Gertrud Hiemer Haslach – Sängerin, musikalische Leiterin und Pädagogin

Shownotes

Gertrud Hiemer Haslach vereint Musik, Bühne und Bildung in einer beeindruckenden Laufbahn. Als Sängerin und musikalische Leiterin der Freilichtbühne Altusried prägt sie große Produktionen mit Leidenschaft und künstlerischem Feingefühl. Gleichzeitig ist sie als Konrektorin an der Ottl Aicher Realschule in Leutkirch tätig und engagiert sich auch im schulischen Bereich für die Förderung junger Menschen.

In dieser Podcast-Folge sprechen wir über ihren vielseitigen Weg zwischen Bühne und Klassenzimmer. Wie schafft sie den Spagat zwischen künstlerischer Arbeit und schulischer Verantwortung? Welche Erfahrungen haben sie geprägt, und was treibt sie bis heute an?

Freut euch auf inspirierende Einblicke, spannende Geschichten aus der Welt der Musik und eine Persönlichkeit, die mit Engagement und Herz in verschiedenen Bereichen Großes bewegt.

Transkript anzeigen

00:00:02: Der Allgäu-Hit.

00:00:02: Kaffee-Clutch

00:00:03: wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter

00:00:09: Hektik,

00:00:09: dein ambulanter Dienst

00:00:11: im Allgau für

00:00:12: Pflege und Betreuung

00:00:13: mit Zeit!

00:00:15: Heute geht's unter anderem um Do Re

00:00:19: Mi Fa So La Ti Do

00:00:22: Und das war ein bisschen schräg.

00:00:24: Mein Gäste heute gärtet ihm eine Haarslacht.

00:00:26: Schön, dass Sie da sind.

00:00:27: Herzlich willkommen!

00:00:29: Willkommen?

00:00:30: Das habe ich die Tülle nicht ganz

00:00:31: getroffen gehört.

00:00:32: Das macht gar nichts.

00:00:33: Ich bin keine Absolute.

00:00:36: Aber

00:00:36: prädestiniert in Sachen Gesang vor allem Soprana, da gehen wir gleich ein bisschen genauer ein.

00:00:42: vielleicht Lieblingsschore privat zum Hören was wäre das

00:00:48: Privat zum Hören?

00:00:49: höre ich ganz, ganz Sinfonien mit Chor.

00:00:52: Also sowas wie Zweit im Mahler und solche Sachen.

00:00:54: die berühren mich sehr aber ich bin sehr breit aufgestellt.

00:00:57: Ich mag auch Whitney Houston hören.

00:00:59: Es gilt um ganz viel singen Um den Berufsängerin kann ich das

00:01:04: so sagen Im weitesten Sinne

00:01:07: ursprünglich vielleicht mal

00:01:09: Ja ein bisschen schon.

00:01:12: Ich habe eigentlich Lehramt und Gesang studiert in Augsburg Und habe mich dann aber für den Lehrberuf entschieden.

00:01:19: Das war eigentlich schon ganz lang mein Traum und das Singen hat aber immer eine große Rolle bei mir gespielt, Wochenends wenn keine Schule war und schon sehr sehr intensiv würde ich

00:01:27: sagen.

00:01:28: Und Musik war eigentlich mehr oder weniger von

00:01:30: klein auf mit

00:01:31: da von der Familie sehr musikalisch geprägt?

00:01:34: Ja!

00:01:34: Oder von den Instrumenten hier... wie war das?

00:01:38: Also ich bin in Mutmannshofen, das ist ein ganz kleiner Ort.

00:01:41: In der Gemeinde Altusried aufgewachsen und ich komme aus einer sehr musikalischen Familie tatsächlich.

00:01:46: Wir waren fünf Geschwister.

00:01:47: Ich bin die Jüngste und es war eigentlich so alle waren bei der Blastkapelle im Kirchenkorb.

00:01:52: So bin ich auch sozialisiert nenn ich's mal und habe natürlich dann klassischerweise Akkordeon gespielt.

00:01:57: Das hat irgendwie jeder gespielt zu der Zeit.

00:02:00: Ehrlich?

00:02:00: Und dann Trompete bei der blastka pelle Und beim Kirchenkorb habe ich schon mit elf mitgesungen.

00:02:06: Meine Eltern waren da, meine Geschwister waren da und da hat man einfach dann mitgemacht.

00:02:09: Darum bin ich schon sehr früh glaube ich mit vielseitiger Musik in Berührung gekommen.

00:02:13: Ja Hausmusik?

00:02:14: Volksmusik

00:02:14: oder volkstümliche Musik?

