Moore im Wandel – Wie das Oberallgäu Klimaschutz vor der Haustür gestaltet
Shownotes
In dieser Folge von Kaffeeklatsch ist Maria Schweizer, Geoökologin und Leiterin des Projekts „Oberallgäuer Moorverbund“, zu Gast. Wir sprechen über die Bedeutung der Moore für das Oberallgäu, ihren Beitrag zum Klimaschutz und die Maßnahmen zur Renaturierung und Wiedervernässung von zwölf Moorgebieten der Region.
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00:00:02: Der Allgäuhit.
00:00:02: Kaffeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:00:14: Heute ist unser Gast Maria Schweitzer Geo-Ökologin.
00:00:19: Was ist das genau?
00:00:20: Geoökologen, ähm... Das ist eine Mischung aus Biologien, Geologien und eben Ökologinnen.
00:00:26: Also, da ist viel Natur dabei in Ihrem Aufgabenfeld und ein Bereich ganz spezieller.
00:00:32: Es geht bei Ihnen fokussiert um More?
00:00:35: Genau!
00:00:36: Um die Oberallgäuer
00:00:37: More.
00:00:38: Und da sprechen wir drüber was das alles beinhaltet welches Projekt Sie betreuen und warum More mehr als lebenswichtig sind.
00:00:45: Schön dass sie da sind herzlich willkommen
00:00:47: Ja vielen Dank.
00:00:48: was ich da sein darf
00:00:49: es geht heute ganz ganz viel um More Auf jeden Fall um ganz viel Natur.
00:00:55: Maria Schweitzer, heute da Geo-Ökologin.
00:00:58: Sie sind aus dem Allgäu auch?
00:01:00: Haben sie wir gerade
00:01:01: verraten?
00:01:01: Ja genau!
00:01:02: Ich bin in Burgberg aufgewachsen, die Teamseite hieße.
00:01:08: Also Oberallgäuerinnen und arbeiten jetzt wieder im Oberallgei, und zwar vom Dachverband.
00:01:15: hier sage ich mal, vom Landschaftspflegeverband kämpft ein Oberallguei Ruprik Oberallgäuer Moor verbunden.
00:01:24: Genau, das ist das Projekt um dass sie mich kümmern darf beim Leiterpflegeverband.
00:01:28: Moore, ich meine dass wir draußen wenn man gerade schon im Allgäu aufgewachsen sind gerne draußen sind, gerne die Kulisse genießen, gerne Wandern gehen schiefer angehen und viel draußen aufhalten.
00:01:38: wie ist so ein bisschen ihr Interesse in Richtung Moor gekommen?
00:01:43: Ich sag's jetzt mal so'n Febel für Moore haben.
00:01:45: Ja!
00:01:46: Das hat tatsächlich schon relativ klein angefangen.
00:01:48: also Bei uns nebendran ist das Agatha-Zellamos und da bin ich tatsächlich als Kind schon super gern reingangen.
00:01:56: Und ja, mir hat es von Anfang an fasziniert also zum einen schon auch diese Gruselgeschichte.
00:02:03: Das hat man immer
00:02:06: wieder gehört wobei der eine ist hier im Moorloch stecken blieben oder kann er versinken und so.
00:02:13: Zum anderen einfach diese Buhe und diese wunderschöne Landschaft einfach
00:02:19: Vor allem wer je schon mal auf irgendeinem Moorpfad laufen ist, egal zu welcher Tageszeit man da hinkommt oder auch Jahreszeit.
00:02:27: Das hat jedes Mal ein anderes Flair eine andere Atmo und diese Mystik haben sie ja gerade schon so angesprochen wenn man es so im Herbst vielleicht mal da geht und dann kommt vielleicht schon leicht der Nebel.
00:02:40: also allein vom Schauen ist das schon sehr sehr faszinierend und was drin lebt wahrscheinlich noch viel mehr.
00:02:47: Was
00:02:47: sind so typische Pflanzen oder auch typische Tiere in der
00:02:51: Moor?
00:02:52: Das ist ganz unterschiedlich, sag ich mal.
00:02:54: Also es gibt den... In Hochmooren die sind ziemlich kark also da sind ganz wenig Nährstoffe drin.
