Gemeinsam fürs Dorf: Ines Dauth über das Dorfnetzwerk Steibis-Aach

Shownotes

In dieser Podcast folge spricht Ines Dauth über ihre Rolle in der Moderation des Dorfnetzwerk Steibis-Aach.
Sie gibt Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Netzwerks, berichtet über aktuelle Projekte im Dorf und erklärt, wie Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung der Gemeinschaft eingebunden werden. Außerdem geht es darum, warum gute Kommunikation und Moderation entscheidend für lebendige Dorfgemeinschaften sind.
Eine inspirierende Folge über Engagement, Zusammenhalt und die Zukunft des ländlichen Lebens.

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:24: Hallo, wir freuen uns hier zu sein.

00:00:27: Guten Morgen alle und schöne Grüße ins Allgäu!

00:00:30: Ja, wir wollen heute erzählen was wir so innerhalb von einem guten Jahr auf die Beine gestellt haben in Steibes.

00:00:35: Ein Dorfnetzwerk aufgebaut und tolle Projekte schon in Bewegung gebracht haben letztendlich.

00:00:43: Dorf-Netzwerke Steibis auch Alpgebiet.

00:00:47: Markus das ist ein bisschen ein sperriger Begriff aber es muss so sein weil groß und flächendeckend?

00:00:52: Ja normalerweise ist ja Ihnen Steve uns wirklich verkörpert mit ihrer Stimme nach außen.

00:00:57: für eine total klasse Angefangen hat das natürlich alles ein bisschen früher.

00:01:02: Und zwar als junger Mensch.

00:01:03: fangen wir vielleicht so an... Also

00:01:05: du bist gebürtig, ersteibisher?

00:01:07: Genau!

00:01:08: Ersteibinger!

00:01:08: Ja, wirklich?

00:01:08: Steibinger ist das Gott wie Fischen und Fishingern.

00:01:14: Das hat mich schon immer fasziniert.

00:01:16: also was passiert mit einem Ort?

00:01:17: Man war als jungermensch in traditionellen Quasi-Foreinen, Sportvereinen.

00:01:22: Also man hat ganz klassisch warme beim Blattler.

00:01:24: Man war automatisch wenn man schön gekommen ist warme meine Strand Ja, aber wir haben einen großen Schirmverein gehabt.

00:01:30: Damals in Steibis und sogar eigenes Hallenbad der Skifahrer-Langlaufer war es.

00:01:35: alles dazukommt an Bolzplatz.

00:01:37: Ein

00:01:38: bisschen kickt!

00:01:39: Freitag noch ein Tag?

00:01:40: Wichtig.

00:01:40: Und da war das Wetter immer so dass er seinen Aquitegeber hat.

00:01:43: Ich weiß nicht ob sich da noch niemand daran erinnern kann.

00:01:45: zehn Minuten und danach kannst du wieder weiterspielen.

00:01:48: Da war unser Sommer immer also gerade der August.

00:01:50: das war eine tolle Zeit.

00:01:52: ja gut mir hat damals das ist immer fasziniert Wie geht es denn, was passiert denn in Steibis?

00:01:58: Mit der Zeit hat man sich auch für die Ortsentwicklung Oberstaufen wo Steibist dazugehört.

00:02:07: Man engagiert.

00:02:08: dann kam das Thema Eigenständigkeit.

00:02:11: Steib ist dass man das ein bisschen mehr verkörpert und raus holt aus dem Ganzen.

00:02:17: Viele haben manchmal das Gefühl gehabt steibe sie so Ein Teil von Oberstaufen, der kleine Erdbeeren.

00:02:22: Ja man ist das ein bisschen geschluckt

00:02:23: worden und man will eigene Identität natürlich auch

00:02:26: bewahren.

00:02:27: Richtig genau!

00:02:27: Und dann kam zum Beispiel das Thema Internet.

00:02:30: ja?

00:02:30: Dann habe ich mich da engagiert um ISDN-Nachsteiges

00:02:35: zu holen

00:02:36: hat wahnsinnig viel Spaß gemacht war auf dem Arbeiten Danach, wo es dann installiert war mit Gemeinde, mit Telekom.

00:02:42: Ich hab das Glück gehabt dass Akkusar bei den T-Systems damals war

00:02:47: und

00:02:49: dann haben die Leute bei mir angucken so jetzt habe ich ISDN ja Jetzt du stimm mir das Installieren, zahlstimme das wie immer.

00:02:55: Das war also ganz witzig.

00:02:56: Also du musst immer das positive sehen Dass es funktioniert und dass es passt Und dass du den Leuten das bieten kannst heute natürlich DSL und sonst was.

