Nachbarschaft, die verbindet – Iris Fisel über die Nachbarschaftshilfe Hörnerdörfer e.V.

Shownotes

In dieser Podcastfolge spricht Iris Fisel, 1. Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Hörnerdörfer e.V., über die Bedeutung von gelebter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung im Alltag. Sie gibt spannende Einblicke in die Arbeit des Vereins, seine Angebote und die Menschen, die dahinterstehen.

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00:00:02: Heute steht die Nachbarschaftshilfe im Mittelpunkt im Fokus des Kaffee-Clutch.

00:00:20: dazu eingeladen ist.

00:00:21: Ihres Fieselschön, dass Sie da sind!

00:00:23: Herzlich willkommen!

00:00:30: Mit welchem Namen?

00:00:32: Das ist mir Helfelt, haben wir uns genannt.

00:00:34: Und mein Name ist Iris Fiesel und ich bin jetzt.

00:00:37: seit

00:00:38: April

00:00:38: waren die Wahlen.

00:00:39: Bin nicht der erste

00:00:40: Vorsitzender.

00:00:40: Nochmals frisch auf dem Posten!

00:00:42: Ja, das stimmt ganz früh.

00:00:44: Wie breit aufgestellt Ihr Verein ist, wann das Ganze angefangen hat Darüber sprechen wir gleich ein bisschen ausführlicher.

00:00:52: Schön, dass Sie da sind!

00:00:53: Danke

00:00:54: für die Einladung.

00:00:55: Hallo an diesem Donnerstag.

00:00:56: hier ist der Kaffeeklatsch.

00:00:58: Ich sitze hier mit Ihres Fiesel Der ersten Vorsitzenden der Nachbarschaftshilfe Hörnerdorfer eV.

00:01:05: mir

00:01:06: helfert.

00:01:07: Das ist der Titel des Zwei-Eins.

00:01:09: Jetzt gehen mal bis sie in die analen Frau fiesel.

00:01:12: wie hat sich das ganze denn formiert?

00:01:14: und es ja doch Zuständig in Anführungszeichen für ein relativ großes Gebiet, das sind die Hörner-Darfer.

00:01:21: Also es ist schon von der Einwohneranzahl her nicht gerade von schlechten Eltern.

00:01:27: Wann hatten das angefangen mit dem Verein?

00:01:29: Also angefangen hat das Jahr zwei tausend neunzen durch einen Zeitungsbericht über die Seniorengenossenschaft Riedlingen Und das hat unser Pfarrer gelesen und hat sich daraufhin mit unserer Seniorenbeauftragung in Verbindung gesetzt.

00:01:45: Dann ist man bewusst gewesen, dass mein Mann aus Riedlingen stammt.

00:01:52: Da hat man den natürlich ins Boot geholt Und dann haben sich dieses Dreigestirn mit unserem Bürgermeister, Edgar Rolls war damals noch Bürgemeister auf dem Weg nach Riedlingen gemacht.

00:02:02: Um da Informationen zu holen.

00:02:04: wie macht ihr das?

00:02:05: Wir wollen auch so was weil unsere ältere Bevölkerung wir zunehmen.

00:02:10: die Bedürftigkeit wird zunehmend.

00:02:12: Die nächsten Angehörigen was heute noch funktioniert wird sich verändern Ja gar nicht mehr alle so vor Ort in der dörflichen Struktur bleiben.

00:02:20: Das ist richtig, das ist richtig!

00:02:21: Aber interessant, so eine Vorortgeschichte.

00:02:24: also man ist hin und hat sich wirklich vor Ort mit den Gründern damals oder mit den Aktiven, mit den Ehrenamtlichen an den Tisch gesetzt und hat mal gesagt hey wie seid ihr strukturiert?

00:02:38: Was könnte bei uns vielleicht auch passen und funktionieren?

00:02:41: Vor wieviel Jahren

00:02:42: war das?

00:02:42: Das war im Frühjahr.

00:02:45: Also da hat an Corona noch keiner gedacht und wir sind auch damit offenen Armen empfangen worden.

00:02:51: Wir haben uns sehr viel Schützenhilfe geleist, sehr viele Stadthilfe waren dann auch in Wertingen in der Nachbarschaftshilfe.

00:02:58: die hat auch einen Preis bekommen.

00:03:00: Da gibt es ein tolles Video wie sie das machen.

00:03:02: Die haben auch so eine Schulungsvideo erstellt.

00:03:06: Oh naan, Nachbarschaftshilfen in Burgberg im Wetzau.

