Ruß, Rauch & Verantwortung - Kaminkehrer Christian Fichtl im AllgäuHIT-Kaffeeklatsch

Shownotes

Im neuesten AllgäuHIT-Kaffeeklatsch wird’s schwarz – aber nur, was den Beruf angeht! Christian Fichtl, Kaminkehrer aus Blaichach und stellvertretender Obermeister der Innung Schwaben, plaudert mit uns über den Alltag auf den Dächern des Allgäus, über Sicherheit, saubere Luft und den Wandel seines traditionellen Handwerks in modernen Zeiten.

Wie wird man eigentlich Kaminkehrer? Warum bringt der schwarze Mann Glück – und was hat sich in der Energie- und Heiztechnik in den letzten Jahren verändert? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Christian mit jeder Menge Humor, Herzblut und echtem Allgäuer Charme.

Also: Kaffee aufgießen, zurücklehnen und reinhören – es lohnt sich!

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00:00:01: Gesund und vital durch den Tag.

00:00:04: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch wird präsentiert von der

00:00:06: Bahnhof-Apotheke-Kämpten und Purnatur,

00:00:10: weil Gesundheit bei der

00:00:11: Ernährung beginnt.

00:00:12: Heute ist das

00:00:13: Glück

00:00:14: bei uns im Studio.

00:00:15: Ganz herzlich willkommen, Christian Fichtl aus Bleichach.

00:00:19: Wenn ich das jetzt so sage, kommt man eigentlich schon drauf,

00:00:22: dass du Kaminkera bist, oder?

00:00:24: Ja, in dem Fall schon heute.

00:00:25: Guten Morgen.

00:00:26: Guten Morgen.

00:00:27: Schön, dass du da bist.

00:00:29: Ganz kurz zu deinem Outfit.

00:00:31: Ausgehuniform hast du vorhin gesagt, aus welchen Komponenten setzt sich denn dein Arbeitsoutfit zusammen?

00:00:39: Ja, wir haben typischer Kaminkärter, sag ich mal, schwarze Klamotten an.

00:00:44: Wir haben einen Gäranzug an, der im Endeffekt an den elmeln Schultern und Knien ein bisschen versteifte oder verstärkt ist.

00:00:54: Um praktisch, wenn man kniet oder wenn man die Arbeiten macht, dann eben nicht so schnell kaputt ist.

00:00:59: Ein Halsduch ein weißes Halsduch habe ich an als Staubschutz von früher.

00:01:04: Und ich habe heute einen Zylinder dabei, die ausge-uniform sage ich mal von Kaminkärern, wo im Endeffekt dann das Gesamtbild auch ein bisschen festlicher erscheinen lässt.

00:01:13: Kaminkärer in der dritten Generation?

00:01:16: Richtig, mein Opa war schon Kaminkärer, mein Vater und mein Onkel sind Kaminkärer und ich bin die dritte Generation, aber der vierte in der Familie genau.

00:01:23: Das ist eigentlich schön, wenn man so ein Familienbetrieb auch über mehrere Generationen oder jetzt auch im dritten Jahrtausend weiter führen kann.

00:01:33: Wie ist es denn überhaupt gekommen, natürlich von Familienwegen her?

00:01:38: Oder war es tatsächlich deine eigene Entscheidung?

00:01:40: Nee, ich brauch den schwarzen Zylinder.

00:01:42: Nee, es war eigentlich schon eine eigene Entscheidung.

00:01:46: Also ich habe mir den Beruf natürlich angeschaut.

00:01:49: Ich bin mein Vater mitgegangen, der damals den oberstauffenden Kerbezeug gehabt hat.

00:01:54: Da war ich dabei und habe mir verschiedene andere Berufe überlegt.

00:01:58: Und wo ich da mitgegangen bin, habe ich schon festgestellt, dass das eigentlich ein interessanter Beruf ist, wo mich was macht.

00:02:04: Ich habe dann den offiziellen Weg genommen.

00:02:05: wie wir bei ihm beworben und habe auch eine schriftliche Zusage dann gekriegt für ein Vorstellungsgespräch.

00:02:12: Bei meinem Papa.

00:02:13: Das

00:02:14: ist ja eine lustige Anekdote und seid ihr noch zusammen im Betrieb?

00:02:18: oder ist das?

00:02:19: Das

00:02:19: ist ja so, dass die Betriebe nicht weitergegeben werden können.

00:02:22: Also wir haben ja praktisch Kärbezirke, die

00:02:24: von der Regierung

00:02:25: von Schwaben vergeben werden.

00:02:26: Und genau,

00:02:26: ich habe meinen Vater dann gelernt

00:02:27: im Kärbezirk Irmenstadt und habe mich jetzt dann, im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier bekommen.