00:03:07: Das große Interesse wirklich am Heimatort, an der Heimat an sich, am Allgäu dass das auch den nächsten Step nach vorne in die Zukunft machen kann.

00:03:17: Das war so immer deine Intention.

00:03:19: wenn ihr das so raushört bis auch hier geblieben und sagst du allgäuer ist so eine tolle Gegend, so kreative Gegend innovativ sind wir das müssen wir schauen dass es die anderen Leute noch mehr mitbekommen.

00:03:32: Richtig, richtig.

00:03:33: Also ich habe auch zeitlang die Seite steibis.de finanziert mit Gasgebern, Filmen alles was zur Kommunikation an Gästen was normales Tourismus Büro macht ja hab ich dann gemacht das habe ich auf so fünf Jahre gemacht.

00:03:48: aber dann ist es natürlich auch so mit Jobfamilie und auch die technischen Möglichkeiten die finanziellen Möglichkeiten meiner Andersen.

00:03:56: Aber weil du sagst steibs Ich bin schon ein bisschen in der Welt rumgekommen, nicht zu viel als Europa.

00:04:02: Aber

00:04:03: vielleicht die Liebe zur Heimat ist sehr stark!

00:04:08: Wir waren letztes Mal für eine kleine Schwank zusammengeguckt und der war hat mir einer erklärt es könnte ja auch eine Scheibe sein.

00:04:15: bzw ganz ehrlich ob so eine Schebe oder eine Kugel macht

00:04:19: nichts

00:04:20: soweit komme ich gar

00:04:20: nicht.

00:04:21: Es hat dich dann, wenn du auch draußen überweigert, Tellerrand unterwegs

00:04:25: hast immer wieder

00:04:26: zu deinen Wurzeln zurückzogen und

00:04:28: da

00:04:28: wolltest einfach schauen dass es da weiter und voran geht.

00:04:32: Das ist so ein bisschen die Intention auch von diesem Dorfnetzwerk kann man das so sagen, ein bisschen das Fundament auch von der relativ neuen Geschichte oder vom neuen Label meinetwegen?

00:04:44: Im Endeffekt sind's Visionen und jeder hat Visionen.

00:04:46: Ja,

00:04:47: sollte haben!

00:04:49: den Mut.

00:04:50: Und das ist für uns eigentlich auch die erste Intention zu zeigen, hey, habt's dem Mut?

00:04:54: Sagt was wenn ihr euch, wenn ihr Idee habt und es geht nicht darum dass wir das entwickeln oder jemand von der Gemeinde sondern die Hausfrau die jeden Tag auf den Berg schaut um die ultimative Idee hat die man umsetzen kann.

00:05:07: dieses lohnt den Ort weiterzubringen.

00:05:10: Ja und so sind wir zusammengekommen tatsächlich mit dem Impuls.

00:05:16: Ja, ich war unterwegs in Stalbis.

00:05:17: Es war ganz frisch zugezogen.

00:05:19: Genau vor zwei Jahren war das und hab Markus kennengelernt und gesagt ja wo kann man sich denn hier einbringen?

00:05:24: Wo kann man dich gut vernetzen?

00:05:26: Und da hatte er schon so eine Idee.

00:05:28: und ein halbes Jahr später im Herbst, vierundzwanzig rief er mich an und sagt du jetzt ist soweit!

00:05:37: Wir wollen da was machen wir wollen auf die Beine stellen und komm vorbei Ja, und dann ging das los.

00:05:44: Im November-Vierundzwanzig hatten wir unser erstes Netzwerktreffen.

00:05:48: Und genau!

00:05:50: Ende Vierund zwanzig, Ineske?

00:05:52: Da hast du mal gerade stehen geblieben wo der Markus dich anrufen hat und gesagt hat Du jetzt ist es soweit.

00:05:58: also das Ei ist gelegt so zu sagen ist reif.

00:06:03: was habt ihr euch da vorgenommen oder wie seid ihr auf den Namen bekommen gekommen oder was ist überhaupt die Intention von dieser Dorfgemeinschaft?

00:06:12: Ja, also genau.

00:06:14: Es war wie so eine kleine konspirative Sitzung in der wir dann zusammen kamen.

00:06:17: Also ich war ja ganz neu im Ort.

00:06:19: Ich kannte eigentlich Markus nur von unserem ersten Sommer Gespräch und lernte dann Andrea und Mario kennen, auch zwei Hoteliers aus dem Ort.

