EKO (Experimentelle Klangkunst aus Oberstdorf) mit Gründer und Leiter: Hans-Jürgen Gerung

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir über die EKO (Experimentelle Klangkunst Oberstdorf) und ihre besondere Rolle in der zeitgenössischen Musikszene. Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Hans-Jürgen Gerung werfen wir einen Blick auf die Entwicklung des Festivals seit seiner Gründung und erfahren, wie junge Talente in Oberstdorf gefördert werden.

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00:00:02: Der Allgäu-Hit Kaffeeklatsch wird präsentiert von den Lebensgestaltern.

00:00:06: Stundenweise Zuwendung statt getakteter

00:00:09: Hektik,

00:00:09: dein ambulanter Dienst im Allgau für Pflege und Betreuung mit Zeit!

00:00:14: Heute liegt was in der Luft hier bei mir am Kaffeklatsch nämlich ganz viel Musik, ganz viele Noten, Notenschlüssel.

00:00:20: es geht um Moll und Dur im weitesten aber im speziellen Umhandsjürgen Gärung.

00:00:25: er ist nämlich Musikschuldirektor in Oberstdorf.

00:00:27: herzlich willkommen!

00:00:31: Bestückt aus Noten, aus Notendlettern aus dem Violinschlüssel.

00:00:36: Das ist so Ihre Welt, die sie begleitet?

00:00:40: Ja das stimmt!

00:00:41: Also es sind vielleicht nicht nur Notenblätter, sondern auch Instrumente.

00:00:46: Es ist die Arbeit mit Kindern aber auch mit Profi, was nochmals unterschiedlichster Colleur.

00:00:53: Vokalmusik... ja das ist meine Welt

00:00:57: So im Groben mal formuliert.

00:00:59: Noten, Violinschlüssel, Musik im Allgemeinen.

00:01:02: das ist so ihre Welt ihr Leben.

00:01:04: Musik was bedeutet es?

00:01:05: Kann man das überhaupt in drei Sätze irgendwie zusammenfassen?

00:01:08: Ist es Leidenschafts-Spaßemotion?

00:01:12: Ja ich denke es ist von jedem das wir jetzt genannt haben ein bisschen.

00:01:15: Natürlich empfindet Musik jeder anders

00:01:18: aber

00:01:19: für mich kann ich sagen die Musik versteht Dinge auszudrücken die mir verbal nicht gelingen Ähnlich vielleicht wie die bildende Kunst

00:01:28: oder die Filmfunk,

00:01:32: aber es ist etwas was sich der normalen sprachlichen Ausdruckskraft entzieht.

00:01:38: Ja und Musik kann einem auch wirklich Gänsehautmomente bereiten im positiven Sinne auch wenn ein Riesenorchester spielt Und wenn das langsam anfängt, also ich kriege ja jetzt vom Erzählen schon ein bisschen aufstehende Haare.

00:01:53: Wie hat es angefangen mit Ihrer... Ich nenn's jetzt auch mal so Passion vielleicht?

00:01:58: Leidenschaft für die Musik, für Instrumente?

00:02:02: Ja, das hängt schon mit meiner Kindheit zusammen.

00:02:05: Also das war natürlich rein analoge Zeit

00:02:09: und

00:02:09: ich habe sehr viel meine Kindheit bei meiner Großmutter verbracht, weil er dann arbeiten mussten verfügte über einen riesigen Schatz an Kinder und Volkslieder.

00:02:23: Wir hatten am Bauernhof, da hat die mit mir den ganzen Tag gesungen und auch im Familienkreis oder viel musiziert auf einfachstem Niveau aber doch sehr von Herzen und das hat mich geprägt.

00:02:39: Und so irgendwann mal kam der Kontakt halt mit den großen Werken alter Meister und ich habe sie nicht verstanden.

00:02:50: Und wollte dann

00:02:50: ein bisschen mehr

00:02:52: darüber wissen, so wurde die Neugierde immer größer und die hat bis heute nicht aufgehört.

00:02:59: Wunderschön!

00:02:59: Welches Instrument?

