoordinatoren oder Projektorganisatorin, was ist denn überhaupt deine richtige Bezeichnung auch in diesem Kontext?
00:02:02: Ich bin Projektkoordinatorin bei der Stiftung Kinderschausten Allgäu und ich habe verschiedene Projekte für die ich zuständig bin.
00:02:10: Das sind unsere großen Projekten Lux des Landbegleitungsprojekts und die Lesewelten das sind Vorlesegruppen im Kindergarten- und Grundschule.
00:02:20: Wir haben auch noch Projekte, eine Projektreihe nennt sich Fit for Life mit den Projekten fit for cycling.
00:02:27: Das sind Fahrradkurse für Kinder und dem Projekt Fit for Swimming, das sind Schwimmkurse für Kinder.
00:02:32: Ja wie bist du da dazu gestoßen?
00:02:35: Ich habe schon ein bisschen rausgehört.
00:02:37: Literatur, Deutsch... Das ist so dein Wittje!
00:02:42: Also auch über das Interesse an Germanistik, an Literatur ,an Lesen am Buch, an den Schwarzen Buchstaben auf weißen Seiten.
00:02:51: Ja auch mein beruflicher Hintergrund ist die soziale Arbeit studiert Und ich fand die Angebote einfach total klasse.
00:03:01: und dieses Unterstützung der für Kinder, das hat mich total angesprochen.
00:03:06: Darum habe ich mich beworben und dafür entschieden als Projektkoordinatorin zu arbeiten in der Stiftung Kinderschausen Allgäu.
00:03:14: Die Stiftungen wie lange gibt es sie?
00:03:15: Ist es noch relativ fresh oder ist da schon jetzt ein Jahrzehnt Arbeit dahinter oder wo man auch Erfahrungswerte irgendwo
00:03:26: hat?
00:03:27: Ja, fast ein Jahrzehnt.
00:03:28: Also wir wurden im Jahr zwei Tausend siebzehn gegründet.
00:03:31: Ich bin seit dem Jahr zwei tausend vierundzwanzig dabei.
00:03:33: Aber die Stiftung Kinderschassen Algor gibt es schon eine Weile ja!
00:03:37: Und da ist es so dass der Bedarf auch einfach da war.
00:03:40: man hat hingeschaut und gemerkt.
00:03:44: Zwei Klassengesellschaft drei Klassen Gesellschaft Es sind immer welche dabei die ja benachteiligt sind aus den unterschiedlichsten Gründen natürlich auch oftmals auch unverschuldet.
00:03:55: Genau ja, das war so der Hintergrund warum die Stiftung gegründet wurde.
00:04:00: Es ging darum dass Benachteiligung ein Thema
00:04:03: war
00:04:04: ist ja in der Gesellschaft immer auch heute noch ein großes Thema Kinderarmut und einfach auch drum gingen sehr früh anzusetzen und Kinder zu unterstützen sodass es später vielleicht gar nichts so zu den großen Schwierigkeiten kommt.
00:04:18: Das heißt früh anzusetzen?
00:04:20: Das passiert dann tatsächlich schon im Kindergartenalter
00:04:23: Genau, ja.
00:04:24: Also die ersten Projekte wie zum Beispiel die Vorlesekruppen, die setzen an schon im Kindergarten Interesse zu schaffen – an Buch-, an Büchern-, an Lesen-, an Sprache des Sprachverständnisses entwickelt sich dann natürlich.
00:04:40: auch das Interesse am selber lesen wird geweckt Und so ist der Start in die Schule dann einfach ein bisschen einfacher.
00:04:47: Ähnlich ist es beim Projekt Lux, das setzt auch ganz oft
00:04:50: an
00:04:51: in den ersten und zweiten Klassen.
00:04:52: Es geht natürlich auch hoch bis in die höheren Klassen.
00:04:55: da sind wir gar nicht begrenzt oder festgelegt Aber es geht einfach darum, den Schulkindern bei den schulischen Herausforderungen zu helfen.