00:06:26: Die da die Idee hatten auch mal an die Zukunft dieser Gegend zu denken also wirklich

00:06:32: auch

00:06:33: auf zukunftsfähige Beine zu stellen und das gemeinsam und dieses gemeinsamen Mitgestalten, da wollte ich Teil von sein.

00:06:39: Also ich wollte Wurzeln schlagen und dachte dass ist die Gelegenheit das zu tun und beruflich eben auch moderiere.

00:06:49: Dann habe ich einfach gesagt, ich moderiere euch diese erste Kickoff-Veranstaltung und bin dann natürlich auch mit dem Begriffen erstmal so um die Ecke gekommen wo ich mich zurücknehmen musste.

00:07:00: Und dann war das soweit dass wir die ersten Interessierten versammelt haben und das dann tatsächlich erst drei Projekte aus der Taufe gehoben wurden.

00:07:10: Und wir haben es im Prinzip so gestaltet, dass wir gesagt haben.

00:07:13: Wir sammeln die Themen, die gerade den Menschen, die da sind unter den Nägeln brennen und gucken wie wir die voran gemeinsam voranbringen also nicht meckern sondern machen.

00:07:24: Ja diese drei Projekte sind dann an den Start gegangen und da können wir ja vielleicht über die Projekten auch nachher noch ein bisschen ausführlicher sprechen.

00:07:33: aber so war das eingelegt quasi Ja, und dann war es auch nicht mehr aufzuhalten.

00:07:40: Weil die Begeisterung stiegs kamen auch weitere dazu... Also

00:07:44: wie viel wart ihr da?

00:07:45: Oder von den Grundinteressen?

00:07:48: Ich sag jetzt mal so der hatte Anfangskern im Orgher-Team waren acht.

00:07:52: Der ist auch geblieben und wir haben jetzt nochmal erweitert weil wir ein paar Sachen auch... Wir sind alle ehrenamtlich unterwegs.

00:07:58: Wir haben alle sowohl in der Selbstständigkeit als auch in Festanstellungen wirklich einen vollen Arbeitstag Und bringen die Zeit einfach zusätzlich auf weil wir alle wirklich spüren erstens was Gemeinschaft auch bringen kann, also was man gemeinsam auch voranbringen kann.

00:08:12: Ich glaube das ist auch mein Motor und meinen Antrieb wirklich Dinge bewegen und sichtbare Ergebnisse auch zu zeigen.

00:08:23: Also nicht eben, dass wir wirklich auch Projekte nicht nur Ideen haben und Projekten als Ei legen sondern es wirklich auszubrüten und dann auch ins Leben zu bringen.

00:08:33: und davon können wir gleich auch glaube ich ein paar Beispiele noch erzählen.

00:08:37: aber ist schon der Urgedanke also so keiner soll alleine sein im Ort weder der Urlauber noch

00:08:42: da Einheimische

00:08:43: oder der hierhergezogen ist, es ist eine Plattform wo ich mich austauschen kann.

00:08:48: Wo ich

00:08:48: ja

00:08:49: kreativ sein kann, wo ich aber auch aktiv was dann umsetzen kann.

00:08:54: einfach mal so ne Treffpunktsplattform?

00:08:58: Ja also im Prinzip genau einen Raum schaffen wo wir uns begegnen sowohl wenn wir jetzt mal ganz offizielle Netzwerktreffen organisieren, wo wir sagen jetzt gucken wir mal was brennt denn gerade wieder unter den Negeln und was können wir noch weiter vorantreiben?

00:09:10: Aber wir haben auch zum Beispiel ein regelmäßiges Dorfmarktfrühstück.

00:09:14: Seit Anfang letzten Jahres schon etabliert, also immer Freitags zwischen acht und neun kann.

00:09:19: jeder der Interesse hat, jeder der sich austauschen möchte oder der auch eine Idee hat wo er sagt da brauche ich Mitstreiter kann da vorbeikommen.

00:09:28: Und vielleicht ein ganz frisches Beispiel davon, na es entsteht gerade ein Projekt oder ist eine Projektgruppe in der Arbeitsgruppe im Ort die einen Gebirgskindergarten gründen möchten.

00:09:38: und da ging's halt auch darum wo können?

00:09:41: Kann er denn überhaupt sein?

00:09:43: im Ort in der Gegend?

00:09:44: und ja einmal kam einer zum Dorfmarkt Frühstück und sagte Ja ich möchte gerne so'n außerschulischen Lernort schaffen Ich möchte den Bauwagen auf meinen Grundstücksstellen direkt am Lanzenbach.

00:09:55: Ja wunderbar, vernetzen mal die beiden.

00:09:58: Vielleicht ist das der Ort für den Gebirgskindergarten.

00:10:00: und so was passiert dann?