00:03:00: Ich bin natürlich auch ein bisschen neugierig welches Instrament hast du mal geladen?

00:03:04: oder vielleicht sind sogar mehrere Instrumente?

00:03:06: Ja also ich hab studiert habe ich klassische Gitarre und im zweiten Hauptfach Trompete Augsburg, im Leopold Mozart-Konservatorium hatte da Unterricht bei Karl Erhardt.

00:03:21: Der war wiederum Schilder von Carl Orff und für ihn war es Pflicht dass man auch ordentlich Klavier spielt also noch Klavierunterricht und das alles zusammen hat dann das Ideal des Bildungsideals eines Konservatorium zu erfüllen gesucht nämlich einen umfassenden gebildeten Musiker zu entlassen.

00:03:47: Wir waren also alle keine Tasten-Hieros, das war eigentlich in Augsburg gar nicht gefragt,

00:03:54: sondern

00:03:56: eine breite musikalische Bildung.

00:03:59: Sind Sie hier aus dem Allgäuer Raum?

00:04:01: Sie sind jetzt seit ein paar Jahren ja Musikdirektor in Obersof.

00:04:05: Das ist noch gar nicht einmal so lang oder?

00:04:07: Ja ich bin gebürtiger Allgänger und komme aus Mittelberg.

00:04:12: Auch in Mittelberg?

00:04:13: Ja,

00:04:13: also nicht Mittelberg im Weisertal sondern bei Mittelberg.

00:04:17: Und ausgebildet wurde ich dann zuerst bei der Dorforganistin und an der Musikschule campen.

00:04:27: Ich bin dann eben weggegangen zuerst nach München und dann Augsburg.

00:04:32: Hab da studiert und irgendwann bekam ich einen Anruf von der Musik-Schule Oberstdorf die suchten ein Lehrer für Gitarre.

00:04:41: Ich war praktisch am Ende meines Studiums.

00:04:44: Ich wusste aber gar nicht, dass Oberstoff eine kommunale Musikschule besitzt.

00:04:49: Oberstoff besaß damals also

00:04:51: neben Campen... Ja genau, Camping ist die erste kommunale

00:04:54: Musikschule.

00:04:57: Und da habe ich dann angefangen da oben und dazwischen war ich mal mehrere Jahre weg, hab viele in Italien gearbeitet und auch in der Schweiz immer die Möglichkeit gegeben, einen Fusen der Tür zu behalten auch mit einem ganz kleinen Deputat und das war schon sehr gut für mich.

00:05:21: Und der Blick aufs Nebelhorn ist natürlich...

00:05:23: Ja sensationell!

00:05:24: Also jeden Tag wenn ich da hochfahre, egal was für ein Wetter denke ich mir, was ist es doch für ein wunderschöner Arbeitsplatz?

00:05:32: Hans-Jürgen Gerungen, Musikschuldirektor von Oberstock.

00:05:35: Das ist ein bisschen ein altertümlicher Begriff noch.

00:05:37: Musikschuldirektor!

00:05:39: Ja so steht's in der Stellenbeschreibung?

00:05:41: So steht es in der Stellbeschrebung und ich frag sie natürlich nachher gleich auch noch ein bisschen wo Sie so Ihren Lieblingskomponisten ansiedeln von den Jahrhunderten her welcher Musikstil so Ihr Persönlicher ist.

00:05:52: aber was hat denn einen Musikschultirektor an einem Anaufgabenfeld?

00:05:57: das ist ja wirklich riesig.

00:06:00: Viel Bürokratisches natürlich auch.

00:06:03: Da haben Sie recht, das viel Bürokratee!

00:06:05: Aber es ist in Oberstdorf wie vieles andere auch anders als anders.

00:06:10: Und das ist gut so?

00:06:12: OberstDorf ist ein Tourismusort mit internationalem Flair und da ist die Arbeit des Musikschulleiters immer auch die eines Kulturmanagers.

00:06:26: also es läuft praktisch Keine oder nur sehr wenige kulturelle Aktionen in Oberstdorf, in der wir mit der Musikschule nicht in irgendeiner Form geteiligt sind.

