Wirtschaft am Bodensee: Im Gespräch mit Niklas Ringeisen, Leiter der Standortförderung Lindau
Shownotes
In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Niklas Ringeisen, dem Leiter der Standortförderung der Stadt Lindau.
Er gibt Einblicke in seine Arbeit und aktuelle Themen rund um Wirtschaft und Entwicklung der Stadt.
Außerdem geht es um die Bedeutung eines starken Standorts für Unternehmen und die Region am Bodensee.
Transkript anzeigen
00:00:02: Der Allgäu-Hit.
00:00:02: Kaffee-Clutch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.
00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter
00:00:09: Hektik,
00:00:09: dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!
00:00:16: Ich sage herzlich willkommen Herr Anna Niklas Ringeisen.
00:00:19: Schön dass Sie da sind.
00:00:21: Sie sind quasi zurückgekommen in ihre Heimatstadt
00:00:24: Ja, wenn man so will.
00:00:26: Heute hier für den Kaffeeklatsch bin ich tatsächlich zurückgekommen.
00:00:29: Ihr habt ihn ja seit anderthalb Jahren Standortförderer in Lindau und freue mich jetzt einfach auf die nächste Stunde und auf den Talk jetzt!
00:00:40: Die erste Frage stelle ich gleich mal.
00:00:41: Sie sind ja in Lindauer losgefahren.
00:00:43: Herr Ringeisen hat da die Sonne auch schon schön gescheint?
00:00:46: Also tatsächlich bin ich heute sogar in Kempten gestartet.
00:00:51: Ich habe eine kleine Wohnung in Lindau, aber wie gesagt meine Familie wohnt hier in Kämpten und von dem her hab ich einen ganz kurzen Weg jetzt heute ins Studio gehabt.
00:01:01: Ja
00:01:01: also heimspielen.
00:01:02: nochmals herzlich willkommen Niklas Ringeisen.
00:01:05: ich sage es nochmal ganz offiziell Standortförderer der Stadt Lindau.
00:01:09: Jetzt schauen wir aber zu Beginn ein bisschen auf Ihre Person.
00:01:12: Da haben wir ja schon was mitbekommen, gebürtiger Kämmten.
00:01:14: Haben wir durchsickern lassen und dann waren es irgendwann einmal reif für die Insel.
00:01:18: Aber dazwischen hier in Kempten auch in die Schule aus dem Gymnasium wahrscheinlich gegangen und dann irgendwo in Linder gelandet.
00:01:26: Was war da so dazwsichen?
00:01:28: War der Berufswunsch immer da.
00:01:29: okay ich habe eine schöne Stadt und will dahin und mache dann etwas beruflich oder natürlich dir Gedanken waren ein bisschen anders
00:01:39: Genau, also man muss ganz kurz hinzufügen.
00:01:41: Ich bin tatsächlich im Allgäu aufgewachsen und bin aber in Kaiserslautern geboren.
00:01:45: Okay!
00:01:46: Meine Mutter ist Pfälzerin und mein Papa ist aber waschechter Allgeuer- und Kämpner und von dem her bin ich dann mit ein paar Wochen quasi ins Allgäusch transferiert worden und hier aufgewachsend zur Schule gegangen habe ja auch am Hildegardis Gymnasium Abitur gemacht und dann hab' ich mich entschieden Geografie zu studieren.
00:02:07: Das hat mich schon in der Schule interessiert und ich bin auch ein naturverbundener Mensch.
00:02:11: Aber mir hat dieses Thema Mensch-Umweltbeziehung, Wirtschaft, Gesellschaft... Also alles was Geografen machen ist unterwegs die Forschen analysieren Ja, zwei Bereiche.
00:02:23: Es gibt diese physische Geografie, die stark auch in die Naturwissenschaft einsteigt und dann die humanen Wirtschaftsgeographien, die viel im Bereich ist, sagen wir mal Stadtgeografi, Bevölkerungsgeographie, Wirtschafts-Geografie
00:02:36: unterwegs
00:02:37: ist, habe auch Nebenfächer gehabt der Raumplanung und da bist du dann nah schon relativ nah an Stadtentwicklungsthemen.
00:02:44: Das greift so ineinander?
00:02:46: Das greift
00:02:46: ineinander und damit hast Du auch dieses übergreifende Denken und das vernetzte Denken Stärke des Geografen und bin dann quasi von Kempten weg nach dem Abitur nach Augsburg, habe in Augsburger Geografie studiert.
00:03:00: Und mich dann spezialisiert im Hauptstudium auf Wirtschaftsgeographie, auf Raumordnung und Landesplanung und Ressourcenmanagement.
