Bürgermeisterin Martina Wilhelm über Missen-Wilhams, Zusammenhalt & Zukunftspläne
Shownotes
Im AllgäuHIT-Kaffeeklatsch begrüßen wir diesmal Martina Wilhelm, die engagierte Bürgermeisterin von Missen-Wilhams im Oberallgäu. Im Gespräch dreht sich alles um die Lebensqualität in der Gemeinde, aktuelle Projekte und Herausforderungen sowie den besonderen Zusammenhalt im Dorf. Martina Wilhelm spricht über das, was Missen-Wilhams so lebenswert macht – und verrät, welche Ideen sie für die Zukunft hat. Ein authentischer Einblick in das Herz des Oberallgäus – mit viel Leidenschaft, Bodenständigkeit und einem guten Schluck Kaffee.
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00:00:01: Gesund und vital durch den Tag.
00:00:03: Der Allgäuchelt-Kaffee-Clutch wird präsentiert von der Bahnhof-Apotheke Kempten und Pur Natur, weil Gesundheit bei der Ernährung
00:00:11: beginnt.
00:00:12: Heute begrüße ich die Bürgermeisterin von Wissen, Missen Wilhams.
00:00:16: Jesos Gott vor lauter M's und W's.
00:00:18: Martina Wilhams, jemand, die gleich in den Initialen ging.
00:00:22: Missen Wilhams.
00:00:23: Schön, dass Sie da sind.
00:00:24: Es ist
00:00:25: neun Uhr,
00:00:26: so Ihre eigentliche Vormittags-Kaffeezeit.
00:00:30: Tatsächlich ja, einen schönen guten Morgen an alle, die jetzt vielleicht schon bei der zweiten Tasse Kaffee sind.
00:00:35: Bei mir ist das tatsächlich die erste.
00:00:36: Und sie werden lachen, dieses MW hat schon ab und zu dazu geführt, dass man mich gefragt hat, ob mein privates Auto auch mein Dienstfahrzeug ist, weil natürlich die Initialen immer die gleichen sind und somit die Bauhoffahrzeuge ebenfalls mit MW unterwegs sind, wie ich mit meinem Auto.
00:00:53: Wir schauten das aus.
00:00:55: Sie sind jetzt ein paar Jährchen oder eine Amtsprojode ist es ja bald.
00:00:59: Auf dem Rathausstuhl war dieser Wunsch, dann doch einmal Rathauschefin zu werden.
00:01:05: Schon immer da, sind es im Sandkasten gestanden, haben gesagt, hey, Leute, ihr habt euch als Zeptail da.
00:01:11: und nein, so war es natürlich nicht.
00:01:12: Gleich tatsächlich nicht.
00:01:13: Es ist zwar so, dass man als Älteste von vier Geschwistern sicherlich schon eher in der Rolle ist, dass man dadurch erstmal vorne weggehen darf, aber tatsächlich ist es so, dass
00:01:26: die Rathaus-Türe
00:01:27: sich mehr eröffnet hat, als ich seinerzeit die Ausbildung zur Verwaltungsfach angestellten gemacht habe und mich da dann durch Fortbildungen im Endeffekt in höhere verantwortungsbewusste Positionen weiterentwickelt habe und als dann eben im Jahr
00:01:47: Bekannt war
00:01:47: das meine damalige Bürgermeister.
00:01:51: Ortsbürgermeister und auch einer meiner Chefs quasi nicht mehr antritt, ist man dann auf mich zukommen und tatsächlich ist dann so eine gewisse Idee,
00:02:00: die irgendwo im Hinterkopf
00:02:03: schon mal war.
00:02:03: Das kennt ja eigentlich insofern schon ganz gut.
00:02:05: passend, nachdem dann auch die Familie und auch mein Mann in der Hinterstandung, sei da ja immer drauf, hast es alle mal, also nicht das Licht und den Schäffelstelle, sondern jetzt einfach mal das abpacken und muss sagen, ich habe es noch keinen Tag bereut, auch wenn vielleicht das eine oder andere nicht so rausgekommen ist, wie man sich das vorher vielleicht mal gestellt hat.
00:02:24: Ja,
00:02:25: das wäre jetzt auch so eine Frage gewesen.