00:03:09: Also wir haben uns mehrere angeschaut und haben uns so ein bisschen von jedem Wasser weggepickt.

00:03:15: Und das ist natürlich immer eine schöne Sache wenn man zu jemandem geht der schon alles durchaus

00:03:20: Ja, das ist richtig.

00:03:22: Welche Anfangsschwierigkeiten es da vielleicht gegeben hat oder an welche Ämter kann ich mich auch wenden?

00:03:27: Sie haben gerade so ein bisschen ja den demografischen Wandel auch angesprochen.

00:03:31: Grundsätzlich wird die Bevölkerung älter.

00:03:36: Oftmals wohnen die Kinder gar nicht mehr in den Heimatorten, weil beruflich hat sie es ganz so anders hin gezogen oder verschlagen.

00:03:45: Wie ist denn so die Altersstruktur in den Hörnerdärfern?

00:03:49: Gibt's da irgendwie eine Zahl wo man sagt okay wir sind mehrheitlich Ü-Sächsig oder Ü-Fünfundsechzig

00:03:55: Genau also das hat sich vor allen Dingen sehr stark gewandelt.

00:03:58: Wir haben damals bei der Gründung auch ermittelt wie alt ist die Bevölkerung und Wir waren die Zahlen von dem Jahr und da hat sich eigentlich die Zahl der über-achtzigjährigen mehr als verdoppelt.

00:04:12: Jetzt habe ich das eben aktuell im Rahmen meiner Vorstandschaft, auch für dieses Interview.

00:04:17: Ich habe mir so

00:04:18: eine Frage gerechnet!

00:04:20: habe ich das auch noch mal recherchiert und jetzt hat sich die Zahl eigentlich von neunzehn nach sechsundzwanzig ist sie nicht wesentlich höher geworden.

00:04:28: Das hat mich auch erstaunt, weil ich hab gedacht oh da müssen wir schon mit einem anderen Ansturm rechnen.

00:04:33: aber insgesamt ist die Zahl der sechzig bis achtzigjährigen Natürlich schon ein großer Batzen.

00:04:41: Das ist von den Prozenten ja auch ganz egal, wo man in welche Richtung man guckt.

00:04:46: Ist es so?

00:04:47: Ich meine das liegt ja auch an der guten Allgäuer Luft dass wir

00:04:50: alle

00:04:51: älter werden.

00:04:51: Da spielt natürlich das schöne Klima des Berg-Panorama auch mit.

00:04:55: rein Anfang April oder sie sind haben wir ja gesagt noch relativ frisch auf diesem ersten vorsitzenden Stuhl.

00:05:03: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie gesagt haben okay Sie engagieren sich oder ich lass mich vielleicht da auch wählen, wie war das?

00:05:11: Also ich habe mich schon dafür interessiert.

00:05:14: Auch als Beisitzer tätig zu sein.

00:05:16: Da hat man mich auch gefragt durch mir das

00:05:17: vorstellen kann.

00:05:18: Da hab' ich aber noch mehr gearbeitet als jetzt.

00:05:21: und dann habe ich gesagt Ich kann es mir vorstellen wenn ich da kürzer trete Und als ich dann kürzertrat kam der Vorschrank auf mich zu und sagt Nö nö nix Besitzer Wir wollen dich zuerst vorsitzenden weil wir wollen jemanden im medizinischen Bereich sich auskennt.

00:05:36: Das war also ein ganz großes Kriterium.

00:05:39: und dann habe ich gesagt, ja, mach' ich!

00:05:43: Ich hab's lange... was heißt lange?

00:05:45: Ich hab eine Woche zehn Tage gebraucht, hab's hin- und hergewogen.

00:05:49: und dann hab ich gesagt Ja, ich versuch es vor allen Dingen weil wir ein wunderbares Team haben und ich die Leute in der Vorstandsstoff alle kenne.

00:05:57: Und dann habe ich gesagt, ja mit so einem Team

00:05:59: mache ich das.

00:06:00: Mir helfert ist eine Bürgerinitiative ein Vereine?

00:06:04: Frau Fiesel-Verein, Bürgerinitiativ?

00:06:06: Nein!

00:06:06: Wir sind eingetragen

00:06:07: in der Gemeinnütze.

00:06:08: Ganz offiziell.

00:06:08: Ja, ganz offiziell.

00:06:10: Um zwei tausend neunzehn waren die ersten Überlegungen da.

00:06:13: Dann kam Corona.

00:06:14: Das hat uns ja alle irgendwo so'n Stück weit echt aus der Bahn geworfen.

