Barbara Birk – Goldener Regenwurm

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Barbara Birk, Preisträgerin des „Goldenen Regenwurms“ von Bioland. Sie gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit, ihre Leidenschaft für nachhaltige Landwirtschaft und erklärt, warum gesunde Böden die Grundlage für unsere Zukunft sind. Eine inspirierende Geschichte über Engagement, Innovation und den Wert ökologischer Landwirtschaft.

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00:00:02:

00:00:15: Heute ist mein Gast Barbara Birk.

00:00:16: Schön, dass du da bist, Barbara!

00:00:18: Herzlich willkommen!

00:00:20: Schönen vielen Dank, dass ich da sein darf.

00:00:22: Ich darf noch gratulieren.

00:00:24: das war Ende Februar habt ihr eine ganz tolle Auszeichnung bekommen nämlich den goldenen

00:00:30: Regenbund.

00:00:30: Ja, genau so ist es von Bioland.

00:00:32: Von Bioland?

00:00:34: Du bist in Weidnau-Hellengerst, seit ihr zu Hause habt einem Biolandwirtschaftshof.

00:00:39: Ist das da richtig von der Formulierung her und wie es dazu kam dass du den Goldenen oder ihr den goldenen Regenwurm bekommen hast und was das überhaupt für eine Auszeichnung ist.

00:00:49: Das ist nämlich schon so wie der Film Oskar.

00:00:52: Genau!

00:00:53: So kann man sagen der Oscar vom Bioland.

00:00:55: Es riecht sich heute im Kaffeeklatsch alles um die Landwirtschaft.

00:00:58: Im Allgemeinen, aber auch um die Bio-Landwirtschaft im Speziellen, war Barbara Birk nochmals herzlich willkommen von Hellengerst.

00:01:07: Bio

00:01:08: ist nicht gleich bio und den Anhang Bio findet man in verschiedenen Gütesiegeln oder von der Zertifizierung vielleicht auch der Hüfe hier.

00:01:18: Ihr seid Bioland?

00:01:21: Genau!

00:01:21: Wir sind ein Biolandbetrieb haben uns dafür damals entschieden, weil wir auch mit der Molkerei, wo wir zusammengearbeitet haben.

00:01:27: Die haben damals gesagt sie arbeiten mit Bioland zusammen und deswegen sind mir damals zu Bioland kommen.

00:01:32: Es gibt natürlich verschiedene andere Anbauverbände die alle andere Voraussetzungen

00:01:35: haben.

00:01:37: Kannst du dir wichtigsten vielleicht aufzählen für Bioland?

00:01:41: Also Bioland hat sieben Punkte aber das Wichtigste ist glaube ich im Kreislaufwirtschaften.

00:01:46: Und da geht es darum dass man wirklich schaut Sachen, die man am Hof hat.

00:01:50: Dass man die verwertet und möglichst wenig von außen dazuholt, sodass es ganze eben einen schönen Kreislauf

00:01:57: gibt.

00:01:58: Ja.

00:01:58: Wie lange habt ihr die Landwirtschaft da?

00:02:00: Oder hast du auf den Hof geheiratet?

00:02:02: Bist du aus Helgengerst oder Weidner?

00:02:04: Nein

00:02:04: ich komme nicht aus der Landwirtschaft habe auf dem Hof geheiratete bin jetzt aber seit sechsundzwanzig Jahren da auf dem hof.

00:02:11: mein Mann hat den schon ein bisschen länger den Hof von seinen Eltern natürlich bekommen.

00:02:15: Und aber wir sind seit fast zwanzig Jahren jetzt ein Biolandrieb.

00:02:20: Und da war die Entscheidung relativ einfach damals, dass ihr sagt okay, wir fokussieren uns ein bisschen auf die regionalen Produkte oder auf diesen Kreislauf den du uns ja dann nochmals später auch ein bisschen genauer erläutern wirst gerade was Futter angeht.

00:02:36: jeder der mal in einen Bauernhof nachgeschaut hat der weiß ok die Kühe kriegen das und das zu fressen aber eben auch das nicht.

00:02:43: Genau also ich glaube Wächst mit der Zeit.

00:02:45: Also unser Betrieb hat sich ganz schön entwickelt, seit ich auf diesem Hof bin.

00:02:49: Wir hatten eine anbinde Landwirtschaft oder Anbindehaltung von Srekyl.

00:02:52: Dann hat man gesagt er möchte gerne einen Laufstall bauen und dann haben wir einen Lufstall gebaut und der war dann schon auf Bio ausgerichtet.

00:02:58: aber dass man das dann umsetzen hat da noch ein paar Jahre dauert und so hat es sich pöpö also mal probiert dann ganz viel aus und schaut was passt zu mir?

