Abenteuer, Gemeinschaft & Natur – Pfadfinden mit Sophie Graf vom Stamm Dietmannsried

Shownotes

In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt der Pfadfinder! Zu Gast ist Sophie Graf vom Pfadfinderstamm Dietmannsried, die uns mitnimmt auf eine Reise voller Abenteuer, Lagerfeuer, Freundschaft und Verantwortung.

Wir sprechen über:
✨ Was es bedeutet, Pfadfinder*in zu sein
🌍 Warum Werte wie Zusammenhalt, Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit so wichtig sind
🏕️ Die schönsten Momente auf Lagern und Fahrten
💪 Und wie Pfadfinden junge Menschen prägt – weit über die Jugendzeit hinaus

Sophie erzählt mit viel Leidenschaft und Humor, warum das Pfadfinderleben mehr ist als nur Zelte und Halstücher – es ist eine Lebenseinstellung!

🎧 Jetzt reinhören – egal ob ihr selbst mal bei den Pfadfindern wart, neugierig seid oder einfach Lust habt auf spannende Geschichten aus der Welt des Abenteuers.

Transkript anzeigen

00:00:01: Gesund und vital durch den Tag.

00:00:04: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch wird präsentiert von der Bahnhof-Apotheke Kempten und Purnatur, weil Gesundheit bei der Ernährung

00:00:11: beginnt.

00:00:12: Heute stehen bei mir im Kaffee-Clutch die Pfadfinder im Mittelpunkt.

00:00:17: Jetzt ganz allgemein gesprochen der Pfadfinder-Stamm-Reichholz-Ried im Speziellen.

00:00:22: Herzlich willkommen Sophie Graf und Birgit.

00:00:24: Meierschön, dass ihr da seid, ihr zwei.

00:00:26: Guten Morgen.

00:00:27: Hallo, guten Morgen.

00:00:29: Und wir sprechen gleich über eure Ambitionen.

00:00:32: Sich dort ehrenamtlich ist das, glaube ich, zu engagieren.

00:00:36: Wir lernen was über eure Kluft, glaube ich, heißt das so.

00:00:41: Und über den speziellen Pfadfinder Cruz.

00:00:44: Sophie, du kannst vielleicht schon sagen, wie ich mich positionieren muss, dass ich euch nachher richtig begrüße.

00:00:50: Also, das ist... Die Einheit bei uns Pfadfindern oder das besondere Insider, wir begrüßen uns nämlich mit der linken Hand, geben uns die linke Hand und nicht die rechte Hand, das heißt einfach die Seite wechseln.

00:01:02: Aber ich darf die rechte Hand nicht hängen lassen, nein, die wird nach oben gebogen.

00:01:06: Ja, tatsächlich.

00:01:07: Zumindest

00:01:07: so aufgestellt.

00:01:09: Also bei den Pfadfindern, die das sogenannte Versprechen abgelegt haben, die grüßen auch dazu mit der rechten Hand und dafür folgt man den kleinen Finger und legt den Daumen obendrüber und die drei anderen Finger werden zusammen in die Höhe gestrickt.

00:01:25: Jetzt muss ich natürlich mal ganz neugierig fragen.

00:01:27: Birgit, sind Sie Leiterin?

00:01:29: Sind Sie von diesem Pfadfinderstamm so ein bisschen die Mama, die Obermama oder Koordinatorin?

00:01:36: Wie seid ihr dann nacheinander gerne in der Antwort überhaupt zu den Pfadfindern gekommen?

00:01:43: Jemand nahe treten zu wollen, oder Sie sind schon ein bisschen länger dabei.

00:01:47: Ja,

00:01:48: also auf jeden Fall.

00:01:49: Ich bin sozusagen tatsächlich die Mama von dem Stamm.

00:01:52: Das heißt, ich bin da hauptverantwortlich.

00:01:55: Einfach das, was läuft und trage die Verantwortung einfach für alle von klein bis groß.

00:02:01: Bei uns geht es los mit sieben Jahren.

00:02:04: Kann man schon anfangen bei den Wölflingen.

00:02:06: Grundschuleintern.

00:02:07: Mit elf oder zwölf

00:02:08: kommt man dann zu den größeren Pfadfindern.

00:02:11: Wir haben sowohl Jungs als auch Mädels und ab siebzehn läuft es dann bei den Räderinnen und Rädern weiter.

00:02:17: Ranger und Rovan sagt

00:02:18: man auch.

00:02:19: Und die Erwachsenen, die organisieren dann selber auch Unternehmungen.

00:02:23: Und ich bin eigentlich von

00:02:25: klein auf

00:02:25: dabei gewesen.

