Im Gespräch mit Franziska Scharpf: Die Zukunft der Apotheken in Bayern
Shownotes
In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Franziska Scharpf, Präsidentin der Bayerischen Landesapothekerkammer, über die aktuellen Herausforderungen und Chancen für Apotheken. Im Interview gibt sie Einblicke in die Rolle der Apotheken vor Ort und die Entwicklungen im Gesundheitswesen.
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00:00:54: Allgäu Hit.
00:00:54: Kaffeeklatsch
00:00:55: wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:58: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:01:06: Heute geht es um den Apotheker-Beruf im weitesten, aber auch im speziellen.
00:01:12: Franziska Scharpf ist heute mein Gast aus Sonthofen.
00:01:15: Aber vielleicht diese ganzen Titeln, Frau Scharpft, die dürfen sie gerade selber sagen?
00:01:19: Aber erst mal herzlich willkommen!
00:01:22: Ja, herzlichen Dank für die Einladung
00:01:24: Sehr gerne.
00:01:25: Sie sind unter anderem, ich muss da ein bisschen Spickenpräsidentin der Bayerischen Landesapothekerkammer aber nicht nur sondern sie sind auch vertreten auf Bundesebene.
00:01:36: Jawoll!
00:01:36: Ich bin aber weiterhin Vizepräsident in das Verband des freier Berufe und dann auch VizEPräsidents in der Bundesapothekerkammer in Berlin
00:01:45: Und nach wie vor Apothekerinnen in Sonthofen.
00:01:47: Selbstständige Apothekerin, jawoll!
00:01:49: Und Mama?
00:01:50: Und Mama
00:01:50: – drei Kinder,
00:01:51: gell?!
00:01:52: Franziska Scharpf aus Sonthaufen heute da unter anderem.
00:01:57: Apothekarin oder inzwischen Apothecarin.
00:02:00: Wie ist denn das so gewesener?
00:02:01: gebürtige Algoren hat es dann schon auch
00:02:04: mal
00:02:04: raus in die weite Welt gezogen aber sie sind aufgewachsen Apothekerfamilie, es gibt die Familienapotheke in Sonthofen.
00:02:16: War das dann eigentlich von Anfang an schon so ein bisschen vorprogrammiert?
00:02:20: Ja sie schlüpfen in die Fußstapfen der Eltern.
00:02:25: Eigentlich nicht.
00:02:26: also ich habe schon immer zwar wir sind dort groß geworden auch in der Apotheke Wir haben sozusagen das Apotheken gehen irgendwie von Kindheit mitbekommen Aber es war nie selbstverständlich, dass wir Apotheker werden und das war auch nie gefordert von den Eltern.
00:02:41: Und so bin ich ja auch erst mal PTA geworden.
00:02:44: Ich habe nicht die komplette Gymnasium sozusagen durchgemacht, aber die Realschulabschluss gemacht und bin dann erstmal PTA worden.
00:02:52: Also pharmazeutisch technische Assistentin für jemanden der diese Abkürzung nicht so vielleicht gerade abrufbar hat ist mir fällt mir zu PTA spontan ein weil da konnte man die Ausbildung absolvieren.
00:03:05: war das auch ihre?
00:03:06: Das war auch meine Region richtig!
00:03:09: Schade, gibt's nicht mehr.
00:03:11: Hat man leider Gottes nach langen, langen Jahren mehr eingestampft?
00:03:16: auf
00:03:16: gut Deutsch?
00:03:18: Wie ist es in der Apotheke groß zu werden zwischen Schubladen und Pillen?
00:03:24: und diesen ja vielleicht auch besonderen Apothekengeruch.
00:03:28: Ja, also ich glaube es ist wie bei meinen Kindern jetzt, das ist einfach total vielfältig.
00:03:33: Man kriegt glaube ich als Apotheker Kind sehr viel mit ob's von der Begrüßung her bis hin eben dass man aufpassen muss mit Arzneimitteln, dass man nicht einfach Schubladen aufmacht und was in die Hand nimmt.
00:03:45: da Ja, man kriegt die ganze Vielfalt eben des Apothekerberufs auch mit.
00:03:51: Und das Ganze auch ein bisschen mit Respekt zu behandeln?
00:03:53: Absolut ja!