00:02:39: und dann kriegt man eben von der Regierung von Schwaben ja zugewiesen und bzw.

00:02:40: da muss man sich darauf bewerben und dann kriegt man einen Zuschlag und ja alle sieben Jahre neue Bewerbung.

00:02:46: Ach so, das rolliert, das ist nicht einmal safe, ich habe da meinen Bezirk, sondern das kann sein in sieben Jahren oder jetzt.

00:02:52: in dem Fall,

00:02:53: ja genau, wenn meine Zustellungsperiode abläuft, muss ich mich neu bewerben und drum, ja.

00:03:00: würde ich mich wieder auf den Kaffee zu retten, weil wir einfach ein schöner Witzel gingen.

00:03:03: Ja, Turchal?

00:03:05: Kommst du ja auch aus der Region?

00:03:06: Ja,

00:03:07: ich komme aus der Region.

00:03:08: Sagen wir so halbe Gründen, oder Gründen gehört mir.

00:03:11: Ich wollte gerade sagen, du bist eigentlich den Bergen so nah wie fast keine andere.

00:03:15: Ja, es gibt schon im Südlinge überall, weil wir mehrere Bezirke in den Bergen sind, aber ich bin so ein bisschen der Anfang vom Süden.

00:03:22: Ja, aber du hast immer ein tolles Bergpanorama.

00:03:24: Ich habe immer ein schönes Bergpanorama und auch gute Aussicht, weil wir ja öfters dann oben sind in der Höhe, da sieht man schon in die Tail rein und das ist schon wunderschön, eigentlich ein schöner Beruf.

00:03:35: Der Anlass, dass du heute da bist, ist natürlich auch einfach mal über die Arbeit eines Kaminkehrers Schornsteinfegers.

00:03:43: Da gibt es ja verschiedene Berufsbezeichnungen.

00:03:45: Wie heißt es offiziell?

00:03:47: Offiziell ist der Schornsteinfeger.

00:03:49: Aber bei uns in der Region oder in Bayern auf der Kaminkehrer, wenn man Richtung Österreich rüberkommt oder an den Grenzen, ist man der Rauchfangkehrer.

00:03:57: So Bezeichnungen gibt es aber offizielle Berufe für Schornsteinfeger.

00:04:02: Heute am fünften der Oktober ist Tag des Schornsteiner-Fegers.

00:04:07: Da wird natürlich deutschlandweit auch ein bisschen der Fokus auf diese Berufssparte, auf diesen Berufsstand gelegt.

00:04:15: Warum ist es nach wie vor wichtig, dass es solche Aktionstage gibt, jetzt mit Augen aus deinem Beruf rauf?

00:04:21: Ich denke, das ist immer gut, wenn man die Öffentlichkeit rutscht, gerade als Berufssparte, wo vielleicht nicht so in aller Munde ist, wie andere Handwerksberufe.

00:04:32: Es gibt nicht so viele Kamikära oder Schornsteinfegerbetriebe, aber genau durch solche Tage, durch solche Aktionen, haben wir natürlich die Möglichkeit, wie ich heute hier, dass ich eben ein bisschen in der Öffentlichkeit über meinen Beruf erzählen kann, was es eigentlich für ein wunderschöner Beruf ist und was für Möglichkeiten wir haben in unserem Beruf an Weiterbildung, an Berufssparten.

00:04:55: und Ja, ich finde es einfach, wie sich das Berufsbild hat sich wahnsinnig geändert.

00:04:59: Auf jeden Fall.

00:05:00: Ich will Ihnen vielleicht noch den falschen Ansatz an, was der Kaminkehrer oder Schornsteinfäger so macht.

00:05:06: Ja, ist nicht ganz mehr so, ich sage es jetzt mal in Anführungszeichen, ein entschmutziger Beruf in Sachen schmutzig, weil gearbeitet wird, wo eben Asche, Rauch und so weiter ist.

00:05:17: Das Bild des Schornsteinfägers hat sich gewandelt.

00:05:20: Und da gucken wir gleich noch ein bisschen genauer drauf.

00:05:24: und natürlich auch, warum jeder dich irgendwie umarmen möchte, wenn er dich sieht.

00:05:30: Ist so, gell?

00:05:30: Ja, machen wir ja.

00:05:32: Ich habe mich gerade gefragt, welche Kindheitserinnerungen ich so habe an den Schornsteinfeger, an den Kaminen, Kehrer.

00:05:39: Da habe ich mit Christian schon ein bisschen so aus meinem Nähkästchen geplaudert.

00:05:43: Ich weiß auf jeden Fall im Keller, wo die Ölheizung war, war auch immer dieser ganz robuste Draht mit einer unfassbar Birste vorne dran.