00:03:06: Und dann bin ich so angedockt, war im touristischen Bereich tätig.
00:03:13: Muss man erst einmal Fuß fassen nach dem Studium?
00:03:15: Man muss Fuß
00:03:16: fassend genau.
00:03:16: und bei den Geografen sind diese Generalisten jetzt nicht die super Spezialisten.
00:03:23: Für mich war dann zu der Einstieg in der Touristik gegeben und dann auch im Sportmarketing noch tätig gewesen, auch Groß-Events organisiert von einer Marketingagentur in München.
00:03:37: Und dann war aber für mich so das Thema Heimat!
00:03:40: Total wichtig, also ich war da in München.
00:03:42: Da haben sie ja dann nochmal
00:03:46: Landeshauptstadt Luft geschnuppert und habe auch gedacht Mensch München das ist eine Weltstart und da kannst du jetzt irgendwie ganz viel erleben und neben der Arbeit dann ganz viel machen.
00:03:55: aber es ist tatsächlich Eher ein Thema gewesen, du bist halt so in deiner Babel.
00:04:00: Du arbeitest relativ viel
00:04:02: und fällig
00:04:03: ist innerhalb Münchens dann durchaus relativ weit.
00:04:07: Mit viel Dochhaltevermögen manchmal ÖPNV etc.
00:04:11: Genau,
00:04:11: genau ÖPNVA,
00:04:13: Luise
00:04:13: Rieselbach hier im Auto das ist echt tricky!
00:04:17: Und für mich war schon auch immer der Wunsch gegeben als ich gehe da raus Ich war bald auch gerne mal in der Großstadt, aber ich möchte irgendwann wieder zurück in meine Heimat und da fertig sein.
00:04:27: Und das war dann zwei, zwei vierzehn, zwei fünfzehn dann auch gegeben?
00:04:32: Da gab es eine Möglichkeit!
00:04:33: Und ich bin damals beim City Management in Käften dann noch eingestiegen und war dann Quartiersmanager für die nördliche Innenstadt.
00:04:42: Also
00:04:43: alles was ja mit Ihrem Studium irgendwo gut umsetzen und einbringen.
00:04:48: In meinen Themen drin genau Und hatte dann die Chance, bei den Geschäftsstellen auch die Leitung zu übernehmen.
00:04:56: Das war natürlich ein ganz großer Gestaltungsspielraum und da konnte ich mich in diesem City Marketing-Innenstadtentwicklungsthema natürlich austoben und habe durchaus auch versucht immer wieder Akzente aufzusetzen.
00:05:11: Dann kam
00:05:12: der Tage
00:05:13: X – ab dem Tag waren es reif für die Insel!
00:05:16: Ja, das ist ja ... wie gesagt, ich war dann irgendwann so auf die Fötzige zugehend.
00:05:21: und was macht man?
00:05:23: Und machst du das jetzt quasi hier in Kempten für immer weiter oder willst noch mal etwas Neues probieren.
00:05:32: Einmal frische Luftschnuppern sozusagen.
00:05:34: Frische Luft schnupperen
00:05:35: genau!
00:05:36: Dann habe ich einen kurzen Abstecher an die Hochschule unternommen aber schon gemerkt dass dieses Thema Stadtentwicklung,
00:05:45: Standort
00:05:47: in der Stadt arbeiten auch mit vielen Akteuren so vernetzt unterwegs zu sein.
00:05:52: Dass das eigentlich mich irgendwie reizt.
00:05:54: und dann ja im Jahr zwei tausend vierundzwanzig Stellen Ausschreibung lesen.
00:05:59: Standort oder Wirtschaftsförderung, Standortsförderungen Lindau.
00:06:03: Und dann habe ich mir gedacht, okay das ist auch neu.
00:06:05: Also das ist tatsächlich was Neu aufbauen, d.h.
00:06:07: die Stelle
00:06:07: gar so nicht... Man kann aktiv und aus seine Kreativität seine Pläne was verwirklichen.
00:06:12: Genau!
00:06:12: Ich bin ein Mensch der gestalten will, der einfach Dinge umsetzen will.
00:06:18: Der da sehr gut organisiert und strukturiert dann irgendwie so Dinge aufbreiten.
00:06:22: Das braucht man halt.
00:06:22: Und Linda ist ja kurz Distanz irgendwo.
00:06:27: Kenne natürlich aus meiner Kindheit Jugend irgendwie Bodensee Die historische Insel, da war man und ein ganz toller Flecken irgendwie.
00:06:39: Und das war für mich das Thema Hut in den Ringwerfen.
00:06:42: Und tatsächlich habe ich dann die Stelle bekommen.