00:03:01: das sind ganz speziell angepasste Pflanzen vor Ort.
00:03:05: Die allerwichtigsten Pflanze würde ich sagen ist das Torfmus, das sind diese Fagnen, die einfach das Wasser einfach beichern und immer weiter nach oben wachsen Gefühl aus zum Beispiel, wenn man drüberläuft über so ein Moor.
00:03:19: Dieses ganz Weiche.
00:03:22: Die sind verantwortlich für den Wasserspeicher und auch für das Moorwachstum nach oben.
00:03:26: Also so einen Hochmoor ist hochgewachsen über den Grundwasserspiegel.
00:03:31: Das sind die Haupttorfbilden, die wichtigsten Pflanzen sozusagen.
00:03:37: Und dann gibt es noch jede Menge andere Moosbärle
00:03:41: z.B.,
00:03:42: also genau die dann so kleine
00:03:44: Böppele haben, gell?
00:03:46: Genau wie so kleine Mooseepen
00:03:49: hier.
00:03:49: Kleine Dinger haben!
00:03:49: Jetzt haben Sie gerade schon ein bisschen angesprochen Schwamm Feuchtigkeit aufsaugen Hochmoor wächst nach oben.
00:03:58: Moores sind Lebens wichtig eben auch als Wasserspeicher Als Wasserschwam.
00:04:03: vielleicht einfach erklärt Warum hat das Moor so eine Wichtigkeit oder so eine große Bedeutung?
00:04:10: Die brauchen wir die müssen wir wieder herstellen.
00:04:14: Ja, da gibt es tatsächlich nicht nur einen Faktor sondern ganz viele positive Funktionen von Moorn.
00:04:20: Also eins ist auf jeden Fall die Wasserspeicherkapazität.
00:04:24: Gerade starkere Ereignisse im Morde können unglaublich viel Wasser auf einmal aufnehmen und geben das dann langsam wieder ab.
00:04:33: Genau beeinflussen auch unsere erstens klein klimatisch also dadurch dass sie soviel Wasserspelchen sind die Lebensräume meistens kühler bringen ein bisschen Kühle
00:04:45: in die
00:04:45: Landschaft.
00:04:47: Zum anderen sind sie natürlich, das hat sich schon rumgesprochen, hinsichtlich vom Klimawandel unglaublich wichtig.
00:04:56: Sie sind einfach riesengroße Kohlenstoffspeicher also die ganzen Torfschichten unten drin und ja tatsächlich problematisch dass eben im Moment viel CO- zwei abgeben wenn sie trocken sind.
00:05:11: Ja und weiterhin haben sie noch den den Faktor, dass es einfach wunderschöne Landschaften sind und dass wir halt vom Artenschutz unglaublich wichtig aus sind.
00:05:21: Unglaubliche Bandbreite an Tiere und Pflanzen.
00:05:24: Jetzt ist das ja bei den Moren so die werden renaturiert, dass sie weder diese Feuchtigkeit aufnehmen man hat denen irgendwann einmal die Feuchtigkeits entzogen?
00:05:35: Ja tatsächlich Das eigentlich schon immer ein Faktor, würde ich sagen.
00:05:41: Also die
00:05:41: es als Menschen gibt haben dir?
00:05:43: Ja genau also das ist natürlich nicht angenehm übers Mord zu laufen oder man kann da schlecht Landwirtschaft betreiben.
00:05:52: deswegen war die Idee naja wir legen die Morre trocken dann geht's einfacher dann können wir hier landwirtschaft betrieben und das war sogar so dass das dann vor fünfzig siebzeig Jahren sogar staatlich gefördert war, weil man eben dachte dass man die Morge einfach trocken legen kann und dort dann Landwirtschaft betreiben.
00:06:15: Ja tatsächlich kam so nach und nach das Learning, dass es halt leider doch nicht zu gut funktioniert, weil das einfach ganz ganz andere Standorte sind wie ein mineralischer Boden.
00:06:26: also da wächst einfach in den Moor Und
00:06:30: nicht so gut.
