Baufritz – mit Dagmar Fritz-Kramer
Shownotes
In dieser Podcast-Folge spricht Dagmar Fritz-Kramer über nachhaltiges Bauen, die Zukunft von Städten und die Entwicklung der Bauwirtschaft. Im Mittelpunkt steht das Unternehmen Baufritz sowie die Frage, wie ökologische Baukonzepte zur Bauwende beitragen können. Dabei gibt sie Einblicke aus der Praxis und beschreibt, wie sich Wohnen und Bauen in den kommenden Jahren verändern könnten.
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00:00:02: Der Allgäuhit Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik, dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:00:15: Heute ist unser Gast Dagmar Fritz Grammer.
00:00:17: herzlich willkommen.
00:00:19: Hallo
00:00:20: aus dem schönen Unterallgäu aus Erkheim.
00:00:22: Du bist quasi heute in mehreren Funktionen dort zum einen als... Darf ich schon mal sagen, erst im Markenbotschafterin des Landkreises Unterallgäu und als kreative Person aus einem Familienunternehmen Baugewerbe Holzgewerber korrigiere mich bitte in der vierten Generation.
00:00:42: Richtig!
00:00:43: Ganz genau.
00:00:44: ja wir haben einen Holzbau betrieben Arkheim im Allgäue.
00:00:47: also wer Arkheim nicht kennt Ich hoffe die eine oder andere Person kennt Arkheim.
00:00:52: Wir sind dann da auch in der Mitte zwischen München und Lindau.
00:00:57: Und wir dürfen dort Holzhäuser bauen!
00:01:01: für ganz unterschiedliche Kunde.
00:01:03: Wir haben schon so ein bisschen geplauscht, wie du aufgewachsen bist in Erlkeim.
00:01:09: Erlkamerinner unter Allgäuerin und natürlich im Gesamten auch eine Allgääuerin.
00:01:14: Kannst du das in drei Worten vielleicht sogar beschreiben?
00:01:17: Was ist Allgäusch für dich?
00:01:19: Ja, Albarallgäu ist natürlich für mich Heimat absolut!
00:01:23: Ich glaube auch dass wir als Allgkäuer ganz spezielle Menschen sind.
00:01:29: Wir sind glaube ich auch, obwohl man das uns vielleicht nicht gleich attestieren würde.
00:01:34: Wir sind relativ gesalig und wir sind sehr naturverbunden.
00:01:40: Das würde ich für mich auch unterschreiben.
00:01:42: Ich bin ein sehr natur verbundener Mensch.
00:01:44: Wir haben eine tolle Natur im Allgäu und denke die ist sich auch sehr gern!
00:01:48: Das Naturverbundene ist es vielleicht auch mit dem Arbeitsmaterial von eurem Familienunternehmen, von euren Familientraditionsunternehmen.
00:01:57: darf man soll man ja auch sagen Holz ist eure Materie.
00:02:02: Absolut, ja.
00:02:03: Wir sind seit vier Generationen im Holzbau tätig.
00:02:07: Mein Urgroßvater, der Sebastian Fritz hat in Erkheim nicht zum Rei gegründet die ich dann in Vierter Generation übernehmen durfte.
00:02:17: Ich war die erste Frau also vor mir drei Männer.
00:02:20: Als Frau war natürlich auch ein bisschen ungewöhnlich für den Baubetrieb damals noch.
00:02:24: Das ist glaube ich ein bisschen normaler dass es auch die Töchter übernehmen.
00:02:29: Aber ja, macht Spaß und wir sitzen natürlich mitten in unserem Rohstoff hier im Allgäu.
00:02:34: Tolle Sache!
00:02:35: Hast du dann irgendwie eine Schreinerlehre auch gemacht?
00:02:37: Nein, ich habe eine Lehre gemacht.
00:02:40: Ich bin aber eigentlich Schauerbegestalterin gelandt.
00:02:42: Ich hab dann Innenarchitektur studiert und wollte eigentlich einen Einrichtungsladen in München haben.
