Gemeinsam Zukunft gestalten – Zu Gast: Florian Stowasser und die Vision von Tagwerk27
Shownotes
In dieser Kaffeeklatsch-Folge spricht Florian Stowasser über das Projekt Tagwerk27 und seine Vision für Marktoberdorf. Mit einer Bürgergenossenschaft soll ein alter Bauernhof zu einem lebendigen Ort für Begegnung, Gemeinschaft und neue Ideen werden. Wir sprechen über bürgerschaftliches Engagement, nachhaltige Entwicklung und darüber, wie Menschen gemeinsam ihre Heimat aktiv mitgestalten können.
Eine inspirierende Folge über Zukunft, Zusammenhalt und den Mut, Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.
Transkript anzeigen
00:00:02: Heute haben wir einen Mann zu Gast, der eine große Vision für Markt Oberdorf-Harte Florian Stowers ist.
00:00:19: Bei mir ist Servus schön, guten Morgen!
00:00:20: Guten Morgen, schön dass ich da sein darf.
00:00:22: Gerne, du bist der Insiziator des Projekts Tagwerk XXII.
00:00:26: Erklär uns doch mal kurz in zwei Sätzen bevor wir dann reinsteigen... Was is das?
00:00:31: Tagberg-Siemenundzwanzig ist eine Bürgergenossenschaft, die in der Innenstadt in Magdoberdorf einen alten Bauernhof wiederbeleben möchte mit
00:00:39: Handwerk.
00:00:40: Das klingt richtig, richtig interessant.
00:00:42: Gleich mehr dazu hier im Kaffeklatsch!
00:00:44: Der Allgäu-Hit-Kaffeeklatch heute mit Florian Stowasser, Initiator des Projekts Tagwerk-Siebenundzwanzig.
00:00:49: Du hast uns ja gerade schon kurz ein bisschen so erzählt Es ist eine Bürgerngenossenschaft die an einem alten Bauernhof neues Leben eintauchen möchte oder einhauchen möchte in Magdoberdorf.
00:00:57: Aber sag mal ganz genau was steckt jetzt hinter Tagwerk siebenund zwanzig und vor allem auch hinter diesen Namen?
00:01:02: Was hat's damit auf sich?
00:01:04: Also das Tagwerk Siebenund Zwanzig da kommt der Name daher.
00:01:09: Wir haben uns einfach gedacht, Tagwerk ist eine alte Begrifflichkeit, die so ein bisschen in Vergessenheit gegangen ist.
00:01:13: Und zu dem Hof haben tatsächlich siebenundzwanzig Tagwerke in der größten Ausformung gehört und dann als Magdoberdorf noch keine Straßennamen hatte war das die Hausnummer sieben und zwanzig in Magdo-Oberdorff.
00:01:24: daher kommt der Name.
00:01:27: Die Genossenschaft hat einfach die Idee dass man diesen Hof eben wieder mit Leben erfüllt.
00:01:34: Das ist ein sehr alter Hof aus dem fünftzehnten Jahrhundert.
00:01:39: Der Hof soll einfach der Öffentlichkeit wieder zugenlich gemacht werden, das Denkmal geschützt.
00:01:43: Und da gab es die Idee, dass man da Handwerk, also unter Handwerk stellen wir uns vor, dass es so kleines Handwerk ist, also dass jemand dort töpfert und ein Glasbläser ist interessiert, dass er ein kleines Café reinmacht im Biergarten Wörl in dem Markt Oberdorfer unbedingt wieder haben.
00:02:00: So was gibt's momentan in der klassischen Form nicht mehr.
00:02:04: und dann noch Übernachtungsmöglichkeiten rein.
00:02:06: Und so wollen wir das Ganze dann eben mit Leben
00:02:08: füllen.".
00:02:09: Das klingt auf jeden Fall sehr interessant!
00:02:11: Wie viele sind jetzt schon sozusagen an Bord gesprungen?
00:02:14: Du hast gerade gesagt, schon ein Glasbeesers interessiert – wer ist noch schon dabei?
00:02:18: Von Handwerkern.
00:02:20: eine Patisseurin hat gezeichnet.
00:02:22: Glasbeser haben er tatsächlich zwei in Messerschmied, hat großes Interesse bekundet, dass sie damit machen möchte.
00:02:30: Eine Ölmühle hat Interesse gekündigt.
00:02:34: Tröpfels rein quasi, wer da Interesse hat.