00:06:31: Ja, eben mit der Feuchtigkeit bei viele Pflanzen brauchen dann ein bisschen einen Trockner im Boden zwar Feuchtigkeiten aber nicht so feucht weil das wäre dann für den keine Ahnung Hafergerste schon wieder zu nass
00:06:41: Genau.
00:06:41: Und vom Nährstoffangebot.
00:06:43: Moritz sind wichtig, Frau Schweizer haben Sie gerade gesagt und wann hat es angefangen das es geheißen hat?
00:06:50: Moritz ist so lebensnotwendig.
00:06:52: Das sind wasserische Reserven.
00:06:54: Das ist CO-Zwei Speicher nix austrocknen Befeuchten.
00:07:02: Ja ich glaube das hat sich dann schon erstens natürlich in der Landwirtschaft schon gezeigt dass die Standorte doch nicht so richtig gut geassnet sind.
00:07:10: Das würde man sagen war der Anfang und dann natürlich aber auch über Untersuchungen, dass man einfach gemerkt hat wie der Boden verschwindet sozusagen.
00:07:20: Also Moores sind ja dort wo Torfisch reines organisches Material als einfach abgestorbene Pflanzenreste und wenn man die entwässert dann gehen sie praktisch wirklich in die Luft.
00:07:33: Also der Kohlenstoff wird als CO² frei und der Boden verschwindet tatsächlich.
00:07:38: Und es gibt sogar Bereiche, in denen dann überhaupt kein Torfboden mehr da ist.
00:07:42: Dann sind nur noch Steine im Schluss üblich... also die Unterlage praktisch
00:07:45: war ja
00:07:46: der Ton oder so.
00:07:51: Wirkliche Wichtigkeit zur Renaturierung, die kam jetzt natürlich auch mit dem Klimawandel tatsächlich
00:07:57: aus.
00:07:57: Oder wo das noch mal verstärkt beschleunigt hat vielleicht?
00:08:00: Genau dass man eben feststört hat oh je dieser CO-Ausstoß ist enorm über diese Torflächen, über die Entwässerten und deswegen besteht da ja großer Handlungsbedarf.
00:08:16: Es ist es ja nicht so, ich habe hier ein Gebiet.
00:08:19: Ein Moorgebiet, was ich mal, dem ich ganz viel Wasser und Feuchtigkeit entzogen hab, dass ich mal hier einen Gartenschlauch hinerhebe und sage okay, ich tränke euch wieder.
00:08:27: Nee, das ist wirklich eine jahrelange Bearbeitung oder Aufarbeitungen auch des Bodens.
00:08:34: Das kann man nur in einer Projektarbeit, in der Mehrjährigen dann quasi vollenden auch da nicht
00:08:41: sondern etwas anstupsen.
00:08:43: Genau!
00:08:44: Also es ist tatsächlich Das Problem ist tatsächlich so, also gerade diese Entwässerungsgräben die sie angelegt haben sind wahnsinnig effektiv und ohne dass man jetzt irgendwas tut funktionieren die weiterhin und entwässern.
00:08:58: Und indem wir dann zum Beispiel Demibaud kann man dem ergegenwirken und das Schöne ist tatsächlich Das Wachstum wieder angeregt wird.
00:09:13: Also das dauert natürlich dann ein paar Jahre, wenn dann das Wasser einfach wieder drin kalten wird, dass sich die Pflanzen wieder anzählen, dass die Torfmusse wieder wachsen können und dann funktioniert es auch wieder von selber.
00:09:25: Dazu braucht's natürlich gerade in der Anfangszeit nur eine Betreuung.
00:09:34: Oberallgäuer Moor verbunden, sprich das ist ein Projekt was Sie betreuen.
00:09:39: Über welches Areal oder über wieviel Moore, überwiefe Standorte sind sie quasi Herren in Anfangszeichen?
00:09:49: Genau das sind zwölf Kulissen über einen ganzen Landkreis verteilt also vom Norden von Oberallgelbe ganz ins Süden runter und auch über verschiedene Höhlenlagen.
00:09:59: also sowohl in den Tallagen sind der Mord dabei bis in die Höhlenlagen, hinten im Oberstorff am engen Kopf oben.
00:10:07: Das ist so das höchste Projekte.