00:02:49: Ja, man wollte
00:02:50: den
00:02:50: laden aus dem Hauptstadt.
00:02:55: Hab dann irgendwann im Zuge eine Schenkung mal Anteile gekriegt an der Firma und war auf einmal in den Bilanzbesprechungen gesessen.
00:03:04: Und hab gedacht, das ist ja schon ein spannendes Metier irgendwie!
00:03:11: Wir haben natürlich viele Freunde aus meiner Gegend auch im Unternehmen gewusst.
00:03:17: Die sind dann auch im Unternehmen verwurzelt gewesen.
00:03:19: und dann hab ich gedacht mein Gott
00:03:21: Das ist ja
00:03:22: doch, was wir mit zu tun haben.
00:03:24: Meine Eltern haben mich da eigentlich nie dazu gezwungen.
00:03:27: Ja,
00:03:27: ja, war
00:03:28: ein eigener Entscheidend.
00:03:28: Hatte irgendwann das Gefühl gehabt, ach, es ist doch irgendwie spannend so einen Laden zu haben und dann selbstständig zu sein!
00:03:34: Und
00:03:35: mein Papa hat mich hier ein bisschen angefixt mit ein paar Projekten und dann war ich dabei.
00:03:39: Da
00:03:39: warst du dabei?
00:03:41: Also richtig schön.
00:03:42: Familienunternehmen – das ist etwas Tolles man möchte das ja….
00:03:46: Du bist in der vierten Generation eventuell auch in die fünfte Generation weitergeben, natürlich zukunftsorientiert.
00:03:54: Gibt es irgendwie – wenn du gesagt hast dein Urgroßwetter war Zimmerer oder hat er eine Zimmererei auf die Beine gestellt?
00:04:00: Irgendwie gibt's da noch so ein Holzschale, ein Holzstuhl oder….
00:04:05: Ja gut, Zimmerer ist eigentlich für Dachkonstruktionen, für Giebel und so weiter.
00:04:10: das ist ja gar nicht das fein motorische sage ich auch mal.
00:04:14: aber gibt's nur irgendwo Ein altes Gerät, eventuell ein Werkzeug.
00:04:19: Ja wir haben einen ganzen Kalle voller alter Hobel.
00:04:23: also meine Vorgenerationen haben einfach Hobel gesammelt.
00:04:27: Wir haben riesige Hobel die sind was weiß ich Meter zwanzig lang und ganz kurze kleine Schreiner-Hobel.
00:04:34: Also das ist total spannend.
00:04:35: aber wir haben natürlich viele Gebäude um uns herum die mein Großvater auch gebaut hat.
00:04:40: Die Dachstühle von den alten Gebäuden Praktisch, die kann man immer noch anschauen.
00:04:45: Also Gasthof Laubheimer, wenn den jemand kennt in Günster hat mein Opa den Dachstuhl gemacht, der erst grad saniert war.
00:04:52: Da begegnet einem immer wieder natürlich die Vorgenerationen.
00:04:55: Die Vergangenheit ist eigentlich auch interessant.
00:04:58: Welches ist dein liebstes Holz?
00:05:00: oder also privat jetzt?
00:05:03: Im Betrieb wird wahrscheinlich viel Fichtenholz.
00:05:07: Definitiv!
00:05:07: Ich kenne mich da jetzt so aus.
00:05:08: Sie sagen einfach mal die klassische Fichte.
00:05:12: Also ich mag Linde sehr gern, das ist natürlich kein Holz zum Bauern schon sehr weiches Holz.
00:05:17: aber die Friedenslinden sind natürlich wunderschöne Bäume.
00:05:20: Wart ja immer auch traditionell so ein bisschen besondere Bäume in der Dorfmitte oder auch irgendwo auf einem Hügel.
00:05:28: Aber ich mag zum Beispiel auch die Birke sehr gern, weil das ist so ein Pionierbaum.
00:05:32: Der ist so zäh und er macht irgendwie alles!
00:05:34: Und der kann auch mit niedrigen Bedingungen und dem finde ich irgendwie auch gut.