00:06:19: wir haben sie es gerade gesagt Es war so'en bisschen ein Beschleuniger dass der Verein sich hat dann relativ schnell formieren können.

00:06:27: Ja, es war auch so dass die Gemeinde dann auf uns zukam.

00:06:30: Weil das war unser Bürgermeister der hat dann gewechselt.

00:06:33: Das war dann der Buenos Sorte Total wichtig Die ältere Bevölkerung nicht aus dem Blick zu verlieren.

00:06:39: Wie können sie einkaufen?

00:06:40: wie kann man da was managen?

00:06:41: Es sind ja manchmal auch die Angehörigen krank die können an diese Funktion nicht mehr übernehmen.

00:06:46: und Dann muss man ja auch eine struktur erstellen wie wer ist für etwas zuständig?

00:06:52: Und das war sehr schön.

00:06:53: wir haben einen Lebensmittel Laden gehabt.

00:06:55: er uns dann auch gesagt hat Wir sollen sagen, wer was braucht?

00:06:58: Die packen die Päckchen.

00:06:59: Wir holen sie ab und liefern die

00:07:01: aus.".

00:07:02: Und diese Auslieferung – wer ist für etwas zuständig?

00:07:04: Da gab es wirklich einen Plan ein Straßenplan das war ... Das fand ich so lustig!

00:07:10: Der orientierte sich an den Sternensingern An die Regionen wo die Sternensinger hingehen, die werden ja da immer begleitet diese dörflichen Strukturen aufgeteilt.

00:07:22: Und so waren dann Teams immer für die einzelnen Sternsinger-Bereiche zuständig, das THW hat und Feuerwehr haben Unterstützung zugesagt wenn es vom Energiedefizit wirklich wurde.

00:07:35: also man sagt, Mensch wo kriegen wir Strom her?

00:07:37: Das fällt aus!

00:07:38: Das war alles da stand.

00:07:41: aber Wir haben ganz wenig Einsätze in der Zeit gehabt weil diese familiäre Versorgung dann doch gut gegriffen war, so gut

00:07:50: funktioniert hat.

00:07:51: Ja

00:07:52: aber wir waren alle ziemlich nervös.

00:07:55: Das ist echt der Wurf für jeden ins Polargewässer gewesen nicht nur ins kalte Wasser das war schon bei jedem der Sturz wirklich ins Eiswasser.

00:08:04: die Hörner dafür.

00:08:05: fünf Kommunen sind es eine große Fläche und natürlich von den einhundert Zahlen her

00:08:10: auch.

00:08:11: also wir sind insgesamt ungefähr sieben tausend Fünfhundert Einwohnern.

00:08:14: und die Gemeinden Balderschwang, die ist halt am weitesten raus sozusagen vom Zentrum.

00:08:20: Dann Obermeisestein fischen, Bolster lang und Ofterschwang.

00:08:24: Das sind jetzt diese fünf Gemeinden, die dazugehören.

00:08:28: Und was ich vorhin aber noch nicht gesagt habe ... Wir waren ja dann doch kein Verein!

00:08:32: Wir hätten ja gar nicht tätig werden dürfen.

00:08:35: Das war ja auch versicherungs- und rechtlich eine schwierige Situation.

00:08:39: Da hat uns die evangelische Kirche gekächt also...

00:08:42: Die hat

00:08:42: gesagt Okay, ihr macht das unter unserem Dach

00:08:45: und dann

00:08:46: waren wir da auch rechtlich safe.

00:08:47: Also zu haben ganz viele zusammengeholfen die Gemeinde, die Kirche und das war eigentlich eine super Aktion.

00:08:54: Super

00:08:54: Hand in Hand!

00:08:55: Das zieht sich ja oder so ist es der rote Faden, der zieht durch diese ganze Geschichte.

00:09:01: jetzt muss ich auf diesen Namen von eurer Nachbarschaftshilfe mir helfen.

00:09:06: Jetzt bin hier ein Kämpnerin also Algorerin.

00:09:09: wie helfert ihr habt euch an Dialekten haben wir eigentlich ausgesucht?

00:09:15: Ja, weil erstmal ist es unsere Auftrag für die Einheimischen da zu sein.

00:09:20: Es ist Grundvoraussetzung dass jemand Mitglied im Verein ist und das kann nur derjenige sein, der auch seinen ersten Wohnsitz in den Hörnerdorfern hat über den Namen mir helft wird.

00:09:31: Wir haben gesagt ja deutlich machen, dass es für die Region ist.

