Hinter den Kulissen des Festspielhauses Bregenz

Shownotes

Im Kaffeeklatsch spricht Gerhard Stübe, Geschäftsführer des Festspielhauses Bregenz, über internationale Events, nachhaltige Veranstaltungskultur und die Zukunft der Eventbranche. Außerdem gibt er spannende Einblicke hinter die Kulissen eines der renommiertesten Veranstaltungshäuser Europas.

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00:00:02: Der Allgäu-Hit.

00:00:02: Kaffeeklatsch

00:00:03: wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung

00:00:08: statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst

00:00:11: im Allgau

00:00:11: für Pflege und

00:00:12: Betreuung mit Zeit!

00:00:15: Heute frischen wir unser kulturelles Wissen auf gemeinsam mit Gerhard Stübe.

00:00:21: Schön dass Sie da sind.

00:00:23: Vielen Dank wie der Einladung.

00:00:24: Sehr gerne und sie dürfen gerade ein zwei drei Stichpunkte zu ihrer Person sagen.

00:00:31: Zum Grenzgänger heute geworden für uns extra.

00:00:35: Ich bin Grenz-Genger Komme aus Bregenz, vom Bodensee.

00:00:39: Bin dort Geschäftsführer des Festspielhauses in Bregenze.

00:00:43: Bin knapp an die Sechzig.

00:00:45: Bin begeisterter Sportler und sehr kulturinteressiert.

00:00:48: was mich sehr bewegt sind Begegnungen.

00:00:52: Und ich ham' war mit mir quasi in dieser Stunde.

00:00:56: herzlich willkommen!

00:00:58: Gerhard Stübe, unser Gast.

00:01:00: Und wir tauchen sowas von ein in die Kultur nicht nur aus dem hier und jetzt sondern auch aus den vergangenen Jahrhunderten wahrscheinlich.

00:01:10: Festspiehaus Bregens ist ein großer Begriff gerade in der Theaterwelt.

00:01:14: Musicale, Operette, Opera das ist natürlich schon im Begriff und vom Allgäu aus betrachtet auch gar nicht weit.

00:01:22: man ist relativ schnell in Bregens.

00:01:24: Wir haben sie ja schon gesagt, Sie sind eine Bregenzer Original.

00:01:28: Also ein gebürtiger Bregenzern.

00:01:31: war da der Draht der Drang Richtung Theater Kultur schon immer da?

00:01:36: oder wie ist so bisschen Ihr Liebensweg dass sie dann dort im Festspielhaus gelandet sind?

00:01:43: Ja ich bin Gebürtige Bregenze mit ganz unterschiedlichen Wurzeln.

00:01:47: also mein Großvater Feiterlicherseits kommt aus Ravensburg oder Kamaus-Ravensburg.

00:01:53: Oberschwaben?

00:01:54: Oberschwaben!

00:01:56: Der Großvater mütterlicherseits kam aus Kroatien und so sind wir relativ kulturinteressiert schon aufgewachsen, weil es eben schon unterschiedliche Kulturen gab in der Familie.

00:02:07: Und als Junge, als Fußballspielender Junge war's ganz interessant im Regen.

00:02:12: Es gab vor dem ursprünglichen Festspielhaus eine große Fußballwiese wo man sich so klassenweise dualiert hat.

00:02:20: Und da standen wir als Jungen dort und ich sah das Gebäude, dann haben wir gedacht, wow!

00:02:27: Da möchte ich irgendwann mal arbeiten.

00:02:30: Dann habe ich das aber wieder vergessen und meine Wege führten mich ins Studium nach Innsbruck, hab Jura studiert...

00:02:36: Ganz was anderes.

00:02:37: Ganz was Anderes.

00:02:38: Trockene Materie.

00:02:39: Trocken Materie

00:02:40: kann ich gut brauchen jetzt ab im Festspielhaus sehr viel natürlich Juristisches zu tun, viele Verträge zu unterzeichnen etc.

00:02:49: Und habe mich aber immer für Kulturen interessiert.

