Folkrock aus dem Allgäu: „Kähl“ beim AllgäuHIT-Kaffeeklatsch

Shownotes

Heute wird’s musikalisch im AllgäuHIT-Kaffeeklatsch! Zu Gast ist die Allgäuer Folkrock-Band „Kähl“, die mit ehrlichen Texten, handgemachter Musik und ganz viel Herz die regionale Musikszene aufmischt. Im Gespräch erzählen die Musiker, wie ihre Songs entstehen, was Heimat für sie bedeutet und warum Folkrock aus dem Allgäu einfach anders klingt. Ein Gespräch voller Leidenschaft, Humor und echter Musikerenergie – perfekt für alle, die gute Musik und gute Geschichten lieben.

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00:00:00: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch

00:00:01: wird präsentiert von der Bahnhof-Apotheke Kempten und Pur Natur, weil Gesundheit bei der Ernährung

00:00:08: beginnt.

00:00:09: Wir starten rein in diesen Kaffee-Clutch.

00:00:11: Ich bin nicht alleine, von wegen allein allein.

00:00:14: Ich habe eine Dreier-Kombo da, die eigentlich eine Vierer-Kombo ist.

00:00:18: Die Band Käl, hier aus dem Allgäuchel.

00:00:21: Vielleicht stellt ihr euch mal kurz namentlich selber vor, in welche Funktion ihr in der Band habt, also instrumententechnisch.

00:00:28: Hallo, hallo, ich bin die Monika.

00:00:31: Ich mache Percussion an Drums in der Gruppe Käl

00:00:35: und singe.

00:00:36: Und ich singe.

00:00:37: Ganz wichtig.

00:00:38: Lutz.

00:00:39: Ja, hallo, ich bin der Lutz.

00:00:41: Ich spiel die Besser und singe auch dazu.

00:00:44: Ja, das reicht dann auch schon, aber heute ohne Bass.

00:00:49: Heute ohne Bass, aber mit guter Stimme.

00:00:54: Und natürlich...

00:00:55: Servus, ich bin der Rolf und ich schreibe die Lieder und bin sozusagen, hab das Projekt ins Leben gerufen, die Band, genau.

00:01:03: Schön, dass du da seid.

00:01:04: Herzlich willkommen bei mir.

00:01:06: Danke schön.

00:01:07: Servus.

00:01:08: Ich darf euch duzen.

00:01:09: Das haben wir zuvor geklärt.

00:01:10: Das ist auch ein bisschen einfacher für mich.

00:01:12: Eine tolle Combo seid ihr seit wie vielen Jahren.

00:01:15: Ich frage jetzt mal der Rolf, weil Initiator des Projekts, so hast du es vorhin genannt von dieser Musik-Combo.

00:01:22: Seit wie vielen Jahren spielt er in dieser Konstellation?

00:01:25: Einer fehlt

00:01:25: ja noch, gell?

00:01:26: Genau, also wir spielen seit sieben Jahren zusammen und ich muss heute den Wolfi begrüßen, der ist in Italien und er lascht irgendwo in den Bergen umeinander.

00:01:36: Vielleicht hört er auch zu.

00:01:38: Hallo, hallo, Wolfi.

00:01:38: Servus, Wolfi.

00:01:39: Na

00:01:39: grüßt man doch, oder?

00:01:41: Senden wir ein sonniges Ciao nach Italien.

00:01:45: Ciao, amore.

00:01:46: Ciao, no.

00:01:47: Und seit sieben Jahren ungefähr und wart ihr vor sieben Jahren alle auf einmal schon da und sagt, hey, wir kennen uns.

00:01:55: Wir spielen zusammen.

00:01:56: Nee, sowas wahrscheinlich nicht.

00:01:58: Wie seid ihr zu der Kombo geworden, wie ihr jetzt

00:02:04: seid?

00:02:04: Da musst

00:02:05: du was dazu sagen, weil du bist ja so der Initiatver von Nubend.

