Kaffeeklatsch 28.04.26: Im Gespräch mit Tobias Bader über die Freilichtspiele-GmbH
Shownotes
In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Tobias Bader, dem Geschäftsführer der Altusrieder Freilichspiele-GmbH. Er erzählt was Heimat für ihn bedeutet und welche Rolle die Bühne in seinem Leben spielt. Außerdem gibt er Einblicke in seinen bisherigen Werdegang und berichtet von seinen ersten Eindrücken nach wenigen Monaten im Amt. Ein spannendes Gespräch über Kultur und neue Perspektiven im Allgäu
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00:00:02: Der Allgäu-Hit.
00:00:02: Kaffeeklatsch
00:00:03: wird präsentiert
00:00:04: von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung
00:00:08: statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst
00:00:11: im Allgau
00:00:12: für Pflege und
00:00:13: Betreuung mit Zeit!
00:00:15: Heute unser Gast Tobias Bader ist mir.
00:00:18: herzlich willkommen.
00:00:19: Herr Bader dass Sie da
00:00:20: sind.
00:00:20: Vielen Dank
00:00:22: Und es dürfen sie das grad selbst beschreiben.
00:00:24: ich sag nur so viel einer der aus dem Allgai Auszug den Weg in die Bundeshauptstadt gefunden hat, aber auch den Weg zurück in die Heimat.
00:00:34: So ist ein ganz kleiner Kreislauf oder ihren Lebensweg bis hierher!
00:00:40: Aber aktuell sind sie in welcher Funktion und Position zurückgekehrt?
00:00:44: Ja richtig ich bin nach vierundzwanzig Jahren Absinenz ins Allgäu zurück gekehrt und darf seit erstem Februar Hüter eines Gemeindeschatzes in Althos Ritz sein
00:00:54: also Der Herr der Allgäuer
00:00:56: Freilicht-Bühne.
00:00:57: Ganz genau, und das Allgüeyer Freilich des Altes wieder freilichtspielts.
00:01:01: Herzlich willkommen!
00:01:02: Wir plaudern gleich ein bisschen ausführlicher.
00:01:03: Schön dass Sie da sind.
00:01:04: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:06: Es geht um Kultur, um Kunst, um Theater.
00:01:10: Tobias Bader da, Geschäftsführer der Allgäuer Freilichtbühne GmbH.
00:01:14: Richtig!
00:01:14: So heißt das auch ganz offiziell, müssen wir ja auch einmal richtig sagen Sie sind frisch auf diesen Posten.
00:01:22: seit Februar sitzen sie dort auf dem Stuhl.
00:01:26: Ihre Reise oder ihr Lebensweg bis dato beginnt im Allgau geht weit weg und endet für den Moment zumindest oder für die kommenden beiden Jahre, so lang ist diese Stelle ja auch mal festgeschrieben.
00:01:41: Wieder hier im Allgäu!
00:01:43: Wo sind Sie denn aufwachsen ganz genau?
00:01:45: Also ich bin geboren in Imenstadt und aufgewachsen in Missen-Wilhams.
00:01:49: Meine Tante und mein Onkel haben den Brauereigasthof Scheffler geführt, meine Eltern haben dort gearbeitet und sich dort kennengelernt.
00:01:56: Das heißt, ich bin am Stammtisch in Missens groß geworden und kenne das ganze Dorf und das ganze Dorf kennt mich und es beschreibt auch meine Kindheit ganz gut!
00:02:04: Ja, also der Rede freudig oder Kontaktfreudig ist man ja zwangsweise wenn man irgendwie so eine Biegung einmal über die Gastro macht.
00:02:12: Da darf man nicht irgendwie verklemmt oder irgendwo so sein sondern diese Offenheit auch offen für Neues ist natürlich da schon bei ihnen glaube ich in die Wiege gelegt
00:02:21: worden.
00:02:21: Wenn Sie das so sagen?
00:02:22: Ich weiß nicht ob... Ob das stimmt, also ob es an der Erziehung oder dem Brau-Reigerstuf fliegt.