00:02:52: das war so ein Faible sehr viel auch mit Begegnungen also mit Veranstaltungen.

00:02:59: Das war sowieso mein Steckenpferd.

00:03:02: und bevor ich ins Festspielhaus gekommen bin habe ich für einen deutschen Veranstalter sehr viel im kulturellen Bereich gemacht und das blieb im Herzen Aber auch im Kopf und deshalb hat es mich wahrscheinlich dann auch nach Prägens verschlagen.

00:03:16: Also, der Weg hat sich dann wieder quasi so geschlossen dass sie sagen die Arbeit in ihrer Geburtsstadt

00:03:23: ist ja Wahnsinn!

00:03:24: Ist eigentlich total cool voll der kurze Arbeitsweg

00:03:28: Voll für mich auf jeden Fall mit allen vorn Nachteilen.

00:03:33: Man kennt natürlich jede und jeden aber Es ist ja auch so das Das Festspielhaus ist ja nicht nur für Prägendes ein Festspielhaus, weil man überlegt wir haben über sixty-fünf Prozent unserer Besuchenden aus dem süddeutschen Raum.

00:03:46: Also auch natürlich aus dem Allgäu, aus Oberschwaben

00:03:50: etc.,

00:03:51: aus Bayern und deshalb sehen wir uns als überregionales Veranstaltungszentrum und wir freuen uns eben dass so viele unterschiedliche Besucher bei uns zu Gast sind.

00:04:05: Ja, das Angebot ist auch entsprechend breit gefächert.

00:04:08: was in diesen heiligen Hallen sag ich mal so ein bisschen passiert draußen natürlich auf der Seebühne aber auch drinnen.

00:04:14: Das ist ja nicht so dass drin ein Stillstand ist wenn draußen auf der Bühne gespielt wird.

00:04:19: da ist Leben da es da wumselts da passiert ganz viel.

00:04:23: jetzt haben wir die eine oder andere Station aus ihrem leben schon mitbekommen Hard Facts vielleicht zum und über das Testspielhaus.

00:04:34: Wie war da so die Entwicklung?

00:04:37: Man muss sich das vorstellen, mit der Königlich-Bayerischen Eisenbahn kam der Tourismus nach Pregens.

00:04:44: Das war vor den beiden ersten Weltkriegen Und Pregends wollte sich am Ende des zweiten Weltkrigs nicht aufgeben und deshalb haben sich die Franzosen, die in Lindau stationiert waren leider in den letzten zwei Kriegsdagen entschieden, Bregenz zu bombardieren und die sehr bondänen Hotels, die in Bregens waren.

00:05:03: Man muss sich das so vorstellen wie Hotels in Cannes oder in Nizza wurden alle dem Erdboben gleich gemacht.

00:05:09: Und die Bevölkerung hat aber zu diesem Zeitpunkt schon vom Tourismus gelebt.

00:05:12: Und dann kam diese Überlegung wir müssen schnell was machen!

00:05:16: Und daraus hat sich eine Bregenzer Festspiel- und Sportwoche entwickelt.

00:05:22: Wir feiern heuer-achtzigjähriges Jubiläum.

00:05:27: Die

00:05:27: ersten Überlegungen für das Festspielhaus waren in den fünftigern und eine der siebziger hat man dann gebaut.

00:05:34: Und in Dimensionen her, wer jetzt das vielleicht tatsächlich noch gar nie von außen betrachtet hat mindestens?

00:05:42: Wie voluminös, wie?

00:05:43: in welcher Grüßenordnung?

00:05:45: Ich meine, inzwischen ist das ja ein sehr moderner Bau mit modernem Inhalt auch.

00:05:52: Wo ja auch eine Zweitnutzung für das Gebäude an sich da

00:05:57: ist.

00:05:58: Ja wir haben im Sommer dieses berühmte Opernfestival mit dem Spiel auf dem See als unser Hauptakt sozusagen.

