Im Gespräch mit Andreas Breuer – Ein Blick hinter die Kulissen des ZAK

Shownotes

Wie entwickelt sich moderne Abfallwirtschaft und welche Rolle spielt die Kreislaufwirtschaft dabei? In dieser Podcastfolge spricht Andreas Breuer, Geschäftsführer des ZAK, über aktuelle Herausforderungen, nachhaltige Lösungen und die Zukunft der Ressourcenverwertung.

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00:00:02: Der Allgäuhit Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

00:00:14: Heute ist unser Gast Andreas Breuer Geschäftsführer der ZAK Holding – also das Zweckverband Allgäuschkämmten.

00:00:21: Hallo?

00:00:22: Andreas habe ich das richtig gesagt oder irgendeine Funktion

00:00:27: unterschlagen?!

00:00:28: Ja hei, guten Morgen Marion.

00:00:30: Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten wäre genau der richtige Begriff.

00:00:34: aber im Großen und Ganzen passt schon her

00:00:36: Und Müll trennen, Müll entsorgen ist nur ein Teilbereich.

00:00:41: Wie viele Bereiche gibt es?

00:00:42: Nur von der Stückzahl her sind das fünf zehn.

00:00:45: Also das Portfolio des Zag ist riesengroß.

00:00:49: Ja, im Großen und Ganzen ist das so.

00:00:51: Wir haben die ganz klassische Müllerfassung über die Wertstoffhilfe, über die Inseln natürlich unsere drei Tonnen, die schwarze Tonne, die Biotonne und die blaue Tonne sage ich mal klassisches Müllgeschäft.

00:01:05: dann haben wir unsere Energiesparte Betrieb Müllheitskraftwerk, Betrieb von Wärmenetz in Kempten.

00:01:12: Das ist die Energie GmbH.

00:01:13: mein Kollege Christoph Lindermeyer ist da Geschäftsführer.

00:01:18: Und zusätzlich haben wir unseren Reuse-Bereich, den wir jetzt in den letzten Jahren sehr stark aufgebaut haben.

00:01:24: Wo wir mittlerweile vier Kaufräuser im ganzen Zweckverbandsgebiet haben und wo man wirklich Sachen in die Wiederverwendung bringen.

00:01:32: Und als letzte Säule haben wir unsere regenerativen Energien, wo man unsere Beteiligungen gemeinsam mit dem AEW und auch den Allgäuer Kraftwagen aus Sonthofen hat.

00:01:45: Die sogenannte BA- und die SEA in denen wir PV-Projekte beziehungsweise Wind und warme Projekte voranbringen.

00:01:54: Die große Welt des Mülls, der Abfallwirtschaft, der Entsorgung, das Recycling, das Abcycling – da sind ja in den letzten Jahren ganz viele neue Begriffe auch in diesem Kontext aufgetaucht.

00:02:07: Andreas Der Zack!

00:02:08: Wie lange gibt es denn den Zack hier schon?

00:02:10: bloß, dass man so eine Orientierung hat?

00:02:14: Wie ist das Ganze mal gestartet und wo stehen wir heute im Jahr-zwei-tausendzechsundzwanzig.

00:02:19: Ja!

00:02:19: Den Zack in der heutigen Form gibt's seit zweiundfünfzig Jahren.

00:02:23: also wir hatten vor zwei Jahren unser fuchzigjähriges Jubiläum.

00:02:26: In der heutige Form haben ja drei Gebietsköpperschaften die bei uns im Zweckverband mit dabei sind und unsere Gesellschafter sind sozusagen Die Stadt Kempten in Landkreis Oberallgäu und den Landkreise Westallgäusch.

00:02:40: Und entstanden ist der ZAK eigentlich aus dem Zweckverband Landkreiskempten, Stadt-Kempten die sich nineteenhundertfünfersechzig gegründet haben.

00:02:50: Und dann nineteenhundhundertvierundsiebzig auch die erste Müllverbrennungsanlage in Kempton gebaut haben drei Ofenlinien Und daraus ist der Zack eigentlich in der heutigen Form entstanden.

00:03:02: Das ist ein Industriegebiet draußen, jeder der kämpft.