00:05:39: Ja, das stimmt eigentlich.
00:05:40: Birken findet man wenn es ein bisschen feucht ist.
00:05:42: So in den Auen-Rändern?
00:05:43: Oder am Uferrand?
00:05:46: Die brauchen's eigentlich nass von
00:05:47: unten hier.
00:05:48: Also sie sind eher so Unkrautbäume, die packen sehr trocken und sehr nass... irgendwie alles.
00:05:54: Und am Ende des Tages doch kommt da relativ spannendes Holz raus, das auch ein bisschen abampusartig, also wächst schnell und dann auch relativ hart.
00:06:04: Also spannendes, spannendes Holz!
00:06:07: Ist es so?
00:06:07: die Birke ist im Kommen in Sachen Baugeschichte?
00:06:10: Ja,
00:06:11: ja da spricht man natürlich was spannendes an.
00:06:14: Wir haben natürlich sehr viel Fichte, keine Frage aber die Fichte wird natürlich im Klimawandel großes Problem bekommen.
00:06:21: Bei uns im Allgäu vielleicht weniger, weil wir sehr hoch hier sind.
00:06:24: Aber in niedrigeren Gebieten wird die immer mehr ein Problem kriegen, weil sie eben flachwurzelt
00:06:30: und nicht so
00:06:31: widerstandsfähig ist – natürlich mehr als sehr viel Monokultur.
00:06:34: Ja, ganz genau!
00:06:38: Ganz
00:06:39: genau.
00:06:39: Windwurf, Schneebruch,
00:06:42: Orgenkäfer
00:06:43: also alles natürlich ein Problem für die Fichte Und darauf versuchen wir natürlich jetzt die Wälder umzubauen.
00:06:49: Wir haben selber auch einen eigenen Klimaschutzwald,
00:06:51: wo
00:06:51: man das probiert und da sehen wir natürlich dass die Bürgier oder auch die Pappel oder so Pionierholzarten, die packen das super!
00:06:59: Ja?
00:07:00: Und wenn man halt eine gute Mischung neigeregert... Das ist wie bei uns Menschen auch mit
00:07:05: der Mischungen
00:07:05: funktioniert immer besser als die Monokultur.
00:07:08: Was bei uns im Radio der Thron ist, die Stimme ist bei dir Dagmar.
00:07:13: Das Holz, euer Arbeitsmaterial du lebst für Holz und Holz ist faszinierend!
00:07:18: Man kann gestalten man kann bauen also es fast unvergänglich also langlebig.
00:07:25: dein zweites Ding worüber wir da heute ja ein bisschen mit dir schwätzen auf gut Deutsch?
00:07:31: Du bist Markenbotschafterin vom Landkreis Untereiger.
00:07:34: Klar, Elkeim legt dem Untereig, du bist da aufgewachsen!
00:07:38: Wie wird man das denn?
00:07:39: Ist das jetzt ein Titel?
00:07:40: Ja super, wir brauchen einen Gesicht nach draußen oder wie bischen du überhaupt auf den Posten
00:07:46: kommen?!
00:07:47: Ja, die Idee stammt von unserem Landrat vom Alex Eder der in seiner Amtszeit jedes Jahr einen Markenbotschaftern oder eine Marken-Botschafterin auszeichnen möchte.
00:07:59: Das hat mich so ein bisschen getroffen wie der Blitz!
00:08:01: Er kam zu mir und hat gesagt, ich möchte dich auszeichnern.
00:08:05: Ich glaube ihm ist dabei wichtig dass er da bei Personen nimmt das Herz des Allgäußens Stück weit verkörpern.
00:08:14: also wir sind sehr musisch orientiert.
00:08:16: Deswegen ist, glaube ich auch das sind die Gebrüter Bröchbroch dann auch ausgezeichnet worden für im musisches Engagement.
00:08:23: wir sind unheimliche Tüftler Löwental vom Skyline Park zum
00:08:27: Beispiel ausgeteignet
00:08:29: ganz genau und wir sind natürlich als Baufrätts oder ich als Personen eigentlich unterwegs in dem Sinne der nachhaltigen Holzbau Architektur also wir wollen einfach mit dem Werkstoff den man hier im Allgäu haben tolle und schöne Dinge tun.