00:03:05: Was passt nicht zu mir Was müssen wir wieder verwerfen, was können wir uns vielleicht auch leisten?

00:03:10: Also es sind ganz viele verschiedene Sachen die da mit rein spielen.

00:03:12: Das ist ja auch schön wenn man sieht dass sich so ein Hof oder auch die Methodik weiterentwickelt hat das es da irgendwo gar nicht in Stillstand gibt sondern man guckt und ergänzt und ergäntzt und das passt vielleicht auch zum Lebensmotto.

00:03:26: Genau du sehst auch also vor allem auch die Menschen die darauf leben weil das vergisst mal oft man zieht immer so einen Hof und dann hat man eine Vorstellung wie das laufen muss.

00:03:34: Aber jeder hat ja andere Talente und andere Berufe vielleicht auch.

00:03:38: Also ich komme ja jetzt eben nicht aus der Landwirtschaft, ich komme aus der Hauswirtschaft und dass man sich da so einbringt... also da muss man erstmal seinen Platz finden weil jeder der schon vorher da war die älteren Generationen dann weiß jeder schon wie es läuft und selber musst du dann erst mal schauen wo darf ich denn eigentlich stehen?

00:03:53: Wo darf ich sein?

00:03:54: ist eine Herausforderung für alle Beteiligten.

00:03:57: Da passt das aber mit der Hauswirtschaft eigentlich ganz gut, oder?

00:04:00: Von der Kombination her also so jetzt einfach mal als Außenstehende betrachtet.

00:04:06: Genau, das ergänzt sich sehr gut weil mein Mann produziert und ich darf es verarbeiten.

00:04:11: In welcher Form?

00:04:12: Das ist ganz unterschiedlich!

00:04:13: Also ihr seid an Milchviehbetrieb oder ist das Grünland Landwirtschaft?

00:04:18: Genau, also im Algo sind wir natürlich... Wir sind jetzt eher auf tausend Meter.

00:04:21: da hat man kein Ackerbau sondern dann hat man wirklich GrünLand Und daraus ergibt sich die Milchwirtschaft, also wir haben natürlich um die fünfzig Kühe und die produzieren Milch.

00:04:32: Genau!

00:04:33: Dann gibt es aber auch selbstgemachten Butter- und Kiesel?

00:04:37: Das ist ja glaube ich das was man immer sich sehr romantisch vorstellt.

00:04:40: Ganz so funktioniert's nicht.

00:04:41: Wir sind schon welche, die sehr viel selber machen, aber alle schaffen wir nicht.

00:04:46: Also mir hat zum Beispiel eine mobile Hofkäserei, die zu uns auf den Hof kommt und die aus unserer Milchkäse macht Und wir haben auch schon selber puttet, aber aktuell schaffen wir es einfach gerade nicht.

00:04:56: Jetzt habe ich eingangs sehr von diesen goldenen Regenwurm gesprochen und das ist eine Auszeichnung!

00:05:01: Es ist die Auszeichnung der Landwirtschafts-Oscar von BioLand.

00:05:07: Wenn man diese Urkunde oder gibt's da einen goldenen Regenwurm dazu?

00:05:13: Also als kleine Figur zum Aufstellen

00:05:16: Tatsächlich habe ich mir das auch so vorgestellt, aber es ist eine Anstecknadel die man dann praktisch überall mit hintragen kann und wir haben natürlich auch einen Plakat oder ein Bilderrahmen bekommen den ich bebracht hab.

00:05:28: Genau!

00:05:29: Das kriegt man auch zumal an die Wand hängen.

00:05:31: Vielleicht müsstest du uns den Hof einmal beschreiben?

00:05:33: Tausend Winterhöhe hast Du ja schon gesagt also hellen Gas ist ein bisschen weiter oben da wächst nicht mehr so viel.

00:05:41: Welche Größe hat der Hof und auf was habt ihr euch vielleicht auch ein bisschen spezialisiert, sofern ich das

00:05:47: sagen kann?

00:05:48: Genau.

00:05:49: Ihr habt ja schon gesagt wir haben fünfzig Milchkühe.

00:05:51: aber bei uns war praktisch die Geschichte, dass auf unserem Hof immer ein zwei Original-Algar-Brownvieh-Kühe mitgesprungen sind in der Herde also gerade am Anfang auch wo mein Schwiegervater nur den Hof gehabt hat Und aus dem raus ist es dann entstanden.

00:06:06: oder uns ist dieses Konzept von diesen Archehöfen über einen Weg gelaufen.

00:06:10: Da hat man drei vom Ausstärken bedrohte Haus- oder Nutztierrassen.