00:03:04: Damals war

00:03:05: es weit draußen, ja?

00:03:06: Damals

00:03:06: wars wahrscheinlich ganz, ganz weit draußen aber jeder der Kämpfen besucht ist da vielleicht auch schon mal vorbeigefahren.

00:03:13: Man hat sich permanent weiterentwickelt man war innovativ für seine Zeit von den Ideen her mit Sicherheit damals auch nicht leicht gehabt manches durchzubringen, weil in den Köpfen damals vielleicht zu abstrakt.

00:03:30: Auch Stichwort Fernwärme also dieses Wiederverwenden von ja entstandener Energie beim Verbrennen beispielsweise?

00:03:38: Ja das ist natürlich mittlerweile ein ganz wichtiger Ein wichtiges Standbein auch von uns.

00:03:45: Die Abwärme, die wir am Müllheitskraftwerk haben zu nutzen und sinnvolle Umweltaspekte damit zu erfüllen.

00:03:56: Wir liefern nur um eine Zahl zu bringen aktuell so... circa zweihunderttausend Megawattstunden Wärme.

00:04:04: Das entspricht so in etwa achtunddreißig tausend Haushalten, die man da mit zwei Personen haushalten, wie wir damit

00:04:11: gerade die Hälfte vom Kämpfen ungefähr haben.

00:04:13: Also

00:04:13: es ist eigentlich ganz Campen wenn man das so sagen kann.

00:04:18: Natürlich haben wir viele Gewerbebetriebe auch dabei und somit sind's natürlich nicht alle Kemptner Burger, die mit Wärmen versorgt waren.

00:04:26: aber rein bilanziell ist es eigentlich einmal die Kemptener Bürgerschaft.

00:04:31: Das ist schon irgendwo krass.

00:04:32: War man da auch so irgendwie eine Firma, eine GmbH der ersten Stunde wo gesagt hat hey wir holen uns das wieder unter dem Boden und ja erwärmen ganz viele Haushalte?

00:04:45: Ja na Tatsächlich war es so.

00:04:48: Der Schritt, den wir haben zu entwickeln, war schon eine Pionierleistung vor ca.

00:04:54: dreißig Jahren.

00:04:56: Den Schritt zum Machen eben das Gewerbegebiet war eigentlich noch relativ weit draußen bzw die Mülle.

00:05:02: Das Müllheitsgreifwerk war nicht so angebunden baulich an die Stadt Kempten und der Schritt, die Fernwärme dann auch nach Kempte reinzunehmen.

00:05:11: War schon ein mutiger Schritt aber im Nachhinein natürlich ein super sinnvoller Schritt weil speziell für die Stadt Kämpten ist heute die Fernwand in natürlichem Segen

00:05:24: Absolut, das ist ein großer Bereich diese Müllverbrennungsanlage.

00:05:28: Natürlich auch Mülltrennen, Wertstoffhöfe, Wertstoffinseln – man sieht sie ja die Wertstoffinsel in jedem Wohngebiet ab!

00:05:37: Ein paar Meter da kann ich mein Plastik irgendwo wegbringen meine gelesenen Prospekte Ich habe Glas und so weiter.

00:05:45: Das ist ein großes zweites Standbein dass es alles so in der kurzen Distanz ist.

00:05:51: Das ist auch so.

00:05:52: das Konzept, also kurze Wege zum Entsorgen.

00:05:55: Ja klar!

00:05:55: Also das sage ich mal muss immer irgendwo auch unser Ziel sein.

00:05:59: Wir machen das alles hier für unsere Bürger im Zweckverbandsgebiet.

00:06:03: Das ist ja auch der Sinn eines Zweckverbandes.

00:06:06: Der Zweck-Verband hat ja auch die Besonderheit es gibt keine Gesellschaften an die eventuelle Gewinne zum Beispiel ausgeschüttet werden sondern es bleibt alles im Zwecksverband.

00:06:15: Alles Geld was erwirtschaftet wird bleibt im Zweckeverband und senkt dann auch dementsprechende Gebühren.