00:06:04: Wir servisieren aber das ganze Jahr über Veranstaltungen und begrüßen somit über vierhunderttausend Besuchende bei über zweihundertvierzig Veranstaltungen das ganze Jahr.

00:06:14: Wir haben zwei große Räume, die man quasi mieten kann oder die wir vermieten, die wir servisieren – die Werkstabbühne als Black Box und der große Saal wo dann die Orchesterkonzerte aber auch Kongressetagungen und so weiter stattfinden können.

00:06:29: Bespielt wird ja natürlich nicht nur die Seebühnen.

00:06:32: Passiert er vom Wetter oder kann vom Wett ja nicht da hundertfünfundsechzig Tage bespielt werden.

00:06:37: Es passiert so ganz viel in in Häusich, drinnen auch.

00:06:42: Sie haben gerade gesagt über zweihundertfünftig Veranstaltungen was was da jedes Jahr irgendwo gewuppt werden muss.

00:06:49: sie sind auch zuständig das ganze zu koordinieren.

00:06:53: Was fällt denn so in ihren Arbeitsbereich?

00:06:55: Geschäftsführer okay head of ganz vielen Menschen und ab Teilungen, aber jetzt die leichteren kulturellen Bereiche.

00:07:03: Wo sind Sie der richtige Mann für welche Abteilung?

00:07:08: Also wir haben uns das in der Geschäftsführung aufgeteilt.

00:07:10: Wir haben die Intendantin dies künstlerisch verantwortlich was auf der Seebühne ja auch im Haus während dem Rehinserfestspielen so alles gesehen werden kann.

00:07:19: Wir habe den Kollegen, der das Kaufmännische macht, der Wirtschaftsverantwortliche quasi Und meine Wenigkeit ist für die Veranstaltungsumsetzungen und für die Infrastruktur quasi für das Festivalhaus per se zuständig.

00:07:33: Also mein Team sorgt dafür, dass auch außerhalb der Festspielzeit viele Veranstaltung vor allem sinnstiftende Veranstaltenen für die Bevölkerung, für die Interessierten im Festivalhaus stattfinden

00:07:45: kann.".

00:07:47: Und da es vom Alter hier wirklich ... Da geht's dir von den Kleinen ein bisschen zu denen?

00:07:53: Also da ist inzwischen oder man ist ja wahrscheinlich auch im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte gewachsen hat das Portfolio erweitert, hat entdeckt.

00:08:02: Man kann auch in den Ferien Dinge anbieten.

00:08:05: also die Range ist riesengroß?

00:08:08: Die ist riesengroß und wir sehen dass auch als gesellschaftspolitischen aber auch kulturellen Auftrag das Festspielhaus der Bevölkerung und denen dies gerne benutzen würden, auch anzubieten.

00:08:22: Wir werden mit öffentlichen Geldern finanziert und das ist unsere Verantwortung für die Gesellschaft dieses Haus zur Verfügung zu stellen.

00:08:29: Für die ganz Kleinen, die jetzt gerade proben – für morgen große Aufführung einer Tanzschule aus Begens!

00:08:37: Die Kleinen von drei jährigen aufwärts sind nervös begleitet durch ihre Mami's und Pappi's Opa-Onkel.

00:08:44: was auch immer Tante Wunderbar, da geht einem das Herz auf.

00:08:48: Wenn man die Proben sieht bis hin zu den klassischen Konzerten... ...die Bränge zur Frühling-Tanzreihe.

00:08:57: Wunderbaar seit über dreißig Jahren im Festspielhaus.

00:09:00: also wir versuchen hier wirklich einen breiten Blumenstrauß anbieten zu können damit wir unseren Auftrag auch erfüllen können.

00:09:08: Gerade Blumenstrasse passt ja so in den kreativen Bereich richtig gut.

00:09:15: Es ist ja nicht nur Konzert, es ist auch nicht nur Theater.

00:09:19: Es ist auch keine Operette.

00:09:21: Auch da von der Art der Veranstaltung ist es unglaublich inspirierend als Zuschauer.