00:02:09: Also ich wohne ja in der Gemeinschaft Salzbrunn und da habe ich ein Nachbar und der hat früher beim Lutz auf dem Gründenhaus gespielt und der Lutz ist der frühere Wirt vom Gründenhaus und die haben eine Reihe gehabt, wo sie Konzerte veranstaltet haben am Gründenhaus und da hat mein Nachbar Thomas gespielt.

00:02:33: Und dann habe ich gesagt, da ist ein super Location, da hätte ich auch gerne mal spielen.

00:02:39: Und der hat mir dann den Kontakt beim Lutz hergestellt.

00:02:43: Und dann habe ich den Lutz kennengelernt und der Lutz hat die Moni gekannt schon, weil die auch da schon mal gespielt hat.

00:02:49: Also das ist eine Kettenreaktion.

00:02:51: Eine Kettenreaktion, uns Eiger ist dann doch so, jeder kennt eigentlich Verstehen und irgendwo würfelt man sich da zusammen.

00:02:58: Rolf, noch mal bei dir, du bist der Gründer und auch

00:03:01: Gitarist.

00:03:02: Ja, also ich bin eigentlich, ich bin ungeleinter Musiker, ich hab angefangen mit dem Schlagzeug und später dann hab' ich ein bisschen Gitarre geklimpert und hab' dann, im Jahr zwei tausendfünf, hab' ich angefangen, oder vorher schon ein bisschen Lieder zu schreiben und zwar, dann hab' ich gemerkt, dass ich mit dem Dialekt am besten zurechtkomme und mir am wohlsten fühl'.

00:03:26: und dann hab' ich angefangen, das schon aufzunehmen, so mit Freunden aus, ich hab' damals in München noch gewohnt.

00:03:32: Und dann habe ich dann das aufgenommen und habe aber gesagt, wenn ich, wenn ich, ich wollte wieder ins Allgäu irgendwann, wenn ich im Allgäu bin, dann so immer Leid mit vor Ort, mit denen ich spielen kann.

00:03:41: Genau.

00:03:42: Cool.

00:03:42: So ist das entstanden.

00:03:43: Wohne ich, jetzt muss ich die da mit reinholen Schlagzeuger ran.

00:03:47: Oder Verkarschen.

00:03:48: Ich bin also auch keine Gelernte.

00:03:50: Ich bin Quereinsteigerin.

00:03:51: Ursprünglich bin ich die Intensivschwester und habe dann in der Samba-Gruppe angefangen mit Rhythmen.

00:03:58: Und habe dann weitergemacht, mache Musiktherapie mit Behinderten und da habe ich schon ganz viel hinter mir.

00:04:04: Und wie gesagt, ich war beim Lutz auf dem Gründenhaus.

00:04:08: Ich komme eigentlich aus der lateinamerikanischen Richtung.

00:04:11: Ich

00:04:13: habe in größeren Formationen gespielt, aber auch inzwischen mit zwei Kolumbianern noch zusammen um Musik

00:04:19: machen.

00:04:20: Also wie gesagt, aus der Parkaschenrichtung.

00:04:22: Und dann habe ich einen Lutz kennengelernt, der hat mich in die Gruppe kehl reingebracht und da habe ich dann Schlagzeug gelernt.

00:04:32: Spätzünder in Sachen Schlagzeug, reelle Chancen, dass ihr das auch nochmal lernt.

00:04:38: Ja, lohnt sich, lohnt sich.

00:04:40: Lohnt sich, ihr findest so geil, ja?

00:04:41: Ich find das richtig cool.

00:04:43: Jetzt Lutz, so ein bisschen Dreh- und Angelpunkt, bist du ja auch für Käl.

00:04:48: Also der eine hat dich gekannt, du hast jemand anderem gekannt und warst ja dann so auch Mit-Initiator für die Gruppe und selber

00:04:56: am Bass.

00:04:56: Ja, so, wie soll ich sagen?