00:06:21: Und wie gesagt, deswegen versuchen wir natürlich auch allen unseren Leistungen so nah an unserem Bürger zu sein wie möglich.

00:06:28: Und da können natürlich die Wertstoffhilfe – die sind jetzt auch mittlerweile vor dreißig Jahren in der Art und Weise entstanden, wie sie heute sind kann dazu.

00:06:38: Wir haben im ganzen Zweckverbandgebiet verteilt acht oder dreißige Wertstoffhöfe also ein sehr kleingliedriges System.

00:06:45: Viele Kommunen mit drei, viertausend Einwohner haben ihren eigenen Wertstoff auf der Weg.

00:06:50: Ist kurz auf den Wertstoffhof und als Ergänzung dazu für die wirklich die Wertstoffe und Abfälle des täglichen Lebens haben wir fünfhundertvierzig Inselstandorte im ganzen Zweckverbandsgebiet verteilt wo wirklich pro Ein paar hundert Bürger, ein Standort da ist.

00:07:10: und das Ziel ist es eigentlich von überall, dass auch fußläufig erreichbar ist.

00:07:15: Und die Verpackungen des Glas, das Papier, da auch wirklich haushaltsnah entsorgt werden kann.

00:07:22: Heute ist ja auch Tag der Verpackung!

00:07:25: Da passt das ganz gut, Andreas, dass du auch da bist.

00:07:28: Denn wir wollen da schon noch mal so ein paar Zahlen hören was hier so verbrennt wird, einsammelt, es sind ja Tonnen.

00:07:38: Das kann man sich mit einem normalen Kopf irgendwie gar nicht vorstellen was das für Berge sein würden wenn man das alles so übereinander liegen würde.

00:07:47: Also insgesamt sind es bei uns im Zaggebiet, im Zweckverbandgebiet ca.

00:07:52: einhundert und siebzig tausend Tonnen Müll- und Wertstoffe die wir im Jahr einsammeln.

00:07:58: Davon sind ungefähr fuchzigtausend tonnen Restmüll und Spörmüll die tatsächlich in die Verbrennung gehen Und die restlichen hundertzwanzig Tausend Tonnen sind Wertstoffen die in irgendeiner Art recycelt worden wieder verwendet werden oder anders genutzt waren.

00:08:16: Wichtige

00:08:16: Rohstoffe ja zum Teil auch.

00:08:20: Zur Wiederverwendung ganz klassisch und extrem hochwertig auf Papier, Glas.

00:08:26: das sind so ganz wichtige Fraktionen.

00:08:28: aber aus Holz wird zum großen Teil wieder verwendet wie es wir jetzt gerade beim ganz aktuellen Projekt gemacht haben bei uns an der Fasade in unserer Zack Verwaltung.

00:08:39: da haben wir tatsächlich wiederverwendetes Holz von den Wertstoffhilfen genommen mit dem Holz eingesammelt haben das dann strukturiert und haben es tatsächlich als Fassade wiederverwendet, falls jemand mal vorbei fährt bei uns und sich wundert warum die Fassaden so bunt ist.

00:08:55: Das ist der Grund dafür.

00:08:57: Ein Unikat!

00:08:58: Es gibt kein zweites Mal.

00:09:01: Wie gesagt viele der Wertstoffe waren wieder verwendet.

00:09:06: Und wenn man dann aber auch noch mal so die ganze Wertstofffraktion sieht und wenn wir jetzt wieder auf die Verpackungen zurückkommen.

00:09:14: Und diesen hundertzwanzigtausend Tonnen sind in etwa sechstausend Tonne die Leichtverpackung, der gelbe Sack!

00:09:21: Also eigentlich

00:09:23: gar

00:09:23: nicht zu viel.

00:09:24: Nee, das ist gar nichts so viel.

00:09:26: und das persönliche Wahrnehmen in den Läden wenn man einkaufen geht ist ein größeres.

00:09:31: Da ist so viel Plastik und ich denke mir immer ah jetzt habe ich schon wieder irgendwie so'n Jute-Sack voller Plastika.

00:09:35: Ich muss an die Insel.