00:02:15: Also auch natürlich Volkstümmliche Musik!

00:02:17: In einer Blastkapelle und das hat mich schon ja inspiriert und hat mir auch viel Spaß gemacht.

00:02:23: Und ja und in der Schule hat sich es dann so entwickelt dass ich auch mit klassischer Musik in berührung gekommen bin.

00:02:28: Ich war hier ums Eck beim Heldigaris-Gymnasium.

00:02:31: Linderauer

00:02:31: Straße, ein Stückchen weiter oben?

00:02:33: Genau!

00:02:34: Und ja ich hatte da auch eine tolle Musiklehrerin die mich beim Singen sehr gefördert hat.

00:02:40: Ich durfte viele solistische Sachen singen obwohl ich noch keine Stunde Unterricht hatte.

00:02:44: das hat sich erst viel später ergeben und das ist mir in besonders guter Erinnerung.

00:02:49: und da hat mich auch diese klassische Musik echt gepackt.

00:02:52: Ja und es hat dazu geführt.

00:02:53: Es war eigentlich immer mein Wunsch Lehrerin zu werden.

00:02:55: und jetzt habe Vor meinem Abitur hatte ich zwei schicksalhafte Begegnungen, wenn wir das so nennen.

00:03:02: Oder einschneidende Erlebnisse?

00:03:04: Ja also tatsächlich bei einem Konzert von unserem Kirchenkorps in unserem Dorf da hab' ich gesungen und Klavier gespielt was man halt so macht.

00:03:11: Und da hat mich der Kirchenmusiker den die Kämpner sicher noch kennen Hans Gurski.

00:03:15: Der war lang in St.

00:03:16: Lawrence Der hat mich angesprochen, ob ich bei ihm im Vokalo-Song mit singen möchte und hat mir so meine ersten solistischen Aufträge eigentlich in der Kirche vermittelt.

00:03:25: Und an dem gleichen Konzert war Hildegard Schwapeichele – das ist eine Sängerin die in Altusried einen Bauernhof gekauft hat.

00:03:34: Die kam aus Frankfurt, eine Opernsängerin.

00:03:36: Und sie hat mich auch angesprochen ob ich schon mal Unterricht gehabt hätte und dass man aus meiner Stimme was machen könnte und so hat sich das sehr glücklich gefügt.

00:03:43: Ich war ihre erste Schülerin sozusagen!

00:03:46: Und das war dann für mich natürlich ein echter Gewinn.

00:03:50: Und so habe ich eigentlich kurz vor dem Abi erst meine ersten Gesangstunden gehabt und war dann ganz glücklich, dass es mit der Aufnahmeprüfung geklappt hat.

00:03:57: Also wenn man das jetzt so sieht, eigentlich spät Zünder in professionelles Ehre lernen oder mit Unterricht.

00:04:05: aber in ihnen steckt ein unglaubliches Naturtalent.

00:04:09: Also ich glaube schon, dass mir natürlich was in die Wiege gelegt wurde.

00:04:13: Aber ich glaube das war natürlich und das war mir damals noch nicht so bewusst was man alles üben kann.

00:04:18: Es ist ja wie beim Sport, es ist Muskulatur, man hat ganz viel Art und Technik.

00:04:22: aber das war damals tatsächlich erst mal alles Neuland.

00:04:24: für mich also spannend auch das zu sehen.

00:04:27: Und dann kann man schon natürlich, wenn man fleißig ist und den richtigen Unterricht hat – das empfehle ich übrigens auch allen jungen Leuten -, dass sie einfach jemanden finden, der sie wirklich gut unterrichtet.

00:04:37: Da kann man ganz viel lernen!

00:04:39: So hat sich eigentlich zuerst diese Kirchenmusik-Schiene total entwickelt bei mir am Wochenende Oratorienmessen gesungen

00:04:47: haben.

00:04:47: Ein sehr Gänsehautmoment, da sind das mitunter wenn die Akustiken ... es sind ja in den Kirchen oft unglaublich, dass es schon, wenn dann jemand von der Empore wirklich ein Solo sinkt, das ist schon irgendwie ... Ja, Gänseehaut, absolut!

00:05:03: Und

00:05:03: das hat sich eigentlich durch diese Begegnung ergeben.

00:05:06: also da hatte ich auch großes Glück muss man einfach auch so sagen.

00:05:09: Akkordeon gab's davor nicht?

00:05:11: Die Blockflöte?

00:05:12: Nee, tatsächlich

00:05:13: fand ich die Blockflöte.

00:05:15: Das muss ich ehrlicherweise sagen ziemlich schrecklich!