00:06:37: Entweder in der Ausführung oder in der Organisation.

00:06:40: Also das ist natürlich ganz faszinierend!

00:06:42: Man hat einen sehr großen

00:06:43: Entscheidungsspielraum.

00:06:44: Das ist Hand-In-Hand, das ist eigentlich auch was Schönes.

00:06:47: So Musik.

00:06:47: man sagt ja immer auch, Musik ist grenzenlos.

00:06:50: Musik IST grenzenloß – auch von den verschiedenen Bereichen, von den Veranstaltungen.

00:06:55: also Musik geht immer und passiert auch immer

00:06:58: Genau.

00:06:59: Wir hatten jetzt letztes Jahr fünfzig Jahre Musikschule Oberstdorf und wie ich sagte, ich bin da schon einige Zeit, habe schon viele Krisen kommen und gehen sehen und der Markt steht halt genauso wie die Bevölkerung absolut hinter seiner Schule.

00:07:16: wir haben übers Jahr verteilt an die sechsohnundzebzig Kinder das bedeutet fast treizendhundert Eltern.

00:07:27: Ja, wir sind eben angehalten die kulturelle Performance des Ortes massiv mit

00:07:34: nach vorne zu tragen.

00:07:35: Von den Instrumenten her, die man in der Musikschule Loverstorff erlernen kann geht es von A wie Alpern bis Z wie Zitter?

00:07:42: Ja genau!

00:07:44: Wir sind ja eine VDM also Verband Deutscher Musikschulen und da müssen sie einen breiten Fächer kommen der qualifizierte Lehrkräfte vorweisen, sonst bekommen sie die Mitgliedschaft eher nicht.

00:07:57: Wir haben eine klassische Fachschaft von Klavier, Streichinstrumenten, Glasinstrumente und breites Volksmusik-Abteilung, Oberstaufer Jola auf der Schwanger Jola.

00:08:14: Und wir haben fünf Kindergärten, die wir mit elementarer Musik Ausbildung betreuen.

00:08:24: Wir bieten auch Unterricht für Gäste an.

00:08:31: Was ist das außergewöhnlichste Instrument in Ihrem Portfolio?

00:08:35: Weil es ja wirklich schon zitter ist, Alpenländisches Instrument zu lernen.

00:08:43: Ja also da würde ich jetzt schon das Alpern dazu nehmen.

00:08:51: breite kulturgeschichtliche Bedeutung, wissen Sie Oberstorff ist ja sehr stark alemanisch geprägt und die große Kunst des Alphornenspiels ist es nach wie vor in der Schweiz verankert.

00:09:03: Und das wurde über sehr viele Musikpartnerschaften lange Zeit im Allgäu ansässig und da haben wir einen großartigen Lehrer Vincent Skling, der das wunderbar vermittelt.

00:09:21: Ich bin durch und durch ein Klassiker, mir geht es richtig unter die Haut.

00:09:25: Und natürlich die Diola!

00:09:28: Also wenn Sie die mal gehört haben das ist schon sensationell.

00:09:31: Das ist wirklich einzigartig muss man wirklich so sagen absolut einzigert.

00:09:35: Die liegen

00:09:35: laute wunderbar sehr schön

00:09:38: Es haben sie's ja schon angesprochen.

00:09:39: Ein Klassik-Herr sind sie?

00:09:41: oder klassische Musik?

00:09:42: Ist so ihr persönliches Pebel?

00:09:44: Ja also die klassischen Musik... weitläufige Begriff.

00:09:50: Eigentlich die Wiener Klassik, die hat ja nicht länger gedauert als circa fünfzig Jahre.

00:09:56: aber wenn ich sage ernst am Musiker das es trifft irgendwie auch nicht.

00:10:01: Aber ich fühle mich sehr zu Hause in der Musik zwischen Bach und Brahms und in der zeitgenössischen Avant-Garde des zwanzigsten einundzwanzigten Jahrhunderts.

