Vom Tanzlehrer zum Lebensretter – Sascha Müller und die Kraft der Ersten Hilfe

Shownotes

Sascha Müller ist vieles gewesen: Tanzlehrer, Flugbegleiter, Rettungssanitäter, Dozent – und heute Leiter der Breitenausbildung beim ASB sowie Ansprechpartner für Pressearbeit, Ehrenamt und den Wünschewagen Allgäu/Schwaben. In dieser Folge spricht er über seinen ungewöhnlichen Lebensweg, bewegende Momente bei der Erfüllung letzter Herzenswünsche und darüber, warum jeder Mensch Erste Hilfe leisten kann. Mit viel Herzblut setzt er sich dafür ein, Berührungsängste abzubauen, Ersthelfer sichtbar wertzuschätzen und Menschen Mut zu machen, im entscheidenden Moment einfach zu handeln. Ganz nach seinem Leitspruch: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

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00:00:02: Der Allgäuhit Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

00:00:14: Heute ist mein Gast Sascha Müller – ich sage jetzt nur mal, dass Sie da sind vom ASB Wünschewagen.

00:00:23: Sie sind der Mann, der Wünschewahr

00:00:26: werden lässt.

00:00:28: Ja, so kann man es schön ausdrücken.

00:00:30: Das ist völlig richtig genau!

00:00:32: Jetzt habe ich gerade vorhin Sie nochmals kurz gefragt wie die richtige Bezeichnung von Ihnen ist?

00:00:37: Es ist ein kleiner Switch gewesen beim ASW-Wünschewagen.

00:00:41: Wie lautet's denn jetzt aktuell?

00:00:43: Also grundsätzlich die Kolleginnen und ich wir teilen uns eine Stelle und wir sind beide die Koordinatoren für den Wünschewagen.

00:00:51: also wir organisieren die ganzen Wunschfahrten sind ansprechbar für unsere Kooperationspartner und unsere Fahrgäste.

00:00:57: Herzlich willkommen!

00:00:58: Vielen Dank.

00:00:59: Sascha Müller heute da, mein Gast im Kaffeeklatsch.

00:01:02: Ich hab's so formuliert und mir gefällt das sehr gut Der Mann der Wünsche wahr werden lässt natürlich für ganz bestimmte Personen.

00:01:11: vom ASB-Wünschewagen Allgäu Schwaben Ansässig seid ihr in Kaufbohren im Ostallgäui

00:01:17: Völlig richtig genau.

00:01:18: Jeder von uns oder ich spreche es einfach mal für die Hörer hat die Begrifflichkeit, Wünschewagen, ASB-Wünschewagen schon gehört?

00:01:27: Wie hat sich denn das Ganze entwickelt und seit wann gibt's denn überhaupt dass man Wünsch erfüllt für jemand der noch einmal einen Traum hat, noch einmal eine Wunsch hat bevor es für denjenigen woanders hingeht?

00:01:42: Der ASB Wünscherwagen um das nochmal die Begrifflichkeit zu klären, erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch einen Wunsch.

00:01:50: Deswegen ist unser Logo auch der ASB-Wünschewagen letzte Wünsche wagen und das trifft so schön im Kern.

00:01:56: Die Entwicklung war recht rasant und häufig wahrscheinlich ja unerwartet.

00:02:03: Das ging zurück auf die Wish Ambulance in Rotterdam damals und ein Vorstand vom ASB Rhein Ruhr in Dortmund hat dort die Wish ambulance damals besucht Und kam mit der Idee zurück und hat gesagt, wir brauchen sowas für Deutschland.

00:02:18: Das wurde dann etabliert und Dortmund hat sehr schnell gemerkt dass das ein Projekt ist was viel zu groß ist für nur einen Verband.

00:02:26: Dann ging es über den ASB-Bundesverband in Köln und so wurden jetzt seit im Jahr zwei Tausend vierzehn in Deutschland dreiundzwanzig Standorte des Wünschewagens dann gegründet mit vierundzwanzig Fahrzeugen.

00:02:41: Das Vierundzwanzigste ist im Moment gerade in Franken, weil dort einfach der Regierungsbezirk so irre groß ist.

00:02:47: Also das ist natürlich wahnsinnige Fläche.

00:02:49: Wir haben die Oberpfalz noch mal dabei und seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn sind wir in Kaufbäuren für den Regierungs Bezirkschwaben also komplett schwabend zuständig.

