Im Gespräch mit Alexander Klasen – Mobilität im Allgäu gestalten
Shownotes
Alexander Klasen, Betriebs- und Marktmanager der Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA), spricht über die Herausforderungen und Chancen des öffentlichen Nahverkehrs im Allgäu. Im Fokus stehen die Zukunft der Mobilität, moderne Technologien und die Frage, wie ein zuverlässiger Busverkehr im ländlichen Raum gelingt.
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00:00:02: Der Allgäuhit.
00:00:02: Kaffeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter
00:00:09: Hektik,
00:00:10: dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:00:14: Und bei uns geht's heute um ein Thema das wirklich eigentlich... Jeden betrifft.
00:00:18: Wie komme ich von A nach B, egal ob zur Arbeit zu Schule oder zum Einkaufen?
00:00:22: Gerade bei uns im Allgäu spielt der öffentliche Nahverkehr eine immer größere Rolle!
00:00:26: Ja und unser Gast heute ist Alexander Klassen.
00:00:29: er ist Betriebs- und Market Manager bei der Regionalverkehr Allgau GmbH.
00:00:33: kurz RVA Wunderschönen guten Morgen!
00:00:35: Ja gute Morgen folgt mich sehr dass sie da sein darf und endlich mal mein Radiogesicht voll zur Geltung bringen darf
00:00:41: Das ist doch ne schöne Sache.
00:00:42: das sind wir schon weil gespannt wie es ausschaut und zum Start Mal ganz spontan.
00:00:47: Gibt es denn irgendwie eine Buslinie, auf die du besonders stolz bist hier bei uns im Allgäu?
00:00:51: Ja, die Linie forty-fünf zum Beispiel verbindet das Naturwunder des Jahres zwanzig, die Breitachklamm mit Oberstdorf und den umliegenden Gemeinden und Orten.
00:01:02: Und da habe ich persönlich schon einige Fahrplanänderungen durchgeführt in den sechs Jahren, denen ich jetzt hier arbeite.
00:01:07: Das sind wir mal gespannt!
00:01:08: Wir tauchen gleich ein in dein Leben wie du dazu gekommen bist zu dem Job und generell was er auch ausmacht, dass du alles an deinem Arbeitsattack erlebst.
00:01:17: Einen schönen Donnerstagvormittag mit dem Kaffee klatschen und bei uns geht's heute um den öffentlichen Nahverkehr, mein Gast Alexander Klassen, S-Betriebs und Marktmanager bei der Regionalverkehr Algol GmbH kurz RVA.
00:01:28: Und wie schaut es denn außer Alexander?
00:01:32: Was macht dein Beruf eigentlich für dich aus?
00:01:35: also was würdest du jetzt sagen wenn du im Club bist und jemand kommt zu dir und sagt was machst du beruflich?
00:01:40: Also ich schaue in der Theorie, dass die Menschen auf der Straße von A nach B kommen und das so kurz wie möglich und natürlich angenehm wie möglich.
00:01:49: Spreche ich mache Fahrpläne und entwickle daraus dann die Dienstplänen, diese Disponenten wiederum auf die einzelnen Fahrer zuteilt.
00:01:58: Ja und letztlich kommt eben darauf an, dass das Ganze funktioniert.
00:02:02: Angepasst natürlich auf Jahreszeit oder Saisonzeit ist es speziell hier im südlichen Oberhalkoi der Fall.
00:02:08: ich brauche im November nicht das Angebot was ich zum Beispiel jetzt im Juli- und August brauche.
00:02:13: Das glaube ich auf jeden Fall.
00:02:14: aber du hast ja auch schon gesagt es klingt nach einem ziemlich großen Aufgabenfeld.
00:02:19: Betriebs- und Marktmanager.
00:02:20: Was gehört noch alles dazu?
00:02:21: Was du da im Blickfeld haben musst
00:02:24: Genau, wir entscheiden ja nicht spontan was wir morgen tun sondern wir haben natürlich auch Aufgabenträger die gewisse Bestimmungen erteilen und da eben verschiedene Art.
00:02:36: Und da bin ich zuständig das zu koordinieren.
00:02:38: Sprech mit denen über Wünsche Bedürfnisse.
00:02:41: Das ist natürlich auch sehr touristisch eben bei uns dass man schaut okay wie es gerade die Belegungszahl zum Beispiel im Kleinwalzer-Tal wo wir mit in der Verkehrskooperation den Walzer Bus betreiben Und eben, da müssen wir drüben entscheiden was getan wird und das natürlich nicht nur von heute auf morgen sondern im Voraus.