00:02:36: Für die ist natürlich aber momentan auch schwer vorzustellen wie das Ganze mal aussieht.
00:02:40: Ja, apropos wie schaut es denn dann aus?
00:02:42: Ist ja schon interessant also kann man sich das vorstellen.
00:02:44: Also die Leute arbeiten da ganz normal und gibt's einen Kaffee und können einfach interessierte Anmeldung oder nicht dann vorbei kommen und den ein bisschen so über die Finger gucken und bei der Arbeit zuschauen.
00:02:55: Es ist ja so'n bisschen in Vergessheit geraten was so'nen Handwerker macht.
00:03:00: oft werden sie ja Kunsthandwerke genannt.
00:03:02: Die Idee ist auf jeden Fall, dass die dort arbeiten.
00:03:05: Also das man dort jederzeit vorbeikommen kann.
00:03:09: Klar soll es irgendwie so fünf Tage die Woche brauchen auch mal frei offen sein.
00:03:14: aber dann sollen die Leute einfach kommen können die hiesigen und auswertigen und können einfach sehen wie zum Beispiel gewebt wird wie viel Arbeit das ist warum ein Produkt diesen Wert hat Und einfach dann diese Grätsche, weil normal momentan ist es ja so die Kids bestellen mit einem Klick im Internet und das günstigste wird halt gekauft.
00:03:33: Und so kann man wieder zeigen.
00:03:35: Pass mal auf der sitzt da irgendwie zwölf Stunden am Webstuhl.
00:03:39: Das kann nicht für fünfzig Euro über den Tisch gehen des Ganzen.
00:03:43: Absolut!
00:03:44: Wie kamst du jetzt ausgerechnet auf diesem Bauernhof?
00:03:46: Also wie ist diese Location da entstanden?
00:03:48: also...
00:03:50: Also ich besitze eine Cocktailbahn Magdoberdorf, die ist da quasi in diesem Viertel.
00:03:54: Das ist so ein ganz altes Industrieviertel wo eine Bleizugmaschinenfabrik, ne Turmuhren-Fabrik war und eben dieser Bauernhof.
00:04:02: Dieser Bauernhoff war schon immer so n bisschen auch handwerklich angehaucht.
00:04:06: also das war nie so'n reiner Milchviehbauernhof sondern dort waren dann schon immer irgendwie Malermeisterin der in dem Austragshäusle untergebracht und so Da habe ich mir einfach Gedanken gemacht.
00:04:20: Ich war in Eindhofen mal, hab einen Freund besucht, dort gibt's Phillipswerke die alle stillgelegt sind und die haben das ganz toll gemacht und haben dort quasi viele kleine Läden untergebracht.
00:04:30: Das fand ich so ganz spannend und dachte ja es wäre was für dieses Areal.
00:04:34: Hab mich dann weiter umgehört und bin dann quasi im Urlaub auf die Genussmanufaktur aufmerksam geworden.
00:04:39: Im Zuge dessen habe ich Kontakt zu Herrn Skrodski gesucht der das Ganze gegründet hat Und der hat mich dann weiterhin beraten dazu und dann haben wir das ganze Modell so aufgebaut, wie ich es gerade erklärt habe.
00:04:54: Also war's von Anfang an schon eine Idee von dir?
00:04:56: Dass es sozusagen ein Bürgerprojekt wird oder war es am Anfang ein bisschen kleiner gedacht?
00:05:01: Es war eine Mischung!
00:05:01: Das hat sich immer wieder hin- und herbewegt dadurch dass ich aber den Herrn Skocci und auch nicht mehr im Amt befindlichen Bürgermeister auf die Seite gestellt bekommen haben, die gesagt haben hey wir wollen unbedingt so ne Genossenschaft, sie finden das toll Bürger was für Bürger machen.
00:05:18: Wir hoffen uns natürlich auch, dass die Leute dann natürlich entsprechend stolz auf diese Genossenschaft bin und sagen hey ich bin Teil dieser Genosschaft!
00:05:26: Ich gehe dahin mit meinen Freunden, mit meinem Bekannten weil das Geld ist da ich da rein stecke es kommt quasi mir zugute beziehungsweise der ganzen Stadt zu gute.
00:05:36: und so habe ich's halt ein bisschen in der Hand.
00:05:37: und so ist dann entstanden das wir gesagt haben okay muss eine Genossenschaft werden
00:05:41: Okay.