00:02:27: Aber bei mir ist sie glaube ich schon vorhanden.
00:02:29: Ja Kultur ... oder dieser Bereich, Kultur dieses K hat ihr Leben ja auch mit geprägt und auch begleitet.
00:02:38: Sie sind sehr kulturoffen, sehr kulturinteressiert sag' ich jetzt einfach mal und sie sagen, ob's stimmt oder nicht?
00:02:44: Ich würde sagen, dass es stimmt aber es war schon ein Weg dahin.
00:02:49: Ich komme aus einer klassischen Arbeiterfamilie.
00:02:52: Meine beiden Eltern haben gearbeitet, mein Vater war später Lastwagenfahrer bei der Brauerrechefler also Bierfahrer und mir ist Kultur nicht wirklich in die Wiege gelegt worden Und das musste ich mir ein bisschen selbst erarbeiten.
00:03:07: Ich habe dann mit achtzehn Jahren meinen Ziviliens in Berlin gemacht.
00:03:11: Bewusst so weit weg?
00:03:12: Genau, ich wollte erst nach München aber als ich es erste Mal in Berlin war hab' ich gesagt okay skip Munich!
00:03:18: Ich muss direkt dorthin.
00:03:20: Habe dort mein Zivliens gemacht und habe dort zum ersten mal Berührung zu diesen Feldern Theater und Opa und Museen durch Freunde, die ich auch hatte.
00:03:30: Und dadurch hat sich für mich eine Welt eröffnet, die vorher gar nicht so kannte tatsächlich.
00:03:35: Also quasi den Blick auch ein bisschen über den Horizont hinaus.
00:03:39: da war das Allgäu vielleicht ein bisschen zu mit Scheuklappen und bisschen zu enge?
00:03:44: Vielleicht auch von der Gegentehe?
00:03:47: Da haben Sie in dem Moment wahrscheinlich diesen Blick weit nach draußen gebraucht oder in Welten einzutauchen, auch wenn es in der Fantasie ist.
00:03:55: In Literatur, Theater, Kunst und Museen haben sie ja auch schon... Das hat sich fasziniert!
00:04:01: Es hat mich fasziniert genau und den Horizont beschränkt.
00:04:05: Den haben natürlich auch ein Stück weit meine Eltern.
00:04:08: Es gibt ja heute eine klassische Arbeiter Kindbewegung, wo man dieses Thema genau angeht.
00:04:15: Ja das Familien also.
00:04:17: ich hatte eine gymnasial Empfehlung aber meine Eltern haben sich nicht getraut mich aufs Gymnasium gehen zu lassen weil sie eben Sorge hatten mich nicht unterstützen zu können oder dass ich so viel lernen müsste und dergleichen.
00:04:27: Das hat mich ein bisschen eingeschränkt.
00:04:28: und ja wie Sie sagen es hat mich dann Der Ruf der Freiheit auch gelockt als schwuler Mann aus dem Allgäu.
00:04:35: Wenn Sie vorstellen, das war vor vierundzwanzig Jahren noch anders als heute.
00:04:38: Das sind Schöcki damals.
00:04:39: Das
00:04:39: war schon sehr eng hier.
00:04:42: Deswegen bin ich gerne nach Berlin gegangen.
00:04:44: Und dann sind sie eingetaucht in diesen
00:04:46: Kulturkosmos
00:04:47: ja auch ein bisschen.
00:04:48: Ich meine da passiert ja ganz viel.
00:04:49: Berlin ist ja auch bekannt für Bohnen, Schiller und Theater, Varieté Musicale... Die Bereiche geben sich ja quasi ein Stück weit auf die Klinke in
00:04:59: die Hand.
00:05:00: Ja, das stimmt.
00:05:01: Ich erinnere mich an ein Picnic mit einem meiner besten Freunde im Tiergarten.
00:05:05: Der hatte damals als Überraschung für mich Opernkarten gekauft über Latraviata.
00:05:10: Habe ich vorher noch nie gehört und nie gesehen außer bei Pretty Woman.