00:08:44: Und das vor allem im Sinne des nachhaltigen und vor allem umweltschützenden Bauerns, und das treibt uns an!
00:08:52: Wir wollen einfach die Umwelt, die wir hier schön vorfinden auch unseren Kindern so hinterlassen können damit sie was noch damit anfangen
00:09:00: können.".
00:09:00: Grad nachhaltig, Klimawandel.
00:09:02: hier und da wird man ja täglich mit diesen Schlagwörtern auch konfrontiert.
00:09:06: Aber bei dir ist es ja so das macht ihr ja schon seit Jahrzehnten.
00:09:10: Es sind irgendwie eine Neu-Erfindung weil die Obrigkeit irgendwie meinte wir müssen doch in Sachen Nachhaltigkeit die Ärmel mal hochgrämpeln.
00:09:18: Nee, das ist bei euch oder auch speziell bei dir Intention?
00:09:21: Das ist eine Vision!
00:09:23: Das ist ein Ding was man umsetzen möchte und schon umgesetzt
00:09:26: hat Ganz genau.
00:09:27: Meine Mama war in den Achtzigerjahren sehr schwer krebskrank und wir haben dann festgestellt, dass es hauptsächlich natürlich mit ihrem Bauumfeld oder mit ihrem Wohnumfeld zu tun hatte.
00:09:38: Erst mal ein altes Haus bewohnt, das wir in den Siebziger-Jahren saniert haben – mit allem was es in den siebzigen Jahren natürlich
00:09:44: fruchtelichen
00:09:45: Materialien gaben mit gesünder Dekor und allen Giftstoffen die man da halt so technisch toll fand aber die einfach gesundheitlich bedenklich waren eigentlich in unser ganzes Wohnumfeld umgebaut und mit gesunden Materialien ausgestattet.
00:10:02: Und das ist dann eigentlich total auf die Firma übergesprungen, seitdem schauen wir einfach jedes Material nochmal ein bisschen genauer an.
00:10:10: Das ist ja dann auch schon wieder ein bisschen so.
00:10:12: das Mechletum, das Tüftelatum, dem wird ja auch den Allgäuern oder der Region zugeschrieben und da drückt es bei euch natürlich auch voll ins Durch.
00:10:22: Also wir haben damals gab es ja keine Isolierungen, die nicht aus irgendwelchen Kunststoffen waren.
00:10:27: Und dann haben wir erst anfangen mit Cork zu isolieren und irgendwann kam mein Papa drauf zusammen mit dem Mäukerei-Meister von Elke.
00:10:34: Man könnte vielleicht auch Späne nehmen, die man durch Mäuke nicht mehr brennend macht – das war so die ersten Ideen, die da entstanden sind zu nachhaltigen ökologischen Baustoffen!
00:10:45: Und vielleicht auch das, weil es Familie ist oder ihr seid eine Familie von der Tradition her Tüftler.
00:10:51: Das ist das mit der Markenbotschafterin wahrscheinlich was der Landrat Eder da gemeint hat.
00:10:56: Da pickt er sich!
00:10:57: Ist er in der alleinigen Entscheidung?
00:10:59: Oder gibt's das da im... Gut die Frage aber wenn er das ins Leben gerufen hat wahrscheinlich aushältst entscheidend.
00:11:06: Also ich glaube dass es vielleicht im Landratsamt schon ein kleines Gremium gibt hoffe ich mal zumindest.
00:11:13: Aber Klar, also wir haben im Allgäu enorm viele tüftliche Unternehmer und auch ganz viele – ich sehe es ja aber immer in den Mitarbeitern.
00:11:22: Wir machen das einfach gar nicht.
00:11:23: Warum das so ist kann ich nicht sagen.
00:11:25: Aber es ist einfach ein Gehen, dass wir vielleicht haben und das uns Spaß macht.