00:05:41: Und als du jetzt Mitte, zwanzig-vierundzwanzig das ganze vorgestellt hast?
00:05:45: Wie war so die erste Reaktion der Menschen?
00:05:47: Gab es da schon welche dann am Anfang gleich?
00:05:50: Es sind definitiv sofort Leute dabei gewesen.
00:05:54: Ich habe mir einen Team suchen müssen.
00:05:56: Sowas stimmt man ja nicht alleine.
00:05:58: also ich bin quasi nur der, der halt am Anfang gesagt hat und eine spinnerte Idee hatte.
00:06:03: und dann hab' ich aber sofort Mitstreiter gefunden.
00:06:05: Die gesagt haben hey super lass uns das wuppen gemeinsam weil man es halt alleine auch nicht schaffen kann.
00:06:14: Apropos,
00:06:15: was motiviert dich denn jetzt so persönlich so viel Zeit und auch Herzblut in dieses oder so einem Projekt zu stecken?
00:06:20: Also wie kam das?
00:06:22: Es ist immer so dass es mich schon ein bisschen traurig macht wenn man so Leerstände sieht oder eben so alte Höfe verfallen sieht.
00:06:28: Das ist ja schon eine Historie und man kann da einfach tolle Begegnungsplätze schaffen.
00:06:35: die Gesellschaft wird immer ein bisschen egoistischer Und wenn man halt so Plätze schafft bzw.
00:06:41: gemeinsam zeigt, man kann so Projekte auf die Beine stellen das schweißt halt dann schon ein bisschen wieder zusammen würde ich sagen.
00:06:47: Absolut und für wen der Ort noch speziell bestimmt ist das klären wir gleich.
00:06:52: aber jetzt gibt es erst wieder ein bisschen Musik und wir gönnen uns einen kleinen Schluck Wasser oder?
00:06:57: Einem alten Bauernhof neues Leben einhauchen.
00:07:00: Das möchte Florian Strohwasser initiator des Projekttagwerks siebundzwanzig Und du hast ja jetzt auch schon gerade vorhin so ein bisschen von einem Treffpunkt für die ganze Stadtgesellschaft und darüber hinaus gesprochen.
00:07:12: Wie stellst du dir jetzt den Ort, den du gerade zum Aufbauen bist zu einigen Jahren vor?
00:07:16: Also was ist ja so dein größter Traum?
00:07:19: Mein größter traum ist quasi das der Hof steht in diesem Areal drinnen.
00:07:25: Mein größer Traum ist dass die Leute da einfach von den Plätzen hin und her laufen können pendeln können alles entdecken können Ich einfach auch mit meinen Kindern dort gerne Zeit verbringen, auch andere das machen.
00:07:38: Also dass es halt einfach ein neuer Treffpunkt wird.
00:07:41: Und du hast ja vorhin schon kurz gesagtes soll Handwerk Kultur Gastronomie und alles zusammen so ein bisschen finden.
00:07:47: aber wie kann das jetzt gut zusammen passen?
00:07:49: also Gastronomie und Handwerk in einem Haus?
00:07:53: Naja es gibt natürlich Synergieeffekte in dem Fall weil die Leute sollen nicht irgendwie für eine halbe Stunde kommen sondern sie sollen da wirklich länger bleiben wollen.
00:08:05: Dafür macht es halt immer gemütlicher, wenn's auch was zum Essen und zum Trinken gibt.
00:08:09: Apropos Essen und Trinken?
00:08:11: Es gibt ja auch Veranstaltungen dann vielleicht mal vor Ort.
00:08:15: Gab's denn bis jetzt schon Veranstaltung in... Ich meine das projektiert sehr als seit Jahrzehnte, vierundzwanzig so ein bisschen am Laufen.
00:08:20: oder sind zukünftige Veranstalten geplant?
00:08:24: Wir haben schon einiges gemacht.
00:08:25: also wir hatten tatsächlich letztes Jahr im Herbst eine ganz tolle Veranstaltet mit einem Künstler zusammen.
00:08:31: der hat Eine Woche, also zehn Tage bespielt.
00:08:34: Zwei Wochenenden und in der Woche dazwischen mit Theateraufführungen mit wirklich einer durchlaufenden Kunstausstellung wo er Räume unterschiedlich bespielt hat, mit anderen Künstlern zusammen.
00:08:45: Also auch nicht eben alleine sondern hat er kooperiert, hat mit einem Regisseur gearbeitet.
