Wenn Aufgeben keine Option ist – Felix Brunners Kampf zurück ins Leben

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir über die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Felix Brunner. Nach einem schweren Schicksalsschlag, der sein Leben grundlegend veränderte, kämpfte er sich mit beeindruckender Willenskraft zurück ins Leben. Wir beleuchten seinen Weg durch Schmerz, Zweifel und Neuanfang – und wie er es geschafft hat, mentale Stärke zu entwickeln und anderen Menschen Mut zu machen.

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00:00:01: Der Allgäuhit Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung

00:00:07: statt getakteter Hektik,

00:00:09: dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

00:00:14: Heute mein Gast zum Wochenstart Felix Brunner aus Hopfvoraue.

00:00:19: Schön, dass du da bist, Felix.

00:00:20: Servus.

00:00:21: Hi, freu mich

00:00:22: Wir haben gerade bevor es losgegangen ist, hab ich dich gefragt.

00:00:25: Wie kann ich dich am besten bezeichnen benennen?

00:00:29: Es sind so viele Geschichten die sich bei dir vereinen quasi.

00:00:34: Buchautor habe ich angemerkt gehabt.

00:00:36: ja ihr hast ein Buch geschrieben.

00:00:39: dann Vortragsredner ergänzt du das doch bitte mal sehr gerne

00:00:44: Neudeutsch wärst der Keynote Speaker der Vortragesredner genau?

00:00:48: nein ich bin Original Allgäuer Ich bin Mensch.

00:00:52: Ich möchte andere Menschen inspirieren, ich möchte anderen Menschen mit meiner Lebensgeschichte motivieren.

00:00:59: Ich stehe aber auch hier wirklich für die Werte, die wir hier haben – für die Sicherheit und für die Stabilität.

00:01:05: Ich bin aus Hopfarau ein kleines Dorf im Australgäu wo die Welt noch wirklich in Ordnung ist.

00:01:12: Aber dennoch steh' ich wirklich auch für die Zukunft, für die Veränderung, für den Progress Lust haben auf Neues und vor allem aber, dass wir keine Angst haben vor Veränderungen.

00:01:26: Und auch vor Krisen weil die passieren.

00:01:29: und genau das möchte ich mit meiner Arbeit als Vortragsredner als Mensch der auch ein Stück weit ja in der Öffentlichkeit steht nach Außentragen.

00:01:41: Einmal um die Welt Felix!

00:01:42: Das trifft über dir eigentlich auch zu.

00:01:44: du bist

00:01:45: international

00:01:46: gefragt und unterwegs.

00:01:50: Wir fangen aber an den Hopfvorao.

00:01:51: Du hast es schon so schön eingangs gesagt, du bist hopfvaraowabuap!

00:01:55: Das ist sehr verboten.

00:01:57: Ja,

00:01:57: absolut.

00:01:59: Der dann doch auch wieder in ganz Deutschland und Europa... unterwegs

00:02:02: ist.

00:02:03: Ja und immer wieder gerne zurück zu den Wurzeln kommt?

00:02:06: Absolut,

00:02:06: absolut!

00:02:07: Vielleicht ein bisschen was zu deiner Lebensgeschichte gab einmal vor etlichen Jahren muss man inzwischen auch schon sagen... Ein ganz markantes einschneidendes Erlebnis das irgendwie dein Leben und dass deiner Familie deines Umfelds ja von heute auf morgen quasi einmal umgedreht

00:02:25: hat.

00:02:26: vielleicht mag's anspezieren nur dass wir so einen kleinen Lebensweg von dir bekommen Wie du zudem auch heute geworden bist, was du bist.

00:02:35: Was einen prägt, was dich angetrieben hat und was dich weiter anspornt.

00:02:41: Auch natürlich mit dem Blick

00:02:42: nach vorn!

00:02:43: Ja, also ich bin ein Urallgäuer.

00:02:46: Bin im Allgäu geboren aufgewachsen und meine Eltern beide Bergsteiger gewesen haben sich glaube ich auch beim Berggspott kennengelernt.

00:02:53: Nein!

00:02:53: Absolut genau.