00:05:53: Also ich weiß gar nicht, wie heißt Das ist ganz offiziell, diese Rauchbürste, Kaminbürste.

00:05:58: Es gibt Kehr-Einlagen.

00:06:01: Im Endeffekt hat man eine Kehr-Leine.

00:06:04: Das ist dann im Endeffekt das Werkzeug, wo die Kugel dran hängt mit der Kette und auf dem Rücken dann der Leinenstern oder die Kehr-Einlage, je nach Größe und Querschnitt vom Kamin.

00:06:14: Stimmt,

00:06:14: ja.

00:06:15: Die

00:06:15: Größe oder Kleiner und dann die Leine dazu, wo man im Endeffekt vom Dach aus oder von der oberen Reinigungsöffnung, Dachboden oder Dachgeschoss dann nach unten kehren kann.

00:06:24: Und jetzt seit ein paar Jahren.

00:06:26: das modernere Kehrmittel oder Kehrgerät ist dann die Haarspiel, wo man von unten dann die Kaminreinigung durchführen kann vom Keller aus bei bestimmten Öl- und Gasheizungen, wo man nur eine Überprüfung macht, weil ja der Reinigungseffekt da ja nicht so da ist, wo es im Endeffekt um die Überprüfung vom Querschnitt geht, dann nimmt man dann auch die Haarspiel her.

00:06:47: Jetzt ist ja der Schornsteinfeger Ein Glücksbringer im Reigen von Hufeisen, vom vierblättrigen Kleblatt, vom Marienkäfer, vom Glücksschweinchen.

00:06:58: Warum hat der Schornsteinfeger diesen guten und positiven Stempel irgendwie auf sich?

00:07:04: Warum kommt jeder und sagt, ich muss einmal über deine rechte Schulter?

00:07:07: Weil genau die rechte Schulter bringt Glück.

00:07:10: Oder du hast so schöne goldene Knöpfe, auch dieser goldene Knopf.

00:07:14: Da habe ich auch einen.

00:07:15: Muss man, glaube ich, auch

00:07:16: oder?

00:07:17: Da gibt es verschiedene Auslagen.

00:07:19: goldenen Knopf reiben, goldenen Knopf drehen, an die Schulter langen Rus auf die Nase oder solche Sachen.

00:07:26: Woher das Glück kommt, das ist, denke ich, von früher, wo im Endeffekt die Städte sehr nahe gebaut worden sind.

00:07:32: Jeder hat eine offene Feuerstelle in seinem Haus gehabt, wo über ein Holzschacht oder über ein Schacht die Rauchgase, also der Rauch nach oben, abgeführt worden ist.

00:07:41: Und da hat sich natürlich auch der Rus abgelagert.

00:07:45: Durch das hat man mal Brände gegeben, wenn der Rus in dem Schacht, in dem Rauch gefangen, zum Brennen angefangen hat, dann hat es Brände gegeben und er früher waren halt die Häuser aus Holz nah aneinander gebaut, genau,

00:07:56: hat das Baurecht

00:07:57: noch nicht so gegeben und das sind ganze Viertel oder so abgebrannt.

00:08:00: Und darum hat man eben gesagt, wenn der Kaminkehrer bei dir war, dann hast du Glück gehabt, weil dein Haus schon mal nicht zum Brennen kommen kann.

00:08:07: Was ist Glück für dich?

00:08:08: Also für mich ist Glück.

00:08:10: Ja, natürlich Familie.

00:08:11: Erstmal her, dass da alles passt.

00:08:13: Und beruflich natürlich auch.

00:08:15: Ich sage immer, man muss gerne zum Arbeiten gehen.

00:08:18: Und wenn ich jetzt es auf den Beruf beziehe, wenn ich irgendwo einen Kundenkontakt habe, der freundlich war, der ich dem Kunden Aussagen geben habe, können, wo ihn weiter geholfen haben.

00:08:32: Ich in die Landschaft, in unsere wunderschöne, algoreale Landschaft schauen kann, irgendwo auf dem Dach stehen und mein Kaminkei und in die Landschaft schauen kann, die Sonne dazu scheint, dann ist das irgendwie ein Glücksgefühl für mich.

00:08:43: Dass es einfach ein wunderschöner Beruf ist.

00:08:46: Wie ist das aber sonst so?

00:08:47: Anderen Leuten auf Sachsteigen?

00:08:50: Kann natürlich in einem bestimmten Kontext als bei dir.

00:08:54: Ja, man, wir müssen beides machen.

00:08:56: Man, wir müssen auch den Zeigefinger oder ja, wir wollen nicht dabei Lehrer sein, aber wir müssen halt gewisse gesetzliche Verordnungen auch praktisch überprüfen und auch dann mit anbringen.