00:10:10: Das eigentlich meine... Ich bin ja als Kompanist tätig und da ist das Zentrum meines Schaffens.

00:10:17: Sie komponieren auch immer ein Style von diesen Musikrichtungen?

00:10:21: Also ich kompone jetzt nicht im Stil vom Bach oder Brahms- oder Beethoven, sondern ich habe schon meine eigene Sprache.

00:10:29: Aber wie in jeder Kunstform die sie betreiben müssen sie doch das alte Studierter haben

00:10:35: und gut kennen

00:10:37: um... Wirklich was Neues auszuprobieren.

00:10:40: Sie brauche einen Fundament, wo sie draufstehen.

00:10:42: Ja

00:10:42: ne Basis.

00:10:43: Ja genau und von den alten Meistern ist Bach mein absoluter Favorit.

00:10:50: So denn könnte ich endlos hören!

00:10:53: Sie sind auch Koordinator mit Begründern wahrscheinlich nicht aber von verschiedenen Festivals auch ECO.

00:11:02: Das ist einfach so ein Stichwort ECO.

00:11:04: Vielleicht ganz kurz zu diesen drei Buchstaben.

00:11:06: EKO

00:11:08: steht für Experimentell, Entschuldigung, Experimentelle Kunst Oberstdorf.

00:11:14: und dieses Festival ist hervorgegangen aus dem Vorläufer das war das International Festival of Contemporary Music Oberst Dwarf.

00:11:23: also wir sind eine der wenigen Musikschulen Bayerns die ein Festival hatten einen jährlich stattfindendes festival für zeitgenössische Avangart.

00:11:34: Da kamen Künstler aus Japan, aus Amerika, aus Finnland, aus England, aus Italien und Schweiz und haben da an einem Wochenende ihre Werke dem Publikum und aber eben auch den Schülern erklärt.

00:11:51: Wann zusammenarbeit?

00:11:52: Auch mit dem Gymnasium

00:11:54: Oberstdorf-Sandhofen.

00:11:56: Und das hatte also einen starken pädagogischen

00:12:02: Part zu erfüllen.

00:12:04: Und nun haben wir uns entschieden, also der Markt Oberstorff dann Tourismus Oberstorf Marketing Oberstoffen wir von der Musikschule und dass wir dieses Festival auf neue Beine stellen wollen um mehr Zuschauer zu gewinnen.

00:12:19: denn es ist doch eine gewisse Schwelle angstfeststellbar gewesen.

00:12:23: und wir nehmen nun auf nicht nur die experimentelle Musik, sondern auch die klassische Musik.

00:12:32: Aber auch die traditionelle Volksmusik unserer Region vorgestellt von vorragenden Künstlern aus unserem Ort und den umliegenden Gemeinden.

00:12:44: Sondern wir geben auch frei für Malerei.

00:12:47: also wenn es dieses mal drei junge Maler-Radien...

00:12:51: Da sprechen wir gleich noch ein bisschen ausführlicher

00:12:53: was

00:12:54: ganz genau in diesem Jahr quasi auf die Bühne oder vor Das ist nämlich Ende März und da gehen wir gleich genauer drauf ein.

00:13:02: Eko, das sind die drei Buchstaben,

00:13:05: die

00:13:05: Ende Märzt ganz groß über den Markt Oberstdorf schweben werden.

00:13:10: Eco-experimentelle Klangkunst OberstDorf!

00:13:14: Das hört sich schon irgendwie ich sag's mal wirklich ganz salopp voll crazy an, Herr Gehrung?

00:13:20: Ja also das hat unsere Marketing Teilung entwickelt.

00:13:25: Die sind da wirklich am großartige Arbeit geleistet, wie ich vorher schon sagte.

00:13:30: Das Festival für zahlgenössische Musik hat schon was Sperriges an sich, sowas Akademisches und wir wollten das bis jetzt auch im Opener zu diesem Festival heißt.

00:13:40: Wir wollten vermitteln dass zahl genössliche Avant-Garde keine Geheimwissenschaft ist sondern wir wollten neugierig machen.