00:02:54: und dann war es natürlich klar dass man mit diesem kleinen Baby Felix dann auch mitten in die berge geht und Skifahren klettern Mountainbiken.

00:03:01: wirklich von klein auf war ich da immer mit dabei draußen in der Natur später in der Pubertät natürlich da ein bisschen revolutioniert, mich ausgemandelt.

00:03:12: Muss ich jetzt nochmals

00:03:13: auf den Agen steinen

00:03:14: oder?

00:03:14: Ja genau so nach dem Motto und später aber dann tatsächlich auch wieder ohne die Eltern zum Bergsport gefunden über den Alpenverein, über die Jungmannschaft war dann auch in der Bergrettung hab dann sehr schnell auch die Ausbildung zum Bergretter gemacht, war damals einer der jüngsten fertig ausgebildeten Bergrettern schon mit sechzehn Jahren.

00:03:32: Mit

00:03:32: sechszehn muss man sich mal vorstellen das ist echt heftig!

00:03:33: Ja ja genau alles abgeschlossen

00:03:36: und dann auch im Berggesport halt unterwegs gewesen nicht mehr mit den Eltern sondern aus eigenem Willen mit den Kumpels und daran schon auch sehr ambitioniert.

00:03:47: und im Jahr ist mir dann tatsächlich etwas Schlimmes passiert.

00:03:54: Auf dem Rückweg einer Eisklettertour bin ich ausgerutscht und bin in ein Bachbett, in eine Schlucht, dreißig Meter abgestürzt und habe mich dabei unglaublich schwer verletzt.

00:04:06: Es folgte eine hoch komplizierte Rettung mit Helikopter.

00:04:11: Ich kam nach Murnau ins UKM und lag da tatsächlich acht Monate im künstlichen Koma.

00:04:16: War nicht so.

00:04:17: Ich war

00:04:17: heftigst verletzend.

00:04:20: hundert Bluttransfusionen, achthundert Bluttransfusion auch benötigt um zu überleben.

00:04:25: Wo das siebzigmal operiert und das Leben die Ziele die ich hatte die waren durch diesen einen Schritt den nicht so weit gegangen bin natürlich erst mal komplett verstört.

00:04:39: Aber

00:04:39: hast du dann da quasi auch so ein Filmriss wenn du über Monate im Koma bist oder man ist in so einem tiefen Du

00:04:48: bist in einem Loch auf jeden Fall.

00:04:50: Man hat Komaträume, das sind wirklich keine schönen Gedanken die man da hat.

00:04:56: Ich kann mich auch noch daran erinnern genau.

00:04:58: es ist aber wirklich so dass sie mich jetzt nicht irgendwie einholen oder belasten das kann ich auch so sagen und die Zeit war natürlich nicht einfach vor allem für meine Familie.

00:05:08: von meinen Eltern Es hieß auch der Felix wird diese Verletzungen nicht überleben.

00:05:12: ich habe aber überlebt und hab tatsächlich nie den Mut da verloren.

00:05:18: Und vor allem aber, weil ich Menschen hatte die mich begleitet haben allen voran meine Familie, meine Freunde ganz viele tolle Ärzte.

00:05:25: Das ist

00:05:25: so wichtig.

00:05:25: dieses Auffang dieses doppelte oder dieses zweite Netz unter einem?

00:05:29: Genau genau!

00:05:30: Unglaublich wichtig.

00:05:31: die Familie, die Freunde hat tolle Ärzte, tolle Physiotherapeuten und ich habe mich wieder zurückgekämpft schnell auch wieder ziele ambitionierte ziele und dann bin ich zum behinderten sport gekommen ja vielleicht sogar auch eher zum behinderten extrem sport

00:05:48: würde ich schon eher.

00:05:49: das weitere jetzt einfach mal so sagen.

00:05:51: also ein highlight aus meinem zweiten leben war an zwei tausend dreizehn als ich wirklich als erster rollstuhlfahrer mit einem handbike offroad die alpen überquert hat von meinem heimatort füßen also neben der hopfarout füssen kennt natürlich eurer an den garasee Auf die Südseite der Alpen, vierhundertachzehn Kilometer zwölftausend Höhenmeter und das Ganze in neun Tagen.