00:04:59: Und für mich fing es... Mit dem Gründenhaus, mit unserer Veranstaltung Perian, was nicht ganz ohne war, ohne Fahrstrasse, alles mit Seilbahnhochschaffen.

00:05:10: Den Bass habe ich schon länger gespielt.

00:05:12: Ich habe auch einen Unterricht gehabt in Ulm beim Orchestermusiker und ja, weiterentwickelt und auf den E-Kontrabass bin ich bei KL gekommen, weil es einfach sau gut dazu passt.

00:05:26: Ein

00:05:27: nettes Instrument dafür.

00:05:29: Was bedeutet dann Musik für euch, Moni?

00:05:31: Was heißt Musik vielleicht?

00:05:32: Kann man das mit drei Wörtern beschreiben?

00:05:35: Musik ist

00:05:37: für mich weg von der Welt.

00:05:39: Bei dir, Rolf?

00:05:41: Für mich ist es Leben, für mich ist es Verarbeiten, für mich ist es Kontaktkriegen und ... Eigentlich will man eigentlich Liebe dafür.

00:05:53: Ja, Musik geht auch so unter die Haut.

00:05:56: Ja,

00:05:57: Musik ist Futter für die Seele.

00:06:00: Das finde ich ganz wichtig.

00:06:02: Das ist richtig schön.

00:06:04: Könnt ihr euch an euren ersten gemeinsamen Auftritt von Käl erinnern?

00:06:11: Hat der sich so eingebrannt damals?

00:06:14: Doch das war eigentlich, ich glaub, auf dem Gründerhaus.

00:06:18: Da haben wir mal ein Probenwochenende abgehalten im Gründerhaus im Mai und dann, ja genau.

00:06:27: Und dann haben wir dann zwei Tage probt und dann haben wir am Abend mal gesagt, jetzt machen wir ein Konzert, für die einfach Leute da sind.

00:06:36: Ja, das Testpublikum, die Bergsteiger waren da.

00:06:39: Das war richtig gut.

00:06:41: Ja, die Leute

00:06:41: auch.

00:06:43: Das glaube ich auf einer Hütte, da ist natürlich das Ambiente entsprechend auch noch rum.

00:06:46: Das ist noch mal was anderes, als wenn ich irgendwo in einer kalten Turnhalle stehe, sage ich ja mal.

00:06:52: Da ist das Ambiente auch.

00:06:53: Jetzt muss ich natürlich, ihr spielt es auch bis mit eurem Band, namens Kael, der Allgäuer weiß, was es heißt.

00:07:02: Es gibt verschiedene Norsen von Kael.

00:07:05: Wie seid ihr überhaupt draufkommen, euch so zu nennen?

00:07:09: Da muss ich wieder was

00:07:10: dazu sagen.

00:07:11: Also,

00:07:11: Albert, musst

00:07:12: du was sagen?

00:07:13: Weil ich weiß es selber nicht.

00:07:15: Also, wo ich dann gemerkt habe, dass für mich die Allgäuersprache irgendwie so ein Medium ist, mich auszudrücken.

00:07:24: Ich weiß nicht, wie ich auf das Wort Kail komme.

00:07:28: Vielleicht über einen Freund von mir aus Hindelang, Alfred Christi, der spricht extrem

00:07:37: Hindelanger.

00:07:38: Und da kommt das Wort Kail immer wieder mal vor.

00:07:42: Und ich finde das einfach, das hat ja verschiedene Bedeutungen.

00:07:46: Zum Beispiel, dass es heißt so, was wir wirscht, unangenehm, was man überhaupt sieht haben will.

00:07:54: Im Grunde auch so, dass man sagt, das muss man sagen.

00:07:59: Auch was Besonderes.

00:07:59: Auch gegen den Strich irgendwie.

00:08:01: Ja, ja, so ein bisschen aus der Reihe tanzen, ein bisschen so anders als... Angepasst, ja.