00:05:05: Das können die Schulaufgaben direkt sein, das kann aber auch so ein bisschen das sozialemotionale was dahinter steht sein.
00:05:12: Weil so das Endziel ist.
00:05:14: der Dreherndangelpunkt im Leben eines Menschen ist die Sprache und das Verstehen.
00:05:20: Und dann funktioniert meist alles andere dann ja von selbst.
00:05:24: Aber das Verstein und Sprache ist der Schlüssel für die Welt.
00:05:28: Genau, gerade auch das lese Verständnis.
00:05:31: Also ich nenne ein ganzes Beispiel wenn man im Matheunterricht die Aufgabenstellung nicht versteht dann kann man noch so gut rechnen können eigentlich.
00:05:40: Man tut sich schwer bei den Aufgaben und man tut sich in der mündlichen Mitarbeit im Unterricht und all das.
00:05:48: Geht ja bis dahin, wo das Gespräch auf dem Schulhof dann schwieriger wird wenn man sich nicht ganz so zu sprechen traut weil vielleicht Deutsch auch gar nicht die Muttersprache ist sondern die Zweitsprache.
00:05:58: und überall da versuchen wir mit den Projekten zu unterstützen dass es ein bisschen leichter gelingen
00:06:03: kann.
00:06:03: Lesen, wer nicht lesen kann, wer die Buchstaben nicht kennt.
00:06:07: Wer das Leseverständnis nicht hat, der tut sich ein Leben lang
00:06:11: schwer
00:06:12: und das möchte man unter anderem mit eurer Arbeit ja weniger machen den Kindern schon früne Möglichkeiten eine Chance geben er sich zu integrieren oder einfach im gesellschaftlichen leben im Alltag mit dabei zu sein.
00:06:28: du hast gerade gesagt Leonie ihr startet immer Kindergartenbereich, bereits.
00:06:33: wie kommt ihr denn eigentlich an die Kitas hin?
00:06:36: oder auch dann im Projekt Lux an die Schule, die diesen Bedarf hat?
00:06:42: Oder wo einfach da Unterstützung in diesem Bereich braucht.
00:06:45: Ja also unser Projekt LESIV Projektlesewelten setzt im Kindergarten an, das sind Vorlesegruppen.
00:06:53: Und da funktioniert es einfach so dass wenn ich eine ehrenamtliche Person habe die sich bei mir meldet und sagt Ich wohne in Isni zum Beispiel dann schaue ich dass es möglichst wohnortnah an dieser ehrenabtlichen Person einen Kindergartner gibt und fragte ihn an ob sie Lust hätten dass da eine Ehrenamtliche person mal zum vorlesen kommt.
00:07:14: Und meiner Erfahrung nach ist der Bedarf in den Einrichtungen deutlich höher als Ehrenamtliche, die wir haben um den Bedarf bedienen zu können.
00:07:23: Von daher sind sie da eigentlich immer wirklich sehr dankbar und froh drum wenn da eine Person zum Vorlesen kommt
00:07:30: Gerade von denjenigen, die eine Vorlesepartenschaft übernehmen.
00:07:36: Was sind das für Menschen?
00:07:39: Sind es Opis und Omis?
00:07:42: Jüngere oder Studenten beispielsweise?
00:07:45: Sind das Mamas tanten Onkels?
00:07:47: Wahrscheinlich auch vom Alter ist es über eine gute Range verteilt.
00:07:51: Also wir sind da gar nicht festgelegt, bei uns darf sich jeder über achtzehn melden der Lust hat einen Ehrenamt zu machen und sich so engagieren in der Realität Tatsächlich eher so, dass es Renteneinstiegsalter plus ist.
00:08:05: Dass man zum Renteneinstieg noch ein Ehrenamt machen möchte und sich noch irgendwo engagieren möchte.
00:08:11: Das ist der größte Personenkreis, der sich bei uns engagiert.
00:08:15: Wir sind aber auch sehr froh wenn sich junge Mamas oder Studierende oder Ähnliches melden und einen Engagement machen möchten.