00:06:16: Und das richtig coole war... Ich habe es mit meinen Bergsteigerspezeln gemacht, mit denen ich früher unterwegs war vor meinem Unfall.

00:06:24: Und auf diese Art dann eben auch nach meinem Unvollen.

00:06:29: Das waren unglaublich intensives schönes Erlebnis!

00:06:33: Es hat bis heute auch keiner wiederholt so eine Tour, so ein Projekt.

00:06:37: Ich erinnere mich unglaublich gerne an diese Zeit zurück.

00:06:40: Wir haben gerade über das Motor, über dein Lebensmotor gesprochen beziehungsweise ich lag nicht falsch stillstandes Rückschritt Stillstand soll es nicht geben.

00:06:50: du bist jemand der nur und ausschließlich nach vorne guckt natürlich geprägt von dem was dir widerfahren ist aber an sich hast immer ein

00:06:59: Ziel

00:07:00: was angepeilt wird Und diese Energie, die du versprühst, die gibst du weiter unter anderem auch als Vortragsredner.

00:07:09: Wann hat sich das so herauskristallisiert?

00:07:11: Dass Du – ich nenn's jetzt mal in Anführungszeichen – Motivator bist für andere!

00:07:17: Das ist eine ganz interessante Geschichte.

00:07:20: und dann ein bisschen dazugekommen wie die Jungfrau zum Kind Ja Ich war in der Reha-Klinik nach meinem Unfall und da haben die Physiotherapeuten gesagt, du musst deine Geschichte erzählen Du hast ja auch kein Problem, du hast ein lockeres Mundwerk.

00:07:36: Erzähl doch deine Story immer am Begrüßungstag des Madinstags der neuen Patienten und habe ich keine Probleme damit.

00:07:45: und so habe ich da angefangen und habe tatsächlich für einen Vortrag mein erstes Geld.

00:07:52: Auch dafür bekommen zwanzig Euro pro Vortrag Cash auf die Hand und so hat das Ganze dann auch seinen Lauf genommen.

00:08:01: Und dann kam über Connections noch ein Vortritt bei einem Verein dazu oder bei einer Schule, ich habe dann auch die sportlichen Projekte angegangen und die wurden dann auch mit Sponsoren vermarktet letztendlich.

00:08:14: Dann hab' ich da wieder Vorträge drüber gehalten.

00:08:18: Ja, so hat es seinen Lauf genommen.

00:08:20: Mittlerweile bin ich in ganz Deutschland eigentlich international auch schon im Dachraum also Deutschland Österreich-Schweiz auch in Englisch unterwegs und ich bin da aber im Corporate Speaking Bereich unterwegs.

00:08:36: Also ich halte Vorträge für Unternehmen zu den Themen Umgang mit Krisenumgang mit der Veränderung Das Thema Change Management ist unglaublich wichtig für die Wirtschaftswelt, ich meine man muss nur raus gucken.

00:08:51: Wir haben international Unruhen es ist nichts mehr planbar und da müssen wir uns einstellen drauf und das wird in der Zukunft auch weiterhin so bleiben.

00:09:03: und da ist das Thema Mindset einfach unglaublich Wichtig.

00:09:07: und so Punkte wie Agilität Anpassungsfähigkeit schnelle Anpassung

00:09:12: Dieses Spontane umswitschen.

00:09:14: Das ist der Kiel für die Zukunft und man muss sich nur selbst ein bisschen angucken und fragen, vielen fällt das nicht einfach mit heftigsten Veränderungen schnell wieder klarzukommen?

00:09:27: Und da machst du das jetzt eigentlich hauptberuflich oder wenn ich da jetzt eins und eins zusammenzählt?

00:09:32: Ich bin

00:09:33: ich bin selbstständig tatsächlich mittlerweile auch seit fünfzehn Jahren.

00:09:37: Ja, ich mach das hauptsperfekt.

00:09:38: Ich bin aber auch noch Botschafter für den Blutspernedienst zum Beispiel Auch das aufgrund von meiner Geschichte.

00:09:46: Ich vertrete sehr, sehr vielen Menschen die nur überleben konnten weil es Menschen gibt die Blutspenden.