00:09:37: aber wenn man das jetzt einmal so aufdrüsselt es ist ein kleiner Prozentsatz und manchmal wäre auch eine alternative Verpackung Umweltschädlicher würde jetzt nicht den Umwelthschutz fördern als wenn ich tatsächlich sage, ich brauche für dieses Lebensmittel einfach diese Plastikverpackung.

00:09:58: Natürlich gibt es auch genügend Plastikerpackungen die man weglassen könnte.

00:10:02: aber speziell im Lebensmittelbereich ist das einfach auch so.

00:10:06: Die Verpackung hat neben natürlich Werbung und so weiter Aber auch den Zweck einfach ein Lebensmittel haltbar zu machen.

00:10:13: Der ökologische Nutzen durch die Heilbarmachung des Lebensmittel ist oft deutlich höher und vom Umweltimpakt wichtiger.

00:10:24: wie eine gute Recyclingfähigkeit von der Verpackung.

00:10:29: Und natürlich sollte man da schon irgendwo auch ne Birloss finden und auch neue Technologien entwickeln, um auch gute Verpackungen herzustellen die dann auch noch recyclingfähig sind.

00:10:41: aber der erste sage ich mal Hauptgrund für Verpackungsmittel ist bei Lebensmitteln die Haltbarmachung und das muss man halt auch irgendwo sehen.

00:10:54: Und deswegen sage ich auch insgesamt, mir persönlich wird dieses ganze Thema Leichtverpackungen immer ein bisschen zu sehr gehypt.

00:11:03: Man hat oft das Gefühl... Das ist die einzigste Abfallfraktion, die wichtig ist!

00:11:09: Aber wie gesagt, wenn man speziell einmal das prozentuale Verhältnis sieht von allen Abfällen im Vergleich zu den Leicht- verpackungen, es ist eher ein bisschen untergeordnetes Thema.

00:11:18: Das

00:11:19: ist krass und das muss man auch mal eben sagen, wie die Gewichtung da in dem Fall ist?

00:11:24: So mal quergefragt, die meistgestellte Frage an dich.

00:11:28: Wenn man auf dich trifft oder du bist vielleicht beim Vortrag oder so gibt es da irgendwie eine Frage, die permanent an dich gestellt wird?

00:11:36: Was kommt in Klasscontainer?

00:11:39: Eine Flasche mit Metallverschluss

00:11:40: oder nicht?

00:11:41: Also kann mit Metall- verschluss rein natürlich weil sie auch hier in der Sortierung dann wieder aussortiert wird.

00:11:52: Das ist jetzt eine Frage, was wirklich oft gefragt wird.

00:11:58: Muss ich den Joghurtbecher ausspülen?

00:12:01: Bevor ihr einen gelben Sack gebt muss ich den Deckel abreißen.

00:12:05: Beim Deckelabreisen sage ja das ist tatsächlich sinnvoll weil dann ist es Alu und der Kunststoff einfach trennbar auf die Sortieranlage.

00:12:15: Weil das wird alles maschinell sortiert Da ist es sinnvoll.

00:12:21: Es bricht jetzt aber auch kein Welt zusammen, wenn das einmal nicht passiert.

00:12:25: Ausspülen muss man sie nicht!

00:12:27: Das ist eher so ein Hygienethema.

00:12:29: Man hat den gelben Sack ja auch möglicherweise im Haus und fängt da zum Riechen an.

00:12:34: Aber rein aus Recyclingen.

00:12:36: sich muss weder des Glases in den Glaskontainern geht beziehungsweise auch der Joggerbächer ausgespielt worden.

00:12:44: Heute geht's um Über Thema, über das große Motto Müll, Müll entsorgen, Recycling etc.

00:12:53: Wie groß ist eigentlich euer Einzugsgebiet?

00:12:55: Andreas

00:12:56: vom Zack!

00:12:58: Das Zaggebiet geht runter bis zum Bodensee, bis nach Lindau.

00:13:03: Das ganze Oberallgäu und die Stadt Kempten ist das Zweckverbandsgebiet in etwa dreihundert Zehntausend Burger.

00:13:12: Allerdings haben wir noch in der Müllverbrennung den Müll von unseren Nachbarn vom Landkreis Ravensburg und vom Land Kreis Ausstahlgäue bzw auch vom Außerfahren und Reute für ca.