00:05:13: Das ist ja eine sehr pflegende Filmmusik!
00:05:15: Und dann saßen wir im Tiergarten bei Erdbeeren... ...und er hat mir das ganze Libretto durchgegangen und hat mich vorbereitet auf das Geschenk, dass ihr wieder gleich machen würdet nämlich diese beiden Opern-Karten.
00:05:27: Und so habe ich zum ersten Mal diese Welt für mich auch entdecken dürfen.
00:05:30: Und das ist gut, ich war tatsächlich selber noch nie in einer Oper drinnen.
00:05:34: natürlich im Herzen hat man sich das eine oder andere schon mal angeschaut.
00:05:37: aber ich glaube dass es so ein
00:05:40: Boah!
00:05:41: Ja, ja ich war auf
00:05:43: der Bühne verwendet.
00:05:43: Kann negativ
00:05:44: aber auch positiv sein?
00:05:45: Allein die bloße Masse an Menschen die dort zur Aufführung beitragen.
00:05:49: Orchestergraben, Chor, die Solisten auf der bühne... Das ist einfach ja schon überwältigend wie sie sagen.
00:05:55: Schon
00:05:56: einen Boah.
00:05:59: Hier ist der Kaffeeklatsch an diesem Mittwoch.
00:06:02: Zusammen bin ich hier mit Tobias Bader, Geschäftsführer der Allgäuer Freilichtbühne GmbH.
00:06:08: Sie haben uns schon mitgenommen auf das kleine Ausreißen vielleicht auch vom Allgaer in die Bundeshauptstadt.
00:06:14: Wie haben sie sich beruflich da gefunden oder wo sind sie da letztendlich nach dem Zivildienst gelandet?
00:06:22: Also dadurch, dass ich kein Abitur hatte war für mich nach dem Zivil erst mal eine Zeit des Suchens angesagt.
00:06:29: Ich wusste nicht so richtig wo ich hin sollte weil mir eben auch verwehrt war der Weg an die Uni.
00:06:34: Ich hätte gerne Germanistik studiert oder Kunstgeschichte, Fächer die mich dann interessierten.
00:06:38: das ging aber nicht und so habe ich ein paar Jahre verstreichen lassen und bin etwas durch die Welt getingelt waren sicherlich auch keine verlorenen Jahre.
00:06:46: Mit Sicherheit nicht!
00:06:47: Die Erfahrungen kann einem keiner nehmen die man irgendwo gemacht hat
00:06:51: Und dann habe ich zu guter Letzt angefangen, zu studieren in Lüneburg an der Leuphana Wirtschaftsrecht.
00:06:57: Ein Fachhochschulstudiengang an der Universität mit dem Plan nach vier Semestern an die Uni zu wechseln.
00:07:03: Das wäre möglich gewesen und dann kam das Leben dazwischen und ich hab das Studium zu Ende gebracht.
00:07:08: Ich bin also Diplom-Wirtschaftsjurist war aber nicht so ganz glücklich in den Bereichen, die nicht so arbeitete.
00:07:13: Also ich hatte tolle Jobs!
00:07:14: Ich fahre bei die Leute Werkstudenten in der Fördermittelberatung.
00:07:18: Ich war bei Grune & Ja im Personalmarketing Aber es hat mich eben nie so richtig gecatcht.
00:07:23: Und ich hatte immer den Abgleich mit meinen Freunden, die an den Opern und Theateren und Museen gearbeitet haben, die sich mit Themen beschäftigen durften, die mir einfach viel näher lagen.
00:07:34: Und so habe ich dann zum Schluss meines Studiums versucht, die Brücke zu schlagen und hab das gemacht, indem ich meine Abschlussarbeit geschrieben habe über einen Personalmanagement-Thema zu Berlin und habe damit dann den Brückenschlag in dem Kulturbereich gemacht.
00:07:51: Und meine erste Anstellung war dann ein Voluntariat im Museum Kunstpalast in Büsseldorf, in der kaufmädischen Direktion und Kommunikation.