00:11:30: Und da gäbe es wahrscheinlich noch mehrere die man halt auszeichnen können auf jeden Fall.
00:11:34: Wie
00:11:34: lange ist da deine Amtszeit?
00:11:37: Also ich glaube bis nächstes Jahr bis sozusagen der nächste Markt Botschafter ernannt wird und dann bin ich aus dem Amt sozusagen.
00:11:43: Gab es da irgendwie eine feierliche Stunde dazu?
00:11:46: Eine Plakette, ein Urkunde...
00:11:49: Die gab's!
00:11:49: Ja also der Landrat ist mitsamt dem Allgäu-Marketing bei uns aufgeschlagen.
00:11:56: Dann gab es die Urkunden natürlich, feierlichen Übergabe, Schnittchen und Sekt.
00:12:01: Also so war richtig schöne Seihe
00:12:04: Und ist das dann ausgelegt auf einen Jahr oder halt solange wie
00:12:08: Genau.
00:12:09: Ich glaube, wenn ich meine Vorgänger in diesem Amt anschaue, die werden natürlich nicht aufhören nach einem Jahr
00:12:16: sozusagen das
00:12:17: Allgäu zu vertreten.
00:12:20: Ja also sie sind mit hat so ein Seeleallgäuer und es wird bei mir genauso sein.
00:12:24: aber natürlich die Aufmerksamkeit wird dann hoffentlich dann auch im Nachfolger sein.
00:12:29: Das ist ja all in Ordnung!
00:12:31: Und du bist aber auch unter Allgäuer Marken-Botschafterin.
00:12:34: die Erste, hast du gesagt.
00:12:35: Wie viele Männer gab es dann davor dir mit dieser Auszeichnung?
00:12:39: Drei Männer!
00:12:41: Also die beiden Rochbrüder für das musikalische Engagement und den Hanlöwen-Tal für den Skyline Park – und dann nicht.
00:12:48: Und dann du….
00:12:50: und vom Aufgabenfeld hier ….
00:12:53: Das ist jetzt nicht irgendwie so ... gleichzusetzen wie mit einer Käsekönigin oder mit einer Bierprinzessin, Milchprinzessen.
00:13:00: Du hast ein Titel aber stehst trotzdem für was ein?
00:13:04: Aber hast jetzt nicht die Repräsentationsaufgaben wie beispielsweise die Milch-Prinzessin?
00:13:09: Nein definitiv!
00:13:10: Also man hat da kein festes Programm das man dann absolvieren muss oder irgendeine Tour die wir machen muss.
00:13:16: ich glaube es geht ihm Alex darum einfach bestimmte Themen aus dem Alkohol zu betonen und ich glaub dass ist ein bisschen das Thema Handwerk war dass er auf das ein bisschen Fokus legen wollte mit dieser Auszeichnung und da bin ich natürlich voll dabei.
00:13:31: Da gibt es ja im Holzbereich viele verschiedene Möglichkeiten, eine Lehre zu machen, Schreinerzimmerer fallen mir jetzt ad hoc ein?
00:13:39: Absolut.
00:13:40: also es gibt natürlich im Handwerk ganz vieles.
00:13:42: aber im Holz Bereich natürlich die Hauptberufe, Zimmerer und Schreinern die auch gerade Freuen wir uns sehr, ein bisschen Revival erleben.
00:13:50: Also die jungen Leute interessieren sich wieder mehr für das Thema Holz vor allem?
00:13:56: Ich glaube, bei der letzten Freisprechungsfeier etwa sechserachzig Zimmerer im Allgäu freigesprachen.
00:14:03: Das ist
00:14:03: doch eine relativ Menge Zimrerinnen mittlerweile!
00:14:06: Ja
00:14:07: toll also freuen wir uns.
00:14:08: Du bist aus dem Traditionsunternehmen Schreiner und Zimmerer.
00:14:14: auch da haben wir es gerade
00:14:16: von der Walz gehabt
00:14:17: oder vom Ksellen gehabt was noch viel besser ist die Beste kommt außen unter Allgäusch.