00:13:27: hunderttausend Bürger zuständig, für die Restmilchensorgung und in diesen Regionen gibt es ja natürlich auch Touristen.

00:13:36: Es sind dann noch mal circa fünf oder zwanzig Millionen Übernachtungen ganz grob was auch nochmal eine Stadt von achtzig-neinzig Tausend Einwohner entspricht also schon ein Riesengebiet.

00:13:48: Das

00:13:48: ist ein riesengroßes Gebiet das ihr

00:13:51: abdeckt

00:13:51: wenn man aufs Kern aus Hauptgebieten geht.

00:13:56: Ich muss das jetzt betonen, weil es tatsächlich nicht überall so ist.

00:14:01: Das wird ja regional verwaltet oder auch organisiert strukturiert.

00:14:05: Müllentzorgung und Müllverwertung und dieses ganze Konstrukt – wie hier im Allgäu!

00:14:10: Das sage ich und schreiße richtig laut nach draußen.

00:14:13: Wir sind in einer so glücklichen Lage, dass wir eigentlich für ein Butterbrot diese komplette Infrastruktur nutzen können.

00:14:22: Ja, also das muss man schon auch so sehen.

00:14:26: Wir sind da wirklich sehr gut vom Benchmark wenn wir es Bayern weit oder auch Deutschland weit vergleicht dass immer ganz in den untersten.

00:14:37: zehn Prozent wahrscheinlich Und bloß einfach mal als Beispiel, weil ich glaube viele haben es einfach nicht im Kopf.

00:14:46: Und für Personenhaushalt kann bei uns im Zweckverbandsgebiet alles entsorgen – für hundert Euro!

00:14:53: Also das sind acht Euro, fünfzig ungefähr im Monat und damit wird die ganze Infrastruktur zur Verfügung gestellt.

00:15:01: Und das ist schon einfach auch ein Super Service für unsere Bürger und hat aber natürlich auch sage ich mal immer Die Anforderung einerseits und wir können diese guten Preise auch machen, weil alle unsere Bürger mit dabei sind.

00:15:16: Und mit Trennen und auf die Wertstoffhilfe gehen und an die Wertstoffinseln gehen.

00:15:20: Und deswegen funktioniert unser System auch so gut!

00:15:23: Wir haben gerade von dem großen Einzugsgebiet gehört und auch über die ganze Palette und da ist nämlich von der Infrastruktur wirklich mit dabei.

00:15:31: Da ist die Neonreure dabei meine Restfarbenlacke, die ich im Keller noch rumstehen habe also auch Problemmüll.

00:15:39: Aber Entsorgen ist nicht das Hauptthema oder nicht das alleinige Thema Reuse wiederverwerten.

00:15:48: Das ist seit ein paar Jahren auch ganz groß auf eurer Liste oben stehen?

00:15:54: Ja, es.

00:15:54: tatsächlich ist auch reinaus der Gesetzgebung aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz uns so vorgegeben also die Die Vermeidung steht dann ganz oberster Stelle.

00:16:06: Da haben wir relativ wenig Einfluss drauf, da haben wir eigentlich nur Einflüsse über Öffentlichkeitsarbeit.

00:16:12: An zweiter Stelle steht schon die Wiederverwendung und dann kommt das Recycling.

00:16:17: Und dann kommt auch die Verwertung sei es Thermisch oder anders, also so sind wir in der Hierarchie.

00:16:24: Mit dem Reuse-Gedanken bedienen mir eigentlich auch die höchste Abfall Hierarchie, die wir selber beeinflussen können.

00:16:31: Und deswegen haben wir uns da auch vor circa zehn Jahren auf dem Weg gemacht das einfach nochmal stärker auszubauen.

00:16:37: Wir hatten ja schon immer die Tauschbösen oder Spemmelbößen hat es keisen an den Wertstoffhilfen Und dann haben wir uns eben entschlossen, diese Kaufhausinfrastruktur aufzubauen die wir haben.