00:08:23: Mitzubringen ist natürlich Zeit jetzt, wenn wir noch ganz kurz beim Kindergarten bleibt oder auch dann in der Schule.
00:08:28: Aber im Kindergartens, wie schaut es zeitlich aus?
00:08:31: Ist das Vormittags, ist das Nachmittagsmittags je nachdem wahrscheinlich wie so ein Kind auch ja angemeldet ist.
00:08:38: über welchen Zeitraum?
00:08:39: Ja!
00:08:40: Das ist mittlerweile sogar ganz offen, also die Schulen und Kindergarten sind da sehr kooperativ mittlerweile.
00:08:47: Und versuchen das auch den Ehrenamtlichen so passend wie möglich zu machen.
00:08:52: Von daher findet sich eigentlich immer irgendwo eine Stunde ab Vormittags oder Nachmittags, wo es für den Kindergarden, für die Schule sowie auch für die ehrenamtliche Gutpassung
00:09:01: Im Lux-Kontext
00:09:03: sind es dann oft so die Randstunden, die man gut dafür nutzen kann.
00:09:06: Da ist dann auch noch ein bisschen Schulbetrieb drumrum.
00:09:09: Das ist eigentlich für alle ganz gut!
00:09:11: Ist das immer so von der Patenschaft her?
00:09:14: Man hat immer einen Kind oder kann das auch?
00:09:18: eine Gruppe macht keinen Sinn letztendlich weil es schon was individuelles und man geht ja ganz direkt und persönlich auf das Kind ein oder guckt, wo happert es jetzt speziell bei dem Kind?
00:09:31: Bei Lux ist es tatsächlich ein festes Tandem aus einer ehrenamtlichen Person und einem Schulkind.
00:09:38: Die bilden dann bei uns das sogenannte Learn-Tandem Und die treffen sich einmal in der Woche für eine Stunde In den Ferien finden, die treffen nicht statt Da darf der Ehrenamtliche Urlaub haben.
00:09:51: Genau und mit ein bisschen Vor- und Nachbereitung ist das eigentlich auch schon so der zeitliche Rahmen des Ehrenamts.
00:09:56: Und wie gibt es dann das perfekte Match für dieses Lerntandem?
00:10:01: Das funktioniert so, wenn ich eine ehrenamtliche Person an der Hand habe die sagt sie wäre da interessiert an Sie hätte da Lust
00:10:08: drauf.
00:10:09: Dann schaue ich eben wohnortnah im Umkreis vom Wohnort der ehrenamtlichen Person nach einer passenden Schule und fragt die an, ob sie einen Bedarf haben.
00:10:19: Wie gesagt, der Bedarf ist in der Regel sehr hoch an den Schulen.
00:10:22: Die sind das ja froh wenn da jemand noch zum Unterstützung kommt.
00:10:27: Dann gibt es mit
00:10:28: Schule,
00:10:29: Ehrenamtliche Personen und mir und den Eltern des Kindes und dem Kind ein sogenanntes Matching-Gespräch.
00:10:35: Da wurden eben die ganzen Rahmenbedingungen quasi abgesprochen.
00:10:40: Die ehrenamtliche Person und das Kind haben schon mal so ein bisschen die Möglichkeit, sich kennenzulernen ob es passen könnte oder nicht.
00:10:46: Und danach – das ist mir sehr wichtig – kann das passen?
00:10:50: Dann ist das total super!
00:10:52: Es gibt auch den Fall dass sie beiden nicht in einem Tun miteinander kommen und dann darf man das ganz offen ansprechen Passt irgendwie nicht.
00:11:01: Es gibt vielleicht eine andere Kombi, die besser passen könnte und dann kann man das anpassen.
00:11:05: Genau!
00:11:08: Vom Erfahrungswert jetzt von dir her... Was sind es für Kinder, die quasi so einen leseparten Onkel oder so ein Lerntand im Bild
00:11:18: haben?
00:11:19: Wir haben viele Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, die zwar schon ganz gut Deutsch sprechen.