00:08:07: Und

00:08:08: dann hat es aber auch noch, finde ich, so für mich, also auch für andere, glaube ich, inzwischen so die Bedeutung Kail auch im Sinne von eigentlich ist es auch so eine Art Anerkennung, so ein Lob.

00:08:19: Das ist eigentlich etwas Tolles.

00:08:20: Was

00:08:20: Tolles, weil besonders.

00:08:22: Toll, weil besonders.

00:08:25: Der Norm entsprechend oder ist Mainstream, sondern ich hab Ecken und Kanten.

00:08:30: Genau.

00:08:31: Spiegelt für mich so dieses Schildern, für mich das Wort Kail.

00:08:35: Und ich finde, das passt sowas von total gut auf uns.

00:08:39: Ja, ich habe den Ausdruck auch schon ganz lange nicht gehört.

00:08:42: Das ist so wie... Ah, das ist

00:08:44: utstoll.

00:08:45: Das ist utstoll.

00:08:46: Keil.

00:08:47: Vom Musikstil.

00:08:49: Das ist ja auch, ihr passt ja da auch in eure Schublade.

00:08:52: Ihr passt auch in zwei Schubladen und auch in drei.

00:08:55: Ihr braucht einen ganzen Apothekerschrank, um dass ihr euch irgendwie benennen kann, welche Musikstile bei euch ineinander fließen, aufeinander treffen, welche Verbindungen es da gibt.

00:09:05: Der reicht von, was habt ihr drauf?

00:09:07: oder welche Schwingungen oder Rhythmen kommen bei euch dort zusammen?

00:09:13: Kommt eigentlich alle sich, glaube von meiner Seite kommt so ein bisschen Wie gesagt, die Lateinamerikaner.

00:09:18: Ja, das Feuer des Rassige.

00:09:22: Weil das liegt mir.

00:09:22: Ein bisschen

00:09:23: jatziger

00:09:23: Einflüsse.

00:09:24: Das ist

00:09:24: von dir, ja.

00:09:25: Country Investor.

00:09:26: Das hat Reggae.

00:09:27: Ja, genau.

00:09:28: Und es hat volkstühmlich auch ein bisschen.

00:09:31: Moden.

00:09:31: Ja,

00:09:33: nicht von Instrumenten, aber ...

00:09:37: Ja, das ist das Thema.

00:09:39: Das ist ja das.

00:09:41: Ja,

00:09:41: genau.

00:09:42: Das ist für mich auch so was.

00:09:44: Ich hasse den Begriff Liedermacher.

00:09:46: Ja,

00:09:47: bezeichnest

00:09:48: ich nicht so.

00:09:49: Nein,

00:09:49: überhaupt nicht.

00:09:50: Weil das ist so was wie ... Ich bin keine Reinhabe Mai und so schäle ich den Schätze, aber das ist nicht da, wo ich herkomme.

00:10:00: Meine Wurzeln musikalisch bieten Musik, also seit sechziger Jahr, da bin ich aufgewachsen.

00:10:07: Und das hat mich gepackt und das hat mich geprägt.

00:10:11: Und da fühle ich mich verwurzelt und das prägt mein Musik immer noch.

00:10:17: Und von daher habe ich mit der Volksmusik und mit der volkstümlichen Guide keine Verbindung.

00:10:25: Da will ich auch nichts damit zu tun

00:10:26: haben.

00:10:27: Und eben für mich sind die englischen, amerikanischen Singersongwriter, das ist so das, was für mich so Orientierungspunkte sind.

00:10:38: Und das prägt auch unsere Musik.

00:10:41: Rolf ist da, die Moni ist da, Monika, sorry, und der Lutz ist da.

00:10:45: Von Repertoire her, also ihr performt eigenskomponierte und getextete Songs, aber Covern ist nicht so erst.

00:10:55: Überhaupt nicht.

00:10:56: Gar nicht.