00:10:01: Und das kann man nicht planen und es ist das Schöne dass man einfach aus dem Moment heraus, aus dem was gerade da ist wirklich etwas gemeinsam voranbringen

00:10:10: kann.

00:10:11: Also auch gerade, ich kann so eine Kontakt herstellen.

00:10:14: Ich bin irgendwo die Base und sage ah okay, das ist ja eine coole Geschichte mit dem Bauwagen.

00:10:19: Hey!

00:10:20: Ich habe ein freies Gelände.

00:10:21: ihr habt diese Idee mit dem warum machen wir es nicht gemeinsam?

00:10:25: Und auch von den Themen her unterschiedlich also nicht nur auf Senioren oder Älteren tauchen da natürlich genau gleich auf wie das Kindergartenkind oder wie es Schulkind oder strickende Mammys mittwochs Nachmittags

00:10:40: Alle, wie sie natürlich wollen.

00:10:43: Es ist sogar eine Kunstgruppe mittlerweile entstanden weil wir Künstlerinnen im Ort haben die das auch zeigen wollen, die auch gemeinsam was machen wollen.

00:10:51: Wir haben also ein ganz schönes Projekt war wo wir am Anfang so gespürt haben Wurzeln schlagen mussten und auch Gehör finden mussten.

00:11:03: Auch zur Gemeinde hin.

00:11:04: also alle haben uns natürlich auch erst mal so ein bisschen skeptisch geäugt, das ist natürlich haben wir mit Gegenwind auch gerechnet und

00:11:11: auch

00:11:12: gelernt damit umzugehen.

00:11:13: und da ist ein Fitnesskurs zum Beispiel dann letzten Sommer entstanden wo sich wirklich Menschen Jedes Fitnessgrad, sage ich mal die den Alters auch trifft und einmal die Woche eben zusammen in der alten Turnhalle der Schule in Steibis trainiert.

00:11:29: Und das wird ihm auch ehrenamtlich angeleitet.

00:11:32: also das großer Dank an Lukas.

00:11:35: Und dann eine zweite Gruppe, ein Rückenkurs der jetzt... und einen Yoga-Kurs, der jetzt als nächstes entstehen kann.

00:11:41: Also es passiert, es entwickelt sich weiter aber immer so wie der Bedarf auch ist, ne?

00:11:46: Aber

00:11:46: auch ungezwungen nicht ohne... Ungezwungene ruck, sondern

00:11:50: was gerade geht und wenn sich jemand einbringen möchte, immer her damit.

00:11:55: Die Ideen auch wirklich ins Leben bringen.

00:11:59: Das Netzwerk ist kein Verein!

00:12:01: Wir sind kein Verein, wir sind wirklich Leute, die engagiert sind.

00:12:05: Es gab sowas Ähnliche schon mal als Basis demokratische Gesprächsrunde über die Gemeinde vor der Corona-Zeit, wenn man das so sagen darf mit einer neuen Zeitrechnung und jetzt war die Zeit, sich reif zu finden.

00:12:21: Das ist einfach wieder Zufall.

00:12:26: Der Glücksgriff ist, dass einfach alle dabei bleiben.

00:12:29: Keiner aufgibt... Ungezwungen

00:12:32: und leschär soll es ja auch sein!

00:12:34: Von diesem Netzwerk?

00:12:35: Wer hat da so welchen Bereich ein bisschen unter seinen Verteichen?

00:12:39: Also die INES, das ist unsere Netzwerke-Rinne.

00:12:43: Die hat das also voll im Blick wie man vorgehen soll, wie man gewisse Gespräche runden fühlen soll was man kommt als erstes als zweites, als drittes.

00:12:51: Das macht uns natürlich relativ leicht dar dann alle Leute auch mitzunehmen, die dann vor Ort sind und mitarbeiten.

00:12:59: Aber auch für uns, dass wir strukturierter sind und nicht einfach so durcheinander das Ganze machen.

00:13:04: Und nochmal eins zu diesem dabei bleiben – das heißt ja bei uns «Londed Look» lasse nicht locker oder «It look long», gell?

00:13:12: Darum wollte ich noch mal sagen, das ist also immer schon ein Begriff.

00:13:14: und da sage ich auch der Gäste wenn sie kommt, sage «LONDED LOOK», oder?

00:13:18: Dann passt es!

00:13:19: Erklärst du den nicht?

00:13:20: Ich meine schon einmal englische Begriffe, aber wir sind ja international.

00:13:23: Wir sind international….

00:13:25: Auch das, dass man weiß diese Initiative.

00:13:28: Das hat es schon früher gegeben als Dorfrat.