00:16:50: Jetzt haben

00:16:52: wir genau

00:16:52: vier Kaufhäuser eins in Lindenberg, eins in Lindau, eins im Sandhofen und eins in Kempten.

00:16:58: Genau!

00:16:58: Das ist wirklich auch eine wichtige Säule mittlerweile von unserer Abfallinfrastruktur und dementsprechend wollen wir da auch noch weiter Aktivitäten haben und das auch noch versuchen weiter auszubauen.

00:17:12: Wie funktioniert das Kaufhaus?

00:17:13: Vielleicht sind ja auch Studenten hier, die aus anderen Regionen Deutschlands kommen, die das vielleicht in dem so noch gar nicht kennen oder können.

00:17:23: Ja, also das Kaufhaus funktioniert eigentlich rein von der Verkäufer- oder von der Käuferseite her wie jedes normale Kaufhaus.

00:17:32: Ich gehe hin und

00:17:34: such mir was

00:17:35: Schönes aus.

00:17:36: Es sind alles gebrauchte Artikel dementsprechend deutlich günstiger als neue Artikel.

00:17:41: Und ich habe halt immer den positiven Effekt, dass ich keinen Umweltfußabdruck hinterlasse und dementsprechend Artikel die sonst weg geschmissen würden, weiter verwende und am Leben erhalte.

00:17:57: Wie kommen diese ganzen Artikel in die Kaufhäuser?

00:18:01: Da gibt es unterschiedliche Wege.

00:18:03: zum Teil bringen Bürger ihre Artikel direkt zu den Kaufhäusern.

00:18:09: bei Wohnungsräumungen oder Wohnungsaufwesungen haben wir auch einen Service, wo wir abholen und die Bürger uns direkt beauftragen können.

00:18:19: Wir haben die Zagbox, wo man an den Wertstoffhilfen sich eine Box holen kann, die sage ich mal über das Jahr füllen kann mit Sachen, die man immer braucht, wo er aber denkt... Die sind noch gut eigentlich

00:18:31: zum Schade, zum Weggeschmeißen.

00:18:32: Weihnachtsfunktionsfähig?

00:18:34: Genau!

00:18:34: Die kann man in der Zag-Box tun.

00:18:36: Diese Zag box ist dann auch wieder am Wertstoffhof umgeben, die kriegen wir in die Kaufhäuser und das sind eigentlich sage ich mal so unsere Hauptschienen wo wir unser Zeug bekommen.

00:18:46: Und natürlich sortiert auch unser Personal am Werkstab von Sachen aus, die dort abgegeben werden.

00:18:52: Ja, die sind sehr freundlich!

00:18:53: Die können man mal grüßen wirklich, die machen es ehrenamtlich eigentlich Zum Großteil auch?

00:19:00: Ja, ehrenamtlich sind sie alle nicht.

00:19:02: Also das ist schon ganz normal angestellt zum Teil bei den Kommunen direkt, zum Teil beim externen Betreibern oder bei uns.

00:19:09: aber ja also mit Sicherheit die schon an einer Stelle wo es sehr exponiert ist und ab und zu auch mal wenn jemand dann doch was nicht richtig getrennt hat oder so ja stehen die Ab-und-Zu schon im Feuer.

00:19:23: und daher muss man da schon immer sagen ja die brauchen schon starke Nerven

00:19:28: mit unter starke Nerven machen einen ganz, ganz tollen Job.

00:19:33: Dieses Re-Use oder dieses Second Hand.

00:19:37: Das ist ja gerade so ein bisschen Trend spielt euch das auch so ein Stück weit in die Karten weil die Leute ein bisschen schon moderner sind zwischen den Ohren?

00:19:48: Also wir denken auf jeden Fall also wir haben da schon irgendwo sagen mal den Zeitgeist auch getroffen Sicherheit, wir kriegen sie immer wieder mit.

00:19:58: Ich bin jetzt im Juli wieder in Berlin eingeladen aus um die Novellierung oder die Fortschreibung vom Kreisleif-Wirtschaftsgesetz geht.