00:09:35: Aber es ist auch ein bisschen gerungen worden darum weil wir versorgen ja nicht nur Dialektfest Menschen sondern wir versuchen ja auch zu gereist und vor allen Dingen bei den Zugereisten ist das so, dass sie auf die familiären Strukturen gar nichts

00:09:49: zurückreifen können.

00:09:50: Das ist richtig.

00:09:50: Ja, das ist der Klassiker, die kommen im Rentenalter zu uns, Kinder sind Gott weiß wo.

00:09:56: Dann stirbt dein Partner meistens der, der Auto fahren konnte weil es oft sind ja die Männer die zuerst gehen, die den Führerschein hatten in dieser Generation.

00:10:05: Ich glaube bei uns ist das anders aber damals ist es so und dann stehen sie einfach in der Seite.

00:10:13: Also den helfen wir auch nicht, nicht dialektfest.

00:10:16: Nein das ist schon klar.

00:10:17: aber ich finde was mit dem Dialekt irgendwo beschrieben oder umschrieben oder so der Titel Das macht etwas Weiches, was warm ist.

00:10:27: Nee nee einfach mit einem Dialekt

00:10:29: da auch

00:10:30: zu arbeiten und um Nähe und die Nachbarschaftshilfe oder um Hilfe geht es ja da.

00:10:35: also von dar finde ich ist es mehr als passend.

00:10:39: Was ist so?

00:10:40: das meiste Arbeit hört sich jetzt auch nicht gut an.

00:10:47: Diese Hauptleiste oder was nachgefragt wird?

00:10:51: Also das, was am meisten nachgefragt wird wirklich am meisten ist Putzdienste.

00:10:57: Aber das leisten wir nicht!

00:10:59: Wir unterstützen.

00:11:00: wenn jemand sagt okay ich kann das kurzfristig nicht dann helfen wir aber wir kommen nicht und übernehmen den Hausputz regelmäßig einmal in der Woche.

00:11:11: Wir müssen auch immer aufpassen, dass wir nicht in Konflikt kommen mit Dienstleistungsanbietern.

00:11:18: Weil da gibt es dieses Wettbewerbsgesetz und wenn wir den reingrätschen dann können wir unsere Gemeinnützigkeit verlieren Und wir wollen das ja auch gar nicht!

00:11:26: Wir wollen den Ortsansässigen oder auch anderen Instituten wollen wenig sozusagen das Geschäft wegnehmen.

00:11:33: Darum sind wir unterstützen.

00:11:35: Das was sonst mal sehr viel nachgefragt wird ist eigentlich Fahrten dass man kann mich jemand zum Arzt begleiten oder kann mir jemand einkaufen.

00:11:43: Das ist ganz viel, was auch immer nachgefragt wird ist einfach sich mal zu jemandem hinsetzen oder einen Spiel machen oder den mit dem Spaziergang machen so das wir diese den Tag ein bisschen füllen und dadurch natürlich auch die Angehörigen entlasten.

00:12:01: sie sagen ich kann meine Mutter nicht mehr zwei drei vier Stunden alleine lassen.

00:12:05: bitte hock doch mal zu der Und dann kann ich entspannt gehen, also solche Situationen.

00:12:13: Also schon mit eigenem Körpereinsatz im Sinne von Ich mache einen netten Café-Nachmittag mit der Omi aus der Straße XY und dann gewisserweise auch so eine Art Netzwerk.

00:12:26: Wenn jetzt jemand sagt, hey ich brauche jemand zum Putzen, dann könnten Sie sagen oder der Verein sagen ah die und die Möglichkeiten gibt es um sich irgendwie jemandem als Putschhilfe nach Hause zu

00:12:39: holen?

00:12:39: Ja das können wir schon leisten.

00:12:40: also wir können das sowas sagen.

00:12:42: wer macht sowas?

00:12:43: aber wie gesagt da sind wir.

00:12:46: Heute geht es um viele helfende Hände, die organisiert werden müssen.

00:12:51: Frau Fiesel, Sie sind erste Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe-Hörnerdorfer IV Mia Helfert.

00:12:57: Wie viel Mitglieder haben sie dann bei sich im Verein?

00:13:00: Wir haben zweiundachtzig Mitglieder und wir haben ungefähr zweiundzwanzig helfende Händen also neunvierundvierzig

00:13:08: Helfer,

00:13:09: die registriert sind als Helfer Und wir haben regelmäßig arbeitend und meistens zwischen elf und dreizehn.

00:13:18: Und im letzten Jahr hatten wir dreihundert Einsätze, die wir da koordinieren müssen.