00:13:48: Ja dann kamen diese Begriff ECO und d.h.

00:13:52: also Klangkunst ist eine Erweiterung für Malerei, für Literatur und für Tanz werden wir auch mal haben.

00:14:02: Und natürlich unterschiedlichste Facetten von Musik findet alles im Oberstdorfhaus in den wunderschönen Konzertsälen

00:14:10: statt.

00:14:10: Bei Gott sagen tolles Ambiente, tolle Räume also auch schon das Reinkommen.

00:14:14: Das hat Kunst, es darf schon ein bisschen edler sein!

00:14:19: Also ich gönn mir Kunst, oder ich nehme an Kunstteil.

00:14:24: Das hat schon... Ich weiß nicht, das strahlt von vornherein schon ein besonderes Flair aus und entsprechend die Location ist natürlich noch...

00:14:31: Also wenn Sie das Oberstdorfhaus kennen und sie kommen rein, da ist ja ein fantastisches Foyer!

00:14:36: Da wird die Ausstellung der drei

00:14:38: jungen Maler Alexander Kwing,

00:14:40: Christina Elsesser und Luca Nenning stattfinden.

00:14:44: Und dann habe ich eine junges Assemble aus Augsburg Jan Classic Artists, die haben es gerade in der Elbphilharmonie gespielt und die werden über die Bilder dieser jungen Künstler ein Impro-Konzert liefern.

00:14:58: Das heißt also, von den künstlern vorgesehenen Arbeiten werden auf die Bühne projiziert und diese jungen Musiker, die wirklich fantastisch sind unter der Leitung von Ramon Boss, die werden dann diese Bilder in Musik umsetzen.

00:15:16: Das ist ein Crossover.

00:15:18: Ja, das ist auch unsere Intention, dass wir Musiker zusammenbringen und Künstler und dass was Neues entsteht.

00:15:29: Müssen wir mal es Wochenende nennen?

00:15:30: Ist das glaube ich das letzte

00:15:32: März?

00:15:32: Ja genau,

00:15:33: vom

00:15:33: siebenundzwanzigsten bis neunundzwannzigsten März.

00:15:36: Und die Öffnungsveranstaltung findet am sieben und zwanzigste um neunzehn Uhr im Saalbreitdachklamm Stadt, da gibt es ein Get-together mit ein bisschen Fingerfood und so.

00:15:46: Und dann um zwanzig Uhr spielt das aus Düsseldorf stammende Mingit Quartett.

00:15:51: Das sind Echopreisträger also ganz hochkarätiges Streichquartett eines der besten, dass Deutschland hat.

00:15:57: Die hatten wir schon mehrmals auf vorher im Festival und die werden dieses Festival eröffnen mit Werken von Mozart, Mahler

00:16:13: Rams.

00:16:13: Das ist ja schon für die Kompo fast ein Heimspiel, wenn die schon ein paar

00:16:17: Mal da waren.

00:16:18: Ja genau!

00:16:18: Die waren in Oberstarf Musiksommers und jetzt

00:16:20: bei uns.

00:16:22: Aber ECO also Informer von ECO?

00:16:25: Ist das die Premierein?

00:16:27: Ist es Auftakt?

00:16:27: Ist der Start dieser neuen Festivalreihe?

00:16:30: Also normalerweise wissen Sie haben diese ganzen Festivals zwei Jahre vor

00:16:33: der Laufzeit.

00:16:34: Und ich habe die ganzen Künstler auch schon vor langer Zeit gebucht in der Hoffnung, dass wir dieses Eco-Festival realisieren können.

00:16:43: Das hieß damals natürlich noch nicht so und wir hatten noch keinen Arbeitstitel aber es war uns allen klar dem Bürgermeister genauso wie uns mit dabei Sitzenden Kulturschaffenden das wir was Neues brauchen.

00:16:59: Wir brauchen moderne Kunst im Ort

00:17:02: Ein bisschen frischer Wind.

00:17:03: Ja, genau!

00:17:04: Kann man ja unterschiedlich

00:17:05: interpretieren dieses Frisch mit?