00:03:00: Im Prinzip ist es so wenn es auf der Straße ruhig ist habe ich viel zu tun in Büro und andersrum.
00:03:04: Okay klingt wirklich sehr spannend auch und war's denn schon so dass du von Kindheitstagen diesen Beruf wolltest?
00:03:11: aber wie kamst Du dazu also?
00:03:12: Wie kam es in die Richtung?
00:03:14: Ja der Bus wurde mir tatsächlich in die Wiege gelegt.
00:03:17: mein Vater und mein Bruder sind beide Busverkäufer gewesen Und ich habe auch in dieser Firma dann meine Ausbildung zumindest Friedkaufmann gemacht.
00:03:26: Und zwar durfte ich da nicht nur das Büro kennenlernen, sondern auch Lager und Produktion.
00:03:30: Das heißt, ich weiß tatsächlich auch wie man einen Bus produziert.
00:03:34: Das finde ich sehr spannend und das bringt mir natürlich jetzt für den heutigen Tagesablauf nichts.
00:03:40: aber dennoch ist es einfach eine gewisse Tiefe.
00:03:43: Und dann habe ich eben nach der Ausbildung als Disponent angefangen, hab mit Kunden gesprochen.
00:03:50: Hab Aufträge angenommen für den Reiseverkehr auch und freue mich jetzt eben nach vierzehn Jahren Dispontenterfahrung und sechs Jahre Teamleiter bei der FHA die neue Stelle als Betriebs- und Marktmanager quasi auszuführen.
00:04:07: Wie schaut's aus?
00:04:08: Sitzt du eigentlich Durchgehend im Büro, da hast du auch schon in deiner Karriere oder jetzt dann mit deinem neuen Job hinterm Lenkrad vom Bus sitzen dürfen.
00:04:17: Ja das ist meine große Leidenschaft die ich natürlich dann ausführe wenn zum Beispiel mein Kollege kurzfristig krank wird damit eben keine Fahrgäste auf der Straße stranden und hin und wieder mal wenn es personell etwas knapp ist mal an einem Samstag zum Beispiel fahre ich ein Dienst weil ich dann einfach auch sehe neben dem dass es meine Leidenschaft ist ob das was sich im Büroklad auch funktioniert Das ist eben oft so, dass ich merke das Zeiten die ich im Büro plan gar nicht einhaltbar sind.
00:04:46: Was war bis jetzt so dein größtes Highlight in deiner beruflichen Karriere?
00:04:52: Ja es hätte die WSCHIWM sein können, den natürlich dann leider wegen Corona zumindest ohne Publikum stattfinden musste.
00:05:05: Diese Ski, wenn es sind schon eines meiner Highlights, weil es natürlich auch auf wenige Tage konzentriert läuft.
00:05:11: Und ansonsten freue ich mich aber immer, wenn dann der jeweilige Dienstplan steht und einfach der Tagesablauf gut funktioniert.
00:05:20: Und ist das auch als Vorteil?
00:05:21: Wenn man jetzt, weil du hast ja gesagt, du weißt auch wie so ein Bus aufgebaut oder entsteht, ist es auch ein Vorteil in deiner Position sowas zu wissen dann.
00:05:28: Also könntest du jetzt theoretisch auch sagen okay, es streikt einen Bus, du könntest theoretisch selbst kurzfristig Hand anlegen
00:05:35: Ja, zumindest gewisse Dinge könnte ich machen.
00:05:38: Also ich könnte einen Reifen wechseln, eine Glühbirne wechselen zum Beispiel, gewisse technische Kniffe die ja heutzutage auch sehr modern ablaufen im Boardcomputer.
00:05:50: da kenne ich mich aus und bin natürlich auch immer interessiert weil wenn ein Fahrer zu mir kommt zum Beispiel wie gestern der Scanner hat nicht funktioniert mit dem er arbeiten muss.
00:05:59: dem habe ich erst gesagt, okay lass uns mal schauen ob es vielleicht später funktioniert.
00:06:03: Das kann ja immer mein Software-Problem sein.
00:06:06: Dann bin ich hin eben um dreizehn Uhr dreißig und hab ihm dann zum Glück helfen können.