00:07:59: Von dort ging es nach drei Jahren zurück nach Berlin – ich hab Berlin vermisst!
00:08:03: Ja
00:08:03: wenn man da glaube ich einmal so gewurzelt hat, lässt Berlin einen Nichtmerkel so leicht los sagen was wir tun?
00:08:10: Ich hab noch
00:08:11: einen Koffer in Berlin sag' ich denn nur... Und bin zurück nach Berlin gezogen und war dann dort für eine kurze Zeit bei den staatlichen Museen.
00:08:19: zu Berlin auch in der Kommunikation.
00:08:21: Ich bin dann Geschäftsführer geworden des Haus am Waldsee, das ist Berlins älteste Einrichtung für zeitgenössische Kunst – eine wunderschöne Villa im Grunewald aus den zwanziger Jahren an einem kleinen See.
00:08:34: Da war ich jetzt fast zehn Jahre lang und bin von dort zurück.
00:08:40: Wer hat gerufen, dass sie von Berlin die Bundeshauststadt verlassen?
00:08:47: Die Sehnsucht.
00:08:48: Ja
00:08:49: und ich sag immer mit achtzehn hab' ich das Abenteuer in der großen Stadt gesucht.
00:08:53: jetzt bin ich dreiundvierzig glaube ich und suche das Abentreuer glaube ich wieder mehr in der Natur.
00:08:59: Denn wenn ich Sie jetzt frage was Heimat für es Sie ist Mit drei Worten oder drei Wörtern wie würden Sie's definieren Beschreiben, sofern möglich?
00:09:10: Mit drei Wörtern würde ich sagen Gleitschirm fliegen, Semmelknödel und ja muss ich überlegen.
00:09:18: Mir fällt mein drittes ein aber sie bekommen eine Ahnung.
00:09:22: Ist es dann auch ein Stück weit Geborgenheit wieder oder Wurzeln einfach weil man aus der Gegend stammt?
00:09:30: Ja, also ich habe ja auch niemals die Bande in meine Heimat abreißen lassen.
00:09:34: Ich hab immer noch sehr gute Freunde hier im Allgäu aus Schulzeiten noch.
00:09:38: wie gesagt in meinem Heimatstorf kennt mich ohnehin jeder und ich hab das Gefühl dass ich da auch immer ganz gern gesehen bin wenn ich dort nach Hause kehre.
00:09:47: Das hat mich nie losgelassen!
00:09:48: Ich habe schon eine tiefe Verwürzlung mit meiner Heimat immer gehabt und freu mich jetzt einfach wenn ich Samstagmorgen auf den Markt Kämpfen fahren kann und eine Weißwurst essen kann.
00:09:59: Und die Kirche dort sehe ich.
00:10:03: Das fühlt sich für mich schon sehr nach Heimat alles an, und ich bin mich einfach sehr, sehr wohl.
00:10:07: Dann ist es wenn ich Ihnen einen Teller hinstelle mit einer Currywurst und Bulletten dazu und auf dem anderen Teller sind Allgäuer Kischpatzen.
00:10:16: Sie greifen zu welchem Teller?
00:10:18: Es kommt wahrscheinlich auf die Tagesformen und Tageszeit an aber wahrscheinlich würde ich immer eher zu den Kisch-Patzen greifen.
00:10:27: Was bedeutet für Sie Allgäuer Freilicht-Bühne, Herr Bader?
00:10:31: Sie sind Head of.
00:10:32: Sie sind Man off der Allgääu-Freilichtbühne auch von der GmbH – neuer Posten!
00:10:38: Was springt sie an wenn Sie Allgräuer freilicht bühnen
00:10:42: hören?!
00:10:43: Also erst mal bin ich unglaublich gerührt an das, was dort seit fast hundertfünfzig Jahren passiert und sie dürfen sich vorstellen dass es natürlich eine schöne Aufgabe ist hauptberuflich etwas machen zu dürfen.