00:02:59: deswegen...

00:03:00: Ui auch das ist eine große Fläche?

00:03:02: Eine

00:03:02: riesige Fläche ja aber die Einwohner geben keinen zweiten Wünschewagen her.

00:03:06: es ist relativ.

00:03:09: Ja, gute Kalkulation mit Fläche in Verbindung mit der Einwohnerzahl dort.

00:03:15: Und wir sind ein Kooperationsbetrieb, wenn wir das so sagen, dass der Regierungsbezirk Schwaben umfasst insgesamt vier ASB-Regionalverbände.

00:03:24: Das ist natürlich allgeil!

00:03:26: Wir sind für die Koordination und auch Standort für den Wünschewagen.

00:03:30: Mit Beteilig ist es aber noch Neuulm Augsburg, Dillingen Donau Ries und wie?

00:03:37: Genau.

00:03:37: Dass das ein bisschen gut verteilt ist, den Regierungsbezirk.

00:03:41: Wie ist es dazu gekommen dass sich da so die Regierungs Bezirke irgendwie einerkliedern?

00:03:45: Also von der Ebene runter Bundesebene und dann geht's ja so step by step oder Stufe für Stufe.

00:03:52: Man musste natürlich schauen wo orientiert sich das?

00:03:54: also dadurch dass das Projekt rein Spenden finanziert ist und ausschließlich ehrenamtlich getragen.

00:04:00: mit Ausnahme von diesem Koordinator der Projektleitung Musste man natürlich damals schauen, wie kommt man sich auch nicht gegenseitig ins Gehege?

00:04:09: Also man wollte diesen Wildwuchs vermeiden.

00:04:11: Das dann einfach noch hier in Standort dazu kommt da ein Standort dazu.

00:04:15: das ist ja alles ein Ziel für ihn.

00:04:16: wir wollen für unseren Fahrgast arbeiten.

00:04:18: Wir wollen auch ausreichend Gelder haben um Wünsche erfüllen zu können und um auch Fahrzeuge kaufen zu

00:04:25: können.

00:04:26: Natürlich, ihr braucht ein Fahrbahnuntersatz!

00:04:28: Genau das ist ja auch immer der größte Batzen.

00:04:30: tatsächlich da liegen wir so bei hundertfünfzighundertsechzigtausend Euro für das Auto und das wollte man damals so ein bisschen regulieren.

00:04:40: Jetzt ASB-Arbeiter Samarita Bund kennen wir von den Farben rot und gelb oder gelb und rot.

00:04:47: Und auch der Wünschewagen ist eigentlich im Straßenverkehr oder wenn man ihn wo stehen sieht Nicht zu übersieben.

00:04:54: Auch er ist gebrandet und hat eine spezielle Farbe?

00:04:58: Ja,

00:04:58: das dunkelblau gehört fest zum Wünschewagen und wird auch so bleiben.

00:05:04: Und was natürlich immer das Prägnanteste ist der große Wagen, der immer so ein bisschen stillisiert auf dem Fahrzeug ist.

00:05:10: Alle Fahrzeuge deutschlandweit haben einen Sternenhimmel mit einem großen Wagen im Auto selbst drin also dass man den Fahrgast kann quasi von der Trage oben in den großen Wagens sehen.

00:05:18: Das ist so das was uns ausmacht

00:05:20: genau Jetzt gerade vom Aufbau der Wagen her, sind die alle identisch?

00:05:25: Oder gibt es Regionen, die spezielle Vorrichtungen eventuell noch eingebaut haben?

00:05:30: oder ist das so konstruiert dass der wünsche Wagen auch wenn's sein müsste mal im Norden Deutschlands eingesetzt werden kann.

00:05:41: Also grundsätzlich sind die Fahrzeuge also es gibt ein paar Grund Dinge die müssen erfüllt sein und wir legen ganz großen Wert drauf dass der Fahrgast Komfort einfach da ist.

00:05:52: Wir haben es mit sehr kranken Menschen zu tun, die auch besondere Bedürfnisse haben und die wollen wir erfüllen.

00:05:59: Aber das soll natürlich auch einen Tag mal raus aus dem medizinischen Kontext sein.

00:06:03: Die meisten unserer Fahrgäste kommen aus Krankenhäusern, aus Hospizen oder aus Paliativ-Kerrstationen Und da wollen wir natürlich das medizinische Equipment dabei haben Also um darauf zurückgreifen zu können, aber in erster Linie sollte es nicht sichtbar sein.