00:02:26: Man denkt sich, ja okay, sie sind da so Mädel aus der Ecke, aus dem Ort eigentlich, richtig uralgäuer Mädle und sind mehr oder minder in dem Ort, wo sie auch aufgewachsen sind, dann ja erste Frau des Ortes geworden.
00:02:41: Man kennt ja jeden Winkel, man kennt ja fast jeden Grasheim zwischen der Kopfsteinflasche, dann das da irgendwo liegt.
00:02:48: Ist das ein Vorteil, wo man sagt, okay, im eigenen einen Heimatort, weil man da halt aufwachsen ist und gewisse Entwicklungen schon mitbekommen hat, oder ist das eher, mein Gott, ich kann ja gar nicht barfuß durch den Ort gehen, das sehen sie ja alle.
00:03:05: Man ist so ein Fokus ein bisschen.
00:03:08: Es
00:03:08: ist sicherlich so, dass es manchmal schöner wäre, wenn man nicht alle Geschichten schon immer kennen würde.
00:03:13: Also ich denke, den Vorteil, den man als im Ort aufgewachsen hat, wo man einfach so die Familienstrukturen und von wegen, ja, das weiß man, der kann mit dem, hat noch nie mit dem kennen und solche Sachen.
00:03:24: Ja, ja, ja.
00:03:25: Das
00:03:25: ist,
00:03:26: da manchmal durchaus hilfreich, wenn man dann schon weiß, wenn dann ein Anruf reinkommt, dann denkt man, okay, der kommt jetzt aus der Ecke.
00:03:33: Gleichzeitig ist da aber auch eine Herausforderung, weil man ja dann nicht voreingenommen sein sollte, weil manchmal steckt ja dann auch eine Geschichte dahinter und man sagt ja, wenn man denn alles weiß, dann ... Das macht es doch auch so aus.
00:03:43: Aber insofern, als ich dann mich zur Kandidatur entschieden habe, war es schon so, sind die Misserwill haben es auch schon gericht für eine Frau.
00:03:52: Damals noch keine Vierzig, aus dem Ort und aus der Verwaltung.
00:03:55: Das sind vier Komponenten.
00:03:57: Wir sind gespannt, aber...
00:03:59: Hat aber sauber passt?
00:04:00: Hat sauber passt, hätte ich gesagt.
00:04:01: Und nachdem ich sage, ich mache weiter, habe ich bis jetzt noch positive Stimmen gehört.
00:04:06: Ja, Sie sind da auch mit einem Engagement mit.
00:04:08: Sie sprudeln richtig für Ihren Beruf, für den Rathaus schon.
00:04:12: Wie schaut denn der bei Ihnen aus?
00:04:13: Ist das so ein moderner Bürostuhl oder etwas Antiques?
00:04:16: Mit Leder, Lene?
00:04:18: Nee, tatsächlich.
00:04:20: Es ist ein roter Stuhl mit Filzbezug.
00:04:23: Wunderbar bequem.
00:04:26: Ohne Armlehnen, gell?
00:04:28: Nee, tatsächlich.
00:04:29: Also, zunächst hab ich mir gedacht, nachdem ich vorher schon einen Büro geschafft hab, Armlehnen sind etwas, wo kein Mensch nicht braucht, hab aber dann festgestellt, in der Position sind sie dann zwischen halt auch ganz
00:04:38: angenehm und praktisch,
00:04:39: genau.
00:04:41: Man stellt sich das ja manchmal so vor, so als Otto-Namal, Bürger draußen.
00:04:46: Man kennt ja oft auch diese schönen Säle, wo die Sitzungen sind.
00:04:51: Je nachdem, wie alt die Rathäuser sind, handgeschnitztes oder Stühle, die mit irgendwelchen Figuren... Und dann denkt man immer, das schaut immer so ein bisschen wie ein Thron aus.
00:05:02: Aber natürlich ist da halt auch die moderne Schallengste einzogen in die Rathäuser.
00:05:08: Natürlich Computer und Büro, Stühle, Ergo, Dynamisch.
00:05:13: Genau.