00:13:24: Das geläuft dann so, dass jemand bei uns anruft und entweder nehme ich das Gespräch entgegen oder unsere zweite Vorsitzende.

00:13:31: Da wechseln wir uns immer ab.

00:13:33: Dann wird der Einsatz koordiniert!

00:13:35: Und dann wird geschaut, wer passt zu wem?

00:13:37: Wer hat den richtigen Fahrbahnuntersatz auch?

00:13:40: Weil es sind fünf Dörfer.

00:13:42: Die Hörnerdörfer da ist man natürlich nicht mit hundert Meter Fahrradweg.

00:13:46: Kommt man nicht weit!

00:13:48: Nein das schafft man nicht vor allen Dingen.

00:13:50: Balderspangen ist wirklich herausfordernd.

00:13:52: Das ist echt weit weg Und da ist es auch so für Balderspangen und Ofterspangen fest, auch schön wenn wir dann noch mal helfende Hände hätten.

00:14:01: Die Crocs ist halt immer das wir nie wissen wann derjenige zum Einsatz kommt.

00:14:05: aber es ist schön wenn man zu jemanden einen Teil noch im Köcher hat wo man sagen kann oh ja das ist schön, wenn wir auf dich zukommen.

00:14:12: also wie gesagt wenn da jemand noch Lust hat Wir haben grundsätzlich Interesse daran.

00:14:17: natürlich dass jemand zu uns kommt auf der Schwange und bei der Schwang sehe ich schon als schwer.

00:14:22: Die Gemeinschaft nicht nur drüber sprechen, sondern Gemeinsschaft leben.

00:14:26: das ist

00:14:26: so der

00:14:27: T-Noir bei ihnen Frau Fiesel.

00:14:30: Sie sind erste Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Hörnerdorfer EV.

00:14:33: Wir haben schon einiges mitbekommen vom Entstehen des Vereins wie er sich dann doch relativ in ganz kurzer Zeit hat super entwickelt weil Corona da war Hat viele irgendwie durcheinander gerüttelt?

00:14:48: Waren Beschleuniger bei ihnen.

00:14:50: Da hat sich inzwischen oder seit den Corona-Jahren doch einiges auch vergrößert, erweitert wahrscheinlich, oder?

00:14:58: Ja es sind deutlich mehr geworden.

00:15:00: wir waren am Anfang fünfundzwanzig und wie vorhin gesagt jetzt in den zweiundachtzig Mitglieder.

00:15:05: Aber wir sind so gewachsen dass wir nicht jetzt total überrannt wurden und gesagt haben wir können die Aufgaben gar nicht stemmen.

00:15:12: Das war schon mit Corona hat das schon Ein Beschleunigung erfahren.

00:15:17: Vor allen Dingen waren da auch die Leute aufmerksam und wollten wissen, wo krieg ich Unterstützung?

00:15:24: Da hat man ja auch gesucht, wenn man in der Not

00:15:26: war.

00:15:27: Da ist jedem das mal so ins Bewusstsein gerückt worden.

00:15:29: Mensch, wo bekomme ich diese Info?

00:15:31: oder wo kann ich das?

00:15:32: Und es sind so die Strenge, die bei Ihnen ja auch am Schreibtisch zusammenlaufen.

00:15:36: von den Bereichen her haben Sie das ein oder andere schon mal anklingen lassen.

00:15:40: Zeit verbringen ist glaube ich auch einen Schwerpunkt.

00:15:46: Ja,

00:15:46: absolut.

00:15:47: Also das ist ja auch das wo wir sagen dass es das was wirklich auch fast jeder Helfende leisten kann.

00:15:53: Gartenarbeitung ist ja nicht so

00:15:55: jedem möglich

00:15:57: und das ist auch das von vielen einfach nur noch zu Hause sind sie ja total darauf angewiesen dass jemand kommt um mit den Mähnigen

00:16:04: spricht.

00:16:05: Ja, es ist eine gewisse Isolation manchmal.

00:16:08: Man kann aufgrund von ... Ist ja unterschiedlich vielleicht nicht mehr so richtig gut gehen können.

00:16:13: Kann ich am gesellschaftlichen Leben oder an sozialen Unfällen mich gar nicht mehr bewegen wie das früher mal war?

00:16:18: Deswegen Hausbesuche.

00:16:21: Hausbesuch oder auch wenn man sagt okay, ich möchte gerne in die Kirche.

00:16:25: Weil dann fahren wir den in die Küche!