00:10:56: Ich hab lang nur in der Coverband gespielt und mir hat das so auf die Nerven gegangen, ist das auf die Nerven gegangen, weil ich gemerkt hab, ja, entwickeln wir nicht mehr weiter und dann bin ich auf eigene Songs gekommen und das war's dann.

00:11:12: So zum Entstehen der Songs.

00:11:15: Im Repertoire, ihr habt es vorhin alle kräftig geniegt, habt ihr etliche Songs selbst getextet und auch komponiert.

00:11:22: So der Rolf ist da ein bisschen federführend, aber auch Mone unter Lutz.

00:11:26: Ihr bringt euch da aktiv ein oder bekommt ihr tatsächlich ein Notenblatt oder eine Melodie vorgespielt und dann heißt's Daumen nach oben oder nach unten vom Rolf an euch zwei.

00:11:39: Der einzige, der einigermaßen gut notenlistisch der Lutz war schon.

00:11:42: Ja, der hat beim Professor seinen Bass gelernt, ja.

00:11:48: Aber ich komme meistens mit einer Idee dann, oder es ist schon mehr oder minder ausgearbeitet.

00:11:54: Vorher komme ich auch gleich und dann steht die Akkorde und der Text und die Melodie.

00:12:00: Und ich habe im Prinzip auch eine Idee vom Arrangement.

00:12:04: Aber das ändert sich dann zum Teil im Laufe des Miteinander Übens und Ausarbeitens und dann lasse ich auch dann

00:12:12: Kritik zu.

00:12:14: Ja, das ist

00:12:16: eine Ideensammelung.

00:12:17: dann einfach.

00:12:18: Brainstorming und beim Üben

00:12:20: gespielt

00:12:21: und die

00:12:23: Solis, die eingebaut werden.

00:12:26: Vom Textinhalt her, was verarbeitet ihr da?

00:12:29: Oder Rolf, welche Gedanken bringst du da letztendlich?

00:12:32: oder aufs fiktive Notenpapier?

00:12:35: Also, die Moni macht mir immer auf der Bühne immer arbeiten, wenn ich von irgendwelchen Liedern erzähle, wo es um der Trennung ging und so zu geschichten.

00:12:45: Aber

00:12:46: nicht nur so was.

00:12:48: Das war es mir dann vor und nach.

00:12:50: Nachher dann noch spielen, die ist einfach so, wie sagt man da.

00:12:53: Kaleidoskop von vier Jahreszeiten.

00:12:58: Wir können also nur zwei spielen, macht aber nichts.

00:13:02: Wir haben auch zwei Lieder, die sich mit Heimat in den Anführungszeilen beschäftigen, Lieder von Grintern und über die Seilmaßerei.

00:13:12: Und das sind so Erfahrungen, wo ich mit dem Mountainbike unterwegs war.

00:13:17: Also so das landschaftliche auch aus dem Allgäu wird da irgendwie aufgibt.

00:13:21: Meiner Gründen erwächter des Allgäu.

00:13:23: Der muss da ja natürlich mit dabei sein.

00:13:27: Aber sonst einfach auch viele, viele schöne Texte, in denen man sich selber wiederfindet, wo man sich selber wieder erkennen kann, wo man sich reinfühlen kann.

00:13:36: Und das so musikalisch vertont ist einfach, ja, das ist das, was mich Bei der Gruppe reizt, das ist das Schöne.

00:13:43: Und Wasser in aus ganz tief drinnen berührt wahrscheinlich, wo eine flasht oder wo

00:13:47: ein catcht.

00:13:49: Und Lutz bei dir auch, gell?

00:13:51: Also das ist vom Einbringen her komponieren Texten, aber man darf seine eigenen Ideen, wenn einer jetzt irgendwie eine nette Begegnung vielleicht auch hat oder schon eine nette Melodie auf den Lippen, das bringen wir mit ein.

00:14:04: Wir reden drüber und ich denke, Musik soll das Herz öffnen.

00:14:08: Ja.

00:14:09: Das ist genau das, was wir machen.

00:14:11: Und da können viele Faktoren zusammen.