00:08:52: Wir haben Abende gemacht mit Musik.
00:08:54: wir haben Pizzaofen hingestellt dass wir gesellschaftlich einfach irgendwelche Aktionen machen Könnt es werden, wenn ihr mitmacht.
00:09:03: Apropos Pizzaabende, Konzerte oder vielleicht auch Weihnachtsmarkt Welche Resonanz hast du denn bisher von diesen Aktionen mitbekommen?
00:09:11: Von den Gästen?
00:09:14: Die Gäste die vorbeikommen sind natürlich sehr aufgeschlossen.
00:09:18: Es gibt natürlich den einen oder anderen der sagt also man ist diese Genossenschaft Man kauft diese Anteile Und wir wollen da ja dann doch tausend Euro pro Anteil haben das ist für viele eben dann doch Viehgeld, also die sagen dann naja ich finde das toll aber das Geld ist mir zu viel.
00:09:36: Das habe ich gerade nicht übrig.
00:09:38: und dann sagen wir natürlich ja du musst ja nicht das Geld geben mach doch einfach mit sei da kannst dich anderweitig engagieren da drinnen.
00:09:46: es ist nicht zwingend notwendig dass jemand der Geld gibt vor allem wenn er's braucht selber
00:09:51: absolut.
00:09:52: was wünschst du dir persönlich wenn jetzt ein Besucher nach einem Abend oder so vom Tag weg siebenundzwanzig nach Hause geht?
00:09:58: Was soll er mitnehmen?
00:10:00: dass er wiederkommt, das ihm gut gefallen hat.
00:10:06: Was soll er mitnehmen?
00:10:07: Er soll sich wohlgefühlt haben, er soll Spaß gehabt haben vielleicht sogar im Idealfall neue Leute kennengelernt Sachen entdeckt haben die ihm vorher so nicht bekannt waren Lieblingsplatz oder tolle Produkte gesehen haben, die er mitgenommen hat wo jemand anderen mit ne Freude machen kann eine schöne Nacht wenn er dort übernachtet hat, verschiedene Geschichten einfach.
00:10:31: Also ich jetzt denke okay cool da muss sich unbedingt mal vorbeischauen auch bei einer Veranstaltung.
00:10:34: es steht denn jetzt vielleicht auch schon während einem Sommer irgendwas größeres an auf dem Programm?
00:10:39: Also wir planen momentan ist eine Architektenplanung im Gange die die Kosten nochmal neu feststeckt für das ganze Projekt.
00:10:48: Wenn diese Kosten draußen sind dann wollen wir einen kleinen Handwerkermarkt veranstalten.
00:10:53: wann der genau ist steht noch nicht fest weil Wir noch nicht wissen, wann mit diesen belastbaren Zahlen bekommen.
00:11:00: Das wäre aber so ein kleiner Meilenstein für uns, wenn wir die dann
00:11:04: haben.".
00:11:05: Und ist man dann auch wohl jetzt noch nicht ganz sozusagen das Erreichte, dass man schon organisieren kann oder zumindest den Zeitraum einschätzen kann?
00:11:14: Schon an den trotzdem Vorplanungen, dass es ziemlich zügig über die Bühne gehen kann mit dem Handwerkermarkt oder noch
00:11:20: nicht?".
00:11:21: Also wir sind schon in Gesprächen gewesen mit einigen Handwerkern, die auch signalisiert haben dass sie da Interesse haben dann zu kommen.
00:11:29: Das Ganze wird natürlich dann auch wieder mit bisschen Essen und Trinken untermalt werden.
00:11:35: ja also wir planen dann natürlich ein bisschen hin damit auch die Leute wissen was auf sie zukommt.
00:11:41: aber eben weil wir den Termin noch nicht feststecken konnten fehlen da schon noch ein paar Details.
00:11:45: Apropos, wenn man dann sowas organisieren muss jetzt in Anführungszeichen ist ja was anderes.
00:11:49: Wie wir jetzt zum Beispiel keine Ahnung an Clubabend oder ein Barabend organisieren müssen sind ja schon noch mehr Sachen dahinter, weil man dann erst mal die ganzen Handwerker und so mit im Boot haben muss.
00:12:00: wie viel Vorlauf braucht man?
00:12:01: Wenn man eine Veranstaltung jetzt bei euch im Tagwerk siebenundzwanzig auf die Beine stellt?
00:12:05: also ich stelle mir das ganz schön kompliziert schon vor.