00:10:55: Was über fünfhundert Leute freiwillig ehrenamtlich machen
00:10:59: Das ist absolut richtig.
00:11:01: ein ganzes Dorf spielt Theater oder befindet sich immer wieder zum Großteil auf der Bühne?
00:11:08: Genau, das ist ein Hundertfünfzig Jahren.
00:11:10: Ich habe wenn Sie erlauben auch einen kleinen Artikel mitgebracht aus dem Tag- und Anzeigeblatt für Kempten und des Allgäu vom zehnten März, achtundachtensiebzig.
00:11:20: Wenn ich darf, würde ich kurz was daraus vorlesen damit sie die Ahnung davon bekommen wie es damals schon gewirkt haben muss.
00:11:26: Ja
00:11:27: sehr gerne!
00:11:27: Legen Sie los!
00:11:28: Also dort steht, wie gesagt, achtunachtensiesig.
00:11:31: am vergangenen Donnerstag und heute wurden in Althusried Episoden aus Schillers Räuber im Freien aufgeführt.
00:11:38: Auf einer hochgelegenen Wiese, östlich des Ortes mit herrlicher Fernsicht auf das Hochgebirgel wurde ein Wald mit künstlichen Bäumen aufgebaut eine Kapelle mit Glocke einen Gerichtshof mit dekorierter Tribüne Ein Wirtshaus mit Tischen und Banken außerhalb.
00:11:54: Der Platz zur Aktion war mit Seilen umspannend.
00:11:57: Jedes Mal um ein Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und zog durch die Straßen des Marktes.
00:12:02: Voran die uniformierten Reiter, vierundzwanzig Pferdestark, dann der fein kostimierte Gerichtshof zu Pferd neben Verteidigern zu Pherd, dann einen viergespannen, worin der zu beraubende Graf- und Frau- und Kammerzofe saßen, welche sehr noblekostimiert waren mit galoniertem Kutscher, Vorreiter und Bedienten.
00:12:22: Dann kamen sechzig Mann linien Militär mit Musik Der Kommandant zu Pferd mit Auditor, Arzt und Kapuziner.
00:12:30: Der Oberland Jägermeister zu Pherd mit vierzig Jägern Gerichtsdiener Schafrichter gut kostimiert mit Gehilfen und großem Hund der Räuberhauptmann tüchtig ausgestattet mit fünfzig Räubern bewaffnetes und maskiertes Landfolg ein Judenfuhrwerk mit Zivilisten Wirte Händler die den Räubers gestohlene Gut abhandelten.
00:12:50: nebenbei dürfte auch der Hans Wurst nicht fehlen.
00:12:53: So geht es noch ein bisschen weiter, aber es gibt Ihnen eine Idee von der Dimension die das Ganze schon vor hundertfünfzig Jahren hatte und das hat sich bis heute ja nicht geändert.
00:13:02: Es sind über fünfhundert Beteiligte aus Altusried dort unten zu Gange.
00:13:09: wenn es heißt dass große Freilichtsspiel steht an was ja alle drei bis vier Jahre passiert.
00:13:14: wir haben in zwei Jahren unser Hundertfünftigjähriges Und ich freue mich schon sehr, dieses Jubiläum mitgestalten zu dürfen.
00:13:21: Jetzt brauche ich ja mal eine Arbeitsplatzbeschreibung von Ihnen abwarten!
00:13:26: Was gehört denn alles in Ihrem Blickfeld?
00:13:29: In Ihren Handlungsradius?
00:13:31: für was sind Sie Ansprechpartner zuständig und natürlich dann auch verantwortlich?
00:13:36: Ja also ich habe jetzt noch keine ganzen hundert Tage im Amt und ich bin mir selber nicht so ganz sicher was eigentlich genau mein Aufgabenbereich noch alles umfasst.
00:13:44: Ich kann so viel sagen Bislang nicht langweilig.
00:13:47: Das glaube ich, das glaube ich!