00:09:28: Man erlebt immer wieder neue Dinge oder man kann immer wieder neu gucken und sich irgendwo mit reinziehen lassen in so eine ganz eigene Welt.

00:09:39: Das geht mir persönlich auch so, als ich sitze mich Das öfteren einfach auch hinein, wenn ich weiß es kommt.

00:09:47: Besonderes Konzert oder... Es geht mir auch bei diversen Tagungen und Kongressen so, wenn es um immer eine endwichtige Themen geht.

00:09:55: Ich bin selber gerne persönlich dabei Und das ist einer unserer wirklich selbsternannten Aufträge.

00:10:04: Wir müssen auch dafür sorgen gerade in Zeiten wie heute heutzutage Dass sich Menschen auf Augenhöhe wieder begehen können.

00:10:12: Und es gibt einen wunderbaren Spruch eines österreichischen Philosophen, nachdem wir unsere Gastgeberschaften im Regens auch ausrichten.

00:10:20: Martin Buber hat mal gesagt alles was im Leben wirklich zählt sind Begegnungen

00:10:25: und

00:10:25: aus meiner Perspektive in meiner Verantwortung wird das Begegenungen immer geben können im Festspielhaus.

00:10:31: Das ist das A und O eigentlich, was auf der Welt passiert.

00:10:35: Und Musik ist grenzenlos, Theater ist grenzlos, Kultur ist irgendwo ja grenzenlose.

00:10:42: man teilt sich auch über verschiedene Arten der Kommunikation mit.

00:10:48: wieviel Menschen betreuen sie jetzt in Form ihres Geschäftsführers?

00:10:53: Also wie viele People haben Sie da so unter sich und kennen Sie alle mit dem Namen?

00:10:59: Sehr gute Frage!

00:11:01: Wir haben während des ganzen Jahres hundertvierzig Mitarbeitende.

00:11:05: Ja, da kenne ich alle!

00:11:08: Das ist eine Range mit Hundertvierzig.

00:11:11: Wir sind Ausbildungsbetrieb.

00:11:12: Wir haben sehr viele Jugendliche mit eingebunden in unsere Abläufe.

00:11:16: also wir führen zu dritt hundert vierzig Personen ganzjährig und im Sommer geht es ab wie ein Bienenstock.

00:11:25: Da füllt sich das Haus mit Professionalisten, mit Künstlerinnen, mit Stuntfrauen und Technikerinnen.

00:11:33: Und dort sind wir dann über tausend und dann geht sich das mit einem persönlichen Kennen leider nicht mehr aus.

00:11:38: Das verstehe ich auch, Tausend Namen einfach so ertockt dann immer aus dem Mund raus.

00:11:44: Das ist natürlich... das es geht natürlich gar nicht!

00:11:47: Wenn Sie selbst ins Gebäude kommen oder vielleicht auch auf die Seebühne da sprechen wir ja nachher noch ein bisschen spezieller um- und über die See bühne was macht das mit Ihnen?

00:12:01: wenn sie durch dieses Portal schreiten oder diese großen Türen rein und so, ah!

00:12:07: Diese Luft einatmen.

00:12:10: Das ist eine ganz interessante Frage.

00:12:14: Ich war früher in einer Agentur tätig die auch mit Veranstaltungen zu tun hat.

00:12:19: Mein damaliger Chef habe mich dann mal gefragt, du wie geht's dir?

00:12:23: Bist du noch gern hier?

00:12:24: Und ich sage ja.

00:12:25: und dann sagt er irgendwann wird der Tag kommen an dem du sagst, muss ich heute?

00:12:31: Jetzt bin ich seit fünfundzwanzig Jahren im Festspielhaus und ganz ehrlich es gab noch keinen einzigen Tag, wo ich in diese Hallen oder in dieses Haus gegangen bin.

00:12:40: Und gesagt habe heute muss ich nein!