00:16:27: Oder ich möchte so gerne in das Konzert.

00:16:29: Ich habe ein Theater-Abo.

00:16:31: Das haben manche von den Altenherrschaften.

00:16:33: Ich glaube aber die haben das Und das interessiert mich und ich möchte so gern dahin, aber nicht jeder hat das Geld auf sich dann ein Taxi zu leisten.

00:16:41: Bei uns fallen natürlich auch Fahrtkosten an dafür.

00:16:44: Aber es ist immer noch ein bisschen preiswerter als wenn derjenige sich jetzt dann einen Taxi rufen muss.

00:16:50: Das können viele einfach nicht mehr.

00:16:52: Manchmal hat man ja auch selber Lust auf dieses Theaterstück und lässt sich einfach daneben und sagt ach, da machen wir uns einfach einen netten Abend miteinander!

00:16:59: habe ich auch schon gemacht.

00:17:00: Dieses gemeinsame Zeitverbringen oder Austauschen sprechen auch, ich glaube das ist auch was wo viele einfach brauchen weil vielleicht von der Familie gar nicht mehr so viele jetzt in unmittelbarer Nähe da sind?

00:17:12: Ja die sind nicht da.

00:17:13: oder es gibt oft auch sehr konfliktbesetzte Verhältnisse und wir haben keine Geschichte mit demjenigen.

00:17:23: Wir kommen einfach wie so ein Baby, kommen wir da rein und dann kann man sich ohne dass man denkt euch hier ist nämlich da beleidigt, die entweder haben auf den

00:17:31: Schlitz getreten.

00:17:33: Das hat derjenige nicht!

00:17:34: Wir sind einfach ein unbeschriebenes Blatt.

00:17:36: und dann kan man sich öffnen und kann erzählen und das tun erfahrungsgemäße auch dem Menschen, die lassen sich da gerne drauf ein.

00:17:44: Und es gibt ja auch Themen, die mit Angehörigen sehr schwierig zu besprechen sind.

00:17:47: jetzt jemand zum Beispiel sagt Ich hab keine Lust mehr.

00:17:51: Ich mag einfach nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr.

00:17:53: es wäre nicht schlimm wenn ich jetzt sterben würde.

00:17:56: und so was kann ein Angehöriger oft gar nicht aushalten?

00:18:00: ja er kriegt die Krise und tut das dann weg.

00:18:03: aber derjenige der dieses Bedürfnis hat darüber zu sprechen ist dann wieder alleine damit.

00:18:08: und das ist auch eine Situation die uns auch aufbegegnet in Gesprächen mit denjenigen

00:18:15: die wir unterstützen.

00:18:16: Wie sind da so'n bisschen Ablauf?

00:18:19: Kontakten per E-Mail, sie haben eine Homepage ja auch oder das Telefon in die Hand nehmen und dann lande ich im meisten der Fälle bei ihnen direkt am Telefon.

00:18:30: Wie ist denn so dieser Ablauf?

00:18:33: Genau!

00:18:33: Also jemand ruft an wenn er Glück hat, liegt er mich gleich oder meine Kolleginnen als zweite Vorsitzende Daniela Holzberger, wir wechseln uns da ab

00:18:42: Und

00:18:43: dann hört man es erst mal an, was braucht derjenige?

00:18:46: Wir rufen zurück.

00:18:46: Hörens das an und dann schauen wir können wir das leisten.

00:18:49: Dann überlegen wir uns wer passt zu demjenigen.

00:18:52: Wer passt überhaupt in die Region?

00:18:54: ist das jemand, der auch in der Ortschaft lebt.

00:18:56: Dann sind die Wege kürzer.

00:18:58: Ja und dann kontaktieren wir denjenigen, denen wir uns ausgeguckt haben diese Aufgabe und fragen hast du Kapazitäten magst es machen geht es und wenn derjenig gesagt ja dann ist es so dass eigentlich Ich oder Daniela, wenn ich nicht kann mit dem Helfenden zu dem Erstkontakt zu den wenigen gehen.

00:19:19: Zum Kennenlernen?

00:19:19: Wenn das ganz

00:19:20: klar umrüsten ist.

00:19:21: aber meistens ist es so dass ich erst mal alleine hingehe und vielleicht auf den ersten Einsatz dann selber mache, wenn's zum Beispiel einkaufen ist oder so was oder ein Gespräch und dann nochmal wiederkommen aber im Begleitung von dem Wiesn, der es dann letztendlich übernehmen soll Und das ist auch immer hilfreich, dass ich dann auch einen guten Eindruck von demjenigen habe, den wir unterstützen.