00:20:07: und wo es konkret um Themen geht wie Reuse betreffen sind wir jetzt sage ich mal als kleine Landregion mit den großen Abfallverbänden aus München, Berlin Hamburg eben mit dabei, um auch da ein Stück weit Möglichkeiten haben auf den Gesetzgebungseinfluss zu nehmen.

00:20:30: Also das sind wir schon denke ich auch Vorreiter speziell für die ländliche Region Und wir waren auch das Thema noch weiter ausbauen wollen.

00:20:39: Also wie gesagt, ich habe es vorher schon erwähnt.

00:20:42: Wir haben jetzt einfach mal einen Versuch gestartet an uns selber sozusagen

00:20:46: und haben

00:20:48: unsere Fassade komplett mit Altholz vom Wertstoff aufgemacht.

00:20:52: Wir sind hier in Unikungen geschaffen.

00:20:54: Total!

00:20:54: Das gibt's nur bei euch.

00:20:55: Diese Fassad ist einzigartig.

00:20:57: Völlig

00:20:57: unique.

00:20:57: Es gibt kein zweites Mal.

00:20:59: Nein?

00:21:01: Ja, wie gesagt weiß ich mal jemand wundert wenn er da vorbei fährt... Die Fassade ist mit Altholz gestaltet.

00:21:07: und was wir jetzt tun wollen, wir sind momentan in der Planung für ein neues Wertstoffzentrum im Camp.

00:21:14: Zentrum für zirkuläres Wirtschaften wo wir auch nochmal viele Funktionen integrieren wollen.

00:21:21: Unter anderem ist unser Ansinnen da auch im Bauprozess schon viele wiederverwendete Baustoffe zu verwenden, nicht nur recycelte Baustufe sondern tatsächlich auch Bauteile wiederzuverwenden.

00:21:33: Und da sind wir gerade dran auch zum Erörtern wie muss dann der Planungsprozess sein?

00:21:38: Wie muss der Gebäudeentwurf sein?

00:21:41: All die Themen müssen natürlich dann auch ganz anders gedacht werden und das ist aktuell ein superspannendes Projekt.

00:21:47: Ich bin ja eine Kemptnerin Andreas Und nutze den Wertstoffhof in der Wemminger Straße, Oberwagner Straße.

00:21:55: Das ist so meine, wo ich hingehe!

00:21:58: In Sonthofen gibt es eine Neuerin und er hat auch einen Vorbildcharakter denn das ist irgendwo der modernste War des.

00:22:06: Es ist ein Hand-in-Hand System sowas von ausgeklügelt auch schon konstruiert.

00:22:11: Das is'n Vorzeugeprojekt, wo auch von außerhalb Menschen kommen die sich dort informieren und das eventuell mit einfließen lassen in ihr eigenes Projekt?

00:22:23: Ja, ist tatsächlich so.

00:22:24: Wir haben da wirklich viele Besucher, die überregional kommen und sich den Wertstoffhof anschauen hat auch ein Stück weit damit zu tun dass wir dann von der deutschen Umwelthilfe ausgezeichnet wurden und sogenannt der Grüner Wertstoff Hof.

00:22:39: Das ist eine deutschlandweite Auszeichnung und somit kriegt man natürlich sage ich mal Aufmerksamkeit und dementsprechend haben wir da relativ viele Besuchergruppen auch, die eben selber gerade einen neuen Wertstoffhof planen aus anderen Gebietskörperschaften.

00:22:54: Und sich das anschauen wollen!

00:22:56: Die Besonderheit eigentlich am Sonntofener Wertstoffhof – und es ist auch der Gedanke, den man für Kämmten dann weiter denken wollen und nochmal weiterentwickeln wollen in Sonthofen war halt der, dass wir einerseits den Wertstoffhof haben, da gute Abläufe haben einfach um die Wertstoffe abzugeben, aber was wir natürlich in Sondhofen noch zusätzlich haben.

00:23:17: Wir haben noch die Müllumladesstationen, wo auch der Müll direkt angeliefert waren kann und zusätzlich eben noch das Kaufhaus und alles an einem Ort gebindelt Und das hat sich auch ein Stück weit daraus ergeben, dass die Müllum-Ladestation schon da war.