00:14:24: Genau heute,
00:14:25: gerade
00:14:26: kann man es in der Möbinger Zeitung lesen.
00:14:28: Unsere Zimmereren ausgezeichnet worden unter den böschen Lehrlingen und das ist natürlich toll wenn das eine junge Dame ist Weil das gibt natürlich den jungen Jungs, auch so ein bisschen
00:14:40: Pfeffer.
00:14:43: Wie gesagt die sind dann schon... Auch schauen da schon hin wie sich eine junge Dame macht und wenn sie sich richtig gut einbringt ist es sehr respektabel.
00:14:54: Und wir haben ja schon gesagt also die Zimmerer haben einen relativ Traditionsbewussten Blick auf ihren Beruf.
00:15:00: Man sieht ja auf der Straße manchmal die Zimmerer auf der Walz, also die leben natürlich das ihre Kluft, die leben die und den Ohrring
00:15:08: im Ohr haben wir gerade schon gesprochen.
00:15:10: Also es sind halt so die klassischen Entsignien eines ausgelandten Zimmers oder Zummermeisters und das ist natürlich schon ein Beruf mit ganz viel Stolz.
00:15:20: Ich glaube auch, dass man denen so schnell mit KI nicht ersetzen kann.
00:15:24: Deswegen auch mit Zukunft!
00:15:30: Zukunft.
00:15:30: Das ist ja viel handwerkliches, aber ich brauche Handwerkliches geschickt natürlich auch ein bisschen was in der Birne soll berechnen können dass da Balken auch und Wasserwalk haben das der Balken gerade ist.
00:15:40: Aber gerade KI ist in vielen anderen Berufen so ein bisschen.
00:15:44: ja so einen Angstgegner kann nicht ersetzt werden.
00:15:48: Aber ich glaube das Handwerk ist da Gott sei Dank zumindest ein gutes Stück eventuell außen vor vielleicht in der Planung im Zeichnerischen, im Abmessen eventuell
00:15:57: also die kreativen Bürofe und die Handwerks-Bürofe waren wahrscheinlich diejenigen sein, die man als letztes ersetzen kann.
00:16:04: Immer in der KI kann erst mal alles was schon da ist nochmal machen!
00:16:09: Das ist vielleicht ein
00:16:10: bisschen ... Die Einfahrerin war die Ante.
00:16:12: irgendwann sind sie auch kreativ keine Frage aber sie verwendet natürlich nur Sachen das es schon gibt.
00:16:17: wenn's um sagen geht wie es noch nicht gibt glaube ich ist sie noch nicht so gut
00:16:22: Wie guckt, wenn man gerade auf die Lehrlinge oder über die Über-Achzig, die dort freigesprochen haben?
00:16:29: Wie ist da das Verhältnis?
00:16:31: Wenn ein Weil bleibt.
00:16:31: Natürlich ist es jetzt eher vielleicht ein Männerberuf meiner Dwegen aber die Frauen drucken da rein und sind ganz vorne mit dabei weil Beste lässt sich da so einen Trend auch ablesen dass immer mehr Frauen in die Branche.
00:16:46: Also
00:16:47: die Quote ist noch relativ gering, würde ich sagen.
00:16:50: Aber auch durch diese ganzen Girlsday-Geschichten glaube ich, trauen sich die Frauen mehr an andere Berufe ran.
00:16:57: und man muss ja sagen jeder Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten extrem verändert.
00:17:01: also wir arbeiten mit wahnsinnig viel Hilfsmitteln mit Kranen, mit technischen Maschinen... Also man muss da nicht mehr so ein Bär sein um einen Beruf zu ergreifen sondern das gehört natürlich Herz und Hand dazu und das Köpfchen einschalten.
00:17:16: Und ich glaube, da sind Männer genauso gut wie Frau und Andersrum.
00:17:19: Ja aber jetzt haben wir selber ... Wir sind ja zwei Doppel-X-Kromosome!
00:17:25: Aber wenn die Wedels da auf dem Podest stehen, das macht einen natürlich gleich doppelt stolz.