00:09:07: Ansonsten, wenn man aufs Dach steigt, ja, die Kinder schauen immer, die Kunden schauen immer und sagen, ja, fallen wir bloß nicht runter.

00:09:15: Und man passt dann auf.

00:09:16: Und ja, meistens steht man oben und kehrt sein Kamin, beobachtet den Abzug vom Kamin, ob alles passt, schaut im Endeffekt sich ein bisschen in dem Bereich vom Kamin um.

00:09:28: Und wenn man runterkommt und den Kamin gekehrt hat, dann ist alles gut.

00:09:32: Dann ist alles gut?

00:09:33: Also, schwindelfrei?

00:09:35: ist quasi eine Berufsvoraussetzung.

00:09:38: Also, schwindelfrei muss man sein.

00:09:40: und

00:09:41: ja,

00:09:42: wenn man dann den Beruf drin ist, bekommt man eine gewisse Routine, wie in jedem Beruf denke ich her und dann geht das eigentlich schon ganz gut, ja.

00:09:50: Aber ich stelle mir das gerade so vor, so ein Dach fürst oder Giebel, Giebel, oben ist ja doch recht schmal.

00:09:57: und bei eventuell älteren Einfamilienhäusern, die vielleicht früher auch Teilere Dächer gehabt haben.

00:10:06: Ich muss ja trotzdem da irgendwie.

00:10:07: Ja gut,

00:10:08: da gibt es dann oft dann eben die Reinigung eben von innen vom Dachboden, wenn das Dächer zu steil sind.

00:10:13: Oder was es halt auch gibt es in die Sicherheitseinrichtungen, wo man eben einen Effekt dann zu stufen oder so.

00:10:17: eine Leiter sieht man immer wieder in euren Häusern und da kann man dann drauf laufen.

00:10:22: Aufpassen muss man immer, dass man nicht runterfällt.

00:10:24: Aber das muss man schon aufpassen, dass man keinen falschen Tritt macht.

00:10:27: Gerade jetzt in der Herbstzeit oder in der Winterzeit, wenn es halt doch ein bisschen Schnee bedeckt oder Eis ist oder feucht ist.

00:10:34: Da muss man halt Obacht geben.

00:10:35: Aber wir sind eigentlich immer gut trittsicher.

00:10:37: Das passt schon.

00:10:39: Der Kaminkehrer ist echt mit diesem Symbol?

00:10:42: Ja, also ich bin genau stellvertretender Obermeister von der Innung Schwaben genau.

00:10:47: Ja, auf dem Symbol, das ist im Endeffekt das Kaminkehrer-Logo vom Zentralverband.

00:10:54: Und man sieht auf dem Symbol, die zwei gebogenen Schulter eisen.

00:10:59: Das ist ein Werkzeug aus den früheren Tagen und dann vier verschiedene Farben, wo jede Farbe praktisch seine eigene Bedeutung hat.

00:11:07: Für die Tätigkeiten, wo der Schornsteinsfigur der Kaminkehrer einsteht, ja.

00:11:10: Wir haben einmal das Rot in dem Symbol mit drin, die Farbe Rot als Symbol für den Brandschutz, dann Gelb für die Sicherheit, Grün für den Umweltschutz und blau für die neutrale Beratung.

00:11:23: Das ist ein Punkt, wo wir sehr hoch hängen, weil wir im Endeffekt ja keine Anlagen verkaufen, kein Geld darüber generieren.

00:11:33: Und dadurch natürlich das Beste für unseren Kunden, wenn wir raussuchen können, egal ob der im Neubau in der Sanierung ist, wir können ihm neutral sagen, was die Meinung ist.

00:11:42: Kaminkeras vor Ort, im Endeffekt passend für seine Häuser, für seinen Wohlfinden, da ist.

00:11:47: Wie viele Haushalte hast du?

00:11:49: ungefähr zwei Tausend, sechshundert, zweitausend, siebenhundert Hauswalte haben, wo ich praktisch verwalte.

00:11:55: Und darunter sind ca.

00:11:57: hundert Berghütten.

00:12:00: Das

00:12:00: ist ja einmal historisch gesehen einen Schritt zurück.

00:12:05: Die Berghütten sind ein bisschen älter.

00:12:07: und dann hast du den Schritt ins Neubaugebiet, sage ich ja mal.

00:12:11: Du machst den Spagat von letzten Jahrtausend ins jetzige Jahrtausend.

00:12:16: Das ist das Interessante an unserem Beruf.