00:11:26: Wo es aber vielleicht schwierig ist, weil die Eltern nicht ganz so gut Deutsch sprechen.
00:11:29: Da wird's dann natürlich auch schwierig ab Grundschule das Kind zu Hause bei den Schulaufgaben gutzubegleiten.
00:11:37: Auch wenn vielleicht das ganze Schulsystem in Deutschland für die Familie noch neu ist.
00:11:44: Ansonsten haben wir ganz unterschiedliche Kinder.
00:11:47: auch Der einzige, worum es geht ist ob's dem Kind gut tut.
00:11:56: Ja genau!
00:11:57: Kann man jetzt auch nicht sagen Buben oder Mädchen, wo ist der Bedarf?
00:12:04: Ganz bunt gemischt.
00:12:05: Es geht aber primär nicht um Nachhilfe.
00:12:07: oder wie guckt so eine Stunde aus pro Woche.
00:12:12: Ist es auch das dass man irgendwas liest was die was vielleicht auch Hausaufgabe ist?
00:12:18: oder bezieht sich das wirklich aufs Lesen außerhalb rechts und links der Schulbücher oder sowohl als auch
00:12:25: Sowohl als auch.
00:12:26: Also bei Lux heißt ja lernen und Chancen schenken, das heißt es kann ums Lernen direkt gehen in der Stunde, in der Woche Es kann um die Hausaufgaben gehen.
00:12:37: wir sind aber explizit keine Nachhilfe.
00:12:39: also es geht um den Bedarf des Kindes und um die Interessen des Kinders.
00:12:43: Das kann auch sein dass der Ehrenamtliche und das Kind miteinander eine Runde UNO spielen.
00:12:48: Vielleicht kommen sie dann drauf, noch mal Farben zu üben oder mit den Zahlen auf den Karten ein bisschen rechnen.
00:12:55: Das darf sein, das muss nicht sein.
00:12:58: Vielleicht ist es in der anderen Stunde so, dass Sie die Hausaufgaben miteinander machen und es für den Nachmittag schon weg ist.
00:13:04: Da sind wir sehr frei!
00:13:06: Weil wir gehen konzeptionell davon aus,
00:13:08: dass
00:13:09: spielen, basteln, lernen, lesen, üben, miteinander quatschen – all das den Lernerfolg des Kindes
00:13:16: unterstützt.".
00:13:17: Und das ist unser Ziel.
00:13:19: Leonie Döring heute da, Projektkoordinatorin für Lux bei der Stiftung Kinderchancen im Allgäu.
00:13:26: Ihr sitzt in Leutkirch und du bist quasi so eine Matchfinderin in Sachen ehrenamtlichen Engagement unter anderem Lese-Partenschaften mit Grundschülern, ist es glaube ich.
00:13:38: Wo du guckst dass es passt?
00:13:40: Ehrenamt, ihr greift auf ehrenamtliche Menschen die ein bisschen übrige Zeit haben zurück.
00:13:48: einfach bei euch melden wer Interesse hat.
00:13:50: Genau!
00:13:51: Das können wir schon mal vorweg nehmen.
00:13:52: wie nehme ich Kontakt zu euch auf?
00:13:55: Genau.
00:13:55: Wir in der Stiftung Kinderschausten Allgäu, wir haben unseren Sitz, habe ich ja vorher schon kurz erwähnt, in Leutkirch und unser Stiftungsgebiet ist das Württembergische Allgäusch.
00:14:05: Also wer da wohnt oder da in der Nähe wohnt, der darf sich sehr gerne bei uns melden!
00:14:11: Und
00:14:11: meine Aufgabe wie du gerade schon gesagt hast, auf der einen Seite so des Aufnehmend von Ehrenamtlichen... Ich bin auch die Ansprechpersonen sollten sich da Fragen oder Anliegen ergeben.
00:14:21: Ich bin im Hintergrund auch dafür zuständig, die Grundschulungen und die Aufbauseminare für die Ehrenamtlichen zu gestalten.
00:14:31: Ja, gut zu begleiten.