00:12:44: Solange diese Begeisterung in meinem Herzen ist und in meinem Kopf hoffe auch dass sich das an meine Mitarbeitenden weitergeben kann dies dann wieder an die Gäste und Besuchenden weiter geben können.

00:12:55: Also es ist schon was ganz Besonderes und man auch nach fünfundzwanzig Jahren geht man mit Ehrfurcht und mit Freude in so ein Haus, wenn das nicht mehr so wäre dann müsste ich mir wirklich etwas anders suchen.

00:13:07: Gerhard Stübe ist heute der Geschäftsführer.

00:13:09: Festspielhaus Briggens und das Festspielhaus hält natürlich einen Weltrekord ins Sachen Sehbühne!

00:13:16: Das ist das einzige was es in dieser Art und Weise überhaupt

00:13:19: gibt?

00:13:20: Nach wie vor ja... Auch wenn viele Abordnungen Fast jedes Jahr kommen aus Asien, aus Übersee.

00:13:29: Um mit uns darüber zu sprechen, die Prägenzer Festspiele vor allem die Seebühne zu kopieren.

00:13:34: und bislang hat keine Kooperation stattgefunden weil wir auch der Meinung sind sollen alle nach Prägens kommen bevor wir in die Welt hinausgehen und eine Kopie unserer weltberühmten Bühne machen.

00:13:47: Die Seebüne beim Festbehaus in Prägins natürlich weltbekannend wird immer wieder natürlich auch übertragen.

00:13:55: Es gibt ja Übertragungen, auch im Fernsehen bis nach USA.

00:13:59: also jeder kennt die Seebühne in Festspielhaus Bregens.

00:14:03: das Haus an sich und auch die Bühne werden natürlich primär hergenommen für Aufführungen Musicals Operetten Theater Sachen aber nicht nur.

00:14:14: man ist da offen für alles was kommt und stolz drauf auf dass was man schon hat machen können.

00:14:23: Ja, grundsätzlich ist es ja höchst interessant mit den Sets quasi mit diesen Aufführungsmöglichkeiten die wir immer wieder offerieren.

00:14:32: Weil jede Bühne, jeder Aufbau ist ein Prototyp.

00:14:37: Wir haben ja nichts wo wir kopieren können.

00:14:39: Das heißt wenn das Leading Team so heißen, so heiße quasi die Gruppe die sich da drum kümmert Wenn die Intendantin sagt sie hätte gerne über nächstes Jahr das und das Stück wie zum Beispiel der fliegende Holländer nach Raviata kommt.

00:14:53: Dann bildet sich ein Leading-Team und die spinnen dann quasi Gedanken, kommen mit diesen Gedanken wieder zu uns ins Bespielhaus zur Technischen Leitung.

00:15:04: Weil dann geht es um die Umsetzung.

00:15:06: Ist das realisierbar?

00:15:07: Genau!

00:15:07: Und dann wird hinter verschlossenen Türen getüftelt ob das technisch umsetzbar ist.

00:15:15: Nummer eins und zweitens so man sich das auch leisten kann weil mittlerweile kostet so ein Bühnenbild über zehn Millionen Euro für diese zwei Jahre, wo es dann steht.

00:15:24: Krass!

00:15:24: Das muss man sich echt auch mal auf der Zunge zergehen lassen.

00:15:27: Zehn Millionen Euro... ...für ein exklusives, exquisites aber endliches Bühnebild?

00:15:36: So ist es und deshalb ist es auch so dass wir ab und an wenn wir auch die Überzeugung sind das passt zu uns diese Möglichkeiten, diese Bühne auch anderweitig nutzen lassen.

00:15:49: Und das war zum Beispiel im Fußball-Europameisterschaftsjahr, also die Europameistersschaft in der Schweiz und Österreich stattfand so.

00:15:59: Da hatten wir Tosca als Opa auf dem See und da wurden wir innerhalb von vier Wochen von zwei ganz unterschiedlichen Bereichen angefragt, ob man unsere Bühnen wohl anderweitiger auch nutzen könnte.