00:06:11: das ist auch nicht immer klar und das freut mich dann eben weil letztlich die Fahrgäste zb mit der Mobilpass Algoi sich wieder einchecken konnten.
00:06:21: Und wie hat sich jetzt deiner Meinung nach in den letzten Jahren so ein bisschen der Nahverkehr gewandelt?
00:06:29: Ja, wir gehen natürlich oder wir sind tatsächlich vor fünf Jahren schon mit zwei Elektrobussen beim Ortsverkehr Oberstdorf eingestiegen.
00:06:38: Die RVA hatte eine neunzig sogar schon elektrische Busse im Orts- verkehr Oberstauff.
00:06:43: Das heißt die Zukunft hat bei uns sehr früh angefangen und ja das macht es natürlich auch spannend Und die Zukunft ist im Prinzip dass mehr Elektrobusse kommen und da sind wir drauf
00:06:57: gespannt Wir natürlich auch.
00:07:00: und gleich gucken wir auch ein bisschen hinter die Grünissen des Busverkehrs, weil das ist richtig spannend was du uns da bis jetzt schon erzählt hast.
00:07:07: Heute sind wir mit dem Bus unterwegs durch's Allgäu.
00:07:10: bei uns.
00:07:11: im Kaffeeklatsch ist zu Gast Alexander Klassen Betriebs- und Marktmanager bei der Regionalverkehr Allgau GmbH kurz RVA Und ihr befördert ja jährlich rund sechs Komma.
00:07:20: fünf Millionen Fahrgäste habe ich mal geguckt.
00:07:23: Das ist ja tatsächlich ganz schön viel.
00:07:26: Wer fährt da so am meisten mit, kann man das so sagen?
00:07:30: Ja, man kann sagen zu siebzig Prozent tatsächlich bei uns im südlichen Allgäu.
00:07:33: die Touristen, sei es Tages oder eben Urlaubs Gäste und dann sind natürlich auch Einheimische unterwegs zur Arbeit, zur Schule.
00:07:44: Das macht einem im Prinzip die letzten dreißig Prozent aus.
00:07:48: Und du bist ja für die Busfahrpläne sozusagen verantwortlich.
00:07:52: Wie viel Planung steckt hinter einem einzigen Busfahrplan, zum Beispiel für Kempten oder Sonntofen?
00:07:57: Genau.
00:07:58: Als ich vor sechs Jahren angefangen hat, starten die Pläne, weil logischerweise vorher auch Buse gefahren sind.
00:08:04: Das Tolle ist aber tatsächlich dass sich die Fahrpläne bei uns im eigenwirtschaftlichen Bereich selbst bestimmen kann.
00:08:11: natürlich gehe ich da nicht nach meinem gut dünken oder Würfel das aus, sondern ich gehe natürlich nach Bedarf.
00:08:16: Wir haben auch Fahrgastellernlagen und so weiter.
00:08:19: aber ich kann tatsächlich entscheiden fährt es der Bus um um achtzehn fünfunddreißig noch?
00:08:23: Oder fährt er vielleicht zehn Minuten früher da später?
00:08:26: Da geh ich natürlich immer auf die Fahrerwünsche ein wenn's möglich ist.
00:08:29: Apropos Fahrer-Wünsche was ist jetzt wenn zum Beispiel in der Früh kurzfristig ein Fahrer oder mehrere Fahrer sogar ausfallen krankheitsbedingt oder sei es auch wegen keine Ahnung anderer Motive?
00:08:40: Ja, dann bleiben die Fahrgäste stehen.
00:08:41: Ist es klar?
00:08:42: Nein natürlich nicht!
00:08:46: Das Stöne bei uns ist wir sind ab sechs Uhr da und haben auch eine Dienstantragskontrolle damit wir sehen welche Kollegen sind da oder welcher vielleicht nicht.
00:08:54: das ist ja nicht immer sein Fehler sondern es kann ja auch mal ein Übertragungsfehler, Software etc.
00:09:00: sein.
00:09:01: und dann springt tatsächlich einer von drei bis vier Mitarbeitern die im Büro sitzen aber einen Busführer schon haben ein wie es zum Beispiel gestern erst geschehen ist, damit eben keiner stehen bleibt.
00:09:12: Okay und generell nochmal kurz zu diesen Busfahrplänen Wie macht man das?
00:09:17: Also wie stellt man so einen und wie kann man sagen okay um die Uhrzeit ist es am besten wenn die Linie fünf dann jetzt zb bei der Zum-Anhälz?