00:05:14: Martina Wilhelm, die Bürgermeisterin von Missen Wilhams, kommt aus dem Ort, liebt den Ort, liebt das Allgäu.
00:05:21: Was ist Heimat für Sie?
00:05:23: Vielleicht können Sie das kurz sagen.
00:05:26: Obwohl es so Heimatgefühl kann man gar nicht so kurz sagen.
00:05:29: Das ist ein Gefühl.
00:05:30: Stimmt.
00:05:30: So ganz kurz kann man das geheiß sagen, aber es ist einfach was,
00:05:33: wo man,
00:05:34: der ist doch schon Heimat, ist kein Ort.
00:05:35: Heimat ist ein Gefühl.
00:05:37: Das heißt, wo man einfach, ja, stückweit ... Jeden kennt, um jeden weiß.
00:05:42: Und einfach weiß das Gegenüber ist da genauso gern wie man selber.
00:05:48: Und auch die Sprache, also der Dialekt, das ist auch, finde ich, so eine Identifikations-Ebene.
00:05:53: Und man sagt, wir kehren irgendwie alle zusammen.
00:05:55: Ich bin ja Städterin, ich hab's ja schon ein
00:05:57: paar Mal auf
00:05:58: den Kopf und ginge an den Eingang.
00:05:59: Ich denke, geil, so gut, wie jetzt jemand, der ein bisschen vielleicht aus einem kleineren Ort kommt.
00:06:05: Aber auch Dialekt ist unfassbar schön.
00:06:07: Ich höre das sehr gerne, auch schon das Größte und Pferde, das ist so balsam irgendwie.
00:06:15: Ich habe ein Patenkind in Stuttgart und finde es dann immer total süß, wenn dann die Tante aus dem Allgäu kommt und dann sie mit einem schönen Piertigott wieder verabschiedet.
00:06:24: Das ist jedes Mal total süß, wenn sie dann mit Schauga ausstrahlt und dieses Piertigott dann versucht, wobei ich auch sagen muss, ich hätte gesagt, ihr darf einen sehr gut gemischten Alkohol-Dialekt-Sprecher, weil andere Leute das Schwetze sagen, aber da geht es eigentlich dann schon los.
00:06:40: Im Endeffekt, zwar in Missen-Wilhams aufgewachsen, die meinsame Grenze nach Westalga ist schon da, das heißt, ohne oder andere hört da dann in der Stimme schon mal raus, ja, die ist keine aus dem Südliche, weil die Schwetze noch mal
00:06:51: ein bisschen anders ist.
00:06:53: Meine Mama kommt aus dem Osteralkohol, meine Mama ist aus dem Unteralkohol, also ich hätte gesagt, ich bin immer eine ordentliche Mischung, Alkohol herviel.
00:07:01: Und nachdem meine Oma viele Jahre Heimatdichterin war, ist es vielleicht auch ein bisschen abgefärbt, dass mir der Holmhand auch viel Dialekt sprechen kann.
00:07:10: Und ich stelle fest, man stellt sich immer ein bisschen aus gegenüber Ei, wenn man also mit jemandem in einer Unterhaltung steckt,
00:07:17: der viel
00:07:19: Dialekt schwätzt, dann kommen da manchmal auch Vokabeln wieder hinter Vier, wo man denkt, die hast du jetzt doch schon.
00:07:25: Ja, weil ich es nochmal brauche.
00:07:26: Ja,
00:07:26: oder gerade wenn die Oma, wenn sie das so gesagt haben, also man ist mit der Oma auch mit aufgewachsen, weil Oma kann man auch aus dem Unterallgau oder so bolle der da, ja, das weischt halt einfach.
00:07:36: Also weil das Oma halt immer genannt hat, gell?
00:07:39: Und wenn das dann mal jemand anderes sagt, ja freust du dich innerlich?
00:07:43: Das ist echt schön.
00:07:44: Gibt's im Orte, müssen wir haben's.
00:07:47: Das ist ja überhaupt geil, da mal so ein Ort.
00:07:50: Nein, das ist ja, wie soll ich sagen, was zusammengelegt ist, irgendwo zu einem.
00:07:55: Das ist richtig.