00:02:26: Deswegen ist mir das ganz wichtig, das weiterzumachen, weil ich eigentlich mit zehn schon angefangen habe, damals eingestiegen bin.

00:02:34: Und ich weiß, dass ich ein anderer Mensch wäre, wenn ich nicht bei dem Pfadfinder gewesen wäre.

00:02:39: Deswegen mir hat es so viel gegeben, dass ich das einfach auch den jungen Leuten heute weitergeben will.

00:02:45: Also wirklich schon fast reingebohrt?

00:02:46: Ja, auf jeden

00:02:47: Fall.

00:02:48: Ich hab

00:02:48: da schon immer

00:02:49: Fahrt in der Luft geatmet quasi, also mir ist das schon in die Wiege gelegt.

00:02:54: Und mir ist es einfach total wichtig und ans Herz gewachsen.

00:02:57: Einfach die Botschaft, die wir haben, das, was wir da weitergeben wollen, den jungen Leuten.

00:03:01: Und gerade heute ist es extrem

00:03:03: wichtig,

00:03:04: wo jeder so für sich ein bisschen vor sich hin lebt, quasi.

00:03:07: Ja, und oft

00:03:08: in einer fiktiven Welt.

00:03:10: Auch

00:03:10: einfach so eine Gemeinschaft, so was Wichtiges ist, dass man weiß, das sind andere, die das Gleiche wie ich auch die gleichen Ziele haben, das Gleiche vielleicht auch erleben, miteinander durch dick und dünn gehen.

00:03:22: Wir haben ja auch viele Fahrten und Abenteuer, Zeltlager, wo man einfach als junger Mensch dann auch lernt, ja, mal sich durchzubeißen, wenn es ein bisschen schwierig ist.

00:03:32: Das ist ja nicht immer nur einfach.

00:03:33: Wenn das von

00:03:34: daheim, wenn man im Zelt schläft, ist alles draußen sein.

00:03:37: Das ist nochmal eine

00:03:38: Herausforderung für uns Menschen, die so viel auch drin sind eigentlich.

00:03:43: Aber ursprünglich dann mal über ein Geschwisterchen vielleicht zu dem Pfad für eine gecommentante Onkel oder die Else selbst aktiv gewesen.

00:03:51: Mein

00:03:51: Papa war sehr aktiv.

00:03:53: Dann wächst man da schon so ein bisschen rein.

00:03:54: Genau,

00:03:54: und meine Geschwister eigentlich alle auch.

00:03:57: Und wir sind erstmal gar nicht gefragt worden und nachher sind wir eigentlich dann aus Überzeugung, haben wir es dann eigentlich auch weiter gemacht.

00:04:07: Und bei dir, Sophie, du bist jetzt Teenager, sag ich jetzt mal.

00:04:10: No, wenn ich dich so, ja, du bist Teenager.

00:04:13: Wie war's bei dir?

00:04:14: Wie hast du den Weg zu dem Pfadfinder gefunden?

00:04:16: Auch über Geschwister, über Eltern, über tante Onkeln?

00:04:21: Oder fandest du in deinem Heimatort einfach, hey, das ist ja so eine coole Combo da.

00:04:26: Ey, Leute, ich mach damit.

00:04:28: Ja, bei mir lief's tatsächlich auch über die Eltern quasi.

00:04:31: Ich bin die älteste von meinen Geschwistern.

00:04:33: Meine Eltern sind beide im Jugendalter oder auch?

00:04:36: genau dazugekommen.

00:04:38: Und dann gab's, die Pfadfinder waren nämlich zuerst, haben sich bei uns zu Hause getroffen, im alten Stall quasi.

00:04:47: Und

00:04:48: später sind sie dann umgezogen.

00:04:51: Von Dietmannsried und Reichholzried.

00:04:53: Und ich bin tatsächlich auch schon in der ersten Klasse oder sogar kurz davor dazugekommen.

00:04:59: Ich hab das immer mitbekommen, wie sie sich bei uns getroffen

00:05:01: haben.

00:05:01: Ja klar, logisch.

00:05:03: Dadurch,

00:05:03: dass meine Eltern beide auch Gruppenführung gemacht haben, war das schon immer bei uns allpräsent.

00:05:09: Und mit Grundschuleite bin ich dann Wölfling geworden, wie die Jüngeren heißen, in die Mäute.

00:05:17: Und tatsächlich war die Birgit dann später auch meine Mäutenführung, also meine Gruppenführung.

00:05:23: Viele wissen tatsächlich gar nicht, dass das auf einem kirchlichen Fundament steht, sagen wir es mal so.

00:05:29: Seit wann gibt es denn die Pfadfinder?