00:05:17: Also ich fand immer so zwanzig Blockflüten gemeinsam.

00:05:20: also entschuldige mich bei allen die sehr schönen Blockflötchen spielen das kann man auch sehr schön spielen aber zwanziger Grundschulkinder die in eine Blockflotte rein spielen das fand ich ehrlich nicht so schön.

00:05:29: es hat mir nicht so gut gefallen.

00:05:31: Und dann kam das Akkordion.

00:05:33: Das gab es halt auch schon, mein Bruder hat schon gespielt und als Nummer fünf hat man vielleicht auch erst mal das gemacht was es schon gab.

00:05:41: Ja so das Weiterreichen mit dem Schulranzen von älteren

00:05:44: Geschwisterchen.

00:05:44: Das kleine Akkordeon ist dann an mich übergegangen und mein Bruda hatte dann schon ein größeres und so hat sich das entwickelt.

00:05:52: Gibt's noch Erinnerungen an den ersten großen Auftritt?

00:05:56: Lampenfieber, so ein bisschen magengrummeln, hoher Puls.

00:06:00: ist da noch eine Situation im Kopf abrufbar wie das beim ersten großen Konzert war?

00:06:07: Auf jeden Fall.

00:06:08: Also über die Gänze ist Lampenfieber verliert man nie ganz.

00:06:11: und ich erinnere mich an das Stadttheat.

00:06:13: es war tatsächlich ein Schulkonzert an dass ich tolle Erinnerungen habe.

00:06:17: wir durften einen Mozartabend gestalten im Stadteater und es war mit Kostümen auch was Besonderes Szenen aus Mozartopern gesungen.

00:06:25: Ich hatte noch keine Stunde Unterricht, ich würde manchmal wissen wollen wie das damals geklingen hat, aber auf jeden Fall war es sehr sehr aufregend und auch eine tolle Aktion!

00:06:34: Und das bestärkt mich dass Schule eben auch was bieten muss was nicht nur über den regulären Unterricht also was über den regularen Unterricht hinausgeht weil das sind Erinnerung die habe ich heute noch

00:06:44: ja überhaupt Den Kontakt haben viele Kinder vielleicht in der jetzigen Zeit tatsächlich nur an Anfangszeichen über den Musikunterricht oder haben da die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen.

00:06:54: und Musik ist so wichtig was Emotion angeht.

00:06:58: Was Rhythmus angeht das Hören wird geschult im Takt Schnipsen Das könnten manche Kinder gar nicht mehr oder sich irgendwie

00:07:09: im Tagt

00:07:10: rhythmisch entsprechend bewegen.

00:07:12: Und ich glaube auch dass die Musik einfach in Zugang.

00:07:14: also Einfach Empathie

00:07:15: schuld.

00:07:16: Man muss aufeinander hören, man muss aufteinander eingehen und das ist auch eine große Gemeinschaft.

00:07:20: also hier am Hildegardes gab es dann einen großen Chor und es gab ein Orchester und man hat natürlich dadurch auch neue Kontakte geknüpft und das war schon auch ne super schöne Zeit.

00:07:29: aber ich habe auch viel gelernt.

00:07:31: Ja und der Lernprozess geht ja immer weiter Das ist ja nie

00:07:34: irgendwo mal fertig

00:07:35: Der Mensch ist ja nicht irgendwo mal komplett fertig sondern er hat immer gibt es noch einen Step, den man noch draufpacken kann.

00:07:43: Sie sind Lehrerin in Leutkirch darf man ja auch ruhig sagen aber Musikunterricht geben sie nicht

00:07:48: Doch.

00:07:49: Ich hab Musik und Deutsch, sind meine studierten Fächer fürs Lehramt Und Musik in der Schule ist natürlich auch meine große Leidenschaft.

00:07:56: ich habe da auch Singklassen also so ein Modell wo man sich eben für Klasse fünf sechs melden kann.

00:08:01: Da hat man dann eine Stunde mehr Musik und unser Schwerpunkt liegt auf Singen Auf Aufführungen Und so ein bisschen.

00:08:07: mein Markenzeichen würde ich es mal nennen In der Schule sind Revueabende.

00:08:11: Die mache ich eigentlich seit über zwanzig Jahren.

00:08:13: Ich bin schon ganz lang in Leutgehr allerdings schon an verschiedenen Schularten.

00:08:18: Jedenfalls komme ich aus dem Grund- und Hauptschulbereich eigentlich.

00:08:22: Und war dann auch eine Zeitlang an Gymnasium, habe das Hingklassen aufgebaut... ...und jetzt bin ich jemanden der Orteleiche Realschule!