00:06:18: Und das ist eine große Prämisse alles dabei zu haben, aber nicht sichtlich.

00:06:23: Das zweite ist der Fahrgast muss einen Rundumblick haben.

00:06:26: Es muss überall aus dem Fahrzeug rausschauen können

00:06:29: und

00:06:30: das kriegen wir ganz gut umgesetzt.

00:06:33: und dann natürlich auch die typischen Ausstattung Merkmale, die natürlich dazu kommen.

00:06:37: Und dann gibt es so ein paar regionale Besonderheiten wo jemand drüber nachgedacht hat.

00:06:41: wir haben zum Beispiel mit Kaufbäuren noch damals eine Tragenverbreiterung geholt um einfach mehr Komfort zu bieten aber auch um etwas höheren Gewichtsklassen abdecken zu können und das begegnet ja manchmal.

00:06:55: Heute dreht sich alles Umrund über den ASB Wünschewagen angesiedelt in Kaufbäusern also mit kemten Augen betrachtet Im Ostallgäu.

00:07:06: Seit Jahrzehntausend, Herr Müller, das haben Sie vorhin schon erwähnt ist der Wünschewagen oder Ihr Wünschewagen der ASB-Wünschewagen etabliert hier im Allgäuer.

00:07:16: Wie ist es dann trotzdem da losgegangen?

00:07:19: Weil irgendwo ist es schon ein paar Härchen her eine tolle Entwicklung aber irgendwo Der Weg der Start war glaube ich schon steinig und ein bisschen holprig.

00:07:33: Wir hatten damals das Glück, also ich bin selbst beim ASB Allgäu erst seit dem Jahr zwanzig.

00:07:39: Und hab gesagt mir so schön die gemahnte Wiesen übernommen.

00:07:42: Also für mich war eine sehr komode Situation aber die... Ich weiß noch der Staat damals war völlig ungewiss.

00:07:52: man wusste und hat kurz angenommen, man wussten die Spenden ist die Finanzierung gesichert.

00:07:59: Da war natürlich damals der ASB ein sehr guter Träger, der auch gut abgesichert hat und dennoch wäre es eine enorme Summe gewesen die Thomas da im Raum stand.

00:08:09: Und das hat funktioniert!

00:08:11: Die Kollegin hat das hervorragend damals durchgebracht, hat schnell viele Wunscherfüller gebracht.

00:08:17: Der ASB Allgäu kommt ist ja sehr vertreten in der Pflege.

00:08:20: Das war natürlich unser Vorteil weil da viele viele Mitarbeitende damals einfach mit reingeflutet sind und gesagt haben Ja wir bereiten den Start Ja und so ging es dann rasant los, muss man wirklich sagen.

00:08:34: Jetzt muss ich Sie natürlich fragen seit Jahrzehntausendschirchen zwanzig also seit zwei Jahren sind Sie da mit dabei.

00:08:40: oder Koordinator?

00:08:42: Wie haben sie den Weg zum ASB gefunden oder zum ASP-Wünsche wagen, sagen wir's mal so?

00:08:48: Ich hab... Damals noch, also wie man hört bin ich auch nicht hier aus der Region.

00:08:53: Sondern ich komme aus dem Metropolregion Rhein-Neckar, wie es so schön heißt.

00:08:57: Das ist ein wunderschönes Ohnwald.

00:09:00: München haben wir ja gleich hinterkauft worden aber das ist ein Stückchen weiter weg.

00:09:04: Genau!

00:09:04: Also ein bisschen weiter weg und ich habe damals hier einer Kollegin geholfen in der Asylverausbildung und hab den ASB Algoi damals kennengelernt und das war, wie sagt man so schön, ein Match.

00:09:15: Ich habe die Gegend hier unwahrscheinlich schön gefunden Aber auch die Arbeit beim ASB Allgäu hat mir unfassbar Spaß gemacht.

00:09:22: Und dann hat es noch mal so ein halbes Jahr gedauert, mit Bedenkzeiten von beiden Seiten und dann habe ich mich kurzerhand hierher entwickelt und bin dann umgezogen.

00:09:31: und seit dem Jahr zwanzig wohne ich jetzt im Allgäusch.

00:09:34: Und damals war die Prämisse Ich soll zum Wünsche wagen dazu, weil ich kurz gehadert war.