00:14:32: Auch die passenden Matchings, die sich dann gefunden haben, die darf ich begleite und immer mal wieder reinhören ob da gerade alles gut läuft.
00:14:40: Und auf der anderen Seite ist meine Aufgabe den Bedarf an den Schulen abzufragen.
00:14:46: oder die Schulen kommen direkt auf mich zu und sagen hey Frau Lüring, haben sie da jemanden
00:14:50: passenden?
00:14:52: Das kombiniere ich dann miteinander.
00:14:55: Du bist das Herzstück, sag ich mal.
00:14:58: Leonie Projektkoordinatorin für Lux bei der Stiftung Ups Kinderchancen Allgäu du guckst dass die Matches passen.
00:15:06: jetzt haben wir ja schon einiges übers Ehrenamt oder über dieses ehrenamtliche Engagement von den helfenden Händen von den lieben Opis und Omys da draußen die sich dann bereit erklären wie läuft sowas ab?
00:15:18: wenn ich jetzt sage Mensch eine Stunde in der Woche kann Sich eigentlich doch jeder von seinem Alltag irgendwo abknapsen und tut dann richtig Gutes, was muss ich sonst noch mitbringen außer einer guten Stunde Zeit pro Woche?
00:15:35: Außer der guten Stundezeit pro Woche?
00:15:37: so ein bisschen die Bereitschaft
00:15:40: sich
00:15:42: offen einzulassen auf eine andere Lebenswelt.
00:15:44: Ich finde es total schön, dass in dem Projekt Lux auch unterschiedliche Generationen und unterschiedlichste Kulturen und Personenkreise miteinander in Kontakt kommen die sich sonst im Alltag vielleicht so nicht getroffen hätten.
00:15:59: Und ich beschreib's ganz gern!
00:16:01: Es ist auch die Rückmeldung aus den Patenschaften als ein Voneinander-und Miteinanderlernen.
00:16:07: Wenn man da drauf Lust hat und daran Spaß hat das so ein bisschen im Kontext Schule und Schulaufgaben zu vermitteln, dann ist man genau richtig in dem Engagement bei uns.
00:16:17: Ja wer ein bisschen offenes Denken hat es eine Win-win Situation wirklich für beide bekommt eventuell von einer anderen Kultur von einem anderen Lebensauffassung ja auch irgendwas mit.
00:16:30: Wenn ich jetzt dieses Interesse habe und sage ja, ich kann zum Beispiel am Donnerstag nachmittags.
00:16:35: Ich werde aber von euch noch gecoached.
00:16:37: also es gibt ein paar Geschichten die man noch mit an Tanz bekommt dass man da nicht so den Sprung ins kalte Polarwasser hat.
00:16:45: Ja!
00:16:45: Die Ehrenamtlichen kriegen zum Beginn ihres Engagements eine Grundschulung.
00:16:50: das ist ne Tagesveranstaltung.
00:16:52: Weil die Ehrenamtlichen ja eben aus ganz unterschiedlichen Hintergründen kommen, beruflich aus ganz verschiedenen Ecken hat die Grundschulung vor allem auch den Hintergrundgedanken alle ehrenamtliche auf einen gleichen Wissensstand zu bringen.
00:17:07: Es wird nochmal so ein bisschen der Ablauf erklärt.
00:17:10: es werden noch mal mögliche Lerninhalte, Lernmethoden mit an die Hand gegeben.
00:17:16: bis dahin das mir verschiedene
00:17:17: Spiel
00:17:18: Materialien und Lernmaterialien miteinander ausprobieren, dass man da einfach schon mal so eine Idee kriegt.
00:17:23: Ein bisschen übt?
00:17:24: Genau!
00:17:24: Es geht auch ein bissel um den rechtlichen Aspekt der dahintersteckt.
00:17:28: Es geht um Datenschutz, um Aufsichtspflicht, um die Themen, die da einfach dabei sein müssen, das die Ehrenamtlichen sich da gut aufgehoben und begleitet von mir fühlen.