00:03:54: Egal wie bunt, wie groß, wie länglich und eingraviert solche Tabletten sind ist nicht hier zum Spaß.
00:04:02: Es haben sich gesagt PTA – und dann ging es weiter bei Ihnen so step by step auch so ein bisschen Freibchen bei uns.
00:04:08: Ja,
00:04:08: es war immer irgendwie Zufall im Bauchgefühl.
00:04:11: ich bin dann nach London an die Kingston University nach England Eben gegangen und habe dort ein Vorstudium absolviert.
00:04:20: Und dann eben das vierjährige Studium in Pharmazie dort absolvieren.
00:04:26: Das ist krass, weil ich glaube der Studiengang Pharmazies hat es schon in sich.
00:04:32: also das ist schon hardcore mal mit den Augen einer Germanistin betrachtet.
00:04:38: Ja ich glaube es ist schon einer der schwersten Studiengänge war wir so fächer biefältig Studiengänge haben, also sprich wissen so diejenigen, die Fächer übergreifendes Wissen haben und deswegen auch so viele Fäche dann immer wieder besuchen müssen.
00:04:53: Und ja das bedeutet auch von acht bis teilweise abends komplett im Studium zu sein.
00:05:01: Chemie ist mit dabei.
00:05:02: Unter
00:05:03: anderem, genau.
00:05:03: Physik?
00:05:04: Welche Chores oder welche Bereiche vereint sich?
00:05:06: Physik, Mikrobiologie,
00:05:08: Physiologie, pharmazeutische Technologie also wie man Arzneimittel herstellt und ganz viele andere Bereiche klinische Pharmazie.
00:05:20: Also wie gesagt dieser Allrounder der vielleicht nicht immer in einem Thema, der Spezialist ist.
00:05:26: Aber wir sind der einzige Beruf, die so fächerübergreifendes Wissen haben.
00:05:31: Wo lauter Schnittmengen mit den Fächern oder Bereichen ist?
00:05:36: Seit wieviel Jahren Ausgelernte Apothekerin oder haben die einen Pharmazit?
00:05:43: Also ich habe meine Approbationen, äh, zweitausendelft bekommen und zwei tausendsechzehn sind dann mein Bruder.
00:05:49: Und ich in die Apotheke eingestehen beim Vater als OHG.
00:05:54: Jetzt hat Ihnen das aber nicht gereicht dass man in des Familienunternehmen jetzt nicht negativ sondern es ist ein bisschen wahrscheinlich schon ein bisschen überschwitzgesagt Aber Sonthofen hatte ihnen dann nicht mehr nur gereicht Auch vom Interesse her, was im Hintergrund auch beim Apothekerberuf läuft oder wieviel Synapsen da gemacht werden mit der Politik und vor Ort.
00:06:19: Also das ist ja wirklich... Ich habe ja nicht nur meine Apotheke und bin freundlich zu den Patienten die kommen sondern da ist ja im Hintergründ ganz viel und ich muss ein großes Netzwerk mir irgendwie aufbauen um Dass ich, wenn ich Probleme habe die auch an die richtige Stelle formulieren kann.
00:06:39: Absolut!
00:06:41: Davor gescheiten war natürlich auch dieses ehrenamtliche Engagement dass man sich erstmal Referentin war oder eben auch Moderatorin für Webseminare Fachspracheprüferinnen also ganz viele ehrenamtliche Tätigkeiten die man bei der Bayerischen Landesapothekerkammer ja machen kann ausführen kann.
00:06:58: und dann kam es eben zu dem Schritt das ich in den Vorstand durfte da dann eben das Interesse, ich liebe unseren Beruf und ja im Endeffekt das so weiterzutragen zu vermitteln.
00:07:11: Dass dieser Beruf einfach toll ist und dass er Spaß machen, dass dieser Beruf gebraucht wird in der
00:07:16: Gesellschaft.".
00:07:17: Um's Apotheker Tume geht es – und da hat sich Gott sei Dank im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte auch ein bisschen dieses Image so gewandelt!
00:07:26: Man denkt In erster Linie, Frau Scharpf.
00:07:28: Okay da ist noch so ein älterer grauer Mann vielleicht hier mit einer höheren Stirn bisschen graues Haar, dicke Hornbrille und der klassische weiße Kittel?
00:07:38: Ist der bei Ihnen in der Apotheke auch noch freundlich?