00:05:31: Jetzt nicht nur in dem Pfadfinderstamm in Dietmannsried, sondern grundsätzlich, man hat das angefangen, die einen sprechen von der Bewegung, die anderen.

00:05:39: es haften Vorurteile eventuell an, aber man hat so diese Pfadfinder-Geschichte begonnen.

00:05:46: Also unser Gründer, allgemein von allen Pfadfindern, ist der Lord Baden-Paule, nennt der sich, ein Engländer.

00:05:53: Er ist acht zuhundert, sieben und fünftig geboren und hat dann Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die Pfadfinderbewegung gegründet.

00:06:00: Das erste Pfadfinderlager war soweit, ich weiß, neun zuhundert, sieben.

00:06:05: Und damals fing das eigentlich so richtig an.

00:06:08: Seine Idee war eigentlich, junge Menschen zu erziehen, zu verantwortungsvollen Bürgern quasi, die wissen, ich habe Einfach eine Auftrag in der Welt.

00:06:19: Und sein Motto war für uns eigentlich, versuch die Welt ein kleines Stückchen besser zu hinterlassen, als ihr sie vorgefunden habt.

00:06:28: Und das ist eigentlich ein ganz schöner Auftrag.

00:06:30: Wir leben nicht jeder für uns selber, sondern wir sind mitverantwortlich, dass einfach alles um uns rum irgendwie besser wird, dass wir Augen dafür bekommen, wie geht's dem, der neben mir ist.

00:06:43: und dass wir einfach da versuchen, durch unser Sein und wie wir leben, die Welt irgendwie schöner zu machen.

00:06:49: Das war so seine Idee.

00:06:51: Und es gibt ganz verschiedene Pfadfinder, Verbände, jetzt auch gerade in Deutschland.

00:06:56: Wir sind ein Verband, der auch europäisch ist.

00:06:59: Also es gibt unseren Verband quasi in verschiedenen europäischen Ländern.

00:07:04: Und unser deutscher Verband wurde.

00:07:07: nächstes Jahr wird es fünfzeig

00:07:08: Jahre, neunzeighalb Jahre und siebzig

00:07:11: gegründet,

00:07:12: genau.

00:07:13: So lange gibt es die.

00:07:14: Genau.

00:07:15: Jeder hat vielleicht mit Sicherheit schon mal das Wort Pfadfinder gehört und jeden Tag eine gute Tat gehört ja irgendwo in diesem Motto komplex oder in dieses formulierte Motto vom Gründer irgendwo auch mit rein.

00:07:29: Auf jeden Fall.

00:07:30: Genau.

00:07:30: Jeden Tag eine gute Tat.

00:07:32: Und es gibt auch mehrere Leitsprüche quasi.

00:07:36: Die Kleinen haben dieses Leitmotto unser Bestes.

00:07:39: Das heißt, sie sollen versuchen, also man weiß ja, jeder kann nicht alles perfekt, aber einfach das, was man tut, so gut zu machen, wie man es kann.

00:07:47: Bei den Größeren heißt es dann allzeit bereit.

00:07:50: Das heißt, ich bin immer bereit zu helfen, egal ob ich jetzt gerade wie beschäftigt bin.

00:07:55: Wenn ich sehe, da braucht mich jemand, dann Helfig.

00:07:59: Und die Erwachsenen, die haben dann das Motto, ich diene.

00:08:02: Das heißt, ich nehme mich selber zurück.

00:08:05: Ich versuche da, wo ich bin, wirklich für die anderen da zu sein.

00:08:08: Also so, aber insgesamt stimmt es schon jeden Tag eine gute Tade.

00:08:12: Also das

00:08:13: Tade, woran wir erinnert werden,

00:08:15: ist ein

00:08:15: bisschen im Hinterkopf.

00:08:17: Und woher kommt jetzt dann die Verbindung zum katholischen Jugendverband?

00:08:22: Beispielsweise über die JK, da gibt es ja verschiedene oder Jugendgruppen in den Vereinen, also da gibt es ja auch.

00:08:29: irgendwann war da so eine Schnittstelle.

00:08:30: oder wie ist das passiert?

00:08:32: oder gehört ihr gar nicht zu den katholischen?

00:08:34: Doch, wir gehören schon auf jeden Fall zu den katholischen Pfadpinnen, wobei wir christlich sind, also es können auch evangelische mitmachen auf jeden Fall, aber natürlich ist die Ausrichtung so, dass wir uns schon auch mit dem Glauben beschäftigen.

00:08:46: Also es werden da auch Glaubensinhalte auf jeden Fall bei uns vermittelt.

00:08:49: Wir versuchen das auch den Kindern mitzugeben.