00:08:28: Da heißt unsere Revue, die heißt Kurs Showtime.

00:08:31: Die findet jedes Jahr eigentlich statt.

00:08:33: Und da singen eben die Singklassen der Chor.

00:08:36: Was wir Besonderes haben ist ein Blasorchester mit über fünfzig Musikerinnen und Musikern.

00:08:40: Also es ist eine sehr musische Schule.

00:08:43: Sehr imposant, wenn man sich das mal optisch so vorstellt.

00:08:47: Da steht man in Rayon Glied auf der Bühne.

00:08:50: Ja, und das müssen Sie sich so vorstellen?

00:08:52: Das sind dann rund zweihundertfünfzig Kinder, die so ein Abend gestalten.

00:08:55: Und zweimal ist dann die Stadthalle voll und das schon für die Kinder auch ein echtes Erlebnis.

00:09:00: Für mich schon das was mich an Schule auch wirklich inspiriert.

00:09:04: also jetzt bin ich ja viel in der Verwaltung.

00:09:06: Ich bin Konrektorin, habe viel Orga-Arbeit sozusagen aber diesen Teil der Musik und diese Aufführung möchte ich mir schon gerne erhalten.

00:09:13: Das macht mir große Freude!

00:09:17: Schalten können vom Alltag der draußen oder die Welt wird ja, oder Gesellschaft wird er immer schnelllebiger.

00:09:24: Ist das auch so ein Rückzugsort eventuell Musik?

00:09:27: Total, also es ist nicht nur üben weil ich was üben muss sondern das ist auch etwas total Schönes.

00:09:31: Also am schönsten ist ja eigentlich wenn man zum Beispiel vor sich hin... Ich bin jetzt nicht der Superpianist aber zum Beispiel wenn ich für mich Klavierspiel oder so dass es total abschalten.

00:09:39: Es ist schon wieder anders.

00:09:40: wenn ich weiß ich muss jetzt auf anstehende Auftritte was vorbereiten dann hat das manchmal auch mit Druck zu tun und man weiß bis dahin muss das alles sitzen.

00:09:49: Aber grundsätzlich ist die Musik für mich schon auch nicht eine große Erholung.

00:09:53: Und auch wenn ich Auftritte habe, ist es natürlich auch so.

00:09:56: von meinem Schulalltag ist das wirklich tolle Ablenkung.

00:09:59: man kommt ja ganz auf andere Gedanken und man trifft anderen Menschen und das schon auch bereichernd.

00:10:05: War jetzt rückblickend für Sie der Weg in dieses Lehramt sage ich mit dem Stand heute ja angenehmer oder besser als wenn man eventuell hat gesagt oh ich hätte eine Solo-Karriere hier auch machen können.

00:10:19: So eine professionelle Musikerische Karriere, eventuell an großen Opernhäusern auch, Theatern oder Musical-Bühnen.

00:10:29: Also einmal in meinem Leben gab es tatsächlich den Punkt wo ich ein ganz tolles Engagement gehabt hätte.

00:10:36: Ich habe in so alten Musik-Ensembles gesungen und da war ein echt cooles Angebot, aber da hätte ich mich von der Schule freistellen lassen müssen.

00:10:44: Und da hab' ich schon auch kurz gehardert ob ich das machen möchte und war dann die Liebe zur Schule immer größer und ich bin sehr heimatverbunden.

00:10:55: Es gab für mich halt immer in der Musik Es gab verschiedene Bereiche, es gab nicht nur das Singen.

00:11:03: Ich habe auch ganz Klavier gespielt und diese Vielfalt war für mich immer wichtig.

00:11:07: Und wenn man natürlich wirklich Karriere machen will – also ich bin mit einem Berufsmusiker verheiratet – dann ist es so, dass da nichts anderes gibt!

00:11:15: Man muss wahnsinnig viel üben.

00:11:16: dieser Perfektionismus und der Druck, der da ist… Auch eine Herausforderung.

00:11:21: Es ist nicht nur der Traum, den viele haben... Und den Applaus,

00:11:24: dem man mal kommt?

00:11:26: Aber echte Knochenarbeit auch!

00:11:27: Ja und natürlich muss man sehr flexibel sein.

00:11:29: also da war überall unterwegs in.

00:11:32: es war ihm auch wurscht wo er vorspielt irgendwo in Deutschland.

00:11:36: ja das war einfach wichtig zu spielen im Orchester eine Stelle zu kriegen und diesen

00:11:40: Drang

00:11:40: hatte ich tatsächlich nie so und darum glaube ich auch war für mich die Entscheidung die richtige Und dass sich das Singen parallel so gut entwickelt hat, dass ich so viele Möglichkeiten hier hatte war natürlich einfach

00:11:51: auch Glück.