00:07:56: Tatsächlich gibt es keinen Ort, das sagen wir so ein bisschen, wo haben sich die gesamte Gemeinde, die aber aus dem Endeffekt zwei großen Zentren möchte.
00:08:08: Einmal missen das ursprüngliche Pfarrdorf und die bis zu den Eigenständigen Gemeinden Wilhams, die dann aber im Vorgriff einer Verwaltungsreform, die dann Anfang der Seventier Jahre über das ganze Algo übergegangen ist, gesagt haben.
00:08:25: Wir schließen uns freiwillig zu einer Gemeinde missen.
00:08:28: Wir haben es zusammen.
00:08:29: Deswegen haben wir auch den Luxus des Doppelnamens
00:08:33: bekommen,
00:08:34: dass man einfach sagt, ja, wenn die sich schon dazu entschieden haben, dass sie Zermatschaft verwenden, soll auch wirklich jeder Ortsteil weiterhin im Namen bestehen bleiben.
00:08:43: Und es ist tatsächlich so, so nach wie vor auch zwei Gemarkungen.
00:08:46: Und
00:08:47: immer wenn neu in der Verwaltung anfangen, kann man denen das erst einmal erzählen, wie das dann auch von Zugang
00:08:52: ist.
00:08:52: Und
00:08:52: welcher Ortsteil?
00:08:53: Sie sind ja
00:08:56: doch ein bisschen mehr.
00:08:57: Und
00:08:58: Mr.
00:08:59: Berg und Berlas, was mir red alles und gerassiert, was wir alles noch einen kleineren Ort schaffen konnten, da kehrt natürlich auch jeder, weil er dann auch zu einer früheren Altgemeinde und manchmal muss man es dann auch wissen, dass man weiß, in welchem Katastrophe das man.
00:09:11: Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil, wenn man da aufgewachsen ist und ein gewisses Interesse an der Entstehung von Herrn Moin Kettel.
00:09:20: Eigentlich war das so ein eigenes Pilotprojekt.
00:09:23: Das haben die ja gemacht, bevor es auch diese Landkreisreform und diese VG gab.
00:09:27: Also da ist ja, mein Gott, der Laborhase war es ja damals schon in freiwilliger Leistung.
00:09:34: Wobei
00:09:34: dann natürlich schon so, als dann in den siebziger Jahren die Bestrebungen weitergegangen sind, schon auch so, dass man aus den Erzählungen weiß, dass da dann auch die Bestrebungen da waren, wird man auch gleich wieder eingemeindet.
00:09:46: Es waren Ideen dort Richtung Oberstauf, es waren Ideen Richtung Stadt-Immen-Stadt.
00:09:50: und irgendwie haben sie damals gesagt, Nami, wenn ich eingeständig bleibe und waren da so ein bisschen, ich möchte sagen so, mein Tourismuschefin sagt, wir sind das gallische Dorf, was das auch hat.
00:10:01: Von wegen ganz Deutschland, ganz Gallien ist von den Römern besetzt.
00:10:05: Nein, nicht ganz wirklich.
00:10:07: Wirklich auch dort die Eigenständigkeit.
00:10:09: Und drum war eigentlich dann, als im Mai, die Verwaltungsgemeinschaft mit Weitern aus der Taufe geschlossen wurde, der Schritt, damit diese kleine, fifteenhundert Einwohnergemeinde auch weiterhin ihre Eigenständigkeit behält, weil einfach die Verwaltungsaufgaben an einer größeren Einheit abgeben worden sind.
00:10:28: Und ich sage eigentlich, haben wir da eine sehr wichtige
00:10:31: Nahtstellenfunktion, denn
00:10:33: wenn man diese zwei Altlandkreise Kempten und Sonthofen anschaut, Missen Wilhams hat zum Altlandkreis Sonthofen kehrt, weit nach zum Altlandkreis Kempte.
00:10:42: Das heißt, mit unserer VG sind wir da jetzt eigentlich Nahtstelle und Kit, um den gesamten Landkreis Oberallgäu wirklich zum Sammel zu bringen.
00:10:52: Da kann man eigentlich, gerade wenn man dieses Einzelne und dann doch Gesamte, da können Sie ja eigentlich gar nicht sagen, wo Ihr Lieblingsplatz ist.