00:08:52: von unserem Gründer jetzt, diesem Lord Baden-Pauhl, war auch der Gedanke,

00:08:57: dass

00:08:57: Gott da eine Rolle spielt auf jeden Fall im Pfadfindertum.

00:09:00: Aber natürlich sind die Verbände unterschiedlich ausgerichtet.

00:09:04: Bei uns spielt der Glauben auf jeden Fall eine zentrale Rolle, weil es für uns auch ganz wichtig ist, den Kindern zu sagen und den Jugendlichen, da ist noch jemand, der Mitte geht, du musst es nicht allein schaffen.

00:09:14: Und deswegen sind wir auf jeden Fall katholisch ausgerichtet und orientieren uns einfach auch an dem.

00:09:20: Aber wir sind nicht an Pfarreien gebunden.

00:09:22: Ja, genau.

00:09:23: Also unser Verein ist da eigentlich autark

00:09:25: oder selbstständig

00:09:27: ein

00:09:27: eigener

00:09:28: Verein.

00:09:28: Natürlich gibt es manche, die sich in dem Verein auch trotzdem engagieren, aber jetzt nicht, dass wir als Gruppe in die Pfarrei so eingebunden werden oder zu einer Pfarrei gehören.

00:09:37: Also das nicht.

00:09:38: Ja.

00:09:39: Jetzt, wenn ich euer Outfit an Guck her, ihr nennt man das tatsächlich Kluft?

00:09:46: Ist das offiziell gesagt Kluft, weil das hat so ein bisschen sonst so einen negativen Beigeschmack, aber nennt sich offiziell

00:09:53: Kluft.

00:09:53: Das nennt sich die Pfadfinder-Kluft, ja.

00:09:55: Dann frage ich doch die Sophie, beschreib mal deine Pfadfinder-Kluft und ich sehe dann einen Unterschied in Sachen gerolltes Tüchlein um den Hals.

00:10:06: Also ist wahrscheinlich von der Hierarchie oder vom Alter hier ein welcher Gruppe das ich bin.

00:10:10: Genau, also wir Mädchen haben ein hellblaues Hemd und einen dunkelblauen Rock.

00:10:16: Das ist bei den Jungs dann wieder ein bisschen anders farblich.

00:10:19: Und wir haben hier verschiedene

00:10:22: Aufnäher auch.

00:10:23: Also

00:10:24: das wird zur katholischen Fahrtfinnschaft Europas gehören, die Deutschlandfahrgewehr sind aus Deutschland.

00:10:30: Hier rechts am Ärmel habe ich ein Bayernwappen.

00:10:32: Ich komme aus dem Land Bayern, oben drüber ein kleines, welcher Stamm es ist.

00:10:38: die Patronen von unserem Stamm, die heilige Philomena.

00:10:42: Und hier vorne links auf meiner Pustasche ist die Fatnililie.

00:10:46: Das ist ein rotes Kreuz mit einer goldenen Lilie.

00:10:50: Das ist, sagen wir mal, auch universal für Pfadfender.

00:10:56: Was das Heißtuch angeht, so heißt es nämlich das Heißtuch.

00:11:00: hat die Bilget ein gelb-rot-blaues.

00:11:03: Das sind unsere Stammesfarben.

00:11:05: Also alle Mädchen in unserem Stamm haben dieses Heißtuch nach dem Versprechen.

00:11:10: Und sie hat jetzt zwei Knoten in diesem Heißtuch.

00:11:16: Das bedeutet, sie ist die Führung von den Wölflingen, also von den kleinen.

00:11:19: Genau.

00:11:20: Und sie passt dich damit quasi an und hat die gleichen Knoten.

00:11:24: Ich habe jetzt hier das braune Heißtuch.

00:11:26: Das bekommt man wenn man ab achtzehn in Raider oder Grober

00:11:33: wird.

00:11:34: Und allerdings habe ich auch noch ein anderes Historien, zwar genau das gleiche wie die Birgit, weil ich bin die Führung von den zwölf bis siebzehnjährigen.

00:11:44: Und dadurch gleiche ich mich dann wieder,

00:11:46: kennst du echt nicht

00:11:47: mich, als denen zugehörig.

00:11:49: Allerdings habe ich den Lederknoten, also kein Knoten im Tuch an

00:11:54: sich,

00:11:54: sondern

00:11:55: ein quasi ein Lederband, der das zusammenhält.

00:11:58: Und das ist das Zeichen der älteren Fahrtfinder.

00:12:01: Vielleicht in drei Wörtern, Sophie, was ist die Fahrtfindergemeinschaft für dich?

00:12:07: Aber die gleiche Frage stelle ich dann auch an die Birgit.

00:12:10: Ihr könnt auch anders drum antworten.