00:09:40: Weil ich wirklich gedacht hab, die Emotionen aber nützt sich auf

00:09:44: Was man an Emotionen, an Schicksalen, an Lebensgeschichten erfährt und

00:09:53: mitbekommt?

00:09:54: Ja.

00:09:54: Und hautnahm!

00:09:55: Ich habe mich damals ... ich komme ursprünglich aus dem Rettungsdienst und hab mich bewusst auch für den Rettungstienst entschieden, weil ich gerne mit Blaulicht war, sondern weil in erster Linie eine Akutversorgung wollte.

00:10:08: Ich wusste ganz genau, ich bin emotional zu betroffen um längerfristig Menschen zu begleiten auf ihrem Weg.

00:10:15: Also ich hätte mich da so emotional eingeklinkt, dass das nicht mehr geschafft hat.

00:10:19: Das war eine Selbstfürsorge.

00:10:21: Aber man muss jetzt auch sagen es war Anfang zwanzig.

00:10:22: Jetzt bin ich vierundvierzig und jetzt ist die Sachlage nochmal anders.

00:10:25: Jetzt habe ich ein anderer Erfahrung Und jetzt freue ich mich sehr darüber länger zu begreifen

00:10:31: Ja, aber dann haben sie auch vom medizinischen Her so eine Base oder beziehungsweise sind ja komplett ausgebildet.

00:10:38: Vereinfacht das?

00:10:40: Wenn man gewisse oder eigentlich medizinische Kenntnisse hat?

00:10:44: Auf jeden Fall!

00:10:45: Also die Kollegin kommt aus dem pflegerischen Bereich und ist aus dem Rettungsdienstlichen.

00:10:49: Wir ergänzen uns daher vorrangend.

00:10:51: wir haben von den Wunscherfüllern ist auch immer eine medizinisch Voraussetzung da.

00:10:57: entweder bilden wir Wünsche für der Selbstaus, die jetzt aus völligen anderen Bereichen kommen oder so sind schon Pflegefachkräfte, Rettungsdienste.

00:11:05: Und wir brauchen diese medizinische Grundlage um beurteilen zu können.

00:11:10: Ist es machbar?

00:11:11: Ist das

00:11:11: noch realistisch?

00:11:12: Wir haben natürlich auch immer Ärzte, die eine Unbedenklichkeit bescheiden oder zumindest mal eine Transportfähigkeit und dennoch müssen wir aber schauen wie ist denn die Situation?

00:11:22: Wie sind die Medikamenten gaben?

00:11:23: Können wir das zumuten?

00:11:25: Das ist immer für uns das Wichtige Und deswegen sind die medizinischen Voraussetzungen bei uns auch gegeben, also bei uns beiden.

00:11:32: Jetzt koordinieren Sie das mit Ihrer Kollegin?

00:11:38: Sind sie dennoch bei letzten Fahrten dabei oder sind Sie tatsächlich im Bereich Schreibtischarbeit?

00:11:47: Ein bisschen von beidem.

00:11:48: Also wir begleiten natürlich die Fahrten nicht immer, sondern wir haben hundertzwanzig Wunscherfüller aktuell in unserem Pool ganz verstreut über den Regierungsbezirksch haben aber doch ein größter Teil dann im Ostallgäu oder Oberallgäusch und wir sind immer die letzte Instanz.

00:12:03: also wenn es mal wirklich zu einem Termin kommt dass gar niemand fahren kann dann sitzen wir auf dem Auto Aber wir haben genug andere Dinge zu tun.

00:12:11: aber natürlich begleitet mir der eine oder andere fahrt

00:12:14: Danke.

00:12:15: Herr Müller, ist es Prozedere um sich einen letzten Wunsch über den ASB-Wünschewagen erfüllen lassen zu können?

00:12:24: Arke aufwendig!

00:12:26: Ist ein bisschen die Perspektive, die man drauf finden möchte.

00:12:31: also grundsätzlich ist das recht einfach eine Wunscheanfrage zu stellen denn man nimmt entweder wahlweise ein Telefon heran in die Hand und ruft uns an.

00:12:38: alternativ kann man auf unserer Homepage eine komplette Anfrage gestalten, wo dann auch so die notwendigsten Dinge abgefragt werden wie medizinische Mittel, Grunderkrankungen.

00:12:50: Aber auch sind Besonderheiten da und was ist der Wunsch?

00:12:54: Das ist ja immer der Mittelpunkt von dem Ganzen.