00:16:13: einmal Das war die Produktionsfirma, die Eigentümerin von den James Bond Filmen.

00:16:18: Wahnsinn!

00:16:19: Und das andere war das zweite deutsche Fernsehen, dass es schlussendlich dann auch für fünf Wochen ihr Sportstudio komplett aus Mainz nach Bregen verlegt hat.

00:16:30: Da klappt so.

00:16:31: mein Name ist Spondt, James Bond und ich würde ganz gern bei Ihnen oder eure Kulisse nutzen für meinen Film.

00:16:39: Für welchen James Bond Film war

00:16:41: das?

00:16:41: Quantum of Solace, also mit Daniel Craig dazu mal auch noch in der Hauptrolle.

00:16:47: Und das waren ganz besondere Zeiten für uns einmal mit diesen Leuten am Tisch zu sitzen und Verträge zu verhandeln – mit den Eigentümern, also Barbara Broccoli hauptsächlich!

00:16:56: Und dann natürlich James Bond zehn Tage im Festspielhaus zu begegnen wenn er in der Pause war mit ihm liefzufahren, mit ihm zur Autogrammstunde zu gehen.

00:17:08: Also ganz ehrlich, ganz komote Leute wie wir festgestellt haben.

00:17:12: Ist nicht so, dass wo die ganz supererfolgreichen eine Unabahrheit haben?

00:17:17: Wahrscheinlich ist das oft etwas genau andersrum.

00:17:19: Das sind typisch wie wir zwei!

00:17:21: Das sind definitiv... Also die, die es wirklich draufhaben, sind Typen, die ganz normal mit beiden Beinen im Leben stehen.

00:17:29: Oft ist es schwierig mit dem Management, Das

00:17:33: sind die beißenden Hunde, haben die Leute drauf.

00:17:35: Die

00:17:36: braucht es natürlich auch.

00:17:38: Haben Sie ein besonderes Autogramm vielleicht bekommen?

00:17:42: Wir haben, definitiv wir haben ein paar besondere Dokumente bei uns im Festspielhaus.

00:17:47: also das Danke schreiben von Barbara Broccoli und... Und wir haben Bälle bekommen!

00:17:54: Wir haben Fußball gespielt gegen Jürgen Klopp und Jörn Spekernner und da wurden die Bälle dann unterschrieben.

00:17:59: Die haben wir nach wie vor bei uns in dem Büro

00:18:02: Krass, da müsste man ja schon fast so ein Haus eigenes goldenes Buch haben.

00:18:06: Oder gibt es das vielleicht im Festspielhaus?

00:18:09: Das gibt's auch!

00:18:10: Es gibt eine Requisiten-Sammlung also zum Beispiel eine der zerstörten Motorhauben eines dieser James Bond Autos haben wir nach wie vor bei uns als Andenken weil jemand vom Dach gestoßen wurde und in Tod gefallen ist quasi auf eine solche Motorhabe.

00:18:31: So interessante Einzelstücke, die gibt es bei uns schon im Haus.

00:18:36: Und das Set bei euch im Festspielhaus war natürlich ein paar Wochen da... Schwindessens ist aber auch das relativ viel Filmmaterial, was man dort unten aufgenommen hat von den Szenen her dann wirklich relativ lang in diesen Endfilm mit eingebaut worden ist.

00:18:54: Also nicht nur einmal so ein Schwänk über das Bodensee-Ufer – ich streife noch hier die Seebühne, sondern nee, da war ein bisschen mehr zu sehen!

00:19:02: Definitiv und das war für uns eine große positive Überraschung.

00:19:06: Mit dem haben wir gar nicht gerechnet, aber die Prägenzerszene ist fast sieben Minuten in einem Film.

00:19:11: Und man sieht wirklich viel von unserem Haus.

00:19:13: also es sind natürlich Szenen irgendwo aufgenommen worden wo in Wirklichkeit zum Beispiel das Restaurant gar nicht dort ist was es ist oder die Küche.

00:19:22: Das war für uns auch dann interessant im Film zu sehen.