00:09:53: Jeder dritte Mensch braucht im Leben mal eine Bluttransfusion.

00:09:56: in Bayern brauchen wir am Tag zwei tausend Transfusionen in den Kliniken und die müssen auch herangeschaft werden.

00:10:03: Und das

00:10:04: macht der Blutspernedienst des Bayerischen Roten Kreuzes, für den setze ich mich ein.

00:10:08: Du hast es auch schon öfters erwähnt, auch in anderen Medien wie viele Liter Blut

00:10:14: du

00:10:14: in Summe bekommen hast bis sie dich... Ich sag's jetzt einmal zusammenflickt haben wir so, dass es dich so gibt wie es dich jetzt gibt!

00:10:23: Es sind achthundert Liter Blut, die ich über die lange Krankenhauszeit, über die vielen OP-Sin weg benötigt habe.

00:10:30: Das ist zweimal eine Badewanne voll, das ist eine unglaubliche Menge!

00:10:33: Es

00:10:33: ist eine unglaubliche Menge vor allem wenn man das so unmittelbar gegenüberstellt zu diesen gut zwei tausend Blutspenden, die in Bayern wohlgemerkt also im gesamten Freistaat in den Kliniken benötig werden.

00:10:47: und dann diese achthunderte Liter... Ich hab mal eine

00:10:49: Mitarbeiterin aus der Blutbank kennengelernt Die kannte mich vom Etikett.

00:10:55: Wahnsinn!

00:10:56: Vom Barcode, die kannte meinen Barcode.

00:10:59: Das ist ja unfassbar oder?

00:11:01: Das ist sehr

00:11:02: wahnsinn.

00:11:02: Die konnte ich dann mal persönlich kennenlernen und der hat auch ein Stück weit danken.

00:11:05: sagen war auch sehr, sehr

00:11:06: cool.

00:11:07: Woher ziehst du deine Energie, deinen Lebensmut, die positive

00:11:12: Einstellung?

00:11:14: Ich glaube sie habe ich ein Stück weiter in mir.

00:11:17: aber das Thema Umfeld Familie Freunde und das warum Warum macht man das?

00:11:25: Das, warum sollte jeder für sich beantworten können.

00:11:29: Es gibt mir den Mut immer weiter zu machen und auch den Fortschritt einfach immer wieder aufzusuchen.

00:11:36: Wir haben über deine positive Ausstrahlung gesprochen.

00:11:39: natürlich ziehst du auch irgendwo gute Laune Motivation von deinem Umfeld her und ein tolles, tolles Erlebnis.

00:11:50: wahrscheinlich Deine Hochzeit natürlich, das pusht gewaltig.

00:11:55: Dann diese Sesshaftwerden im Heimatort und natürlich die Geburt von eurer süßen Tochter!

00:12:01: Wie heißt sie denn?

00:12:02: Tia ist ja nach

00:12:03: mir.

00:12:03: Ja, dann grüßen wir Sie übers Radio heute.

00:12:08: oder dass waren auch Abschnitte, Einschnitte positive Einschnitten, die dich haben

00:12:13: erneut recht

00:12:14: stark nach vorn blicken

00:12:16: lassen absolut also.

00:12:18: Nach meinem Unfall war die Zeit des Aufbruchs belütert zurück zum Sport, zum Extremsport gekommen.

00:12:25: Bin Skirenen gefahren im Mono-Ski, war im Paralympics Team, war allerdings bei Paralympics oder einer Para Weltmeisterschaft nie dabei.

00:12:36: War ich zu den Zeitpunkten wo ich hätte starten können verletzt.

00:12:40: Ich bin Europacup und Weltcup gefahren aber auch ein paar Podestplätze erreicht.

00:12:43: das waren eine sehr sehr coole, sehr intensive Zeit.

00:12:47: Man ist natürlich auch viel gereist und so weiter und sofort.

00:12:50: Ich habe mit meinem Handbike unglaubliche Projekte gemacht.

00:12:53: die Alpenüberquerung ich bin durch Colorado USA geradelt.

00:12:57: Ich hab den als erster Rollstuhl Mountainbiker sozusagen auf einem Mountainbike Marathon gemacht im Fronten lauter solche Geschichten.