00:11:00: Wenn Sie jetzt auch aufs Missen sagen, dann sagen die wir.
00:11:05: Bei uns gibt es eine Plätzle, wo sie sagen, das ist ihr Plätzle.
00:11:09: Ich glaube, das hat zu ziemlich jeder, aber das sagt man auch nicht verschnittbar, weil ansonsten ist das Lieblingsplätzle schnell vielleicht überlaufen, aber hat man dann nur die Ruhe, weil man einfach sagen muss, es hat jeder Ortsteil.
00:11:26: Schöne Geschichten, das heißt entweder ist es
00:11:28: mal
00:11:29: an einem schönen Bachlaufwinkeler, wo man einfach die Natur genießen kann oder im Gelände in einem Waldgrundstück, wo man einfach sagen kann, da hat man richtig schön Ruhe.
00:11:38: oder dann aber auf einem der Höhenzüge, die ja dann bei uns auch da sind auf dem Hauchelberg oder auf der Tale Höhe, wo man dann einfach sagen kann, man hat auch einen schönen Ausblick.
00:11:47: Vor dem her hätte ich gesagt, das ist die Disziplinplätze manchmal auch ein bisschen Stimmungs- und Wetter- und auch Fitnessabhängig, wo man dann gerade hinkut.
00:11:55: Wir schauen uns eigentlich kulinarisch bei Ihnen aus, Frau Wilhelm.
00:11:59: Wenn ich Ihnen da jetzt ein Hamburger auf dem Einteller serviere und auf der anderen Seite ein Kässpatzen mit geschmelzten Zwiebel.
00:12:05: Wo
00:12:06: schlagen Sie zu?
00:12:08: Oh, Sie überlegen
00:12:09: lang.
00:12:10: Es ist sicherlich so, es hat alles zu seiner Zeit sein Reiz, aber ich glaube, das erste derb man die Kässpatzer auf jeden Fall probieren, wobei ich glaube, die, wo man von daheim kennt, in aller Regel eh die Beste sind.
00:12:20: Insofern ist da vielleicht eine gewisse Zurückhaltung gegen welche aus einer anderen Küche.
00:12:25: Geheben, während der Hamburger ja manchmal einfach doch so viel standardisiert ist, dass man entweder sagt, ich mag's oder ich mag's gar nicht.
00:12:31: Jetzt haben wir ja mit etwas Kulinarischem gerade schon begonnen.
00:12:34: Wie gut können Sie denn
00:12:35: kochen, Frau Wehem?
00:12:37: Gibt es ein Lieblingsrezept oder ein überliefertes Rezept, wo Sie sagen, ja, das habe ich bei meiner Oma schon gegessen, dass er dermaßen ein gutes Apfel muss?
00:12:47: Oder was ist ein Lieblingsessen, außer Kälspatzen aus der eigenen Familie?
00:12:54: Also ich hätte gesagt, ich glaube, man kann sagen, zum Überlehrbereich ist es, wie ich koche kann, aber ansonsten.
00:13:02: Mein Oma hat immer gesagt, Kinder muss man auch kochen, vom Schnittler holen, dann hat
00:13:05: es es nicht.
00:13:07: Und
00:13:07: dementsprechend haben wir ja eigentlich relativ viel auch mithelfen dürfen.
00:13:12: Ein sehr klassisches Rezept fällt mir jetzt tatsächlich kein Ei, was mir allerdings geblieben ist, ist die Vorliebe für richtig ordentliche Fleischsuppe.
00:13:23: Rinderbrühe.
00:13:24: Alles
00:13:25: von der Kuh, was lecker ist mit dem Suppengemüse
00:13:28: im Topf.
00:13:29: Eier Schein kommen
00:13:31: noch rein.
00:13:32: Das ist tatsächlich was, was ich sehr, sehr gerne mag.
00:13:35: Und dann auch das abgekochte Suppenfleisch, entweder weil da ist Einlage oder aber ... Das habe ich noch nie so hinbracht.
00:13:43: Mein Oma hat dann daraus immer ein Fleischpreik gemacht und das waren dann bei uns Fleischkirchen.
00:13:47: Das heißt also das erste Hackfleischkirchen.