00:09:26: Ja da muss ich sagen Es gibt natürlich eine Historie.
00:09:29: wie ich schon gesagt habe Die Fahrpläne standen ja bereits Und wenn du jetzt in diesem Job anfängst wirfst du denn nicht erstmales um?
00:09:36: weil Irgendwo hat das ja funktioniert, was da mal war und das heißt du optimier es eigentlich.
00:09:42: Wenn wir jetzt zum Beispiel wie im Fall Neue Ortsbus Oberstdorf einen komplett neues Konzept haben dann richtet sich im Prinzip der Aufgabenträger nach dem Bedarf macht umfragen und versucht dann im Prinzip nach den Wünschen der künftigen Fahrgäste zu agieren bespricht mit uns dann mögliche Fahrpläne die natürlich auch pausen Reinigungszeiten etc.
00:10:06: beinhalten müssen.
00:10:07: Apropos Wünsche von den Fahrgästen, was sind da so die meist geäußerten Wünschen, die zu euch gelangen?
00:10:13: Ja unsere Haltestellen sind immer an den falschen Stellen.
00:10:18: Wieso das also?
00:10:19: mit welcher Begründung?
00:10:21: Ja, zum Beispiel gibt es natürlich Gebiete wo wir keine Haltestellen haben.
00:10:26: Wo vielleicht neue Wohngebiete entstehen und der Prozess einer neuen Haltesstelle ist leider sehr lang.
00:10:34: Zumal wir jetzt ja auch durch die Rollschuhfahrer zum Beispiel Anforderungen haben dass sie haltestellen barrierefrei sein müssen.
00:10:44: Das ärgert mich manchmal auch ein bisschen weil man dann eher keine Haltung macht als eine die vielleicht nicht barrierenfrei.
00:10:50: Okay, warum ist es so kompliziert für eine Haltestelle sozusagen aus dem Boden zu stampfen?
00:10:55: Anführungszeichen was muss da alles erledigt werden.
00:10:59: Ja früher hat man einfach die Haltesten den Halteschön-Mast hingestellt und hat da eine Haldestelle errichtet als im Bordsystem angelegt damit der Fahrer, die natürlich auch findet zur richtigen Zeit Und heute muss in der Regel um eine neue Haldesstelle einrichten können da eben diese behinderten gerechte Einrichtung vorhanden sein.
00:11:20: Okay, und das wird dann auch ein bisschen bürokratisch wahrscheinlich schwieriger sein wie früher nur mit diesen einzelnen Schildern, die man aufgestellt hat.
00:11:27: Gibt es denn vielleicht auch Mitfahrgästen, die jetzt gewünscht sind?
00:11:31: Dann haben wir generell Geschichten aus dem Bussalltag, die euch so häufiger widerfahren oder die ihr besonders in Erinnerung geblieben seid?
00:11:38: Ja!
00:11:39: Ich meine, wir sind alle mal gestresst.
00:11:40: Das ist selbstverständlich und passiert jedem.
00:11:43: aber generell wäre es mir einfach wichtig dass man ein bisschen respektvoller mit unseren Busfahrerinnen umgeht Weil die machen in der Regel einen sehr, sehr guten Job.
00:11:51: Und klar, nicht jeder Mensch fährt Fehler frei und da brauchen wir auch nicht erwarten.
00:12:00: Da wäre es einfach wichtig, auch Verständnis zu zeigen.
00:12:03: Auch wenn sich vielleicht mal wieder länger dauert, wenn sechzig-siebzig Personen gleichzeitig in den Bus einsteigen wollen dann eben die Geduld manchmal mitzubringen!
00:12:12: Apropos Geduld.
00:12:14: Es gibt ja auch so ein bisschen, manchmal Leute die sagen es gibt vielleicht etwas Nachholbedarf im ländlichen Raum mit dem Nahverkehr weil bei uns in Kempten ja da läuft eigentlich relativ gut aber außerhalb da gibt's vielleicht noch das eine oder andere zum nachmärzeln.
00:12:27: darüber reden wir aber gleich in ein paar Minuten.
00:12:32: der Allgäu Hit Kaffee Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern Stundenweise Zuwendung statt getakteter
00:12:39: Hektik.
00:12:40: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:12:45: Wir sind
00:12:45: heute auf vier Rädern unterwegs, auf dem Bus sozusagen weil bei uns ist zu Gast Alexander Klassen, S-Betriebs- und Marktmanager bei der Regionalverkehr Allgäusch GmbH.