00:13:31: Da waren dann überwiegend Leute, engagierte Leute aus dem Dorf beziehungsweise die Vereinsvorstände oder ihre Stellvertreter da eingeladen mit den Gemeindenreden.

00:13:42: Das haben wir zweimal versucht.

00:13:44: aber wie das ist?

00:13:45: Da braucht es immer jemand... Ein

00:13:47: Antrieber!

00:13:48: Und das haben wir jetzt mit der Gruppe gefunden sind alle hat sich eingladen.

00:13:52: seit der ersten Minute Informieren alle immer über den Newsletter, wenn wir irgendwas machen.

00:13:58: Über das Gemüseblättle und dergleichen.

00:14:00: es wird aus gegen dem Dorfmarkt bei uns im Steibis ist auch ein Gemeinschaftsprojekt.

00:14:05: Warum ist dieses Begriff so komplex?

00:14:07: Natürlich will man ganz viele mit reinnehmen die Umarmung natürlich um alle geben.

00:14:11: aber vielleicht kurz zur Erklärung.

00:14:15: Wir möchten keine vergessen!

00:14:17: Und es ist schon so.

00:14:18: also Steibisk besteht ja nicht nur aus Steibes Ja, da ist ganz viele Weiler drumherum.

00:14:23: Früher war es die Gemeinde

00:14:25: Aach-Steibis

00:14:27: und da war Steibis viel kleiner, viel unbedeutener.

00:14:30: Da waren auch als Grenzposten mit mehreren Wirtschaften, Tankstelle, Einkaufsmöglichkeit

00:14:35: usw.,

00:14:36: ein CDR-Odd.

00:14:38: Das hat sich jetzt wirklich gewandelt.

00:14:39: Und trotzdem ist Aach immer noch ein Teil davon genauso wie Schindlberg und die anderen Weiler.

00:14:45: Und dort ist das natürlich früher Aach, Steibistik oder Gemeindebar war so wichtig diesen Wortlaut beizubehalten.

00:14:53: Dann haben wir ein großes Alpgebiet, eine der größten hier im Allgäu und... Deswegen jetzt habe ich was im Hals.

00:14:59: Ja, darfst

00:15:00: du einen Schluck Wasser?

00:15:01: Binette deine Stimmbänder!

00:15:04: Wir machen derweil weiter, Ines.

00:15:06: Genau und ich sag mal es ist ein Name den wir jetzt erst einmal gewählt haben.

00:15:09: das heißt ja nicht dass er so alle Zeit

00:15:11: bleiben bleibt.

00:15:12: Tatsächlich fing es auch mit Dorfbeirat an.

00:15:15: Das hatte sehr hierarchische einen sehr hierarchischen Klang.

00:15:18: da haben wir also tatsächlich so ein bisschen die Vorstellung rausgenommen damit sich wirklich noch mehr Menschen angesprochen fühlen dass sie eben hier ein

00:15:26: Teil

00:15:26: dieses Netzes sein können.

00:15:28: Ein Netz ist desto stabiler, also desto mehr Maschen sich verbinden und desto meer Halt kann ein Netz eben auch geben.

00:15:37: Und so ist die Vorstellung das Bild von einem Netzwerk quasi nicht so habe genau.

00:15:41: Ja

00:15:41: oder auch dieses Nederschwellige reinkommen, diese Ungezwungenheit.

00:15:46: Also

00:15:47: schon beim

00:15:47: Verein ist es ja irgendwo okay.

00:15:51: ich brauche dann vielleicht einen Schriftführer, ich brauch ein Kassier, muss eine Jahreshauptversammlung machen.

00:15:57: Ich muss gucken, darf ja keine Umsätze oder darf kein Gewinn erzielen.

00:16:01: Das sind noch viel andere bürokratischere Auflagen mit dabei deswegen auch Initiative des lockere dieses ungezwungene in Kontakt kommen auch miteinander.

00:16:12: Richtig, es geht wirklich nicht darum irgendwelche Regeln natürlich Regeln einzuhalten ohne Frage aber nicht sich jetzt ein riesen Regelwerk aufzusetzen und dann zu überlegen wo passt was rein sondern eher was ist gerade auf dem Tisch?

00:16:26: Und was wollen wir umsetzen und wen brauchen wir dafür?

00:16:28: also alleine schaffen wir das nicht.

00:16:30: und zum einen Ganz großartig muss man immer wieder betonen ist das Ehrenamt, was es sowieso schon im Ort gibt.