00:14:14: Zumal wir keine, wir sind da keine Superinstrumentalisten.

00:14:19: Also wir sind keine Profis.

00:14:21: Und das ist die Erfahrung auch jetzt, die wir jetzt vor zwei Wochen wieder gemacht haben, wo wir in Oberstaff gespielt

00:14:26: haben.

00:14:26: Genau.

00:14:28: Da war das Publikum, hat ja uns ja nicht gekannt.

00:14:31: Aber im Laufe des Abends, die waren so offen und haben wir Lust gehabt zum zuheben und wir haben Lust gehabt zum Spielen.

00:14:37: Und das war eine supertolle, dichte Atmosphäre.

00:14:40: Und die sind alle ganz fröhlich und froh nach rausgegangen.

00:14:44: Das ist vielleicht auch dieses authentische.

00:14:46: Wenn man gar jetzt so dieses perfekte abliefern will, sondern der Tag ist ja auch perfekt.

00:14:52: Da kommt einem ja auch immer irgendwie so, aber das ist authentisch.

00:14:55: Und man kauft es einem ab und man findet sich wieder in Text und vielleicht auch in der Melodie.

00:15:00: Und man darf auch fehlen.

00:15:01: Ja, genau.

00:15:02: Natürlich.

00:15:03: Wir sind ja keine Maschinen, wir sind Menschen.

00:15:05: Es hat sich da ein Stückchen vorbereitet, vielleicht zwei Worte zu der Nummer, Titel.

00:15:10: und wie lange dauert es so ein Song auf die Beine zu stellen?

00:15:14: Das ist ganz unterschiedlich.

00:15:19: Manchmal kann es sein, dass es in der halben oder in der Stunde passiert, aber das meiste dauert dann doch etwas länger.

00:15:25: Das Lied ist schon inzwischen knapp zwanzig Jahre alt.

00:15:29: Interessanterweise habe ich schon ganz früh geschrieben und das heißt, so könnt ihr Zeit lang bleiben.

00:15:34: Und ist so eine Art Monis Lieblings, eines ihrer Lieblingsstücke und ist auch meistens inzwischen unser Schlussstück.

00:15:45: Wo alle Menschen mit singen, ja.

00:15:47: Also ich spitz die Ohren, vielleicht kann ich dann auch ein bisschen mit summen.

00:15:50: Kann

00:15:50: ich auch, ja, das geht gleich.

00:15:51: Ja,

00:15:52: das geht gleich.

00:15:53: Wer sagt den Titel an?

00:15:54: So könnt ihr Zeit lang bleiben.

00:15:56: Von Käl.

00:16:06: Der Taul liegt noch schwer auf dem Gras.

00:16:10: Ich kann morgen riechen.

00:16:15: Gleich dann schon den Tag

00:16:17: voraus.

00:16:19: Und Nacht ist am Verkriechen.

00:16:23: Die Farbe

00:16:24: schimmert noch ganz plass.

00:16:27: Das Leben ist am

00:16:29: Wehren.

00:16:32: Die Eune feiern bald ein Fest.

00:16:35: Die andere sind am Plära.

00:16:39: Die Luft ist leicht und

00:16:46: legt ganz still.

00:16:49: Eben der

00:16:50: weiche Hiege.

00:16:53: Blume leichtet, grell und fett und wie so gleiche Diege.

00:17:02: Titz ist

00:17:02: hoch und überall ist Luft grad, so

00:17:07: am Zitra.

00:17:10: dass es nur mehr heute kann.

00:17:14: und noch kurz zum Knütteln.

00:17:18: Jede Zeit, die hat ihr eigens gewonnen und hat schon ihr Zukunft an der Hand.

00:17:33: Und ich sag, so könnte Zeit lang bleiben.

00:17:39: So könnte Zeit lang bleiben.

00:17:43: So könnte Zeit lang

00:17:47: bleiben.

00:17:51: So könnte

00:17:54: Zeit lang bleiben.