00:19:43: Weil der helfen werde denn die Hilfe leistet soll ja auch mit und im Kontakt sein können da.

00:19:50: Da weiß ich nicht weiter.

00:19:51: was soll ich da machen?

00:19:52: hast du deine Idee?

00:19:53: Ich hab ein Bild von der Person

00:19:55: oder das Urfeld oder sie wissen schon wie die Gegebenheiten da sind.

00:20:00: Wie ist es mit einer Art Rechnung?

00:20:02: Ja, es ist so.

00:20:03: Beide müssen Mitglieder im Verein sein, also der, der die Hilfe in Anspruch nimmt und der, den sie leistet.

00:20:08: Das sind fünfunddreißig Euro Jahresbeitrag.

00:20:11: Und wenn es dann zum Einsatz kommt, dann zahlt derjenige, der Die Hilfe In Anspruch nehmt zehn Euro.

00:20:18: Davon gehen acht Euro an denjenigen, Der die Hilfe leistete und zwei Euro gehen an dem Verein.

00:20:24: Denn wir haben auch eine Versicherungstruktur für die Helfenden.

00:20:29: Organisieren das alles?

00:20:31: Wir brauchen ein Softwareprogramm für den Verein.

00:20:34: Es ist leider so, es geht

00:20:35: nicht nur noch mit

00:20:36: Zettel-Mitschaften.

00:20:38: Umsonst gibt's nichts.

00:20:39: Aber ja, das Geld wird da oder findet dann den Weg wo es auch hin soll.

00:20:44: Also aus dem Geld finanzieren wir jetzt zum Beispiel einen ersten Hilfekurs für die Heldenden und wir belegen uns dann immer wieder Sachen, wo wir was Anbieten können.

00:20:55: Es geht um Begleitdienste, eventuell kurze Fahrdiensten und Besorgungen, Gesellschaft einfach auch am Nachmittag zu einer Tasse Kaffee mit einem

00:21:04: Stück Kuchen.

00:21:05: der Verein mir helfen unterstützt oder praktiziert Nachbarschaftshilfe in den Hörnerdörfern.

00:21:12: Frau Fiesel, Sie haben das Ganze unter Ihrer O-Poot oder Managen als erste Vorsitzende.

00:21:19: Wir sind ein bisschen in Feedback.

00:21:21: Kann man das so pauschal sagen wie der Verein ankommt?

00:21:24: Wie publik ist er schon?

00:21:26: jetzt gibt es den ja schon ein paar Jahre aber man muss trotzdem da immer wieder auch die Klingen putzen.

00:21:32: hey Leute

00:21:33: uns gibts Das ist richtig.

00:21:36: Man muss die Kinken fressen oder das immer mal wieder zeigen und sich bemachen, ich habe als ich den ersten Vorsitz angetreten habe, habe ich also Ärzte besucht Ich habe physiotherapeutische Praxen besucht Apotheke besucht Und die Reaktion war unterschiedlich.

00:21:55: Gott sei Dank gibt es euch kennen wir?

00:21:57: Ja ja ist doch gar keine Frage.

00:22:00: bis so was gibt?

00:22:02: Ich wusste das nicht, aber mein Chef weiß es.

00:22:04: Haben sie ein Flyer?

00:22:05: Also schon dann auch gleich großes Interesse.

00:22:08: und ja also die Gemeinde ganz klar steht felsenfest hinter uns und ist total froh dass es uns gibt.

00:22:16: Da haben wir von Anfang an Unterstützung erfahren.

00:22:18: zum Beispiel Wir haben so einen Telefonprogramm Das jetzt unser Anruf Beantworter Läuft darüber, wir mussten nicht eine App irgendwie selber kaufen

00:22:28: oder installieren.

00:22:30: Genau mit Laptop, mit EDV-Programmen und so.

00:22:33: damit haben sie es uns auch unterstützt als wir gestartet haben.

00:22:36: das war ja für uns auch total hilfreich.

00:22:38: Neuernd ja auch irgendwo oder gerade was EDV angeht.

00:22:41: Das ist ja eher... Und man hat da schon so ne EDV Infrastruktur, das ist sehr praktisch

00:22:47: und

00:22:48: hilft natürlich aus!

00:22:50: Und natürlich, wir tagen ja.

00:22:51: Wir brauchen Räumlichkeiten für unsere Versammlungen und für unsere Vorstandssitzungen.

00:22:55: Und die können wir auch kostenfreien der Fiskiner nutzen – das ist ja unser Haus des Gastes sozusagen!