00:19:24: Aha!

00:19:25: Haben wir da eine Küche so wie wir auch im Film einen Flughafen bekommen haben.

00:19:29: Prägens Wo wir alle zusammen wissen den gibt's nicht

00:19:34: Ja, war doch bei euch in Österreich

00:19:37: vor gar nicht

00:19:38: langer Zeit auf einer anderen Bühne.

00:19:40: Sarah Engels der Eurovision Song Contest ist ja erst ein paar Tage her!

00:19:45: Bühnenbild?

00:19:46: Sehbühne?

00:19:47: Bregenz?

00:19:48: Das ist so krassumat weil das was da gebaut wird... Man hätte es gern für die Ewigkeit ist.

00:19:54: aber endlich gibt's irgendeinem Bühn im Bild Herr Stübe der in ihrer fünfundzwanzigjährigen Tätigkeit ihnen so etwas von dem Hinterkopf geblieben ist.

00:20:04: Ja, da gibt es sehr wohl.

00:20:06: Mir persönlich hat das Bühnenbild und auch die Opa dieses Gesamterlebnis an Regenier-Jähr'e-ZweitausendEilf sehr gut gefallen.

00:20:17: Also ein Kopf der mit einem Tuch bedeckt war am Anfang Das Tuch wird weggenommen Der Kopf kommt zum Vorschein Aus dem Kopf entsteht dann eine Bibliothek und so weiter.

00:20:28: Es war einfach phänomenal Und ähnlich war Rigoletto vor einigen Jahren, wenn man sich erinnert dieser Clown-Kopf.

00:20:36: Wenn man den betrachtet hat, der einem fast verfolgt hat mich in Augen ist unglaublich und auch

00:20:42: ... Ganz intensiver Blick hatte!

00:20:44: Wahnsinn!

00:20:45: Also

00:20:46: schon freischützt natürlich letztes Jahr einen unglaublichen Spektakel oder mit wer die Festivalbühne besucht hat.

00:20:53: Der Teufel, der quasi geritten ist für zwei Stunden.

00:21:00: Also es sind schon sehr spektakuläre Bühnenbilder dabei und auch das heurige, also da

00:21:06: wurde jetzt fertiggestellt.

00:21:07: Genau, das wird jetzt fertig gestellt.

00:21:10: Sehr, sehr interessant auch wieder unglaublich beweglich was dort abläuft ja auch mit vielen Überraschungseffekten und nach wie vor wie auch bei Freischütz mit einem Wasserbecken im Wasser sozusagen.

00:21:24: Man kann sich auch heuer wieder sehr freuen auf das was dort geboten wird

00:21:29: Von der Grundplattform her, es ist ein zerbrochener Spiegel mit verschiedenen Teilen hängend.

00:21:42: Also Traviata die Hauptdarstellerin quasi, die ist ja krank und diese Situation wird eben gespiegelt sozusagen Wenn man weiß, wie Menschen sind – einfach auch oft zerbrechlich.

00:22:01: Dann hat das Team so darstellen wollen und diese Einzelstücke des zerbrochenen Spiegels sind vierundzwanzig Einzelteile die alleine für sich bewegbar sein müssen.

00:22:16: Alleine hier die Technik bereitzustellen ist unglaublich!

00:22:19: Das ist unglaublich schon von der Idee an sich.

00:22:22: Sie haben es ja vorhin noch mal so gesagt, wie der Weg ist eine Idee man gucken hinter verschlossenen Türen okay lässt sich realisieren kostet den Betrag X und ist dann für zwei Jahre auch da weil die Spielzeit ist zwei Jahre.

00:22:38: aber wie viel Zeit vergeht von der ursprünglichen Idee bis zur Ja wie soll ich sagen Öffnung oder Vorstellung des dann aktuellen Bühnenbilds?

00:22:50: Also man kann sich so vorstellen, wir haben unterschiedliche Teams.