00:12:54: Und Alexander ich weiß es jetzt ein bisschen eine komische Frage oder Fies vielleicht.
00:12:58: aber wenn du jetzt entscheiden müsstest, Bus oder Bahn?
00:13:03: Ja die ist tatsächlich fies, aber ich würde's tatsächlich den Bus nehmen.
00:13:07: Ah, weil ich ihn selber bedienen, fahren und beherrschen kann.
00:13:11: Und Niklas, ich kann auch viel sein ein Bus hat mindestens sechs Räder!
00:13:16: Okay okay... Das war ein gutes Konter.
00:13:19: Aber wir sprechen gleich über eine Situation oder eine Thematik, die tatsächlich einige betrifft.
00:13:26: Es geht um den Nahverkehr dass da vielleicht noch ein bisschen besser ausgebaut werden kann weil in den Städten da läuft es ja eigentlich ganz gut auch bei uns im Allgäu aber auf dem Land haben Da muss man manchmal ein bisschen länger aufm Bus warten.
00:13:37: Ich bin gespannt was du für Lösungen für uns hast.
00:13:40: Ja, mit dem Bus unterwegs zu sein ist auf jeden Fall was richtig cooles.
00:13:43: Weil man natürlich auch vielleicht nebenbei noch ein paar Sachen erledigen kann oder natürlich auch der Umwelt ein bisschen dazu beisteuert dass es ein bisschen umweltverträglicher ist.
00:13:51: aber Alexander viele sagen ja das ist in Städten zum Beispiel bei uns im Campen mit den Anbietungen relativ gut funktioniert oder ganz gut.
00:13:58: Aber sobald man halt auf einem Land unterwegs ist oder wohnt ist man ohne Auto eigentlich oft aufgeschmissen.
00:14:03: Kannst du diesen Eindruck nachvollziehen in deiner Position
00:14:05: jetzt?
00:14:07: Zum Teil, wir sind ja in Oberstofen im Kleinwalterteil durchaus auch ländlich.
00:14:11: Aber ÖPNV ist natürlich immer da sehr gut wo auch die Nachfrage gut ist.
00:14:16: Wir haben zum Beispiel auf der Linie eins von Oberstorf nach Bad ein zehn Minuten-Takt aktuell mit Gelenkbussen und haben trotzdem noch verstärker Busse weil der Bedarf einfach so groß ist.
00:14:28: Und dann habe ich als Nutzer den Vorteil, ich stelle mich an die Haltestelle und warte auf dem nächsten Bus ohne dass sich auf den Fahrplan gucken muss Natürlich irgendwo zwischen Oberstdorf und Kempten, da schaut es etwas dünner aus.
00:14:39: Da gibt's den Schülerverkehr und vielleicht weil es irgendwann in der Vergangenheit mal den Bedarf gab irgendwelche Einkaufsverkehre nenne ich das wo zum Beispiel Dienstags- und Freitags ein Dorf XY an zb Immelnstadt angeschlossen wird damit einfach die Gäste, die älteren vor allem die zum Beispiel kein eigenes Auto mehr haben auch zum Einkaufen kommen.
00:15:01: Und woran liegt es, dass man sozusagen jetzt nicht sagen kann, okay, man stockt einfach die Anbietungen auf dem ländlichen Raum aus?
00:15:08: Also was ist da aktuell noch die größte Schwierigkeit oder Hürde zu überwinden.
00:15:13: Ja das sind natürlich durchaus die finanziellen Hürden weil zum Beispiel das Landratsamt solche Verkehre dann ja auch finanzieren müsste und auch die müssen natürlich auf ihre Mittel achten und sie setzen ihre Mittel natürlich dort ein wo's eben sinnvoll macht, sinnvoll ist.
00:15:31: Aber es wird sich da auf jeden Fall verbessern.
00:15:34: Es gibt ja dieses Mobil-Drei-Fünfundsechzig, wo man sich nochmal alle Linien anschaut und eben guckt, wo er Verbesserungen durchführen kann dann auch mit den öffentlichen Mitteln.
00:15:49: Hier dann das Nutzerverhalten oder das Nutzerelebnis etwas besser zu machen.
00:15:53: Okay, und wo siehst du jetzt aktuell noch so ein bisschen bei uns im Allgäu jetzt den größten Nachholbedarf?