00:06:13: Es gibt so eine rote Liste, wie für Pflanzen auch.

00:06:16: Gibt

00:06:16: es das auch für Tiere?

00:06:17: Und aus diesen Originalen und dieser einen Kuh die wir damals gehabt haben ist jetzt mittlerweile unsere Herde entstanden.

00:06:26: Die hat mein Mann praktisch gezüchtet und dieses Archehofkonzept habt eben gut reingepasst und wir haben noch braune Bergschafe und auch Augsburger Hühner.

00:06:35: Also da wunselts doch ein bisschen auf dem Hof.

00:06:39: Jetzt hast du das Allgäuer Braunvieh, also des Originalallgäuers Braunviehh angesprochen?

00:06:44: Ich hab davon schon gehört die sind ein bisschen kleiner, ein bisschen kurzbeiniger, ein bißchen stämmiger, robuster und muskulöser.

00:06:51: Das was wir auf den Weiden da draußen sehen ist nicht das Originalallgeuer Braun Viehh.

00:06:57: Genau!

00:06:58: Die originalen wie Du es beschrieben hast den kleinen Stämmiger geben allerdings auch weniger Milch.

00:07:03: Aber dafür ist es eine Zweinutzungsrasse, also sie liefern uns auch Fleisch.

00:07:06: Dass man jetzt so als Laie draußen die Kühe, die auf der Weide dann hoffentlich im Sommer auch sind?

00:07:13: Das ist reine Milchkuh wenn ich das

00:07:16: so sagen kann.

00:07:17: Genau!

00:07:17: Also gerade die Kälber setzen oder halt auch die Jungtiere setzen natürlich nicht mehr das Fleisch an aber wir leben davon.

00:07:23: Also mir gleichen praktisch dass wir weniger Milchs haben gleich mit durch die Direktvermarktung aus und vermarkten Und vermarkten eben Rindfleisch und Kalbfleisch zum Beispiel von denen.

00:07:34: Also alles, das ist wieder dieser wirtschaftliche Kreislauf auf, dass alles irgendwo am Ort oder am Hof bleibt und da den Weg dann auch nach draußen findet quasi über jemand der direkt bei euch

00:07:47: einkauft

00:07:48: kann ein schönes Steg vom Allgäuer Braunvieh.

00:07:52: Es geht natürlich auch from nose to tail also mir schon vermarkte Paketen sodass wirklich alles vom Tier verwertet ist und nicht was übrig bleibt.

00:08:00: Das ist uns ganz wichtig, das spielt auch alles in diesen Kreislauf mit rein.

00:08:05: Jetzt für diese Auszeichnung Goldener Regenwurm.

00:08:09: es gibt ja verschiedene Auszeichnungen von verschiedenen Verbänden auch.

00:08:14: Wie ist das abgelaufen?

00:08:15: Mit dem goldenen Regenworm?

00:08:17: habe ich da Eigeninitiative erst zu schicken oder nein Ich werde aus dem Verband irgendwie ausgewählt eben weil eins zwei drei vier

00:08:26: Genau, also wir sind da vorgeschlagen worden.

00:08:28: Wir waren auch total überrascht und haben damit überhaupt nicht gerechnet.

00:08:30: Aber wir standen ja immer daheim rum.

00:08:32: Und dann haben die uns eben angerufen und gesagt, dass wir da vor geschlagen worden sind.

00:08:36: Das ist eigentlich Verleihung.

00:08:38: Es gibt diese Bioland-Woche im Klusche Plankstätten.

00:08:42: Im Rahmen von dieser wird es an uns verliehen.

00:08:46: Also wir waren wirklich sehr überraschend!

00:08:48: Die sind dann auch in Vorfeld kommen und haben schon ganz schöne Bilder gemacht, die dann auch Zeit geworden sind an der Veranstaltung.

00:08:55: Ja, das war also sehr spannend.

00:08:57: Man tut natürlich was dafür aber man wird vorgeschlagen als... Also man muss sich selber nicht bewerben da drüben.

00:09:03: Das ist ja eigentlich noch ein mehr ehrlicher Preis ohne dass ich jetzt da irgendwelche

00:09:09: Formulare

00:09:10: ausgefilte und ich hätte ganz gern sondern es ist wirklich eine Wertschätzung eurer Arbeit, eurer Intention, eure Jahrzehntelangen Dasein auch in der...

00:09:21: Ja genau!

00:09:21: Es ist total schön.

00:09:22: so sichtbar wird dann auch.

00:09:24: Also dass man gesehen wird vom Verband, damit haben wir einfach überhaupt nicht gerechnet.