00:13:06: und dann kam der Hausbau, dann kam die Heirat mit meiner Frau Christina.

00:13:14: dann kam auch der Kinderwunsch, der war aber nicht so einfach umzusetzen aufgrund meiner Vorgeschichte.

00:13:21: Der hat auch ein bisschen gedauert.

00:13:23: und dann kam die Corona-Zeit und ich hatte natürlich meinen Beruf als jemand von der Öffentlichkeit, von öffentlichen Veranstaltungen lebt unglaublich eingeschränkt, unglaublich geprägt.

00:13:36: und da kamen John Jahre Challenges auf mich zu die ich so noch nicht kannte, die auch sehr schwer waren.

00:13:45: Aber dann eben mit dem Fokus-Familie ... Du hast auf einmal ein Kind und es dreht sich jetzt nicht mehr um dich.

00:13:52: Ja,

00:13:52: Verantwortung!

00:13:53: Genau, Verantwortung.

00:13:55: Es dreht mich um was anderes.

00:13:56: Und aber auch das hat mich unglaublich erfüllt und macht nach wie vor wahnsinnig Spaß.

00:14:02: Von der Zeit habe ich das halt alles ein bisschen verlagert.

00:14:06: Das ist aber auch gut so dass man sich verändert.

00:14:08: Ich muss nicht mehr das tun, was ich vor zehn Jahren gemacht habe.

00:14:15: Aber

00:14:15: die Veränderung und der Fortschritt des Weiterkommens ist nach wie vor unglaublich wichtig für mich.

00:14:20: Und ich freue mich auf alles, das auch noch kommt in der

00:14:23: Zukunft.

00:14:24: Das Allgäu, deine Heimat hat eine große Bedeutung für dich oder einen Stellenwert?

00:14:31: Sind deine Wurzeln oder das ist der Boden auf dem du aufgewachsen bist, der dir auch Irrekeit gibt?

00:14:37: Inklusive natürlich deinem persönlichen Umfeld.

00:14:40: Family also Eltern, Freundeskreis und natürlich deine neue Familie jetzt die nächsten sind diese Kreis oder so eine Umarmung um dich herum machen?

00:14:50: absolut Ich darf ganz viel erleben.

00:14:53: Ich durfte viel erlebend, durfte sehr sehen.

00:14:56: Ich bin natürlich mit meiner Arbeit als Vortragsredner in den großen Städten Deutschlands unterwegs.

00:15:02: Letzte Woche war ich auch wieder in Berlin und da siehst du es dann einfach wieder wenn Du nach Hause kommst.

00:15:11: diesen krassen Kontrast und ich sage immer, bei uns im Allgäu wir leben in absolutem Paradies.

00:15:18: Und das müssen wir schätzen, es müssen wir wahren.

00:15:21: die Werte, die wir hier haben sind unglaublich wichtig!

00:15:25: Das möchte ich meiner Tochter auch weitergeben.

00:15:28: und gleichzeitig müssen wir aber auch offen sein.

00:15:32: Wir müssen veränderungsbereit sein, wir müssen Lust auf Zukunft haben, wir Das ist so ein bisschen die Aufgabe, die ich für mich gesehen habe das eine zu warnen und trotzdem aber das neue anzugehen sich trauen anzugehn.

00:15:51: Ja das ist es wahrscheinlich dieses Trauen diesen ersten Fritt zu tun in vielleicht manchmal in was wo Hoffnung ausguckt war bei

00:16:01: mir damals

00:16:02: auch so war bei dir auch so.

00:16:04: Wo hast du damals deinen Mut, deine Energie rausgenommen?

00:16:08: Unmittelbar von der Familie.

00:16:09: Von deinen Personen oder von den Personen die dir am nächsten wahrscheinlich waren?

00:16:14: Ich

00:16:14: möchte da auf eine andere Fähigkeit gehen.

00:16:18: Ich habe gelernt dass das Thema Akzeptanz das annehmen einer Situation die ich nicht mehr verändern kann also das Annämen eines Status quo ist das allerwichtigste.

00:16:30: nur wenn ich das schaffe kann ich weiter nach vorne gehen.