00:15:58: bei den Verbindungen, Tagzeiten oder vielleicht auch bei den Anschlüssen?
00:16:02: Tatsächlich in ländlichen Gebieten zum Beispiel Missen... Die Polls, da gibt es schon relativ wenig abgesehen von Schülerverkehren.
00:16:15: Was sehr gut ausgebaut wurde ist so die Achse oder die Verbindung E-Menschad Werthach.
00:16:21: Da gibt's sehr viele Verbindungen auch an Sonnenfeiertagen zum Beispiel.
00:16:26: Ich denke aber auch dass uns in Zukunft der On-Demand-Verkehr helfen kann und wird das man bedarfsgerecht Busse fahren lässt auf Bedarf oder
00:16:37: Anruf
00:16:38: Weil es macht keinen Sinn, einen großen Bus auf einer Strecke fahren zu lassen wo am Ende fünf Leute einsteigen.
00:16:43: Das ist klar.
00:16:44: aber wer ist denn vielleicht auch so mit dieser Lösung denkbar dass man vielleicht auch die späteren Stunden dann so irgendwann taktet jetzt in Sicht auch aufs Wochenende.
00:16:53: da sind ja auch viele vielleicht unterwegs mit Party etc.
00:16:56: pp.
00:16:57: die dann auch gerne vielleicht mal ein bisschen tiefer ins Glas schauen und dann
00:17:00: nichts
00:17:01: teurere Taxi oder uberzahlen wollen und würden gerne mit dem bus dann wieder nach Hause kommen zum Beispiel oder mit der Bahn.
00:17:07: Genau, das gibt es zum Teil schon.
00:17:10: Auf der Linie Eins haben wir das eingeführt von Oberstdorf nach Bad.
00:17:13: Da fuhr bisher der letzte Bus um einundzwanzig Uhr und da fährt jetzt eben nochmal einer um zwanzig uhr vierzig Von Oberstorff in Slamwalzertal Und kann natürlich die Gäste, die dann dort etwas mehr getrunken haben noch reinbringen oder halt auch die Schichtarbeiter etc.
00:17:31: Es ist eben so dass im ländlichen Bereich nicht so der Bedarf da ist und natürlich dementsprechend Die Mittel bisher eben für andere Gebiete ausgegeben wurden.
00:17:41: Aber das liegt, denke ich jetzt in der Zukunft, dass sich das ändern
00:17:45: wird.
00:17:45: Kann es auch sein, dass man vielleicht im ländlichen Raum zum Beispiel die Leute noch ein bisschen so sensibilisieren müsste?
00:17:51: Wenn das Angebot jetzt dann käme und genutzt wird, weil sie es bis jetzt gar nicht auf den Schirm hätten oder haben, dass es das überhaupt geben könnte, dass sie wirklich jetzt keine Ahnung noch irgendwo feiern gehen auch in ihr kleines Vierhundert Einwohner Dorf oder so mit dem öffentlichen Nahverkehr zurückkommen?
00:18:09: Genau, das ist ein bisschen dieses Hennerei-Prinzip.
00:18:11: Wenn du natürlich einen super Traktverkehr hättest dann würden die Gäste auch umsteigen.
00:18:15: und das hat man zum Beispiel so ein bisschen am Ringbus gesehen der also bei uns im südlichen Bereich im Innenstadt Sonntofen und die umliegenden Dörfer verbindet.
00:18:25: Das dauert aber ich kann nicht sagen oder erwarten Ich fahre jetzt den Bus und innerhalb von vierzehn Tagen steigen alle vom Auto um.
00:18:33: Weil die Entscheidung glaube ich vom Auto umzusteigen auf dem Bus, das dauert einfach.
00:18:38: Und wie schafft man es die Leute so ein bisschen zu sensibilisieren?
00:18:42: irgendwie vielleicht mit Werbung auf Social Media oder wie geht ihr da jetzt zum Beispiel vor?
00:18:49: Genau, wir haben natürlich Werbung.
00:18:51: Letztlich obliegt das natürlich auch ein bisschen den Aufgabenträgern mit uns gemeinsam.
00:18:56: und ich sage es mal da wo wir unterwegs sind ist halt der Bedarf schon da größtenteils durch die Touristen, durch die touristischen Angebote natürlich auch eben wie die Breitaktlammen oder Bergbahnen
00:19:07: etc.,
00:19:08: da macht's natürlich die ganze Geschichte einfacher.