00:09:29: also weil man denkt ja andere machen ja auch vieles toll aber das wird es dann so toll finden, dass man den Auszeichen noch kriegt.

00:09:35: Damit haben wir wirklich nicht gerechnet.

00:09:37: Wie war das?

00:09:38: Wie weit im Vorfeld habt ihr das gewusst?

00:09:40: Die waren da ein bisschen zu dokumentieren natürlich auch zu überprüfen.

00:09:44: wahrscheinlich ist es so wie man vielleicht über euch spricht.

00:09:49: Also wie gesagt,

00:09:52: wir haben den Anruf gekriegt von Bioland und dann haben die uns dann ja da die eben gesagt dass mir diesen Preis kriegen sollen.

00:09:59: Und wir sollen eben daran hinkommen und das ist schwierig weil also zu zweit kannst du immer schlecht weg auch mit Kindern.

00:10:07: Das war schon aufregend.

00:10:09: wenn sie kommen und diese Bilder dazu machen macht einfach Spaß.

00:10:13: Einfach mal was Besonderes und was Schönes.

00:10:15: Jetzt hast du ja gesagt, es gab auch einen Rahmen mit dieser Urkunde oder mit dieser Auszeichnung.

00:10:20: hat sie da schon ein Plätzchen bei euch auf dem

00:10:22: Hof?

00:10:22: Der Herr Wolfen hatte eine große Vorstellung wie er das macht.

00:10:25: Also mein Mann hat jetzt noch den Altholzrahmen schon vorbereitet, der Tare ist alles wieder raus gebaut damit ich's überhaupt mitnehmen kann.

00:10:31: Nein!

00:10:32: Genau.

00:10:32: Und dann hat er schon ganz genaue Vorstellungen.

00:10:34: Das kommt für uns natürlich in Hofladen rein

00:10:37: In Hofladen.

00:10:38: Was vertreibt ihr dort.

00:10:39: oder was kann man bei euch im Hofladend?

00:10:42: Also

00:10:42: wirklich nur Produkte von unserem Hof, also bei uns gibt es halt verschiedene Wurstwaren, bei uns gibts auch Käse eben diese Fleischpakete aber das gibts immer noch einmal im Monat.

00:10:52: dann haben wir auch und das finde ich ein bisschen eine Besonderheit wenn man sieht ja auf dem Hof immer nur oder beim den Tier immer nur Milch und Fleisch.

00:10:59: jetzt bei einer Kuh zum Beispiel

00:11:00: Wenn man aber eine

00:11:01: Kuh schlachtet bleibt der z.B.

00:11:03: auch die Haut übrig und wir haben z. B. auch Paläder Produkte, weil mir das immer wichtig ist dass man alles verwertet.

00:11:09: oder wir haben auch paar Schafprodukte.

00:11:11: Das heißt also ein bisschen Wolle die man bei uns kaufen kann.

00:11:14: Also wirklich rein nur Produkte von uns und was auch noch dazukommen soll sind einfach Milchprodukte.

00:11:19: also aktuell gehen wir das ja nie Malkerei ab aber das wollen wir auch noch selber vermarkten.

00:11:23: Also dass irgendwann so diese komplette Kreislauf, wie du hast gesagt.

00:11:26: Da kommt ein so so eine mobiler Käsewagen hier.

00:11:29: also es wird dann schon irgendwie auf dem Grund bei euch gemacht aber zu richtig final das komplett der Kreislauch dann bei euch aufm Hof zu finden.

00:11:38: Genau!

00:11:38: Der Käser wird bleiben aber wir wollen gerne Frischmilch und Joghurt machen.

00:11:42: Ich nenn's jetzt einfach mal so ihr seid Preisträger des Gold in den Ringwurms Das stimmt ja auch wirklich.

00:11:47: die höchste Auszeichnung von Bioland Produktion ist ein großer Teil natürlich von eurem Tagesgeschäft, dieser wirtschaftliche Kreislauf oder auch dieser eigentlich ursprüngliche landwirtschaftliche Kreislauf.

00:12:01: Den lebt ihr, den habt ihr wieder eingeführt auf euren Hof und Bildung!

00:12:06: Bildung, Wissen aus der Landwirtschaft weitergeben – auch das gehört zu deinem Bereich?

00:12:12: Genau, das sind zwei paar Stiebel würde ich jetzt mal sagen.

00:12:15: zum einen für Schulklassen, für kleine Menschen große Menschen und welche, die auch diesen Beruf lernen wollen.

00:12:21: Und das habt ihr immer wieder bei euch auf dem Hof?

00:12:23: Und wie das genau ausguckt mit den Schulklassen?

00:12:26: Welches ist die meistgestellte Frage?