00:12:18: Er hat sich immer weiterentwickelt

00:12:20: und

00:12:21: auch wir jetzt noch, wo in dem Beruf tätig sind, sehen im Endeffekt Anlagen Feuerstätten, wo man im letzten Jahrtausend vor Hunderten von Jahren schon benutzt hat, alte Holzherde, Grundöfen, große Grundöfen und ja, kriegen den Spagat dann auch hin bis in Neubau.

00:12:38: Na ist halt die Wärmepumpe oft mit drin, aber wir haben ja andere Tätigkeiten auch noch.

00:12:44: Und am meisten ist ein Einzelofen dabei, wo wir dann oder die neuen Brennwertechniken, wo wir wirklich ja aktuellste Heiztechnik sehen.

00:12:53: und wenn wir wieder ein paar Meter weiterfahren in unserem Bezirk, kann es sein, dass wir schon wieder ein paar Jahrhunderte zurückblicken können.

00:13:00: Da musst du ja permanent umeinander switchen im Kopf.

00:13:03: Du brauchst das Know-how von damals und das Know-how von jetzt und für Zukunft, was sich da noch irgendwie entwickelt in dem Ding.

00:13:13: Ist es mehr Arbeit geworden oder hat sich die Arbeit verlagert quasi weg vom Schornstein tatsächlich auf dem Dach und hin zum Laptop am Schreibtisch?

00:13:22: Ja, wir haben ja zwei verschiedene Tätigkeitsfelder, einmal die hoheitlichen Tätigkeiten und einmal die freien Tätigkeiten.

00:13:28: Die hoheitlichen Tätigkeiten sind, wie vorhin schon gesagt habe, auf dem Bezirk zugelassen.

00:13:32: Bei den freien Tätigkeiten hat ja jeder die Möglichkeit sein Schornsteinfigur der Kaminkera selber auszuwählen, wer die freien Tätigkeiten durchführt.

00:13:41: Und bei den hoheitlichen Tätigkeiten, ja, ist wirklich ein Verwaltungsaufwand und Verwaltungsakt.

00:13:47: Wir machen da die Feuerstätten-Schau, um im Infektbetriebs- und Brandsicherheit zu überprüfen der Feuerstätten und Bauabnahmen und so was.

00:13:55: Das ist alles im Endeffekt Büroarbeit, Verwaltungstätigkeit.

00:13:58: Und bei den freien Tätigkeiten, da sind wir wirklich nur handwerklich tätig, kehren, messen, überprüfen die Anlagen.

00:14:05: Und wir haben hier auch viel Beratungen, wo wir nicht jetzt mal rein Schornsteinfeger, sondern auch mit Energieberatung.

00:14:12: und so sind viele Schornsteinfeger bewandt und ja, von dem hat sich das Berufsbild relativ gut, gut und positiv gemandelt, dass wir immer am Wahl der Zeit leben.

00:14:22: Ja genau, es ist andere Arbeiter zugekommen, viel mit bunten Lichtern und bunten Knöpfchen, wahrscheinlich an den Heizungsverlagen.

00:14:30: Und die ganzen Messgeräte, wo wir haben, ja.

00:14:32: Natürlich Datenübertragung und alles ist immer schon ziemlich modern.

00:14:37: Ich möchte sagen, der Schornsteinfeger ist auch schon in zwei Punkt Null so angekommen.

00:14:42: Mindestens?

00:14:43: Was ist denn so die meistgestellte Frage an dich?

00:14:46: Oder gibt es so pauschal?

00:14:47: Kann man das gar nicht sagen?

00:14:49: Ja, also schon davon welche

00:14:50: Tätigkeit ich gerade mache.

00:14:51: Wenn ich jetzt selber als Chef irgendwo hinkomme und zu Feuerstätten schaue, dann ist die meistgestellte Frage, darf mein Ofen noch stehen bleiben oder nicht?

00:14:58: Was im Endeffekt ja schon vor... mehr als zehn Jahre eingestuft worden ist.

00:15:04: Man muss im Kontakt mit den Kunden bleiben und die Möglichkeiten aufzeigen, wo er hat.

00:15:10: Ganz oft ist es nicht so, wie es immer verkauft wird, dass alle Öven ausraus müssen, weil es gibt viele Ausnahmeregelungen, viele Feuerstätten, die nachgelistet worden sind von den Herstellern, um die aktuellen Emissionswerte zum Einhalten.

00:15:24: Und von dem her ist es gar nicht so schlimm, wie man es immer sagt.

00:15:28: Das ist ja, glaube ich, für jeden Hausbesitzer irgendwie, was?

00:15:31: Ich brauche jetzt eine neue Heizung.

00:15:32: Das ist ja abartig, weil das ist ja jetzt...

00:15:35: Ja, genau.