00:22:53: Die einen Teams die stellen jetzt die Seebühne noch fertig da werden auch teilweise Lautsprecher eingebaut oder auch Beleuchtungskörper.

00:23:02: Dann gibt es diejenigen, die bereiten die Ausschreibung für das nächste Bühnumbild Jetzt gerade vor also es wird jetzt.

00:23:10: dann kommt in die Aussschreibung Für den fliegenden Holländer Und es gibt ein Team, das kümmert sich jetzt schon darum.

00:23:18: Was könnten wir nach dem Fliegenden Holländer spielen?

00:23:23: Das ist so eine fortlaufende Thematik mit unterschiedlichen Teams die sich eben um diese Themen speziell kümmern.

00:23:30: und so kann man sagen Wir wissen jetzt schon wie das Bühnenbild vom fliegenden hohländer aussieht müssen wir wissen weil wir schreiben sie jetzt aus.

00:23:40: dann ist es so mit einem letzten aufwührung nächstes Jahr von Traviata beginnt quasi der Abbau in derselben

00:23:47: Nacht.

00:23:50: Der fiktive Vorhang auf dem See fällt und dann geht's unter Wasser auch schon los!

00:23:56: So ist es, das dauert so ungefähr je nach Bühnenbild bis Anfang Mitte Oktober bis es abgebaut ist und dann kommt.

00:24:05: das neue Bühnebild sollte dann wieder im spätestens April am Anfang mal fertig sein.

00:24:11: Neues Bühnebild für die kommenden zwei Jahre Latravjata, der zerbrochene Spiegel.

00:24:16: Was ist sonst neu?

00:24:17: Was erwartet oder was war auch neu von den von der Intendantin her?

00:24:23: Da gibt es etwas ganz spezielles... Da

00:24:24: gab's ja auch einen Switch!

00:24:26: Genau unsere neue Intendanten eine Finnen bringt auch ganz neue Perspektiven und damit auch neues Programm nach Pregens.

00:24:35: Eines darf ich möchte ich auch herausbecken nämlich anlässlich unserer Achtzig Jahr Feier sozusagen, hat sich etwas ganz Besonderes überlegt.

00:24:44: Nämlich ein Singalong und es wurden eingeladen Köre aus der gesamten Bodensee-Region.

00:24:53: Ich hoffe sehr dass auch aus dem Allgäu interessierte Leute dabei sind.

00:24:58: Am ersten August nachmittags sind mich schon aufs Verkauft.

00:25:02: Sechstausend zweihundert Personen füllen die Tribüne Werden von einem Dirigenten der Brengitzer Festspiele quasi aus dem Orchester dirigiert und singen die schönsten Aarien der vergangenen Jahre.

00:25:17: Es laufen jetzt schon Proben.

00:25:18: letzten Samstag,

00:25:20: das ist ja wirklich

00:25:23: unglaublich

00:25:24: vor lauter Dingen jetzt!

00:25:26: Das finden immer wieder Proben statt.

00:25:27: letzten Samstag unser gefüllter großer Saal.

00:25:33: haben geprobt, mit einer Freude am Singen.

00:25:37: Und das ist auch wieder was ich anfangs gesagt habe Wir müssen die Leute zusammenbringen.

00:25:41: Begegnung ist das was uns fehlt damit wir auch und jetzt wäre ein bisschen politisch Damit wird die Mitte wieder feinden

00:25:50: dass jeder einfach wieder geerdet wird und eigentlich Mitbekommt wie schön es eigentlich auch sein könnte

00:25:58: Das miteinander und

00:25:59: nicht

00:25:59: das gegeneinander.

00:26:01: Ich sage ganz lieben Dank für's Dasein.

00:26:03: Wir haben nur ein Abriss bekommen, was in diesem Festbehaus im Pringens passiert und hoffentlich viel Neugierde nach draußen geschickt, dass viele sagen Mensch da muss ich mal hin.

00:26:13: das gucke ich mir an.

00:26:14: Herzlichen Dank fürs dasein!

00:26:16: Danke schön für die Einladung.

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