00:17:07: Es

00:17:07: kommen ganz, ganz unterschiedliche Gäste zu

00:17:09: uns auch junge Leute und wir wollen denen auch was bieten.

00:17:13: Musik ist grenzenlos oder Kunst sagen wir es mal so ich weite das ein bisschen aus Vergärung.

00:17:18: Kunst ist grenzlos Das merken wir bei diesem Premierenfestival.

00:17:22: Eco also zumindest in dieser Form Alt-Dagewesenes oder Dagewiesenes mit neun Geschichten zu verbinden, zu verknüpfen.

00:17:32: Das ist einmal so ein bisschen der Tenor.

00:17:36: Ja genau das...

00:17:37: Von mir so salopp formuliert!

00:17:39: Wie Sie... Wir haben ja im Opener schon darüber gesprochen.

00:17:42: man muss um Neues zu kreieren, muss man das Allstar gewesen erkennen und verinnerlichen um einen festen Schritt zu haben.

00:17:53: Ja, und das Grenzüberschreitende findet auch

00:17:56: statt

00:17:57: in einem Assemble kleiner Grenzverkehr.

00:17:59: Es sind Musiker aus dem kleinen Walseltal und aus Oberstdorf die da dann eine Veranstaltung kreieren.

00:18:06: Und ja ... Die zeitgenössische Avantgarde, die findet statt am Samstag, der XXVIII.

00:18:14: mehr zum XIII Uhr.

00:18:16: Da werden drei große Werke von mir zur Uraufführung kommen durch das Hilaris Quartettischen Holzbläser Quintet, die kommen aus Würzburg.

00:18:25: Aber der Leiter des Quartetts wiederum kommt aus Fischen also auch ein Allgäuer.

00:18:29: Auch da grenzen überschreiten wir mal... Die Bundesländergrenzen oder?

00:18:34: Wir sind ja im Bayovarischen aber die Landkreisgrenzen machen das so

00:18:37: und die kommen runter und gestalten einen Konzert mit Werken von Ligeti und Währung.

00:18:42: Und die Solistin wiederum ist Japan Entschuldigung aus Südkorea, Songwoncho Und unsere Korreptitorin, die das Ganze am Klavier begleitet.

00:18:55: Die Frau Ruxandra Peltzer, die kommt eigentlich aus Rumänien.

00:19:00: Also auch da international wirklich eine ganz spannende Mischung!

00:19:05: Jetzt treten sie ja quasi als

00:19:08: Punkt

00:19:08: in dieser Veranstaltungsreiche und als Komponistin – wie aufgeregt ist man da?

00:19:12: Oder wenn man weiß okay, die Jungs und Mädels spielen jetzt meinen

00:19:16: Stück?!

00:19:18: Ja, also das erste Zusammentreffen mit dem Ensemble.

00:19:22: Das ist immer eine spannende Sache.

00:19:27: Ich schreibe das Werk am Schreibtisch.

00:19:29: Das entsteht angepraktisch komplett am Schreibtisch.

00:19:31: Ein paar kleinere Kontrollen am Klavier und dann sollte die erste Hörprobe nicht allzu sehr von dem

00:19:40: abführen,

00:19:41: was ich mir vorgenommen habe.

00:19:46: Also eine sehr intensive Stunde dieses Erarbeiten, das erste Durchschmück des Werks.

00:19:54: Das wird ja komplett neu aus

00:19:57: der Taufe gehoben und vor allem sie haben ja dieses Stück ja schon fertig irgendwo abhörbar bei sich im Kopf.

00:20:05: Sie wissen ja wie... Ah da müssen die ein bisschen die Strecke vielleicht ein bisschen ruhiger und da darf ruhig ein bisschen mit hoch kommen, also dass die Musiker das dann ja auch so umsetzen wie sie es ursprünglich mal gedacht haben.

00:20:18: Das stelle ich mir spannend vor!

00:20:19: Also die setzen das was konventioneller Notation notiert ist das Setzende natürlich wunderbar und die Frage sind mehr die experimentellen Klänge die da entstehen?