00:12:57: Und dann gehen wir ein bisschen in die Planung überlegen uns Ist das machbar?

00:13:02: für uns gibt's ein paar Dinge Da legen wir Wert drauf und es ist einmal dass wir mit dem Wunsch mehr Freude wie Leid hervorrufen.

00:13:10: deswegen prüfen wir mal ganz genau passt zum Beispiel lange Fahrzeiten zu Patienten oder Patientinnen, die leicht zur Schmerzen neigen aufgrund der Erkrankung oder die gelagert werden müssen.

00:13:23: Also da prüfen wir schon sehr genau aber gehen immer ins Gespräch mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen, mit dem Pflegepersonal.

00:13:30: Wir kriegen wahnsinnig viele Anfragen auch über die Hospice und über die Krankenhäuser Und dann brauchen wir eigentlich nur eine Schweigepflichtseinbindung und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.

00:13:42: Und alles Weitere kriegt man dann so nach und nach hin, und dann geht es in die Planung.

00:13:46: mehr ist es für den Fahrgast an und für sich nicht.

00:13:50: Es ist natürlich der Weg zum Arzt manchmal schon eine Herausforderung aber auch da wir bieten Hilfe an, wir biten Unterstützung an Wir haben ein gutes Netzwerk aufbauend können und pflegen das auch sehr gut, dass wir da relativ kurze Dienstwege haben.

00:14:04: Und es nicht überbürokratisieren für den Fahrgast.

00:14:07: Seit Jahrzehntausend gibt's den ASW-Wünschewagen Allgäu Schwaben stationiert in Kaufbornen.

00:14:15: Wie viele Kilometer hat der drauf?

00:14:16: Der Wünschewagen?

00:14:17: Der

00:14:17: jetzige Wünschewagen hat so ein bisschen an den Zweihundert also müsste jetzt so Hundertneunzig Tausend ungefähr haben bei knapp Vierhundert erfüllten Wünsche.

00:14:29: Ja, und da merkt man Corona-Zeit hat es so ein bisschen abgedämpft logischerweise.

00:14:35: Aber da merken wir einfach dass die Wünsche sehr lokal verwurzelt sind.

00:14:39: Jetzt wenn man da so ich habe der acht Jahre dann okay das ist eigentlich ok.

00:14:44: Hey, was der an Kilometer Leistung drauf hat.

00:14:47: Das Auto an sich das ist Fahrzeug

00:14:49: und völlig top in Schuss.

00:14:51: Das muss man auch mal sagen.

00:14:52: jetzt fängt er so ein bisschen an zu kränkeln immer mal wieder.

00:14:55: da war jetzt auch.

00:14:56: wir haben aber dieses Jahr also jetzt im unmittelbarer Zukunft diesen Monat spätestens nächsten Monat wird dann eine neue Wünsche wagen dass der Satzfahrzeug einmal in Dienst genommen und es tut dem Alten glaube ich auch ganz

00:15:08: gut genau der darf ein bisschen durch

00:15:10: schnaufen Genau richtig!

00:15:12: Ein

00:15:12: bisschen durch pusten.

00:15:15: Jetzt haben Sie es gerade schon gesagt.

00:15:18: Es sind Wünsche, wenn man auf die Wünsche eingeht was man im ersten Moment vielleicht gar nicht erwartet relativ in der näheren Umgebung oder in einem Radius ich sage jetzt einfach mal von hundert oder einhundert Kilometer.

00:15:32: Ja, wir wohnen hier in einer sehr schönen Gegend.

00:15:35: Und jeder schätzt das natürlich auch, aber dorthin gehen zum größten Teil die Wünsche also so individuell wie die Menschen.

00:15:42: So individuell sind natürlich die Wunscher auch gestaffelt und viele unserer Wunschwarten gehen ins Oberallgäuerns.

00:15:50: Ostallgäut dann einfach nochmal in die Berge.

00:15:52: Also für Feldhorn, Nebelhorn, Zugspitze, teilweise Wallfahrtskirchen – einfach Herzensorte an Seen, Hopfensee oder ähnliches wo die Menschen früher auch schon gerne einfach gewesen sind und wo sie ihre Freizeit verbracht haben.

00:16:09: Ja wie sagt man, die Qualität heim mit der Familie und

00:16:11: das möchte

00:16:12: man wiederholen.