00:12:08: Also aktuell gehört der Stadt glücklicherweise der Hof der Stadt.
00:12:15: Von der Seite wird es einem relativ leicht immer gemacht.
00:12:18: Man hat natürlich die Standardauflagen zu erfüllen, das ist schwierig zu sagen also so ein Pizzahabend kann man tatsächlich innerhalb von fünf Tagen organisieren, so einen Handwerkermarkt mit Werbung und einem Pipapo muss man schon vier Wochen planen.
00:12:34: aber das ist auch immer teamabhängig.
00:12:35: wie viele Leute Zeit haben wie viel Leute mitplanen können Kann ich so Pauschal jetzt nicht antworten.
00:12:42: Okay, aber Tagpäck-Cinquenzig ist ja eine Genossenschaft und warum du dich genau dafür entschieden hast, dass du das Ganze unter einer Genossenschaft aufgebaut hast?
00:12:52: Das klären wir gleich!
00:12:54: Und wir reden heute über ein richtig interessantes Projekt, heißt Tagwerk-Siebenundzwanzig mit dem Initiator Florian Stowasser.
00:13:00: Es ist eine Bürgergenossenschaft die einen alten Bauernhof in Magdoberdorf wieder ein bisschen zu erleben erwecken will.
00:13:05: was war denn bis jetzt spontan?
00:13:08: Was fällt dir dein bestes oder größtes oder tollstes Erlebnis bei diesem Projekt?
00:13:17: Als wir das ganze präsentiert haben im Kino an Magdobertorf eine Dame gekommen Und gesagt hat, sie möchte die Erste sein, die einen Anteil zeichnet.
00:13:26: Weil sie ist in dem
00:13:27: Hof aufgewachsen und
00:13:29: findet es so toll, dass man das macht und so schade, dass nichts drinnen ist.
00:13:35: Das ist aber eine sehr schöne Geschichte!
00:13:38: Warum du genau ne Genossenschaft ausgewählt hast für dieses Projekt?
00:13:41: Darüber sprechen wir gleich hier im Kaffeklatsch am Dienstag.
00:13:45: Tagwerk, siebenundzwanzig.
00:13:47: Eine richtig coole Organisation im Markt, worauf ihr wollt sozusagen diesen alten Bauernhof wieder ein bisschen zu leben erwecken oder Leben einhauchen.
00:13:54: und Flo du hast das damals als Bürgergenossenschaft organisiert?
00:13:58: Oder willst du, dass es als Bürgermeisterschaft organisiert wird?
00:14:01: Warum hast du dich genau für dieses Modell entschieden?
00:14:03: was da dahinter kommt?
00:14:05: Naja also eine Genossenschaft hat den Vorteil in die Bürgergenossen schafft, dass da kein Investor kommen kann und sagen kann okay ich kaufe jetzt zweiundfünfzig Prozent.
00:14:15: Schön, dass ihr mir Geld gibt und ich entscheide das Ganze.
00:14:17: Sondern es ist bei einer Genossenschaft so, dass jeder der ein Anteil hat, das gleiche Stimmenrecht hat wie einer der hundert Anteile hat.
00:14:26: Also das ist ganz unabhängig davon, wie viele man hat sondern jeder hat eine Stimme.
00:14:30: Und was bedeutet jetzt konkret wenn man genossenschaftsmitglied ist?
00:14:35: Naja konkret also letztendlich kann man natürlich genauso stiller Genosses sein.
00:14:39: Es wird natürlich so Treffen geben, es wird auch kleinere Feste nur für diese Genossen geben.
00:14:45: einfach dass man da eine Wertschätzung das Ganze hat.
00:14:48: die Idee ist, dass man als Rendite dann auch irgendwann mal Genossenschaftsgutscheine kriegt also die man auf dem Areal einlösen kann.
00:14:58: und jetzt musst du mir nochmal helfen?
00:15:00: Jetzt bin ich glaube ich abgewichen von der Frage
00:15:03: Was konkret bedeutet genossenschaft?
00:15:06: Man kann auf diese Genossenschaftssitzungen gehen, man kann sein Stimmrecht ausüben.
00:15:10: Es ist wie in der Demokratie und man wird dann natürlich nicht
00:15:13: zugezwungen.".
00:15:15: Und wenn jetzt jemand sagt okay das ist cool.