00:11:53: Musiklehrerin sage jetzt einfach mal so als Teil aber da ist die Sparte beginnt mit den Chorleiten Projekte also da ist ja ganz viel Musik in unterschiedlichen Variationen und Konstellationen bei ihnen allgegenwärtig

00:12:11: Ja, so ein bisschen.

00:12:11: Ich habe während des Studiums meinen ersten Chor übernommen und dann mit den U-Fünfzigchoreen Altusriede und über diese Schiene bin ich auch zu dieser Verbindung Musik & Theater gekommen was natürlich in Altusreden eiligend ist.

00:12:25: Jetzt arbeite ich seit vielen Jahren schon für die Freilich-Bühne.

00:12:28: Also, ich habe jetzt einfach bei den letzten fünf großen Produktionen, die ja alle drei Jahre stattfinden, die musikalische Leitung inne gehabt und da ist es auch gut wenn man ein bisschen so die Vielfalt mitbringt weil man halt fürs Projektorchester, für den Projekt Core, für Solisten zuständig ist.

00:12:43: als erstes schon dieses Breitaufgestellte sehr wichtig und das macht natürlich auch Spaß.

00:12:47: diese große Vielfaltung also das ist auch das was mich an der Musik reizt.

00:12:50: Ich glaube auch stilistisch und eben von den verschiedenen Aufgaben her für mich sehr, sehr schön.

00:12:57: Musik ist grenzenlos

00:12:58: – das sagt man!

00:12:59: Das

00:13:00: stimmt auch tatsächlich vom Altergrenzen los natürlich von den geografischen Grenzen können Sie Musik in drei

00:13:09: Worten

00:13:09: beschreiben?

00:13:10: Musik

00:13:11: ist berührend, Musik ist inspirierend und Musik schafft

00:13:19: Gemeinschaft.

00:13:21: Sie haben es ja schon kurz andeuten lassen, wenn sie mit den Schulklassen bei sich in der Schule irgendwas auf die Bühne, auf die Beine stellen.

00:13:29: Strahlende Kinderaugen allein!

00:13:32: Ach dieser verdiente Applaus, dann auch zum Schluss.

00:13:35: Der tut richtig gut und das machen sie ja im großen Stil groß im Sinne von Mit-Erwachsenen auch.

00:13:41: Ja also zum Beispiel auf der Freilichtbühne, da kann natürlich jetzt wenn wir zum Beispiel den Bauernkrieg vom letzten Jahr nehmen fast fünfhundert Menschen die da mitwirken ganz unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Ja, Leistungsfähigkeit die sie mitbringen und das macht es aber auch spannend alle trotzdem zusammen zu führen.

00:13:57: Und dann hautzubringen und am Schluss eine schöne Aufführung zusammen zu haben.

00:14:01: Ich glaube was das Besondere noch an der Freilich-Bühne ist dass man sozusagen den ganzen Sommer miteinander verbringt weil wir natürlich schon im Herbst davor anfängt zu proben.

00:14:10: Die Sprechrollen auch mit musikalischen Sachen, man muss ja gucken wie es Projektorchester besetzt und dann ist ein relativ langer Prozess und am Schluss fügt man sozusagen die verschiedenen Künste zusammen das Orchester, der Chor.

00:14:22: aber die Szenerie wo stehen sie denn?

00:14:24: Und das ist schon alles auch einerseits spannend andererseits aber auch wirklich gemeinschaftsstiftend.

00:14:30: also eine schöne Zeit die man auch menschlich miteinander

00:14:32: hat Und ist ja intensive Zeit natürlich dann auch, was das zeigt?

00:14:37: Ja,

00:14:38: zeitlich auch intensiv.

00:14:39: Wobei man sagen muss es ist natürlich auch das Besondere dass es so eine Solidargemeinschaft ist.

00:14:43: also zum Beispiel als ich zu sechzehn bei Robin Hood dirigiert habe waren meine Kinder noch relativ klein also im Grundschulalter und Da ist es auch so gewesen, dass ich gesagt habe ja ich kann das eigentlich nicht machen.

00:14:54: und dann hat eine herzliche Grüße an Hildesteinhauser.

00:14:57: die hat dann gesagt ich nehme deine Kinder das sind einfach im Spiel meine.

00:15:00: Und ich hab die Form Soundcheck vor neunzehn Uhr abgegeben und die waren mit ihr quasi auf der Bühne und nach dem Applaus habe ich sie wieder mit nach Hause genommen.