00:19:11: und da wo es noch ein bisschen dünner gesät ist wird man das aber auch sicherlich dann demnächst ihn kriegen.
00:19:18: Apropos demnächst, gleich schauen wir auch ein bisschen so in die Zukunft was so auch geplant ist hinsichtlich neue Verbindungen aber natürlich auch umwelttechnisch weil da es ja bei den öffentlichen Personen Nahverkehr natürlich auch einiges schon geboten und in der Planung.
00:19:33: Ich sag's jetzt noch mal ganz speziell, wir sind heute auf sechs Rädern unterwegs.
00:19:36: Wie du es mir vorhin schon gesagt hast.
00:19:37: Wir haben hier zu Gast Alexander Klassen als Betriebs- und Marktmanager bei der Regionalverkehr Allgäu GmbH.
00:19:44: Und du hast es ja vorhin auch schon mal ganz kurz angeschnitten Zukunftspläne, Umweltfreundlichkeit?
00:19:50: Wie ist denn da der aktuelle Stand beim öffentlichen Personennahverkehr im Allgäusch?
00:19:56: Ja, wir haben jetzt oder ich selbst habe vorgestern einen weiteren Elektrobus eben für den Ostbus Oberstdorf abholen dürfen.
00:20:03: Das war eine ganz spannende Geschichte weil ich tatsächlich von Mannheim wo der Bus hergebaut wird bis Oberstorf gefahren bin und mit dreißig Prozent Akku stand an kam.
00:20:16: das war nicht immer während dieser Strecke ganz selbstverständlich aber das zeigt tatsächlich wie leistungsfähig auch die neue Batterie Technologie ist und gibt uns wirklich auch die Freiheit diese Busse da einzusetzen, wo wir auch bisher einen Dieselbus einsetzen würden.
00:20:33: Und was für eine spezielle Rolle spielt künftig dann auch Elektro-Busse?
00:20:40: Wie gesagt Deiner Meinung nach im öffentlichen Personennahverkehr im Allgäu wird es irgendwann so sein dass man sagt okay Es wird gar keine anderweitigen Bussen mehr geben wenn sie in Diesel.
00:20:50: Ja, das wird so kommen.
00:20:51: Es fällt irgendwann noch eine andere Technologie vom Himmel.
00:20:55: Ich kann natürlich jetzt keine Jahreszahl sagen wie es die Politiker tun weil ja natürlich arbeiten wir an dem Konzept der Elektromobilität aber wir haben allein im Standort Oberstdorf zum Beispiel thirty-fünf Fahrzeuge und die kann man nicht von jetzt auf gleich aushauschen Weil sowohl ein Bus natürlich auch ne Laufzeit zwischen acht und zwölf Jahren bei uns hat geht dann natürlich nochmal in den Zweitmarkt.
00:21:20: Was ich aber sagen kann ist, wir haben eine komplette Euro-Sexflotte.
00:21:24: das heißt wir haben hier schon sehr umweltfreundliche Dieselmotoren, haben aber am Standort Füßen letztes Jahr tatsächlich Gelenkbusse auch bekommen also Elektrogelenkbusse und haben da jetzt schon sechs Elektrobusse insgesamt im Einsatz.
00:21:42: Und wie ist das Feedback jetzt?
00:21:43: nicht nur von den Fahrgästen, sondern vor allem auch von denen die es werden müssen als so eine Busfahrer und Fahrerinnen?
00:21:48: Haben die gute Erlebnisse bis jetzt gehabt mit den Elektrobussen oder sagen sie müssen ein bisschen in der Umstellung.
00:21:54: Also Niklas du hast beim Bus den Vorteil dass der Motor mindestens zwölf Meter hinter dir sitzt.
00:22:00: Okay Beim Gelenkbus sogar achtzehn Meter.
00:22:01: Das heißt du hast ihn nicht so präsent und laut.
00:22:04: Das heisst der Unterschied zum Fahren ist eigentlich sehr gering was uns aber auch gut in die Karten spielt, weil wir keine große Umgewöhnungsphase haben.
00:22:14: Das Cockpit, die Bedienung ist eigentlich zu neun-neinzig Prozent gleich und generell haben wir aber gutes Feedback, weil wird zum Beispiel auch diese Busse vorklimatisieren oder heizen können.
00:22:24: Das heißt der Fahrer kommt dann auch zum Beispiel zur Spätschicht und findet dann schon ein klimatisiertes Fahrzeug.