00:15:37: Und da kann man natürlich schon schauen, dass man dann Ja, das Maximale oder das Beste Rausholt für den Kunden.

00:15:42: Und wie gesagt, manche Feuerstätten dürfen stehen bleiben.

00:15:47: Und das ist jetzt meine persönliche Meinung.

00:15:51: Wir brauchen für Deutschland nicht nur Einheitssystem, sondern wir brauchen eine gute Mischung aus Heizsystemen.

00:15:57: Und dann denke ich, können wir auch alle Bereiche, alle Kunden und alle Sachen einhalten und kriegen eine gute Mischung.

00:16:09: Du da mindestens einmal in jedem Haushalt gewesen sein musst im

00:16:13: Jahr?

00:16:13: Also ich selber schaff's nicht, aber bei meinem Betrieb mit meinen Mitarbeitern sind wir genau mindestens einmal bis zum Teil viermal im Haus bei den Kunden.

00:16:21: Also wir haben so Kehrrunden, wo wir halt anfangen oder so einzelne Runden, sag ich mal, wo wir am Jahresanfang anfangen und dann arbeiten wir die Kehrtermine, Überprüfungstermine ab und es gibt halt einmalige Überprüfungs- oder Kehrtermine zweimalig, dreimalig und maximal viermal.

00:16:37: Aber das sind ganz, ganz wenige.

00:16:39: Jetzt hat nur noch, aber ja, so einmalige und zweimalige sind eigentlich die häufigsten.

00:16:42: Und genau, da kommen wir dann schon.

00:16:44: Also in jedes Haus kommen wir schon ziemlich rein.

00:16:46: Es gibt auch manche Überprüfungsintervalle bei Heizungen, wo zwei Jahre oder drei Jahre sind.

00:16:51: Da kommen wir natürlich dann nicht rein in den Jahren, wo sie nicht dran sind.

00:16:54: Aber also ganz grob kann man sagen, kommen wir überall mindestens einmal rein.

00:16:58: Ja,

00:16:59: voll krass.

00:16:59: Wir sehen viel.

00:17:00: Ihr seht ganz viel.

00:17:01: Genau, ihr seht Dinge, die ja sonst andere Mitbürger nicht sehen.

00:17:05: Also ihr seid ja quasi in dem heiligen Reich der einzelnen Personen, wenn ihr zu jemandem nach Hause kommt.

00:17:11: Wir

00:17:11: kommen in die Privatsphäre und das ist auch was, wo mir wo man schon auch schätzen muss, dass der Kunde uns da eigentlich auch reinlässt.

00:17:19: Klar gibt es rechtliche Grundlagen und alles, aber man muss natürlich schon sich dementsprechend dann auch verhalten oder mit dem Kunden umgehen, dass man im Endeffekt seine heiligen vier Wände ein bisschen betreten darf.

00:17:33: Und am Strich sage ich mal, funktioniert es perfekt.

00:17:35: Also es geht gut.

00:17:38: Das greife ich doch gleich auf.

00:17:40: Das ist der perfekte Tag fürs Glück, der fünften Oktober, Tag der Schornsteinfeder.

00:17:47: Ist natürlich so eine Aktion auch, Christian, wo man sagt, man macht aufmerksam auf diese Berufssparte, auf den Berufsstand.

00:17:54: Natürlich auch, wie interessant der Beruf ist, wie weit und facettenreich er ist.

00:18:00: Du hast es ja schon gesagt, man geht arbeitstechnisch eigentlich fast doch mehrere Jahrhunderte.

00:18:07: Er ist sehr zukunftsorientiert und nachwuchs.

00:18:10: Wie guckt es bei euch, was Lehrlinge angeht?

00:18:14: Kommt da was nach von unten?

00:18:16: Ja, es kommt was nach.

00:18:19: Natürlich denke ich kann noch ein bisschen mehr nachkommen.

00:18:22: Wir sind offen für Lehrstellen, aber wir haben eigentlich immer einen guten Durchschnitt die letzten Jahre erzielt.

00:18:29: Es gibt seit ein paar Jahren vom Zentralverband eben eine Kampagne, die heißt das Team Schwarz, wo sich wo wir Plattformen auf sozialen Medien haben, wo wir Giverways haben, wenn wir in die Schulen gehen, wo wir praktisch besorgen können und dann auch verteilen können.

00:18:46: Leerstellenbörse, Schnupperleeren und so weiter, kann man da drüber mal googeln oder schauen.

00:18:50: Ja, gerne mal reinklicken.

00:18:52: Ja, mal reinklicken, auch mit Postleitzahl eingeben.

00:18:55: Wo habe ich eine Leerstelle gestern?

00:18:57: Praktisch kann jeder Betrieb dahinterlegen.