00:07:41: Nein!
00:07:42: Und den ganz vielen anderen Apotheken auch nicht denn wir sind halt einfach die Mehrzahl sind Frauen, die dort tätig sind und dieses Image ist immer noch irgendwie da.
00:07:53: ja
00:07:54: Auf diesen bisschen Zerstreuten, wie so ein Professor.
00:07:58: Genau
00:07:59: und heutzutage ist eigentlich die junge moderne Frau mit Kindern und Familie Und eben nicht mehr vielleicht dieses derweise Kittel mit Mann und Brille und Schnurrband.
00:08:10: Genau, es hat sich die Welt gedreht!
00:08:12: Gott sei Dank auch in diesem Bereich.
00:08:15: man darf da ein bisschen diesen Staub der letzten Jahrhunderte vielleicht auch ablegen ohne dass man diesen Berufsstand in irgendeiner Weise weniger Wert machen möchte.
00:08:26: Frauenquote wir haben oft eher schon ganz kurz über diese Frage ich muss sie sagen oder Sie sagen mir diese Frauenquote weil ich finde das richtig cool.
00:08:34: Also unter uns Apothekerinnen und Apothekers liegen wir bei siebzig Prozent.
00:08:40: Und insgesamt natürlich mit den ganzen anderen Bereichen, also Berufsfeldern wie pharmazeutische technische Assistenten oder pharmazeutsch kaufmännische Angestellte liegt die Frauenquote bei knapp achtzig neunzig Prozent.
00:08:52: Wow das ist schon richtig aber Man braucht verschiedene Fähigkeiten, natürlich dieses übergreifende in sich verzahmende Wissen von den Bereichen und natürlich selbst mir vorhin auch schon gesagt eine gewisse soziale Kompetenz.
00:09:08: Und da sind die Frauen... Die haben das einfach.
00:09:12: oder tun sie sich da leichter?
00:09:13: Mir bestimmt, dass wir da eben empathischer vielleicht auch das wissenschaftliche Denken an den HV-Tisch zu brechen.
00:09:23: Das ist noch mal eine Kunst also sprich die theoretische Intelligenz in die praktische Intelligenz umzusetzen.
00:09:29: und das bedeutet natürlich wir brauchen diese High Potential Frauen an der Front am HV Tisch damit wir hier der Bevölkerung helfen können.
00:09:38: Ist es vielleicht so, dass der Mensch Zu Frauen, wenn es um eine gewisse Problematik geht.
00:09:45: Und ich, wenn ich in eine Apotheke gehe und brauche ein spezielles Medikament, dass ich mich eher vielleicht jetzt mit Frauenaugen betrachtet vom Mann genier danach zu fragen als wenn ich das eine Frau frage?
00:09:56: Deswegen haben wir auch unsere Männer noch dieser Welt.
00:09:58: Aber bei uns ist es ja im Endeffekt so, das ist unser Business.
00:10:02: Das ist unser tagtäglich Brot.
00:10:04: Also ich habe kein Problem, dass da die Hämorrhide kommt oder eben andere intime Gespräche – das ist der Anlauf für wo wir da sind.
00:10:13: Wir sind einfach der niederschwelligste Anlaufstelle im Gesundheitswesen und da braucht man sich nicht schenieren ob jetzt Frau oder Mann ist.
00:10:21: Das is' das wofür wir da seint und da wird auch nicht gelacht sondern es wird hier geholfen.
00:10:28: Das Bild des Apothekers hat sich gewandelt auch in unseren Köpfen, auch die Apotheken sind vielleicht ein bisschen vom Interieur her moderner geworden wobei so eine richtig schöne alte Apotheke mit diesen Maragoni-Schubwächern schon auch was hat wenn man so ne Hofapotheke vielleicht von früher noch betritt.
00:10:46: aber dieses Image oder wie soll ich sagen, wir sind da und für euch da, für jeden Einzelnen da.
00:10:56: Das ist was wo sie auch in Funktion von ihrer Präsidentschaft auf Bayern-Ebene sagen das muss weiter nach draußen.
00:11:04: Da muss draußen nochmal ein bisschen gerüttelt werden und sagen hier sind wer?
00:11:09: Wir wissen viel!
00:11:10: Und wir sind für euch.