00:06:46: Seit Oktober-Zw.
00:06:48: hier bin ich jetzt der Standortförderer der Stadt Lindau und am Bodensee tätig!
00:06:54: Und schon sind wir in Lindau.
00:06:55: Ach herrlich, was für ein tolles Wetter auch jetzt im Frühling!
00:06:58: Lindau ist immer eine Reisewertentages aus Lukwert vor allem dann so Ende April, Mitte Ende April wenn die Baumblüte losgeht.
00:07:07: können es bestätigen das ist schon auch ein besonderes Flair hat's da unten wirklich
00:07:11: Das ist so ein klassisches Frühlingserwachen Total
00:07:14: total
00:07:15: erwacht und dann gehts bei uns auch.
00:07:17: ja Wir sind natürlich ein touristischer Standort.
00:07:19: auch das heißt du merkst auch auf der Insel.
00:07:22: Also da ist auch mein Büro, deswegen kann ich so ein bisschen...
00:07:24: Night night night springt Ihnen entgegen von mir.
00:07:27: Genau wenn du merkst die Leute kommen wieder sie gehen raus Sie wollen das Flair erleben auf den Hafen.
00:07:34: Das ist wirklich richtig schön.
00:07:38: Jetzt sind sie da oder dürfen dort als Standortförderer arbeiten?
00:07:42: Es ist ein bisschen, wir haben es ja so oft schon gehabt.
00:07:45: Ein bisschen schwierige, sperrige Begrifflichkeit.
00:07:50: Für was ist ein Standort-Förderer überhaupt
00:07:52: zuständig?
00:07:53: Oder für was ist er denn Ansprechpartner?
00:07:56: Genau also Standort.
00:07:57: Förderung beinhaltet eigentlich klassischerweise das Thema... Da geht's um Wirtschaft!
00:08:03: Das heißt ich bin In Lindau, beider Stadt Lindau der Ansprechpartner für das Thema Wirtschaft.
00:08:09: Das heißt meine Aufgaben sind tatsächlich, sagen wir mal für optimale Rahmenbedingungen am Standort zu sorgen.
00:08:15: Dass die Standortfaktoren, dass es im Endeffekt passt, dass mehr ein attraktiver Wirtschaftsstandort sind.
00:08:21: Dann sind natürlich gibt's auch konkrete, sag mal in dem Sinne ja vielleicht auch monetäre Ziele.
00:08:25: denn am Ende wenn man sich aus so einem städtischen Haushalt anschaut braucht es auch Gewerbesteuereinnahmen.
00:08:31: Definitiv!
00:08:34: Ohne Moos ist nichts los, das heißt meine Aufgabe schon hat die Verbesserung der Wirtschafts- und Finanzkraft.
00:08:39: Klar, durchaus auch mal Unternehmen locken, Unternehmen auch halten.
00:08:44: Das heißt eine ganz wichtige Aufgabe bei mir ist diese Bestandspflege.
00:08:48: Das heisst einen Ementrat zu den ansässigen Firmen pflegen.
00:08:52: D.h.,
00:08:53: auf die Firmen zugehen, Gespräche führen... Auch das Thema wenn sie Firmen, die dann gewisse Verwaltungsverfahren durchlaufen und die vielleicht erweitern, anbauen oder ihren Standort innerhalb der Stadt verlagern wollen.
00:09:04: Das heißt auf diese Firmen zugehen das ist so ein...
00:09:07: Natürlich ein bisschen Akquise im weitesten Sinne den Standard attraktiv präsentieren und sagen hey Pippe ihr habt einen tollen Blick rüber nach Österreich oder auch in die Schweiz.
00:09:17: Ihr könnt es in der Mittagspause in den See springen und wir haben sogar super schnelles Internet.
00:09:22: Das ist genau in dem Gewerbegebiet!
00:09:25: Genau.
00:09:26: Das ist auch Standortmarketing und genau was sie ansprechen, das sind so Standortfaktoren, die sind total wichtig.
00:09:32: Das heißt ja schnelles Internet, Verkehrsinfrastruktur, Flächenverfügbarkeit – auch das Thema Steuern und Abgaben ist immer wieder ein Punkt aber halt auch weiche Standort-Faktoren.
00:09:42: Das heisst ein toller Kulturstandort.
00:09:44: also wir haben jetzt….
00:09:44: Sehr sehr sehr!
00:09:45: Es ist ein bisschen auch das zweite Standbein, was seit etlichen Jahren wächst bei Lindau?
00:09:51: Die tollen Ausstellungen jedes Jahr ob es da Winschi hier Das Schagal, da waren ja wirklich große Künstler ausgestellt.