00:16:13: Wo man gute Eindrücke irgendwie sich so im Hinterkopf eingebrannt oder Kindheitserinnerungen oder ein schönes Gefühl was einem dieser Herzensorte ist eigentlich auch eine schöne Formulierung.

00:16:25: Das passt so im Kern

00:16:26: aber der Herzensort kann natürlich genauso gut sein, dass man noch einmal nach Hause möchte.

00:16:31: Also viele die natürlich den Hof dann an die Kinder vermacht haben und nochmal den Hof sehen möchten.

00:16:38: oder letzte Woche waren wir zur Hochzeit von der Enkeltochter.

00:16:44: jetzt gerade aktuell ist der Wünschewagen mal ganz abgefahren in Italien.

00:16:48: da war der Wunsch noch einmal die Füße im Sand zu spüren Und ich habe es ja vorhin gezeigt, das ist ein Bild was ich da gestern Abend bekommen habe.

00:16:58: Das trifft uns so im Kern.

00:17:00: man sieht diese ganze Truppe von Wunscherfüllern und Familie da im Sonnenuntergang am Strand stehen mit dem Blick aufs Meer.

00:17:09: Das war natürlich auch ein Sehnsuchtsort gewesen und jetzt einmal ans Meer als Italien eben näher als die Ostsee.

00:17:17: Das ist mit Standort Allgäu ausbetrachtet auf jeden Fall der Klassiker, wenn man überhaupt in dem Kontext von einem Klassicker sprechen darf.

00:17:27: oder kann ein Fußballspiel mal in großes Stadion zu gehen vielleicht ein Konzert irgendwo von einem Interpret, wo man es nie geschafft hat vielleicht hinzugehen.

00:17:38: Was sind so, dürfen Sie mir da ein paar Beispiele aufzählen?

00:17:42: Klar

00:17:42: also bei uns ist hier immer der Klassiker natürlich FC Bayern oder Augsburg fahren wir auch immer mal wieder hin.

00:17:50: Wir hatten in dem André Rieu waren wir jetzt tatsächlich im März mit einem Fahrgast, der sonst das Haus nicht mehr hätte verlassen können weil er einfach auf Sauerstoff angewiesen war.

00:18:01: Da meistern wir die Herausforderung dann doch ganz gut.

00:18:05: Was hatten denn noch?

00:18:06: Wir hatten Herbert Grönemeyer, wir hatten ganz viele tolle Konzerte und da bauen wir auch drauf als da öffnet der Wünschewagen auch Türen.

00:18:15: Wir kriegen wirklich von den Veranstaltern egal ob Fellhorn, Nebelhorn aber auch den Großveranstalteren wirklich die Tünen geöffnet und Wege geebnet wie das dann möglich ist.

00:18:26: Das ist unwahrscheinlich schön zu spülen.

00:18:29: Und natürlich dann, glaube ich, wenn man in das Gesicht der Fahrgäste so werden die Menschen genannt, die hier mit dem Wünschewagen unterwegs sind.

00:18:38: Ich glaube diese glänzenden Augen und dieses Ja da brauchen wir nichts mehr sagen?

00:18:45: Nee!

00:18:46: Da sprechen die Bilder mehr als tausend Worte.

00:18:49: und jeder, der uns so betrachtet, der denkt oh nein was für ein trauriges Thema.

00:18:53: und natürlich ist es das unterm Strich.

00:18:56: aber Wir bereiten einen Tag nochmal voller Freude.

00:19:00: Wir bringen die Leute aus, ihrem medizinischen Trott der durchaus anstrengend ist für viele unserer Fahrgäste noch einmal raus und bereiten

00:19:08: Freude.".

00:19:09: Und eine Kollegin hat so schön mal gesagt... Und wenn der Fahrgast anhalten möchte und eine Leberkass sammeln, dann kaufen wir eine Lebergass-Sammel.

00:19:18: Und wollen mal fünf Meter weiter in einer Halbe, dann halten wir an und kaufen nach halbets.

00:19:22: Es ist so ein Tag, der einfach ungeplant stattfindet also natürlich schon mit einem Grundstock aber wir gehen den Wünschen unseres Fahrgastes nach.

00:19:32: Das ist für die Pflegekräfte wahnsinnig erfüllend diesen Tag zu gestalten weil endlich mal Zeit ist.

00:19:37: man hat nicht diesen Klinikalltag sowohl für einen Fahrgäst als auch für unsere Wunschersfühler.

00:20:11: Kohle reinkommt, um das man was erfüllen kann.