00:11:13: Wir sind heutzutage sehr digital aufgestellt, wir sind hochkompetent und nah am Menschen.
00:11:18: Das ist das was mich anspornd eben das Bild auch zu vermitteln ob es jetzt in Gesellschaft oder im Politik oder vielleicht auch manchmal in unseren Berufsstand rein wo wir manchmal vielleicht selber sagen das ist für uns ganz normal.
00:11:32: aber Es ist nicht normal, dass man uns so sieht wie wir jetzt gerade schon gemerkt haben.
00:11:38: Und das ist so was mich antreibt zu zeigen was alles in uns
00:11:42: steckt.
00:11:43: Ist das fetterste
00:11:44: Pfund
00:11:45: dieser persönliche
00:11:46: Kontakt?
00:11:47: der muss eigentlich sein wenn es um Medikamente oder um Beratung geht?
00:11:51: Das kann ich nur face-to-face
00:11:54: eigentlich.
00:11:54: Naja!
00:11:55: Ich sehe halt wenn ein Mensch reinkommt... Hör ihn, ich riech ihn auch vielleicht und guck einfach mal wie der so reinläuft.
00:12:04: Wie er sich gibt sind da vielleicht schon die ein oder anderen Beschwerden wo mir dann als Apothekerin einfach diesen Hinweis gibt Mensch Da muss ich mal drauf aufmerksam machen oder ja sollte darauf aufpassen.
00:12:17: Es sind halt einfach auch in seinem Umfeld Einfach die Leute die noch auf jemanden aufpassen Und deswegen ist es sehr stark dass man natürlich nah vor Ort ist und dass man da eine Anlaufstelle hat.
00:12:31: Aber dieser persönliche Kontakt bei der Apotheker muss eigentlich sein, das kann man nicht ersetzen?
00:12:38: Das kann man auch nicht ersätzen!
00:12:39: Man muss den Mehrwert sehen.
00:12:41: wir sind digital unterwegs aber wie gesagt viele Dinge kann man nur sozusagen im Vorort lösen oder spüren und eben machen.
00:12:53: Und deswegen ist es einfach wichtig, dass wir uns zwar digital aufstellen aber eben auch das vor Ort ganz fest integrieren in unserem Berufseiltag.
00:13:02: Und gerade dieses Vorort da sein?
00:13:04: Das ist auch was wofür sie sich eingesetzt haben.
00:13:07: Dass man rauskommt vielleicht den Anfangszeichen aus dieser verstaubten Apotheke und sich sichtbar macht draußen.
00:13:16: also zeigt Hallo Leute
00:13:18: Absolut, was der Vorteil eben ist.
00:13:20: Und wir haben es ja auch in der Pandemie gezeigt, was das Vorteil ist wenn man eben so dezentrale Strukturen hat dass man eben schnell Desinfektionsmittel herstellen kann, dass man testen kann und das auf Qualität, auf wirklich hohem Qualität und dass man zum Beispiel eingesetzt werden kann fürs Impfen und für andere Tätigkeiten.
00:13:39: Das macht sehr stark, daß man auch krisenresilient ist in Deutschland, in Bayern und deswegen ganz wichtig, dass mir diese dezentralen Schuhe und auch Sterb.
00:13:48: Wie war das so aus Ihrem Umfeld, Frau Scharp?
00:13:51: Wo Sie diesen Posten da in Bayern ... Gehen wir mal nur auf die bayerische Ebene diesen Präsidentinnen-Posten da bekommen haben, gab es überall Schulterklopfen oder irgendwie ... Ja nee klar!
00:14:03: War doch selbstverständlich.
00:14:03: also du musst auf diesem Posten was andersherden man hat vorstellen können.
00:14:07: Also selbstverständlicher ist nichts im Leben ja muss man dann auch schon sagen, auch einen großen Dank an meine Familie, die das möglich macht.
00:14:18: Die waren wahrscheinlich die Einzigen sagen, oh Gott wie oft wird sie jetzt noch weg sein?
00:14:23: Aber bis hin eben zur Kundschaft, die mir am Handverkaufstisch auch wirklich darüber gebracht haben, wie stolz die Region plötzlich ist und das habe ich gar nicht gedacht!