00:17:59: So könnte

00:18:03: Zeit lang bleiben.

00:18:08: E-Gitarre, die Solis rein spielen.

00:18:14: Das ist dann

00:18:17: richtig...

00:18:24: Das ist so ein bildhafter Text.

00:18:27: Ich habe mir jetzt gerade auch so ein bisschen gedacht, Mensch, so ein Staat in ein bisschen so nebligem Herbst, stark und Sonne, verdruckte Nebel dann und... Also, man hat da gleich irgendwie so... Ja, aber wirklich...

00:19:05: Also im Moment stehen, glaube ich, keine Auftritte an.

00:19:09: Wir arbeiten an den Aufnahmen weiter, die gestreamt werden sollen.

00:19:14: Und ansonsten, wenn uns jemand hört und engagieren möchte, immer gerne dabei.

00:19:18: Da gibt es immer ein großes offenes Ohr, mehrere offene Ohren.

00:19:22: Jetzt gerade nochmals vielleicht von eurem Live-Event.

00:19:25: Was hat sie mitgenommen?

00:19:26: Natürlich, ihr habt da die unmittelbare Reaktion vom Publikum, eine unmittelbare Reaktion auf euer Musik.

00:19:34: Das powert und pusht einen doch auch, oder?

00:19:37: Dass das so gut ankommt.

00:19:40: Das war großartig.

00:19:43: Die Musik allein ist nur ein Teil davon.

00:19:46: Und wenn man die Musikinstrumente vorstellt, dann sollte man eigentlich zum Schluss nochmal sagen und im Publikum

00:19:52: oberstauben.

00:19:54: Das ist ein Teil vom ganzen Paket, wo ein Abendgut geht, wenn einfach schön ist.

00:19:59: Das ist ja die Interaktion zwischen Künstler und Publikum, der eigentlich das ganze zu einem Erlebnis macht.

00:20:06: Und wie gesagt, uns geht es jetzt doch geil, um irgendwelche virtuose Darbietung, sondern einfach um eine Atmosphäre, ein Gefühl zum Vermitteln.

00:20:15: und wobei jedes Lied ist, hat ja eine andere Stimmung.

00:20:19: Natürlich.

00:20:20: Ich freue mich dann immer von einer fröhlichen, bedächtigere Stimmung zum Wechseln, aber es ist halt so.

00:20:28: Und es ist einfach... Der schöne Moment, man weiß, warum man sich wöchentlich zu den Proben trifft.

00:20:33: Also es ist nicht nur, wir sind Musiker und kommen zusammen, sondern es ist inzwischen eine Freundschaft.

00:20:39: Und solche Auftritte, ja, da hat man so ein gewisses Glücksgefühl einfach

00:20:43: auch.

00:20:44: Und das

00:20:44: schweißt noch viel mehr zusammen.

00:20:46: Das ist so dieses gemeinsame Erleben.

00:20:49: Ja.

00:20:49: Das ist einfach auch schön.

00:20:50: Ja, und auch was schaffen, gemeinsam was geschaffen.

00:20:53: Du musst ja müde von Neuem das da bieten.

00:20:56: Ja, ja.

00:20:57: nichts konserviert ist.

00:20:58: Also das ist auf die Aufnahme.

00:21:00: Aufnahme, ganz gutes Stichwort.

00:21:02: Ich wollte gerade nach eurem Ziel, auch nach euer musikalischen Ziel, so ein bisschen fragen.

00:21:07: Klar, man kann so Schnäpple oder so Fitzerle streamen oder ich wollte natürlich noch mehr, dass es einmal eine ganze Scheibe gibt.

00:21:15: Das ist das große musikalische Ziel, oder?

00:21:18: Ja, auf jeden Fall.

00:21:19: Also wobei das für mich sogar noch im Prinzip ein bisschen mehr ist, weil Mein Traum war immer eben, früher war es eine Scheinplatte.