00:16:36: Es gibt so

00:16:36: viele

00:16:36: Vereine, es gibt wirklich für alle die Möglichkeit auch sich einzubringen Tradition zu pflegen Trachtenverein oder die Blaskapelle Die Dorfhäste werden organisiert und sind Orte der Begegnung.

00:16:49: natürlich.

00:16:50: und da entstehen ja auch ganz viele Ideen.

00:16:52: Und wir haben gesagt es braucht noch dieses.

00:16:54: Wie kommen wir in die Umsetzung?

00:16:56: Und deshalb ist das noch zusätzlich entstanden.

00:16:59: Wir haben es vorhin, Markus ja schon auch während des Liedeswochen gehad zu die Base.

00:17:05: Die Vereine, die ja schon wahnsinnige Traditionen haben, schützen Vereine Drachtlervereine, sie sind ja seit Jahrzehnten da schon im Ort verwurzelt bewahren das Brauchtum und auch diese sind alle irgendwo mit integriert.

00:17:18: Ja also von der ersten Minute an haben wir sich natürlich eingeladen dabei zu sein.

00:17:23: Das braucht man natürlich ein bisschen aber natürlich ist in den Gemeinden die Vereine die Wiege wirklich diese Orte.

00:17:32: Die kümmern sich um die Kinder, um die Jugendlichen und das Leben miteinander.

00:17:37: Und ich war selber lang bei der Feuerwehr und habe einfach gesehen wie wichtig es ist wenn man was gemeinsam macht.

00:17:42: Ja, das ist gemeinsam mit.

00:17:44: Das ist so ein roter Faden der sich bei mir jetzt auch durch die Sendung mit euch zwei zieht.

00:17:49: aber man merkt es auch dass die Base auf dem das Netzwerke entsteht oder dieses Netzwerk nur in Gemeinschaft, Gemeinsschaft mit den Vereinen natürlich auch der gute Draht zur Oberigkeit zu politischen zur arztpolitischen Oberigkeit auch der ist wichtig.

00:18:05: ja Genau, da kann ich vielleicht auch noch mal so ein bisschen was zu sagen.

00:18:08: Natürlich hatte ich ja Anfangs schon erwähnt, dagegen wind nicht nur im Ort sondern alle haben natürlich erst einmal geguckt, was entsteht denn da und da sind welche mit spinneten Ideen und schauen wir mal, was passiert?

00:18:18: Und ich kann das einfach noch von einer Ortsversammlung zur nächsten... Im letzten Jahr haben wir quasi kurz paar Themen auf die Agenda gebracht und ein Projekt ist da übrigens auch draus entstanden, von dem wir gleich erzählen werden eine tolle Spendenaktion.

00:18:36: Es war so das Anliegen aus dem Ort gekommen, ein Inklusionsspielgerät auch am Ort zu haben.

00:18:44: Für Inklusionskinder die uns besuchen, die im Werkbahn des Rollstuhl gerecht und wir haben barrierefreie Toiletten, wir haben Parkplatz und jetzt noch ein barrierenes Spielgerät auf dem schon präparierten Spielplatz.

00:18:56: Das war so der Ziel!

00:18:57: Und in der Ortsversammlung letztes Jahr war klar, die Gemeinde kann da gerade nicht finanziell unterstützen?

00:19:04: Okay, machen wir eine Spendenaktion draußen.

00:19:08: Ist das eigentlich jetzt gerade so?

00:19:09: Weil wir am Samstag, nächsten Samstag also in zwei Tagen diese Einweihung feiern werden weil wir diese Inklusionsschaukel jetzt haben und es ist ein Zeichen dafür was wir gemeinsam bewegt haben.

00:19:21: Also was wir in dem Jahr bewegt habe und dieses Jahr zur Ortsversammlung wurden wir einfach auch hatten wir Platz, auch von unseren Projekten zu erzielen.

00:19:30: Hatten wir die Unterstützung vom Bürgermeister der den Applaus auch eingefordert hat für das was wir tun und da sind wir sehr dankbar dafür dass wir diese Unterstützung haben Genau.

00:19:40: Vielleicht darf ich noch zwei andere Unterstützer erwähnen, das ist Heimatunternehmen

00:19:45: die

00:19:46: uns wirklich die ganze Zeit auch begleiten was so Fördertöpfe betrifft wo könnt ihr euch noch hinwenden?

00:19:51: Die uns mit dem Internetauftritt unterstützt haben und wir haben uns tatsächlich ja letztes Jahr auch dann ganz mutig beworben für einen Fördertopf bei der Regionalentwicklung West Allgäu Bodensee, wo wir tatsächlich viel bürgerliches Engagement den Topf geknackt haben und ein kleines Budget dann eben dadurch auch zur Verfügung hatten, um so bestimmte Dinge jetzt auch Marketingtechnisch im ersten Jahr unseres Bestehens auf die Weine oder auf die Wiege zu bringen.