00:22:31: Das ist natürlich ein guter Komfort.
00:22:32: Muss natürlich auch mit dabei sein, muss ja weiter sich das Ganze entwickeln.
00:22:36: Wie schaut es denn aus im Punkt du Solar spielst?
00:22:37: Ist bei euch schon eine Rolle oder sind Planungen für die Zukunft mit mehr Elektrobussen?
00:22:42: Ja man plant das.
00:22:43: natürlich kommt jetzt noch ein bisschen drauf an wie schnell der Ausbau vorangeht.
00:22:50: Der Flaschenhals bei der Geschichte ist oft natürlich dann die Stromversorgung.
00:22:53: Das muss man jetzt eben nach und aufbauen.
00:22:56: aber wir planen derzeit eine Erweiterung tatsächlich für weitere Elektrobüsse.
00:23:01: Und was würdest du jetzt vielleicht Menschen sagen, die jetzt gesagt haben okay sie sind seit Jahren nicht mehr im Bus gewesen.
00:23:08: Warum sollten Sie es unbedingt mal wieder probieren?
00:23:11: Ja gerade bei den aktuellen Temperaturen steige ich immer in ein klimatisiertes Fahrzeug ein.
00:23:16: das ist zum Beispiel ein großer Vorteil und nicht ins heiße Auto.
00:23:19: dass sich natürlich mal drei vier fünf Minuten warten muss wenn ich an der Brusthaltestelle stehe ist selbstverständlich aber ich kann ja während der Fahrt aufs Handy schauen.
00:23:28: Ich persönlich fahre auch mit dem Bus zur Arbeit.
00:23:31: Das ist ganz spannend, weil ich natürlich sehe wie läuft das so und genieße es auch mal die Augen zu machen zu
00:23:37: können.
00:23:38: Absolut!
00:23:39: Und du persönlich auf was bist du am meisten ein bisschen besonders stolz in deinen bis jetztigen Arbeits- oder Karriere?
00:23:49: Ich bin sehr froh dass sich das was ich erstelle im Büro auch tatsächlich ausführen darf.
00:23:55: Das wäre für mich nicht so schön, wenn ich etwas mache was ich nie selber ausführen kann.
00:24:02: Wenn ein Busfahrer zu mir kommt und sagt die Kurve ist zu eng da komme ich nicht hoch dann sage ich ok habe ich letzte Woche geschafft oder ich sage komm lass uns das gemeinsam anschauen.
00:24:14: Und gerade auch bei neuen Strecken schaue ich mir das persönlich an und gucke eben ob es möglich ist.
00:24:19: und ich finde auch dass dabei in der Regel was Gutes für den Busfahrern und Fahrgäste rauskommt.
00:24:25: Okay, und wo würdest du so ein bisschen in Richtung Schluss die RVA so in fünf oder zehn Jahren sehen?
00:24:31: Also was ist so deine Vorstellung.
00:24:35: Ich träume ja seit längerem schon davon wenn ich aus meinem Bürofenster raus schaue keine Dieselmotoren zu hören.
00:24:42: gerade wenn man telefoniert usw.
00:24:44: Merkt man das tatsächlich schon wenn ein Dieselmotor gestartet wird.
00:24:48: Ich denke schon dass wir da sehr einen ruhigen Betriebshof sehen und eben uns in der Elektromobilität natürlich.
00:24:55: Man muss dazu sagen, ein Elektrobus kostet das ungefähr zwei bis drei Fache eines Diesel-Buses und das macht es uns jetzt nicht so leicht, das so schnell umzusetzen.
00:25:07: Aber wir werden trotzdem ein leistungsstarker ÖPNV-Partner sein und hoffentlich auch zur WM-Aberstorf wieder Mobilitätsdienstleister sein.
00:25:19: Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, dass da alles gut läuft.
00:25:21: Dass da nichts mehr dazwischen kommt.
00:25:23: dann und an der Stelle sage ich vielen Dank für den Einblick in den öffentlichen Nahverkehr bei uns im Allgäu und fand es sehr schön, dass du bei uns warst Alexander Klassen.
00:25:31: er ist der Betriebs- und Marktmanager bei der Regionalverkehrallgäuer GmbH kurz RVA.
00:25:36: Danke schön das ich da sein durfte und schönen Tag
00:25:38: noch!
00:25:49: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.
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