00:15:17: er möchte sich da mitbeteiligen weil es auch eine wichtige Sache für euch dass das Ganze umgesetzt werden kann, dass möglichst viele Mitglieder auch gibt's, dass da auch dementsprechend viel Geld dann auch da ist.
00:15:28: aber ich möchte damit machen Muss man da viel Geld investieren oder kann da einfach jeder eventuell sogar mit wenig oder gar keinem Geld am Anfang mitmachen?
00:15:37: Also wenn man Genosse sein möchte, dann kostet so ein Anteil tausend Euro zum Genossenschaftsanteil.
00:15:44: Man kann sich natürlich jederzeit bei den ganzen Projekten in der Vorplanung – jetzt haben wir letztens mal einen Beet vorne draußen neu angelegt damit es hübsch ist und sowas – das sind Tätigkeiten, da kann man mitmachen, wenn man Lust hat ohne dass man Geld mitbringt bestimmtes Wissen hat, baulich oder planerisch.
00:16:04: Ich kann ja natürlich auch jederzeit sagen hey ich finde es cool!
00:16:08: Ich bringe mich so ein.
00:16:09: also das muss jetzt nicht immer finanziell
00:16:11: ablaufen.".
00:16:12: Aber Geld braucht's natürlich immer.
00:16:13: wie schauts denn damit Fördermitteln aus?
00:16:16: Jetzt neben den Genossenschaftsanteilen?
00:16:18: Wir haben aktuell tatsächlich vom Freistaatenfördertopf zugesagt bekommen die zahlen sechzig Prozent von dem Ganzen.
00:16:26: dann gibt es noch andere Fördertöpfe die man anzapfen kann, wo wir auch schon im Gesprächen sind und Zusagen haben.
00:16:32: Unter anderem das Liederprojekt – das ist ja europaweit oder die Rüffel.
00:16:38: Und da schauen wir natürlich, dass man großen Teil so decken können und dann halt den Rest eben über die Genossen.
00:16:44: Und jetzt neben finanziellen Ermitteln?
00:16:46: Wie wichtig ist denn das Engagement von den ganzen Mitgliedern oder auch Bürgerinnen und Bürgern für den Erfolg des Projekts?
00:16:52: Naja also die Leute Die da reingehen und das Ganze anmieten.
00:16:56: Also die Bürgergenossenschaft ist ja quasi dann eigentlich ein Vermieter, der als Eigentümerin des Gebäudes... Und die, die da reingehen, müssen natürlich von irgendwas leben!
00:17:09: Da ist es natürlich toll, wenn einfach die Leute das nutzen.
00:17:13: Das ganze soll auch ein Leuchtturm sein.
00:17:15: Es soll so attraktiv sein, dass dann auch der Kämpner oder der Kaufbeure oder der Füßener oder Urlauber sagen hey lass uns mal hinfahren ich möchte das mal anschauen Und so erleben wir vielleicht auch dann eben die Innenstadt.
00:17:28: Absolut, kann es denn theoretisch sein wenn das alles dann gut andäuft dass man sagt zu keinem Zukunft okay?
00:17:33: Es gibt dann vielleicht noch weitere Standorte weil es gibt ja... Wir haben sie gerade vorhin schon auf ihr kurz mal gesagt leider viele Bauernhöfe und oder generell viele ganz alte Gebäude die im Allgäu jetzt mittlerweile schon leer stehen.
00:17:45: Also eine Genossenschaft hat natürlich einen bestimmten Zweck.
00:17:48: ich hoffe mir ganz stark dass wir damit zeigen können dass man gemeinsam was wuppen kann, was erreichen kann.
00:17:56: Ob es dann über die Tagwerk-Siebenundzwanziggenossenschaft oder eine neue Genossenschaft läuft?
00:18:01: Ich hoffe schon das ist ein Anstoß wird, dass man einfach gemeinschaftlich Projekte voranbringt, die dann auch einen Mehrwert für die Region und den Ort haben.
00:18:11: Und weil wir ja vorhin gesagt haben du hast ja schon ein paar Interessenten jetzt wie zum Beispiel Glasblässe oder so.
00:18:16: Wie viele können denn theoretisch noch in den Bauernhof mit rein.
00:18:19: Also wie viel Platz gibt es überhaupt noch, wenn jetzt jemand sagt okay er möchte unbedingt mitmachen?
00:18:24: Die Interessenten... also wir müssen auch unterscheiden zwischen Genossern und Handwerkern, die das mieten möchten.