00:13:49: Da
00:13:49: gehört ganz viel zum Thema Gebäude und Infrastruktur dazu aber für mich auch das Thema Markenkommunikation, Kommunikation im allgemeinen Programmgestaltung wo ich meine tolle Kollegin Johanna Klüpfel ja auch an meiner Seite weiß Ja... Ich streffe mich mit wahnsinnig vielen Leuten aus Althusried.
00:14:08: Es gibt sehr viele Menschen die da eine Meinung haben, die ich gerne anhören möchte bevor es in die Planung für die nächsten Jahre geht.
00:14:16: Und ja, die Planung der nächsten Jahre ist schon auch eine der Schwerpunkte.
00:14:20: Allein dieses Jubiläum
00:14:22: in
00:14:22: zwei Jahren?
00:14:23: Das hat
00:14:23: mir zuletzt ja auch ne Familienabstimmung, woüber das Familienstück im Jahr für den Altersjahr abgestimmt wurde mit dem Ergebnis Heidi.
00:14:30: Also nächstes Jahr wird Altusri zu Altusridi und wir dürfen die Heidi spielen.
00:14:38: Ich freue mich auch schon sehr drauf.
00:14:40: Genau!
00:14:41: wird dieses Jahr kurzfristig mit dem Festival Hausner Schwanstein eine Co-Produktion, die bei uns stattfinden wird.
00:14:49: Das zauberhafte Land von Ost an sechs Abenden diesen August zu
00:14:53: sehen.".
00:14:55: Da hat das Neunjahres auf dem neuen Posten gelandet.
00:14:59: Das ist ein bisschen zeitversetzt im Februar angefangen, wie weit war das Programm für Zwei-Tausendsechsundzwanzig schon
00:15:05: safe?
00:15:06: Haben Sie da noch so ein bisschen mit Angieren und Wursteln können?
00:15:12: oder war einfach die ganze Nummer schon bis zum Einund dreißigsten Dezember safe?
00:15:17: Als ich anfing, dachten wir dass es safe wäre und dann kam das Leben dazwischen.
00:15:21: Und wir haben den Kalender jetzt doch noch ordentlich gefüllt eben wie gesagt mit dem Festspielhaus der Schwanstein mit dem zauberhaften Land von Ost.
00:15:29: aber auch Freu ich mich total, dass wir ein Rudel singen.
00:15:33: Bei uns haben werden am zehnten Juli also für alle die einen sehr lustigen Abend haben möchten und sich nicht schämen laut zu singen Das kann ich empfehlen das ist quasi wie eine Art Karaoke wo die ganze Tribüne mitsingen wird.
00:15:48: Und worüber ich mich auch sehr freue ist, dass Wir am fünftzehnten März zum ersten Mal elektronische Musik auf der freilich Bühne hören werden.
00:15:55: Der Dominik Eulberg wird bei uns seine Biodiversitätsshow halten um achtzehn Uhr Und um zwanzig Uhr einen DJ-Set geben.
00:16:03: Dominik ist ein alter Bekannter von mir und legt ja in den größten Clubs Deutschlands, auch europaweit auf.
00:16:11: Darauf freu ich mich sehr!
00:16:14: Schon vor meiner Ankunft lange vorbereitet von Johanna Klüpfel war das Chorprojekt Freisein mit über hundertfünfzig Mitwirkenden aus sechs Köhren der Marktgemeinde Altos Riede und Orchester.
00:16:26: Das wird sicherlich auch ein toller Abend mit dem Thema Freiseinn.
00:16:30: Freiheit und Freiheitskampf ist ja auch das zentrale Thema des Altusräderfreilichtspiels.
00:16:36: Genau, das ist eigentlich so eine Fußnote mit dazu.
00:16:41: Wie oft Wahnsinn Sie sind ja auch ein Allgäuer.
00:16:44: Klappt das noch mit dem Christian Pferdi?
00:16:48: Ja, das klappt schon immer nicht so ganz im beruflichen Kontext weil ich halt beruflich meistens bis hier immer hochdurch gesprochen habe Aber nach Feierabend gelingt es mir immer mehr, aber hier heute im Radio bitte haben Sie Nachsicht.