00:10:11: Wie ist es dazu gekommen dass man sagt man macht eine mehrjährige Projektarbeit innerhalb vom Landschaftspflegeverbund
00:10:18: Sektor
00:10:19: Moore?
00:10:20: Dass man gesagt hat okay das muss ich auch mit einer eigenen Ansprechpartnerin quasi betreuen.
00:10:27: Das Schöne an seinem Großprojekt ist einfach mit diesem größeren Verbund schaffen kann.
00:10:36: Das war tatsächlich auch die Idee dahinter, dass es nicht nur irgendwie ein isolierter Standort ist sondern das gerade jetzt auch hinsichtlich vom Klimawandel über die verschiedenen Kulissen grad die Arten, die Möglichkeit haben sich auszutauschen und dass es eben nicht nur einen Standard gibt wo jetzt super viel passiert.
00:10:58: Das war so die Hintergrundidee und von der Förderung ist es natürlich wunderbar, wenn man die Aussicht hat okay das läuft jetzt vier Jahre wir können wirklich was umsetzen.
00:11:08: Ansonsten ist es so beim Landschaftspflegeverband oder über diese Landschaftspflegeprojekte das sind normalerweise kleine Einzelprojekten, dass jedes dann einen Antrag stellen muss und das ist natürlich das Schöne gesichert ist über die vier Jahre.
00:11:24: Das Projekt geht schon ein paar Jahre, das ist glaube ich dreiundzwanzig, es ist
00:11:28: gestartet.
00:11:29: Vier Jahre haben sie gesagt und heißt es eigentlich Ende nächsten Jahres?
00:11:34: Ist dieses Projekt geschlossen oder so weit abgeschlossen dass sich automatisiert oder dass der Ansturbser war, dass sich das selbst regeneriert vielleicht oder noch mehr regeneriert?
00:11:50: Der Landtagspflegeverband wird sich weiterhin um diese Kulissen auch kümmern.
00:11:55: Das wird nahtlos weitergehen mit Kleinprojekten und ja vielleicht auch wieder in einem größeren Projekt, dass man die da eben sich weiter kümmern kann.
00:12:07: also es ist nicht so das das irgendwie abgeschlossen ist sondern dass es einfach weiter geht
00:12:11: Mehrheitlich am Schreibtisch mehrheitlich draußen in der Natur.
00:12:14: wie ist das Prozentverhältnis?
00:12:17: Weil es ist drinnen und draußen.
00:12:18: Ja, genau!
00:12:20: Also bei mir ist das tatsächlich fast ausgeglichen würde ich sagen also ihr Halbzeit im Büro mit Planung, Vorbereitung, Dokumentation usw.
00:12:30: Und die andere Hälfte draußen entweder in Gesprächen mit Grundstücksbesitzern auf der Baustelle oder auch zur Vegetationsaufnahme zum
00:12:40: Teil Fünfzig-Fünfzig ist also so ihr Aufenthalt
00:12:44: in
00:12:45: Büro und draußen, in der Natur.
00:12:47: Privatbesitzer haben Sie gerade angesprochen Frau Schweizer.
00:12:51: das was sie machen dieses Projekt was sie betreuen das heißt es sind keine öffentlichen Flächen die in einer Gemeinde, in einer Kommune beispielsweise gehören sondern wirklich im Privat besitzt
00:13:02: sind.
00:13:03: Ja, also der Hauptteil ist ein Privatbesitz.
00:13:05: Es gibt natürlich auch Gemeindeflächen oder auch Ankaufsflächen vom Landkreis aber der ganz große Teil ist tatsächlich im Privat-Besitz und da geht es natürlich dann darum diese Privat Besitzer mit ins Boot zu holen und davon zu überzeugen dass es sinnvoll ist eine Renaturierung durchzuführen.
00:13:24: In welchem Zustand sind die Morre Danner?
00:13:26: Die sie so vorfinden wenn der Eigentümer sagt okay Sie können schalten und weiten auf dieser Fläche.
00:13:33: Und gucken, dass das wieder mal in seinen Urzustand irgendwann zurückkommt?
00:13:39: Was finden sie vor?
00:13:40: Das ist tatsächlich auch sehr unterschiedlich.