00:12:29: Das haben wir gleich hier im Kaffee klatschen!

00:12:31: Kindergarten-Kinner-Schulklassen sind da aber auch die Erwachsenen.

00:12:35: Gibt es die Frage der Fragen?

00:12:37: Welche ist die meist gestellte Frage für euch aufm Hof?

00:12:41: Ob's die Meisch gestellt ist weiß ich nicht, aber ich fand sie sehr spannend weil ich mir nie Gedanken darüber gemacht

00:12:46: habe

00:12:46: ob eine Henne

00:12:48: Eier legt

00:12:49: auch wenn kein Hahn dabei ist.

00:12:51: Das war so die Frage, und da kommt man selber oft gar nicht drauf weil... Und das ist das Spannende jetzt an meinem Beruf dass man sich über Sachen auch manchmal Gedanken machen

00:13:01: darf

00:13:02: wo man einfach für selbstverständlich hinnimmt aber wo jemand anderen der jetzt nicht aus der Landwirtschaft kommt der sagt warum ist es oder wie ist es?

00:13:11: Wie funktioniert's?

00:13:12: Es ist ganz wichtig dass wir da sind und zu Fragen beantworten

00:13:15: Ja oder auch als Erwachsener, dass man was fragen darf beim Landwirt seines Vertrauens ohne das man rot wird.

00:13:23: Sondern ja es ist vielleicht für uns ein bisschen fremd und keine Ahnung und für euch ist es das Tagesgeschäft und ihr seid sehr viel Aufklärung oder auch wie der Weg ist bis so eine Kartoffel aus dem Boden kommt?

00:13:37: Oder wie ist denn das dann nochmals mit den sieben Mägen der Kuh mit diesem Wiederkaun?

00:13:43: Wie funktioniert das?

00:13:45: Genau, dafür sind wir einfach da und deswegen haben wir Angebote eben für Schulklassen.

00:13:49: Es gibt auch ein tolles Programm das heißt Erlebnis Bauernhof wo die drei Stunden vom Freistaat Bayern im Endeffekt bezahlt bekommen.

00:13:56: dann habe ich aber auch erwachsenen Gruppen also in Form von Busgruppen zum Beispiel die zu uns kommen und eine Hofführung mitmachen und schauen wie mir so arbeiten.

00:14:05: und wenn man jetzt nicht in der Gruppe kommen kann oder will bieten wir immer jeden ersten Freitag im Monat eine Hofführung an Und jeden zweiten eine Kinderhochführung, wo man einfach uns so ein bisschen hautnah erleben darf und uns auch unsere Tiere zeigen, unseren Hof herzeigen.

00:14:22: Wo wir einfach Fragen stellen darf wie das ein oder andere funktioniert?

00:14:26: Ohne rot zu werden!

00:14:27: Genau ohne Rot zu werden

00:14:29: Das ist ganz wichtig.

00:14:31: Auch von den Erwachsenen her ist da auch.

00:14:33: irgendwie kristallisiert sich immer wieder die gleiche Frage Wie könnt ihr davon leben?

00:14:38: Kannst du das denn überhaupt machen?

00:14:40: Dreihundertfünfundsechzig Tage mehr oder minder auf dem Hof bleiben, zieht sich nicht mal außerhalb der Ackergrenze irgendwo hin.

00:14:48: Sind es auch solche Fragen?

00:14:49: Auf jeden Fall!

00:14:50: Also das beschäftigt die Leute dann schon wenn sie bei uns am Hof sind.

00:14:53: also ist ja eigentlich nur ein kleiner Einblick, die denen da

00:14:55: minchen.

00:14:56: Nur

00:14:56: kurze Zeit aber trotzdem merken Sie dann wie viel Verantwortung man da eigentlich hat für die Tiere, für die Landwirtschaft und für die Felder außen rum.

00:15:06: Für alles was man da so macht.

00:15:08: Man hat viel Verantwortung und man muss aber immer präsent sein, dieses Vielpräsentsein.

00:15:13: Und man ist einfach gewohnt heutzutage wo jeder sagt er mag in Urlaub fahren und mag weg und ob das dann für uns nicht schlimm ist?

00:15:19: Aber wir haben es ja eigentlich, wir wohnen da wo andere Urlaub machen, wir haben sehr voll schön!

00:15:23: Für uns steht es jetzt nicht an erster Stelle dass man nur dafür lebt in Urlaubs zu fahren sondern es geht einfach darum dass uns allen gut geht und den Tieren gut geht.

00:15:33: Ja, das ist doch sehr was.

00:15:34: Sehr viele Leute sind sehr beschäftigt wie dieser Alltag da sein soll.