00:20:14: Sondern auch die Sensibilisierung der Menschen, dass es immer wieder ge- remindert wird?

00:20:20: Genau!

00:20:21: Die Sichtbarkeit ist für uns enorm wichtig weil wir natürlich in erster Linie die Wünsche erfülle wollen.

00:20:28: Das ist unsere oberste Prämisse und wie Sie gesagt haben natürlich braucht man dafür Geld und man braucht dafür etwas viel Wertvolleres nämlich Menschen die Zeit spenden Und das sind unsere Wunscherfüllern.

00:20:39: Wir haben mittlerweile hundertzwanzig mehr oder weniger aktive, vielen ist es beruflich einfach auch nicht möglich sich da so überdurchschnittlich zu engagieren.

00:20:47: Aber wertvoll ist jeder für seine

00:20:49: Sekunde die man

00:20:50: gibt.

00:20:51: Völlig richtig und vor allem mit seiner Persönlichkeit oder ihrer Persönigkeit genauso wie der Expertise, die wir sehr schätzen.

00:20:58: also um Wunsch erfülle zu werden haben zwei Möglichkeiten entweder ich bin schon aus dem medizinischen Bereich Meistens sind Pflegefachkräfte, die meisten von unseren Pflegefachkräften haben auch eine einschlägige Weiterbildung in die palliative Versorgung oder Intensivmedizin.

00:21:15: oder eben aus dem Rettungsdienst im Bereich.

00:21:17: und wer jetzt als Versicherungsmarktler sagt, der möchte

00:21:20: da gerne mit machen.

00:21:21: Ja, er möchte auch ein bisschen Zeit geben schenken.

00:21:22: Genau!

00:21:23: Den nehmen wir natürlich gerne auf uns.

00:21:25: das ist immer eine Reise die dadurch laufen wird.

00:21:27: es sind zwei Tage Wunscher für der Schulung wo wir über das Projekt informieren aber auch um die Herausforderungen die wir so haben auf Wunschfahrten und dieses Konstrukt der palliativen Versorgung was bei uns natürlich auch da ganz groß drüber steht Ganz banal, wie funktioniert das Auto?

00:21:44: Wie funktioniert die Tankharte.

00:21:48: Wie kommst du hier überhaupt rein?

00:21:51: Wo ist welche Unterlage zu finden und...

00:21:54: Also es gibt einen Coaching definitiv?

00:21:56: Genau!

00:21:56: Das sind zwei Tage intensive Ausbildung.

00:21:59: aber da wird auch natürlich sensibilisiert weil wir wissen, dass es wieder mal belastende Situationen geben wird.

00:22:08: Ganz, ganz große Fürsorge die wir auch gerne erfüllen mit in Form von Supervisionen.

00:22:12: In Form vom Angebot für eine psychosoziale Versorgung im Anschluss.

00:22:18: Da muss man sagen ist die Resilienz immens hoch bei unseren Wunscherfüllern.

00:22:23: aber natürlich geht es da auch um das Erzählen also auch die Freude zu teilen den Mann im Tag erlebt Und die Nichtmediziner bekommen dann eben eine medizinische Ausbildung von uns und diese gesamte Ausbildung ist für die Ehrenamtlichen gratis, außer dass sie Zeit mitbringen müssen.

00:22:38: Das ist das Einzige!

00:22:40: Wir versuchen es unseren ehrenamtlich so gemütlich wie möglich zu machen, dass wir auch gerne dieser Aufgabe erfüllen und wenig an Eigenleistung ausser dir am Fahrgast zu machen.

00:22:53: Aber viele von unseren Wunscherfüllern stellen sich aufmessen, auf irgendwelche Festivitäten.

00:22:59: Das ist das Nächste!

00:23:00: Man muss trotzdem immer wieder in den Vordergrund... Also was heißt also ins Gedächtnisrufen suchen?

00:23:08: Das wollte ich jetzt hinaus.

00:23:11: Da

00:23:12: sind alle

00:23:13: ein totales

00:23:14: Brief-Tour.

00:23:14: Gutes und Sprich darüber.

00:23:17: Es wirkt immer so banal aber genauso.

00:23:19: Aber

00:23:19: es trifft auf dem Punkt

00:23:21: Auf.

00:23:21: vier Kollegen jetzt gerade am Sonntag beim Gentleman's Ride Distinguished, Gentleman´s Ride in Augsburg mit den zweihundert Motorrädern.