00:20:31: Also das Kratzen auf den Streichinstrumenten oder das Traktieren eines Blaseinstrumentes auf ungewohnte Art und Weise.

00:20:40: Wie wirkt das im Zusammenklang?

00:20:42: Wie ist das von der Lautstärke her, ist das gut abgestimmt.

00:20:45: Ich weiß natürlich wie es klingt wenn man ein Cello hinter dem Steg streicht aber kann sich dabei vielleicht eine zarte Soloflöte noch durchsetzen?

00:20:54: und da gibt's dann schon immer noch kleinere Modifikationen an der Partitur.

00:20:59: Ist da jetzt schon so ein bisschen, wir haben hier zu Anfang März okay?

00:21:02: Es ist noch ich sage mal knapp drei Wochen.

00:21:05: Ist es hin oder drei Wochen bis zu den Auftritten oder bis zu diesem Start des Festivals in neuer Formen?

00:21:13: das Eco-Festival ist jetzt schon ein bisschen magenkrummeln oder so.

00:21:17: Flauheitsgefühl oder Nehe ist ja noch ein Stück weit hin und erst kurz bevor's losgeht habe ich vielleicht Schluckbeschwerden.

00:21:27: Das ist schon ein grummeln, das da ist vor allem weil es dieses mal das erste Mal abläuft und es sind sehr viel mehr Assembles und Musiker als wir sonst hatten und das heißt so ein ständiges Crescendo, ein ständiges Höher werden.

00:21:40: aber wenn die dann alle da sind, wenn alle auch in ihren Hotels untergebracht sind oder wenn kein Zug ausgefallen ist und alle das Instrument in der Hand haben, dann sind wir alle glücklich

00:21:51: Vor allem bei dem Festival, was da ja auch ist.

00:21:54: Auch so Workshops werden angeboten?

00:21:56: Es ist also jetzt nicht nur so dass ich konsumieren kann Musik oder Kunst in Kombination oder auch alleine sondern ich kann auch aktiv werden an

00:22:06: zum Wochenende.

00:22:07: Ja genau!

00:22:07: Also wir haben jetzt in dieses Jahr starten wir zunächst mal mit einem Workshop Alphorn wo drei versierte Alphorm Blaser bis zu zehn Teilnehmer da unterweisen auf diesem Instrument.

00:22:24: Und wir haben, also für die künftigen Jahre haben wir natürlich auch vor Workshops in der Bildung den Kunst-, In-der-Bildhaberei... ...in der Erstellung einer Partitur für Laien.

00:22:37: Also außerhalb eines konventionellen Notenbildes.

00:22:40: Da haben ja schon viele

00:22:41: Pläne.

00:22:42: Haben Sie selber das Alpronspielen schon mal Probiert?

00:22:46: okay, Sie haben Trompete.

00:22:48: Können sie wahrscheinlich auch Alpern?

00:22:51: Ich habe es nie probiert.

00:22:52: ich muss Ihnen sagen mein Vater hat das gespielt und mein Sohn und ich.

00:22:56: wir haben eine Zeit lang als der eben so zwölf dreizehn war.

00:22:59: da haben wir ein bisschen rumgespannen.

00:23:00: Wir wollen uns einen Alper zulegen Und das wäre doch das wäre wunderbar auf unseren Bergtouren aber da konnten wir uns Familienintern nicht durchsetzen.

00:23:10: Danke fürs Dasein.

00:23:11: Und was wünschen Sie sich zum Premieren-Eco-Festival in Oberstorff am letzten Märzwochenende?

00:23:19: Ja,

00:23:19: viele Besucher und vor allem viele Besuche, die dann glücklich nach Hause gehen und sagen sie werden wiederkommen!

00:23:26: Das ist ein schönes Schlusswort.

00:23:27: Danke für den Einblick in Ihre Arbeit.

00:23:29: Dankeschön.

00:23:29: Sehr gerne.

00:23:39: Dein ambulanter Dienst im Allgäu für Pflege und Betreuung mit Zeit.

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