00:09:59: Ja jetzt dann wieder im Kawatzen nach der Generalsanierung eine kleine Koop gibt's mit Bregenz auch was Kultur dass man das einfach noch in gebalter konzentrierterer Form eventuell auch vermarkten könnte.
00:10:12: also verschiedene Standbeine wo sich Ländau gut und schön und zukunftsorientiert präsentieren kann.
00:10:19: Genau und Sie sprechen es an, dieses Thema Museen und Kultur.
00:10:24: Also man muss immer sich vergegenwärtigen.
00:10:26: Wir sind eine Stadt mit sechsundzwanzigtausend Einwohnern.
00:10:29: Wir haben natürlich ganz viele Tagesbesucher, ganz viele Touristen bei uns über eine Million Übernachtungen in Lindau.
00:10:40: aber dieses Kulturthema ist schon bedeutend.
00:10:43: wir unterhalten sie haben es angesprochen unser historischer Kawatzen unserer Stadtmuseum letztes Jahr Nach einer umfassenden Umbaumaßnahme.
00:10:52: Endlich
00:10:52: wie das Kornhaus von der Verlierung hier auswendig auch?
00:10:56: Genau, aber wir haben natürlich auch da die Kosten im Blick halten müssen.
00:11:01: Wir haben da Förderungen bekommen von Bundland und unterschiedlichen auch Stiftungen Aber ein gewisser Anteil muss die
00:11:09: Kommune selber.
00:11:11: Und dann muss auch ein solches Museum laufen, das heißt es ist zum einen ein Stadtmuseum, d.h.
00:11:17: es soll für die Einheimischen da sein, die sollen kommen, sie sollen das entdecken und ihr Linder, ihre Historie kennenlernen.
00:11:24: aber dann braucht's halt auch dieses Thema Sonderschauen.
00:11:27: Da steigt man ja auch dieses Jahr wieder... Ganz toll!
00:11:30: Also Pincasso ab Marie Und das sieht natürlich auch überregional und wir haben in der Kombination ist uns ein großer Grupp gelungen, denn wir haben eben nicht nur das Stadtmuseum.
00:11:44: Wir haben auch das Hundertwasserforum im Kunstforum was wir jetzt fünf Jahre begleiten und umsetzen dürfen und das spricht ja Zielgruppen an.
00:11:55: Das heißt das Thema Hundertwasser Das ist ja irgendwie auch locker.
00:11:59: Da passiert was, der war ein bisschen
00:12:01: mehr... Kreativ!
00:12:02: Dieses
00:12:02: Schiefe, dieses bunte!
00:12:04: Der
00:12:04: Wunderwasser da gibt es Belege
00:12:07: und das lockt die Leute, das locket Kinder, das locked Familien an während Picasso natürlich eine spezielle Klientel irgendwie anspricht.
00:12:16: aber wir wollen alle als Gäste begrüßen Und die Menschen sollen unsere Museen kennenlernen.
00:12:22: Kultur, das Linder- und Kulturstandort ist.
00:12:24: Aber das Entscheidende ist, da entsteht auch ein Mehrwert.
00:12:27: Und dann sind wir wieder beim monetären Bereich.
00:12:29: Das heißt, einer der in den Museum geht muss halt da sich ein Ticket logisch das fährt dazu damit wir das Museum auch unterhalten können.
00:12:37: und dann haben wir einen tollen Einzelhandel.
00:12:40: mehr haben Gastronomie auch die Leute mehr haben auch Packages die wir kreieren dass man sagen mit den Hotels zusammenarbeiten weil für diese können das auch vermarkten und dann wird daraus so ein Wirtschaftsfaktor und das sind durchaus Aufgaben.
00:12:54: das heißt Das ist ein ganz starker Faktor diese Kultur und da wird auch richtig gepusht.
00:12:59: Und da bin ich natürlich als Standortförderer, auch eng vernetzt mit dem Thema Kulturmarketin ja?
00:13:05: Und dann auch Inselentwicklung das ist das klassische Thema müssen die Inseln natürlich auch voranbringen.
00:13:09: Auch das ist meine Aufgabe neben dem Thema auf dem Festland Da haben wir große Gewerbe- und Industriebetrieb.
00:13:14: Die müssen man voran bringen Und auch versuchen da gewisse Entwicklungen noch zu forcieren.
00:13:19: Also durchaus das Flächenthema, wo geht denn noch was?
00:13:22: Weil dann muss auch... also immer wenn man an Flächenentwicklung denkt du hast das Thema auch Natur Dann hast du dieses Thema Landwirtschaft und wo kannst du den überhaupt noch entwickeln?
00:13:35: Das ist im Endeffekt ein Ausloten.