00:19:00: Und dadurch haben wir eigentlich einen guten Durchschnitt bekommen, die letzten Jahre, auch in Schwaben gerade, sag ich mal, dass man das was eigentlich wegbricht an Rente und Abwanderung von Beruf dann auffüllen können.

00:19:17: und bis jetzt geht es eigentlich ganz gut.

00:19:20: und jetzt im Oberallgäu passt es eigentlich auch

00:19:22: her.

00:19:22: Weil es ist unter dem Strich, es gibt ja so Berufe, wo man irgendwie sagt, die haben wahrscheinlich immer Bestand haben, natürlich in der Veränderung, in der Anpassung an modernere Heizungen, wenn man das mit dem Schaunsteinfeger sagt, aber man braucht jedes Haus, braucht eigentlich einen Kaminkehre.

00:19:40: Ja, irgendwie brauchen

00:19:41: wir, oder irgendwie, warum wollen wir das ja alle haben?

00:19:44: Wir wollen immer warmes Wasser und warmes Geld zu unserem Komfort dazu heute.

00:19:49: Und unser Handwerk, unser Beruf war schon immer so.

00:19:51: dass wir veränderungsfähig waren, das ist damals die Messpflicht eingeführt worden, da hat man das gemacht und ich glaube, dass wir oder wir sind definitiv die nächsten Jahre auch veränderungsfähig, nehmen neue Tätigkeiten mit auf und ich habe also keine Zukunftsängste überhaupt nicht, sondern ich glaube, dass unser Beruf weiterhin interessant und attraktiv bleibt.

00:20:14: die ganzen Arbeit, wo wir jetzt schon machen, wir sind auf einem guten Weg, denke

00:20:17: ich.

00:20:18: Und gerade auch so Erinnerungen hat man ja noch ein bisschen im Kopf so zunft, auch diese Gemeinschaft, vom Berufszustand.

00:20:26: Das ist vielleicht dann bei den Kaminkärern noch so ein bisschen eher ausgeprägt, also wie bei den Elektrikern.

00:20:32: Behaupte ich jetzt einfach

00:20:33: mal.

00:20:33: Ja, es kommt auch von früher her, weil wir hat noch nie, sage ich mal, die eigenen Konkurrenzdenken gehabt haben, weil jeder sein Bezirk gehabt hat.

00:20:40: Also eine wahnsinnige Bindung.

00:20:43: zueinander, wir reden und helfen uns gegenseitig und ja, man ist so eine kleine Familie und da tauscht man sich gut aus.

00:20:53: Wir haben gemeinsame Schulungen immer jedes Jahr, wo man sich dann trifft und ja, von dem her denke ich, kommen wir ganz gut.

00:21:01: Können wir uns als kleiner Beruf dann in diesem Heiferspecken, wo wir gerade haben, ganz gut behaupten.

00:21:06: Da könntest du euch sehr gut behaupten.

00:21:08: Auch ich habe vorhin schon Wahl auf dein Oberteil oder auf deine Jacke, weil ich was Buntes gesehen habe.

00:21:14: Jetzt hast du da noch so

00:21:16: ein Abzeichen dran.

00:21:17: Ein Abzeichen dran, dass eben auch bunt ist.

00:21:19: Ja,

00:21:19: das ist auch bunt.

00:21:20: Das ist schon Endeffekt von der Glückstour, das heißt die Kaminkärer.

00:21:25: fahren einmal im Jahr mit dem Fahrrad, oder ein Teil von den Kaminkern von einmal im Jahr mit dem Fahrrad, durch Deutschland, von einem bestimmten Startpunkt gibt es eine Route, zu einer Tagungsstätte vom Zentralverband.

00:21:34: dann und da sammeln sie Spenden über die verklebskranken Kinder und die werden dann praktisch an der Tagung übergeben und das ist immer eine ganz gute Aktion, auch werbewirksam natürlich.

00:21:44: Natürlich,

00:21:45: sehr schön.

00:21:45: Da kommen

00:21:45: wahnsinnig viele Spenden zusammen und die denken, das ist auch so, ja, den kann man auf jeden Fall vielleicht ein bisschen Glück dadurch zurückgeben.

00:21:52: Das ist ein sehr, sehr schönes Wort.

00:21:54: Oder auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Italien, wird ja auch diese Zunft, dieser Berufsstand regelrecht zelebriert.

00:22:02: Immer im September ist das.

00:22:04: Es

00:22:04: gibt einmal im Jahr, was so ein Kaminkehrer treffen wird, weil das genau, ja, im Lago Machore in der Nähe.

00:22:09: Und ich selber war noch nicht da, aber Kollegen, wo da waren, die haben gesagt, das ist faszinierend.