00:15:38: Ja vor allem der beginnt ja wirklich im Morgengrauen.

00:15:40: Das ist ja nicht so acht Uhr, ach jetzt stehen wir mal auf Nenis und so ein ganz schneller Tagesablauf.

00:15:47: Seid ihr bei den Kühen im Stall?

00:15:50: Fünf Uhr ist es so, was man immer wird bekommt.

00:15:53: fünf Uhr ist man im Stall.

00:15:54: Also es handelt natürlich jeder ein bisschen anders.

00:15:56: Mein Mann steht wirklich jeden

00:15:57: Tag um fünf

00:15:58: auf.

00:15:59: Also ich stehe ein bisschen später auf, weil ich richtet die Kinder und so.

00:16:01: Mein Arbeitsbereich ist ein bisschen anders aber er steht jeden Tag um fünf auf.

00:16:06: Genau!

00:16:06: Er muss ja rechtzeitig fatig sein.

00:16:08: Um viertel nach sieben halb acht kommt dann auch das Milchauto jeden zweiten Tag.

00:16:11: da muss er natürlich dann fattig sein mit Melken und allem drum heran.

00:16:14: Und dann meinen ja viele es hat der Landwirt erst mal Pause kann frühstücken darf er natürlich auch wird er natürlich aber dann geht ja der Arbeitstag erst richtig los.

00:16:24: Dann sitzt man beieinander bespricht erstmal was ist heute fürs Wetter?

00:16:27: also das ist bei uns ganz Das ist bei uns eigentlich der entscheidende Faktor.

00:16:31: Was tun wir jetzt als Nächstes?

00:16:32: Was steht an, wenn es regnet, gehst du natürlich nicht raus und machst Feldarbeit sondern dann machst du wieder was anderes.

00:16:37: Und so ist im Endeffekt das Wetter plan praktisch unseren Tagesablauf und was halt aktuell geradezu ansteht.

00:16:44: Was ist Landwirtschaft für dich?

00:16:47: Das ist mehr als Beruf.

00:16:48: Das ist eine Berufung eigentlich!

00:16:50: Ja genau.

00:16:51: Ich finde es ist ne Vielfalt und ich komme nicht aus der Landwirtschaft und ich habe da erstmal so eintauchen dürfen was für ein breites Feld das eigentlich ist, wie viele Berufe das vereint.

00:17:03: Man sagt immer so Lapida Landwirt oder Bauer aber du musst ja auch so Tierarzt sein und dann auch Maschinen.

00:17:12: Man baut immer irgendwas also was mein Mann auch immer dann mauert oder man zimmert sich etwas zusammen oder schreitert dann wieder irgendetwas.

00:17:19: Also ich finde es sind ja so viele verschiedene Berufs- und mittlerweile finde ich das zu direkt vermarktisch.

00:17:24: Musst ihr noch ganz andere Bereiche abdecken Von denen glaube ich jetzt meinen Schwergewater sich nicht erträumen lassen, dass man sowas mal machen muss wie eine Internetseite und Social Media.

00:17:34: Und keine Ahnung was es alles

00:17:35: gibt!

00:17:36: Ja, ja.

00:17:36: Das sind Bereiche die sukzessive Überwehr dazu kommen.

00:17:39: nicht nur das was man draußen auf dem Hof oder in der Natur auf den Feld zieht sondern auch die Büroarbeit wird weniger und auch da... Die wird immer mehr?

00:17:48: ...die wird immermehr die bürokratischen Vorgaben und dann muss man auch irgendwelche gucken dass sich ein Fördertopf irgendwo anzapfen kann für irgendwas.

00:17:57: also so dieses drumherum wird nicht weniger aber du würdest auf keinen Fall mit irgendjemand

00:18:03: tauschen wollen Nee!

00:18:04: Auf gar kein Fall mehr.

00:18:06: Also wenn man das mal dann gewohnt ist und das Leben gewohnte, sind auch die... Wir haben ja auch tolle Produkte, die ich ja dann zur Verfügung habe.

00:18:12: Und

00:18:14: ja,

00:18:14: man isst auch sein eigener Chef!

00:18:15: Man darf sie zeitfrei einteilen.

00:18:17: Wir haben natürlich, würde ich jetzt mal sagen wir arbeiten schon ein Stück mehr als andere aber man macht es ja für sich dann auch und das ist schon ein Unterschied.

00:18:24: Ihr seid auch ein Ausbildungsbetrieb?

00:18:27: Das kommt sowas noch oft vor dass ein Hof Azubis hat?

00:18:33: Es gibt's, aber es ist natürlich nicht die Masse, die das macht.

00:18:36: Also dann musst du ja die Voraussetzungen dafür haben.