00:17:37: Und ansonsten stehe ich jederzeit in meiner hauptamtlichen Tätigkeit eben zur Verfügung für Fragen oder Anliegen oder Absprachen.
00:17:47: Jetzt, weil mit anderen Augen betrachtet es ist eine Schule da oder vielleicht auch der Kindergarten das Projekt startet.
00:17:53: Oder ein anderes Projekt starte ja schon im Kindergartenaalter.
00:17:57: Wir nehmen dann... Na sagt die Schule?
00:18:00: Oder eine Klassenleiterin?
00:18:01: Ah ok ich habe da ein zwei Schüler drin Denitäts richtig gut, die hätten da noch ein bisschen ... ja einen zweiten Boden unter den Füßen.
00:18:09: Die könnten ein bisschen intensiver vielleicht mit Lernen weiterkommen.
00:18:15: Klar, dann sagt man das zur Schule und dann geht die Schule wahrscheinlich auch auf die Eltern zu?
00:18:21: Die müssen ja eh da ein Verständnis abgeben.
00:18:24: wie fassen Eltern auf dass man sagt hey dein Kind, räuchts noch ein bissel am Lesen habbarz.
00:18:30: jetzt
00:18:31: Also der Erfahrung nach empfinden die das oft als eine Unterstützung und als ein gut gemeintes Angebot.
00:18:40: Wie du schon sagst, es braucht die Einverständnis.
00:18:42: Die fragen wir natürlich oder oft die Schule im ersten Moment.
00:18:47: Die kann oft am Anfang auch schon so ein bisschen einschätzen ob das was für die Familie wäre.
00:18:53: Und dann gehen wir da einfach ganz offen vor.
00:18:55: Wir bieten die Unterstützung an und wer das annehmen möchte, der darf es gerne annehmen – und wer sagt, dass ist nichts für mich?
00:19:01: Das ist auch kein Problem!
00:19:02: Dann gibt's vielleicht ein anderes Kind, für den das passend sein könnte...
00:19:06: Aber so vom Feedback her, du bist ja auch noch relativ frisch bei dieser Stiftung.
00:19:12: Ja, knapp zwei Jahre jetzt bist Du dabei!
00:19:15: Aber für Dein persönliches Empfinden was hast Du in Deiner Zeit an Feedback schon bekommen?
00:19:23: Ich glaube jeder ist danach, der beäugt es vielleicht zu am Anfang ein bisschen okay.
00:19:27: Jetzt gucke ich mal, warte ich mal drei vier Stunden ab Kind, das fühlt sich da wohl.
00:19:33: Und freut sich kommt auch mit großen Augen und freudigen Augen wieder nach Hause.
00:19:39: also was hast du so alle Feedback auch von beiden Seiten bekommen?
00:19:42: Ja
00:19:43: ich höre ganz oft aus den Schulen und von den Lehrkräften wie toll es ist dass das Kind im Unterricht einfach wieder besser mitkommt
00:19:50: aufmerksamer
00:19:51: dabei sein
00:19:51: kann
00:19:53: sich vielleicht das ein oder andere Mal auch meldet und tatsächlich irgendwie die Antwort weiß was beitragen kann.
00:20:03: Man sieht es aber schon auch am Leseverständnis ganz faktisch, am Schriftbild so an den Punkten die Hausaufgaben die dann an dem Mittag doch auf einem
00:20:14: Blatt stehen
00:20:15: anders wie vielleicht die anderen Mittage in der Woche.
00:20:19: Ich krieg von den Ehrenamtlichen ganz oft zu hören, dass es wirklich eine beidseitige Bereicherung ist.
00:20:24: Also die gehen auch ganz oft aus den Lux-Tandemstunden raus und sagen oh das war heute so erfrischend und vielleicht haben sie auch nur gequatscht über aktuelle Musik aber haben sich irgendwie gut verstanden und konnten da miteinander ins Gespräch gehen.
00:20:40: Und ich krieg auch von den Kindern ganz tolle Rückmeldungen, die zum Teil schon am Eingang der Schule warten bis die Ehrenamtliche dann kommt oder ein kleines Kärtchen schreiben wenn dann die Sommerferien anstehen.