00:17:31: Ja definitiv und ich sage ja auch die Mischung macht es.
00:17:34: also es tut einfach gut, wenn so eine Frau in einem Männerberuf dann auch mitarbeitet weil da sind die Jungs in der Frühe gleich ein bisschen gekämpter und... Also ist einfach gut!
00:17:46: Wie ist das für dich?
00:17:47: Du wirst ja vom Arbeiten her oder von deinem eigentlichen Beruf oder vom Unternehmen her bist du ja mit Sicherheit immer wieder mal auch auf Richtfest.
00:17:57: Ist das auch für dich nach wie vor so ein ganz besonderer Moment?
00:18:01: Auf jeden Fall, also dass so ein Richtfest mit Richtbäumli und Richtspruch, das wird traditionell immer noch gelebt, ich finde es total gut weil im Regelfall ist es ja so, dass so einen Bauherr einmal in dem Leben so ein großes Projekt
00:18:15: stimmt.
00:18:17: Und das ist schon ein besonderer Moment, wenn dann das Dach aufgerichtet wird.
00:18:20: Wenn man sieht wie groß ist so ein Gebäudeau geworden und traditionell stehen ja da die Zimmerleute und sagen den Richtspruch eigentlich segnen sie damit das Gebäudee aber stückweit.
00:18:30: Da wird dann ein Glas gelehrt und vom Dach geschmissen.
00:18:33: also das ist eine tolle Tradition und ich glaube es ist ein besonderem Moment auf jeden Fall nach wie vor.
00:18:39: Jetzt haben wir eingangs schon gesprochen ihr seid direkt an der Autobahn.
00:18:44: jetzt steht er so Erholtskopf, erholts Haus.
00:18:48: Irgendetwas, wir hatten da überhaupt die Idee dazu gehabt.
00:18:51: Weil das ist ein Eyecatcher und jeder der an dieser Autobahn fährt, er guckt immer dahin und weiß schon du musst da vorbei und dann die nächste Ausfahrt dann bist du bei mir.
00:18:59: also nein man nimmt es ja her den Holzkopf sage ich jetzt ganz
00:19:03: genau.
00:19:04: Es ist ein Holzkoff also wir haben ihn zum hundertjährigen Jubiläum der Firma geboten vor genau dreißig Jahren jetzt exakt und das war die Idee des Marketings.
00:19:12: die haben gesagt weil euch Holzköpfen jetzt eigentlich nichts gescheites ein für dieses jubiläums.
00:19:17: Was bleibt das machen und haben dem Holzkopf gebaut als Denkmal für das neue Bauen in Zukunft?
00:19:24: Also verschiedene Faktoren, natürlich Historie, Werkstoff Holz.
00:19:28: Aber mit dem Blick auch und mit dem Denken, mit dem Blick in die Zukunft.
00:19:33: Das hast du gesagt, ein hundertjähriges war da habe ich natürlich sauber mitgerechnet vor dreißig Jahren.
00:19:39: Hast mir ja schon Hilfestellung gegeben.
00:19:43: Ein hundertdreißigjähriges für euch in diesem Jahr.
00:19:45: Ganz genau!
00:19:46: Also wir feiern dieses Jahr im Herbst am herbst, am fünferzwanzigsten September unser Firmenjubiläum und da wollen wir natürlich zurückblicken aber auch in die Zukunft schauen.
00:19:55: das Motto ist Next Hundertdreißig.
00:19:58: was wird uns beschäftigen im zu intenden Zukunft?
00:20:01: Und da freuen wir uns natürlich auch darauf wieder ein bisschen
00:20:05: was
00:20:05: zu zaubern.
00:20:06: Da
00:20:07: kommt auch ein Zwillingsholzkopf dazu.
00:20:09: Nein, das ist nicht die Idee!
00:20:11: Aber es gibt auf dem Gelände zum Hundertzwanzigjährigen einen Samenkorn, dass wir auch gebaut haben mit einer Künstlerin wo wir alle Wünsche eingebracht haben für die Zukunft und den Samenkonnen weil man irgendwann mal aufmacht und schaut ob die Wünsche in Erfüllung gegangen sind.