00:17:03: Ich habe Nachsichte!
00:17:05: Das ist mein Bus gerade so eingefallen, weil das mit dem Kriesen pferdet, das verletzt man ja auch
00:17:09: nicht.
00:17:11: Wir sind gestartet – auch mit dem Stichwort Herr Bader Gemeindeschatz.
00:17:18: Gute eines Gemeindeschatzes.
00:17:20: als solcher empfinde ich mich und ich sage immer Es ist kein Schatz, den man finden kann und der einen einzelnen Reicher macht.
00:17:29: Sondern den Schatz dem ich hüten darf, der macht eine ganze Gesellschaft ein ganzes Dorfreicher weil er in der Gemeinschaft entsteht.
00:17:39: Und in diesem Entstehen lehrt er uns dass wir in der Gruppe stärker sind als allein und das wir mit unseren Unterschieden auch stärker.
00:17:54: Und ich stelle mir das ein bisschen vor wie eine Beziehung, wo es auch mal Spannungen gibt und vielleicht auch Streitereien.
00:18:00: Aber wenn man das große Ziel nicht aus den Augen behält – wie in dem Fall das große Freilichtsspiel -, dann kann Schreitereien auch hinweg kommen und kann sich wieder versöhnen.
00:18:12: Und ein tolles Ergebnis auf die Beine stellen.
00:18:15: Das ist, wie wenn man einen Pflänzchen muss.
00:18:17: Man immer wieder gießen, dass das wächst.
00:18:19: So wächst natürlich auch die Begeisterung oder diese Zusammenhalt.
00:18:23: Gerade diese unterschiedlichen vielen Charaktere, Klar-Reibereien hier oder da.
00:18:27: aber das bereichert.
00:18:28: Das macht mitunter auch kreativ?
00:18:31: Oder macht den einer der anderen kreativen Gedanken, der dann auch kommt?
00:18:35: Absolut ja!
00:18:37: dass ich in den nächsten Jahren, das habe ich mir zumindest vorgenommen, die Altersrederinnen und Altersräder weiter bewegen darf.
00:18:47: In ihren Talenten, die zweifelsohne vorhanden sind.
00:18:50: Und eben nicht nur im Bereich Schauspiel- und Regie – und das nur, meine ich, nicht degradierend sondern einfach aufgrund der Menge der Tätigkeiten, die es in diesem Kontext Bühne und Veranstaltungen gibt Tontechnik, Lichttechnik Kostüme, Requisite, Bühnenbau.
00:19:08: Es gibt so viele Bereiche Pyrotechnik und in all diesen Bereichen möchte ich gerne die Altersrederinnen und Altersreder unterstützen sich auszubilden vorzubildenen.
00:19:18: zum einen weil wir die Leute auch wie die Bühne brauchen können.
00:19:21: aber ich finde es eben auch schön ein Berufsfeld sozusagen zu eröffnen Theater- und Veranstaltungen.
00:19:26: Und wer weiß?
00:19:27: Es gibt viele Beispiele von Menschen aus Altersried die in diesem Medier auch ihren Beruf gefunden haben.
00:19:34: Da nenne ich zum Beispiel den Christian Müller, der im Intendant des Staatsjahres Mainz, der aus Altusried kommt oder auch Volker Klüpfel ist ja auch ein Kind der Gemeinde.
00:19:44: Ich bin mir sicher dass er auch geprägt wurde durch das Freilichtsspiel und die Umgebung, die ihr dadurch hatte.
00:19:51: Ja, vor allem da hat man ja schon die Möglichkeit wirklich als kleiner Knirps so ein bisschen Theaterluft zu schnuppern.
00:19:56: Auch wenn ich nur im Bollerwagen bei einem Stück irgendwo einmal über die Bühne geschoben war aber ich in dieses ganze Flair und das fesselt eine
00:20:05: oder auch gezogen werde im Leiterwagen.