00:13:43: Es gibt viele Bereiche – ich habe es vorher schon kurz angesprochen – wo es tatsächlich ja sehr große Veränderungen gab einfach dadurch, dass diese Entwäschungsgräben weiterhin funktionieren und über Jahrzehnte jetzt schon trocken sind.
00:14:00: Da ist es oft auch so gewesen, dass man dann Fichte angepflanzt hat.
00:14:05: Wenn man dachte die wächst da vielleicht ganz gut mit der kann man was anfangen und das sind tatsächlich die Bereiche die ja fast schon am stärksten verändert sind sag ich mal wo wir dann wirklich gar keine Torfmose oder sowas mehr haben.
00:14:20: Es gibt aber auch Bereiche wo sich zum Teil die Natur schon wieder zurückgeholt hat wo sie eine natürliche Regeneration Also
00:14:29: halt passiert ist.
00:14:32: Und andere Standorte, das sind Niedermor-Bereiche die sind traditionell oft als Streuwiesen genutzt
00:14:43: worden.
00:14:44: Das sind
00:14:44: unglaublich ardenreiche Bereiche und da ist es so, dass die halt oft wieder zugewachsen sind.
00:14:50: also genau es gibt ganz unterschiedliche Flächen
00:14:53: und ganz unterschiedlichen Zustände auch von diesen Flächen.
00:14:56: gerade diese Verbuschung was man ja irgendwo sonst auch weiter oben in den Bergen hat das ist quasi bei so Streuwiesen einfach dass sie zu dicht geworden sind.
00:15:08: und was muss man dann machen?
00:15:09: heißt Okay, man schaut das da einmal im Jahr gemäht wird oder kommt jemand mit der Haare geheckelt ein bisschen auf?
00:15:17: Natürlich nicht.
00:15:18: Wie geht es dann von Statten gerade vielleicht bei so einer Streuwiese?
00:15:22: Genau!
00:15:22: Also bei Streuwiesen ist tatsächlich das Problem dass sie oft verbuschen also dass wir dann beiden wachsen das faulbaum und das ja einfach zu wachsen, dass dann der Artenreichtum verloren geht.
00:15:33: Das sind normalerweise unglaublich blütenreiche Standorte also eine große Vielfalt an Blühpflanzen haben.
00:15:39: Und da ist es tatsächlich so, dass wir dann erst einmal eine Entbuschung machen.
00:15:45: Genau das ganze Gehölz runternehmen.
00:15:46: Je nachdem wie's dann ist, muss man auch nur Stöcke fräsen, dass man halt einfach dann wieder mähen kann.
00:15:53: und da ist Es so, damit es wichtig ist relativ spät im Jahr zu mähen.
00:15:59: Erst ab September manchmal sogar erst
00:16:01: im Oktober habe ich das
00:16:02: auch schon.
00:16:03: Ja genau!
00:16:06: den Pflanzen und auch den Tieren zu ermöglichen, ihren ganzen Jahreskreislauf sozusagen fertigzumachen.
00:16:14: Ja ja dass die einmal das Jahr doch machen können.
00:16:17: Torf haben sie jetzt auch schon in unterschiedlichen Kontexten einmal angesprochen.
00:16:22: Torfabbauer wir kennen es.
00:16:24: wir brauchen Blumen Erde und dann steht auch richtig groß drauf Torf freie Erde.
00:16:30: Warum ist das so wichtig, dass da kein Torf drin ist bei den Säcken die ich kaufen kann im Baumarkt oder in einem Gartencenter?
00:16:39: Ja.
00:16:39: Das ist genau das, was Sie vorher schon kurz angesprochen haben.
00:16:42: Dieser Torf besteht ja aus Kohlenstoff und wird dann einfach als CO-II frei.
00:16:49: Und wir sind jetzt hier dran – die ehemaligen Torfabbaugebiete.
00:16:54: also.
00:16:54: bei uns hat man früher auch viel Torf gestochen wieder zu renaturieren.
00:16:59: Und ja in der Blumen Erde ist es tatsächlich so, dass eben in anderen Gebieten noch Torf abgebaut wird.