00:13:50: Das schmeckt nicht so wie Oma das Fleischkirchen.
00:13:52: Aber Oma hat die nicht aus dem frischen Hackfleisch gemacht, sondern aber aus dem kochter Rindfleisch.
00:13:59: Und das gibt schon ein bisschen einen Andrickschmack.
00:14:04: Da kriegt man gleich Hunger, wenn wir jetzt am Vormittag übers Essen sprechen.
00:14:08: Klarer Kochen hat jetzt auch in der Schule mit denen stellen wird, den es vielleicht noch zu Umarszeiten gegeben hat.
00:14:15: Aber sind Sie schon jemanden, der im Sommer gerne mal Grill, mal eine Bockwurst auf den Grill legt?
00:14:20: Oder der Mann, das vielleicht machen lässt?
00:14:25: Wir haben einen Grill, allerdings kein so großem, was mäßiges.
00:14:28: Wir kehren nicht zu denen, die dann schon im April-Agrillen müssen, aber durchaus einmal ein schönes Stück Fleisch tatsächlich eher auf dem Grill als wie ein Wurstler.
00:14:37: Also das Wurstler ist dann eher so mal was, was man auf einem Festler zu sich nimmt, ist der Heum.
00:14:42: Eine
00:14:42: Rote auf Tante, oder mal eine Weiße.
00:14:47: Aber tatsächlich, wenn auf dem Grill wohnt bei uns eher ein Mäller.
00:14:51: Stück Fleisch.
00:14:52: Das ist bei mir auch so.
00:14:54: Schee durchzogen, schön mariniert, dass es auch schisssaftig ist.
00:14:58: Wissen Sie eigentlich, wie viel Termine Sie so über das Jahr als Bürgermeisterin wahrnehmen?
00:15:04: Oder sagt man da so einer Dreißigste zwölfte?
00:15:07: Boah, das ist jetzt echt krass, gell?
00:15:09: Ich habe jetzt einen neunhundertdreiechzig Tabine gehabt.
00:15:11: Das wäre mal eine interessante Statistik, das einmal wirklich mitzuführen.
00:15:15: Ich habe vergangen, ich wollte eine Bürgerversammlung kett, da bin ich dann schon immer wieder ganz... Überrascht bis auch erfreut festzustellen, was denn so in den letzten zwölf Monaten bloß alles passiert ist an Dingen, wo man in offizieller Funktion mit dabei war, mal als federführend, weil die Kommune auch veranstaltert ist, wo man dementsprechend dann einfach auch Großworte und andere Dinge mitorganisieren muss oder einfach Festivitäten von den verschiedensten Vereinen im Ort, wo man sagt, ja, da kehrt sich es einfach auch, dass man Die Gott.
00:15:49: Ja genau, man ist ja oft manchmal auch Schirmherinner von der Veranstaltung oder der Kindergarten hat irgendwas.
00:15:55: Man gibt seinen Namen noch her und unterstützt natürlich dann auch soziale Geschichten.
00:15:59: Können Sie ja Instrument spielen, Frau Wehem.
00:16:02: Tatsächlich ja.
00:16:03: Das ist vielleicht insofern eine ganz erspannende Geschichte.
00:16:06: Zu der Zeit, als es darum ging, dass die kleine Martina ein Instrument lernen sollte und in der Familie eigentlich die Blasmusik sehr, sehr hohen Stellenwert hat, war es aber schlichtweg so, dass unsere örtliche Blasmusik zu diesem Zeitpunkt noch eine Männerkapelle war, was dann dazu geführt hat, dass ich E-Orgel lernen durfte.
00:16:25: Okay, ganz was anderes.
00:16:28: So Tuba, Posaune und Trompete.
00:16:31: Und mich da jetzt im Laufe der Jahre dann Richtung Kirchenäugel weiterentwickelt habe.
00:16:36: Ich sage immer, ich kann es nicht gut, aber ich tu es brutal gern.
00:16:40: Und das ist eigentlich auch meine Stunde am Sonntag-Vormittag im Rahmen des Gottesdienstes sozusagen zu musizieren.
00:16:48: Ist für mich einfach das, was ich sage.