00:14:33: Und nie vermutet dass da jetzt irgendwie... Das ist ja so Aufmerksamkeit
00:14:38: und so ein
00:14:39: Feedback, was ich dachte krass, dass das doch viele wahrnehmen und sie plötzlich auch sehen warum ich vielleicht öfters mal nicht in der Apotheke stehe um eben ja für diesen Berufsstand tätig zu sein um eben diesem Berufsstand weiterzuentwickeln und sichtbarer zu machen.
00:14:57: Und da auch eine Dankbarkeit an die Kundschaft, dass Sie es dann auch so sehen.
00:15:02: Deswegen bin ich manchmal eben auch nicht in der Apotheke.
00:15:05: Ja, da sind Sie dann in eine Mission unterwegs um das ein oder andere anzuschieben oder vielleicht auch ein bisschen zu beschleunigen.
00:15:14: Krankenhausreform, Apothekerreform haben wir gerade vorhin zumindest vom Namen her angerissen.
00:15:20: die ist jetzt
00:15:20: durch
00:15:21: hat lange genug gedauert.
00:15:25: es profitieren die Apotheken Und es profitieren auf einer anderen Art und Weise natürlich auch der Patient, also unser eines der ganz normale Bürger.
00:15:35: Genau die Gesellschaft.
00:15:36: Natürlich profitieren wir jetzt endlich mal dass wir eine höhere Honorierung bekommen was uns seit dreizehn Jahren ja fehlt.
00:15:43: Nichtsdestotrotz... kommen ja auch weitere Leistungen, die wir jetzt natürlich anbieten können.
00:15:48: Da hat Politik sehr gut hingehört und sehr gut gearbeitet, dass wir eben schnell verfügbare Sachen machen können.
00:15:56: Wir können jetzt mehr in Prävention und Gesundheitsförderung investieren und mithelfen.
00:16:02: Ja, bis hin eben mehr Richtung Medikationsmanagement-Medikations-, Analysenmedikationsgespräche durchführen.
00:16:09: Das heißt noch mehr den Patienten der Bevölkerung helfen damit die Medikamente richtig eingenommen werden und mit allen Problemen zu uns kommen können.
00:16:18: Und da kommt dann auch wieder der Mehrwert für die Bevölkerung.
00:16:22: Auf jeden Fall bei der Gesundheitsbereich bundesweit betrachtet.
00:16:28: Was heißt, er bröckelt?
00:16:29: Es fehlen halt einfach qualifizierte Menschen in den Krankenhäusern.
00:16:35: In den Arztpraxen.
00:16:36: und da wäre dir der Bereich der Apotheke weil ja qualifiziert und vom Studium her oder vom PTA von der Lehre hier eben dieses bereichsübergreifende Denkenjahr auch gefördert wird.
00:16:51: Wäre das eigentlich oder ist es eine große Entlastung für den Gesundheitsbereich?
00:16:56: also
00:16:57: Politik hat ja Gott sei Dank verstanden, dass es ein Gesundheitssystem ist und kein Krankheitssystem.
00:17:02: Das heißt wir gehen weg hin zum von Therapien wo man Krankheiten therapiert.
00:17:07: Wir wollen eigentlich dahin das man Gesundheit fördert.
00:17:10: Die Bayerische Landesapothekerkammer macht es schon lange mit ihrem wissenschaftlichen Institut für Prävention im Gesundheitswesen.
00:17:16: Seit zwanzig Jahren kümmert sich Apothekerschaft schon um Prävenzion, es wurde bloß noch nie so sozusagen angenommen und dass wir dann auch mal was vergütet bekommen.
00:17:25: Und daher können wir glaube ich einen riesen Beitrag dazu leisten weil wir einfach so niederschwellig sind das wir ganz niederschwellig eben auch hier im präventiven Bereich anpacken können um die Gesundheit zu fördern.
00:17:37: Oder gerade dieses Auslagern auch, was beinhaltet diese Apothekenreform?
00:17:42: eben auch impfen können?
00:17:43: Genau.
00:17:44: Impfinitiven dürfen
00:17:45: es noch nicht.
00:17:45: Wir können ja
00:17:46: schon seit vielen Jahren Covid-Impfungen und Grippeimpfungen jetzt machen.
00:17:51: Und jetzt dürften wir halt alle nicht lebend Impfstoffe eben auch verimpfen.
00:17:55: Jetzt dauert's zwar noch – also jetzt momentan noch nicht!