00:18:38: also sowohl jetzt mein Mann zum Beispiel, du brauchst ja den Maischen oder eine Ausbildung nachweis und bei mir ist das das gleiche in der Hauswirtschaft als ich habe die Technikverschule gemacht und hab eben da meinen Ausbildungsnachweis auch mitgemacht damals gleich und nur dann darfst du das auch machen und du brauchest natürlich auch ein bisschen die Varaussetzung dafür.

00:18:57: Also wenn du natürlich viele Arbeitskräfte am Hof hast, dann kommst vielleicht gar nicht auf die Idee sind nie viele Arbeitskräfte da gewesen und deswegen haben wir uns irgendwie da halt auch helfen lassen müssen immer schon.

00:19:11: Und ja, deswegen haben man schon relativ viele Auszubildende vor allem in der Landwirtschaft gehabt aber mittlerweile jetzt auch in der Hauswirtschaft.

00:19:18: Nein!

00:19:18: Habt ihr aktuell jemand?

00:19:20: Genau also in der landwirtschaft

00:19:21: haben wir

00:19:23: einen, der ist natürlich gerade aktiv und auch meine Auszubündende in der hauswirtschaft die hilft mir im haushalt aber auch im zeminarraum und so und dies grad bei den kindern.

00:19:32: Ja, wie ist da so die Nachfrage?

00:19:37: Müsst ihr stark danach suchen oder seid es wahrscheinlich auch als Ausbilderbetrieb gelistet.

00:19:45: Also habt ihr genug Nachfrage, dass ihr jeweils einen unterbringen kann und wohnen die man euch auf dem Hof?

00:19:51: Oder ist das schon so, die kommen zur Arbeit oder zu ihrem Tagesgeschäft und gehen dann wieder?

00:19:58: Sowohl als auch!

00:20:00: Wo gerade ein Hauswirtschaft da ist, die wohnt bei ihrer Oma in Kempten.

00:20:03: Der wo in der Landwirtschaft da is', der wohnt von uns und das wir haben eine Möglichkeit dass man bei uns wohn'n kann.

00:20:08: Weil fragt man jetzt noch keinen Führerschein haben oder jao das weiter weg iß dann rentiert sie sich ja nicht immer jeden Tag heim zum Fahren.

00:20:15: Das ist mal's Eine!

00:20:16: Und ähm... Dann hast du nur noch gefragt was war denn die Frage nochmal genau?

00:20:22: Wie die Nachfrage so ist ob ihr da die

00:20:24: letzten Jahre?

00:20:25: Die Nachfrage ist so-und-so Also in der Hauswirtschaft habe ich Nachfrage aktuell.

00:20:30: In der Landwirtschaft kommt es immer darauf an, wie viele natürlich auch gerade den Beruf lernen wollen und wir sind ja jetzt eine Landwirtschaft ... Wir sind ja nicht so, ich sage mal, der Normal-O ausbildungsbetrieb sondern wir sind sehr speziell und also gerade mit dem Bio und den alten Rassen.

00:20:46: das spricht jetzt auch nicht jeden an.

00:20:48: Da kommen wirklich welche die dann auch von einem Biobetrieb kommen und die wirklich auch diese Vielfalt interessiert.

00:20:54: auf das Nachfragen von weiblichen Lehrlingen, die dann auch vielleicht zum Studieren gehen oder die dann noch weiter machen wollen.

00:21:01: Also weil sie dann diese Vielfalt sehen und das ist für viele manchmal... Das finden die nicht so interessant.

00:21:06: Die wollen dann lieber

00:21:07: sehen wie man

00:21:08: noch schneller mehr höher weiter produzieren kann und das sind wir halt jetzt nicht.

00:21:12: aber für andere ist wiederum genau das interessant.

00:21:16: Weil du gerade die Mädchen angesprochen hast unabhängig jetzt von der Hauswirtschaft eine Azubine zu haben hat Habt ihr auch schon mal eine Art Zubine in der Landwirtschaft

00:21:26: gehabt?

00:21:27: Ja und nicht nur eine.

00:21:29: Also das ist, ja drei oder vier haben wir schon gehabt.

00:21:33: Ist wieder anders.

00:21:33: also die gehen anders oft an Sachen hin.

00:21:37: Es sind auch nicht jeder gleich.

00:21:38: Manche tun sich technisch leicht manche wiederum nicht.

00:21:41: so.

00:21:41: Das sind natürlich die Kelle eher die wo gern Traktor fahren und so Und oft sind dann die Damen die Feinfühle gerinnen aber gerne melken oder sich dann um die Tiere kümmern.

00:21:51: Also das gleicht sich wieder anders aus.