00:18:32: Das ist ja immer davon abhängig wie viele Fläche sie brauchen.
00:18:34: Also jetzt jemand der eben webt oder sowas der braucht weniger Platz als ein Töpfer, der irgendwie einen Ofen braucht, der was zum Trocknen braucht usw.. Schwierig zu sagen und wie ich ja gerade gesagt habe, ist der ein Architekt gerade dran und überplant das Ganze.
00:18:50: Und schaut, wie viel er jetzt tatsächlich dann da so reinkriegt?
00:18:54: Wir gehen so aus davon aus zehn bis zwölf wäre schon wünschenswert wenn wir unterbringen an Handwerkern plus Biergarten, Übernachtung
00:19:01: usw.,
00:19:02: damit es einfach attraktiv ist.
00:19:04: Das ist auf jeden Fall eine gute Zahl schon mal.
00:19:06: Wie generell der Blick nach vorne ausschaut in der Zukunft, darüber reden wir gleich im letzten Teil vom Kaffeklatsch!
00:19:12: Der Kaffeeklatsch an diesem Dienstag, den reist sich der Juni und Flo, wir sprechen ja über Tagwerk, ein richtig cooles Projekt aus Magdoordorf und wie gesagt, wir schauen jetzt so ein bisschen in die Zukunft des Projekts befindet sich aktuell noch so ein wenig in der Entwicklungs- Planungsphase kann man so ein bisschen sagen.
00:19:28: Es gibt zwar noch, es muss ausgemerzt werden... Was sind denn die nächsten großen Meilensteine, die jetzt sofort hier stehen?
00:19:36: Ein wichtiger Meilenstein geht leider immer ums Geld!
00:19:41: Wer hat's
00:19:41: gedacht?!
00:19:44: Wenn das Architekturbüro quasi die Leistungsphasen dann final ausgearbeitet hat, also es bezahlt auch die Stadtmarkt Oberdorf Wir haben einen Architekturbüro und die ganzen Gewerkestartiker, Brandschutz
00:19:58: etc.,
00:19:59: die jetzt das zusammensetzen.
00:20:01: Und das quasi baufertig planen, damit wir richtig belastbare Kosten haben.
00:20:05: Unterhand der Kosten können wir einfach dann weiterplanen.
00:20:08: Das ist ein sehr wichtiger Meilenstein.
00:20:09: Das hatte ich vorhin schon mal erwähnt, dass wir das Ganze dann auch nochmal, wenn man es kommunizieren eben irgendwie mit einem Markt oder was Ähnlichem vor Ort krönen wollen, wenn wir die Informationen haben Und dann wird es natürlich interessant, das Ganze zu bauen.
00:20:25: Mit dem Denkmarschutz etc.
00:20:27: Oh ja, da gibt's sich auch neben Geld noch ein paar bürokratische Hürden zu überwinden.
00:20:31: aber ich bin sehr der Schafti auf jeden Fall!
00:20:34: So eine Einschätzung von dir.
00:20:35: ab wann glaubst du könnten die Menschen tatsächlich dann täglich Tagwerk-Sinundzwanzig erleben?
00:20:41: Ab wann glaubt du ist es fertiggestellt?
00:20:44: alles?
00:20:45: Bauchgefühl!
00:20:47: Also läuft alles top Drei Jahre.
00:20:52: Okay, drei Jahre das ist mal eine Ansage.
00:20:54: Neben den finanziellen Sachen und bürokratischen Sachen gibt es noch größere Herausforderungen die dir manchmal so ein bisschen Kopf zerbrechen oder Bauch bescheren oder läuft alles wie geschmiert?
00:21:06: Mein Credo ist also natürlich macht man sich Gedanken aber nicht zu sehr den Kopf zerbrennen weil meistens wirds halt dann doch anders als man sich gedacht hat und es kommt irgendwas dazu.
00:21:18: nehmen wir's kommt wir leben ihm jetzt.
00:21:21: Das stimmt, muss man immer machen im Hier und Jetzt Leben.
00:21:24: Aber ich frag dich der Herr Sitz trotzdem mal, weil mich das interessiert.
00:21:27: Du hast gesagt in drei Jahren könnte es sein dass er öffnet ist.
00:21:30: Dass die Menschen dann sozusagen täglich kommen können.
00:21:32: wenn wir uns jetzt hier wieder in fünf Jahren treffen würden wie sieht Tagwerk XXII dann idealerweise aus?