00:17:58: Wir müssen erst mal das Curriculum aber arbeiten.
00:18:00: Aber ich denke da nächstes Jahr ist dann auch soweit, dass wir halt zum Beispiel die FSME-Impfung machen können und auffrischen können.
00:18:07: Also man sieht einfach ganz niederschwellig und sagen wir mal Wir wollen hier nicht anderen Gesundheitsberufen was wegnehmen oder ersetzen.
00:18:16: Wir ergänzen nur das ganze System und damit eben im präventiven Bereich noch besser zu werden um das Gesundheitssystem zu fördern.
00:18:25: Um die Prävention?
00:18:26: Und da merkt man weder Apothekerberuf sehr, sehr vielseitig ist.
00:18:33: Das sind unfassbar viele Säulen.
00:18:36: also dieses Fundament ist wirklich ein gutes Fundament um in verschiedenen Bereichen ja agieren und handeln zu können.
00:18:44: vielleicht mal so ganz grob was beinhaltet denn der apotheker beruf?
00:18:49: also was kann der apotheker?
00:18:51: Und er kann
00:18:52: sehr viel.
00:18:52: Wir sind sehr viele Wege im Beruf, aber ein Berufstand.
00:18:57: Das verbindet die Bayerischen Landesapothekakammer.
00:19:00: D.h.,
00:19:00: wir sind auch die Krankenhaus-Apotheker.
00:19:04: Es gibt aber die Apotheker in der Forschung und in der Industrie, in der Lehre – also ganz, ganz viele Bereiche wo wir hier mit abdecken um wo Apotheka tätig sind und Apothekarinnen Und wie ich hier eben einen Beitrag auf jede Art und Weise für die Bevölkerung einbringen kann, um die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen.
00:19:22: Bis der Kaffee klatscht an diesem Montag Franziska Scharpf aus Sonthofen lässt uns ein bisschen in der Apotheker-Tasche gucken auch in Sachen Münchenebene, Bayern-Ebene oder natürlich auch auf der Bundesebene.
00:19:38: Das optimalste wäre wenn jeder Berufszweig im medizinischen, im Gesundheitsbereich Hand in Hand arbeiten würde.
00:19:48: Das ist vielleicht eine Zukunftsmission die man anpeilen
00:19:51: kann?
00:19:51: Es ist die ideale Welt und dahin müssen wir uns hinbewegen denn das Gesundheitssystem steht vor Herausforderungen.
00:20:00: es ist einmal die demografische Wandel aber eben auch der Fachkräftemangel und hier sollten wir einfach mehr Hand in hand arbeiten.
00:20:08: Dann könnte man den einen entlasten oder wie Sie es mir gerade schon so gesagt haben, einem dann das vielleicht in dem Moment nötiger bräuchte eine Visite vom Arzt oder einen Arztbesuch wenn sie eine Impfung abnehmen könnten.
00:20:25: Also zum
00:20:25: Beispiel eben beim Impfen.
00:20:27: ich meine davon von einer Impfung werde ich nicht reich also im Gegenteil aber ich schaffe Zeit damit vielleicht andere, ja meinen Patienten, mein pharmazeutischer Rat an eine Grenze kommt.
00:20:42: Dass ich da dann eben einen Arzt oder eine Ärztin verweisen kann.
00:20:46: Der hat auch ein Termin frei und somit können wir uns gegenseitig ergänzen, können uns entlasten aber auch weiter pflege können.
00:20:54: Wir uns miteinander in Verbindung bringen und hier ergänzten Sprich, wer hat welche Kompetenzen?
00:21:01: Wer kann welche Bereiche eben abdecken damit eben die Sache runter wird.
00:21:05: Damit man der Bevölkerung besser helfen kann.
00:21:09: Wir haben es ja schon ein paar Mal so angeschnitten Der Apothekerstand oder der Beruf das ist ein Allrounder natürlich auch von den verschiedenen Fächern die beim Studium mit dabei sind aber auch wenn ich in der Apotheke bekomme bekommen ein zuckerfreies Gummibärchen da.
00:21:27: Ich kann mir eine Koffee-Tablette kaufen, kann mich beraten lassen auch in Sachen Sonnenschutz.
00:21:32: es gibt ja auch spezielle Sachen Die Dame hinter dem Dresen in einer Apotheke oder der Herr erklärt mir vielleicht das nochmals in Worten, die ich verstehe was mir der Arzt verschrieben hat.