00:17:05: Was unglaublich schädlich zum einen natürlich für die Natur ist und hinsichtlich Klimamantel auch.
00:17:11: Das ganze Moor muss wieder renaturiert werden, bewässert werden oder so gearbeitet werden das diese Feuchtigkeit wieder in diesem Sektor oder in dieser Kulisse bleibt.
00:17:23: Wie guckt das aus?
00:17:24: Da wird ich muss sagen mit schon schwerem Geschütz am aufgefahren.
00:17:29: Ja, also die Gräben sind oft tatsächlich richtig tief und da geht von Hand gar nicht mehr so viel.
00:17:36: Also sparten allein näher?
00:17:37: Ne, genau!
00:17:40: Da brauchen wir wirklich große Geräte zum einen einfach Moor-Bagger.
00:17:46: Die haben dann richtig breite Ketten, dass sie eben nicht versinken.
00:17:49: Sie können auch in sehr nasse Gebiete reinfahren.
00:17:54: Und mit diesem Bagger wird normalerweise eben erst einmal ausgehoben und je nach Standort ein Damm errichtet aus dem vorhandenen Material, also aus Torf oder bei größeren Dämmen.
00:18:11: die werden dann armiert.
00:18:12: Also mit Stammholz.
00:18:16: In Morhen haben wir oft Fichte vorhanden.
00:18:20: Oder es werden Dämme gebaut in den Liegen der Spundwand, also wirklich dicke Bretter im Boden eingebracht werden die dann abdichten.
00:18:30: Das ist so ihr Tagesgeschäft.
00:18:32: quasi vielleicht an einem Beispiel oder in dieser Zeit seit dieses Projekt läuft seit drei und zwanzig.
00:18:38: was konnte schon realisiert werden umgesetzt werden?
00:18:41: Dämme wie viel Dämmen haben sie mit ihrem Team bauen können?
00:18:45: Oder wurden gebaut?
00:18:47: das geht in die Zickhunderne.
00:18:51: Ja, auf jeden
00:18:52: Fall.
00:18:53: Insgesamt weiß ich gar nicht wie viele.
00:18:57: Aber ein Beispiel aus dem Batzeinsenmoos ist das Moor oben zwischen Kranzwerk und Werther Richtung Brosses-Elec.
00:19:07: größte Renaturierungskulisse bis jetzt,
00:19:10: da
00:19:10: haben wir ungefähr sechsohnundfünfzig Dänne gebaut.
00:19:13: Also bei einem Projekt?
00:19:15: In einer
00:19:17: Kulisse!
00:19:18: Okay dann geht es wahrscheinlich schon in die Tausende also vierstellig.
00:19:22: ist das was sie dazu machen?
00:19:25: startet ihre Arbeit mit dem Kartieren vermessen und wie wird so ein Moor Abschnitt eine Parzelle irgendwie ausgemossen mit Leser oder wie tief auch das nach unten geht, oder wann die Feuchtigkeit kommt.
00:19:39: Oder war nicht auf festem Grund wieder Stoß?
00:19:41: Ja genau tatsächlich!
00:19:42: Also in vielen
00:19:43: Moons
00:19:44: gibt es schon Untersuchungen.
00:19:45: Das ist natürlich Punkt eins.
00:19:46: ich gucke was es schon alles gibt.
00:19:48: Zweitens ist aber auch dann die Arbeit raus zu gehen und wirklich noch mehr speziell nachzugucken.
00:19:53: wir haben über die Franzi Kaufus hier ist die Moa Betreuerin vom Oberallgäu So ein klein Moorbohrer, wir gehen auf zu zweit raus und bohren dann und schauen eben wie dick diese Vorgeschicht ist.
00:20:08: Und genau um dann genau fortbereiten zu können, wie die Dämme im Einzelnen gebaut werden.
00:20:15: Also Prima geht es darum eben so, wie einen Wasserrückhalt becken?
00:20:20: zu bauen, dass das Wasser wieder bleibt und aufgrund dessen weiß feucht es sich Pflanzen ansiedeln können.
00:20:28: Und natürlich auch neue Räume für Tiere geschaffen werden.
00:20:32: Genau.
00:20:33: Das ist so.