00:23:28: Eine ganz, ganz großartige Aktionen.

00:23:29: Das stand unser Wünschewagen die Tomola ging zu unseren Gunsten und da standen vier Ehrenamtliche von morgens bis abends parat waren ansprechbar für die Leute sind aktiv auf die Leute zugegangen und ins Gespräch gekommen Und das ist für uns wichtig dass wir sichtbar werden.

00:23:47: Aber auch dieses Tabu-Thema ein bisschen verschwindet.

00:23:49: Es

00:23:50: ist ein Bereich, wo man schon der eine oder andere vielleicht so eine innere Überwindung braucht.

00:23:55: So ein bisschen schäum.

00:23:56: Man möchte ja es ist ein Tabuthema aber soll Gesellschafts... was heißt fähig?

00:24:05: Ist falsch!

00:24:06: Aber es soll in Anfangszeichen normal sein darüber zu reden.

00:24:10: Naja, also jetzt nehmen wir es mal ganz banal.

00:24:13: Unser Leben endet mit dem Tod ob wir wollen oder nicht und der Tod ist natürlich noch ein sehr großer Angstbehaftung da und das verstehe ich auch und natürlich teile ich auch die Angst wenn ich aus meiner Situation darüber nachdenke.

00:24:27: aber diese Freude die wir bereiten können in dieser ganzen naja für viele auch Droßlosigkeit für viele Familien auch eine Hilflosigkeit eine ganz andere Richtung geht als die, die man sich eigentlich vorstellt dabei.

00:24:42: Wir nehmen die Leute aus ihrem Alltag raus und wir nehmen die ganze Familie mit.

00:24:45: Wir organisieren alles auch für Menschen, die es vielleicht nicht mehr hätten leisten können.

00:24:51: Der Fahrgast und eine weitere Begleitperson werden von uns, von den Spendern und Spenderinnen dann auch getragen.

00:24:57: Und wir rennen da offene Türen ein.

00:25:00: Uns wird Bernd Wege bereitet, sobald die Leute mit uns in Berührung kommen.

00:25:05: Wenn jemanden fragen würde und wird sagen, da kommt ein Wünschewagen.

00:25:08: Würdest du da die Leute mitten in den Gastraum setzen irgendwo an irgendwelchen Touri-Spots?

00:25:15: Dann würden die meisten wahrscheinlich erst mal sagen, nee weiß ich jetzt nicht ob das wollen wird.

00:25:20: Und dann ist es soweit und auf einmal wird ein ganzer Gastraum frei geräumt.

00:25:24: Und das ist das Schöne zu erleben dass wir mit dem Thema tatsächlich was anderes verbinden können als die meisten haben nämlich Es ist nicht nur Elend und es ist nicht Die Trauer und das ist nicht nur der Abschied, sondern es ist auch noch ganz viel Lebensfreude.

00:25:41: Und ganz, ganz viel nochmal Emotionen die man da mitnehmen

00:25:46: kann.

00:25:46: Oh ja sehr große Emotionen und schöne Eindrücke.

00:25:50: Das weiß man ja selber an die erinnert man sich so gerne zurück und allein beim dran denken bekommt man wieder einen Strahlen und ein bisschen glasige Augen auch.

00:26:03: den Menschen gibt Zeit und einen tollen Eindruck, der im Kopf bleibt.

00:26:09: Wenn jemand Infos braucht, ihr habt natürlich auch eine Homepage.

00:26:12: Logisch!

00:26:13: Wir haben ne Homepage

00:26:16: die da

00:26:17: lautet www.asb-allgäu.de.

00:26:21: Das ist unsere vom Allgäuer.

00:26:23: Da findet man alle Informationen wer über den Wünschewagen Gesamtwas wissen will.

00:26:27: Da gibts noch mal ne bundesweite Homepage wo wir uns aber auch erreicht.

00:26:30: das dann wünschewagen.de.

00:26:33: Ich sage danke für den Einblick, ja für das Mitnehmen auf eine Reise fürs Zeitschenken, fürs Animieren sich auch ehrenamtlich zu engagieren.

00:26:44: Welcher Form auch immer kann kolotechnisch sein, kann aber mit der eigenen Zeit sein.

00:26:49: Vielen Dank Sascha Müller!

00:26:52: Der Allgäu-Hit Café Clutch wurde präsentiert von Den Lebensgestaltern stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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