00:13:38: aber da müssen wir durchaus auch hinkommen dass mir einer oder anderen Stelle gucken Und da wollen wir jetzt auch in Gespräche einsteigen, dass wir sagen, wir versuchen auch Flächen einmal wieder zu erwerben und voraktiv in eine Entwicklung zu kommen.
00:13:53: Das ist das Stichwort Bodenbevorratung, dass du das selber als Kommune noch mal steuern kannst.
00:13:59: Ich muss nochmal ganz kurz auf ihre Ursprünge.
00:14:03: Kaiserslautern falls Allgäu wo schlägt?
00:14:08: In welche Ecke schlägst ihr kulinarisches
00:14:10: Herz?
00:14:12: Ja gut, da bin ich dann schon irgendwo eingenordet.
00:14:16: und also der Pfälzer Saumagen, den gibt es ja auch.
00:14:20: Das ist allerdings echt ein bisschen schwere Kost.
00:14:22: Also da bin die dann schon mit der Allgäuer Küche heimisch geworden aber ich ... Die Region da oben, die Pfalz, meine Großeltern sind mittlerweile verstorben früher wirklich oft und viel hat schon auch einen gewissen Charakter.
00:14:41: Und das finde ich halt so spannend, wenn Regionen einen gewisse Charakter haben und dieser Menschenschlag prägt halt auch irgendwie eine Region.
00:14:48: Das finde ich einfach wichtig!
00:14:52: Obwohl es eine völlig andere Ecke ist von der kulturellen Prägung, aber da gibt's dann irgendwie so ne Vergnüpfung vom Pfälzer.
00:15:01: Zumindest in wir und zum Allgäuer hin sind übrigens auch sehr leuzelige, aufweckte Leute Wobei der Allgäuer glaube ich da jetzt auch...
00:15:12: Wenn er aufgetaut
00:15:13: ist, bleibt er.
00:15:13: Wenn er auch getaut ist kann er da auch mithalten wobei man ihm ja nachsagt.
00:15:17: er hat ein bisschen verschlossener.
00:15:18: und dann muss ich dazusagen da ist der Lindauer anders.
00:15:21: also da unten in der Region die Leute sind sehr aufgeschlossen und wirklich das ist ja es dann so geht so in die Richtung Schwaben und rüber.
00:15:32: die sind wirklich ein sehr auf geschlossenes Völkchen
00:15:38: Standortförderer der Stadt Lindau.
00:15:40: Ich stolpe da immer noch über die vielen Buchstaben ihrer Berufsbezeichnung Ringeisen sehr, sehr vielseitig, sehr kreativ, sehr weitschauend oder weit vorausblickend aber doch sehr aktuell.
00:15:54: Da sind so viele Faktoren auf die sie achten müssen wo sie Kooperationen eingehen.
00:16:00: im ständigen dauerhaften Austausch sind IHK Natürlich Gewerbeflächen auch das ist, aber sind denn so die aktuellen Projekte, die bei Ihnen auf dem Schreibtisch liegen?
00:16:13: Ja genau.
00:16:13: Sie haben es angesprochen.
00:16:15: Wichtig ist natürlich für mich auch dieses Thema Netzbreitpflege.
00:16:18: Seit Beginn meiner Tätigkeit bin ich mit der IHK, mit der Regionalgeschäftsstelle in Lindau im engen Austausch und das ist ein super Dialog und das is natürlich auch ein klassischer Sparring die natürlich auch einen wahnsinnigen Einblick in die Wirtschaft, in die Unternehmen haben.
00:16:32: Auch viele Studien so mitbegleiten und beauftragen.
00:16:36: Und das ist ein logischer Partner für mich dann auch beim Handelsverband.
00:16:41: Die sind sehr aktiv da unten auch in Ländern muss ich sagen.
00:16:44: Sie sind sehr, sehr aktiv und immer versuchen am Ball der Zeit zu bleiben.
00:16:49: Genau!
00:16:50: Und positionieren sich auch.
00:16:51: Also stellen auch, sage mal, aktiv Forderungen und Wünsche – und das finde ich genau richtig Weil das sind so Punkte, die wir halt auch oder die ich in meiner Arbeit aufgreifen kann.
00:16:59: Und ganz aktuell haben vor kurzem eine Unternehmensbefragung lanciert.
00:17:05: Das heißt sämtliche Lindauer Firmen befragt auf digitalen Weg.
00:17:10: D.h.,
00:17:11: ne klassische Online-Befragen putten sich am Ende auch leichter.
00:17:13: Ist
00:17:14: inzwischen ja Standard
00:17:15: online?
00:17:16: Genau!