00:21:40: Idealerweise ist es ein Areal geworden mit leben mit Wasser mit kühlen Plätzen mit vielen Handwerkern trüulichen Leuten Fröhlichen Genossen.
00:21:55: Sehr schön.
00:21:55: und was würdest du jetzt den Menschen sagen, die vielleicht das noch ein bisschen sich überlegen ob sie dieses Projekt jetzt unterstützen sollen wollen?
00:22:02: Naja also es ist letztendlich einfach in einem Stück Zukunft dass man plant Man hat selber in der Hand Dass man etwas verändert, dass man was gestaltet, man kann Teil einfach von was sein.
00:22:16: Und ja die tausende Euro sind ja nicht weg.
00:22:19: Also ich meine, die kann man zur Not sich auch irgendwann wieder rausholen aus diesem ganzen Ding.
00:22:23: Und ja was sind tausend euros Geld?
00:22:26: Absolut!
00:22:27: Man kann es ja dann eh nicht wie man so schön sagt mal mitnehmen dem nach tausenden Euro.
00:22:30: Was ist denn dein größter Wunsch für Tag wächst?
00:22:32: twenty-seven persönlich jetzt
00:22:36: mein größter wunsch dass das mich überlebt.
00:22:39: Also, das glaube ich auf jeden Fall.
00:22:42: Und wenn jetzt so die Leute sagen okay wir sind immer neugierig geworden sowohl als Genossen oder halt auch anderweitige unterstützen gibt es ja mehrere Ebenen wie man unterstützen kann.
00:22:51: Wie kann man sich informieren?
00:22:52: Oder sogar teils projekts werden weil jetzt hört man uns hier reden fröhlich über dieses Tag weg siebenundzwanzig aber wir haben noch gar nicht gesagt, wie man überhaupt euch kontaktieren kann oder besser gesagt wie man euch unterstützen dann auch kann.
00:23:04: schlussendlich
00:23:05: Also wir haben natürlich eine Homepage, das ist quasi tagwerk-siebenundzwanzig.de und auf dieser Homepage gibt es dann quasi eine Absichtserklärung weil die Genossenschaft gibt's ja noch nicht.
00:23:18: diese Absichterklärungen kann man ausfüllen.
00:23:20: wenn man das quasi finanziell unterstützen möchte kann entsprechend zeichnen wird aber vor der Gründung nochmal angefragt ob man da noch zusteht.
00:23:29: also wirklich nur eine Absichtserklärung Geld fließt da noch Und alle anderen, da gibt es auch eine E-Mail Adresse einfach anschreiben und sagen hey ich würde das gerne auch anderweitig unterstützen.
00:23:42: Was kann ich tun?
00:23:43: Wie kann ich?
00:23:44: Wir treffen uns regelmäßig und besprechen was wir weiterhin so machen, was wir vorhaben und freuen uns natürlich zu mehr und zu lustiger.
00:23:53: Absolut!
00:23:54: Und noch kurz du hast ja vorhin gesagt bis dreiein.
00:23:56: könnte das Ganze dann so sein dass die Menschen täglich kommen können.
00:23:59: Die Genossenschaft, bis wann wird die Mainz zu stehen?
00:24:02: Die Genossenschaft muss natürlich definitiv davor gegründet werden, also sobald es um Geldmittel geht wenn was bezahlt werden muss und so.
00:24:10: Muss es diese Genossenschaft geben?
00:24:13: Wenn's gut läuft kann Anfang Mitte nächsten Jahres sein dass das gegründe wird.
00:24:19: Dann sind wir mal gespannt, ob das klappt.
00:24:21: Dann
00:24:22: drücken wir natürlich ganz fest die Daumen, dass es positiv weiterläuft und sich viele finden, die auch zu euch in die Genossenschaften noch mit reinkommen oder generell einfach die Leute unterstützen.
00:24:30: Und ich bin gespannt, wenn wir uns dann desnächst demal sehen wie's ausschauen wird bei eurem Projekt Tagwerk-Siemenundzwanzig im Markt Oberdorf!
00:24:39: Dann Florian vielen lieben Dank für deinen Besuch hat mich gefreut und ganz viel Glück für die Zukunft!
00:24:44: Auch Danke hat mir viel Spaß gemacht.
00:24:46: Sehr schön, dann bis zum nächsten Mal.
00:24:47: Bis
00:24:48: dann!
00:25:01: Ciao.
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