00:20:18: Und landen an einem sonnecken Samstag und da ist es einiges los bei euch!

00:20:23: Da ist der Öffnungstag

00:20:25: richtig?

00:20:25: Da wird unsere Inklusionsschaukel geweiht sogar nicht nur eingeweiht sondern der Pfarrer hat sich angekündigt und wird sie weinen Und wir haben viele Menschen eingeladen, nicht nur aus dem Ort sondern natürlich auch aus dem ganzen Allgäu und wer das heute hört kann natürlich auch sehr gerne vorbeikommen.

00:20:43: Es geht vierzehn Uhr los!

00:20:44: Der zweite Bürgermeister hat sich angekündigt und auch ganz viele Menschen die das mit in Bewegung gebracht haben.

00:20:54: Das wird bis siebzehnt Uhr gehen.

00:20:55: Wir haben für Speisungen und Tränke das Familienzentrum muss ich erwähnen was uns auch die ganze Spendenaktion über begleitet hat Genau.

00:21:04: Also ein toller Tagswetter spielt.

00:21:05: Mitte, habt ihr schon ein paar Stoßgewehte nach oben geschickt?

00:21:08: Die Sonne scheint am Samstag... Dann heißt natürlich erst mal Puh!

00:21:12: Ein tolles Projekt ist rund geworden, konnte man beenden aber bei diesem einem Projekt bleibt es ja nicht.

00:21:18: Ihr habt ja parallel da noch was am Laufen und natürlich auch mit dem Blick in die Zukunft euch große Ziele gesetzt muss ich schon sagen für das dass das noch so eine frische Initiative ist.

00:21:28: Frisch im Sinne von Jung

00:21:30: Ja und da will ich auf jeden Fall unser ganz großes Projekt, was eigentlich auch schon Markus so lange begleitet und beschäftigt.

00:21:38: Ein Panorama-Weg soll entstehen der eben auch die Ortsteile verbindet Und da waren ganz viele Ideen schon lange in seinem Kopf und natürlich, viele haben diese Ideen gehört und waren gespannt was daraus wird.

00:21:50: Mittlerweile ist es so dass die sortiert werden also auch der Lukas aus unserem Projektteam setzt sich mit ihm zusammen Es wird eine Präsentation vorbereitet und wir brauchen jetzt nämlich die Unterstützer wieder Also die Regionalentwicklung mit Fördertöpfen.

00:22:04: Wir brauchen vor allem die Gemeinde die diesen Antrag stellen soll und dann unterstützen wir die Umsetzung auch wieder.

00:22:10: Aber hier brauchen wir tatsächlich viel Rückenwind für dieses Projekt.

00:22:15: Und ein zweites möchte ich unbedingt noch erwähnen, das ist die Ausbildungsmesse, die wir im Herbst vorhaben.

00:22:19: Das ist so der Biggest One, gell?

00:22:21: Genau!

00:22:21: Das ist das wo wir jetzt wieder mit Herzblut reingehen, dass schon in den Startlöchern steht direkt wahrscheinlich am Montag losgeht, dass wir den E-Mailverteiler wieder aktivieren.

00:22:31: unternehmen aus Steibes sollen sich die Chance bekommen vorzustellen als attraktiver Arbeitgeber der Region.

00:22:37: Wir wollen junge Menschen in der Region halten haben also auch schon und Oberstaufen dafür begeistern können, die dann dafür auch einen Schultag zu uns hoch kommen werden im Herbst.

00:22:48: Und das bereiten wir gerade vor und da werden wir also jetzt als nächstes in Aktion

00:22:51: gehen.".

00:22:52: Also wie schön es eben ist, in der Heimat zu arbeiten!

00:22:54: Und ein Mann in der High-Ward auch jegliche berufliche Chancen hat – und das ja auch unmittelbar vor der Haustür.

00:23:01: Also auch die Jugend hier bei uns im Allgäu erhalten weil des Allgaues eine kreative Region hat tolle Berufsbilder, Berufssparte, tolle Firmen.

00:23:10: Das ist auch so ein bisschen, die The Next Generation begeistern für Teumot.

00:23:15: Ja und die Zukunft, also zukunftsfähig auch zu bleiben wenn sagen ich mal wenn die nicht mehr zu uns kommen, dann bricht das Handwerk weg.

00:23:26: Dann ziehen die Menschen woanders hin.