00:23:32: Dass dann das Grundstück verfügbar war und dementsprechend hat sich dieses Konzept dann da auch ergeben in Sonthofen.

00:23:39: Was Sinn macht da?

00:23:40: Dieses Hand in Hand ist auch so ein bisschen der rote

00:23:44: Faden

00:23:44: durch die Geschichte oder überhaupt diese ganze Thematik.

00:23:48: immer wieder funktioniert es eigentlich plus Hand in hand.

00:23:51: Da war das Hand inhand Grundstücke ich konnte erweitern, ich konnte das aufstocken Ich konnte Abläufe so machen halt einfach optimal sind.

00:23:59: Hand in Hand geht es unter anderem auch mit dem AIW?

00:24:02: Ja, und da andere haben einige Partner... die mit denen wir kooperieren, aber unter anderem natürlich mit dem AEW.

00:24:14: Was ich vorher schon erwähnt habe unsere Gesellschaften wo man die regenerativen Energien vorantreiben, wo wir unsere PV-Parks bauen und unsere Windprojekte gemeinsam machen.

00:24:24: Und das sind Kooperationen wo auch immer auf die Stärken der einzelnen Partner setzen können und die Kompetenzen von beiden Seiten einsetzen oder von allen Seiten einsetzten können natürlich schon auch gute Synergie, die wir da haben für die wichtigen Projekte und für die Herausforderung.

00:24:45: Die jetzt in dem Fall speziell die Energiewende hat.

00:24:48: Und dass man da eben auch auf lokale Firmen setzt.

00:24:51: also das ist alles irgendwo in der Region verankert bleibt?

00:24:55: Es soll in der Region bleiben und die Idee ist ja auch, die Wertschöpfung vor allem auch in der Region zu behalten.

00:25:00: Also das ist auch der Antrieb dem wir haben.

00:25:05: Wir wollen wenn man hier Anlagen bauen, wenn wir hier regenerative Energien ausbauen wollen dann wollen wir aber auch die Wertschöpfungen haben und nicht dass externe Investoren von außen reinkommen und die Anlagen bauen, sondern wir vor Ort die Energie werden die selber gestalten.

00:25:26: Ganz modernen Seite auch unterwegs!

00:25:28: Wer noch eine Info möchte?

00:25:31: Homepage super gestaltet, super erklärt mit Clips... muss man sogar ein bisschen schmunzeln, wie ihr das aufbereitet habt.

00:25:40: Es gibt die App, die Zack-App.

00:25:43: da kann ich auch trotz Feiertag echt gucken in meiner Straße wann beispielsweise der Restmüll geholt wird oder die Biotonne.

00:25:50: also ihr seid es dann auch auf den Medien her auf verschiedenen Ebenen unterwegs und das muss auch so sein um jeden draußen erreichen zu können.

00:25:59: Definitiv muss das so sein und wir brauchen die unterschiedlichen Wege.

00:26:03: Wir haben unsere App, wir haben unsere Homepage.

00:26:06: Also ohne die App würde wahrscheinlich jede zweite Woche die falsche Tonne auch bei mir selber draußen stehen.

00:26:13: Das ist ganz klar.

00:26:14: und trotzdem setzen wir natürlich auf die klassischen Wege unseren Zackkalender, den wir jährlich ausgeben und unseren Abfuhrplan, den es natürlich als PDF zum Ausdrucken gibt dass man sich an Kühlschrank hängen kann.

00:26:30: und so versuchen wir weil wir ja auch für alle zuständig sind Studenten in der Zugspitzstrasse, genauso zuständig wie die fünferachzigjährige Oma, die in ihrer Eigentumswohnung oder wo auch immer wohnt und alle müssen irgendwo unsere Informationen verfügbar haben.

00:26:49: Danke fürs Gespräch!

00:26:50: Danke für den Mini-Einblicke in dieses große Geschäft was nur funktioniert Hand in Hand.

00:26:55: das ist so das was ich rausziehe.

00:26:57: danke Andreas Breuer

00:26:59: sehr gerne.

00:27:00: danke dass sie da sein durfte.

00:27:01: Der

00:27:02: Allgäu-Hit Café Clutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:27:06: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

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