00:20:54: auch der eigenen nächsten Generationen mitgeben vielleicht nach.
00:20:59: Also die markantesten... Dinge sind sicherlich das Tüftler-Tum, das uns auf jeden Fall begleitet hat.
00:21:05: Die ganze Firmengeschichte über die Holzbaukunst, die mein Großvater und Urgroßvater eigentlich leben.
00:21:13: Der Werkstoffholz aber auch natürlich das Weiterentwickeln in den Gebäuden.
00:21:18: Also mein Opa oder mein Urgroßenvater hat nur Dachstühle gemacht.
00:21:23: Mein Großväter war auf der Walz, hat dann ganze Häuser und Holz gebaut.
00:21:27: Mein Papa hat das Ganze dann auch technisch deutlich mit ganz viel.
00:21:32: CNC-Anlagen und so weiter, alles viel technischer gemacht.
00:21:36: Und mir kommt vielleicht zu dem Ganzen dann auch ein bisschen die gestalterische Note noch dazu gegeben zu haben weil wir einfach dann auch geschaut haben was kann man mit nachwachsenden Rohstoffen wirklich nur auch designtechnisch machen?
00:21:48: Ja und ich glaube heute würde ich sagen die Zukunft gehört sicher noch der absoluten Kreativität.
00:21:57: wie werden wir mit Rohstoffe im Bauen umgehen?
00:22:00: Wir machen heute in Bauen über fünfzig Prozent des Müllbergs.
00:22:04: Wir sind wirklich ressourcentechnisch an der Spitze, was wir auch an Verbräuchern und CO-Zweih rausstoßen.
00:22:11: Und ich glaube das resurseneffiziente Bauen – auch das Ertüchtigen vom Bestand – wird ganz groß das Thema sein in der zukünftigen
00:22:20: Generation.".
00:22:21: Entdeckt man momentan im Bau oder in den Gestalterischen wieder das Holz?
00:22:28: Hat es mitunter so ein Revival, also Renaissance.
00:22:32: Oder man wertschätzt jetzt vielleicht das Wieder- und noch mehr?
00:22:37: Ja ich glaube weil es einfach nachwachsender Rohstoff ist.
00:22:41: Alle anderen Rohstoffe im Bauen kommen irgendwo aus einer Gruppe und gehen da nie wieder zurück.
00:22:47: Das heißt, wir haben einen unglaublich kleinen CO-Foodprint weil wir eben CO-Einspeichern und nicht brauchen.
00:22:54: Und ich glaube die nachwachsenden Rohstoffe werden ein großes Schlüssel sein für das Bau in der Zukunft.
00:22:59: Hat ja auch irgendwie eine gewisse Wärme.
00:23:01: also Betonwand weiß jetzt jeder oder betonen Boden wo ein Teppich drauf ist er kann noch so flauschig sein von unten her ist halt einfach kalt und man kennt vielleicht nur so'n alten Dielenboden von Omas Haus Balken an sich so auch offen im Gebäude drinnen.
00:23:20: Das ist einfach eine Wärme, das hat sowas Heimeliges.
00:23:23: Was ist es mir gelernt?
00:23:25: Ich glaube auf jeden Fall ein Wohngebäude ist Holz hat der absolute Berechtigung weil wir uns schon wohlfühlen in Holzmaterialien.
00:23:33: Jeder Baustoff hat seine Vorzüge keine Frage.
00:23:36: aber ich glaube wenn man die Stärken ausspielen möchte dann ist man bei Holz glaube ich auf jeden fall im Wohnbereich ganz vorn dabei.
00:23:44: Danke für den Einblick in deiner Familienunternehmen.
00:23:48: Ich kann jetzt schon wünschen, alles Gute für die nächsten einhundertdreißig Jahre an Dagmar Fritz Graber!
00:23:54: Alles Gute und schön dass du da warst.
00:24:09: Dankeschön.
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