00:20:51: Da gibt's ganz gute Rückmeltungen.
00:20:53: ja es ist glaube ich wirklich eine Win-win Situation für alle Beteiligten wenn das gut passt.
00:21:00: Ein Projekt von der Stiftung Kinderschossen-Algäu.
00:21:05: Welche anderen Projekte?
00:21:06: vielleicht einmal ein bisschen queres gibt es da?
00:21:08: Ist das noch ein bisschen nach Alte geordnet?
00:21:11: Es gibt Lux, das ist das Landbegleitungsprojekt.
00:21:15: Da bildet ein Ehrenamtlicher mit einem Schulkind einen Landtandem die treffen sich einmal in der Woche.
00:21:20: Ja!
00:21:21: Es gibt das Projekt Lesewelten, das findet in Kindergarten oder Grundschulestadt.
00:21:26: Das sind Vorlesegruppen und da geht eine ehrenamtliche Person in die Einrichtungen Und liest einer kleinen Gruppe von so fünf bis acht Kindern für circa eine halbe Stunde was vor, um einfach den Kindergartenalltag noch mal ein bisschen zu bereichern und ebenso das Thema Buch- und Lesen in die Einrichtung zu bringen.
00:21:44: Wir haben dann auch eine Projektreihe, die nennt sich Fit For Life mit den Projekten fit for cycling Das sind Fahrradkurse
00:21:50: für Kinder und dem
00:21:52: Projekt fit for swimming.
00:21:53: Das sind Schwimmkurser für Kinder.
00:21:55: Gerade das Beides, alle Bereiche sind wichtig.
00:21:59: Aber jetzt ist vorletzte und das letzte gerade in Sachen schwimmen!
00:22:04: Man glaubt es nicht aber ich glaube jedes fünfte Kind in Deutschland kann nicht schwimmen.
00:22:11: Genau ja Und in den beiden Projekten ist auch so.
00:22:16: Wir versuchen mit den Projekte die Mobilität und das Körpergefühl und die Motorik ein bisschen zu unterstützen und auch damit Chancen zu schaffen, Bildungschancen zu schaffen.
00:22:30: Benachteiligungen auszugleichen wenn man vielleicht nicht den Zugang hat zu Fahrrädern zum Material.
00:22:37: Und zu dem Wissen und zu dem Können Fahrradfahren zu können oder Schwimmen zu können.
00:22:43: Und auch da den Lernerfolg einfach wieder ein bisschen unterstützen zu können weil das natürlich weiter hilft dabei sein zu können im Klassenverbund vielleicht einmal ein bisschen berichten zu können oder so und nicht immer aus dem vor sein zu müssen.
00:22:57: Ja, man ist schnell Außenseiter gerade auch... Fahrrad, da denkt sich jeder.
00:23:02: Ach mein Gott!
00:23:03: Jeder hat ein Fahrrad?
00:23:04: Nein nicht jeder hat einen Fahrrad.
00:23:06: und wenn die Klicke, wenn die Nachbarschaftskinder alle mit dem Radeln in der Gegend umeinander pesen und ich habe einfach keins und kann es nicht.
00:23:15: Ich wirst sofort getestet, ich werde sofort ausgegrenzt und Kinder können da ganz ganz schlimm sein.
00:23:20: also Kinder sind da sowas von direkt und hauen sie einem zweimal um die Ohren Und auch schwimmen.
00:23:26: Schwimmen ist so wichtig, also viele Erwachsene können nicht schwimmen.
00:23:32: Das Element Wasser ist normal hier auch in Deutschland.
00:23:35: so Man geht zum Badesee man geht ins Freibad Die Schwimmunterrichtstunden in den Schulen können mitunter nicht mehr so umgesetzt und gewährleistet werden.
00:23:45: Personal mangelt da und da.
00:23:47: Also ein großes Thema auch was das angeht Ehrenamtliches arbeiten.