00:17:16: Da ist fast schneller und fahrt Papier und ist am Ende irgendwie nachhaltiger Um einfach zu wissen, wo steht denn die Lindauer Wirtschaft?
00:17:23: Also was sind die Herausforderungen irgendwo?
00:17:26: Was sind Themen, die wir als Stadt vielleicht auch besser optimieren können.
00:17:34: Wir wollen eine gewisse Servicequalität bieten.
00:17:36: Das heißt auch aktiv abfragen, was können wir als statt für euch tun?
00:17:41: Das Thema Geschäftsklima ist wichtig.
00:17:45: Da fragen wir natürlich auch Themen ab, die wir jetzt vielleicht gar nicht als Staat so unmittelbar steuern können.
00:17:51: Das haben ja auch keinen Einfluss.
00:17:53: Das heißt auf gewisse Vorgaben von Bund und Land.
00:17:58: Und das Thema Bürokratie- und Berichtswesen ist immer mal wieder ein Punkt, was von den Unternehmen benannt wird.
00:18:05: Aber trotzdem können wir insbesondere über dieses Thema Standortfaktoren natürlich steueren Und wollen insbesondere erwichen, wissen von den Unternehmern.
00:18:16: was braucht es irgendwie.
00:18:17: Das heißt haben sie Flächenbedarfe?
00:18:19: Wollen Sie sich entwickeln oder ist eher ein Konsolidierungsthema?
00:18:22: wie sieht das Thema Fachkräfte aus?
00:18:25: Wir sind ja sehr heterogen aufgestellt.
00:18:29: Da gibt es natürlich Branchen und Bereiche, die müssen konsolidieren aber andere stellen wieder eher ein.
00:18:34: Und da greif ich dann auch ein.
00:18:36: also das Thema gerade letztes Jahr dieses Thema Azubis.
00:18:40: Das habe ich raus gehört aus den Gesprächen mit den Verbänden und da haben wir auch einen Format geschaffen.
00:18:46: Also mir geht's dann tatsächlich auch, nennen sie mal so Produkte schaffen.
00:18:49: Ja, der wusste.
00:18:50: Da haben wir eine Zubik-Nicke-Training
00:18:51: ins
00:18:52: Leben.
00:18:52: Das wäre jetzt grad so'n Ding gewesen weil Sie gesagt haben Sie es natürlich auch anliegen?
00:18:56: der Unternehmen, der Firmen kann man an sie herantragen.
00:18:59: Was ist denn da so?
00:19:00: vielleicht die meistgestellte Frage?
00:19:02: Geht das alles irgendwo in eine Richtung oder je nach Branche natürlich
00:19:05: unterschiedlich?".
00:19:06: Das ist tatsächlich unterschiedlich.
00:19:08: Da geht es viele, da haben wir das Thema schnelles Internet wird gefragt.
00:19:13: dann ist es tatsächlich Flächenverfügbarkeit und dann das Thema Steuernabgaben.
00:19:17: was mir aber nur mittelbar steuern können natürlich
00:19:21: die Werbesteuerhebesätze
00:19:25: oder Hebesatz Grundsteuerhebersatz.
00:19:27: das ist natürlich immer so ein bisschen Diskussionsthema durchaus klar weil das natürlich die Firmen irgendwie abführen müssen uns an Haushalt auch.
00:19:39: Da führt man dann schon auch diese Gespräche, aber wie gesagt dieses Reihenhören und das Reinfühlen.
00:19:46: Das soll auch entstehen über die Unternehmensbefragung an ein Draht aufbauen.
00:19:50: Ich bin ja auch Ansprechpartner.
00:19:52: Ich habe jetzt glaube über siebzig Firmen Betriebe mittlerweile aufgesucht, bin da draußen.
00:19:58: Aber bis ich natürlich mit allen mal durch bin, dauert es ein bisschen und das soll auch quasi ein Dialog irgendwo ermöglichen.
00:20:06: da läuft jetzt derzeit auch die Auswertung und diese Ergebnisse, die wollen wir natürlich ganz transparent kommunizieren.
00:20:13: Das heißt ich arbeite mit dem Stadtrat zusammen.
00:20:16: Ja ja klar das sind sie ein bisschen so der Überbrücke oder der Boote oder zwischen die Weiche von den verschiedenen Abteilingen und dass persönlich vor Ort erscheinen ist
00:20:29: nach
00:20:30: wie vor gut!
00:20:32: Trotz Teams-Meetings, trotz jeglicher Digitalisierung face to face.
00:20:38: Man spricht da immer noch anders?
00:20:39: Ja und das finde ich extrem wichtig rausgehen mit den Leuten sprechen.