00:16:49: Ja, das ist meine Stundelte, da muss ich sagen, ist das mehr Hobby und gar mehr einfach Sage zum Löffel.
00:16:55: Da kann ich
00:16:56: auch noch wieder ein bisschen was zurückgeben und einfach dort dann gut abschalten.
00:17:01: Ich bin da immer super neugierig, aber als Frau ist man das.
00:17:05: Wir schauten da so ihre Amtskette aus.
00:17:07: Gibt es bei Ihnen eine im Rathaus Safe?
00:17:11: Wenn ja, wie üppig oder nicht üppig ist die?
00:17:16: Also tatsächlich ... Es gibt eine
00:17:18: Amtskette,
00:17:20: da möchte ich aber sagen, das ist eher ein Medaillon, wo auch nur Missen drauf steht.
00:17:26: Also es kommt eher aus der Geschichte an einem nicht wirklich sonderlich schicken blauen Band.
00:17:32: Also es hat mehr was von so einer Medaille bei einem Schüler Skirennen als wir von einer Amtskette.
00:17:40: und gleichzeitig habe ich mir jetzt aber auch noch keine Mühe gemacht, einmal ein schickes Bänderler hier zum Hänger.
00:17:45: An meiner ersten Sitzung, wo ich vereidigt wurde, ging es darum, ja, du musst die Amtskette mitnehmen und dann habe ich erstmal meinen früheren Mitarbeiter von der Kommune Aura von mir sein.
00:17:55: Wo könnten die Seilwahl tatsächlich die Mitarbeiterinnen der Gemeinde sind?
00:17:58: Ich glaube sowas haben wir gar nicht.
00:18:00: Wir haben sie dann gefunden und ich habe dann beschlossen, ich nehme ein anderes Schmuckstück um den Hals.
00:18:06: Nicht wirklich schick ist und hab's da durchaus mit einem meiner Vorvorgänger, der mal gesagt hat, das was ein Bürgermeister leistet, ist nicht, dass er die Amtskette hochglanzpoliert, sondern das, was er geschafft hat.
00:18:19: Und darum hab ich dann gesagt, gut, ich weiß, dass es sie gibt.
00:18:22: Wenn ich mal viel Lust hab, dann kriegt die vielleicht mal ein neues Bändele.
00:18:27: Und ansonsten ...
00:18:28: Bleibt sie in der Schublade.
00:18:31: lieber anpacken als irgendwie schönen dekorativen Dinge um der Halshänge.
00:18:34: Ja, das ist aber eine gute oder gesundene Einstellung, weil es gibt ja Orte im Allgäu, die mir gar keine.
00:18:40: Da haben die Bürgermeister, ja, die sind oben rum, um der Heiß dann immer nackert, weil die haben gar keine so Amtskette.
00:18:46: Manchmal ist das ja sehr üppig, das sind ja alte Stücke.
00:18:48: Das ist jetzt ja bloß so neu jede halbe gefragt.
00:18:52: Bleibt da bei ihrem vollen Terminkalender Irgendwo auch so der Moment, wo Sie sagen, ja, ich kann da noch ein Hobby ausüben.
00:18:59: Musik haben Sie ja gerade schon gesagt.
00:19:01: Das schauen Sie auch, dass Sie das durchziehen, die Orgel in den Gottesdiensten auch zu spielen, aber so draußen in der Natur sind es auch gern, gell?
00:19:11: Auf alle Fälle.
00:19:12: Und da muss ich sagen, muss ich mir da ein bisschen an der eigenen Nase packen, da sind wir da wieder ein bisschen mehr Freiräume.
00:19:17: Einräume, weil es geht schon los, dass es mir eigentlich total viel Spaß macht in meinem Hochbeet.
00:19:24: zu wühlen
00:19:25: und zum Schauen, ob es die Regen waren, wir gut haben.
00:19:28: Oder wie viele Nacktschnecken im Sommer da so unterwegs sind.
00:19:31: Nein, sollten im Hochbeet nicht sein.
00:19:33: Im Hochbeet waren die jetzt auch nicht, aber tatsächlich einfach das dann draußen und zum Schauen, was an den Sträuchern wächst und gedeiht.