00:21:31: Das ist für mich eigentlich, ich bin ja schon in der zweiten Hälfte des Lebens, ist das mein Vermächtnis.

00:21:40: Also es klingt jetzt so pathetisch.

00:21:42: Aber das ist

00:21:43: das, was ich hinterlassen kann.

00:21:45: Alles andere, Gott.

00:21:48: Und das ist was Bleibendes.

00:21:49: Das stimmt.

00:21:50: Das ist eigentlich auch ein schöner Gedanke.

00:21:52: Irgendwas so, was man irgendwie weitergeben kann oder was auch bleiben soll.

00:21:59: So eine Art akustischer

00:22:03: Fußabtritt.

00:22:05: Wie viele Songs müsst ihr da quasi in euren Köpfen noch entstehen lassen, dass quasi so eine Scheibe, also die silberne Scheibe, eine CD, voll wäre?

00:22:15: Die wäre schon voll.

00:22:16: Die

00:22:17: ist schon locker voll.

00:22:18: Wir sind nur dann aufnehmen einfach

00:22:21: noch.

00:22:22: Ah ja, ihr seid quasi schon Tonstudio und wie viele Songs sind dann da drauf?

00:22:25: Oder wann ist dann Weltpremiere von der ersten CD von Käl?

00:22:31: von der CD noch nicht, aber wir haben ja jetzt die ersten vier Songs fertig und deswegen haben wir euch auch angeschrieben, damit das in den Welt hinaus gestreamt werden kann.

00:22:41: Ja, genau.

00:22:42: Und damit das mal bekannt wird, weil eigentlich kennt uns ja noch kein Sau.

00:22:47: Ja.

00:22:47: So ungefähr.

00:22:48: Ja.

00:22:50: Ja, man darf es auch mal unverblümt sagen.

00:22:54: Aber jetzt gibt es euch schon sieben Jahre.

00:22:56: Also das heißt auch, dass ihr ein bisschen bekannter werdet.

00:23:00: Wir spielen die Musik und braucht ihr natürlich auch ein paar Auftritte.

00:23:05: Habt ihr ja irgendwie einen Auftritt schon im nächsten Jahr, wo man sagen kann, hey, People streicht euch einmal den Termin rot im Kalender an, weil da sind sie live und in Farbe.

00:23:16: Bis jetzt noch nicht, weil ich habe jetzt verschiedene Locations schon angeschrieben, aber du glückst ja zum Teil gar keine Antwort mehr.

00:23:24: Das ist auch das Schwierige, was es schwierig macht, überhaupt Auftritte zum Kriegen, weil manche Orte, wo du spielen könntest, die schreiben gar nicht zurück.

00:23:35: Das ist

00:23:36: bedauerlich, aber

00:23:37: die werden

00:23:38: zum Teil auch überschwemmt vielleicht von Anfragen, weiß ich.

00:23:41: Auf jeden Fall ist es schwierig.

00:23:43: Dann wünsche ich euch alles Liebe und Gute für die kreative Ideen in Sachen Musik, also Melodie, aber natürlich auch kreative Ideen in Sachen Vertextung, vielleicht von Begebenheiten, von Gefühlen, von Situationen.

00:24:00: Das hat mir richtig gefreut, dass er da war.

00:24:02: Und ihr uns allen einen Einblick in eure Musik, in euer musikales Schaffen habt geben lassen.

00:24:09: Danke, dass er da war.

00:24:10: Danke für es hier sein dürfen.

00:24:13: Sehr gerne.

00:24:14: Soll ich mir den Referno mal ein Kapelle anstimmen?

00:24:19: So kennst du Zeit

00:24:22: lang

00:24:23: bleiben.

00:24:26: So kennst du Zeit lang

00:24:29: bleiben.

00:24:32: Gesund und vital

00:24:33: durch

00:24:33: den Tag.

00:24:34: Der Allgeuchtet-Kaffee-Clutch wurde euch präsentiert von der Bahnhofapotheke und dem Naturkostladen.

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