00:20:47: natürlich ist es mal ein digital Call irgendwie eine Möglichkeit wenn's gar nicht ausgeht.
00:20:50: Wenns ganz schnell gehen sollte auch man...
00:20:53: Gehen wir mal in so einen klassischen Unternehmen ins Bisschen.
00:20:55: Was sieht das Ganze aus?
00:20:56: Das heißt ich rufe da an oder würde gerne mit dem Geschäftsführer zuständigen, verantwortlichen Gesprächen.
00:21:02: Die freuen sich die sagen toll da ist jemand der interessiert sich für unsere Firma.
00:21:07: das heißt es ist ja jetzt nicht nur ein reines Fachgespräch sondern man lernt sich irgendwo kennen.
00:21:12: Das ist meistens verbunden auch mit einer Betriebsführung d.h.
00:21:15: dass ihr natürlich auch den
00:21:17: Einblick bekommt an was
00:21:18: arbeiten die und haben wirklich ganz tolle Firmen vor Ort die da auch international wirklich einen Alleinstellungsmerkmal irgendwie haben.
00:21:26: Und damit können wir ja auch irgendwie wuchern, wenn man sowas in Lindau hat und das ist total wichtig.
00:21:32: Das heißt ich versuche, wenn es irgend geht, in Präsenz die Termine wahrzunehmen um einfach vor Ort dann da zu sein für die Firmen auch.
00:21:44: Auf der Lindauer Inselzimmer Wenn Sie aus dem Büro gucken, Herr Ringeisen.
00:21:49: Haben sie tatsächlich den direkten Blick zum See?
00:21:53: Ja, den habe ich leider nicht.
00:21:54: Also ich sitze tatsächlich bei meinem Büro auf der Insel in der Linkstraße.
00:21:59: Den sehe ich nicht aber da bin ich in zwei Minuten und von daher kann ich die Mittagspause
00:22:04: wunderbar
00:22:05: am Hafen mit Blick auf die Alpenkette verbringen.
00:22:11: Ich sehe aus meinem Büro auf dem Fender, also das ist
00:22:14: jetzt kein unschöner Blick oder es könnte schlimmer sein.
00:22:17: Also so ein Hinterhof wäre es ein bisschen wüschter und auch da viel Natur vom Fenster.
00:22:23: Natur ist natürlich auch was Linda zu bieten hat vor allem auf dem Festland aber auch auf der Insel viel grün.
00:22:29: Auch da ich sage mal Tourismus Komponente gehört zu ihnen rein.
00:22:33: wir haben die Unternehmens diese Wirtschaftskomponenten den die Gestaltung eines attraktivens Arbeitsplatzes oder für Firmen, dass das interessant und attraktiver Standort ist.
00:22:45: Und auch bleibt natürlich Tourismus auch außerhalb der Insel Nebenkultur auch ein bisschen Fahrradtourismus?
00:22:54: Auch das?
00:22:55: Das ist natürlich ein Faktor.
00:22:56: Oder
00:22:57: ein Teilbereich?
00:22:58: Ja, wobei man da ein bisschen trennen muss.
00:23:00: Wir haben eine Linda-Tourismus und Konkretesgesellschaft, die LDK.
00:23:04: Die kümmert sich schwerpunktmäßig
00:23:06: um
00:23:06: dieses Tourismus Thema aber natürlich zielt es darauf ab.
00:23:11: also wir haben tolles Hinterland.
00:23:13: Schönes Naherholungsgebiet.
00:23:14: Ein nahe Erholunggebiet
00:23:15: und da sind natürlich auch die Leute unterwegs und man kann da super Wandern spazieren gehen Radfahren genau.
00:23:23: Jetzt haben wir vorhin von den Unternehmen, also schon von standarden Firmen auch gesprochen.
00:23:28: der gute Kontakt zur Industrie und Handelskammer.
00:23:31: Und ein bisschen Nachwuchskammer ja in keinem... Also es ist nie verkehrt irgendwie von unten junges Gemüse nachzuzüchten.
00:23:40: Auch ein bisschen Stichwort Schulen Studentin sein.
00:23:44: könnte das mal sein?
00:23:46: Genau, das ist ein Thema.