00:20:33: Also normalerweise wird das dann angestaut und dann kommen relativ schnell schon die Torfmose wieder, die ja zum Teil auch flutend...
00:20:43: Die schwimmen ein
00:20:45: bisschen?
00:20:46: Ja!
00:20:48: Die Gebiete sehen dann tatsächlich ganz anders aus.
00:20:53: Man kann sich das wirklich so ein bisschen wie eine Grat dadurch, dass es bei uns alles ein bisschen steiler ist.
00:20:58: So eine Hügellandschaft an Vorstellen sind die Dämme und dahinter immer die Löcher wo sichs Wasser wieder sammelt und die wachsen da normalerweise relativ schnell zu.
00:21:08: Mit den Torf mussten wieder.
00:21:10: Da hat man wirklich alles an grünen Tönen, das ist unfassbar von so gelbgrün sehr frisch bis hin zu Nadelholz-Dunkelgrün.
00:21:19: also die Kulisse ist schon immer sehr beeindruckend in der Moor Es gibt es ja die Allgäuer Mooralians, es gibt es bei ihnen den Oberallgäuern Moor verbunden wo sie Projektleiterin sind.
00:21:30: wie passt das zueinander?
00:21:32: Also kooperiert man da oder sieht sich da in Anfangszeichen eventuell als
00:21:36: Konkurrent?
00:21:38: Nein, überhaupt nicht.
00:21:39: Also wir sind Partner auf jeden Fall und die Kulissen sind auch so ausgesucht dass es sich ergänzt.
00:21:46: Genau also und außerdem ist es ebenso die Moa Allianz ist nicht auf Privatgrund tätig.
00:21:51: das machen wir über den Landtagspflegeverband und dann ist es zum Teil auch so, dass es wirklich Flächen sind die direkt
00:21:58: angrenzen.
00:22:00: und genau die Moaa Allianze ist mehr im Ostallgäu und dem nördlichen Land ist tätig.
00:22:05: Aber der markanteste Unterschied ist Privatbesitz oder Privatflächen und öffentliche oder kommunale Flächen.
00:22:14: Das ist so, wo wir mitnehmen
00:22:16: können.
00:22:16: Und es gibt natürlich auch eine weitere Akteur, die bei den Staatsforschen der Bund Naturschutz usw.
00:22:22: Es gibt viele Moa-Akteure genau und wir teilen uns da gut auf und ergänzen uns.
00:22:26: Das is so ein Hand in Hand!
00:22:28: Genau.
00:22:28: Es geht nur Hand in hand?
00:22:29: Genau.
00:22:30: Haben Sie zum Abschluss eine Lieblingspflanze Tier oder welches Tierchen konnte man wieder ansiedeln, was eben diese moorige Landschaft braucht?
00:22:43: Oder diese mooregefeuchte Umgebung.
00:22:47: Ja also was ich unglaublich beeindruckend finde wir haben gerade im Batzeinsenmoos im Frühjahr renaturiert und im Sommer sind die Libellen geschwört.
00:22:56: Also das war wirklich beeindruckend, die kommen sofort wieder zurück.
00:23:01: und dann gibt es aber natürlich noch ganz viele andere.
00:23:03: also zum Beispiel unser Wappentier der Hochmorgelbling.
00:23:07: Das ist auch ein
00:23:08: Schmetterling?
00:23:09: Genau
00:23:10: und der legt seine Eier ab auf den Rausperre.
00:23:14: Das is' auch eine Hochmorpflanze.
00:23:19: Ziemlich nass, also der Hochmargelblink kann nur dort sich entwickeln wo drunter nasse Torfmose sind.
00:23:26: Das ist auf jeden Fall mein Lieblingstier in den Mooren!
00:23:31: Danke fürs Dasein, danke für diesen Mini-Einblick ins Sachen Moore und wie wichtig das ist die Moore wieder rezunaturieren dass diese Feuchtigkeit bleibt, dass sich da Landschaft und auch Tierwelt wieder ansiedeln können.
00:23:45: alles Gute ihnen und toi toi toi!
00:23:47: Vielen
00:23:47: Dank.
00:23:48: Der
00:23:49: Allgäu-Hit Café Clutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:23:53: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
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