00:20:07: es gibt glaube ich Rekorde so inoffizielle wer der jüngste Freilichspielteilnehmer ist und dann werden wirklich Jungen also Babys im Leitervagen oder wo auch immer über die bühne gezogen und mehr.
00:20:19: Das ist natürlich sehr süß.
00:20:20: Wir haben so ein bisschen ihre Vision herausgehört, mit dem sie auch auf ihrem neuen Posten sind.
00:20:27: Gemeinsam... gemeinsamer Wille, gemeinsam was auf die Bühne im Wastenssinn des Wortes in dem Fall ja auch stellen.
00:20:36: Welche Vision haben Sie für die Altesräder Freilichbühne oder für Ihren Posten?
00:20:40: Mit welchen Ideen sind sie vielleicht auch zurück ins Allgäu gekommen?
00:20:44: Was haben Sie von Ihren vorhergehenden Stationen eventuell mitnehmen können, was hier auch funktionieren
00:20:51: könnte?".
00:20:53: Also meine Vision für die Algor-Freilichbühne ist auf jeden Fall, dass die Bekanntheit über das Algor hinaus wächst.
00:21:00: Denn es ist einfach so ein tolles Projekt, was stattfindet.
00:21:04: Das möchte ich gerne bekannter machen.
00:21:06: Was ich gelernt habe in meinen bisherigen Stationen und was ich hierher übertragen kann ... ganz gute Strukturiertheit, was mein Arbeiten betrifft.
00:21:17: Das ist ein bisschen langweilig
00:21:22: und auch den Mut großzudenken.
00:21:24: ich bin davon überzeugt dass man sich gute Partner an ans Bein holen kann, ans Beinen binden kann und das man wirklich groß denken darf und dafür dann auch immer Unterstützer und Unterstützerinnen findet.
00:21:41: vor allem alleine Dieses in zwei Jahre stattfinden der einhundertfünfzigjährige Jubiläum, das spauert ja auch an.
00:21:49: Das ist ja auch so'n Boah!
00:21:51: So lange gibt's das schon und es ist halt auch eine Einzigartigkeit hier bei uns in der Region.
00:21:56: diese Freilicht-Bühne also dieses freie Luftspiel auf einer Naturbühne.
00:22:01: Das muss man immer wieder sagen.
00:22:03: da ist nicht irgendwo nur Holzboden und Schubstibubs die irgendwie requisiten anderes Bühnenbild sondern die Gegebenheiten die da sind werden in das Stück mit eingebaut.
00:22:14: Das stimmt ja und der ganze Ort ist ja wirklich Theater.
00:22:16: verrückt, diese Allgäuer Freilich-Bühne in der Form wie sie jetzt dort steht seit deiner Neunzig ist ja nur gebaut worden aus dieser Geschichte des Freilichtspiels weil ich glaube früher wurde es entzelten unter freiem Himmel aufgeführt auch für die Besucher und aus dieser Theater Lust wurde dann diese riesige Bühne gebaut die hat zwei tausend fünfhundert Besucher sitzen
00:22:39: Und überdacht auch, wie du das
00:22:41: zufassen
00:22:41: kannst.
00:22:42: Ja
00:22:42: und dann gibt es ja noch das Theaterkessel Oben-Dreien in Altosried wo viele Vereine organisiert sind die dort auch ehrenamtlich genauso wie auf der Freilichbühne.
00:22:53: auch das muss man immer dazusagen.
00:22:54: Auf jeden Fall.
00:22:55: Das passiert ja alles ehrenamtlich.
00:22:57: Dort Theaterstücke zur Aufführung bringen das halt vielen Jahren ja und das ist einfach toll so was als Geschäftsführer leiten zu dürfen.
00:23:04: Dann bewahren Sie sich Ihre Kreativität, haben Ihre Visionen.
00:23:08: Schauen sie, dass Sie ihre Visionen umsetzen können!
00:23:11: An guten Start – das gilt auch jetzt noch so Ende April – aber bleiben Sie dem Allgäu träumt mit Ihren Visionen?
00:23:18: Danke für Ihr Dasein!
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