00:23:01: Da dürfen sie sein.

00:23:03: Und wir werden auch von dem Geschäftsführer total unterstützt.

00:23:06: Der Tony Jull verlangt von uns nie eine Miete oder wenn er uns Getränke zur Verfügung stellt.

00:23:12: Das ist alles kostenfrei und ich finde, dass dürfen wir als Verein nicht So

00:23:19: dieses Hand in Hand, das ist

00:23:20: halt da Programm.

00:23:21: Jeder hilft dem anderen und man ist eine Gemeinschaft und zwar auf den unterschiedlichen Ebenen.

00:23:27: aber schön auch dass es von Kommunenseite so unterstützt wird und da natürlich auch derjenige oder diejenigen froh sind, dass sich inzwischen sowas

00:23:38: etabliert

00:23:39: hat.

00:23:41: Anfangsjahre aber ist eine feste Größe inzwischen auch im Vereinslandschaft.

00:23:49: Das Feedback von denjenigen, die eure Hilfe in Anspruch nehmen finden das natürlich ich sage jetzt einfach mal durch die Bank weg auch super oder?

00:23:59: Ja, also ich habe da gesagt vielleicht liegt es auch einmal in einer kurzen Vorstandsstaff nicht so direkt noch nicht zu

00:24:04: viel Bewerber reicht.

00:24:05: Also

00:24:05: das kann ich jetzt nicht sagen.

00:24:07: Ich könnte nur aus meiner Erfahrung sagen weil ich bin ja auch eher ein amtliche Einzel- tätige Person ist durchbare Wort und da erlebe ich natürlich sehr viel Positivität.

00:24:18: Eine große Dankbarkeit eine große Freude und ja das ist ein Termin wenn jemand von uns kommt Das ist mal Schöntnis für die Menschen, wo wir hingehen.

00:24:26: Sie entlasten sie!

00:24:27: Wir sind verlässlich denke ich mir... Ja, wenn wir sagen bekommen dann kommen wir und wenn einer nicht kann, dann guckt da ja jemand anders.

00:24:34: Das war noch ein Erz.

00:24:35: Da muss sich nicht derjenige darum kümmern, das strukturieren wir selber.

00:24:38: Wir sagen nicht, wir sind den Urlaub jetzt guck gut bleibt sondern da fragen wir untereinander.

00:24:44: Hat Hand und Fuß!

00:24:44: Wenn ich sehe man es sagt Mensch, das gefällt mir was ich da bisher gehört habe.

00:24:49: Ich würde mich da ganz gern mit einbringen.

00:24:52: Wie funktioniert das?

00:24:52: Brauche ich?

00:24:54: natürlich haben wir gehört ich muss wohnhaft oder mein erster Wohnsitz in einem der davon haben, dann kann ich dem Verein beitreten.

00:25:03: Brauche ich sonst noch irgendwelche Voraussetzungen?

00:25:05: Kenntnissen speziell wenn ich sage ah ich habe... Ich kann Zeit meine Zeit jemand anderem geben um einen schönen Moment zu schenken?

00:25:14: Nein das braucht man nicht.

00:25:16: und wir fragen auch immer ab welchen Bereich möchte derjenige überhaupt übernehmen?

00:25:20: dass wenn ich jemande sagt ich kann nur einkaufen die Fragen ob im Garten buddelt weil dann dachte Ihr wisst doch, ich kann das nicht.

00:25:29: Also ich finde so.

00:25:29: was ist auch wichtig und das kann jeder sagen.

00:25:32: Er kann sagen, ich möchte Spiele spielen oder spazieren gehen.

00:25:36: Ich möchte lieber jemand mit dem Auto irgendwo hinfahren... Das darf man sagen.

00:25:41: Man darf sagen, was man tun möchte!

00:25:44: Für welchen Bereich?

00:25:45: Ja ich geeignet bin aber medizinisch irgendwie da brauche ich überhaupt keine Vorkenntnisse.

00:25:50: Freude am Menschen, freudende an der Gemeinschaft natürlich.

00:25:53: das ist eine Grundvoraussetzung wenn ich sage ich engagiere mich in so einem Verein.

00:25:59: Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.

00:26:02: Viele, viele schöne Momente mit den unterschiedlichsten Personen.

00:26:06: Danke, dass Sie da waren und uns den Einblick in Ihr Nachbarschaftshilfesystem haben zeigen können!

00:26:13: Dankeschön!

00:26:13: Ja vielen Dank für

00:26:25: die Einladung.

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