00:16:34: Wenn ich eine Situation, einen Verlust hinterher trauere mich frage wieso passiert mir das?

00:16:40: Wieso sind wir die gelackmeierten?

00:16:42: Wies so kann es mit jemandem anderem passieren?

00:16:45: Kann man sich stellen diese Frage?

00:16:46: du bekommst aber keine Antwort drauf.

00:16:48: Du musst die Situation wie du hast das passierte Unfall, du bekomme die Diagnose Du bist gekündigt, dein Unternehmen meldet Insolvenz an.

00:16:57: Es gibt ja verschiedenste Szenarien in den verschiedensten Bereichen des Lebens.

00:17:01: Du musst deine Situation akzeptieren die du hast.

00:17:04: Das heißt nicht du musst dich damit zufrieden abgeben oder damit abfinden.

00:17:09: aber erst wenn du schaffst es zu akzeptierend kannst so weitermachen.

00:17:12: und das nenne ich die Fähigkeit der Akzeptanz.

00:17:16: Und das ist das allerwichtigste was passieren muss Wenn eine Krise passiert wenn eine heftige Veränderung.

00:17:23: Wo Felix liegen denn deine unmittelbaren, wie soll ich sagen die unmittelbaren Projekte vielleicht?

00:17:30: Puh!

00:17:31: Ich bin tatsächlich ein bisschen gediegener geworden als früher.

00:17:36: Sesshaft!

00:17:37: Ja absolut nicht mehr ganz so auf der Roas wie früher bis das Fall war.

00:17:43: Ich habe tatsächlich gerade ein gesundheitliches Projekt.

00:17:46: Ich hab mir im November Die Supraspinatus-Szene an der linken Schulter gerissen.

00:17:52: Okay,

00:17:52: für die Laien unter uns?

00:17:53: Ja das ist eine Szene von der Rotatorenmanchette und zwei andere Szenen wurden auch gleich noch mitoperiert.

00:18:00: Das Thema ist einfach wenn du ein aktiver Rollstuhlfahrer bist... ...die Schultern sind Spachpunkte.

00:18:07: Genau!

00:18:08: Das Kreuzband im Knie wird nicht mehr so belastet bei mir.

00:18:12: Dafür die Schultern eben.

00:18:13: Ist es so könnte man sagen was beim laufenden Menschen?

00:18:18: Ja, das ist ja bei mir dauerhaft unter Vollbelastung.

00:18:23: Und im Endeffekt ist es auch ein Vollgeschaden muss man so sehen.

00:18:29: Ich war auf Reha, vor zwei Wochen habe ich die Reha abgeschlossen.

00:18:34: Genau und bin aber noch nicht komplett rehabilitiert, muss jetzt weiter trainieren, was da wieder fit werden.

00:18:41: Das ist so gerade mein aktuelles Projekt an... Dein persönliches Projekt!

00:18:45: Dann hab' ich viele Aufträge, viele Vorträge in nächster Zeit Mit der kleinen unterwegs zu sein, ein paar schöne Sachen zu machen.

00:18:59: Urlaub steht an natürlich im Sommer da wo wir uns sehr drauf freuen von dem her aktuell gerade alles ein bisschen gemütlicher.

00:19:09: Es muss ich dann nochmals nachhaken in Sachen Englisch.

00:19:12: Weil du ja gesagt hast, du hältst Vorträge oder wirst der auch international gebucht sozusagen?

00:19:19: Wie ist es denn wenn du das auf Englische machst?

00:19:21: Du bist ja da eigentlich perfekt dann in Englischen!

00:19:24: Man hat sich auch da oder du hast dich auch dort fort und weiter gebildet... Ich

00:19:29: hab mich da auch weiter bilden müssen absolut.

00:19:33: Ich habe den englischen Vortrag wahnsinnig heftig auch trainiert, trainiere ihn auch immer wieder wenn ich dann wieder einen neuen englischen Auftrag auf Englisch habe.

00:19:46: Und man wächst da natürlich langsam rein und macht dann auch seine Fortschritte.

00:19:52: Das ist richtig schön.

00:19:54: Gibt es irgendwelche Fragen, wenn man auf dich trifft?