00:23:48: Wir haben natürlich junge Leute da aber wir haben in Lindau
00:23:54: kein Hochschulangebot
00:23:56: und wenn man mit den Firmen spricht kommt es schon zur Sprache dass sie sich einen engen Austausch wünschen und die haben natürlich ihre Spezialisierungen und ihre Kompetenzen Und das habe ich auch von Beginn an in meiner Arbeit aufgegriffen,
00:24:11: d.h.,
00:24:11: das Thema Technologie, Innovationsförderung, Wissenstransfer und wir sind aktuell dabei – auch weil man mit der Stadt Bregenz-N kooperieren, dass die Kooperation ist tatsächlich auch aus dem Plastikprogramm
00:24:22: so ein
00:24:23: bisschen ableitbar, weil wir ein gemeinsames Oberzentrum sind und mir wollen jetzt prüfen lassen über eine Machbarkeitsstudio ein hochschulisches Angebot, Lindau-Bregens zu verorten.
00:24:36: Das heißt nicht dass wir jetzt eine große eigene Hochschule irgendwie ansiedeln aber über einen Verbund.
00:24:42: es gibt diesen Wissenschaftsverbund für Länderregionen im Bodensee das mir gucken.
00:24:48: was könnte zu uns passen und wir wollen das strukturiert und strategisch angehen.
00:24:53: Wir werden eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben haben das auch mit der Politik verabredet da gibt's den Beschluss Und da mal prüfen, was sind denn die Kompetenzen bei uns?
00:25:02: Genau und vor allem diese kurzen Abschwege, die sie nähe nutzen.
00:25:06: Und das ist sich
00:25:07: positiv.
00:25:08: Also dieses Thema in der Region – Was haben wir für Kompetensen?
00:25:11: Was sind unsere Stärken?
00:25:13: Was wird vielleicht auch überregional von anderen Hochschulen noch nicht abgebildet?
00:25:17: Und was könnte ein passendes Studienangebot dann bei uns sein?
00:25:21: Und warum tun wir das?
00:25:22: Zum einen weil man natürlich andocken wollen, dass mehr Institutionen unternehmen, eine Chance zu geben, was das Thema Wissenstransfer angeht und dass man auch versuchen dann über so angebot junge Leute zu halten oder anzuziehen weil die sind wichtig.
00:25:34: Dass eben nicht das Thema ist.
00:25:36: mit Achtzehn-Ninzen gehst du weg und kommst dann irgendwann vielleicht zufällig zur Familienplanung wieder?
00:25:41: Oder nicht?
00:25:43: Und vielleicht möglicherweise in eine Überalterung einer Stadtgesellschaft dann irgendwie kommt sondern dass der Mix und die Mischung passt.
00:25:50: Da wollen wir ran und da bin ich ganz gespannt und das darf ich auch fachlich quasi begleiten.
00:25:58: Das ist ein schöner Prozess und das ist halt Klasse, dass wirklich die Stadtpolitik Lindeau Oberbürgermeisterin und auch Pregens voll dahinter steht.
00:26:08: Und da dürfen wir gespannt sein!
00:26:10: Es ist schon geliebter europäischer Gedanke eigentlich schon umgesetzt drüber mit Österreich – die Koop mit Österreich weil es ja eigentlich ein Steinwurf von der Entfernung.
00:26:20: Genau,
00:26:20: das wir kooperieren seit Jahren.
00:26:23: Und das Thema, es läuft halt irgendwie eine Grenze durch aber die ist nicht in den Köpfen.
00:26:29: Also das gibt's nicht.
00:26:30: und wie gesagt engen Draht mit der Stadt Bregenz und haben ja auch schon gemeinsam mal europäischer Kulturpreisländer übertreibt abgeräumt.
00:26:40: Also das sieht man einfach, dass es gelebt ist mit den Vorarlbergern und auch aber auch sagen wir mal mit Oberschwaben.
00:26:46: Das heißt, es geht ja dann ins Nachbarlandstraße in Ravensburg-Messin-Lindau.
00:26:52: Ist immer schon ein Handelsplatz international im dem Sinne eigentlich gewesen.
00:26:58: Da sind die ganzen Wege zusammengelaufen und das spürt man auch in der Stadt.
00:27:02: also diese Denke.
00:27:04: Diese Denke und immer dieser Fortschritt oder dieser Blick Zukunft, dass man das erreicht.
00:27:10: Was man sich da vielleicht mal als Ziel formuliert hat.
00:27:13: Diesen Blick, diesen guten Blick und ein weiterhin gutes Händchen für die Stadt Linder wünsche ich Ihnen und ich sage ganz lieben Dank fürs Dasein!
00:27:21: Ja danke, dass ich dasein durfte und ja von dem her sind wir gespannt was uns erwartet in der nächsten Zeit.
00:27:31: Der Allgäu-Hit Kaffeeklatsch
00:27:33: wurde präsentiert von
00:27:34: den Lebensgestaltern.
00:27:36: Stundenweise Zuwendung
00:27:37: stattgetakteter Hektik.
00:27:39: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit!
Neuer Kommentar