00:12:12: Wer schneller ist da?

00:12:14: Wow,

00:12:14: also.

00:12:15: Gar nicht so einfach, ich versuch's mal.

00:12:17: Genau, drei Werte.

00:12:19: Ja oder einen kurzen Satz, sag mal so, du darfst einen ganzen Satz machen, dir ist es einfacher.

00:12:24: War jetzt gemein von mir, geb ich zu, sorry.

00:12:27: Also schon auch Glaubensgrundlage oder Lebensentwurf, Abenteuer, Freundschaften, Werte und Lebenserfahrung

00:12:37: auch.

00:12:38: Auf jeden Fall, da man wächst da rein.

00:12:40: Vor allem, wenn man schon quasi so als Erstklässler siebenjährige damit einsteigt.

00:12:44: Die gleiche Frage hat es an Birgit.

00:12:45: Jetzt hat es die Birgit ein bisschen einfacher.

00:12:47: Die konnte bei dir ein bisschen abhören.

00:12:49: Nein.

00:12:49: Also für mich gab es als junger Mensch bei den Pfadfindern richtig gute Vorbilder, wo ich mir viel abschauen konnte.

00:12:55: Das war was ganz Wichtiges, weil irgendwann sind ja die Eltern immer so wichtig.

00:12:59: Da repeliert man eher ein bisschen gegen das, was die einem vorgeben.

00:13:03: Und dann ist einfach wichtig, man hat gute Vorbilder, die einem zeigen, Wie lohnt es sich vielleicht zu leben?

00:13:09: oder was macht Sinn?

00:13:10: Was gibt dem Läden irgendwie einen Sinn, ein Ziel?

00:13:14: Und auch ein Grundsatz, Learning by Doing, das finde ich ist was ganz Wichtiges.

00:13:19: Ich kann Dinge machen und lernen dadurch, wie ich sie besser machen kann oder einfach ausprobieren.

00:13:24: Einfach mal wirklich den Mut haben, drauf loszuleben und nicht immer überlegen, ist es jetzt wirklich gerade, bringt mir das, was kann ich das?

00:13:34: Sondern man entwickelt wirklich, also Gespürt dafür, was kann ich gut, was kann ich weniger gut?

00:13:39: Wir versuchen den jungen Menschen da einfach auch ihre Talente zu zeigen.

00:13:45: Da bekommt jeder eine Aufgabe im Bereich, wo er sich gut auskennt und dann eben rauszufinden, was liegt mir, was kann ich auch anderen gut vermitteln.

00:13:55: Und das ist was, was ich selber da bei dem Pfad finden, auch sehr gelernt habe.

00:13:59: Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Hierarchien.

00:14:03: Es wird gezeigt anhand der Kleidung, der Kluft, welcher Gruppe man angehört, ob man dieser vorsteht.

00:14:10: Also das ist schon mit Unterrecht reglementiert.

00:14:14: Regeln gibt es aber auch sonst.

00:14:15: zu Birgit.

00:14:17: vielleicht ganz kurz.

00:14:19: Ja,

00:14:19: also wir haben auf jeden Fall ein Pfadfinder-Gesetz.

00:14:22: Das klingt das erst mal sperrig, aber das ist ein bisschen an den Zehen geboten orientiert, aber noch vertief.

00:14:27: Da geht es auch darum, auch die Natur spielt da eine Rolle.

00:14:30: Der Pfadfinder liebt Pflanzen und Tiere, kennt sich da auch aus.

00:14:34: Wir wollen einfach den jungen Menschen vermitteln, Wie wichtig ist es, Achtung zu haben vor anderen Menschen und Achtung auch vor der Natur, das zu respektieren und da einfach sich als Teil zu fühlen, als Teil einer großen Gemeinschaft eigentlich der ganzen Menschheit und dadurch, dass es Pfadfinder auf der ganzen Welt gibt und jeder Pfadfinder ist Bruder oder Schwester von allen anderen.

00:14:59: Deswegen fühlt man sich da auch zugehörig zu allen anderen und das ist was dieses Gemeinschaftsgefühl.

00:15:05: Das gibt einem dann auch, dass man weniger Vorteile hat, anderen Menschen gegenüber, sowohl den Nächsten als auch denen eben in anderen Ländern.

00:15:14: Wir fahren ja auch mit den großen

00:15:17: Fahrtfindern,

00:15:18: fahren wir oft auch in fremde Länder, in weite entfernte Länder bis in die USA.

00:15:23: Und also wirklich war es so, dass Sibirien, also da gibt es wirklich große Fahrten auch, wo ganz andere Kulturen dann einfach kennengelernt werden.

00:15:31: Und das ist, glaube ich, für die jungen Menschen total wichtig zu sehen.