00:21:54: Jetzt hast du ja schon von eurem Hofladen auch einmal gesprochen, du hattest Leder!

00:21:58: Ich sehe da einen Ledergürtel, haste mir gerade vorhin gezeigt.

00:22:02: Einen Rindsleder-Gürtell.

00:22:04: ist es eine Tasche.

00:22:05: Ohrringe aus

00:22:07: Hohhorn.

00:22:08: Wie crazy ist

00:22:10: das denn?

00:22:11: Ja also das was mein Steckenpferd ist ich finde ein Hof ist wie so ne Schatzkiste eigentlich.

00:22:16: Wir hätten eigentlich mehr Produkte, wenn wir genauer hinschauen würden und mein Merk kauft halt einfach irgendwo einen billigen Gürtel.

00:22:25: Da denkt man nicht groß drüber nach.

00:22:27: aber eigentlich hätten mir die Ressourcen hier vor Ort und leider sind die Strukturen ein bisschen verschwunden.

00:22:32: Man muss wirklich lang suchen bis man Leute findet wie den Gerber oder jemanden hat der das dann auch weiterverarbeiten kann.

00:22:39: da braucht man einfach ein bisschen und braucht ein bislang lange in Atem und auch Leute die so eine Idee mitspinnen.

00:22:46: Aber das ist das, was mir Spaß macht und was ich gerne viel mehr noch ausbauen würde.

00:22:50: Weil ich denke mal wir hätten soviel vor Ort und es schadet wie viel in Anführungszeichen weggeschmissen wird weil man dem keine Beachtung schickt.

00:22:57: Jetzt grad klar, man denkt in erster Linie Kälpien oder auch einen Rind An das Fleisch?

00:23:04: Aber klar, da sind ja die Hörner da.

00:23:06: Da ist das Fell da.

00:23:08: Die Haut da!

00:23:09: Das Horn mit dem Horn finde ich interessant.

00:23:12: Ihr

00:23:12: habt auch

00:23:13: einen Internetauftritt gehört.

00:23:15: in der heutigen Zeit im dritten Jahrtausend einfach dazu.

00:23:19: Wie heißt denn eure Adresse?

00:23:21: Dass man aber raufklicken kann und ein bisschen reinspitzen kann.

00:23:24: Bio-Berg.de.

00:23:26: Eigentlich leicht... Zu merken oder?

00:23:28: Eigentlich

00:23:28: leicht zu merken, genau.

00:23:30: Was ist so dein Ziel oder deinen Wunsch für die Zukunft?

00:23:34: das noch mehr Interesse vielleicht auch bei den Bürgern, bei den Menschen draußen für regionale Produkte dass es das was es vor Ort gibt und diese kurzen Wege wird ja immer oft gern genannt.

00:23:46: Kurze Wege wenig Transportwege frisches und regionales gesundes führt zu Hause.

00:23:52: Genau also dass die Leute noch mehr regional einkaufen.

00:23:56: Ich denke, es passiert schon viel und es hat sich auch viel entwickelt die letzte Zeit aber es darf noch viel, vielmehr kommen.

00:24:02: Vielmehr regional.

00:24:03: Auch diese Wertschätzung darum machen mir also viel Bildungsarbeit.

00:24:06: dass die Leute zu uns kommen dürfen und sich's anschauen dürfen das man versteht.

00:24:10: warum kostet jetzt das einfach mehr?

00:24:12: Warum kostet das Eier einfach mehr von dem Biobetrieb als normales wenn sie einfach raus dürfen im Sommer Wenn die alle raus dürfen die Tiere Das macht einfach unglaublich viel Arbeit Diese Sachen Dass die Leute das einfach sehen und dann vielleicht auch mehr wertschätzen, warum wir manches so machen.

00:24:27: Und das finde ich natürlich sehr schön, dass es noch mehr vorangeht und auch für uns, dass mir einfach angenehm davon leben müssen, dass man nicht drum kämpfen muss sondern dass man angenehmen davon leben kann.

00:24:38: Das finde ich auch sehr schön und dass man möglichst alles was wir produzieren am Hof selber vermarkten.

00:24:43: Das wäre unser Traum, dass wir gar keinen Zwischenhändler mehr haben, sondern dass wir alle selber bei unserem Hof selber vermarkten.

00:24:52: Deinen Einblick heute bei uns im Kaffeklatsch und alles Gute euch!

00:24:55: Vielen Dank, dass ich da sein hab dürfen.

00:24:57: Der

00:24:58: Allgäu-Hit Kaffeeklatsch wurde präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:25:03: Stundenweise Zuwendung stattgetakteter Hektik.

00:25:06: Dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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