00:23:52: ihr stützt euch auf einen Pool von vielen Interessierten, die ehrenamtlich ihre Zeit geben um selbst in Horizont noch ein bisschen zu erweitern und einfach nur Gutes tun.
00:24:05: Wie kann ich diesen Kreis erweitert von den Ehrenamtlichen?
00:24:10: Wohin darf ich mich wenden wenn?
00:24:12: Das ist so eine schöne Sache?
00:24:14: und vorlesend, das habe ich meinen Nichten getan.
00:24:17: Das hab' ich meinen Enkelkindern getan!
00:24:19: Das ist genau das passende Stück für mich.
00:24:23: Wohin wende ich mich am
00:24:24: besten?
00:24:25: Ja wir sind immer froh an neuen Ehrenamtlichen die sich bei uns melden und sich engagieren möchten in unseren Projekten.
00:24:32: von daher am Besten einfach über die Homepage Stiftung minus Kinderschancen-allgäu.de.
00:24:38: Allgäue mit
00:24:39: Ae.
00:24:42: Da findet man meine Kontaktdaten und kann sich da dann ganz einfach melden.
00:24:47: Es muss auch niemand die Sorge haben, dass er sich auf ewig verpflichtet.
00:24:51: Wir merken mittlerweile auch, wir leben in deutlich schnelllebigeren Strukturen.
00:24:58: Und da finden wir für alles eine passende Lösung.
00:25:02: Genau sind wir ganz offen und versuchen mittlerweile flexibel uns den Entwicklungen anzupassen.
00:25:08: Wie viele Kinder habt ihr?
00:25:09: Es ist Schuljahr, neigt sich ja jetzt so dem Ende entgegen.
00:25:13: Ist wahrscheinlich auch im Moment bei euch in der Stiftung oder in deiner Abteilung dass man sagt okay lasse ich das Schuljahre mal nochmals Revue passieren.
00:25:22: wieviel konntet ihr betreuen oder wie viel konnte ihr ja hilfreich an der Seite stehen?
00:25:27: Ja,
00:25:28: wir haben
00:25:28: aktuell dreißig laufende Parkenschaften.
00:25:32: Es ist immer so ein bisschen einen Wechsel mit drin mal eine ehrenamtliche Person für länger krank, mal das Kind für länger krank oder es gibt andere Gründe warum man pausiert.
00:25:42: Wie du schon sagst, zum Schuljahresende ist oft auch nur ein bisschen Wechsel drin.
00:25:46: Weil das Kind vielleicht den Schulüberschritt in die weiterführende Schule hat und erst mal ganz andere Themen wichtig sind.
00:25:53: Umzug kann immer wieder einmal ein Thema sein.
00:25:56: Man kann aber bei uns auch jederzeit starten.
00:25:58: also über's ganze Jahr können die Patenschaften neu aufgenommen werden.
00:26:02: Heißt also nicht Stichtag erste Schultag Mitte September oder Anfang September sondern wenn ich sage ach ab jetzt habe ich irgendwie mir fehlt was anderes?
00:26:11: weg oder bei mir ändert sich was im Leben jederzeit und auch so für die Schüler ist.
00:26:16: es kann auch mitten unterm Jahr sein.
00:26:20: Genau,
00:26:20: das ist auch eine große Aufgabe, die ich versuche zu übernehmen dass es eben immer einen guten Start gibt von den Partnerschaften und ich finde zu einem guten Start gehört oft ein gutes Ende, dass es vielleicht noch ein kurzes Abschiedsgespräch gibt nochmal eine besondere Lux-Stunde, wo man miteinander sich ein Briefle schreibt oder irgendwie sowas.
00:26:41: Dass es einfach einen schönen Abschluss gibt und das für alle klar ist – dann kann das möglich sein
00:26:49: jederzeit.".
00:27:03: Tolles Ehrenamt und vielleicht fühlt sich der eine oder andere da draußen angesprochen.
00:27:08: Danke für den Einblick!
00:27:22: Dankeschön.
Neuer Kommentar