00:19:41: Das macht richtig viel Spaß und gleichzeitig können sich dann noch ein bisschen mehr Zeit gönnen.
00:19:46: Und ansonsten sind wir in einem so schönen Winkeler im Allgäufer, wo man sagt, er kann eigentlich braucht man was bei der Hausdien-Ausgang und ist schon in einer wunderbarer Region, sodass man eigentlich darum sage, manchmal müsste man sich mehr an der eigenen Nase packen und sagen so und jetzt... raus beim Loch und einfach mal Natur genießen.
00:20:06: Wir sagen immer, wir wohnen da, wo andere Leute eben Urlaub machen.
00:20:09: Man geht selber, wie Sie sagen, da müssen wir uns alle mal an die Nase packen.
00:20:13: Wir wohnen ja dort, wo andere Leute Urlaub machen.
00:20:15: Also nutzt das, wo für andere Leute extra herfahren, um das zu genießen.
00:20:23: Jetzt sind's fast euer Amtsperiode auf dem Stuhl irgendwie eine ganz urige, knuffige, süße Begebenheit.
00:20:31: oder wo sie sagen, das ist so zuckersüß.
00:20:36: Ja, genau deswegen bin ich eigentlich und will da auch weiterhin erst der Frau sein im Ort oder als Frau mein Mann stehen.
00:20:45: Also tatsächlich Begebenheit aus einem Männer... Als ich ins Amt gekommen bin, war Corona.
00:20:55: Das heißt so diese beliebte Geschichte, um auch mit den älteren Personen aus dem
00:21:01: Ort
00:21:02: ins Gespräch zu kommen.
00:21:03: Das heißt so diese Geburtstage zum achtzigsten, fünfundachtzig und so weiter, waren ja weg, sodass sie dann irgendwann gesagt, okay, als man wieder ein bisschen durfte, ich lad die bei mir mal den Kurgarten alle, die ja rundes oder halberundes Jubiläum hatten.
00:21:14: Und da war dann tatsächlich eine gute Freundin von meiner Oma dabei, die ihren fünfundneunzigsten.
00:21:20: hatte und die dann, trotz dass sie doch schon einfach auf dem Alter gezeichnet war, dann einfach gekommen ist und die mir an dem Tag dann die Hand geschüttelt hat.
00:21:29: Sie ist so stolz, hat sie gesagt, und wenn du jetzt wirst, wie stolz deine Oma und alle auf dich waren, das war echt was, wo ich dachte, das ist ein Ritterschlag, wo ich, wenn ich jetzt gerade denke, der läuft so einfach kalt, der Rücken runter, dass einfach auch die sagen, ja und du machst das und wir finden das total klasse und ansonsten ist halt so die übliche Frage.
00:21:49: darf ich nur Martina sagen.
00:21:51: Was natürlich in vielen Fällen, ich sage ja immer, man braucht jetzt dann das übermäßig
00:21:57: zu kompetieren.
00:21:59: Weil ja, die allermeiste Leute kennen mich halt einfach schon wirklich vom Kinderwagen
00:22:04: auf.
00:22:05: Genau,
00:22:06: wo man sagt ja, da ist das dann ja auch in Ordnung und gleichzeitig kann man ja an der anderen Stelle das dann auf eine professionelle Ebene heben, wenn man sagt, das sind einfach nur andere mit dabei.
00:22:15: Das funktioniert eigentlich ganz gut, aber das ist was, wo Eigentlich auch ganz schön ist, dass man sagt, ja, die kennen einen auch.
00:22:21: Die kennen einen wirklich vom Kinderwagen raus.
00:22:24: Behalten sie ihren Optimismus, behalten sie ihre Freude an ihrem Beruf, ihre Freude an ihrer Heimat.
00:22:31: Es war schön, dass sie da waren, Martina Wilhelm.
00:22:33: Dankeschön.
00:22:34: Ich sage
00:22:34: Dankeschön, dass Sie vorbeikommen haben dürfen.
00:22:37: Gesund und vital durch den Tag.
00:22:39: Der Allgeuchtet-Kaffee-Clutch wurde euch präsentiert
00:22:42: von der Bahnhofapotheke
00:22:44: und dem Naturkostladen.
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