00:19:57: Oder du bist vielleicht beim öffentlichen Vortragsabend auch so?

00:20:04: Bist du erst einmal gebucht für eine gewisse Klientel und auch für gewisse Menschen?

00:20:09: Gibt's Fragen, die dich grundsätzlich nerven?

00:20:11: Nein!

00:20:12: Mich nerven keine Fragen.

00:20:14: Ich bin ja genau dafür da Mache das auch, dass die Leute fragen hier.

00:20:20: Die Leute sollen sich auch trauen zu fragen.

00:20:22: Sie dürfen mich auch alles fragen.

00:20:25: Interessanterweise ist es auch schon so, dass immer wieder die gleichen Fragen kommen.

00:20:33: Es gibt Fragen, die ich schon zick... mal beantworten musste und da habe ich aber auch kein Problem, das gehört dann natürlich zum Job dazu.

00:20:41: Da bin ich nicht genervt von der Frage sondern beantworte die von mir aus auch zum dreihundertzwanzigsten Mal.

00:20:48: Gibt es auch irgendwie eine Frage die richtig süß war oder wo du gesagt hast Mensch, das bleibt man jetzt in Erinnerung weil keine Ahnung, weil das von der Situation her so war Ja, das hat dich bewährt.

00:21:02: Es gibt immer eine Frage zum Beispiel, ist interessiert vielleicht die Leute und ich erzähle mal... Ich habe es ja vorher hier auch erzählt.

00:21:08: Das war in der Reha-Klinik nahm einem Unfall und da ist tatsächlich auch das erste Mal bei mir so die Akzeptanz gekommen in der Situation.

00:21:15: Ich hab ganz lange hatte ich einen naiven Optimismus.

00:21:17: Ich habe ganz lange gesagt, ich werde wieder der Felix, der ich vor meinem Unfall war.

00:21:21: In der Rehaklinik habe ich dann akzeptiert und dann sind noch andere schöne Dinge passiert.

00:21:25: Da habe ich z.B.

00:21:25: mit dem Handbiken begonnen Das erste Mal dann auch ein Auto gefahren, als Rollstuhlfahrer mit einer Handschaltung und so weiter Handgas.

00:21:32: Und ich habe damals auch eine Freundin kennengelernt in der Rehaklinie die hübscheste Krankenschwester von der Station.

00:21:39: Genau!

00:21:41: Ich löse das dann nicht weiter auf in meinem Speaking-und dann kommt jedes mal die Frage ist das deine Frau heute?

00:21:49: Und ich muss es leider immer beneinen dass es nicht meine Frau...ich hab meine Frau dann später kennengelernen.

00:21:55: Öffentlichkeit.

00:21:57: Ganz zum Schluss noch eins.

00:21:58: Du hast das vorhin mir zumindest schon gesagt, im Herbst ist wieder ein bisschen was wo die allgemeine Bevölkerung mal auf dich stoßen kann in Sachen Vortrag oder wo man dich treffen kann.

00:22:09: Sonst bist du ja eigentlich exklusiv unterwegs Felix?

00:22:12: Ich war

00:22:12: früher

00:22:13: viel

00:22:13: öffentlich unterwegs, habe viele öffentliche Veranstaltungen gemacht.

00:22:16: mittlerweile ist es wie gesagt corporate speaking das heißt ich werde beauftragt von Unternehmen und Organisationen.

00:22:23: aber im September So wie es aussieht am vierzehnten September bin ich in der Reute, also im Außerfern oder im Tirol drüben einmal durch den Grenztunnel durch bei einer öffentlichen Veranstaltung.

00:22:38: Da wird aber das Marketing noch laufen und das wird dann dort über die Stadtseite von der Stadtgemeinde Reute publik gemacht oder bei mir auch auf meinen Social Media Kanälen einfach Felix Brunner suchen.

00:22:52: da findet man nicht genau.

00:22:54: Alles Gute für die Zukunft.

00:22:55: und ganz vielen Dank, dass du da warst.

00:22:56: Ja

00:22:57: mich hat es mega gefreut auch von meiner Seite.

00:22:58: Vielen Dank!

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