00:23:29: Das wäre sehr traurig und es ist nämlich ein wunderschöner Kraftort wie ich's jetzt einfach schon seit zwei Jahren auch erleben darf und dafür wirklich die Möglichkeiten zu schaffen.

00:23:39: Und da werden sich ganz viele Themen danach aufhören.

00:23:41: Die Anbindung zum Beispiel Wie kommen die jungen Menschen zu uns?

00:23:44: Also wie finden sie Wohnraum?

00:23:46: Das wären alles Themen sein, die dahinten anhängen.

00:23:49: aber dass darauf macht Das machen wir dann natürlich auch aufmerksam.

00:23:51: Und da schauen wir wieder, wen brauchen wir mit im Boot?

00:23:54: Dass das... dass wir da Lösungen finden!

00:23:57: Markus du bist ja so ein bisschen der Initiator der Ideengeber von diesem Netzwerk.

00:24:01: Das ist ja schon wahrscheinlich etliche Jahre, weil der irgendwo so im Kopf umeinander geführt ist.

00:24:06: Jetzt ist es ja Realität schon seit einer guten Zeit.

00:24:10: Wie zufrieden bist Du's mit der Entwicklung?

00:24:12: oder hat die Nummer von der Idee?

00:24:14: haben Umsetzen geklappt?

00:24:16: Also, wir sind gerade so mal im Umsetzmodus.

00:24:20: Was ist auf dem Papier bedeutet?

00:24:21: Ja!

00:24:22: Es ist interessantisch was wir für ein Fundus haben und das möchte man genau vermitteln also nicht nur für den Touristen sondern wollen wirklich eigentlich Hümmer-Geschichte erzählen.

00:24:32: Das im Kopf bleibt ja, das im Herz bleibt.

00:24:35: Das ist uns wichtig für jungen Alt-, für Einheimische aber auch für Touristinnen die sagen hey sowas, sowas vergesse ich jetzt.

00:24:42: Gehe heim und erzählst den anderen.

00:24:45: Das ist eigentlich die Aufgabe, die mich so sehr erfreut daran.

00:24:49: Und deswegen ist das Allgäu auch für dich?

00:24:51: Vielleicht findest du drei Wörter was es allgäue, die Heimat für dich isst?

00:24:55: Jetzt stell ich mal her, Frau!

00:24:56: Schwierig!

00:24:57: Ich

00:24:57: stelle sie auf an die Innes...

00:24:59: Es ist einfach cool, hier zu sein.

00:25:04: Das ist einfach die Umgebung und das Klima und eigentlich die Menschen.

00:25:09: Gleit, gleit.

00:25:11: Ist das schräumelig hier?

00:25:14: Ines, vielleicht drei Wörter.

00:25:16: Algor ist ein Neu-Heimat für dich oder inzwischen bist du ja schon zwei Jahre da auch schon angefangen zum verwurzeln?

00:25:24: Was ist Algor für dich?

00:25:25: Tatsächlich auch die Menschen also diese ehrlichen authentischen Menschen, die hier wirklich mit den Händen was schaffen.

00:25:34: Also ich bin bewundert zum Beispiel auch die Landwirte um mich herum.

00:25:38: Das ist wirklich Wahnsinn, was sie so auch im Nebenberuf oft noch leisten und eine Landschaft daherzaubern, die dann vor meiner Haustür liegt und die ich jeden Tag nutzen kann als Energieort, als Kraftort.

00:25:50: das ist das zweite Wort, was sich damit verbinde.

00:25:53: ja und wirklich mein Herz geht auf wenn ich hier bin.

00:25:56: also Ich lebe einfach sehr gerne hier und lade alle ein auch vorbei zu kommen, das zu spüren auch zu bleiben, Wurzeln zu schlagen und wie gesagt im Netzwerk auch gerne.

00:26:08: wir wollen eigentlich eine Sogwirkung erzeugen.

00:26:10: Wir wollen weitere Menschen aus dem Ort auch dafür begeistern mitzumachen oder einfach ihre Ideen zu teilen.

00:26:18: Genau!

00:26:20: Sag ich erstmal Danke, dass ihr von eurem Dorf-Netzwerk erzählt habt.

00:26:24: Von der Entstehung bis zum Istmoment und in Zukunft ist ja noch einiges geplant.

00:26:29: Danke fürs Dasein!

00:26:30: Behaltet euren Enthusiasmus, eure Liebe zur Heimat und alles Gute euch

00:26:35: zwei!

00:26:35: Vielen Dank, dass wir da sein durften.

00:26:39: Der Allgäuhit KaffeeClutch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern stundenweise Zuwendung statt getakteter Hektik.

00:26:47: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.