00:22:15: Ja, aus aller Welt eben die Zunft, die Kaminkehrer zusammenkommen und man sieht die Unterschiede in den einzelnen Regionen und es muss wahnsinnig sein mit Umzug und Feiern.

00:22:25: Und mit so einer großen Prozession, wirklich durch den

00:22:28: Ort doch.

00:22:28: Ja, und auch dann kommen Kollegen, wo wirklich aus alten Sachen ihre Werkzeuge mitbringen und das sieht man eigentlich recht viel, ja.

00:22:38: Irgendwann schaffe ich es vielleicht, dass ich mal dorthin komme.

00:22:40: Der schönste Moment aus deinem Kaminkehrer-Virus-Leben gibt es vielleicht so eine Situation, wo du sagst, ja genau, deswegen mach ich es.

00:22:47: Ja, das gibt es eigentlich oft, so Momente.

00:22:51: Wenn ich einen schönen Kundenkontakt habe und vielleicht auch irgendwo im Kunden weiterhelfen hab können, wenn ich mal abends das Telefon klingelt, weil es ein Ofen nicht zieht und ich noch rausfahre und nachschau, warum.

00:23:05: Oder wenn ich einfach jemanden eine gute Beratung geben kann und er dann weiß okay, vielleicht beruhigt er wieder ist, weil so viel andere Sachen gehört hat, was so was passiert.

00:23:16: Das sind dann schon so Momente, wo ich dann sage, ja, habe ich eigentlich einen coolen Job und habe jemanden weiterhelfen können, haben glücklich gemacht.

00:23:25: Wie ist eigentlich bei dir daheim in deinem eigenen Haus?

00:23:28: Du bist wahrscheinlich, du wohnst in einem anderen Kaminkehrerbezirk, als du arbeitest.

00:23:32: Also du steigst dir nicht selber auf,

00:23:34: oder?

00:23:34: Nein, nein, nein.

00:23:35: Das darf mein Kollege machen, da kriegt er immer einen Kaffee dann.

00:23:38: Ist es auch so, sonst haust du dir auf, ah, ich hab da mal ein Stück Leckhuchen.

00:23:42: Ja, also wir werden oft gut versorgt in unseren Bezirken, das ist richtig.

00:23:47: Ich glaube, das ist ein Unterschied zwischen Stadt und Land ein bisschen, weil auf dem Land ist doch der Bezug zum Kunden noch anders, weil man halt viele Eigenheimbesitzer haben und in der Stadt hast doch eher mehr Parteienhäuser, wo halt im Endeffekt der Mieter den Kaminkehrer nicht so kennt, wenn er nicht rein muss, sondern der geht halt in den Keller oder an die Heizungszentrale, aber hat jetzt nicht die ganzen Wohnungen.

00:24:10: Auf dem Land werden wir schon ganz gut versorgt.

00:24:12: Also wir kriegen oft was zum Trinken oder mal einen Kaffee oder mal einen Kuchen.

00:24:17: Wenn man gerade kommt zum Gespräch, dann passt das ganz gut immer.

00:24:20: Hat er dann auch schon jemand mal Glück gewünscht oder?

00:24:24: ein Glücksbringer gegeben.

00:24:25: Bei Hufeisen wäre ja jetzt da noch ein Vierblättrickskleber, ein Marienkäfer vielleicht, ein Marzipanforum.

00:24:32: An Weihnachten kriegen wir schon immer was gekränkt, aber jetzt direkt so ein Glückssymbol hat mir mir jetzt noch nicht übergeben, was ich manchmal oder oft dabei hab, sind so kleine Kaminkehrer.

00:24:42: Und wenn ich irgendwo meine Tätigkeit mache und die Kinder mich mit großen Augen anschauen, dann kriegen sie so ein kleines Glückssymbol von mir, wo sie dann praktisch, ja.

00:24:50: aufheben können, In-Gall-Bürtler reintun oder irgendwo in den Schulmärbchen.

00:24:54: Vielleicht denken sie ab und zu an mich, wenn sie in der Schule sitzen und das ist den Kamin Kerasin, vielleicht eine Arbeit schreiben und eine gute Note haben, da haben sie Glück bekommen, vielleicht.

00:25:02: Ganz lieben Dank für's Dasein.

00:25:04: Ja vielen Dank für die Einladung, war sehr schön, danke.

00:25:06: Gesund

00:25:07: und vital

00:25:08: durch den Tag.

00:25:09: Der Allgeuchtet-Kaffee-Clutch

00:25:11: wurde euch präsentiert von der Bahnhof-Apotheke

00:25:14: und dem Naturkostladen Poer Natur im Herzen von Kempten.

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