00:15:35: Es ist nicht nur so, wie man es vielleicht im Fernsehen miterliegt, sondern die Menschen vor Ort, die sind vielleicht ganz anders, als ich das jetzt mir vorgestellt habe.

00:15:43: Und oft wird man dann gerade auch, wenn man da in unserer Pfad von der Kluft irgendwo ist, total herzlich auch aufgenommen von anderen und einfach ... Mit Respekt auch gleich und mit Hochachtung irgendwie behandelt und kann dann auch selber lernen, wie schön das ist, wenn man Gastfreundschaft erfährt in anderen Ländern und sich da willkommen fühlt.

00:16:01: Und vielleicht kann man dann für sich selber auch lernen, dass man auch die anderen bei uns willkommen heißen muss und da.

00:16:08: Und was jetzt Natur noch mal angeht, das können wir vielleicht auch noch mal.

00:16:11: Wir versuchen wirklich, bis dann ja alle doch ein bisschen stubenhocker geworden, auch die Kinder vor allem.

00:16:16: die wieder rauszulocken und zu zeigen, wie schön es ist, einfach dieses draußen sein.

00:16:21: Auch draußen mal wirklich im Sommer oder generell tagelang mal nur draußen zu sein, im Zelt zu schlafen und dann eben von früh bis spät einfach in der Natur zu leben.

00:16:34: Und auch was lernen.

00:16:36: Und was lernen.

00:16:37: Über

00:16:37: die

00:16:37: Natur, genau.

00:16:38: Wir versuchen denen auch Wissen zu vermitteln da, aber einfach auch zusammen draußen zu sein und zu sehen, dass es wirklich was Schönes ist.

00:16:46: Was auch noch ganz wichtig ist, jeder hat ja andere Talente.

00:16:50: Wir wollen einfach, dass jeder da auch in seinem Bereich, also es gibt ja viele Vereine, der Sportverein, der Musikverein, jeder ist spezialisiert, aber bei den Pfadfindern ist halt irgendwie alles mit drin.

00:17:02: Das heißt,

00:17:03: jedes Kind findet

00:17:04: was.

00:17:04: Entweder ist es besonders sportlich, dann hat es halt da seine Erfolge bei dem Fahrtfinder, sag ich mal, sieht und kann den anderen vielleicht auch zeigen, wie werde die auch ein bisschen

00:17:14: sportlicher oder beweglicher?

00:17:15: Oder einer total musikalisch, der singt dann halt gern vielleicht und versucht den anderen Lied dabei zu bringen oder spielt Gitarre oder was auch immer.

00:17:24: Jeder findet irgendwas oder einer ist in erster Hilfe gut oder jeder kriegt dann auch irgendwie

00:17:29: eine

00:17:29: Aufgabe, wo er den anderen sieht.

00:17:31: Man sieht einfach auch jeder hat wirklich Talent.

00:17:34: Es kann keiner sagen, ich kann nix.

00:17:36: Also, weil manch mal im Kinder her auch wirklich das Gefühl, ich bin jetzt irgendwie...

00:17:40: Ich kann nix, weil alle so gut sind.

00:17:43: Ich

00:17:43: kann nix, aber man findet wirklich bei jedem was, was er gut kann.

00:17:46: Und das ist, würde ich sagen, für junge Leute total wichtig zu sehen.

00:17:51: Ich bin wirklich mit dem, was ich kann, wichtig.

00:17:54: Und vielleicht auch einzigartig so, dass das Talent, das ich

00:17:59: habe.

00:17:59: So jemandem mich gibt es nicht nochmal, sondern ich bin wirklich einfach... auf meiner Art für alle anderen auch bedeutsam.

00:18:07: Absolut.

00:18:08: Gemeinschaft erleben, seine Personality, wie es Neuhochdeutschen heißt, natürlich auch entwickeln.

00:18:16: Das ist ein Teil wahrscheinlich auch oder bei dem Pfad finden oder was man dann im Laufe der Jahre auch mitbekommt.

00:18:21: Und jetzt Sophie, jetzt muss ich nochmals auf diese eine gute Tat am Tag so Ein Leitmotiv oder das mit in den Leitmotiven drin steckt, wie kann denn so eine gute Tat am Tag ausgucken?

00:18:35: Natürlich für die Kleineren ein bisschen anders.

00:18:38: Ja, also das ist ganz unterschiedlich.

00:18:41: Die Hauptsache

00:18:42: oder die Grundlage ist vor allem auch die nächsten Liebe und die Welt ein bisschen besser verlassen, wie die Birgit vorhin auch gesagt hat.