00:21:44: Das ist ein gewisses Dollmetschen auch noch.
00:21:48: Ist ja alles in Latein gehalten.
00:21:51: Ich kann Vorsorgesachen machen.
00:21:53: Ich kann mit dem Blutdruck zum Beispiel auch messen lassen Mein Gewicht wiegen lassen und
00:21:58: unter anderem
00:21:59: Auch das ist möglich.
00:22:01: Also das ist jetzt nur ein Teilbereich, was ich in der Apotheke bekomme.
00:22:05: Sie machen oder fertigen
00:22:07: spezielle
00:22:08: Medikamente für Patienten an also auch die Pillen oder Salben oder
00:22:15: Säpfchen?
00:22:16: Alles Mögliche ja!
00:22:17: Jede Darrechnungsform ist eigentlich möglich in der apotheke hauptsächlich natürlich auch für die kleinsten Patienten nämlich unsere pediatrischen Patientinnen Und Patienten, aber auch für die ältere Gesellschaft braucht natürlich individuelle Rezepturen und Arzneimittel.
00:22:33: Das ist alles möglich!
00:22:34: Ich sage immer wir sind oft die erste Instanz, aber oft eben auch die letzte instanz bevor ein Arznei-Mittel angewendet wird.
00:22:42: Sie können niederschwellig reinkommen, sie finden in jeder Apotheker ein Akademiker der erreichbar ist und dann können wir als Gesundheitslots natürlich weiterreichen Oder eben als letzte Anlaufstelle, nämlich bevor ein Arzneimittel ausgegeben wird.
00:22:56: Schauen wir nochmal
00:22:57: wie
00:22:57: sie personen drauf.
00:22:58: ist es richtige Medikament für den richtigen Patienten und unterhalten uns natürlichem Geraden hier die Kundinnen und Kunden.
00:23:07: Gibt's irgendwie so eine meistgestellte Frage in der Apotheke?
00:23:14: Die meisten fangen an ich habe da mal ne Frage und dann ist man gespannt.
00:23:21: also Es ist gut, es ist halt einfach so vielfältig.
00:23:25: Wie gesagt,
00:23:26: jede Minute kommt irgendein anderes Thema, ob es jetzt die Homoparty ist oder die Hämorrhide- oder der Krebspatienten.
00:23:34: Deswegen gibt's dann natürlich auch unterschiedlich.
00:23:36: Sie fragen aber vielleicht ist auch manchmal die eine Frage so haben sie noch die Apotheken umschauen?
00:23:40: Das ist glaube ich da wo jeder lachen muss!
00:23:45: Aber auch das gehört dazu.
00:23:47: Es haben sie ja einjähriges oder gut einjähriges auf ihrem Posten, auf Bayern-Ebene.
00:23:54: Konnten Sie da was erreichen und wie lang sind Sie noch quasi am vordersten Ruder?
00:24:00: Das entscheidet die Delegatenversammlung diesen Monat.
00:24:05: Ich glaube, dass was ich mir als Agenda gesetzt habe nämlich zu verbinden hinzuhören und zu gestalten.
00:24:12: Das denke ich haben wir erreicht auch jetzt mit der Apothekenreform mit all den Dienstleistungen die kommen.
00:24:17: Ich glaube da können wir uns auch schon mal ein bisschen auf die Schulter klopfen.
00:24:21: Auch das wir eben es geschafft haben, dass Politik uns sieht und uns hier auch eine höhere Honorierung gibt.
00:24:27: Aber es heißt natürlich jetzt nicht stillzustehen, sondern es muss weitergehen.
00:24:31: Wer rastet, der rostet und von dem her ja die nächste Wege werden einfach sein zu weiterhin zu entwickeln sichtbarer zu machen und weiterhin mit anderen zu vernetzen.
00:24:43: das ist ganz ganz wichtig in diesem heutzutage Gesundheitssystem dass wir voneinander profitieren und das wäre so mein Ziel für die nächsten vier Jahre.
00:24:53: wenn's so sein soll Dann
00:24:54: wünsche ich Ihnen dafür alles Gute und danke, dass Sie da waren.
00:24:57: Dankeschön!
00:24:58: Ich danke
00:25:12: Ihnen.
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