00:15:08: also das war für meine Jungs auch eine coole Zeit

00:15:11: Weil ich bin sowieso bei auch Open Air.

00:15:14: Das ist auch nochmals, glaube ich von der Atmos oder vom ganzen Wirken nochmal was anderes wie wenn man in einem schönen Theater Auftritt oder einen Chor dirigiert?

00:15:26: Also die Freilichbühne ist zum Einen natürlich wunderschön, weil wir diesen riesen Naturhang haben.

00:15:31: Wir haben echten Wald, wir haben echtes Wasser und Bach.

00:15:34: also das schon finde ich von dem her von der Kulisse was ganz ganz besonderes.

00:15:38: aber und das unterscheidet jetzt vom geschlossenen Raum Der technische Aufwand der dahinter steckt ist immens Weil wir ja mit Funkstrecken arbeiten also niemand sinkt oder musiziert ohne eine Verstärkung, es kommt ja dann alles aus den Boxen im Endeffekt.

00:15:52: Und das ist schon auch eine Herausforderung für die Sänger, wenn zum Beispiel der Chor alle haben in ihr damit sie das Orchester hören und die Zeitverzögerungen auf dieser Riesenbühne.

00:16:01: Stimmt!

00:16:02: Also wir haben Null-Kommerachzeit Verzögelungen bis der Schall beim Zuschauer ist von den Boxen also dass es alles auch ein riesentechnischer Aufwand.

00:16:10: im besten Fall merken die Zuhörer davon nichts.

00:16:13: aber für uns ist schon eine Herausforderungen im Vorfeld.

00:16:16: Ich glaube

00:16:16: auch zu singen wenn man mit Mikrofon sinkt, ist glaube ich nochmals ganz was anderes als wenn ich tatsächlich wie in einer Kirche beispielsweise wo ich ja mit meiner Stimme den kompletten Raum ja bis Schalle oder mein Ton meine Stimme ist einfach super präsent.

00:16:37: Und direkt hör und ich höre es natürlich indirekt?

00:16:40: Und ich habe natürlich auch beim Chor zum Beispiel die Herausforderung, dass sich die anderen Chorsänger gar nicht mehr hören.

00:16:45: Also ich hab dann im Ear Monitoring und hab meine Ohren zu und dann krieg' ich das Orchester drauf.

00:16:49: Ich kann noch ein bisschen was vom Chor drauflegen aber im Grunde genommen müssen sie dann schon selber ihre Stimmen finden.

00:16:54: also ist es schon hoch anzurechnen was die da immer leisten.

00:16:58: Und wie gesagt, die Freilichbühnenatmosphäre ist aber besonders.

00:17:01: Also liebe Zuhörerinnen und Zuhörer falls sie kommen möchten im Juli Ende Juli gibt es ein schönes Projekt das heißt frei sein da steht die Musik im Vordergrund und da wird eben das Projektorchester Altusriederkörre also eine große Vereinigung von vielen Altersriederkören zu hören sein und zwei Musicalstars kommen.

00:17:19: auch Jan Ammann und seine Frau Lisa Habermann sind als Gäste da

00:17:24: Von Festbehausern?

00:17:25: Genau!

00:17:26: Die beiden werden als Solisten dabei sein.

00:17:28: Und weil ich zu der Zeit eigentlich in Leutküch ein großes anderes Projekt habe, nämlich das Kinderfesttheater werde ich nur singen dabei sein nicht als musikalische Leitung.

00:17:37: Das ist ja dann auch eine Umstellung oder?

00:17:40: Ja es wird für mich spannend, weil ich in Altusried tatsächlich meine erste Begegnung mit der Freilichbühne war als Sängerin also Thilia im weißen Rössl damals und diese musikalischen Leitungssachen kamen später und jetzt sozusagen Back to the Roots, ja jetzt bin ich mal gesanglich wieder dabei Projekt trotzdem ein bisschen mitmachen darf, weil ich eben zwei Wochen vorher Premiere habe von diesem Kindertheater.

00:18:02: Mit hundertfünfzig Kindern und Jugendlichen und da bin ich ehrlich gesagt gut eingespannt und freue mich zwar auch auf die Aufgabe aber man kann halt nicht alles

00:18:09: machen.".

00:18:10: Das ist richtig!

00:18:12: Wird da jetzt Ihrer Stimme auch speziell bis zum Sommer nochmals extra trainiert oder geübt?

00:18:18: Das muss natürlich... es ist ein Organ mussten

00:18:21: wie bei einem Sportler

00:18:23: natürlich auch die ganze Zeit gefordert werden oder trainiert werden, stabil gehalten werden und

00:18:30: aufgepasst werden.