00:18:48: Es kann sein, ich räume freiwillig für meine Mama die Spülmaschine aus oder Ich schenke jemanden auch nur ein Lächeln oder auch etwas größeres, einen ganzen Dienst einsatz und besonders betont für diese gute Tat bei den Kleinen, vor allem auch durch diesen zweiten Knoten am Halsduch, den jetzt man bei der Birgit hier schön sehen kann.

00:19:09: Bei den größeren ab achtzehn gibt es diese sogenannten Fahrten, also man geht wirklich... zwei Wochen in ein fremdes Land wandert mit Rucksack, mit Zelt, mit allem, was man hat.

00:19:20: Und da wird aber auch immer ein Diensteinsatz eingebaut.

00:19:23: Also Natur und Wandern ist die eine Seite, aber man schaut doch, wo kann ich helfen?

00:19:28: Ich war letztes Jahr zum Beispiel in Norwegen mit meiner Gruppe und wir wandern bei einem Kloster und haben dort unseren Diensteinsatz gemacht.

00:19:35: die größere gute Tat quasi.

00:19:38: Und haben dort bei einem Kinderfest mitgeholfen.

00:19:41: Das kann ganz unterschiedlich sein.

00:19:42: Es ist einfach wichtig, anderen Leuten zu helfen und seine Intention den anderen zu zeigen.

00:19:48: und die gute Tat ...

00:19:50: Nicht nur darüber sprechen, sondern auch, dass sie umsetzen und leben.

00:19:53: Genau,

00:19:54: heutzutage werden viele Worte gemacht, Versprechungen.

00:19:56: Und die gute Tat ist einfach was, ja, in die Tat umsetzen.

00:19:59: Man muss auch nicht großes Aufheben drum machen.

00:20:01: Das kann auch etwas ganz Kleines sein, aber die Intention ist ...

00:20:06: Wann trefft ihr euch?

00:20:06: Wenn jetzt jemand sagt, hey, das ist was für mein Kind oder vielleicht auch für mich, ich kann ja auch als Erwachsener irgendwie dazu stoßen zu euch, auch wenn ich dieses von klein auf gar nicht doch laufen habe, dann kann ich denn da Kontakt zu euch aufnehmen speziell in Reichholzried bei dem Fahrtfinderstamm.

00:20:24: Also bei uns in Reichholz-Riet sind die Gruppenstunden immer am Freitag Nachmittag von sechszehn bis achtzehn Uhr.

00:20:30: Und zwar direkt neben der Kirche kann man gar nicht verfehlen im ehemaligen

00:20:34: Pfarrhaus.

00:20:35: Da sind jetzt die Wölflinge, also von sieben bis elf oder zwölf.

00:20:39: Und die großen Pfadfinder, die sich da treffen, von elf bis siebzehn oder achtzehn.

00:20:44: Die Erwachsenen machen keine regelmäßigen Unternehmungen, sondern treffen sich dann immer für spezielle Fahrten oder Wochenendunternehmungen.

00:20:52: Oder zum Absprechen im Orga-Team dann wahrscheinlich.

00:20:55: Genau,

00:20:55: aber man kann immer jederzeit auch zu den Gruppenstunden einfach kommen nach Eichholzried.

00:21:00: Also muss man sich auch nicht unbedingt anmelden, einfach dann um sechzehn Uhr am Freitag da sein und dann kann man loslegen und reinschauen.

00:21:08: Also da kann ich jetzt kommen als Erwachsener und sagen, hey Leute, ich bin jetzt zu der Frischlinge oder ich würde ganz gern mal bei euch reinschnuppern.

00:21:16: Sophie, das ist möglich.

00:21:17: Du leitest ja selbst auch

00:21:18: ne Gruppe.

00:21:19: Ja genau, also wir haben da diese zwei Stunden in der Zeit, wo wir uns treffen, wo wir Spiele machen, Erprobungen ablegen.

00:21:27: und ja, man kann einfach dazu kommen, weil diese zwei Stunden miterleben, sich das anschauen und wenn man jetzt zu Reichholz riecht, nicht

00:21:34: als

00:21:35: Nächsten Ort hat, es gibt viele weitere Stämme auch, zum Beispiel in Wiegratsbad, in Türkeim, in der Nähe von Obergunsburg.

00:21:43: Wir haben auch eine Website, wo man sich das anschauen kann, welcher Stamm ist am nächsten, da gibt es so einen coolen Rechner, dann gibt

00:21:49: man

00:21:49: dort einen und findet den Stamm, der einem am nächsten ist.

00:21:53: Was steht so jetzt unmittelbar an?

00:21:55: Klar, wir haben jetzt Herbst, die große Jahresausfahrt, zeige ich ja mal, die war schon durch, aber euch findet man ja manchmal auch an so einem Stand auf den Weihnachtsmärkten.

00:22:05: Also ihr

00:22:06: verkauft

00:22:07: dann auch Plätzchen, das ist dann für die Gruppenkasse, oder?

00:22:10: Ja, das ist auch so, was man am Anfang als erstes denkt, gerade in England, verkaufen die Pfadfinder auch viele Plätzchen.

00:22:19: Wir hatten auch in Dietmannsried schon auch ein Stand am Weihnachtsmarkt.

00:22:22: Aktuell müssen wir das noch mal besprechen, ob wir dieses Jahr wieder dabei sind.

00:22:26: Am Diö-Zusahnen-Welt-Jugendtag werden wir auch einen Stand haben.

00:22:31: Jetzt

00:22:31: im Herbst

00:22:32: folgenden Winterlager, Herbstlager, gerade jetzt vergangenes Wochenende hatten wir das große LTR, das Treffen der Roten Stufe aus Bayern.

00:22:40: Waren wir auch Gründen wandern.

00:22:42: Da hat jetzt ihr ja tolles Wetter.

00:22:44: Am Samstag war ja, glaube ich, ein richtig tolles Berg- und Wanderwetter.

00:22:48: Es war wirklich wunderbar.

00:22:49: Wir waren

00:22:50: im Fuß des Gründens.

00:22:52: Manche haben einen Klettersteig gemacht

00:22:54: und

00:22:54: am Sonntag sind wir dann noch zum Gipfel vom Gründen.

00:22:58: War viel los auf dem Gipfel.

00:22:59: Ich glaube, der eine oder andere Wanderer hat noch mal gesagt, Wetter toll, Wanderschuhe an, oder?

00:23:04: Was steht bei den größeren Birgit, wenn ich dich jetzt zu den größeren, obwohl Sophia auch schon groß ist, ist da irgendwas geplant?

00:23:14: Oder blickt man auch jetzt so im letzten Quartal des Jahres schon?

00:23:20: Also

00:23:21: wir schauen auf jeden Fall schon.

00:23:22: Auf nächstes Jahr, im Winter ist ja immer mit dem Draußen sein, ja.

00:23:25: Es gibt immer über Silvester ein Skilager oder ein Lager, wo man mit Schneeschuhen sich auf eine Hütte trifft, dann gemeinsam Silvesterfeiert ins neue Jahr geht.

00:23:34: Wir machen vor Weihnachten immer gemeinsam mit allen von kleinen Biskos einen Waldadvent, quasi Adventsfeier, wo man

00:23:42: dann auch

00:23:42: Feuer macht und dann eben feiert auf Weihnachten zu.

00:23:48: Die Erwartung eben sich auf Weihnachten vorfreut.

00:23:51: Und nächstes Jahr ist er eben unser fünftigjähriges Jubiläum.

00:23:54: Da haben wir mehrere Aktionen.

00:23:56: Ein großes Fest am siebten März in Neu-Ulm, wo dann aus ganz Deutschland Fahrtwinder kommen, wo wir auch feiern und viel singen und uns freuen.

00:24:06: Und im Juni ist da eine große Wallfahrt geplant in der Nähe von Würzburg.

00:24:11: Zu solchen Anlässen sind auch immer alle, die interessiert sind, herzlich eingeladen, einfach mal zu schauen, wie läuft es bei uns.

00:24:18: Man findet das alles auf unserer Homepage www.kpe.de.

00:24:22: Dann kann man reinschauen, da findet man alle Termine und alles, was geboten ist.

00:24:27: Und es ist immer toll, wenn Leute nicht nur sagen, ja, schön, dass es Part von der Gip, ich weiß jetzt nicht genau, was es bedeutet oder vielleicht auch Vorteile haben, sondern wenn man einfach kommt und mal schaut und sieht, wie es ist.

00:24:38: Und dann kann man sich selber ein Bild machen.

00:24:40: Also wir freuen uns immer, wenn da Interessierte dabei sind.

00:24:43: Ich hoffe, wir haben den einer oder anderen Hörer neugierig machen können.

00:24:46: Ganz lieben Dank an Sophie Graf und Birgit Meier vom Pfadfinderstam Reichholzried,

00:24:52: die man sieht.

00:24:53: Danke schön.

00:24:53: Vielen Dank, dass wir da sein durften.

00:24:55: Das hat richtig viel Spaß gemacht.

00:24:58: Vielen Dank.

00:24:59: Gesund und vital durch den Tag.

00:25:02: Der Allgeuchelt-Kaffee-Clutch wurde euch präsentiert von der Bahnhofapotheke und dem Naturkostladen Pohr Natur im Herzen von Kempten.

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