00:18:30: Ist immer so!

00:18:31: Die Stimme der Nachteil ist ja man hat sie immer bei sich also mit aufpassen gutes Stichwort.

00:18:36: Man kann euch natürlich nicht die Nächte vorher durchfeiern weil man hat die Stimme dabei.

00:18:41: und natürlich ist es auch wie beim Sportler ist das Muskulatur.

00:18:44: man muss es trainieren.

00:18:45: aber ich werde auch was aus dem Musical Genre singen.

00:18:49: Heute ist Musik Unser Mittelpunkt oder wir legenden Mittelpunkte auf Musik, aufs Notenplatt auf den Gesang.

00:18:58: Auf dem Chor

00:18:59: zusammen mit Gerhard Röthima-Haslach das Jahr und bietet viel Großes in Sachen Musik auch wenn wir mal in den Kemptnerraume spitzeln und schauen

00:19:10: Also im Kempten wird.

00:19:12: im Juni gibt es zwei Konzerte an denen ich beteiligt sein darf.

00:19:15: Zum einen am vierzehnten Juni abends im neu renovierten, wirklich wunderschönen Kornhaus.

00:19:20: Da gibt es eine besondere Show anlässlich der fests Woche.

00:19:26: Also es ist ja dieses Jahr eben die fünfundsiebzigste, fünfundsiebsigste.

00:19:30: Aber tatsächlich war die erste im Jahr nineteenhundertneunundvierzig und wir möchten dann eben Musik bieten durch diese Jahrzehnte von den viertiger Jahren bis heute.

00:19:38: Und auch ein bisschen in den Moderationen so die Einsendungen der Menschen zu Wort kommen lassen aufgreifen und erzählen was verbinden denn die Campnau oder die Allgäuer mit der Festwoche?

00:19:49: Es gibt bestimmt viele schöne Geschichten, die sich rund um die Festwochee abgespielt haben ein bisschen versuchen aufzugreifen.

00:19:57: Heißt das jetzt, dass ich meine Begegnung mit der Allgäuer-Festwoche noch einen Schicken

00:20:03: einsenden kann?

00:20:04: Genau!

00:20:04: Wir wollen es so machen, dass es einen Aufruf gibt, dass man eben die Geschichten einsenden können und wir dann auswählen was könnte man dann schönes erzählen?

00:20:12: also da gibt's bestimmt glaube ich ganz viele Dinge und ich bin schon sehr gespannt was die Allgöer so erzählen über ihre Begehnungen

00:20:20: Kann man da jetzt schon nennen... Dauert noch ein bisschen, bis dieser Aufruf kommt.

00:20:24: Aber wohin gehen dann meine Ideen oder meine Begegnungen mit dafür?

00:20:29: Also die auch Initiatoren... Messe- und Veranstaltungsbetrieb Campen organisieren ja sowohl die Festwoche als auch diese Kulturkonzertreihe.

00:20:41: Und die werden dann aufrufen über die Zeitung starten wo man die Ideen eben einsenden kann zeitnah.

00:20:47: Wenn sie eine schöne Geschichte rund um die Allgörfestwoche haben freuen wir uns sehr, wenn wir davon hören.

00:20:54: Wir dürfen natürlich auch übers Radio dann aufrufen!

00:20:57: Ja das wäre toll!

00:20:59: Vielleicht haben Sie eine... bestimmte oder persönliche Begegnungen mit der Allgäuer-Festwoche, das ist jetzt vielleicht ein Vorlegenbegegnung.

00:21:07: Also tatsächlich hat mein Papa damals war der hunderttausendste Besucher in den fünftiger Jahren und hat einen Herd gewonnen und es weiß ich noch, dass war so ... also denen man noch befeuern konnte in der Zeit.

00:21:18: Er stand bei uns in der Küche tatsächlich an.

00:21:20: Er hat einmal etwas gewonnen bei der Allgäuer Festwoche.

00:21:23: Wird die Allgääu-Festwoche als festes Küchenotentiel, Küchengerät?

00:21:29: Weil bei Ihnen in der Zeit wo Sie dann später aufgewachsen sind.

00:21:33: das ist aber nur ein großes Projekt weil natürlich für uns von siebzig Jahre allgäu-festwoche dass

00:21:38: wir an allen

00:21:39: Ecken und Enden gefeiert im Allgau.

00:21:41: Das ist ein großes Projekt was Sie anvisieren oder auch da Sie schon hinarbeiten Aber es nicht mehr das Einzige.

00:21:47: Ja es gibt noch was Besonderes in einer Bigbox im Juni wird die Stadtkapelle kämpfen mit rund sixhundert.

00:21:54: Kind, sechshundert Kindern aus den Campner Grundschulen und Förderschulen ein Konzert geben.

00:21:59: Und mein Mann ist ja der neue Stecker Bellmeister.

00:22:01: Ich habe ihn da unterstützt vor allem eigentlich im Vorfeld dass man einfach die Songs aussucht.

00:22:07: ich komme ja aus dem Schulwesen und hab eben auch mit ihm überlegt was eignet sich von der Tonlage für die Kinder?

00:22:12: Ja!

00:22:12: Und vor allem habe ich die ganzen Übungstracks aufgesungen.

00:22:14: also die Kinder haben zu Hause sozusagen so Übungsmaterial und können sich eben das was sie singen sollen dann eben anhören.

00:22:23: als das war jetzt sozusagen der größte Aufwand eigentlich diese ganzen Übungsaufnahmen zu erstellen, damit die Zuhause üben können.

00:22:29: Und ich würde mich freuen wenn auch viele Campner und Allgäuer zu Besuch kommen und dieses besondere Event erleben weil es ist nicht nur für die Kindenevent sondern ich bin mir sicher auch der Zuschauer wird Gänsehaut bekommen wenn so viele Kinderstimmen miteinander singen.

00:22:43: Das was ganz ganz besonderes und da werde ich natürlich solistisch ein bisschen zu hören sein, aber meine Hauptaufgabe und auch das was ich unterstützen möchte ist eigentlich dass die Kinder zum singen kommen.

00:22:54: Was es ihnen inzwischen lieber Vor einem Chor zu stehen oder doch noch Teil eines Chors beispielsweise, als ein Solo-Auftritt zu haben.

00:23:03: Weil manchmal ist es ja auch so man wäre jetzt Schauspielerin und die switchen irgendwann mal auf die Geschichte backstage oder davor auf die Treppe.

00:23:18: Ich glaube schon die Mischung ist schön aber ich mag natürlich bei mir auch.

00:23:21: Ich bin jetzt über fünfzig da verändert sich natürlich auch die Stimme Und mein Schwerpunkt ist natürlich jetzt mehr Schule.

00:23:27: Ich arbeite hundert Prozent in der Schule und da wird es singen weniger, aber man wird natürlich auch erfahrener was die ganze Organisation das Ganze drum rum auch Programmen Gestaltungen anbelangt.

00:23:37: und mir macht schon viel Freude dass ich jetzt in dieser Phase wo wir vielleicht nicht mehr so viel singe um die Möglichkeit habe meine Ideen trotzdem auszuleben und das andere Menschen weiterzugeben.

00:23:48: Das ist schon etwas was mir sehr sehr großen Spaß macht.

00:23:51: Gibt es irgendwie eine Übung?

00:23:53: als letzte Frage, wenn jetzt jemand hört und denkt sich auch ok singen?

00:23:56: Das hört sich ja echt super interessant an.

00:23:58: Ich habe da ein Stimmvolumen.

00:24:00: Gibt's einen anderen noch ein bisschen mehr inspiriert?

00:24:05: Trainier das doch mal daheim und dann merkst du schon, du bist lauter oder leiser, höher oder tiefer?

00:24:12: Also es gibt vielleicht nicht die Übung.

00:24:14: aber was die Grundlage allen Singens ist, ist die Atmung!

00:24:17: Und man kann seinen Atem trainieren.

00:24:20: Das hat ja auch mit ganz vielen Muskeln zu tun.

00:24:23: und gut einzuatmen, nicht oberflächlich.

00:24:27: Und dann den Atem zu kontrollieren – das ist was, was jeder Sänger trainiert!

00:24:31: Auch jeder Bläser, jeder Sprecher sieht sich in ihrer Ausbildung.

00:24:34: Insofern muss man sich erst mal um die Atmung kümmern.

00:24:38: Das ist die Basis von allem singendes.

00:24:41: Tönendeausatmung

00:24:43: Das ist ein schönes Schlusswort.

00:24:44: Ich sage herzlichen Dank, Gerdre Thieme Haslach hier bei mir im Studio.

00:24:49: Alles Gute!

00:24:50: Teutäu-Teu für die Zukunft und ihre vielen Projekte

00:24:53: Vielen Dank.

00:24:54: Der Allgäuhit Kaffee

00:24:56: Clutch wurde präsentiert von

00:24:58: den Lebensgestaltern.

00:24:59: Stundenweise Zuwendung

00:25:01: stattgetakteter Hektik

00:25:03: Dein ambulanter Dienst im Allgäusch für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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